DE2316763A1 - Anlage zum raeumen von baggergut - Google Patents
Anlage zum raeumen von baggergutInfo
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Description
Dr.-lng. von Kreisler Dr.-lng. Schönwald -
Dr.-lng.Th. Meyer Dr. Fues Dipl.-Chem. Alek von KreWer
DiPLChCOIa Keller Dr.-lng. Klöpsch Dipl.-lng.Seltfng
Köln, Deich man η haue
3. AP«. I973
Giovanni FALDI, Florenz, Italien
Anlage zum Bäumen von Baggergut
Die Erfindung "bezieht sich auf eine Anlage zum Entladen
und Ferntransport von halbfestem oder breiigem Material, die sich insbesondere für aus Gewässersohlen stammendes
Baggergut eignet.
Beim Baggern von Meer- oder Binnenseesohlen besteht jedesmal
das grundlegende Problem der Baggerguträumung. In der Regel greift man bei auf Pontons oder auf anderen Schwimmkörpern
aufgebauter Baggeranlage auf Förderprahme zurück, die
mit dem Baggergut beladen werden und zwischen der Baggerstelle and der Entladestelle pendeln.
Das Verfahren ist jedoch mit einigen Nachteilen behaftet,
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die hauptsächlich den Kostenaufwand und die Arbeitsdauer .
betreffen. Normalerweise enthält das auf ifti&B. Praäam geladene
Gut - vor allem wenn es aus Baggern mit Laufradpumpen befördert wird - einen besonders hohen Anteil an Wasser, um'
sowohl das Fördern als insbesondere auch das Entladen mit den üblichen Pumpanlagen zu.ermöglichen. Es leuchtet ein,
daß die nutzlose Beförderung einer so hohen Wassermenge die
Kosten der Baggerarbeit stark beeinflußt. Dazu kommt, noch,
daß die von den Praüims zurückzulegende Entfernung meist
ziemlich groß 'ist, nachdem die -Baggergebiete meistens eine ·
größere Ausdehnung haben. Da es sich dabei um verhältnismäßig langsam fahrende Wasserfahrzeuge handelt, sind die
Dauer der Baggerarbeit sowie die Inveötierungskosten für eine größere Anzahl solcher Fahrzeuge auch deswegen besonders
hoch.
Wenn schließlich in einigen Fällen das Baggern auch den Zweck erfüllt,- die Gewässersohle von Verunreinigungen und
schädlichem Material, z.B. von kohlenwasserstoffhaltigem Schlamm, Quecksilberverbindungen usw. zu befreien, muß das
Baggergut, daä auf difea Pr%ih& geladen wird, über große Entfernungen
abgeführt werden, um nicht andere. Stellen de.sselben Baggergebietes oder der benachbarten Gegend zu verunreinigen. In derartigen Fällen ist außerdem der Einsatz von
Baggerlöffeln nicht ratsam, weil diese den Baggergrund lockern und unter Einwirkung der Strömung eine weitere Verseuchung
hervorrufen würden.
Es sind Baggerbbekannt ^die den Gegenstand von früheren Patenten
bzw. Patentansprüchen desselben Anmelders bilden), die auf Pontons aufgebaut sind und aus mit Baggersehauf ein
versehenen Pumpstufen bestehen, die getaucht werden und deren Baggerschaufeln die Gewässersohle angreifen, sie schneiden
und das Baggergut iii mit Druckluft arbeitende Kammern
bzwo Pumpzylinder befördern, aus welchen dasselbe mit Wasser
vermischte Gut an die Oberfläche über eine Spülleitung gefördert wird. Der Hauptvorzug derartiger Bagger liegt in der
Vielseitigkeit ihrer Anwendung sowohl in Bezug auf die Baggertiefe -als auch auf die Art des Baggergrundes, wobei ein
anderer Vorteil durch die hohe Baggerwirtschaftlichkeit und
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den geringen Wassergehalt des Baggergutes dargestellt wird,-
Auch sind Spülanlagen bekannt, die den Gegenstand einer
früheren Patentanmeldung-desselben Anmelders bilden, bei
denen Luftpumpen der oben erwähnten Bauart in Verbindung mit Entladebehältern für die Fernbeförderung des Baggergutes
in Form einer Wassersuspension mit hohem Feststoffanteil verwendet werden. Derartige Anlagen sind insbesondere für
die Fernbeförderung von Industrieabfällen sowie auch z.B. für die "Aufsandung" von Strandbädern ubd dgl. nützlich.
Es ist nun erkannt -worden - was den Hauptgegenstand vorliegender Erfindung darstellt - daß die oben kurz umrissenen
Fragen durch die Anwendung einer Fernbeförderungs- und Entladungsanlage von Baggergut in wässriger Suspension
restlos und vorteilhaft gelöst werden, bei welchen das Baggergut auf.Ferntransportprftfemg. in geschlossener Ba\iart geladen
wird, und die dadurch gekennzeichnet sind,/daß sie aus einer schwimmenden, mit einer·Vielzahl druckluftbetätigter
Spülpumpen versehenen Schwimmstation besteht, wobei die Zuleitung einer jeden Ρμπιρβ mit der Entladung eines Transportpralaasabnehmbar
verbunden werden kann, welcherPraJaa zwischen
der Baggeranlage und der genannten Spülanlage im Pendelverkehr fährt, und außerdem auch dadurch gekennzeichnet ist,
daß dir vorzugsweise mit Einzelantriebsmitteln versehene
PraMffi einen völlig, abgeschlossenen Laderaum enthält, für
den eine obere öffnung für das Laden des Baggergutes sowie ein Entladungsstutzen vorgesehen sind, der sich auf dem Boden
an einem Ende des genannten Raumes befindet, in welchem Raum auch Mittel vorgesehen sind, um das den Laderaum deg
Praftse füllende Baggergut zum vorgenannten Stutzen und von
da aus über einen Schlauch zur vorgenannten Zuleitung zu fördern.
Bei einer ersten besonders bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung bestehen solche Mittel zur Förderung des den Laderaum des Prahms füllenden Baggergutes aus einer im Inneren
des Laderaumes eingebauten Förderschaufel, die sich von dem Ende des Prahms, das dem Ende mit dem Stutzen entgegengesetzt
ist, bis zu Letzterem bewegen läßt.
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Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung^ die besonders
bei niedrigerem Peststoffanteil des Baggergutes Verwendung
findet^ bestehen die vorgenannten Fördermittel aus einem Sammelrohr , das im.Inneren des vorgenannten Laderaumes
entlang dessen Längsachse angeordnet ist und eine Vielzahl der Achse, entlang verteilte Öffnungen aufweist, welche
die allmähliche Entladung des Baggergütes erlauben, wobei
eines der Enden des genannten Sämmelrohres mit- dem vorerwähnten
Entladungsstutζen in Verbindung steht.
Nach.einer weiteren, bevorzugten-Ausführungsform der Erfindung,
ist die Spülstation nicht nur durch die.getauchte Spülpumpe sondern auch dadurch gekennzeichnet, daß sie ein
Anlegesystem für die Erahme umfaßt, das mit solchen festen Anlegepunkten versehen ist, daß der Prahm und insbesondere
sein Entladungsstutzen sich.in der gewünschten, vorgewählten Stellung gegenüber'. der getauchten Pumpe befinden, und
schließlich noch dadurch, daß Mittel vorgesehen sind, um das Zuleitungsrohr der getauchten Pumpe in abgedichteter
Verbindung mit dem Entladungsstutzen des Prahms zu setzen.
Einer'der Hauptvorteile.der Erfindung liegt darin, daß die
Möglichkeit gegeben ist, das Baggergut mit geringstem Transportaufwand und gleichzeitig mit einer geringen Menge nutzlosen
Wassers weit entfernt von der Baggerstelle zu befördern, daß der Anteil an Feststoffen im Baggergut, das von
den Prahmen transportiert und von der Spülstation gepumpt wird, 85 % erreichen kann.
Ein weiterer, nicht minder bedeutender Vorteil liegt darin, daß bei diesem System das Baggergut - vor allem wenn es sich
um Verunreinigungsmaterial handelt - von der Baggerpumpezur
Entladungsstelle ohne irgendeinen Verlust und.unter Vermeidung
von jeder Verseuchung läuft a
Ein weiterer Vorteil.liegt darin, daß die Vorgänge des Anlegens
und Löschens der Prahme bei der Spülstation - unabhängig von den Verhältnissen der See, des Sees, des Flusses oder
dgl. - beschleunigt werden. · _ .
.Obige und weitere Merkmale sowie Vorteile der Erfindung er-./hellen
sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der auf
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- Jf-.
die "beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen wird, in welchen
Fig. 1 eine.schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Anlage
,
]?ig. 2 eine ähnliche Ansicht der Anlage in einer Arbeits-■
phase,
Fig. 3 eine Einzelansicht einer weiteren, möglichen Ausführungsform,
Fig. 4 und 5 'schematisehe Ansichten von vorne bzw. von der
Seite einer besonderen Ausführungsform der Spülstation für das Anlegen und das Löschen der Prahme, und
Fig. 6 eine abgeänderte Ausführung derselben darstellt.
In Fig. 1 sind die wesentlichen Bauteile der erfindungsgemäßen Anlage, d.h. die Transportprahm B und die Pumpstufe P
dargestellt.
Die Pumpstufe P umfaßt einen Schwimmponton 10, auf dem der Luftkompressor und der Verteiler 12 für den Betrieb der getauchten
Pumpstufe 13 aufgebaut sind.
Die Pumpstufe ist über ein Seil 16 an einem tragenden Ausleger 14- aufgehängt und umfaßt eine Vielzahl Luftpumpkammern
oder -Zylinder (meistens drei), in die gemäß einer durch den Verteiler 12 von an sich bekannter Bauart bestimmten
Reihenfolge Druckluft über die Schlauchleitung 17 gepumpt wird, während die Leitungen 18 und 19 dis Zuleitung
bzw. die Entladung des Baggergutes darstellen.
Das einstellbare Seil 2G hält das mit Flansch versehene Anschlussende
der Leitung 18.
Es muß die Tatsache hervorgehoben werden, daß der Ponton oder der Schwimmkörper P eine Vielzahl getauchter Pumpstufen
13 bedienen kann, und zwar je nach der Leistungsfähigkeit
der Anlage und vor allen Dingen der Stundenleistung der Baggerstationο
Nachdem die Funktion der Pumpstufe auf Grund der bisherigen
Technik durchaus bekannt ist, erübrigt sich eine nähere Be-
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Schreibung derselben.
Der Transportprahm B umfaßt einen Schwimmkörper 21, dessen ,
innerer Hohlraum 22.mit dem Baggergut 23 gefüllt werden
kann und. nach oben mit einem Deck 24 abgeschlossen wird, das einen Fülltrichter 25 aufweist, der gegebenenfalls mit
einem Absperrschieber geschlossen werden kann um das Entweichen schädlicher, vom Baggergut ausgedünsteter Gase zu
verhindern.
An einem Ende des Laderaumes 22 ist ein mit Flansch versehener Entladungsstutζen 26 vorgesehen, an dem eine Schlauchleitung:
27 angeschlossen ist, deren freies Ende über ein Seil 28 an einem Hebeausleger 29 einstellbar aufgehängt ist,
der auf dem Deck 24 aufgebaut ist. Im Inneren des Hohlraumes 22 ist eine Förderschaufel 30 entlang der Längsachse des
Prahmes mittels Zugseilen 31 beweglich angeordnet, welche über Umlenkrollen 32 geführt und von der Winde 33 'betätigt
werden. Die Rücklaufseile 34 werden von der Winde 35 betätigt.
Wie man aus Fig. 1 und 2 deutlich ersieht, ist die Frontfläche
der Förderschaufel 30 so ausgebildet, daß das Verschieben des Baggergutes 23 zum Entladungsstutzen 26 erleichtert
wird.
Aus- Fig. 2 geht hervor, daß wenn der Prahm B in die Nähe
der Pumpstufe P gekommen ist, die beiden Enden der Leitungen
27 und 18 miteinander verbunden werden, worauf die Winde 33 in Tätigkeit gesetzt wird, so daß die Schaufel 30 zu dem
anderen Ende des Laderaumes 22 gezogen wird und die Entladung des Baggergutes 23 erfolgt, das abwechselnd die einzelnen
Zylinder der Pumpstufe 13 füllt, aus welchen dann das
Baggergut bis in die gewünschte Entfernung gespült wird. Es wurde dabei festgestellt, daß dank diesen' Verfahren das Baggergut
23 bis 85 % Feststoffgehalt haben kann, welcher Wert
eine Bewertung des durch die Erfindung erzielbaren Vorteiles ermöglicht..
Es ist klar, daß für die Verschiebung der Förderschaufel 30
passende Gleitführungen vorzusehen sind. Irgendeine andere, gleichwertige Lösung ist nicht ausgeschlossen, z.B. wenn.
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der Entladungsstutzen 26 eine mittlere Stellung einnimmt, und zwei symmetrisch angeordnete Schaufeln von je einem Ende
der Mitte zu gegeneinander.' geschoben werden.
Es ist-selbstverständlich, daß irgendein anderes, ähnliches
Verfahren, z.B. ein Druckluft- oder Druckolkolbensystem Verwendung
finden könnte, um die Schaufel 30 während des Entladungsvorganges des Baggergutes 23 vorzuschieben.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführung des Prahmes, die bei den ■
Fällen zweckmäßig ist,- bei welchen das Baggergut einen besonders hohen Anteil an Feststoffen enthält und seine Zähigkeit
bedeutend niedriger ist. In diesem Fall ist für die Beförderung des Baggergutes außerhalb des Laderaumes 22 ein
Sammelrohr 36 vorgesehen, das mehrere Öffnungen 37 aufweist,
durch die das ziemlich dünnflüssige Baggergut dank dem eigenen Gewicht zu den Pumpzylindern der Druckluftpumpstation P
gelangt. *
Bei der bisher, unter Hinweis auf Fig.1. bis 3 beschriebenen
Anlage, muß die am Stutzen des Prahmes angeschlossene Entladungsleitung mit der-Zuleitung der getauchten Spülpumpe
verbunden werden. Diese Lösung bietet den Vorteil der Anpassungsfähigkeit
und schnellen Umstellung von einer zur anderen Baggerstelle in Verbindung mit den Verstellungen
des eigentlichen Baggers; diese Lösung kann jedoch im praktischen Fall eine gewisse Zeit beanspruchen um die beiden
Leitungen miteinander zu verbinden, die in der Regel ziemlich groß und besonders bei Seegang nicht leicht zu handhaben
sind.
Die in Fig. 4- und 5 dargestellte Ausführungsform setzt sich
zum Zweck, die Verbindungsvorgänge der Leitungen wesentlich zu beschleunigen, auch wenn dafür eine kompliziertere, vorzugsweise
feststehende Einrichtung vorausgesetzt wird, die immerhin bei größerem Arbeitsumfang wirtschaftlich berechtigt
ist, und zwar wegen der Ersparnis sowohl an Zeit als auch an Lohnkosten und wegen der Möglichkeit, den Vorgang
der Verbindung von der etwaigen Fertigkeit der Bedienungspersonen unabhängig zu machen. Das dem System nach Fig. 4-
und 5 zugrundeliegende Prinzip besteht darin, Anlegestellen für die Prahme so vorzusehen, daß sich diese stets in der
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— Λ —
richtigen Lage für die getauchte Spülpumpe befinden-.
Zu diesem Behuf ist der Entladungsstutζen 26 des Prahms 21
durch ein Ablaßventil 50 gesteuert (das ölhydraulisch,
pneumatisch oder auch von Hand "betätigt wird) und mit einem
großflächigen Flansch 51 versehen, an welchem der Kranzflansch
52 dichtend.anliegt, welch letzterer durch die
Gummidichtung 53 ergänzt wird, wobei die zwei Flansche mit .
der Zuleitung 18 der getauchten Pumpe 13 in. Verbindung
stehen. Der Flansch 52 bildet das Endstück eines Kegelstutzens
-54-». an· dem die Zuleitung Λ8 befestigt ist; der Kegelstutzen
54- ist wiederum mit einem Schwimmwulst 55 verbunden,
der vorzugsweise wie ein mit Luft gefüllter Kohrkranz ausgeführt ist und einen solchen Inhalt.aufweist, daß die
Schwimmneigung des Ganzen (Schwimmwulst, Kegelstutzen und Pumpenzuleitung) gewährleistet ist.
Wie aus Fig. 4- und 5 deutlich ersichtlich, ist der Schwimmwulst nach unten über einen Satz von vier Seilen·56 verankert,
die über die Umlenkrollen 57 durch vier gleichlaufende Trommeln 58 bzw. durch eine einzige Viertrommelwinde
betätigt werden. Soxtfohl die Umlenkrollen 57 als auch die
Winden 58 sind entweder auf zwei Pfahlwänden 59 - vorzugsweise
nach der Bauart mit in die Gewässersohle eingelassenen, die-Bühnen 61 tragenden RammpfählenöO, welche Bühnen auch
die übrigen Vorrichtungen sowohl für den Betrieb der getauchten
Pumpe (Motorkompressor, Verteiler usw,) als auch, für das Heben und Senken derselben (z.B. Hebebock und Seil)
tragen - oder auf zwei, mit auf die Gewässersohle gestützten, zurückziehbaren Beinen versehenen Pontons aufgebaut.
Die Pfahlwände oder Pontons 59 schließen einen Gang von
vorgewählter Breite ein, in welchen ein oder mehrere Prahme nacheinander einfahren, welche in einer genau festgelegten
gegenüber der durch Schwimmwulst, Kegelstutzen und Flansch gebildeten Baugruppe zentrierten Stellung anlegen. Dazu ist
es unerlässig, daß sämtliche Prahme dieselbe äußere Form
aufweisen (was eventuell durch Einsetzen von Planken oder
anderem Material erreicht werden kann), so daß die Prahme in dem vorgenannten Gang festgemacht werden können und jeder
Entladungsstutzen genau mit der entsprechenden, vorgenannten
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schwimmenden Baugruppe fluchtet.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform der Erfindung ist
folgende:
Wenn der Prahm in den Bereich der Entladungsstelle gelangt, fährt er durch eigenen Antrieb oder er wird in den Gang geschoben,
der durch die beiden Pfahlwände begrenzt ist, bis er an.einen vorgebauten (mit 62 bezeichneten) Anlegepunkt
stößt, wobei die Sicherheit gegeben ist, daß der Entladungsstutzen 26 und der entsprechende Flansch 51 mit dem Kegelstutzen
fluchten, der durch die Wirkung des1 mit Luft gefüllten
Schwimmwulstes die Neigung hat, sich zu erheben. Etwaige, geringfügige Fluchtfehler können deswegen vernachlässigt
werden, da die Einfüllöfnnung des Kegelstutzens einen viel größeren Durchmesser hat, als der Entladungsstutzen des Prahmes.
Die schwimmende Baugruppe (Schwimmwulst, Zuleitung und Kegelstutzen)
wird beim Anlegen des Prahms unterhalb des Prahmbodens mittels des Seilsatzes 56 verankert. Nachdem der
Prahm an der richtigen Stelle verankert wurde, wird die Hebewinde betätigt, so daß die Zuleitung der Pumpe und somit
auch des Kegelstutzens oder Trichters hochgehoben wird, und zwar durch die Wirkung des Schwimmwulstes, bis der Flansch
des Kegelstutzens mit seiner Gummidichtung an dem großflächigen
Flansch um den Entladungsstutzen im Prahmboden anliegt.
Wenn die den Schwimmwulst nach unten ziehenden Seile 56 entspannt
werden, bedeutet das, daß die Haftung der beiden Flansche aneinander einwandfrei ist, so daß das Ablaßventil
geöffnet und die Entleerung des Prahmes sowie die Fernspülung des Baggergutes beginnen kann.
Während sich der Prahm allmählich entleert, strebt er darnach, stärker zu schwimmen bzw. sich vom Wasser zu heben; da aber
die Seile der Vxertrommelwinde bzw. der vier gleichlaufenden
Winden entspannt sind, wird sich der Schwimmwulst automatisch heben und dadurch den Kontakt des Kegelstutzens mit
dem Entladungsetutzen aufrecht erhalten, wodurch jeder Verlust
an evtl. schädlichem Baggergut in der Baggerzone ver-
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hindert wird.
Ist die Entleerung des Prahmes beendet,, so wird-umgekehrt
vorgegangen, d.h. zuerts wird der Verschluß der Entladung ■
gesperrt und dann mittels der einzigen Viertrommelwinde oder der vier - gleichlaufenden Winden, der Schwimmwulst nach
unten gezogen, wobei noch eine kurze Weile die Pumpe weiter
betätigt wird, um die Zuleitung um den Pumpenkörper restlos zu spülen. ■ ■
Auf geden FaIl kann der Prahm -= sobald der Kegelstutzen und
der dazugehörige Flansch des Entladungsrohres weit genug entfernt sind - sofort an die Baggeranlage zurückgeführt
werden.
Liegen Gründe zur Annahme vor,, daß das den Prahm füllende
Baggergut zu zähe ist, kann eines der oben beschriebenen Verfahren zur Erleichterung der Entladung angewandt oder
Wasser mit einer passenden Pumpe zugesetzt werden.
Der Gang, der in der Ausbildung als Pfahlwand beschrieben wurde, kann selbstverständlich aus zwei oder aus einer
Reihe stark gebauter Pontons bestehen, die mittels rückziehbarer Füße auf den Boden gestützt sind, oder schließlich
auch aus fest verankerten Pontons bestehen, wobei sich letztere Lösung in Gegenden mit starkem Gezeitenhub als
weniger praktisch erweist, denn die Länge der Befestigungsseile der Leitungen müßte andauernd geändert werden, welche
Leitungen einen völlig starren Gang für die Einfahrt des . Prahmes sichern sollten. ' .
Anstatt Mittel zu verwenden, um einen Gang zu bilden, ist
in einigen Fällen die Möglichkeit gegeben, unter Anwendung derselben Bauelemente (Bühne auf Pfahlwand, Ponton auf rückziehbaren
Füßen-oder verankerter Ponton), die gleichen-Ergebnisse
dadurch zu erzielen, ,daß der Prahm bzw. die Prahme
neben diesen Bauelementen festgemacht werden, die dabei als Kai dienen.
In Fig. 6 wird die Ausführungsform gezeigt, bei der ein Anlegeponton
anstelle des Ganges vorgesehen ist, an welchem Ponton die zu löschenden Prahme anlegen,,
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Die Ausführungsform nach Fig. 6 kann sich in der Tat als praktischer und leichter anzupassend erweisen, auch bei
offenem Meer, besonders wenn Pontons mit rückziehbaren Füßen eingesetzt werden, weil dadurch die Störungen infolge
des Gezeitenhubes, sowie die Notwendigkeit, kaum wieder zu benutzende, feste Einrichtungen zu bauen, vermieden werden,
darüberhinaus ist eine sehr rasche Verlegung bei Seegang sowohl am Anfang als auch am Schluß der Arbeit möglich.
Zu diesem Behuf wird es genügen, diese Pontons mit einem geeigneten
Hebewerk für den gefahrenen Pumpenkörper und mit der dazugehörigen Schwimm- und Fördereinrichtung auszustatten,
damit diese gehoben werden kann, ohne daß der getauchte Umriß des Schwimmkörpers dadurch geändert wird und.daher
ohne seine Bewegung au behindern.
Eine weitere Lösung, die besonders bei Prahmen ohne Selbstantrieb in Frage kommt und das Schleppen eines oder mehrerer
Prahme mit einem einzigen Schlepper oder bei größerer Anzahl von Prahmen, mit einem zweiten Boot am Schluß für ein
schnelleres Anlegen ermöglicht, besteht in der.Anordnung .
eines bzw. mehrerer, in'einer Reihe eingesetzten Pontons,
so daß sie einen Kai bilden, wobei die Pontons entweder durch Verankerung festgemacht werden oder sich durch zurückziehbare
Füße auf den Gewässergrund stützen, wo der Pumpenkörper und die Hebewerke für den Schwimmwulst, der am Prahmboden
zu befestigen ist, durch die Pontons selbst festgehalten werdenο
Bisher wurde der Schwimmwulst stets als mit Luft gefüllt und am Ende der Baggerarbeit über Winden und Seile nach unten
gezogen beschrieben, aber das System könnte auch so ausgeführt werden, daß sich der Wulst von der Luft entleert
und mit Wasser gefüllt wird, wenn der Kegelstutzen gesenkt vxerden soll, während der umgekehrte Vorgang ausgeführt wird,
wenn man den Kegelstutzen heben will.
Aus der obigen Beschreibung wird es nun deutlich, daß die Erfindung eine ideale Lösung des Problems bildet, wie Baggergut
geräumt werden kann, indem vor allem die unnötige Beförderung und der Rückfluß großer "Wassermengen vermieden
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und die Zeit der Pendelfuhren des. Prahmes in hohem·Maße
verringert wird.
Daß ausdrücklich auf Baggeranlagen Bezug genommen wurde, bedeutet
nicht, daß dadurch irgendeine andere.Anwendung der erfindungsgemaßen -Anlage ausgeschlossen ist, wie z.B. für
die Räumung von Industrieabfällen,-.soweit diese als Suspension
in einer Flüssigkeit auftreten.
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Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEAnlage zur Fernförderung und -entladung von Baggergut in wässriger Suspension, bei welcher das Baggergut auf Ferntransportprahme geladen wird, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer schwimmenden, mit mindestens einer, jedoch vorzugsweise mehreren, druckluftbetätigten Spülpumpen versehenen Station besteht, wobei die Zuleitung einer jeden Pumpe mit dem Entladungsstutzen des Transportprahmes lösbar verbunden ist, welcher Prahm zwischen der Baggeranlage und der genannten Spülanläge im Pendelverkehr fährt, und außerdem dadurch geken. nzeichnet , daß der vorzugsweise mit Einzelantriebs-' mitteln versehene Prahm einen völlig abgeschlossenen Laderaum enthält, der eine obere Öffnung für das Beschicken des Baggergute.s sowie eine Ent ladungs Öffnung besitzt, die am Boden desselben Laderaumes ausgespart ist und so ausgebildet ist, daß sie über den genannten Entladungsstutzen mit der vorerwähnten Zuleitung für das Spülfördern zu der genannten Schwimmstation verbunden werden kann, wobei in diesem Laderaum auch Mittel vorgesehen sind, um das' ihn füllende Baggergut zu der Entladungsöffnung zu schieben.2. Pörder- und Entladungsanlage nach Patentanspruch 1, d a durch gekennzeichnet, daß die vorgenannten Kittel zum Fördern des den Laderaum des Prahmes füllenden Baggergutes, aus einer Pörderschaufel bestehen, die von einem zum anderen Ende des Laderaumes des Prahmes verschiebbar ist, so daß das Baggergut gegen das Ende geschoben wird, an dem die vorgenannte Entladungsöffnung ausgespart ist, wobei außerdem Antriebsmittel für die Bewegung der IPörderschaufel und deren Rücklauf in die Ausgangsstellung vorgeseoen. sind, nachdem der Laderaum bei der schwimmenden 'Station entleert wurdeoJ. Förder- und Entladungsanlage nach Patentanspruch 1, d a d u <■ c h g e k e ix η ν, e i c h net, daß die genannten Ji'öj'dorrtü tbel aus mindestens einem Sammelrohr· bestehen, das309848/0376im Laderaum parallel zur Längsachse des Prahmes angeordnet ist, dessen Länge der Länge des Laderaumes gleich ist, wobei im Sammelrohr nach oben gerichtete Öffnungen zur Entnahme des Baggergutes während des Entladevorganges des Prahmes vorgesehen sind. ~4. Förder- und Entladungsanlage nach-Patentanspruch 1, d a d u r c h .g e k e η η ζ e i ohne t , daß die genannte Spülstation außer .mindestens einer getauchten Druckluft-Spülpumpe auch einen Anlegegang für die Prahme besitzt, der mit festen Anlegepunkten so versehen ist, daß der Prahm - und insbesondere sein .Entladungsstutzen in eine vorgewählte Lage zur getauchten Pumpe gelangt, und daß außerdem Mittel vorgesehen sind, um die Zuleitung der getauchten Pumpe in dichtende Verbindung mit dem Entladungsstutzen des Prahmes zu bringen. " ·5· Anlage nach Patentanspruch 4·, d a d u r c h gekennzeichnet j daß der vorgenannte Gang aus in der Gewässersohle verankerten Pfahlwänden*besteht, die zwei Bühnen tragen, auf welchen die zum Betrieb der getauchten Pumpe erforderliche Ausrüstung aufgebaut ist.6. Anlage nach Patentanspruch 59 dadurch gekennzeichnet , daß die vorgenannten Bühnen aus zwei oder mehreren Schwimmpontons bestehen, die mit teleskopartig einziehbaren Füßen versehen sind, die auf der Gewässersohle abgestützt werden, um die gesamte Einrichtung-stabil zu machen.7. Anlage nach Patentanspruch M- und 5? dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel um die Zuleitung der getauchten Pumpe mit dem Entladungsstutzen des Prahms in dichtende. Verbindung zu bringen, einen kegelförmig ausgebildeten, am freien Ende des Zuleitungsrohres befestigten Stutzen aufweisen, wobei dieser Kegel— stutzen in einen, eine Dichtung tragenden Kranzflansch ausläuft, der dazu vorgesehen ist,.auf einem großflächigen Flansch anzuliegen, der am Boden des Prahms im Bereich des309848/0376Entladungsstutzens und konzentrisch zu diesem angeordnet ist, wobei der genannte Kegelstutzen an Mitteln befestigt • ist, die die Schwimmfähigkeit desselben Kegelstutzens gewährleisten und nach unten einstellbar verankert sind·8. Anlage nach Patentanspruch 7, dadurch gekenn'-zeichnet , daß die genannten Mittel zur Gewährleistung der Schwimmfähigkeit des Kegelstutzens, aus einem mit Luft füllbaren Wulst bestehen, der an den genannten Seilen befestigt ist, die durch gleichlaufende, auf den vorerwähnten Bühnen aufgebaute Winden' angezogen werden können.309848/0376
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