[go: up one dir, main page]

DE1619107B - Antistatischmachendes Textilhilfsmittel für synthetische Fasern - Google Patents

Antistatischmachendes Textilhilfsmittel für synthetische Fasern

Info

Publication number
DE1619107B
DE1619107B DE1619107B DE 1619107 B DE1619107 B DE 1619107B DE 1619107 B DE1619107 B DE 1619107B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
imidazoline
emulsion
fibers
textile auxiliary
percent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mamoru; Kawanaka Hideo; Wakayama Katsumi (Japan). D06m 13-42
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kao Corp
Original Assignee
Kao Soap Co Ltd

Links

Description

IO
Die Erfindung betrifft ein antistatischmachendes Textilhilfsmittel vom Typ eines ül-in-Wasser-Gemisches, das eine stabile Emulsion bildet, die zum Verhindern von elektrischen Aufladungen synthetischer Fasern dient.
Für diesen Zweck sind l-Äthylol-2-alkyl-imidazoline, die man αμκΐι Reaktion von Fettsäuren und Hydroxyäthyldiamin gewinnt, bekannt. Sie werden lediglich als kationische oberflächenaktive Mittel benutzt, da sie in Kombination mit anionischen Verbindungen als Emulgiermittel für Avivierzwecke ungeeignet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein antistatischmachendes Textilhilfsmittel für synthetische Fasern zu schaffen, das eine stabile Emulsion bildet und den Fasern ausgezeichnete antistatische Eigenschaften verleiht.
Das antistatischmachende Textilhilfsmittel für synthetische Fasern gemäß der Erfindung besteht aus einer Emulsion eines Gemisches aus 10 bis 50 Gewichtsprozent eines carboxyäthylierten Derivates von l-Äthylol^-alkyl^-imidazolin, 40 bis 80 Gewichtsprozent Mineralöl und/oder einem aliphatischen Säureester als schmierendem Bestandteil und 0 bis 40 Gewichtsprozent eines anionischen und/oder nichtionischen Emulgiermittels. Das Textilhilfsmittel gemäß der Erfindung kann noch zusätzlich ein oder mehrere höhere Alkohole und/oder eine oder mehrere höhere aliphatische Säuren enthalten.
Für das Aufbringen einer Textilhilfsmittelemulsion auf die Fasern spielt die Gleichförmigkeit der Emulsion und ihre Stabilität eine ausschlaggebende Rolle. Wenn beispielsweise die Fasern mit einer instabilen Emulsion behandelt werden, bilden sich nach dem Aufbringen der Emulsion Spannungssiellen, sobald die Fasern mit einer Metallwalze in Berührung kommen oder über diese geführt werden, was zur Folge hat, daß die Fasern brechen und ihre Qualität erheblich leidet.
Als schmierenden Bestandteil in Textilhilfsmitteln verwendet man in der Regel ein Mineralöl oder einen Fettsäureester. Als Emulgiermittel für das Mineralöl hat man bisher polyoxyäthylierte Fettsäuren, höhere Alkohole oder aliphatische Alkylamine bzw. -amide verwendet, jedoch sind diese nicht immer als Emulgiermittel für die Fettsäureester geeignet.
Aus der USA.-Patentschrift 2730464 sind Textilhilfsmittel für synthetische Fasern bekannt, die aus Mineralöl und 2-Alkyl-imidazolin bestehen und den Fasern antistatische Eigenschaften verleihen sollen. Insbesondere ist auch l-Äthylol-2-alkyl-imidazolin als wesentlicher Bestandteil für eine antistatische Textilausrüstung angegeben. Demgegenüber bietet
15 die gemäß der Erfindung verwendete carboxyäthylierte Imidazolinverbindung hinsichtlich ihrer Emulsionsbeständigkeit, der Verteilung auf den Schmälzrollen und dem Netzvermögen der Auftragsrollen einen wesentlichen technischen Fortschritt, wie dieses aus den weiter unten angeführten Vergleichsbeispielen hervorgeht.
Das erfindungsgemäße Aviviermittel stellt eine sehr gleichförmige stabile Emulsion dar, die darüber hinaushervorragende antistatische Eigenschaften aufweist.
In dem neuen Aviviermittel kann die Menge der einzelnen Bestandteile in einem gewissen Bereich variieren, und zwar sollen die Bestandteile in den nachfolgend angegebenen anteiligen Mengen vorhanden sein:
Bestandteil Gewichtsprozent
Schmierender Bestandteil
Carboxyäthyliertes Derivat des
l-Äthylol-2-alkyl-2-imidazolin
Emulgiermittel
40 bis 80
10 bis 50
0 bis 40
Gegebenenfalls können in dem Gemisch noch ein Kupplungsmittel in Form ein oder mehrerer höherer Alkohole und/oder ein oder mehrerer höherer aliphatischer Säuren vorhanden sein.
Als Emulgiermittel kann man ein beliebiges anionisches oder nichtionisches oberflächenaktives Mittel oder ein Gemisch solcher Mittel einsetzen.
Das erfindungsgemäße Textilhilfsmittel verwendet man gewöhnlich in Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion, in welcher das schmierende Gemisch in einer anteiligen Menge von in der Regel 5 bis 30 Gewichtsprozent vorhanden ist. Die anteilige Menge an schmierendem Gemisch, die auf die Fasern oder Garne aufgebracht wird, liegt gebräuchlicherweise bei 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa bei 0,2 bis 0,5 Gewichtsprozent.
Beispiel 1
In Anwesenheit eines Alkali-Katalysators wurde bei 8O0C 1 Mol l-ÄthyloW-heptadecenyW-imidazolin 3 Stunden lang in einem wäßrigen Medium mit 1 Mol Methylacrylat umgesetzt, dann wurde das Produkt hydrolysiert, und es wurde das Natriumsalz von 1 - Carboxyäthoxyäthyl - 2- heptadeceny 1 - 2- imidazolin (dieses Salz wird im nachfolgenden als »carboxyliertes Imidazolin-Salz« bezeichnet) gewonnen. Unter Verwendung dieses Salzes wurde das folgende Gemisch zubereitet:
Zusammensetzung
Gewichtsprozent
Carboxyliertes Imidazolinsalz 20
Mineralöl 60
Polyoxyäthylenlauryläther 10
Natriumsalz von Erdölsulfonat 10
Die Teilchengröße der daraus erhaltenen Emulsion in Wasser betrug weniger als 0,2 Mikron, und wenn man die Emulsion eine Woche lang bei Zimmertemperatur stehenließ, erfolgte weder Aufrahmen noch Absetzen. Die antistatische Eigenschaft der Emulsion wurde an Fasern mittels eines Potentiometers vom Typ Kasuga bei einer Fortbewegungsgeschwindigkeit der Fasern von 300 m/Min, gemessen. Bei dem Versuch wurden 20 Fasern in Form eines Garns bei 40% relativer Feuchtigkeit und 200C geprüft.
Unbehandelte Garne
Behandelte Garne ...
Beispiel 2
Elektrisches Potential (Volt)
+40,000 -5
Bestandteil
Carboxyliertes Imidazolinsalz .
Octyloleat
Polyoxyäthyleniertes Rizinusöl
Oleylalkohol
. Gewichtsprozent
20
50
25
Unbehandelte Fasern
Fasern, die mit konventionellem Avivier-Ul-Gemisch behandelt waren
Fasern, die mit dem erfindungsgemäßen Mittel behandelt
worden waren
Elektrisches Potential (Volt)
+45,000
+5,500
+50
20
Die antistatische Wirkung im Falle der Behandlung von Polyesterfasern unter Verwendung des zuvor aufgeführten Gemisches wurde gemessen. Zum Vergleich ist außerdem das Ergebnis aufgeführt, das erhalten wurde bei Prüfung der gleichen Fasern, die jedoch mittels eines üblichen Avivier-Ul-Gemisches aus einem Mineralöl und Polyoxyäthylenalkyläther (das nachfolgend als »konventionelles Avivier-Ul-Gemisch« bezeichnet wird) behandelt worden waren.
55
Beispiel 3
Es wurden 100 Teile Sorbitantrioleat und Sorbitanmonooleat (1:1) mittels des erfindungsgemäßen carboxylierten Imidazolinsalzes emulgiert, und man erhielt bei Verwendung von 30 bis 40 Teilen des Imidazolinsalzes eine sehr stabile Emulsion, während bei Verwendung des Acetats von l-Äthylol-2-alkyl-2-imidazolin oder des Reaktionsproduktes dieses Imidazoline mit Monochloressigsäure eine stabile Emulsion nicht gewonnen werden konnte. Dies ist in der nachfolgenden Tabelle veranschaulicht.
Durchschnittliche
Stabilität der
Bestandteil Emulsion*)
(Teilchengröße
in Mikron)
Sorbitanester (100Teile)/carboxy-
liertes Imidazolin (30 Teile) ... sehr stabil (0,1)
Sorbitanester (100 Teile)/Imid-
azolin-Acetat (40 Teile) instabil (4)
Sorbitanester (100 Teile)/Imid-
azolinreaktionsprodukt
(40Teile) sehr instabil (10)
*) Bestimmt durch den Absetz-Zuätand, der eintrat, nachdem man 100 ml der 10%igen Emulsion in einem Meßzylinder 24 Stunden lang bei 300C stehengelassen hatte.
Beispiel 4
Die antistatische Wirkung wurde durch Messen der elektrischen Potentiale verglichen, die entstehen, wenn ein Garn unter Reibung an einem metallischen Fadenführer vorbeigeführt wurde, das aus 34 Einzelfasern mit einem Gesamttiter von 210 Denier bestand und mit 0,5% (auf das Trockengewicht der Fasern berechnet) mit einer Schmiermittelmischung präpariert war, die durch Mischen von 50% Mineralöl, 30% Polyoxyäthylenoleyläther mit 6 Oxyäthylengruppen und 20% einer Imidazolin verbindung erhalten worden war, die der folgenden Strukturformel I entsprach ^
R-C
35
N-CH2
CH2CH2OCH2CH2COONa
Q5H31
Q7H35
Q7H33
Kokosnuß-Alkyl
Unbehandelt ...
Elektrisches Potential
in Volt
-120
-150
-340
-100
-140
+4000
Beispiel 5
Reibungskraft ing
55
56
53
50
55
250
Für Vergleichszwecke wurden Schmiermittelmischungen hergestellt durch Vermischen von 50 Teilen Mineralöl, 10 Teilen Polyoxyäthylenoleyläther mit 6 Oxyäthylengruppen, 25 Teilen eines sulfatierten Oleyloleatnatriumsalzes und 15 Teilen 1-Polyoxyäthylen-2-hepta-decenyl-2-imidazolin, die den folgenden Strukturformeln II und III entsprechen, bzw. mit l-Äthylol-2-alkyl-2-imidazolin, welches der Strukturformel IV entspricht und gemäß der USA.-Patentschrift 2 730 464 zur antistatischen Textilbehandlung bekannt ist. Die Verbindungen II und III wurden durch Zusatz von 1 bzw. 3MoI Äthylenoxyd zu l-ÄthyloW-heptadecenyKZ-imidazolin gewonnen. Die entsprechenden Schmälzmittelzusammensetzungen wurden mit Hilfe von Schmälzauftragsrollen auf mehrfädiges Nylongarn aus 34 Einzelfasern mit dem Gesamttiter 210 Denier in der Weise aufgetragen, daß
eine Präparation von 0,5% der Mischung, auf das Fasergewicht gerechnet, auf die Fäden aufgetragen wurde. Die Fähigkeit der Verteilung einer 5%igen Lösung der Schmälzmittelmischung auf den Auftragsrollen, ihre Emulsionsbeständigkeit und die Potentiale, die bei der Reibung des behandelten Garns mit einem metallischen Fadenführer bei einer Garngeschwindigkeit von 300 m pro Minute entstanden, wurden gemessen.
/N-CH2
R-C (II)
N-CH2
CH2CH2OCH2CH2OH
IO N-CH2
R-C
(III)
R-C
N-CH2
CH2CH2O(CH2CH2O)3H
(IV)
N-CH2
CH2CH2OH
Art der Imidazolinderivate Emulsionsbeständigkeit Netzen der Rollen Elektrische Potentiale
in Volt
l-Polyoxyäthylen-2-heptadecenyl-
2-imidazolin mit 2 Oxyäthylen-
gruppen entsprechend der Struktur
formel II unstabil
l-Polyoxyäthylen-2-heptadecenyl-
2-imidazolin mit 4 Oxyäthylen-
gruppen der Strukturformel III stabil schlecht
l-/5-hydroxyäthyl-2-heptadecylen-
imidazolin der Strukturformel IV
gemäß dem Stand der Technik unstabil
l-Carboxyäthoxyäthyl-2-heptadecenyl-
2-imidazolin der Strukturformel I ... stabil gut 60
Es ist offensichtlich, daß die polyoxyäthylenierten Imidazolinverbindungen der Strukturformeln II, III und IV hinsichtlich ihrer Emulsionsbeständigkeit und dem Netzvermögen der Auftragsrollen oder der Verteilung auf den Schmälzrollen der carboxylierten Imidazolinverbindung gemäß der Erfindung der Strukturformel I unterlegen sind.
Beispiel 6
Die Emulsionsbeständigkeit, die Fähigkeit zum Netzen der Rollen und die elektrischen Potentiale bei Verwendung einer Schmälzmittelmischung, die durch Mischen von 50 Teilchen Mineralöl, 15 Teilen Polyoxyäthylen-Kokosalkyläther mit 5 Oxyäthylengruppen, 25 Teilen sulfatiertem Walöl und 10 Teilen der entsprechenden Imidazolinverbindungen gewonnen waren, wurden unter Verwendung der gleichen Methoden wie im Beispiel 5 gemessen, wobei folgende Ergebnisse erhalten wurden:
Arten der Imidazolinverbindungen Emulsionsbeständigkeit Netzvermögen der Rollen Elektrisches Potential
in Volt
l-Polyoxyäthylen-2-heptadecenyl-
2-imidazolin mit 2 Oxyäthylen-
gruppen
!-/S-hydroxyäthyl-2-heptadecylen-
imidazolin der Strukturformel IV
gemäß dem Stand der Technik
l-Carboxyäthoxyäthyl-2-heptadecenyl-
imidazolin-(2)
stabil
stabil
stabil
gut
schlecht
gut
500
100

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Antistatischmachendes Textilhilfsmittel für synthetische Fasern, bestehend aus einer Emulsion eines Gemisches aus 10 bis 50 Gewichtsprozent eines carboxyäthylierten Derivates von l-Äthylol-2-alkyl-2-imidazolin, 40 bis 80 Gewichtsprozent Mineralöl und/oder aliphatischem Säureester als schmierendem Bestandteil und 0 bis 40 Gewichtsprozent eines anionischen und/oder nichtionischen Emulgiermittels.
2. Antistatischmachendes Textilhilfsmittel nach Anspruch 1, enthaltend zusätzlich ein oder mehrere höhere Alkohole und/oder eine oder mehrere höhere aliphatische Säuren. .

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69114908T2 (de) Fluorchemische Zusammensetzung um textilen Fasern Antischmutz- und Gleiteigenschaften zu verleihen.
DE3003851C2 (de)
DE69004487T2 (de) Kaltwalzöl für Stahlfolie.
EP0082456A2 (de) Konzentrierte Vormischungen von Wäscheweichspülmitteln
EP0063311B1 (de) Substantives Präparationsmittel für Garne oder Zwirne
DE3501293C2 (de)
EP0839947A2 (de) Zusammensetzung für die Permanent-hydrophilierung von Polyolefinfasern, Verwendung der Zusammensetzung und damit behandelte Fasern
DE1925598A1 (de) Synergistische antibakterielle Zubereitungen
DE69307497T2 (de) Verfahren zur Ausrüstung von Fasern
DE2724821C2 (de)
DE3730444C2 (de)
DE1619107C3 (de) Antistatischmachendes Textilhilfsmittel für synthetische Fasern
DE2304221C3 (de) Präparatronsöl zur Verbesserung der Spinnbarkeit von synthetischen Stapelfasern
DE3530994C2 (de)
DE69627064T2 (de) Behandlung von Fasern
DE69612571T2 (de) Verfahren zur verbesserung der trenneigenschaften von walzen
DE1619107B (de) Antistatischmachendes Textilhilfsmittel für synthetische Fasern
EP0131865A1 (de) Veresterte, oxalkylierte quaternäre Ammoniumverbindungen, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung als Faserpräparationsmittel
DE1469457A1 (de) Textilschmaelze
EP0340575B1 (de) Wasserfreie Zubereitung zum Präparieren von Nähgarnen und Nähzwirnen
DE646289C (de) Verfahren zur Impraegnierung von Werkstoffen
EP1133596B1 (de) Hydrophobiermittel für die textilausrüstung
DE2506903A1 (de) Verwendung von paraffin-emulsionen zur hautreinigung
DE749505C (de) Verfahren zur Verbesserung der Spinnbarkeit von Cellulosehydratfasern
DE702567C (de) Schmaelzmittel