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DE1620190C - 4-(2-Carbo-alpha-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolin, seine Salze und ein Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

4-(2-Carbo-alpha-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolin, seine Salze und ein Verfahren zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
DE1620190C
DE1620190C DE1620190C DE 1620190 C DE1620190 C DE 1620190C DE 1620190 C DE1620190 C DE 1620190C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloroquinoline
carbo
glyceryloxyphenylamino
salts
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Andre Les Lilas Seine; Girault Pierre Paris; Allais (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanofi Aventis France
Original Assignee
Roussel Uclaf SA
Publication date

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Description

und seine Salze mit therapeutisch verträglichen anorganischen oder organischen Säuren.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ein 4-(2'-Carbalkoxyphenylamino)-8-chlorchinolin in Gegenwart eines alkalischen Umesterungskatalysators mit Glycerinacetonid umsetzt, das erhaltene Acetonid des 4 - (2' - Carbo - α - glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolins sauer hydrolysiert und gegebenenfalls anschließend das entstandene 4-(2'-Carboa-glyceryloxyphenylamino)-8 -chlorchinolin mit einer therapeutisch verträglichen anorganischen oder organischen Säure in ein Salz überführt.
Die Erfindung betrifft 4-(2'-Carbo-a-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolin der Formel
COO — CH,- CHOH-CH7OH
[1959], 412) beobachteten Tatsache, daß die intraperitoneale Injektion von Essigsäure bei der Maus charakteristische, sich wiederholende Streck- und Verdrehbewegungen hervorruft, die mehr als 6 Stunden andauern können; Die Analgetika verhüten oder unterdrücken dieses Syndrom, das deshalb als Verkörperung eines diffusen Bauchschmerzes angesehen werden kann.
Man wendet eine wäßrige Essigsäurelösung (6%q),
ίο die mit 10% Gummiarabikum versetzt ist, an. Die unter diesen Bedingungen das Syndrom auslösende Dosis beträgt 0,01 ccm/g, das sind 60 mg/kg Essigsäure. Die Analgetika werden auf bukkalem Weg V2 Stunde vor der intraperitonealen Injektion der Essigsäure verabreicht, wobei die Mäuse ab dem dem Versuch vorausgehenden Tag nüchtern gehalten werden. Bei jeder Dosis und bei den Kontrollversuchen (die jeweils obligatorisch durchgeführt werden) verwendet man eine oder mehrere aus fünf Tieren bestehende Gruppen. Die Streckbewegungen werden bei jeder Maus beobachtet und gezählt, dann innerhalb einer Gruppe von fünf Tieren addiert, wobei der Beobachtungszeitraum 15 Minuten beträgt und gleich nach der Essigsäureinjektion beginnt.
Die untersuchten Produkte werden als wäßrige Suspension auf oralem Weg in unterschiedlichen Dosen verabreicht. Die nachstehende Tabelle faßt die erhaltenen Ergebnisse zusammen.
a) 4-(2'-Carbo-a-glyceryloxyphenylamino)-
8-chlorchinolin
Verabreichte Dosen
40
45
seine Salze mit therapeutisch verträglichen anorganischen oder organischen Säuren und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Das erfindungsgemäße 4-(2'-Carbo-a-glyceryloxy-i phenylamino)-8-chlorchinolin besitzt eine bemerkenswerte antiinflammatorische und eine intensive und gleichmäßige analgetische Aktivität. Es besitzt darüber hinaus im Vergleich zu bestimmten 7-Chlorchinolinen, wie beispielsweise 7-Chlor-4-(3'-diäthylaminomethyl-4-hydroxyphenylamino)-chinolin und 7-Chlor-4-(4'-diäthylamino-l-methylbutylamino)-chinolin, den Vorteil, weder eine Nierentoxizität noch eine Augentoxizität aufzuweisen.
4 - (2' - Carbo - α - glyceryloxyphenylamino) - 8 - chlorchinolin wurde hinsichtlich seiner analgetischen Aktivität sowie seiner Toxizität mit dem aus der deutschen Auslegeschrift 1 173 899 bekannten 4-[2'-(ß-Dimethylaminoäthoxycarbonyl)-phenylamino]-7-chlorchinolin verglichen.
65 1. Analgetische Aktivität
Der angewandte Test beruht auf der von R. Koster und Mitarbeitern (Fed. Proa, 18 10 mg/kg
20 mg/kg
50 mg/kg
100 mg/kg
Prozentsatz
der Streckungen
im Vergleich
zu den Kontrolltieren
80
75
36
37
Prozentsatz
der Verhütung
20
25
64
68
•b) 4-[2'-(/S-Dimethylaminoäthoxycarbonyl)-phenylamino]-7-chlorchinolin
Verabreichte Dosen Prozentsatz
der Streckungen
im Vergleich
zu den Kpntrolltieren
Prozentsatz
der Verhütung
5s0 mg/kg
100 mg/kg
200 mg/kg
50
31
12
50
69
88
Auf Grund dieser Resultate ist festzustellen, daß die aktive Dosis, die die Anzahl der Streckungen um 50% verringert (DA50), bei der erfindungsgemäßen Verbindung 35 mg/kg beträgt, wogegen die DA50 bei der bekannten Substanz erst bei 50 mg/kg erreicht wird.
2. Akute Toxizität
Ihre Bestimmung wurde mit Mäusen vom Stamm Rockland, die 18 bis 22 g wogen, durchgeführt. Die Produkte wurden in wäßriger Lösung oder Suspension auf oralem Weg in steigenden Dosen verabreicht.
Die Tiere wurden während einer Woche unter Beobachtung gehalten. Unter diesen Bedingungen liegt die Dosis letalis (DL5Q) von 4-(2'-Carbo-a-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolin oberhalb 4 g/kg, wogegen sie bei der bekannten Verbindung 4-[2'-(/9-Dimethylaminoäthoxycarbonyl)-phenylamino]-7-chlorchinolin 1,50 g/kg beträgt.
Das Verfahren zur Herstellung der neuen Chinolinderivate besteht darin, daß man in an sich bekannter Weise ein 4-(2'-Carbalkoxyphenylamino)-8-chlorchinolin in Gegenwart eines alkalischen Umesterungskatalysators mit Glycerinacetonid umsetzt, das erhaltene Acetonid des 4-(2'-Carbo-a-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolins sauer hydrolysiert und gegebenenfalls anschließend das entstandene 4-(2'-Carboa-glyceryloxyphenylaminoJ-S-chlorchinolin mit einer therapeutisch verträglichen anorganischen oder organischen Säure in ein Salz überführt.
Der alkalische Umesterungskatalysator ist z. B. ein Alkalimetall, wie Natrium, oder das Amid eines Alkalimetalls, wie Natriumamid.
Die Hydrolyse des Acetonids des 4-(2'-Carbo-λ a-glyceryloxyphenylaminoJ-S-chlorchinolins wird vorteilhaft mit Hilfe einer starken Mineralsäure, wie Chlorwasserstoffsäure, ausgeführt.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung.
Beispiel
Stufe A
Acetonid des 4-(2'-Carbo-cc-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolins
43 ecm Glycerinacetonid werden zu 30 ecm wasserfreiem Toluol zugefügt, das Gemisch in einer Stick-Stoffatmosphäre bei einer Temperatur von 120 bis 125° C erhitzt und das Azeotrop Wasser-Toluol abdestilliert; schließlich wird dann das Toluol im Vakuum abgezogen.
Nach dem Abkühlen auf eine Temperatur von 700C werden 130 mg Natriumamid eingeführt, und das Gemisch wird IV2 Stunden auf etwa 900C erhitzt.
Sodann wird die Temperatur auf 60° C verringert, dann werden 10,4 g4-(2'-Carbomethoxyphenylamino)-8-chlorchinolin eingeführt, und es wird 5 Stunden auf etwa 80° C im Vakuum erhitzt.
Es wird abgekühlt, die Lösung wird in eine Mischung von Wasser und Methylenchlorid (10:1) gegossen, gerührt und dekantiert.
Die wäßrige Phase wird mit Methylenchlorid extrahiert, die Extrakte werden mit Wasser gewaschen, getrocknet und bis zur Trockne destilliert.
Der Rückstand wird in Petroläther verrieben, filtriert, abgesaugt und getrocknet; es werden so 12,5 g des Acetonids des 4-(2'-Carbo-a-glyceryloxyphenylämino)-8-chlorchinolins erhalten, das nach dem Umkristallisieren aus Äthanol bei 115° C schmilzt.
Das Produkt ist in Wasser und Äther unlöslich, es ist in Aceton, Benzol, Chloroform und in der Hitze in Äthanol und Isopropyläther löslich.
Analyse: Ca2H21O4N2Cl = 412,86.
Berechnet.. C 63,99, H 5,13, N 6,78, Cl 8,59%; gefunden .., C 64,1, H 5,1, N 7,1, Cl 8,6 %.
: Soweit bekannt, ist diese Verbindung in der Literatur nicht beschrieben.
Stufe B
4-(2'-Carbo-a-glyceryloxyphenylamino)-
- 8-chlorchinolin
Das in Stufe A erhaltene Acetonid des 4-(2'-Carbo- a - glyceryloxyphenylamino) - 8 - chlorchinolins (13 g) wird in 30 ecm heißem Wasser aufgenommen^ dann werden 6 ecm einer konzentrierten wäßrigen Salzsäurelösung zugegeben und 15 Minuten auf 95° C erhitzt.
Es wird gekühlt, abgesaugt und mit Wasser gewaschen; man erhält so das kristallisierte Chlorhydrat des 4-(2'-Carbo-7a-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolins.
Soweit bekannt, ist dieses Produkt' in der Literatur nicht beschrieben.
Um die freie Base zu erhalten, wird das Chlorhydrat in Dimethylformamid, das auf 6O0C erhitzt ist, gelöst, nach dem Filtrieren werden Wasser und einige Kubikzentimeter Triäthylamin zugegeben, und es wird 1 Stunde gekühlt.
Es wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet; man erhält so 13 g 4-(2'-Carbo-α - glyceryloxyphenylamino) - 8 - chlorchinolin, das aus Tetrahydrofuran umkristallisiert wird; F. 184 bis 185°C.
Das Produkt fällt in Form von Nadeln an, die in Wasser, Äther, Benzol unlöslich sind; es ist in Aceton und Äthanol sehr schwach löslich.
Analyse: Ci9H17ClN2O4 = 372,8.
Berechnet.. C 61,21, H 4,59, Cl 9,51, N 7,52%; gefunden ... C 61,1, H 4,7, Cl 9,2, N 7,8 %.
Soweit bekannt, ist diese Verbindung in der Literatur nicht beschrieben.
Chlorhydrat des 4-(2'-Carbo-a-glyceryloxyphenylamino)-8-chlorchinolins
Unter Rückfluß wird eine Suspension von 5 g 4 - (2' - Carbo - α - glyceryloxyphenylamino) - 8 - chlorchinolin in 50 ecm Methanol erhitzt, und es werden 8 ecm Methanol zugefügt, die 6,65% Chlorwasserstoffsäure enthalten. Durch Abkühlen kristallisiert das Chlorhydrat. Es wird durch Absaugen und Trocknen im Vakuum isoliert; F. 208 bis 2090C.
Das als Ausgängsstoff benötigte 4-(2'-Carbomethoxyphenylamino)-8-chlorchinolin wird auf folgende Art hergestellt: 15 g 4,8-Dichlorchinolin, hergestellt nach D. S. T a r b e 11, Journ. Am. Chem. Soc, 68, 1277 (1946), werden in 75 ecm 2n-Salzsäure eingeführt. 11,5 g Anthranilsäuremethyiester werden zugegeben, und es wird unter Rühren 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt.
Sodann wird 1 Stunde auf Eisbadtemperatur gekühlt, abgesaugt und mit Wasser gewaschen; man erhält so das Chlorhydrat des 4-(2'-Carbomethoxyphenylamino)-8-chlorchinolins.
Um die freie Base zu erhalten, wird das Chlorhydrat in 200 ecm Äthanol gelöst, es werden 50 ecm konzentrierter Ammoniak bis zur deutlich alkalischen Reaktion zugefügt, und es wird auf Eisbadtemperatur gekühlt. Der gebildete Niederschlag wird abgesaugt, mit Äther gewaschen und getrocknet. Nach dem Umkristallisieren aus Äthanol werden 13 g 4-(2'-CarbomethoxyphenylaminoJ-S-chlorchinolin erhalten; F. 183 bis 184°C.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. 4 - (T - Carbo - α - glyceryloxyphenylamino)-. 8-chlorchinolin der Formel
NH
COO-CH7-CHOH-CH9Oh
Cl

Family

ID=

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