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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Steuerung der Spaltbreite
eines zwischen einer Düsenhülse und einem axial darin verschiebbaren Düsenkern gebildeten
Ringspaltes der Strangpresse einer Blasformmaschine zum Herstellen blasgeformter
Behälter aus einem Kunststoffschlauch, bei der der Düsenkern mittels eines in Abhängigkeit
von dem Ablauf eines Arbeitsspiels der Maschine und einem vorwählbaren Programm
während des Arbeitsspiels steuerbaren elektrischen Servomotors axial verschiebbar
ist.
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Beim Blasen von,Hoblkörpern aus thermoplastischen Kunststoffen'wird
bekanntlich an den Stellen, an denen eine größere Reckung infolge des größeren Umfanges
oder infolge einer verschiedenen Richtung der Begrenzungsflächen, z. B. zwischen
Zylinderwand und Boden einer Flasche, auftritt, die Wanddicke des Hohlkörpers mehr
oder weniger stark geschwächt, wenn der den späteren Hohlkörper bildende Schlauch
mit einer gleichen Wanddicke aus dem Ringspalt der Strangpresse austritt. Um eine
gleichmäßige Wanddicke im fertig geblasenen Hohlkörper zu erzielen, ist es bekannt,
einen Kunststoffschlauch mit Hilfe der Strangpresse zu erzeugen, der an den Stellen
der größeren Reckung eine größere Wanddicke besitzt.
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Zu diesem Zweck ist es bekannt, die Spaltbreite des zwischen der
Düsenhülse und einem axial darin verschiebbaren Düsenkern gebildeten Ringspaltes
der Strangpresse zeitabhängig zu steuern, was jedoch zu erheblichen Schwierigkeiten
und Ungleichmäßigkeiten führt und keine genaue Beeinflussung der Wanddicke des Kunststoffschlauches
gewährleistet.
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Um die Nachteile der zeitabhängigen Steuerung zu vermeiden, ist es
weiterhin bekannt, bei einer Strangpresse mit axial-vexschiebbarer Preßschnecke
die Spaltbreite des Ringspaltes der Strangpresse in Abahängigkeit von der axialen
Bewegung der Schnecke zu steuern. Hierbei wird der Düsenkern über eine drehbare
Kurvenscheibe gesteuert, deren Drehantrieb in Abhängigkeit von der Bewegung der
Schnecke arbeitet AIs Drehantrieb kann z. 3. zwischen der axial verschiebbaren Preßschnecke
und der Kurvenscheibe ein mechanisch-hydraulisches System angeordnet sein, innerhalb
welchem die Preßschnecke mit dem Kolben einer Kolbenpumpe und die Kurvenscheibe
mit dem drehbaren Teil eines hydraulischen Drehmotors gekuppelt sind, der durch
die Kolbenpumpe gespeist werden kann. Statt dessen kann aber auch die Bewegung der
axial bewegbaren Preßschnecke und der Kurvenscheibe auf elektrischem Wege, z. B.
durch einen Servomotor, gekoppelt sein.
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Durch die Ausbildung der Nockenscheibe dieser bekannten Anordnung
läßt sich zwar die Wanddicke des I Kunststoffschlauches nach einem beliebigen, vorbestimmten
Programm ändern unter gleichzeitiger Abhängigkeit von dem durch die axiale Verschiebung
der Preßschnecke bedingten Preßvorgang. Abgesehen davon, daß diese bekannte Anordnung
eine axiale bewegliche Preßschnecke in der Strangpreßvorrichtung erfordert, setzt
sie voraus, daß für jede besondere Form oder Dickenänderung des I Kunststoffschlauches
bzw. des durch Blasen aus diesem Schlauch herzustellenden Behälters eine gesonderte
Nockenscheibe vorbereitet und auf Vorrat gehalten werden muß. Bei Änderung des Programmes
muß entsprechend auch die Nockenscheibe ausgetauscht werden. Auf der anderen Seite
ist das Programm durch die Form der Kurven- oder Nockenscheiben
festgelegt, so daß
eine Änderung, insbesondere auch kleine Korrekturen, während des Betriebes und der
laufenden Produktion nicht mehr möglich sind. Dadurch wird insbesondere die Entwicklung
jedes einzelnen Programmes für die Herstellung eines bestimmten Behälters außerordentlich
erschwert.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung
der eingangs näher bezeichneten Art so weiterzubilden, daß sie bei einer im übrigen
beliebig ausgebildeten Blasforrnmaschlne mit Strangpresse angewendet werden kann
und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, in weiten Grenzen die Arbeitsbedingungen
im Bereich des Strangpreßaustrittes beliebig zu ändern, und zwar auch während des
Betriebes.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Servomotor
zur Steuerung ein in seinem Programm veränderbarer Funktionsgenerator zugeordnet
ist. Durch die Verwendung eines solchen an sich bekannten Funktionsgenerators in
der neuen Anordnung erhält man die Möglichkeit, beliebige änderungen im Programm
vorzunehmen, und zwar auch während des Betriebes, so daß insbesondere die Vorgänge
bei der Erarbeitung des jeweiligen Programmes ganz erheblich erleichtert werden.
Zudem wird es möglich, beim Auftreten von Änderungen der Betriebsbedingungen oder
des Ausgangsmaterials während des Betriebes jederzeit geringfügige Korrekturen an
dem Wanddicken-Programm vorzunehmen.
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Die Arbeitsweise wird dadurch ganz erheblich erleichtert und vor allem
auch in der Anwendbarkeit wesentlich vielgestaltiger. Die synchrone Beziehung zwischen
der Steuerung des Ringspaltes und der übrigen Arbeitsweise der Blasformmaschine
kann von beliebiger Stelle der Blasformmaschine abgeleitet werden, da es lediglich
darauf ankommt, daß die verschiedenen Steuerimpulse des Funktionsgenerators in einer
der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine entsprechenden Geschwindigkeit abgetastet
werden können.
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Vorteilhafterweise weist der Funktionsgenerator ein Impedanzglied
und eine Matrix von zwei Gruppen von elektrischen Leitungen auf, von denen die eine
Gruppe Drähte umfaßt, die in vorbestimmten Widerstandsabständen von dem Impedanzglied
ausgehen und mit diesem eine Spannungsteileanordnung bilden, während die Leitungsdrähte
der zweiten Gruppe wahlweise mit den verschiedenen Drähten der ersten Gruppe verbindbar
sind, und ist ein synchron mit dem Arbeitsspiel der Maschine fortschaltbarer Schalter
vorgesehen, durch den schrittweise die Drähte der zweiten Gruppe nacheinander mit
einem das Impedanzglied enthaltenden elektrischen Steuerkreis zur= Erzeugung von
Steuerimpulsen für den Servomotor verbindbar ist.
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Dabei kann dem Funktionsgenerator eine Stelltafel zugeordnet sein,
die eine Mehrzahl von verschiebbaren Kontakten aufweist, mit deren Hilfe die Drähte
der beiden Gruppen der Matrix miteinander verbindbar sind. Um ein sicheres Ablaufen
jedes Arbeitsspieles zu gewährleisten, ist zweckmäßigerweise eine Rückstelleinrichtung
zum Rückführen des Rotors und des Schalters und damit des Düsenkerns in eine Null-
oder Ausgangsstellung vorgesehen.
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Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Fig. 1 ist eine Seitenansicht, teilweise in einer die
Achse
des Düsenkerns enthaltenden Ebene geschnitten; F i g. 2 ist - ein Längsschnitt durch
einen sftanggepreßten Schlauchabschnitt, der sich innerhalb einer zugehörigen Form
der Blasformmaschine befindet; F i g. 3 zeigt in ähnlicher Darstellung wie F i g.
2 den durch Blasformen ausgeformten Gegenstand; F i g. 4 zeigt schematisch einen
elektrischen Funktionsgenerator sowie einen drehbaren Schalter, welcher in Verbindung
mit dem Generator verwendet wird; F i g. 5 zeigt im vergrößerten Maßstab eine andere
Ausführungsform für den Drehschalter nach F i g. 4; F i g. 6 deutet schematisch
eine Biasformmaschine an, welche in Verbindung mit der Anordnung verwendet werden
kann; Fig. 7 ist ein Schaltdiagramm des Steuerkreises für die Verstelleinrichtung
des verschiebbaren Düsenkernes; F 1 g. 8 zeigt im Blockschaltdiagramm die Zusammenhänge
zwischen dem Schaltdiagramm nach F 1 g. 7 und den übrigen Teilen; F i g. 9 zeigt
eine fertige Flasche.
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Fig. 1 zeigt eine Strangpreßeinrichtung 11 für Kunststoff, welche
im Zusammenwirken mit einem Formträger für die Blasformen montiert ist, der in Fig.
1 nicht gezeigt ist. Die Strangpreßeinrichtung 11 umfaßt einen Strangpreßkopf 12,
aus welchem kontinuierlich ein plastischer Schlauch 13 gemäß F i g. 2 ausgepreßt
wird. Der Strangpreßkopf 12 weist ein Strangpreßwerkzeug 45 mit einer variablen
Öffnung auf. Der Strangpreßkopf 12 ist so angeordnet, daß Formhälften 16 und 17
einer Form 15, welche zur Ausformung eines Artikels dient, nach Fig. 2 und 3 offen
sind und sich beiderseits des Strangpreßlcopfes 12 befinden, wenn ein Schlauch 13
austritt. Es wird bemerkt, daß in der Praxis die Formhälften 16 und 17 gegenüber
der Darstellung nach den Fig. 2 und 3 um 900 verdreht, d. h. senkrecht angeordnet
sind. Wenn die Form 15 sich in der zur Aufnahme des Schlauches 13 dienenden anfänglichen
Stellung befindet, bewegt sich die eine Formhälfte 16 in Richtung auf die andere
Formhälfte 17, um den plastischen Schlauch 13 zu erfassen, und zwar an zwei im gegenseitigen
Abstand liegenden Stellen entlang der Länge, wie dies F i g. 2 zeigt. Dies wird
weiter unten noch näher beschrieben.
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Wenn die Formhälften 16 und 17 den Schlauch 13 ergreifen, wird eine
Luftinjektionsnadel 38 durch den Schlauch 13 hindurchgestochen. Sobald die beiden
Formhälften 16 und 17 vollständig geschlossen sind und die entgegengesetzten Enden
des Schlauches 13 geschlossen haben, wird Luft unter Druck in den Schlauch 13 eingeführt.
Der Schlauch 13, welcher vom Strangpreßvorgang noch erweicht ist, wird dann ausgedehnt,
wobei das Äußere des ausgedehnten Schlauches 13 die Gestalt der Formhöhlung annimmt.
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Es können mehrere Formen 15 in gleichen Abständen um eine gemeinsame
Hauptwelle 6 angeordnet sein, wie dies Fig. 6 zeigt. Die Formen 15 werden gemeinsam
in einer gleichen Ebene in eine Stellung gedreht, in welcher sie je einen plastischen
Schlauch 13 aufnehmen können, der aus dem Strangpreßwerkzeug 45 des Strangpreßkopfes
12 austritt.
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Die Formhälfte 16 umfaßt eine Stirnwand 18, welche in Flucht mit
einer Stirnwand 19 der Formhälfte 17 steht.
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Die Stirnwand 18 der Formhälfte 16 weist eine
abgeschrägte Kante 21
auf, die sich gegen eine abgeschrägte Kante 22 der Stirnwand 19 der Formhälfte 17
legt. Da die Formhälfte 16 sich in Richtung auf die Formhälfte 17 bewegt und schließlich
sich an diese anlegt, wird ein Abschnitt eines plastischen Schlauches 13 zwischen
den abgeschrägten Kanten 21 und 22 eingeklemmt. Die Folge davon ist, daß der Schlauch
13 zusammengequetscht und an dieser Stelle abgetrennt wird, wobei das abgetrennte
Schlauchende gleichzeitig abgedichtet wird. Das an dere oder entgegengesetzte Ende
der Formhälfte 16 weist eine Stirnwand 25 in Flucht mit einer Stirnwand 26 der Formhälfte
16 auf. Auch die Stirnwände 25 und 26 weisen abgeschrägte Kanten 27 bzw. 28 auf.
Wenn sich die Formhälften zusammen bewegen, wird auch an dieser Stelle der Schlauch
13 zwischen den abgeschrägten Kanten 27 und 26 eingeklemmt. Der Schlauch 13 wird
zusammen gequetscht und abgedichtet.
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Wie dargestellt, umfassen die Formhälften 16 und 17 nach dem Ausführungsbeispiel
eine Formhöhle in Gestalt einer Flasche 50, wie aus den F 1 g. 3 und 9 hervorgeht.
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Die Formhöhlung 31 der Formhälfte 16 umfaßt einen den Boden bestimmenden
Abschnitt 31 a und einen Halsforrnabschnitt 31 b. Die Formhöhlung32 der Formhälfte
17 umfaßt einen Bodenbildungsabschnitt 32 a und einen Halsformabschnitt 32 b. Die
Halsformabschnitte 31b und 32b weisen Verlängerungen 3in und 32 c nach F i ! 3 auf,
die sich über den Halsabschnitt der zu bildenden Flasche 50 hinaus erstrecken.
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Die Luftinjektionsnadel 38 wird durch die Formhälfte 16 unterstützt
und erstreckt sich in die Verlängerung 32 c der Formhöhlung 32. Das andere Ende
der Luftinjektionsnadel 38 steht in Verbindung mit einer Luftdruckleitung 40 über
einen Stutzen 39. Die Luftdruckleitung 40 führt zu einer Druckluftquelle, die nicht
wiedergegeben ist. Wenn die Formhälfte 16 mit der Formhälfte 17 zum Ablçlemmen und
Abdichten des plastischen Schlauches 13 zusammen wirkt, dringt die Luftinjektionsnadel
38 in den plastischen Schlauch 13 ein. Als nächstes wird Druckluft in den plastischen
Schlauch 13 zwischen den abgedichteten Stellen eingeführt mit dem Ergebnis, daß
der plastische Schlauch 13 von innen her ausgedehnt und in Berührung mit der Umrißgestalt
der Formhöhlung 31 und 32 gebracht wird, wie dies Fig. 3 zeigt.
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Wie zuvor erwähnt, würden die Abschnitte des Schlauches 13, welche
der größten Dehnung unterliegen, um die fertige Flasche 50 zu bilden, normalerweise
auch der größten Dickenverminderung während des Formprozesses unterliegen. Wie ebenfalls
oben erwähnt, ist es oft wünschenswert, daß der untere Wandabschnitt und der Boden
der Flasche 50 etwas dicker und folglich fester als der obere Wandabschnitt der
Flasche 50 ist. In ähnlicher Weise kann es wünschenswert sein, andere Stellen der
Wandabschnitte zu verdicken, z. B. dann, wenn ein Handgriff auf der Wand ausgebildet
werden soll.
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Die Einzelheiten des Strangpreßkopfes 12 und des Strangpreßwerkzeuges
45 werden nun erläutert. Der Strangpreßkopf 12 umfaßt ein Gehäuse 41, das in Fig.
1 im Querschnitt gezeigt ist. Das Gehäuse 41 weist einen umgekehrt L-förmigen Kanal
43 auf, der so angeordnet ist, daß der eine Schenkel 43 a in Verbindung mit dem
Strangpreßkopf 12 steht, um das
plastische Material aus der Strangpreßeinrichtung
11 zu erhalten. Der andere Schenkel 43 b des Kanals 43 öffnet sich in eine Ringöffnung
44 von veränderlichem Querschnitt, welche kreisförmig ausgebildet ist.
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Das Strangpreßwerkzeug45 ist an dem Schenkel 43b des Kanals 43 angeschlossen.
Das Strangpreßwerkzeug 45 wird hauptsächlich durch eine Düsenhülse 46, einen Dorn
47 und einen Formkern 48 gebildet. Der Dorn 47, der in Form eines langgestreckten
röhrenförmigen Teils ausgebildet ist, ist in dem Gehäuse 41 befestigt und erstreckt
sich die ganze Länge über durch den Schenkel 43 b des Kanals 43.
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Das untere Ende des Dorns 47 bildet ein vergrößertes rohrförmiges
Gehäuse 47a. Der Dorn 47 nimmt den Formkern 48 in dem inneren Gehäuse 47a auf, welches
sich über die ganze Länge des Dorns 47 bis in den oberen Abschnitt erstreckt. Der
obere Abschnitt des Dorns 47 ist abdichtend in einer Bohrung 41a des Gehäuses 41
aufgenommen. Die Verbindung zwischen dem Gehäuse 41 und dem oberen Abschnitt des
Dorns 47 ist durch Abdichtmittel abgedichtet, die nicht näher beziffert sind.
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Der Formkern 48 umfaßt einen langgestreckten Schaft 48a, der in einer
Bohrung 47b des Dorns 47 geführt ist, so daß er in Längsrichtung Schiebebewegungen
ausführen kann. Ein Kernstück 48b von größerem Durchmesser als der Schaft 48 a ist
mittels Schrauben an dem unteren Ende des Schaftes48a befestigt. Das Kernstück 48b
wird in dem Gehäuse 47 a aufgenommen. Das Kernstück 48 b umfaßt einen entfernbaren
vergrößerten Endabschnitt 48 c. Der vergrößerte Endabschnitt 48 c springt nach unten
von dem unteren Ende des Dorns 47 bis in eine Stellung vor, welche geringfügig außerhalb
der Ringöffnunng 44 liegt. Wenn der Formkern 48 bewegt wird, vergrößert oder verkleinert
der Endabschnitt 48 c wirksam die Größe der Ringöffnung 44, um die Menge an plastischem
Material, welche durch die Ringöffnung44 während einer bestimmten Periode des Strangpreßvorganges
ausgepreßt wird, zu steuern.
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Das obere Ende des Formkerns 48 weist eine Nockenrolle 48 e auf, die
zu weiter unten zu beschreibenden Zwecken daranmontiert ist.
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Ein Schmiernippel 49 ist in dem oberen Ende des Dorns 47 eingeschraubt.
Der Formkern 48 weist eine innere Luftführung 47 c auf, welche sich über die ganze
Länge erstreckt und der Luft von einer Luftleitung 48 f zugeführt werden kann. Die
Luftführung 47c steht mit einem Kanal 48 d in Verbindung, der in dem Kernstück 48
b und in dem Endabschnitt 48 c vorgesehen ist. Es wird Luft kontinuierlich durch
die Luftleitung 48f, die Luftführung 47c und den Kanal 48d in den Schlauchl3 während
des Strangpreßvorganges eingeblasen, um den Schlauchl3 daran zu hindern, daß er
nach innen zusammenklappt.
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Ein Schwenkhebel 110 ist auf den Strangpreßkopf 12 mit Hilfe eines
Stiftes 111 schwenkbar angeordnet. Das nach P i g. 1 rechte Ende des Hebels 110
ist gegabelt, um zwei Verlängerungen 112 und 113 zu bilden, welche die Nockenrolle
48 e auf dem Formkern 48 umfassen. Das andere Ende des Hebels 110 ist ebenfalls
gegabelt, um zwei Verlängerungen 115 und 116 zu bilden, welche eine Nockenrolle
117 umfassen. Die Nockenrolle 117 ist an dem unteren Stangenende einer Zahustange
118 eines Getriebes 120 befestigt, welches auf einem Rahmen 122 des Gehäuses 41
montiert ist. Die Zahnstange 118 wird
über einen Servomotor 51 angetrieben, der auf
dem Rahmen 122 montiert ist. Der Antrieb erfolgt über einen Zahnradzug 119, wobei
die Zahnstange 118 nach oben oder unten bewegt wird. Die Zahnstange 118 ist verschiebbar
unterstützt und geführt in Lagerböcken 125 des Rahmens 122. Wie leicht ersichtlich
ist, veranlaßt die Zahnstange 118 bei ihrer Bewegung den Schwenkhebel 110, um seinen
Stift 111 zu schwenken, wobei der Formkern 48 in einer Richtung entgegengesetzt
zu der Bewegung der Zahnstange 118 bewegt wird.
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Es wird weiterhin bemerkt, daß das Innere der Düsenhülse 46 und das
Äußere des Kernstückes 48 b und des Endabschnittes 48 c am unteren Teil des Formkernes
48 so ausgebildet sind, daß sie die gewünschte Gestalt des plastischen Schlauches
erzeugen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sorgen das Kernstück 48 b, der
Endabschnitt 48 c und die Düsenhülse 46 für die Formung- des Strangpreßmaterials
in einen Schlauch 13. Es wird weiter bemerkt, daß die Düsenhülse 46 in ihrer Stellung
mit Hilfe von Klemmitteln 49 a festgelegt ist und in seitlicher Richtung gegenüber
dem Gehäuse 41 verstellt werden kann.
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Da das den Schlauch 13 bildende plastische Material stets über den
vergrößerten Endabschnitt 48 c des Kernstücks 48 b gleitet, bleibt der innere Durchmesser
des Schlauches 13 stets konstant. Der äußere Durchmesser des Schlauches 13 wird
jedoch durch Bewegen des Formkernes 48 verändert. Dabei bewegt sich auch das Kernstück
48b und der vergrößerte Endabschnitt 48 c, um den Querschnitt der Ringöffnung 44
zu verändern und mehr oder weniger plastisches Material durch die Ringöffnung 44
während einer vorgegebenen Periode hindurchtreten zu lassen.
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Auf diese Weise wird deutlich, daß dann, wenn der Formkern 48 nach
oben bewegt werden sollte, so daß der vergrößerte Endabschnitt 48c sich in Flucht
mit der Ringöffnung44 befindet, der wirksame Querschnitt der Ringöffnung 44 verkleinert
wird. Dies führt dazu, daß der Schlauch 13 einen Abschnitt von verminderter Wanddicke
erhält, während der innere Durchmesser derselbe bleibt. Die Wanddicke des Schlauches
13 kann ohne Anhalten des Strangpreßvorganges verändert werden. Die erwähnte Änderung
kann während des fortgesetzten Auspressens von Material erzielt werden, indem man
die Stellung des Formkerns 48 verändert, so daß das Kernstück 48 b den Querschnitt
der Ringöffnung 44 verändert. Weiterhin wird deutlich, daß der Schwenkhebel 110
die Bewegung und die Stellung des Formkerns 48 kontrolliert. Es ist augenscheinlich
notwendig, daß die Steuerung des Forrnkerns 48 und der Querschnitt der Ringöffnung
44 in zeitlicher Beziehung angepaßt werden müssen an die Arbeitsweise der Formmaschine,
welche die fertigen Flaschen 50 mit ausgewählter Wanddicke entlang unterschiedlicher
Abschnitte der Länge herstellt. Dies wird nachfolgend beschrieben.
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Der Kreis wird zum Steuern der Arbeitsweise des Servomotors 51, welcher
den Schwenkhebel 110 bewegt und folglich die Stellung des Formkernes 48 bestimmt,
wird nun in bezug auf die Fig. 4 beschrieben. F i g. 4 zeigt einen Funktionsgenerator
52, der im wesentlichen eine Spannungsteilermatrix umfaßt. Eine Mehrzahl von elektrischen
Drähten 68 ist so angeordnet, daß die Drähte 68 an ein Impedanzelement
angeschlossen
sind, welches in der Fig.4 als Widerstand 54 wiedergegeben ist. Die Drähte 68 sind
in gegenseitigen Abständen an den Widerstand 54 angeschlossen, um unterschiedliche
Widerstandswerte zu repräsentieren. Auf diese Weise erfüllt die Anordnung eine Spannungsteilungsfunktion,
und zwar zu Zwecken, die noch erläutert werden. In einem Ausführungsbeispiel wird
eine Spannung von etwa 20 Volt über den Widerstand 54 gelegt, so daß die Drähte
68 so angeschlossen werden können, daß sie eine Abstufung von jeweils /2 Voltintervall
liefern.
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Eine Mehrzahl von einstellbar verbindbaren elektrischen Leitungsdrähten
71 ist so angeordnet, daß diese selektiv. mit den Drähten 68 über bewegliche Verbindungselemente
verbunden werden können, wie sie durch die Pfeile an den Leitungsdrähten 71 angedeutet
sind. Die Drähte 68 und die Leitungsdrähte 71 bilden eine rechteckförmige Matrix
von horizontalen und vertikalen Drähten, wie sie nach Fig.4 angeordnet sind. Wie
erwähnt, sind die Leitungsdrähte 71 beweglich, so daß sie selektiv mit den Drähten
68 für noch zu beschreibende Zwecke verbindbar sind.
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Die Leitungsdrähte 71 enden in einem Drehschalter 72. Der Schalter
72 umfaßt eine Mehrzahl von im gegenseitigen Abstand angeordneten ortsfesten Kontakten73a
bis 73h und einen drehbaren Rotor 74, auf welchem ein elektrischer Schleifkontakt75
angeordnet ist. Wenn der Rotor 74 gedreht wird, schließt der Schleifkontakt 75 einen
elektrischen Kontakt mit jedem der Kontakte 73, und zwar nacheinander und in zeitlich
bestimmten Schritten.
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Eine Modifikation des Drehschalters 72 ist als Schalter 72' in Fig.
5 veranschaulicht. In diesem Falle ist jedes Anschlußstück mit einem Ankerzungenschalter
173 versehen, der zwei magnetisch betätigbare Kontakte 175 und gel76 in gegenseitiger
Beziehung aufweist. Ein Rotor 74' entspricht dem Rotor 74 des Drehschalters 72 und
umfaßt einen Permanentmagneten 174, der dann, wenn er in eine Stellung angrenzend
an den Ankerzungenschalter 173 gedreht wird, veranlaßt, daß die elektrischen Kontakte
175 und 176 des Ankerzungenschalters 173 schließen und einen elektrischen Kontakt
geben. Der Rotor 74 bzw. 74' der Drehschalter 72 bzw. 72' kann direkt von einer
Hauptwelle 6 (vgl. F i g. 6) der Formeinrichtung durch einen Zeitgeberriemen 80
und Zeitgeberriemenscheiben 70 und 70 a angetrieben werden.
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Der Kontakt 175 jedes Ankerzungenschalters 173 ist mit einem zugehörigen
Leitungsdraht 71 verbunden, wie dies weiter unten in bezug auf Fig. 7 noch erläutert
wird. Jeder Kontakt 176 ist mit einer Leitung 76 verbunden. Die Funktion der Drehschalter
72 bzw. 72', und zwar im Hinblick auf die Arbeitsweise des Kreises, ist im wesentlichen
gleich, so daß nachfolgend lediglich auf den Drehschalter 72 Bezug genommen wird.
Es wird ersichtlich aus der Beschreibung, daß ebensogut an jeder Stelle der Schalter
72t gemeint sein könnte.
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In F i g. 7 ist ein elektrisches Schaltdiagramm für die Anordnung
gezeigt. Dieses Schaltdiagramm umfaßt den Funktionsgenerator 52, den Servomotor
51, welcher die Stellung des Formkernes 48 nach F i g. 1 steuert. Der Servomotor
51 ist ein Wechselstrom-Servomotor. Die Arbeitsweise des Servomotors 51 wird durch
den selektiv programmierbaren einstellbaren Funktionsgenerator 52 gesteuert. Zum
Zwecke
der Deutlichkeit der Zeichnung und der Erläuterung ist die Darstellung des
Funktionsgenerators 52 nach F i g. 4 in F i g. 7 vereinfacht wiedergegeben.
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Wie Fig. 7 zeigt, weist der Widerstand 54 des Funktionsgenerators
52 einen Anschluß 55 auf, der durch eine Leitung 57 mit einem Anschluß 59 einer
Sekundärwicklung 62 eines Transformators 60 verbunden ist. Das andere Anschlußende
56 des Widerstandes 54 ist über eine Leitung 63 mit dem anderen Anschluß 64 der
Sekundärwicklung 62 verbunden.
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Ein Mittelabgriff des Widerstandes 54 ist mit der Erde verbunden.
In gleicher Weise ist ein Mittelabgriff 66 der Sekundärwicklung 62 ebenfalls mit
der Erde verbunden.
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Der Rotor 74 des Drehschalters 72 steht in elektrischer Verbindung
über die Leitung 76 mit einem Amplitudensteuerpotentiometer 77 und über dieses mit
Erde. Ein Abgriff 79 am Potentiometer 77 steht über ein Potentiometer 81 und Leitungen
83 und 84 mit einem Servoverstärker 85 in Verbindung, der so angeordnet ist, daß
er ein Signal zum Antrieb des Servomotors 51 liefert. Das Potentiometer 81 umfaßt
einen Abgriff 82, welcher ein Mittel zum Einstellen des Widerstandes des Potentiometers
81 zum Anpassen an die Eingangsimpedanz des Servoverstärkers 85 bildet.
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Der Transformator 60 ist mit seiner Sekundärwicklung 62 auch über
die Leitung 63 und ein Vorspannsteuerpotentiometer 86 mit Erde verbunden.
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Das Potentiometer 86 umfaßt einen Abgriff 87, der über einen Widerstand
88 und eine Leitung 89 und die Leitung 84 mit dem Servoverstärker 85 in Verbindung
steht. Zu bemerken ist, daß die Spannungen, die über das Vorspannungssteuerpotentiometer
86 und das Amplitudenpotentiometer 77 abgegriffen werden, zunächst miteinander addiert
werden, bevor sie an den Servoverstärker 85 herangeführt werden.
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Der nach F i g. 7 obere Anschluß 59 der Sekundärwicklung 62 des Transformators
60 steht außerdem über die Leitung 57 mit einer Wicklung 95 eines linear veränderbaren
Differentialtransformtors 92 und über diesen mit Erde in Verbindung. Die anderen
Wicklungen 93 und 94 des Differentialtransformators 92 sind in Reihe über ein Potentiometer
96 an Erde angeschlossen. Ein Abgriff 97 des Potentiometers 96 ist über Leitungen
98 und einen Widerstand 99 mit dem Servoverstärker 85 verbunden. Wie erläutert wird,
bildet den Differentialtransformator 92 eine Rückführungsleitung für ein Rückführunssignal
des Servoverstärkers 85.
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Der Transformator 60 wird durch eine Wechselstromquelle, die nicht
gezeigt ist, gespeist, und zwar über Leitungen 101, 102, welche an die Primärwicklung
61 des Transformators 60 angeschlossen sind. Entsprechend wird der Servoverstärker
85 durch Leitungen 103 und 104 aus der gleichen Wechselstromquelle gespeist.
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Bevor die Arbeitsweise des Steuerkreises nach Fig. 7 erläutert wird,
kann es wünschenswert sein, die arbeitsmäßigen Zusammenhänge zwischen dem Kreis
nach Fig.7 und den anderen Einheiten des gesamten Systems zu erläutern. Nach Fig.
6 treibt die Formmaschine, wenn sie arbeitet den Drehschalter 72 an und bildet damit
die Synchronisierungseinrichtung für den Steuerkreis nach F i g. 7, um die aufeinanderfolgenden
Verbindungen mit den programmierten Leitungen des Funktionsgenerators 52 herzustellen.
Der Funktionsgenerator 52-des
Steuerkreises nach Fig. 7, der entsprechend
programmiert worden ist, um ein ausgewähltes Ausgangssignal zu liefern, treibt den
Servomotor 51 nach diesem Programm an. Das Rüdcführungssignal unterstützt die Steuerung
der Arbeitsweise des Servomotors 51. Dieser wiederum bewegt oder moduliert die Stellungen
des Formkerns 48, um die Menge an plastischem Material zu steuern, die in jedem
Augenblick durch die Ringöffnung 44 austritt. Ein Abschnitt des Schlauches 13 wird
durch Strangpressen fertiggestellt und eine Form 15 betätigt, um den vorgegebenen
Abschnitt des Schlauches 13 abzudichten und abzuschneiden. Der Schlauch 13 wird
als nächstes ausgedehnt, um sich der die Flasche bestimmenden Formhöhlung der Form
15 anzupassen. Die Formmaschine ist zeitlich so abgestimmt in ihrer Arbeitsweise,
daß sie den nächsten Vorgang auslöst und es wird der zuvor beschriebene Zyklus wiederholt
für den nachfolgenden Schlauchabschnitt und die anschließende Form.
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Die Arbeitsweise des Kreises nach Fig.7 ist folgende, wobei zuerst
angenommen wird, daß die Wechselstromquelle an den Kreis angeschlossen ist über
die Leitungen 101 und 102. Es wird weiterhin angenommen, daß die senkrechten Leitungsdrähte
71 des Funktionsgenerators 52 selektiv in ihre Stellungen gebracht, d. h. programmiert
worden sind, um selektiv einzelne horizontale Drähte 68 des Funktionsgenerators
52 gemäß der Dicke der gewünschten Wand in jedem gewünschten Abschnitt der Flasche
50 zu verbinden.
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Anfänglich wird eine mittlere Dicke für die Wanddicke der Schlauches
13 hergestellt, und zwar mit Hilfe des Abgriffes 87 auf dem Vorspannungssteuerpotentiometer
86. Damit wird der Formkern 48 und damit das Kernstück 48 b und der Endabschnitt
48c in eine gewünschte Nullstellung oder Anfangsstellung gebracht. Jede Wanddicke,
die von dieser mittleren Dicke für einen bestimmten Abschnitt des Schlauches 13
abweichen soll, wird dadurch hergestellt, daß die vertikalen Leitungsdrähte 71 so
eingestellt werden, daß sie einen bestimmten horizontalen Draht 68 berühren. Die
Dicke der Wand an den äußersten Enden des Schlauches 13 kann durch die zwei äußersten
Leitungsdrähte 71a und 71h programmiert werden. Die Dicke der Wand des Schlauches
13 zwischen den Enden wird gesteuert oder bestimmt durch die Einstellung der Leitungsdrähte
71b bis 71 g. Dabei kontrolliert jeder Leitungsdraht die Dicke eines bestimmten
Abschnittes der Schlauchwand.
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Beispielsweise kann die Einstellung oder Programmierung des Funktionsgenerators
52 nach F i g. 4 entsprechend dem Schlauch 13 und der Flasche 50 nach den Fig. 2,
3 und 9 sein.
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Die Zeit, die erforderlich ist, um den Drehschalter 72 zu drehen
und folglich die Leitung 76 mit allen Leitungsdrähten 71a bis 71h zu verbinden,
ist synchronisiert mit der Arbeitsweise der Formmaschine, wie dies oben schon bemerkt
wurde, so daß ein Abschnitt des Schlauches 13, der durch eine der Formen 15 aufgenommen
wird, während der Periode ausgepreßt wird, die erforderlich ist, um den Drehschalter
72 nacheinander mit allen Leitungsdrähten 71a bis 71h zu verbinden. Wie oben erwähnt
wurde, kann der Drehschalter 72 direkt von der Hauptwelle 6 der Formmaschine entsprechend
Fig 6 angetrieben werden.
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Es wird noch bemerkt, daß der Funktionsgeneraror
52 tatsächlich die
Dicke bestimmter einzelner Abschnitte der Wand des ausgepreßten Schlauches 13 steuert,
wie dies die F i g. 2 und 3 zeigen, wobei der Schlauch 13 dann ausgedehnt wird,
um eine Flasche 50 zu bilden, deren Wanddicke die gewünschte Dicke besitzt. Die
Wanddicke oder der Querschnitt wird damit über die ganze Länge des Schlauches 13
vollständig programmiert durch Einstellung der vertikalen Leitungsdrähte 71.
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Es wird angenommen, daß ein vorgegebener Punkt der Strangpreßvorgänge
erreicht ist, wobei der Schleifkontakt 75 des Drehschalters 72 den Kontakt 73 a
berührt, welcher über den Leitungsdraht 71 a den horizontalen Draht 68f nach F i
g. 7 berührt. Mit der Verbindung des Leitungsdrahtes 71 a und des Drahtes 68f wird
Spannung über den Transformator 60, den Funktionsgenerator 52, den Drehschalter
72, das Amplitudensteuerpotentiometer 77 und den Servoverstärker 85 dem Servomotor
51 zugeführt, wobei die Spannung den effektiven Wert Null annimmt.
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Damit ist die einzige Spannung, die dem Servomotor 51 zugeführt wird,
über das Vorspannsteuerpotentiometer 86 entwickelt. Entsprechend bleibt der Servomotor
51 in der anfänglichen Nullstellung und der Formkern 48 bleibt ebenfalls in der
anfänglichen Stellung, um eine vorbestimmte Menge zu plastischem Material durch
die Ringöffnung 44 austreten zu lassen und die gewünsche mittlere Dicke der Wand
zu erzeugen.
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Wenn man den Rotor 74 des Drehschalters 72 fortgesetzt drehen läßt,
wird der Schleifkontakt 75 in elektrische Berührung mit dem Kontakt 73 b gebracht,
der nach F i g. 7 über den Leitungsdraht 71 b und den Draht68d mit dem Widerstand
54 in Verbindung steht. An dieser Stelle wird eine relative positive Spannung vom
Transformator 60 über den Widerstand 54 den Draht 68 d, den Leitungsdraht 71b, den
Schleifkontakt 75, den Rotor 74, die Leitung 76 und das Amplitudensteuerpotentiometer
77 mit der Erde verbunden. Die über das Potentiometer 77 entwickelte Spannung ist
eine positive Spannung, welche mit der Spannung über dem Vorspannsteuerpotentiometer
86 kombiniert und an den Servoverstärker 85 angeschlossen wird, um den Servomotor
51 anzutreiben.
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Der Servomotor 51 ist also so angeordnet, daß er durch seine Spannung
in einer Richtung angetrieben wird, um den Formkern 48 zum Vergrößern der Ringöffnung
44 gegenüber der Düsenhülse 46 abzusenken, so daß relativ mehr plastisches Material
durch die Ringöffnung 44 hindurchtreten kann.
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Wenn der Rotor 74 seine Drehbewegung fortsetzt, werden unterschiedliche
Spannungen von dem Transformator 60 über den Funktionsgenerator 52 abgeleitet, um
den Servomotor51 in der einen oder der anderen Richtung zur Stellung des Formkerns
48 anzutreiben und mehr oder weniger plastisches Material durch die Ringöffnung
44 durchzulassen.
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Es wird bemerkt, daß in F i g. 7 der Widerstand 54 des Funktionsgenerators
52 einen mittleren Abgriff 65 aufweist, der mit Erde verbunden ist. Entsprechend
weist der Transformator 60 den Mittelabgriff 66 zur Erde hin auf. Der horizontale
Draht 68f ist mit der Erde verbunden, während die horizontalen Drähte 68 a bis 68
e oberhalb der Erde liegen und die horizontalen Drähte 68g bis 68 k eine negative
Spannung aufweisen. Die vertikalen Leitungsdrähte 71e bis 71f und 71g, die in Fig.
7 in Verbindung mit den horizontalen Drähten 68 h, 68i und 68r
gezeigt
smd, wehren damit zu einer Spannung entwicklung über dem Amplitudensteuerpotentiometer
77, welche in Verbindung, in diesem Falle nach Subtraktion der Spannung am Vorspannsteuerpotentiometer
86 wirksam wird. Die kombinierte Spannung am Potentiometer 86 und am Potentiometer
77 ist damit kleiner als die Vorspannung.
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Entsprechend wird der Servomotor 51 in einer Richtung angetrieben,
um den Formkern48 anzuheben und die Ringöffnung 44 zu verkleinern und die Menge
an plastischem Material, die durch die Ringöffnung 44 hindurchtritt zu verringern.
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Zur Vereinfachung in der Erläuterung des augenblicklichen Stromflusses
des Kreises nach F i g. 7 wird angenommen, daß in einem vorgegebenen Augenblick
eine negative halbe Welle des Wechselstromsignals über dem Transformator 6D wirksam
ist.
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Es wird weiterhin angenommen, daß die Arbeitsweise des Kreises während
der positiven Hälfte einer Wechselstrom-Sinuswelle in ähnlicher Weise erläutert
werden kann.
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Wenn weiterhin angenommen wird, daß der Anschluß 59 der Sekundärwicklung
62 des Transformators 60 ein negatives Potential hat, so hat der Anschluß 64 ein
positives Potential. Der Leitungsdraht 71 c ist mit dem Draht 68 c verbunden, der
Schleifkontakt 75 berührt den Kontakt 73 c. Ein Strom fließt durch das Potentiometer
86 in einer Richtung, um eine positive Spannung an den Servoverstärker 85 zu führen.
Im gleichen Augenblick veranlaßt das negative Potential des oberen Anschlusses 59
einen Strom von Erde durch einen Weg, der iiber das Amplitudensteuerpotentiometer
77, die Leitung 76, den Rotor 74, den Schleifkontakt 75, den Leitungsdraht 71 c,
den Draht68c und einen Abschnitt des Widerstandes 54, den Anschluß 55, die Leitung
57 und den oberen Abschnitt der Sekundärwicklung 62 sowie den Mittelabgriff 66 bis
zur Erde verfoIgt werden kann. Der Stromfluß durch das Potentiometer 77 ist daher
in einer Richtung derart, daß eine Spannung über das Potentiometer 77 entwickelt
wird, welche sich in Gegenphase zu der Spannung befindet, welche über dem Vorspannsteuerpotentiometer
86 entwickelt wird. Die Spannungen über den Potentiometern 77 und 86 werden kombiniert
an der Leitung 84 und an dem Servoverstärker 85 angekuppelt, um den Servomotor 51
in einer Richtung anzutreiben, in welcher der Strangpreßkopf 12 den Querschnitt
der Ringöffnung 44 vergrößert und mehr plastisches Material durch die Ringöffnung
44 in diesem Augenblick hindurchtreten läßt.
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Wenn als nächstes angenommen wird, daß der Leitungsdraht 71 mit einem
horizontalen Draht 68 verbunden ist, der unter dem horizontalen Draht 68f liegt,
beispielsweise, daß der Leitungsdraht 71e mit einem Draht 68h verbunden ist und
sich der Schleifkontakt 75 des Rotors 74 in der Berührung mit dem Kontakt 73 e befindet,
fließt dann, wenn der Anschluß 64 der Sekundärwicklung 62 ein positives und ein
Anschluß 69 ein positives Potential annehmen, ein Strom durch das Vorspannsteuerpotentiometer
86, um eine positive Spannung an diesem zu erzeugen.
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Eine positive Spannung wird auch am Potentiometer 77 durch einen
Strom erzeugt, der vom Anschluß 64 durch die Leitung 63, das Anschluß ende 56, einen
Abschnitt des Widerstandes 54, den Draht 68 h, den Leitungsdraht 71 e, den Schleifkontakt
75, den Rotor
74, die Leitung 76 und das Potentiometer 77 fließt.
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Die Spannungen über den Potentiometern 86 und 77 werden in der Leitung
84 addiert und dem Servoverstärker 85 zugeführt. Die beiden kombinierten Spannungen
zusammen liefern eine größere positive Spannung als die Vorspannung, die durch das
Potentiometer 86 allein geliefert wird. Die kombinierte Spannung treibt den Servomotor
51 in einer Richtung, in welcher der Querschnitt der Ringöffnung 44 vermindert und
der Austritt des plastischen Materials, welcher in die Form 15 in diesem Augenblick
eintritt, verringert wird. In einem Ausführungsbeispiel wird der Servomotor 51 kontrolliert,
um weniger als 3600 in jeder Richtung aus der Nullstellung heraus zu drehen und
dennoch eine saubere Einstellung des Formkernes 48 zu ermöglichen.
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Der Gesamtkreis nach Fig. 7 bewirkt auf diese Weise eine kontinuierliche
Modulation des Querschnittes der Ringöffnung 44, um dadurch auch kontinuierlich
die Menge an plastischem Material zu kontrolIieren, welche durch die Ringöffnung44
austritt, um einen Schlauch 13 mit gewünschter ausgewählter Dicke zu bilden und
folglich die Herstellung einer Flasche 50 mit gewünschter, ausgewählter Wanddicke
zu ermöglichen.
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Der linear veränderliche Differentialtransformator 92 ist auf dem
Rahmen 122 montiert, wie dies F i g. 1 zeigt und ist so mit den Elementen verbunden,
daß für den Kreis nach Fig. 7 ein Rückführungssignal erzeugt wird. Da der Servomotor
51 das Getriebe 120 antreibt, um die Zahnstange 118 nach oben oder unten zu bewegen,
wird ein beweglicher Kern 91 des Differentialtransformators 92 entsprechend durch
Berührung mit dem oberen Ende der Zahnstange 118 bewegt, wie dies ebenfalls aus
F i g. 1 hervorgeht. Eine Bewegung des Kernes 91 veranlaßt eine Spannung im Differentialtransformator
92 bzw. eine Spannungsänderung entsprechend dieser Bewegung. Die mit Hilfe des Kernes
91 entwickelte Spannung wird über das Potentiometer 96, die Leitung 98 und den Widerstand
99 dem Servoverstärker 85 zum VergIeich mit dem Ursprungssignal, welches dem Verstärker
85 über die Leitung 84 zugeleitet wird, zugeführt. Das ursprüngliche Signal und
das Rückführungssignal werden verglichen, um eine genaue Stellung des Formkernes
48 zu gewährleisten.
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Das Potentiometer 96 ist einstellbar, um die Ansprechgeschwindigkeit
des Formkernes 48 einzustellen.
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Ein Verfahren zum Einstellen des Arbeitsablaufes ist folgendes: Zunächst
wird der Funktionsgenerator 52 derart eingestellt, daß ein Buckel in der Mitte der
Schalttafel des Funktionsgenerators 52 erzeugt wird. Unter Bezugnahme auf Fig. 4
wird beispielsweise der Funktionsgenerator 52 mit dem mittelsten Leitungsdraht 71
m so eingestellt, daß dieser den größten Spannungswert auf der positiven Seite führt,
während die Leitungsdrähte beiderseits des Leitungsdrahtes 71 m in abnehmender Spannungsanordnung
verteilt werden. Dadurch wird ein Bauch an plastischem Material in der annähernd
oder genauen Stellung des stranggepreßten Schlauches 13 hergestellt, welche als
Bezugsstelle verwendet werden kann, um mit der Mitte der Form zusammenzufallen.
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Darauf wird die Formmaschine eingeschaltet. Die mit der Formmaschine
hergesteIlte Flasche 50 wird geprüft, um die Lage des verstärkten Bandes 50'
festzustellen,
die aus dem Bauch des plastischen Materials im stranggepreßten Schlauch 13 herrührt.
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Wenn das verstärkte Band 50' an plastischem Material außerhalb der
Mitte der geformten Flasche liegt und damit außerhalb der Mitte der Form, wird der
gesamte Körper des Drehschalters 72 in Winkelstellung verstellt, bis der Bauch des
plastischen Materials auf dem stranggepreßten Schlauch 13 genau in der Mitte der
Form liegt, wenn die Form geschlossen ist. Nachdem das verstärkte Band 50' an der
Flaschenwand seinen Zweck erfüllt hat, wird diese Bauchbildung wieder eleminiert,
indem der Leitungsdraht 71m bzw. der zugehörige Kontakt und die benachbarten Leitungsdrähte
wieder in die Normalstellung für eine normale Flasche 50 zurückgeführt werden. Die
beschriebene Einstellung des Drehschalters 72 ist auf diese Weise synchronisiert,
so daß die Ausgangssignale des Funktionsgenerators 52 genau mit der Arbeitsweise
der Formmaschine zusammenstimmen.
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Das Vorspannsteuerpotentiometer 86 dient zum Einstellen der Nullstellung
des Servormotors 51 und damit zum Einstellen einer mittleren Stellung des Formkernes
48 gegenüber der Ringöffnung 44 Das Vorspannsteuerpotentiometer 86 stellt auf diese
Weise die gewünschte mittlere Dicke der Wand des plastischen Schlauches 13 ein.
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Das Potentiometer 96 ist so eingestellt, daß es die Empfindlichkeit
des Servomotors 51 steuert und folglich die Empfindlichkeit des Formkerns 48 während
des Nachfolgens des vorgeschriebenen Musters, welches durch die programmierten Leitungsdrähte
71 des Funktionsgenerators 52 repräsentiert wird. Wenn die Ansprechbarkeit des Servomotors
51 zu träge erscheint, d. h., wenn er den Kern 48 nicht so betätigt, daß dieser
schnell genug dem programmierten Muster folgt, dann wird das Rückführungssignal
durch Einstellung des Potentiometers 96 verstärkt. Wenn die Wirkung des Formkernes
48 zu unregelmäßig oder zu schnell erscheint, dann wird das Rückführungssignal durch
Einstellung des Potentiometers 96 vermindert.
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Der Funktionsgenerator 52 wird so programmiert, daß man die gewünschte
Flaschenform erhält, beispielsweise die, die in Fig.4 gezeigt-ist. Wie oben erwähnt
wurde, erfordert das Programmieren lediglich die Einstellung der gewünschten. Verbindungsstifte
der Leitungsdrähte71. Das Amplitudensteuerpotentiometer 77 wird so eingestellt,
daß es die Hublänge des Formkernes 48 gegenüber der Ringöffnung44 varüert und damit
die gewünschte Gesamtdicke der herzustellenden Flasche 50 bestimmt.
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Durch eine bestimmte Arbeitsweise, beispielsweise durch Ausprobieren,
kann eine Feineinstellung gemacht werden, um die gewünschte Verteilung des plastischen
Materials in der geformten Flasche 50 dadurch zu erhalten,-daß man eine Reihe von
Flaschen 50 aufschneidet und prüft und die Verbindungsstifte der Leitungsdrähte
71 dort, wo es notwendig- ist, verstellt. Die Wanddicke kann auf diese Weise modifiziert
oder sogar vollständig verändert werden auf --Grund praktischer - Erfahrungen, was
nicht teuer und eine sehr wirksame Methode ist.
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Die Einstellung des Vorspannsteuerpotentiometers 86, des Amplitudensteuerpotentioineters
77 und des Potentiometers 96 sowie die Einstellung des Funk; tionsgenerators 52
können wiederholt werden, um die endgültige- gewünschte Flaschenform -zu erhalten.
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Wie in Fig.9 gezeigt ist, kann der Funktionsgenerator 52 auch sehr
bequem so programmiert werden, daß er die Herstellung eines verstärkten Bandes 50'
von relativ dickerem Material in dem fertigen Artikel erzeugt. Die Dicke des Bandes
50' ist in der Zeichnung übertrieben dargestellt und normalerweise braucht die Dicke
nur so groß zu sein, daß das Band 50' visuell erkennbar ist gegenüber den benachbarten
Wandabschnitten. Das Band 50' kann von gewünschter Breite sein und dient vorteilhafterweise
als eine genaue Zentrierkontrolle für jede andere Kontrollabsicht, die gewünscht
wird.
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Wenn einmal das Band 50' seinen Zweck erfüllt hat, kann es leicht
wieder zum Verschwinden gebracht werden, so daß während der weiteren Arbeitsweise
Artikel mit normaler Wanddicke hergestellt werden.