DE1617716A1 - Verfahren zur Behandlung lebender Haare - Google Patents
Verfahren zur Behandlung lebender HaareInfo
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Description
München, 5, ^pril 1967
M/8659
1817718
Verfahren zur Behandlung lebende;?· Haai'e
Ea ist bekannt, daß lebende Haarβ oft einem Abbauunterworfen
sind, der durch die Wirkung von Atmosphärilien, wie Sori
ne oder Meereswasser, oder durch chem:l3Cte Behandlungen^
die aus kosmetischen Gründen durchgeführt werden, hervorge"
rufen wird, :.-.·_
Im besonderen ist bekannt, daß Entfärbungen mit starken
datiöngmittelrij entfärbende Sarbuttgen Uöti sogar Dauerwellen
für Haare ein&n mehr oder weniger stärken. Abbau hervorrufen»-
woduroh die so behandelten Haare im Tergleleh. zu natürlichen
Haaren fflinderwertigv/erdeno.
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren und neue kosmetische Mittel zur Verbesserung der Haare, um ihnen die gleichen
Eigensehaftea wie natürlichen Haaren in gütern Zustand! zu verleihen»
2ur ¥erbesseruag der Festigkeit uad der Elastizität
der Haare wurde schön vorgesehlagent sie mit Mitteln auf
Bimethylolharnotoff- und Bimethylolthioharnstoffbasis zu behandelnd
Diese ITerfahreii konnten jedoch in der/ Iraacis nicht
angewendet werden, da diase beiden chemischen
nicht bestäßdig sindi waß dazu nelgens a^f©*%
abzugebep^ bespaderan wenn sie in Veirdiünnter Ißmrmg
" Daaraua ergibt Kicb^ äaB..- aelbst meam *3|f se
" ORIGINAL
Lösungen im Zeitpunkt der Verwendung he)gestellt werden,-diese
Mittel auf Dimethylolharnütoff- orler Dimethylothioharnstoffhasis
bei ihrer Verwendung auf die Kopfhaut Konzentrationen an freiem .formaldehyd enthalten, die sich mit
einem normalen kosmetischen Gebrauch ni::ht vcreinöaren.
Die genannten Verbindungen in Pulverform sind schwer in flüssigem Milieu zu lösen, ao daß die Pulver in Suspension bleibenf
wodurch eine gute kourne tische Verwendung ebenfalls gehindert
wird .o
Außerdem ändert die Aufbewahrung von Dißethylolharnstoff und
Bimethylolthioharnstoff in Pulverform die Beschafffenheifc
dieser Verbindungen und die auf diese Weise mehrere Wochen
oder Monate gelagerten Pulver lösen sich viel schwerer in
wässrigen Milieus, als wenn sie frisch hergestellt wurden.
Die Erfindung betrifft kosmetische Mittel zur wirksamen Behandlung der Haare, ohne die oben beschriebenen wichtigen Nachteile
zu zeigen«
Die Erfindung hat ein koametischee Kittel zur Verbesserung
der Haare sum Gegenstand, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß ea in Lösung eine aktive Verbindung aus der Gruppe des
Monom ethyl olharns to-ff es und lionomethyloylttiiofaarns toffee
enthält.
BAD
_ 3 —
Die Mittel gemäß der Erfindung enthalten vorteilhafterweise
0,2 bis. TO Gew.-^, vorzugsweise 2 bia 5 (iew.-#, der aktiven
Verbindung. Sie können in fore von wässrigen oderwässrigalkoholischen
Lösungen oder aber in Form von Emulsionen, Cremes oder Gelee vorliegen. Sie können auch als Aerosol konditionniert
sein. Diese Mittel können auch in der Kosmetik verwendete
Hilfemittel wie zum Beispiel Parfüms T oberflächenaktive
Stoffe, Farbstoffe, Penetrationamittel oder natürliche oder
synthetische Harze oder andere Waaserwellprodukte enthalten*
Dip Mittel gemäß der Erfindung können auch einen sauren Polymerisationskatalysator enthalten, der zürn Beispiel aus einer
Mineralsäure, wie Phosphor*- oder Schwefelsäure, sauren Salzen, wie primären Natrium- oder primärem Kaliumphosphat,
oder organischen Sauren, wie Essigsäure, Zitronensäure,
Milchsäure oder Ameisensäure, besteht. Der verwendete saure Katalysator soll das Mittel gemäß der Erfindung auf einen
pH-Wert von ungefähr"1,5 bis 5 bringen können.
Die Mittel gemäß der Erfindung besitzen zahlreiche Vorteile
gegenüber den oben genannten Mitteln auf Dimethylolharnstoff-
und Dimethylolthioharnstoffbasis.
Die monomethylolierten Verbindungen geben ungefähr 2 bis 3 mal weniger Formaldehyd frei als die früher vorgeschlagenen
dij/Ethylolierten Verbindungen. Außerdem beaiteen die monomethylolierten
Verbindungen eine !löslichkeit in Wasser, die
1J|||7/1520: BADORlGiNAL
ungefähr 4 bis 5 mal größer ist als die der dimethylolierten
Verbindungenο
Schließlich sind die Löaegesehwxndigiceiten öer . monometaylolierten
Verbindungen in Pulverform ungefähr 10 mal größer als die
Lesegeschwindigkeit der dimhylolierten Verbindungen^
Diese Gründe ergeben^ daß die praktische Anwendung der Verbindungen gemäß der ^findung auf dem Gebiet der Kosmetik
auf.
möglich ist, während die Mittel^öer Grundlage von Dimethylol=· harnstoff- und Dimethylolthioharnstaff nicht verwendet werden können„
möglich ist, während die Mittel^öer Grundlage von Dimethylol=· harnstoff- und Dimethylolthioharnstaff nicht verwendet werden können„
Die gemäß der Erfindung verwendeten Verbindungen können in
Form ihrer Pulver aufbewahrt werden und ihr Lösen zur Herstellung der Lösungen zum Zeitpunkt der Anwendung ergibt
keinerlei Schwierigkeiten..
Außerdem wird die Stabilität der wässrigen Lösungen ausreichend verbessert in Bezug auf die der dimethylolierten Verbindungen, so daß selbst am Ende der Anwendung auf die Haare
die Mittel nur einen geringen, voüllkomraen annehmbaren Ge=*·
halt an freiem Formaldehyd besitzen«
Ohne daß die Anmelderin sich auf eine wissenschaftliche Erklärung
stützen kannγ wurde bemerkt; daß die mit den Mitteln
gemäß der Erfindung erhaltenen Ergebnisse vom rein kosmetisehen
Standpunkt viel besser sind als die Ergebnisse, die
1090377 15 20
man mit den von dimethylolierten TerMadungen ausgehenden
Mitteln erhält9 wenn man einmal die praktische Unmöglichkeit der Verwendung .von.- Mitteln auf der Basis von dime thy lolierten
Verbindungen außer acht lässto
Die gemäß der Erfindu&g behände},ten Haare lassen sich besser
auskämmen, sehen besser aus und lassen sieh angenehmer berühren» fortgesetzte Behandlungen gemäß,der Erfindung führen
nicht zu einem zu starken Verhärten der Keratinfasem-
Wenn die Behandlungen gemäß der Erfindung zusammen mit Färbungen oder erneuten Färbungen durchgeführt werden» so erzielt man elften, gleichmäßigeren Farbtono Alle Haare nehmen
die gleiche Farbe an» während geschwächte Haare dazu neigen»
sich wegen des unterschiedliehen Abbaus? der an einigen Stellen mehr oder weniger stark auftritt, verschieden zu färben»
Die Erfindung betrifft auch ein Verfaiiren zur wirksamen Verbesserung von lebenden Haaren, das dadarcn gekennzeichnet
ist* daß man auf die Haare das oberi defini&rte Mittel aufträgt» die Haare anschlie$end20 bis 40 Minuten lang einer
Wärmequelle von 35 bis 50% auasetztu
Die WsLraezufuhr kann vorteilhafterweise während de$ öirock«
ntns der Haare erfoigen0 .
BAD ORIGINAL
In einer ersten Ausfuhrungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung verwendet man ein Mittel, das den sauren Katalysator
enthält, der zur Polymerisation mit der polykondensierbaren
Verbindung der methylolierten· Kittel erforderlich ist.
In einer anderen Ausführungsform des Verfahrens trägt man das Mittel gemäß der Erfindung und den sauren Katalysator
getrennt auf die Haare auf, wobei der saure Katalysator entweder vor oder nach dem eigentlichen Mittel aufgetragen
werden kann.
Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung können geschwächte
Haare wirksam verbessert werden,, Diese' Verbesserung ist
so wirksam, daß gemäß der Erfindung eine starke Entfärbung mit nachfolgender Behandlung gemäß der Erfindung und eine
anschließende sofortige Dauerwelle ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden können, ohne das Haar ausruhen lassen
zu müssen.
Be ist bekannt, daß man mit normalen Haaren nicht ohne großen
Schaden eine Entfärbung und sogleich danach eine Dauerwelle durchführen kann, so daß die Friseure im allgemeinen eine
Zeit von einer Woche verstreichen lassen, bevor sie diese
beiden Vorgänge bei der gleichen Kundin vornehmen können»
hintereinander durchgeführt werden können, ohne daß die Haare, die
109837/1520
die erste Dauerwelle erfahren haben, eich anders frisieren
lassen als die nachgewachsenen Haare, die die erste tamerwelle
nicht erfahren haben»
Auf diese Weise vermeidet man bei der Durchführung von
Dauerwellen unerwünschte Anhäufungswirkungen„
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
0983771520
■ÖBISPIBL 1
Man führt in üblicher Weise eine sehr starke Entfärbung der
Haare duroh und tragt wahrend 50 airuiien bei oiner 'iasaporatur
von 450C folgende Lösung auf ;
- irionomethylolharnstoff 5.5 ζ
- eetylpyridinbromid 0,1 g
- 20 /£ig.e Iü33igeäurs 10 al
- mit ν» as aer auffüllen bie 100 eil
Der pH-tfort dieser Löaimg be'Ji'^gt migciUhx 3, #
Man führt auf übliche Weise eine er-veuvS Färbung dlsr Haare
durch unci trooknet aie auf bei Weasc^wellen tiblioheia ifs^e,
Man stellt eine gute Aufnahme der Farbet eine guts i-Jorvosität
und einen erhöhten Glanz fest. Ein solches Ergebnis riät-t© man
mit entfiirbten Haaren, die vor der ueufürbung nicht gesäß der
Erfindung behandelt worden wären, nicht eraieIt»
BEISPI3ÜI Π
Unter den gleichen Bedingungen wie in .Beispiel 1 trägt man
auf entfärbte Haare folgende Lösung auf :
- Monomethylo!thioharnstoff 1,5 g
- 10 ?bige Phosphorsäure 5 ml
• iJoppljBtrpolyTinjlpyrrolidon/
Vinylaoetat 0,5g
- mit Wasser auffüllen bis 100 ml
Der pH-Wert dieser Lösung ist ungefähr 1,6.
109837/1520 bad original
Man führt anschließend eine übliche Waoeerwelle mit Srooknen
untex sines': Haube bei 45 bis 5O0C duroh und man stellt fest3
daß die behandelten Haare ethen angenehiain örifi» eine gute
lierirbsität besitsien und sioh gut auskämmen lassen»
fc I III I |l ■ Γ| 1 ii Ίι |
Mit vorher entfärbten Haaren wird ein Jcationisches saures
Shampooing durchgeführt., gespült und äbgetsOOlcnet, Anschliea
aead wird mit folgend©^ Lösung gesättigt s
- Henomethylolhasnetof£ 3g
- Verbindung der Formel s
1 : X2%
OH« -GON- (GR9),, - W 0,2 g
CH■- öOOita
(1 βOoprah)
mit V/aas©s auffüllen Ms " 100 al
Hfisr# w®rdfen nun-35 !«linutea lang bei 45 C ^
sai %©1 ä©a ieusfetsa Hassen_ eiae-.ausges@4eha®t§ Qu
"liaeh äfi11 -tibll
fall« 4@sf Haaif© wa€ Cllass
Folgende Lösung 'wird auf Haare, dia zuvor eino Dauerwellung
erfahren haben, aufgetragen $
- Honomethylolthioharnstoff 4g
- 10 filße Phosphorsäure 4 ml
- SxtrD.O/ Viol·* Hr* Z -(Ö.I, 60.730) 0,005 g
- Äthylalkohol 25 ml
- mit Wasser auffüllen bis 100 ml Der pH-Wert dieser Lösung beträgt ungefähr 1,8 c
Die Haare werden unter üblichen Y/aoserwellbedingungen getrocknet
und ausgezeichnet θ Ergebnisse in Beaug auf ifervoaität und
Qlanz erhalten»
BEISPUäL V
Hash dsm Waschen und Abtrocknen der Haare trägt man "20 ml" einer
LöEiang ¥on Monomefchylolharnstoff 2u 3 % auf. Man läßt 15 Minuten bat Bäumtempexatur einwirken» um die polykondensisrbaren
Verbindungen ine Xrmexf &©a Haares eindringsn su laas©n5 uni
i'rägt 10 ml ©inar IMunng i?on Phasphorsäyre, die auf &i,n-sn pH«»
wmi 2 τ sr dünnt iat, auf ο
Haars aui ifasssrwallwiekai gerollt und
la abliefen Weil© g®t?@©ka&t. Hau stellt ein bti^rfes-aswei-tsa
Haar© isst,, di© als© gute il®f¥©ai1»äi bö3ifegt?i wad
die ^aa
Halt
t»
BAD ORfGiNAL
1931137/1520 ,
Auf vorher gewaschene und abgetrocknete Haare trägt man eine
Lotion folgender Zusammensetzung auf;
~ Monomethylolharnstoff 6g
- Monomethylolthioharnstöff / 3g
- Trimethylcetylammoniumbromid 0,1g
- Wasser 90 ml
Die Haare werden anschließend auf WasEerwellwiekel gerollt und
mit einer Lösung von 20 Seiger Milchsäure imprägniert. Man-läßt
unter einer Haube trocknen und erhält eine Wässerwelle mit einer
guten Kervosität und großer Zeitbestandigkeit* Die Haare zeigen
ein bemerkenswertes Erhärten.
Auf entfärbte vorher ,gewaschene Haare wird folgende Lösung aufgetragen
:
- Honomethylolharnstoff TOg
- Phosphorsäure, bis zu einem pH-Wert von 2,5
- mit Wasser auffüllen bis 100 ml
Die Haare werden ungefähr 10 Minuten unter einer Haube getrocknet)
nochmals befeuchtet und es wird in Üblicher Weise eine Dauerwelle
durchgeführt. Die Haare und die Haarspitzen sind in ausgezeichnetem
Zustand und die' Dauerkräuselung wird entscheidend verbessert.
1 0 9 8 37 / 1 5 2 0 BAD
Claims (1)
- Patentansprüche sKosmetisches Mittel »ur Verbesserung der Haare, dadurch: gekennzeichnet, daß es in lösung in kosmetisch gebräuc/i- «telichem Milieu mindestens; eine aktive Verbindung aus der Gruppe von Monomethylolhamstoff und Monomethylolthioharnstoff enthält.2ο Mittel nacti Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß es 0,2 bis TO Gewo-^, vorzugsweise 2 bis 5 &ev{a~fat der aktiven Verbindung enthält.3. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es in wässriger oder wässrigalkoholischer Lösung vorliegt.4. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es in JTorm von Emulsionen, Cremes, Gelees oder Aerosole konditioniert ist«,5e Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein kosmetisches Hilfemittel au8 der Gruppe der Parfüms, oberflächenaktiven Stoffe, farbstoffe, Pen&rätionsmittel, natürlichen oder synthetischen Harze enthält.0 98^4^*5 2~\ 1617718Mittel nach Anspruch4, dadureh gekennzeichnet, daß es als WasserweXl-IiOtioij konietetiojaigrt ist.Mittel nach ©inens der Trorfcergelienaen Anspruchs,-durch gefeennseiehn^t*/ daß es ©indepteös einen teuren PolymarieationskataXysatoi1 ßiithältf des? es auf pJMSTert von 1,5 bis 5Mittel nach Anspruch 7, dad«reh gekejanseiohnet, dsi der saure Katalysator? aai3 der Gyuppe 4er Scnwefel^säure, primäres Natrium- oder liumphosphatj, Epeigsäure, Zitronensäure, und Äraeisensiureρ Verfahren zur Verb es 9 erung ypn Xeb enden Haaren» 4adurch gekennzeichnet j daß laan mindestens ein Mittel nach ein^m der vorhergehenden AAspfUche aUöf die aufträgt und die Haare anschließend ; einer fuhr während 80 bis 40 Minute» bei* einer von 35 bis 500O10p Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennaeiclinet, daß wan ein Mittel nach mindesteiig einejn der Ansprüche 7 und'8 auf die Hasr©11« Verfahren nach Anspruch 8 p dad»eh -. ." daß man'·ein Bitte! nach «iaöesttiis^iiieEa. der1 bis 5 und deji sauren Katalysator :,'etronnt auf die Haar© aufträgt, wobei der saure K*»*»Rlyeator entisedep vor oder nach dem eigentlichen Mittel aufzutragen werden kann.BAD ORIGINAL109937/1520
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1792094A1 (de) * | 1967-07-27 | 1971-12-16 | Oreal | Verfahren zur Behandlung von Haaren und Mittel zur Durchfuehrung desselben |
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