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DE1618589A1 - Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren

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Publication number
DE1618589A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
oxygen
palladium
supported catalyst
acetaldehyde
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671618589
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dipl-Chem Dr Erpenbach
Hermann Glaser
Kurt Dipl-Chem Dr Sennewald
Wilhelm Dipl-Chem Dr Vogt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knapsack AG
Original Assignee
Knapsack AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Knapsack AG filed Critical Knapsack AG
Publication of DE1618589A1 publication Critical patent/DE1618589A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/23Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of oxygen-containing groups to carboxyl groups
    • C07C51/235Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of oxygen-containing groups to carboxyl groups of —CHO groups or primary alcohol groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

161*589.
KNAPSACK AKTIENGESELLSCHAFT
Knapsack bei Köln
K 712 Aktenzeichen: P 16 18 589.0-42
Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren durch Oxidation aliphatischer Aldehyde mit Sauerstoff oder 3auerstoffhaltigen Gasgemischen in der Gasphase an Katalysatoren. .
Für die Herstellung von Essigsäure durch Oxidation von Acetaldehyd sind seit langem verschiedene Verfahren bekannt, die zumeist in der Flüssigphase, vereinzelt in der Gasphase arbeiten. Von diesen werden nur Flüssigphasenverfahren in verschiedenen Variationen seit vielen Jahren zur technischen Herstellung von Essigsäure benutzt. Als besonderer Vorteil der Flüssigphasenverfahren ist die genaue Temperatureinhaltung infolge der hohen Wärmeübergangszahlen in der Flüssigphase anzusehen. Hingegen haben Flüssigverfahren den Nachteil, daß die bei tiefem Temperaturniveau von etwa 50 - 7O0C entstehende Reaktionswärme ungenutzt durch Kühlmittel abgeführt werden muß.
Es wurde nun gefunden, daß sich Acetaldehyd zu Essigsäure bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise im Temperaturbereich von bis 2500C mit guten Ausbeuten oxidieren läßt, wenn man ein Gasgemisch aus Acetaldehyd und Sauerstoff, gegebenenfalls unter Zusatz von inerten Gasen oder anderen verdampften organischen Stoffen über einen Katalysator leitet, der auf einem inerten Träger wie Kieselsäure, Bentonit, Aluminiumoxid, Asbest, Bimsstein, Aktivkohle U3W. als aktive Komponente metallisches Palladium und/oder Palladiumoxid bzw, Palladiumaalze wie Palladiumacetat enthält. Zweckmäßigerweise erhöht
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KIaii» I I „4. ι .
man die Wirksamkeit der Katalysatoren durch Zusätze wie Platin, Rhodium, Ruthenium, Iridium, Kupfer, Silber, Gold, Zink, Cadmium, Zinn, Blei, Wismut, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel oder Tellur in Form ihrer Metalle, Oxide oder Salze sowie durch Zusatz von Alkali- oder Erdalkalisalzen. Die Umsetzung läßt sich in einem weiten Druckbereich von etwa 1 bis 20 ata ausführen, wenngleich auch der Bereich von 2 bis 10 ata im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens vorzuziehen ist. Inerte Gase oder verdampfte organische Stoffe, die unter Reaktionsbedingungen im wesentlichen inert sind, können zugesetzt werden, um mit ihnen die Sauerstoffkonzentration des Einsatzgemisches unter die Explosionsgrenze zu senken. Als Inertgas ist außer Stickstoff besonders kohlendioxid von Interesse, welches sich als Nebenprodukt bildet und bei Ausführung des Verfahrens im Kreislauf durch Steuerung der Abgasmenge auf einen nahezu beliebigen Gehalt eingestellt werden kann. Als verdampfbare organische Stoffe, die unter Reaktionsbedingungen im wesentlichen inert und zur Phlegmatisierung geeignet sind, kommen hauptsächlich Essigsäure sowie aliphatische Kohlenwasserstoffe infrage.
Das Verfahren läßt sich ohne Zugabe eines phlegmatisierenden Gases durchführen, wenn Acetaldehyd-Dampf und Sauerstoff in einem solchen Verhältnis gemischt werden, daß der Sauerstoffgehalt höchstens 9 Vol# oder weniger beträgt und das Gasgemisch somit außerhalb des Explosionsbereiches liegt. In diesem Falle ist aber infolge des hohen stöchiometrischen Überschusses an Acetaldehyd gegenüber dem Sauerstoff bereits mit einer geringen Bfebenreaktion durch Zerfall des Acetaldehyde in Methan und Kohlenmonoxid zu rechnen. Bei Ausführung des Verfahrens im einfachen Durchgang wird zweckmäßigerweise Luft als Oxidationsmittel benutzt, so daß die Verdünnung durch den Stickstoff gegeben ist. Weiterhin kann Wasserdampf als inertes Verdünnungsmittel verwendet werden; jedoch fällt dabei die gebildete Essigsäure nach Abkühlung des Reaktions-
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gases in wäßriger Form an und bedarf einer technisch aufwendigen Abtrennung des Wassers.
Zur Ausführung der Reaktion leitet man das Gasgemisch, das 2 bis etwa 90 Vol# Acetaldehyd-Dampf, gegebenenfalls inerte Beimischung und je nach Lage der Sxplosionsgrenze unter diesen Bedingungen bis zu 9 Vol# Sauerstoff enthalten kann, durch einen röhrenförmigen Reaktor aus Edelstahl, der den Katalysator in 3 bis 6 mm Korngröße enthält. Das Sdelstahlrohr ist in seinem Innern mit Fühlern für Temperaturmessungen versehen und wird von außen durch einen Druckwassermantel temperiert. Man wählt die Dimensionen des Rohres zweckmäßigerweise so, daß sich in ihm unter Betriebsbedingungen eine Strömungsgeschwindigkeit von 50 bis 100 cm/sec ergibt, wodurch gasseitig eine hohe Wärmeübergangszahl gewährleistet ist. Die Reaktionsprodukte werden durch Kühlung des Gasgemisches auskondensiert. Bei Ausführung des Verfahrens im Kreislauf genügt es, lediglich die entstehende Essigsäure bei einem von der Gaskonzentration abhängigen Temperaturniveau auszukondensieren, während man den überschüssigen Acetaldehyd im Reaktionsgas beläßt und nach Zumischen von frischem Sauerstoff und Acetaldehyd in den Reaktor zurückführt. Demgegenüber erfordert die Arbeitsweise im einfachen Durchgang zur quantitativen Gewinnung des unumgesetzten Acetaldehyde wesentlich tiefere Kondensationstemperaturen oder die Nachschaltung einer Wäsche.
Es ist ein besonderer Vorteil dieses Verfahrens, daß die bei der Reaktionstemperatur um 120 bis 2500C, vorzugsweise 150. bis 210 C, anfallende Reaktionswärme sich in einem technischen Prozeß vermöge des Druckwassermantels leicht in nutzbaren Dampf umwandeln läßt. Ebenso ist das erfindungsgemäße Gasphasenverfahren dann von besonderem Interesse, wenn der Acetaldehyd, der umgesetzt werden soll, in einem vorgeschalteten Verfahren schon gasförmig anfällt oder wenn die entstandene Essigsäure einem nachfolgenden Reaktionsschritt im gasförmigen Zustande zur Verfügung gestellt werden muß.
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Die Katalysatoren, die für das erfindungsgemäße Verfahren benutzt werden, stellt man her, indem man den inerten Träger wie z.B. Kieselsäure mit einer Lösung von beispielsweise Palladiumacetat und Kaliumacetat in Wasser tränkt und ihn trocknet. Bei dieser Arbeitsweise kann man gleichzeitig Acetate weiterer, vorstehend genannter Aktivatorelemente, soweit die Acetate überhaupt existent sind, zusetzen und gemeinsam mit dem Palladiumacetat auf dem Träger niederschlagen.
Bei einer anderen typischen Arbeitsweise wird eine schwach salzsaure, wäßrige Lösung von PdCIp und AuCl, zum Tränken des inerten Trägers verwendet, worauf man zur Trockene eindampft. Daraufhin werden die auf dem Träger niedergeschlagenen Sdelmetallchloride durch Eintragen des Trägers in eine 5 $ige wäßrige Hydrazinlösung reduziert. Nach sorgfältigem Waschen des Trägers mit Wasser wird unter Zusatz von Kalium- oder Zinkacetatlösung unter ständigem Rühren eingedampft. Man erhält auf diese Weise einen Kontakt, der die aktive Komponente sowie den Aktivator (Kalium- bzw. Zinkacetat ausgenommen) in metallischer Form enthält.
In einer anderen Ausführungsweise erhält man einen Kontakt, wenn man den in vorstehender Weise hergestellten Träger, der bereits metallisches Pd und Au, jedoch noch kein Kaliumacetat enthält, bei 60O0C unter Zutritt von Luft glüht, wodurch das Pd in PdO überführt wird. Nach Tränken des auf diese Weise hergestellten Trägers mit z.B. Kaliumacetat-Lösung ist der Trägerkatalysator einsatzbereit.
Zur Herstellung der Katalysatoren verwendet man die einzelnen Komponenten in einer solchen Menge, daß sich nach Trocknung ein Gehalt an Pd von 0,1 bis 10 Gewichts$, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gewichts^, Pd und bis zu 10 Gewichts^ der Aktivatorsubstanz ergibt.
Das beschriebene Verfahren ist nicht auf ,.die Herstellung von
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Essigsäure durch Oxidation von Acetaldehyd beschränkt. Auch andere aliphatische Aldehyde mit 3 bis 6 C-Atomen wie Propionaldehyd, n-Butyraldehyd, Isobutyraldehyd oder Isovaleraldehyd lassen sich auf diese Weise zu ihren Garbonsäuren oxidieren. Die Ausführung der Reaktion geschieht bei analogen Betriebsbedingungen, mit Ausnahme der Auskondensation der entstandenen Produkte aus dem Reaktionsgasgemisch, die naturgemäß bei einem höheren Temperaturniveau erfolgen kann.
Im einzelnen betrifft die Erfindung nunmehr ein Verfahren zur Herstellung von Garbonsäuren'durch Oxidation aliphatischer Aldehyde mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasgemischen in der Gasphase an Katalysatoren, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man aliphatische Aldehyde mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines Trägerkatalysators oxidiert, der metallisches Palladium und/oder Palladiumoxid und/oder .Palladiumsalze sowie mindestens eine Substanz, bestehend aus Platin, Rhodium, Ruthenium, Iridium, Kupfer, Silber, Gold, Zink, Cadmium, Zinn, Blei, Wismut, Ghrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel oder Tellur in Form der Metalle, Oxide oder Salze und/oder Alkali- oder Erdalkaliverbindungen als Aktivatoren enthält.
Der Trägerkatalysator enthält als Alkali- oder Erdalkaliverbindungen z.B, Carboxylates vorzugsweise Pormiate und Acetate, sowie Hydroxide, Carbonate, Nitrite oder Phosphate.
Zweckmäßig enthält der Trägerkatalysator 0,1 bis 10 Gewichts^, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gewichts^, Palladium in Form des Metalles, dee Oxids und/oder eines Salzes, und 0,01 bis 10 Gewichts^, vorzugsweise 0,1 bis 10 Gewichts^, mindestens eines Aktivators.
AIb Träger kann der Trägerkatalysator z.B. Kieselsäure, Kia-
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selgur, Kieselsäuregel, Diatomeenerde, Aluminiumoxid, Aluminiumsilikat, Aluminiumphosphat, Bentonit, Bimsstein, SiIiziumcarbid, Asbest oder Aktivkohle enthalten.
Die Oxidation führt man zweckmäßig bei Temperaturen zwischen 120 und 25O0C, vorzugsweise 150 und 2100C, und bei Drucken zwischen 1 und 20 ata, vorzugsweise 2 und 10 ata, durch.
Den Aldehyd kann man mit einem Inertgas, vorzugsweise Stickstoff oder Kohlendioxid, oder mit einer unter Betriebsbedingungen inerten, dampfförmigen organischen Verbindung, vorzugsweise einem aliphatischen Kohlenwasserstoff oder der herzustellenden aliphatischen Carbonsäure selbst als Verdünnungs- bzw. .Phlegmatisierungsmittel mischen.
Im allgemeinen setzt man ein Gasgemisch ein, welches 2 bis etwa 90 Vol# dampfförmigen Aldehyd, höchstens 9 Vol# Sauerstoff und gegebenenfalls ein Verdünnungsmittel enthält.
Beispiel 1
1 kg Kieselsäure in Form von Kugeln von 4 mm Durchmesser handelsüblicher Qualität mit der Schüttdichte 0,5 kg/l und einer BET-Ob er fläche von etwa 120 m /g wird unter Rühren mit einer Lösung aus 14 g PdCl3.2H2O, 6,3 g HAuCl4.4H3O und 10 cm5 konzentrierter Salzsäure in 1,5 1 Wasser versetzt. Unter ständigem Rühren dampft man die Flüssigkeit ab und trocknet im Vakuumtrockenschrank bei etwa 600C. Die getrocknete Masse wird in
2 1 5-#ige Hyrazinhydratlösung bei 400C langsam eingetragen, wobei die Metallsalze augenblicklich reduziert werden. Nach einer Einwirkungszeit von I/4 Stunde dekantiert man die Hydrazinhydratlösung ab und wäsoht etwa 5 Stunden lang in fließendem Leitungswasser. Die noch feuchte Maese wird nun mit einer gesättigten Lösung von 100 g Kaliumacetat in Wasser versetzt und wiederum unter Rühren bis zur Trockene eingedampft. Nach dem erneuten Trocknen im Vakuumtrookenschrank bei etwa 600C ist der Trägerkatalysator gebrauchsfähi^,4^^nj|^ä
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hält 0,7 Gewichts^ Pd, 0,3 Gewichts^ Au und 4 Gewichts^ K als Kaliumacetat»
2 Liter dieses Trägerkatalysators werden in einen Reaktor gefüllt, der aus 2 hintereinandergeachalteten Chromnickelstahlrohren (innendurchmesser: 20 mm) von je 3 m Länge besteht. Die Innentemperatur der Reaktionsrohre wird durch Temperaturfühler kontrolliert. Zur Wärmeabfuhr sind die Rohre von Druckwassermänteln umgeben.
Der Reaktor wird bei 17O0G und 6 ata stündlich mit 2660 Nl eines Gasgemisches aus 20 Vol# Acetaldehyd, 7 Vol$ Sauerstoff und 73 Vol# CO2 beschickt/
Durch Kühlung des Reaktionsgases bis auf -700C zur weitgehenden Ausscheidung der Reaktionsprodukte erhält man stündlich 1160 g einer Reaktionsmischung aus 44,3 Gewichts^ Essigsäure entsprechend 5H gf 1 GewichtsjS Wasser und einem Rest aus unumgesetztem Acetaldehyd. In einem Durchgang durch den Reaktor werden 39*2 # des Acetaldehyde und 74 # des Sauerstoffs umgesetzt. Die Ausbeute an Essigsäure beträgt 92 #, bezogen auf umgesetzten Acetaldehyd.
Beispiel 2
1 kg γ-Aluminiumoxid mit einer Schüttdichte von 0,9 kg/l wird unter Rühren mit einer Lösung aus 32 g Palladiumacetat und 100 g K-acetat in T Liter Wasser versetzt und zur Trockene eingedampft. Nach weiterem Trocknen im Vakuumschrank bei etwa 600C ist der Katalysator gebrauchsfähig und enthält 1,5 Gewichts^ Pd und 4 Gewichts^ K, jeweils in Form der Acetate.
2 Liter dieses Trägerkatalysators werden in der im Beispiel
1 beschriebenen Apparatur benutzt. Bei 185°C und 6 ata werden stündlich 1045 g Acetaldehyd und 5200 g Essigsäure als Verdünnungsmittel in dampfförmigem Zustande im Gemisch mit 186
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Nl Sauerstoff über den Kontakt geleitet. Am Ausgang des Reaktors setzt man dem Reaktionsgasgemisch aus Sicherheitsgründen 300 Nl/h Stickstoff zu, um die Sauerstoffkonzentration am Ende der Apparatur auf unter 8 Vol$ zu senken. Durch Kondensa-· tion werden stündlich 6360 g eines Gemisches aus 9»9 Gewichts# Acetaldehyd, 0,6 Wasser und 89,5 $ Essigsäure erhalten; d.h. durch Oxidation des Acetaldehyde sind 500 g/h Essigsäure zusätzlich entstanden.
39,9 # des durchgesetzten Acetaldehyds und 84 $ des Sauerstoffs werden unigesetzt. Bezogen auf den umgesetzten Acetaldehyd beträgt die Essigsäure-Ausbeute 88 f«.
Beispiel 3
Eine Katalysatormasse, die entsprechend dem Beispiel 1 durch Tränken des Trägers mit PdCIp und HAuCl. und nachfolgende Reduktion mit Hydrazinhydrat hergestellt wurde, wird vor der weiteren Imprägnierung mit Kaliumacetat getrocknet und 1 Stunde bei 6000C unter Luftzutritt geglüht. Das Pd wandelt sich dabei in PdO um. Die erkaltete Masse wird danach mit einer Lösung aus 100 g Kaliumacetat in 1,5 1 Wasser versetzt, das unter Rühren abgedampft wird. Nach dem Trocknen im Trokkenschrank bei 6O0C ist der Trägerkatalysator einsatzfähig."
Bei einer Arbeitsweise gemäß Beispiel 2 beträgt die Essigsäure-Ausbeute 85 $, bezogen auf umgesetzten Acetaldehyd.
Beispiel 4
Entsprechend dem Beispiel 1 wird 1 kg des SiOp-Trägers mit einer Lösung aus 15 g Pd (CH5COO)2.2H3O in 1,5 1 Wasser versetzt und unter Rühren eingedampft. In die trockene Masse
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trägt man eine Lösung aus 4 g Kaliumaurat (berechnet als KAuOp) und 70 g KpCO, unter gutem Umrühren ein, dampft zur Trockene und trocknet im Trockenschrank, wonach der Trägerkatalysator gebrauchsfähig ist und 0,7 Gewichts^ Pd, 0,3 Gewichts^ Au und 4 Gewichts^ K in Form der Salze enthält.
Bei einer Arbeitsweise gemäß Beispiel 2 beträgt die Essigsäure-Ausbeute 93 #j bezogen auf umgesetzten Acetaldehyd.
Beispiel 5
Über den Trägerkatalysator entsprechend Beispiel 1 wird stündlich ein Gemisch aus 870 g verdampftem Propionaldehyd, 1750 Nl CO2 und 157 Nl O2 bei 1700C und 6 ata geleitet. Durch Abkühlung des Reaktionsgasgemisches erhält man stündlich g Kondensat mit einem Gehalt von 27,4 Gewichts^ (= 252 g) Propionsäure, 2,8 Gewichts^ Wasser und 69»8 Gewichts^ unumgesetzten Propionaldehyd. Bei einmaligem Durchsatz werden 26,3 # des Propionaldehyds und 80 $ des Sauerstoffs umgesetzt. Die Ausbeute an Propionsäure, bezogen auf den umgesetzten Propionaldehyd, beträgt 86 fo.
Beispiel 6
Über 2 liter eines Katalysators, der gemäß Beispiel 1 hergestellt wurde, jedoch anstatt mit 100 g Kaliumacetat/kg Kontakt mit 168 g Zinkacetat imprägniert ist, wird in dem im Beispiel 1 beschriebenen Reaktor stündlich ein Gasgemisch aus 208 Nl Sauerstoff, 832 Nl Stickstoff und 1560 Nl (= 3060 g) Acetaldehyd bei 1700C und 6 ata geleitet. Durch Abkühlen des Reaktionsgases unter dem Betriebsdruck kondensieren stündlich 3220 g eines Reaktionsproduktes aus, das 78,6 Gewichts^ Acetaldehyd, 20,2 Gewichts^ Essigsäure und 1,2 Gewichts^ Wasser enthält. Stündlich haben sich 650 g Essigsäure gebildet; die Ausbeute an Essigsäure, bezogen auf den umgesetzten Acetaldehyd, beträgt 91 i». Der Umsatz des Acetaldehyde bei einfachem Durchgang liegt bei 17,2 £, der Umsatz des Sauerstoffs bei 87,5 ^*
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Claims (7)

- ίο - Patentansprüche ■
1. Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren durch Oxidation aliphatischer Aldehyde mit Sauerstoff oder aauerstoffhaltigen Gasgemischen in der Gasphase an Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man aliphatische Aldehyde mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines Trägerkatalysatora oxidiert, der metallisches Palladium und/oder Palladiumoxid und/oder Palladiumsalze sowie mindestens eine Substanz, bestehend aus Platin, Rhodium, Ruthenium, Iridium, Kupfer, Silber, Gold, Zink, Cadmium, Zinn, Blei, Wismut, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel oder Tellur in Form der Metalle, Oxide oder Salze, und/oder Alkalioder Erdalkaliverbindungen als Aktivatoren enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkatalysator als Alkali- oder Srdalkal!verbindungen Carboxylate, vorzugsweise Pormiate und Acetate, sowie Hydroxide, Carbonate, Nitrite oder Phosphate enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,=daß der Trägerkatalysator 0,1 bis 10 Gewichts^, vorzugsweise 0,5 bi's 3 Gewichts^, Palladium in Form des Metalles, des Oxids und/oder eines Salzes und 0,01 bis 10, vorzugsweise 0,1 bis 10, Gewichts^ mindestens eines Aktivators enthält.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkatalysator Kieselsäure, Kieselgur, Kieselsäuregel, Diatomeenerde, Aluminiumoxid, Aluminiumsilikat, Aluminiumphosphat, Bentonit, Bimsstein, Siliziumcarbid, Asbest oder Aktivkohle als Träger enthält.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxidation bei Temperaturen zwischen 120 und 25O0C, vorzugsweise 150 und 2100C, und bei Drucken zwischen 1 und 20 ata, vorzugsweise 2 und 10 ata, durchführt.
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6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man den Aldehyd mit einem Inertgas, vorzugsweise Stickstoff oder Kohlendioxid, oder mit einer unter Betriebsbedingungen inerten, dampfförmigen, organischen Verbindung, vorzugsweise einem aliphatischen Kohlenwasserstoff oder der herzustellenden aliphatischen Garbonsäure selbst als Verdünnungs- bzw. Phlegmatisierungsmittel mischt,
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gasgemisch umsetzt, welches 2 bis etwa 90 Vol$ dampfförmigen Aldehyd, höchstens 9 Vol$ Sauerstoff und gegebenenfalls ein Verdünnungsmittel enthält.
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