DE1628080A1 - Halterungsvorrichtung fuer Zuleitungen zu zahnaerztlichen Instrumenten - Google Patents
Halterungsvorrichtung fuer Zuleitungen zu zahnaerztlichen InstrumentenInfo
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Description
162808C
P 16 28 080.1-5^ S.V.E. Lundin
HalterunKsvorrichtuns für Zuleitungen zu
zahnärztlichen Instrumenten
Bei einer einfachen bekannten Halterungsvorrichtung für die Zuleitungen zu zahnärztlichen Instrumenten hängen die Zu-.
leitungen frei zwischen der Antriebsvorrichtung bzw. Pumpe und der vom Zahnarzt benutzten Bohrmaschine bzw· Spritze.
Es ist auch bekannt, das Gewicht der Schläuche auszugleichen und über Rollen zu führen. Auch ist eine Aufwickelvorrichtung
für Zuleitungen oder dergl. zur Verbindung ärztlicher, insbesondere zahnärztlicher Instrumente mit Speisequellen bekannt,
bei der die Zuleitungen auf Trommeln aufgewickelt sind, die ihrerseits unter einem Federzug stehen. Außerdem sind willkürlich
durch Schnurzug lösbare Sperrvorrichtungen zur Zugentlastung vorhanden. Die Schalt- und Sperrvorrichtung ist
so ausgebildet, daß das Speisemittel mit jeder Ausziehbewegung der ZuIeitungsschnur selbsttätig eingeschaltet wird, jedoch
zu Beginn des Aufwickeins sofort wieder selbsttätig abgeschaltet wird. Die Zugentlastungssperre ist an der Aufwickelvorrichtung
in allen gegebenen Ausziehlängen wirksam. Solche Vorrichtungen sind aufwendig im Aufbau. Das Gewicht der Zuleitungen
stört bei der Handhabung der Instrumentes da sie
die Hand des Arztes belasten.
Es sind weiterhin Instrumentenhalter mit Sperrwerk für unter
Rückzugwirkung stehende Instrumentenkabel an zahnärztlichen Geräteständern bekannt. Der Rückzug wird durch Gewichte erzeugt,
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Neue Untcrianpn tt* ->
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die heb» und senkbar im Geräteständer angeordnet sind
und Rollen tragen, über die die Zuleitungen geführt sind. Diese Vorrichtungen haben den gleichen Nachteil wie die
vorher beschriebenen. (DP 757 953 und USA 2 710 610)
Eine Gruppe der beschriebenen Haltungsvorrichtungen hat
den Nachteil, daß die Zuleitungen in ausgezogener Lage
mit irgendeiner Art Sperrvorrichtung als notwendigen Bauteil festgelegt werden. Die Sperrvorrichtungen sind notwendig,
damit die Hand des Arztes nicht während der Behandlungszeit einer störenden Zugkraft durch die Zuleitung ausgesetzt
ist. Durch den Einbau von Sperrvorrichtungen werden die Geräte aufwendig und teuer. Außerdem ist die Handhabung
erschwert. Der Arzt muß das Vorhandensein der Sperrvorrichtungen
berücksichtigen. Schließlich, ist der Verschleiß der
Zuleitungen und auch der Sperrvorrichtungen beträchtlich. Soweit bei den bekannten Halterungsvorrichtüngen Sperrvorrichtungen
nicht vorhanden sind, besteht andererseits der Nachteil, daß der Zahnarzt bei seiner Handhabung ständig
durch das gesamte Gewicht der Zuleitungen gestört wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Halterungsvorrichtung
so auszubilden, daß der Zahnarzt die Instrumente so benutzen kann, als wenn sie überhaupt nicht an Zuleitungen
gekuppelt wären, d.h. daß diese nicht durch ihr Gewicht, ihre
Länge oder ihren Zug auf die Instrumentenführung einwirken und dadurch den Zahnarzt ermüden. Die Zuleitungen sollen auch
nicht den Patienten berühren. Außerdem soll das Ergreifen und das Zurücklegen des Instrumentes erleichtert werden, wobei
dies möglichst in der Weise geschehen soll, daß der Zahnarzt seinen Blick nicht von der Operationsstelle zu entfernen
braucht« Dies bedeutet, daß das Herausnehmen und das Zurücklegen der instrumente in die Halterungsvorrichtung im äußeren
Gesichtsfeld geschehen kann; die betreffenden Bewegungen
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sollen keine größere Präzision benötigen.
Die Erfindung betrifft eine Halterungsvorriclitung für Zuleitungen zu zahnärztlichen Instrument en, wie Bohrmaschinen,
Luftspritzen, Wasserspritzen oder dergl., wobei die Zuleitungen zur Halterungsvorrichtung führen oder sieb, in diese
hinein erstrecken; Die Erfindung besteht dabei darin, daß
die Zuleitungen jeweils durch, eine an .der Halterungsvorrichtungj
wie einem Gehäuse befestigte und herausragende
elastische Stütze gehalten und gestützt sind und daß weiterhin an der Halterungsvorrichtung Halterungs- oder Stützmittel
für die in Bereitschaftslage abgelegten Instrumente angeordnet sind.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß der Zahnarzt die Instrumente handhaben kann, ohnejdaß die Handhabung durch das Gewicht der Zuleitungen belastet wird. Bei der erfindungsgemäßen
Ausbildung tragen die elastischen Stützen während der Arbeit'
die Zuleitungen und kompensieren deren Gewicht. Der Zahnarzt
verspürt keine störende, von den Zuleitungen ausgehende Kraft.
Wenn der Zahnarzt nach beendeter Arbeit das Instrument ablegt, wird die Stütze entlastet. Die Zuleitungen werden praktisch aus
dem Arbeitsfeld des Zahnarztes beiseite geschafft. Anderer-,
seits werden die abgelegten Instrumente in zweckentsprechender
Bereitschaftslage gehalten, so daß die Arbeit*des Zahnarztes
noch weiter erleichtert wird.
Eine einfachere Bauform bestehtdarin, daß die Stütze aus
einer schraubenförmig gewickeltenFeder'.besteht.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht
darin, daß jede der elastischen Stützen in ihrer Länge
und Steifigkeit derart ausgebildet ist, daß beim Gebrauch
des betreff enden Instruments das Gewicht der dazugehörenden
Zule±*ttngsschnur im wesentlichen icompensiert ist und daß das
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Instrument praktisch, nicht durch Horizontalkräfte, welche
von dem durch die Zuleitung und die Stütze gebildeten System herrühren, beeinflußt ist.
TM'bei Benutzung des Instrumentes das Gewicht des zugehörigen
Schlauch- oder Kabelteils weitgehend zu kompensieren, kann gemfiß
einer weiteren Ausführungsart der Erfindung jede der elastischen
Stützen sowohl in Bereitschaftslage des betreffenden ,
Instrumente als auch bei dessen Handhabung die zugehörige Zuleitung im wesentlichen in einer vertikalen Ebene gestreckt
hält, in welcher sich die Anschlußstelle der Zuleitung am Instrument und die Austrittsstelle der Zuleitung am Gehäuse
tiefer befinden als die Stelle, an der die Zuleitung an der
elastischen Stütze befestigt ist.
Die Halterungs- oder Stützorgane können in unterschiedlicher
Weise ausgeführt sein. Gemäß einer besonders günstigen Ausführungsform
der Erfindung können die Halterungs- bzw* Stütz*-
mittel einmal aus einer an der Halterungsvorrichtung, wie
Gehäuse befestigten Platte bestehen, deren mit Einschnitten
versehene Ljpigskante über das Gehäuse hervorsteht, lind zum
anderen aus einem ebenfalls am Gehäuse befestigten Gestell bestehen, das unterhalb der Platte liegend über das Gehäuse
hervorsteht, wobei das Gestell an seiner freien Längskante winklig abgebogen ist, so daß das Instrument in Bereitschaftalage
mit seinem einen Ende auf dem winklig abgebogenen Teil des Gestells anliegt und mit seinem anderen Ende in einen
der Einschnitte der Platte einrastet. In Bereitschaftslage ruht das Instrument mit seinem einen Ende in dem abgewinkelten
Teil des Gestelles, während dasselbe nahe seinem gegenüber-*
liegenden Ende in einem Ausschnitt in der Platte gestützt ist.
Pur St erili si erungs zwecke soll das Gestell am Gehäuse abnehmbar
montiert sein.
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Die Erfindung sei anhand eines in der "beigefügten Zeichnung
perspektivisch in verkleinertem Maßstab dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert.
Die Ausführungsform ist zunächst für drei an Schläuchen gekuppelte
Instrumente ausgelegt, beispielsweise zwei mit Druckluft
betriebene und als Handstücke ausgebildete Bohrmaschinen
und einer kombinierten Luft-Wasserspritze. Von diesen Instrumenten ist nur das eine gezeigt, während die beiden übrigen
im Interesse der Vereinfachung der Zeichnung nicht dargestellt
sind. Die Haltevorrichtung besteht hauptsächlich aus einem
kistenähnlichen Gehäuse 1, durch welches die Zuleitungen zu
den Werkzeugen geführt sind. Im Gehäuse können beispielsweise
Schmierapparate, Heduzierventile und/oder Magnetventile oder
dergl. untergebracht sein, die in den Zuleitungen eingeschaltet
sind. D£«se Vorrichtungen sind damit nicht ohne weiteres
sichtbar, aber leicht erreichbar. Aus dem Gehäuse 1 sind die
Zuleitungen 4· für die Instrumente 3 geführt. Jede Zuleitung
ist an einer Spiralfeder 5, die vom Gehäuse aus schräg aufwärts
gerichtet ist, aufgehängt und wird durch diese gestützt. An der Außenseite des Gehäuses 1 sind außerdem zwei Halterungs-
und Stützbauteile in geeigneter Weise befestigt. Von
diesen hat das eine die Porm eines horizontalen Blechgestells 2, das freitragend von der unteren Vorderkante des Gehäuses 1
vorspringt und entlang seiner längsgerichteten freien Kante
in der Weise abgewinkelt ist, daß eine Rinne 6 entstanden ist.
Über dem Gestell 2 und schräg nach oben gerichtet an der oberen
Vorderkante des Gehäuses ist .der andere Halterungs» oder
Stützbauteil angeordnet. Diese hat die mit Ausschnitten 8 versehene
Form einer rechteckigen Platte 7· In Bereitschaftslage ruht das Instrument mit seinem einen Ende in der Binne 6,
während es in der Nähe seines anderen Endes in einem Ausschnitt
8 der Platte 7 liegt. Im Interesse einer einfachen Sterilisierbarkeit
ist das Gestell 2 am Gehäuse Ϊ abnehmbar montiert.
. "' · Λ · :"-f;· ,-: V -6-009818/0-41 7
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Die Rinne bzw.,der abgewinkelte Teil 6 ergeben eine gute
Stütze für beispielsweise die Bohrmaschine, die Spritze usw. Gleichzeitig werden Tropfen aufgefangen.
Wenn das Instrument 5 sich in Bereitschaftslage in dem
Stützbauteil 2, ? befindet, verläuft die zugehörige Zuleitung
von dem Instrument zum Gehäuse 1 im wesentlichen die gleiche
Richtung, als wenn das Instrument im Gebrauch ist. Die Zuleitung
wird im wesentlichen in einer vertikalen Ebene, gestreckt
gehalten. Wenn das Instrument benutzt wird, wird es im wesentlichen nur horizontal in dieser vertikalen Ebene
bewegt,,Die Lagen, die die Zuleitung 4 und die Feder 5 dabei
einnehmen, sind aus der Zeichnung erkenntlich. Die Anschlußstelle der Zuleitung 4 aft Instrument 3 und deren Ausgangspunkt
vom Genau»e 1 sind beide niedriger gelegen als die Stelle, an
der die Zuleitung in der zugehörigenfede|5auf gehängt ist.
Dies gilt sowohl wenn das Werkzeug iM Gebrauch ist als auch
wenn es eich in Bereitschaft in der H|3:terüng befincLet.
Die erfindungsgfmäße Ausführung hat zunächst den Vorteil, daß
die Zuleitungen nur minimal die Werkzeugführung beeinflussen.
Dies beruht darauf, daß die Federkraft dem Gewicht der Zuleitung 4 entspricht, so daß die Zuleitung angehoben ist.
Der Zahnarzt hat den Eindruck, daß die Zuleitung gewichtlos
ist.
Außerdem wird auch die horizontale Kraft reduziert, die erforderlich
ist, um die Zuleitung zwischen der Halterung und dem Instrument einigermaßen gestreckt zu halten. Die Formveränderung
der Feder erfordert nämlich keine horizontale Kraft, wen^
das Instrument im Gebrauch ist.
Die Erfindung ist nicht auf die abgebildete Ausführungsbeispiel
begrenzt. Ee ist selbs1r?er*täsailich möglich, im Rahmen d*r
Erfindung die in dem Ausführungsbeispiel gezeigten leder gegen
irgendein anderes geeignet·! »laatieehes Organ aussutauatfcen,
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beispielsweise in der Form eines elastischen Bohres oder
einer ähnlichen Jeder, die von dem Gehäuse vorspringt und
einen Teil der Zuleitung umfaßt.
Gleichfalls können selbstverständlich die beiden Halterungs-
oder Stützbauteile in anderer Weise ausgeführtwerden und
beispielsweise die Form wellenähnlich gebogener Drahtbügel oder dgl. haben.
Außer in Verbindung mit Instrumenten! die mit Schläuchen .
verbunden sind, ist es auch möglich, eine Halterung in Verbindung
mit Werkzeugen'mit" elektrischem Kabelanschluß zu verwenden,
so wie es auch möglich ist, die Vorrichtung zusammen
mit anderen als Zahnarztinstrumenten zu verwenden.
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Claims (6)
1. Halterungsvorrichtung für Zuleitungen zu zahnärztlichen
Instrumenten, wie Bohrmaschinen, Luftspritζen, Wasserspritzen
oder dgl*, wobei die Zuleitungen zur Halterungsvorrichtung
, führen oder sich i-n diese hinein erstrecken, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuleitungen (4) jeweils durch eine anjder
' Halteriingsvorrichtung (T), wie einem Gehäuse befestigte und
herausragende elastische Stütze (5) gehalten und gestützt
sind und daß weiterhin" an der Halterungsvorrichtung (1) Halterungs-
oder Stützmittel (2, 7) für die in Bereitschaftslage abgelegten Instrumente (3) angeordnet sind.
2. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,
daß die Stütze (5) aus einer schraubenförmig gewickelten
Feder besteht. . .
3. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jede der elastischen Stützen (5) in ihrer Länge
und Steifigkeit derart ausgebildet ist, daß beim Gebrauch
des betreffenden Instruments (3) das Gewicht der dazugehörenden
Zuleitungsschnur (4) im wesentlichen kompensiert ist und daß das Instrument (3) praktisch nicht durch Horizontalkräfte,
welche von dem durch die Zuleitung (4) und die Stütze (5)
gebildeten System herrühren, beeinflußt ist.
4.- Halterungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß o'e^e der elastischen Stützen (5) wowohl in
Bereitschaftslage des betreffenden Instruments (3) als auch
bei dessen Handhabung die zugehörige Zuleitung (4-) im wesentlichen
in einer vertikalen Ebene gestreckt hält, in welcher
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öich die Anschlußstelle der Zuleitung (4)amInstrument (3)
und die Austrittsstelle der Zuleitung (4) am Gehäüse(1) tiefer
befinden als die Stelle, an der die Zuleitung/(4-) ajader
elastisch.en Stütze (5) befestigt ist.
5· Halterungsvorrichtung nach, einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch, gekennzeichnet, daß.die Halterungs- bzw. Stützmittel
einmal aus einer an der Halterungsyorrichtung, wie Gehäuse (1)
befestigten Platte (7) bestehen, deren mit den Einschnitten (8) versehene Längskante über das Gehäuse Cl) hervorsteht,
und zum anderen aus einem ebenfalls am. Gehäuse (1) befestigten
Gestell (2) besteben, das unterhalt der Platte (?) liegend
über das Gehäuse (1) hervorsteht, wobei das Gestell (2) an seiner freien längskante winklig abgebogen C6) ist,-so daß
das Instrument (5) in Bereitsch.aftslage mit seinem einen Ende
auf dem winklig abgebogenen Teil des Gestells (2) anliegt und
mit seinem anderen Ende in einen der Einschnitte (8) der Platte
(7) einrastet. "■:""-.-■
6. HalteruTigsvorrich.tung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gestell (2) abnehmbar an der Halterungsvorrichtung,
wie Gehäuse (1) befestigt ist.
7· Halterungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,.daß in den Zuleitungen (4) vor dem
Instrument (3) Anordnungen, wie z.B. Schalter,, irebel schmier er,
Reduzierventile und/oder Magnetventile ο ä. im Geh;äuse (1)
untergebracht sind.
0818/0417
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