DE1634008C - Verfahren zur Herstellung von Deichen und Dämmen aus Erde in Gewässern mit Gezeitenströmungen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Deichen und Dämmen aus Erde in Gewässern mit Gezeitenströmungen und Einrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserfahrzeug (4) unmit- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hersteltelbar
vor oder während des Kenterns des lung von Deichen und Dämmen aus Erde in GeStromes
(1) zum Aufschwimmen gebracht und wässern mit Gezeitenströmungen und eine Einrichverholt
wird. 30 tung zur Durchführung des Verfahrens.
3. Verfahren nach einem oder beiden der Der Bau von Deichen und Dämmen aus Erde in
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- Gewässern mit Gezeitenströmungen, beispielsweise
zeichnet, daß das Wasserfahrzeug (4) durch für eine Gewinnung von Neuland, ist besonders
Fluten und Lenzen zum Absenken und Auf- problematisch, da ständig die Gefahr gegeben ist,
schwimmen gebracht wird. 35 daß durch die Gezeitenströmung die im Wasser
4. Verfahren nach einem oder mehreren der frei liegende Dammspitze abgetragen wird. Diese
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- Gefahr erhöht sich um so mehr, je schmaler die
zeichnet, daß zunächst ein Dammunterbau (2) durch den Damm begrenzte freie Lücke für den
geschüttet wird und das Wasserfahrzeug (4) auf Ein- und Ausschluß des Wassers ist, da die Strödiesem
verholt und abgesenkt wird. 40 mungsgeschwindigkeit des Wassers dementsprechend.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der anwächst und zu einer stärkeren Abtragung der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- Dammspitze führt.
zeichnet, daß das Aufschwimmen des Wasser- Für den Bau von Dämmen ist eine Einrichtung
fahrzeuges (4) durch Spülung der an seinem bekannt (französische Patentschrift 884 238), die in
Heck (5) liegenden Spitze unterstützt wird. 45 der Art eines schwimmenden Baugerüstes ausgebildet
6. Einrichtung zur Durchführung des Verfah- ist. Dieses Baugerüst soll die einzelnen Zellen, aus
rens nach einem oder mehreren der vorhergehen- denen der Damm sich zusammensetzt, auf der
den Ansprüche, gekennzeichnet durch ein auf- Außenseite umgeben und um die Länge einer einzelschwimm-
und absenkbares Wasserfahrzeug (4), nen Zelle verfahrbar sein. Es handelt sich damit
das verholbar am Ende des sich im Bau befind- 50 also um eine Art von Wanderschalung, zwischen
liehen Dammes angeordnet ist und ein dem deren Schalungswänden jeweils eine Zelle des
Dammende zugewandtes, unterschriittenes Heck Dammes zu errichten ist, bevor die Schalung um
aufweist. die Länge einer weiteren Zelle zu verfahren ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge- Für die Erstellung einer derartigen, bekannten
kennzeichnet, daß das Heck des Wasserfahr- 55 Schalung ist nicht nur ein erheblicher Aufwand
zeuges (4) flossenartig ausgebildet ist. erforderlich. Von größerem Nachteil ist vielmehr,
8. Einrichtung nach einem oder beiden der daß die Schalung in ihren speziellen räumlichen
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- Abmessungen der Form der einzelnen Zellen genau
zeichnet, daß das Wasserfahrzeug (4) einen senk- angepaßt sein muß. Es besteht dadurch nicht die
rechten und im Grundriß bogenförmigen Bug 60 Möglichkeit, beispielsweise mit einer solchen Wanderaufweist,
schalung sowohl einen Damm von großer Breite wie
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der auch einen Damm von geringerer Breite zu bauen,
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- Für den Bau von Deichen und Dämmen aus Erde
zeichnet, daß das Wasserfahrzeug (4) in bekann- in Gewässern mit Gezeitenströmungen wäre die
ter Weise durch Schotte (7) in Kammern (8) 65 Anwendung der bekannten Einrichtung im übrigen
unterteilt ist, die durch eine Pumpanlage (9, 10, unzweckmäßig, weil die beiden parallel zueinander
11) einzeln unter Wasser zu setzen und zu lenzen stehenden Seitenwände dieser bekannten Einrichtung
sind. zum Schütze des Dammes gegen einen Abtrag durch
3 4
die Gezeiten in einem Abstand zueinander stehen des absenk- und aufschwimmbares Wassermüßten,
der mindestens so groß ist wie die Sohlen- fahrzeug geschützt wird;
breite des zu schüttenden Dammes. Da eine Sohlen- b) das Wasserfahrzeug nach einem Aufschwimmen
breite von geschütteten Dämmen aus Erde bei jn der Deichlängsrichtung so weit verholt und
größeren Wassertiefen aber sehr groß ist, müßte 5 danach abgesenkt wird, daß zwischen dem
unter Anwendung der bekannten Einrichtung ein frejen En(je des Dammes und dem Fahrzeug-Bauwerk
als Schutzkonstruktion geschaffen werden, heck ein freier Zwischenraum vorhanden ist;
dessen Herstellung mit Rücksicht auf seine Größe c) der Damm im Bereich deg frden Zwischen. so aufwendig ist, daß diese Einrichtung wirtschaftlich raumes big an das Fah heck durch Schütten
dessen Herstellung mit Rücksicht auf seine Größe c) der Damm im Bereich deg frden Zwischen. so aufwendig ist, daß diese Einrichtung wirtschaftlich raumes big an das Fah heck durch Schütten
nicht zu benutzen ist. io von losem Material vorgetrieben wird.
Die vorstehend beschriebenen Nachteile treten
auch auf bei einer anderen bekannten Wander- Dieses Verfahren hat den Vorteil, zum Schutz
schalung (französische Patentschrift 457 053), zwi- der Dammspitze gegen die Einflüsse der Gezeitenschen
deren zueinander parallelen Seitenwänden am strömungen ein Mittel in der Form eines Schiffes
Kopfende eine aus Beton bestehende Zelle eines 15 benutzen zu können, das in seiner Form und seinen
Dammes zu errichten ist. Auch diese Schalung läßt speziellen Abmessungen nicht wie eine Wandersich
nur für Dämme einer speziellen Breite benutzen. schalung der Form und den Abmessungen des zu
Für aus Erde zu schüttende Dämme, die also aus erstellenden Dammes angepaßt zu sein braucht,
einem losen Schüttgut bestehen, ist auch diese be- Wird in Durchführung des Verfahrens das Wasserkannte Wanderschalung nicht anwendbar, da ihre 20 fahrzeug unmittelbar vor oder während des Kenterns Seitenwände senkrecht stehen und dadurch keinen des Stromes zum Aufschwimmen gebracht und verBöschungswinkel für die Seitenwände eines Dammes holt, so ergibt sich der Vorteil, daß die Dammspitze bei wirtschaftlich noch tragbarer Bauweise der bzw. das Dammende bei größeren Strömungs-Schalung zulassen. geschwindigkeiten des Seewassers durch das Fahr-
einem losen Schüttgut bestehen, ist auch diese be- Wird in Durchführung des Verfahrens das Wasserkannte Wanderschalung nicht anwendbar, da ihre 20 fahrzeug unmittelbar vor oder während des Kenterns Seitenwände senkrecht stehen und dadurch keinen des Stromes zum Aufschwimmen gebracht und verBöschungswinkel für die Seitenwände eines Dammes holt, so ergibt sich der Vorteil, daß die Dammspitze bei wirtschaftlich noch tragbarer Bauweise der bzw. das Dammende bei größeren Strömungs-Schalung zulassen. geschwindigkeiten des Seewassers durch das Fahr-
In Kenntnis der Mangel der vorbeschriebenen 25 zeug gegen einen Abtrag durch den Strom geschützt
bekannten Einrichtungen ist auch ein Verfahren ist, während der Damm bei stillstehendem Wasser
bekanntgeworden (deutsche Patentschrift 842 477), oder nur geringer Strömungsgeschwindigkeit, wie
nach dem beim Bau eines Deiches dieser gleichzeitig sie bei einem Kentern der Tide vorliegt, gefahrlos
auf seiner vollen Länge mit gleichbleibend waage- bis zum Heck des zwischenzeitlich verholten Fahrrecht
verlaufender, oberer Begrenzung hochgeführt 30 zeuges vorgebaut werden kann, wobei von weiterem
werden soll. Mit einem solchen Vorgehen sind andere Vorteil ist, daß der Baustoff transport von der Krone
Nachteile verbunden. Soll beispielsweise zum Zwecke des bereits erstellten Dammabschnittes an die
der Landgewinnung ein Koog eingedeicht werden, Dammspitze erfolgen kann.
so würde mit der gleichmäßigen Hochführung des Um das Wasserfahrzeug innerhalb eines möglichst
Dammes etwa ab einer Höhe von Normalwasser 35 kurzen Zeitraumes aus einer die Dammspitze schütbei
Rut zwar Wasser in den noch nicht fertig ein- zenden Stellung heraus in eine neue Stellung verholen
gedeichten Koog einströmen, jedoch bei ablaufendem und dort absenken zu können, ist in weiterer AusWasser nicht wieder ausströmen. Das Wasser würde gestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das
sich demzufolge während der Erstellung des Deiches Wasserfahrzeug durch Fluten und Lenzen zum
auf dem eingedeichten Land in der Höhe des norma- 40 Absenken und Aufschwimmen gebracht wird,
len Hochwassers stehend oder gar noch höher Da bei einem Dammbau mit wechselnden Wasserstehend ansammeln. Darüber hinaus läßt sich auch tiefen im Verlauf des Dammes zu Technen ist, müßte ein solches Verfahren nur unter einem großen wirt- an sich das Wasserfahrzeug verhältnismäßig hoch schaftlichen Aufwand durchführen, da die Baustoffe sein, wenn es bis auf den Seeboden abgesenkt für die Herstellung des Deiches nahezu ausschließ- 45 werden würde und auch an den tiefsten Stellen lieh durch Verwendung von Klappschuten, Prahmen noch Freibord aufweisen sollte. Hinzu kommt als od. dgl. geschüttet werden können und nicht, wie Nachteil für die einzelnen Reihenfolgen des erfinbei anderen herkömmlichen Deichbauverfahren, dungsgemäßen Arbeitszyklus, daß entsprechend den unter Verwendung von Erde auf Gleisen zu trans- unterschiedlichen Wassertiefen sehr unterschiedliche portieren sind, die auf der bereits fertiggestellten 50 Zeiten benötigt würden und bei großen Wassertiefen Deichkrone aufliegen und bis nahezu an die Spitze das Aufschwimmen, Verholen und Absenken des des fertiggestellten Deichabschnittes reichen. Fahrzeuges so viel Zeit in Anspruch nehmen könnte,
len Hochwassers stehend oder gar noch höher Da bei einem Dammbau mit wechselnden Wasserstehend ansammeln. Darüber hinaus läßt sich auch tiefen im Verlauf des Dammes zu Technen ist, müßte ein solches Verfahren nur unter einem großen wirt- an sich das Wasserfahrzeug verhältnismäßig hoch schaftlichen Aufwand durchführen, da die Baustoffe sein, wenn es bis auf den Seeboden abgesenkt für die Herstellung des Deiches nahezu ausschließ- 45 werden würde und auch an den tiefsten Stellen lieh durch Verwendung von Klappschuten, Prahmen noch Freibord aufweisen sollte. Hinzu kommt als od. dgl. geschüttet werden können und nicht, wie Nachteil für die einzelnen Reihenfolgen des erfinbei anderen herkömmlichen Deichbauverfahren, dungsgemäßen Arbeitszyklus, daß entsprechend den unter Verwendung von Erde auf Gleisen zu trans- unterschiedlichen Wassertiefen sehr unterschiedliche portieren sind, die auf der bereits fertiggestellten 50 Zeiten benötigt würden und bei großen Wassertiefen Deichkrone aufliegen und bis nahezu an die Spitze das Aufschwimmen, Verholen und Absenken des des fertiggestellten Deichabschnittes reichen. Fahrzeuges so viel Zeit in Anspruch nehmen könnte,
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur daß der Damm um ein nur geringes Ausmaß bei
Herstellung von Deichen und Dämmen aus Erde niedriger Strömungsgeschwindigkeit des Wassers
in Gewässern mit Gezeitenströmungen zu schaffen, 55 vorzubauen wäre. Dem kann nach einer Ausgestal-
das sich wirtschaftlich durchführen läßt, ohne die tung der Erfindung dadurch abgeholfen werden, daß
vorstehend im Zusammenhang mit bekannten Ver- zunächst ein Dammunterbau geschüttet wird und das
fahren und Einrichtungen beschriebenen Nachteile Wasserfahrzeug auf diesem verholt und abgesenkt
in Kauf nehmen zu müssen und die Gefahr eines wird. Durch einen derartigen Unterbau können nicht
Abtrages der Deichspitze durch die Gezeitenströmung 60 nur Ungleichmäßigkeiten im Seeboden ausgeglichen
zu vermeiden. , werden, so daß das Fahrzeug in der abgesenkten
Die Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfin- Lage ständig ein etwa gleiches Freibord hat, sondern
dung darin zu sehen, daß in sich wiederholender der Unterbau läßt sich auch so hoch herstellen, daß
Reihenfolge ein verhältnismäßig niedriges und kleines Fahrzeug
65 Anwendung finden kann und die nach seinem Ver-
a) das freie Ende des sich im Bau befindlichen holen hinter ihm zu schließende Dammlücke relativ
Dammes vor der Strömung des Wassers durch lang ist, so daß der Dammbau in seiner Endphase
ein unmittelbar an das freie Ende anschließen- schnell voranschreiten kann.
5 6
Das neue Verfahren ist insbesondere dann von F i g. 3 einen Längsschnitt durch ein an der
Nutzen hinsichtlich eines starken Schutzes der Damm- Dammspitze liegendes und auf dem Unterbau abspitze, wenn der Dammvorbau jeweils bis über den gesenktes Wasserfahrzeug,
äußersten Heckabschnitt des Fahrzeuges erfolgt, so F i g. 4 die Vorderansicht des Wasserfahrzeuge:
daß also keine Lücke zwischen dem Fahrzeug und 5 nach F i g. 3 mit dem Unterbau im Schnitt,
der Dammspitze vorhanden ist, durch welche das Fig. 5 die Anordnung gemäß Fig. 3 bei aufWasser bei einer Gezeitenströmung hindurchströmen geschwommenem und verholtem Wasserfahrzeug,
kann. Hierdurch könnte zwar ein schnelles Auf- F i g. 6 die Anordnung nach F i g. 5 bei abgesenkschwimmen des Wasserfahrzeuges durch Lenzen tem Wasserfahrzeug und einer teilweise vorgebauten beeinträchtigt werden, dem läßt sich aber nach der io Dammspitze,
der Dammspitze vorhanden ist, durch welche das Fig. 5 die Anordnung gemäß Fig. 3 bei aufWasser bei einer Gezeitenströmung hindurchströmen geschwommenem und verholtem Wasserfahrzeug,
kann. Hierdurch könnte zwar ein schnelles Auf- F i g. 6 die Anordnung nach F i g. 5 bei abgesenkschwimmen des Wasserfahrzeuges durch Lenzen tem Wasserfahrzeug und einer teilweise vorgebauten beeinträchtigt werden, dem läßt sich aber nach der io Dammspitze,
Erfindung dadurch abhelfen, daß das Aufschwimmen F i g. 7 einen Längsschnitt durch ein Wasserfahr-
des Wasserfahrzeuges durch Spülung des an seinem zeug in schematischer Wiedergabe,
Heck liegenden Dammabschnittes unterstützt wird. F i g. 8 die Draufsicht auf das Wasserfahrzeug
Die Erfindung sieht deshalb weiterhin vor, daß das gemäß F i g. 7,
Heck des Wasserfahrzeuges mit Spülmitteln, etwa 15 F i g. 9 die Drauf sieht auf ein verankertes Wasseran
der Außenwand mündenden Spülrohren, versehen fahrzeug vor der Dammspitze,
ist. Außerdem hat es sich als zweckmäßig gezeigt, Fig. 10 die Ansicht eines Hecks mit Schwert,
wenn das Heck des Fahrzeuges unterschnitten ist, Fig. 11 die Draufsicht auf zwei Wasserfahrzeuge da hierdurch eine Anpassung an den natürlichen neben einer noch zu schließenden Dammlücke.
Böschungswinkel der Dammspitze erfolgt. Zusätzlich 20 Zur Schließung einer Dammlücke in einem Geist es von Vorteil, wenn das Heck des Wasserfahr- wasser 1 mit Gezeitenströmung ist in dem Gewäszeuges flossenartig ausgebildet ist. Der Bug des ser 1 ein Dammunterbau 2 geschüttet, der gemäß Fahrzeuges ist vorteilhaft senkrecht und im Grundriß F i g. 2 einen etwa kegelstumpfförmigen Querschnitt bogenförmig verlaufend ausgestaltet, um eine mög- aufweist. Die Krone dieses Unterbaues liegt 12 m liehst günstige Strömung in der erweiterten Damm- 25 unterhalb NN.
ist. Außerdem hat es sich als zweckmäßig gezeigt, Fig. 10 die Ansicht eines Hecks mit Schwert,
wenn das Heck des Fahrzeuges unterschnitten ist, Fig. 11 die Draufsicht auf zwei Wasserfahrzeuge da hierdurch eine Anpassung an den natürlichen neben einer noch zu schließenden Dammlücke.
Böschungswinkel der Dammspitze erfolgt. Zusätzlich 20 Zur Schließung einer Dammlücke in einem Geist es von Vorteil, wenn das Heck des Wasserfahr- wasser 1 mit Gezeitenströmung ist in dem Gewäszeuges flossenartig ausgebildet ist. Der Bug des ser 1 ein Dammunterbau 2 geschüttet, der gemäß Fahrzeuges ist vorteilhaft senkrecht und im Grundriß F i g. 2 einen etwa kegelstumpfförmigen Querschnitt bogenförmig verlaufend ausgestaltet, um eine mög- aufweist. Die Krone dieses Unterbaues liegt 12 m liehst günstige Strömung in der erweiterten Damm- 25 unterhalb NN.
spitze zu erhalten. Der Abstand zwischen der Damm- Für den Schutz der Dammspitze des Dammes 3,
spitze und dem Wasserfahrzeug kann größer gewählt die in der Zeichnung von links nach rechts auf
und vorteilhaft geschlossen werden, wenn in der dem Unterbau 2 vorgebaut werden soll, ist ein
Heckflosse des Wasserfahrzeuges ein bewegliches Wasserfahrzeug 4 vorgesehen, welches an der Damm-Schwert
angeordnet ist, das aufholbar ist. Nach dem 30 spitze liegend auf die Oberfläche des Unterbaues 2
Versetzvorgang wird ein solches Schwert nach Bedarf abgesenkt ist. Dieses Wasserfahrzeug weist ein unterabgesenkt
und dann Zug um Zug eingeholt, wenn schnittenes, flossenförmiges Fahrzeugheck 5 auf,
die Böschung der Dammspitze dieses Schwert welches an seinen beiden Seiten von der Dammerreicht,
womit über einen erweiterten Zeitraum die spitze umfaßt ist. Der Bug des Wasserfahrzeuges 4
Lücke zwischen Dammspitze und Wasserfahrzeug 35 verläuft senkrecht und im Grundriß bogenförmig,
gegen Durchströmen geschlossen bleibt. Durch ein Für den Vorbau der Dammspitze läßt sich das derart ausgebildetes Heck kann auch ein Festsitzen Wasserfahrzeug 4, entsprechend der Darstellung in des Fahrzeuges nach einer Schüttung der Damm- Fig. 5, aufschwimmen und in Richtung der Längsspitze vermieden werden. achse des Dammes über dem Unterbau 2 verholen.
gegen Durchströmen geschlossen bleibt. Durch ein Für den Vorbau der Dammspitze läßt sich das derart ausgebildetes Heck kann auch ein Festsitzen Wasserfahrzeug 4, entsprechend der Darstellung in des Fahrzeuges nach einer Schüttung der Damm- Fig. 5, aufschwimmen und in Richtung der Längsspitze vermieden werden. achse des Dammes über dem Unterbau 2 verholen.
Zum schnellen Aufschwimmen und Absenken des 40 Ein derartiges Aufschwimmen und Verholen des
Wasserfahrzeuges sieht die Erfindung vor, daß dieses Wasserfahrzeuges 4 erfolgt unmittelbar vor oder
in bekannter Weise durch Schotte in Kammern während des Kenterns der Tide vom Gewässer 1.
unterteilt ist, die durch eine Pumpanlage einzeln Nach einem solchen Verholen um das Maß »#«
unter Wasser zu setzen und zu lenzen sind. gegenüber der Lage von F i g. 3 wird das Wasser-
Das Verholen des Fahrzeuges erfolgt zweckmäßig 45 fahrzeug erneut auf den Unterbau 2 abgesenkt,
an mehreren ausgeworfenen Ankern, deren Ketten Gleichzeitig oder unmittelbar darauf kann der Vor-
durch Spills einzuholen sind, die vorn und hinten bau der Dammspitze ebenfalls um das Maß »α«
am Fahrzeug angeordnet sind. Diese Art des Ver- erfolgen. Um diesen Vorbau innerhalb einer kurzen
holens ist im vorliegenden Falle besonders vorteil- Zeitspanne durchzuführen, ist es zweckmäßig, wenn
haft, da eine genaue Ausrichtung des Fahrzeuges 5° zuvor an der Dammspitze bereits ein Vorrat 6 an
in der Strömung entsprechend dem vorgezeichneten Baumaterial angehäuft wird, wie es in Fig. 6 sche-
Dammverlauf möglich ist. Der Damm wird zweck- matisch gezeigt ist. Dieser Vorrat 6 wird bei der in
mäßigerweise von zwei Seiten her unter Benutzung F i g. 6 wiedergegebenen Anordnung in die Lücke
von zwei Wasserfahrzeugen vorgetrieben. Die zwischen dem Fahrzeugheck 5 des Fahrzeuges 4 und
Schließung der letzten Lücke erfolgt dann so, daß 55 der vorderen, unter dem Wasserspiegel liegenden
die beiden Wasserfahrzeuge allmählich etwas aus Böschungswand eingebracht, so daß zwischen dem
der Achse ausscheren und der Deich neben ihnen Wasserfahrzeug 4 und der Dammspitze nach einem
geschlossen wird in der Weise, daß die Wasserfahr- erneuten Einsetzen einer stärkeren Strömung des
zeuge neben dem Damm frei liegen und für eine Gewässers 1 kein Wasser fließen kann,
spätere Verwendung abgefahren werden können. 60 Aus den F i g. 7 und 8 ist ersichtlich, daß das
Ein Ausführungsbeispiel für die Durchführung des Wasserfahrzeug 4 aus einem Stahlbetonkörper beVerfahrens
nach der Erfindung sowie einer zu be- steht, der durch mehrere, zueinander parallele
nutzenden Einrichtung ist nachstehend an Hand Wände 7 in Kammern 8 unterteilt ist. In die einzelnen
einer Zeichnung erläutert. Es zeigt Kammern 8 führen Pumpenleitungen 9, welche über
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Dammlücke 65 eine gemeinsame Pumpenleitung 10 mit einer Pump-
mit Unterbau, station 11 verbunden sind. Zu beachten ist hierbei,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Ausbildung daß jede Pumpenleitung 9 an ihrer Anschlußstelle
gemäß Fig. 1, durch ein Venttil mit der Leitung 10 verbunden ist.
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so daß die einzelnen Kammern 8 unabhängig von- fen sind und durch Ketten 19 bzw. 20 mit dem
einander zu fluten oder zu lenzen sind. Wasserfahrzeug 4 verbunden sind.
Von der Pumpstation 11 führt eine gesonderte In der Fig. 10 ist das Heck eines Wasserfahr-Leitung
12 nach der im Heck des Wasserfahrzeuges 4 zeuges gezeigt, das ein Schwert 22 aufweist, welches
gelegenen Kammer 8, von der mehrere, parallel zu- 5 am Boden des Fahrzeuges bei 23 derart drehbar
einander liegende Spülleitungen 13 abführen, die an gelagert ist, daß es aus der in ausgezogenen Linien
der Außenwandung des Fahrzeuges im Bereich des wiedergegebenen eingeholten Stellung unter Verwenunterschnittenen
und flossenartig ausgebildeten Hecks dung einer Winde 24 in die gestrichelt wiedermünden.
Durch eine Inbetriebnahme dieser Spül- gegebene Lage abgesenkt werden kann, um eine
leitungen 13 kann ein Aufschwimmen des Wasser- io Durchflußöffnung zwischen Heck und Dammspitze
fahrzeuges unterstützt werden, wenn dieses mit seiner abzusperren.
Heckflosse an der vorgebauten Dammspitze festsitzt. Aus Fig. 11 geht hervor, daß bei einem Bau eines
Heckflosse an der vorgebauten Dammspitze festsitzt. Aus Fig. 11 geht hervor, daß bei einem Bau eines
Aus den F i g. 7 und 8 geht weiterhin hervor, daß von zwei Seiten vorgetriebenen Dammes zwei
das Wasserfahrzeug 4 an seinem Bug sowie an seinem Wasserfahrzeuge Benutzung finden können, die beim
Heck mit jeweils zwei Spills 15 bzw. 16 versehen 15 Schließen der letzten Dammlücke neben diese verholt
ist. Mit Hilfe dieser Spills 15 und 16 läßt sich das werden und abgesenkt werden, um die freien Damm-Wasserfahrzeug
4 an Ankern 17 und 18 verholen, spitzen vor seiner stärkeren Strömung zu schützen,
die entsprechend der F i g. 9 vor und hinter dem die hier bei einer zwischen den im verhältnismäßig
Wasserfahrzeug 4 zu seinen beiden Seiten ausgewor- geringen Abstand liegenden Hecks auftritt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von Deichen und 5 mündenden Spülrohren, versehen ist.
Dämmen aus Erde in Gewässern mit Gezeiten- 11. Einrichtung nach einem oder mehreren Strömungen, dadurch gekennzeichnet, der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenndaß in sich wiederholender Reihenfolge zeichnet, daß das Wasserfahrzeug (4) vorn und
Dämmen aus Erde in Gewässern mit Gezeiten- 11. Einrichtung nach einem oder mehreren Strömungen, dadurch gekennzeichnet, der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenndaß in sich wiederholender Reihenfolge zeichnet, daß das Wasserfahrzeug (4) vorn und
λ α t ■ -c a a -U- τ, u a Ai- u achtern mit je zwei Spills (15, 16) für sein Ver-
a) das freie Ende des sich im Bau befindlichen io ho,en an An J kem (1?^18) ^ ^ .
Dammes (3) vor der Strömung des Wassers n Einricht v nach 'einem oder mehreren
(1) durch em unmittelbar an das freie Ende der vorhe hende 8 n Ansprüch dadurch gekenn.
anschließendes absenk- und auf schwimm- zdch J^ das Wasse P rfahlze (4) an*Seinem
bares Wasserfahrzeug (4) geschützt wird; Achtersteven mit einem aufholbaren und absenk-
b) das Wasserfahrzeug (4) nach einem Auf- 15 baren Schwert (22) versehen ist.
schwimmen in der Deichlängsrichtung so weit 13< Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch verholt und danach abgesenkt wird, daß gekennzeichnet, daß das Schwert (22) im Bereich zwischen dem freien Ende des Dammes und des Fahrzeugbodens drehbar gelagert ist und aus dem Fahrzeugheck (5) ein freier Zwischen- seiner abgesenkten Stellung mittels einer Winde raum (9) vorhanden ist; 30 (24) aufholbar ist.
schwimmen in der Deichlängsrichtung so weit 13< Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch verholt und danach abgesenkt wird, daß gekennzeichnet, daß das Schwert (22) im Bereich zwischen dem freien Ende des Dammes und des Fahrzeugbodens drehbar gelagert ist und aus dem Fahrzeugheck (5) ein freier Zwischen- seiner abgesenkten Stellung mittels einer Winde raum (9) vorhanden ist; 30 (24) aufholbar ist.
c) der Damm (3) im Bereich des freien Zwischenraumes bis an das Fahrzeugheck (5) .
durch Schütten von losem Material vor-
durch Schütten von losem Material vor-
getrieben wird.
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