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DE1617013B - Kontinuierliches Verfahren zur Ge winnung von Lebertran unter gleichzeitiger Erreichung einer fettarmen, unverdünnten Graxe - Google Patents

Kontinuierliches Verfahren zur Ge winnung von Lebertran unter gleichzeitiger Erreichung einer fettarmen, unverdünnten Graxe

Info

Publication number
DE1617013B
DE1617013B DE1617013B DE 1617013 B DE1617013 B DE 1617013B DE 1617013 B DE1617013 B DE 1617013B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
oil
liver
graxe
fat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dag Vinderen Sekkenes Johan Overgaard Tor Oslo Moystad
Original Assignee
Peter Moller A S , Oslo

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Description

Bs wird ferner angenommen, daß dje Kontraktion der Oraxepartikeln öltropfen, die in diese eingeschlossen sind, nach außen in die ölphase zwingt. Die Etabliervng des genannten pH-Intervalls hat einen entscheidenden Einfluß auf die kontinuierliche Separierbarkeit der Suspension, Dies geht außerdem daraus hervor, daß bei Zugabe von Säuremengen, die den pH- \Vert unter 5,0 herabsetzen, der Separator in kurzer Zeit verstopft wird, weil die Graxenphase nicht mehr so glatte »Konsistenz« hat und daß dieselbe durch die Spaltöffnung im Tellersatz in der Separatcrkugel herausgleitet. Zahlreiche Versuche mit Zusätzen von Eisessig von 0,2"/O und mehr, welche einen pH-Wert von unterhalb 5,0 ergeben, bestätigen diese Annahme.
Das Verfahren wird in dem schematischen Diagramm dargestellt.
Zu dem Diagramm bezeichnet 1 eine Mahlvorrichtung bei der der Rohstoff — rohe, unbehandelte Fischleber — einer ersten groben Aufteilung unterworfen wird. Die Mahlvorrichtung kann von konventioneller Art, d. h. mit Messern oder anderen M'Ueln, z. B. Trommeln, ausgestattet sein, die die Leber zu genügender Feinheit aufteilen. Um eine Emulsionsbildung in der sauren Behandlungsstufe zu vermeiden, kann während dieser Aufteilung, insbesondere wenn mit Leberqualitäten unterhalb etwa 70° 0 Fettgehalt gearbeitet wird, nicht raffinierter Tran der Separierungsstufe 3 zugeführt werden. Die Menge Retuitran die zugeführt wird, hängt von der zu behandelnden Leberart ab und kann innerhalb weiter Grenzen variieren.
Von der Mahlvorrichtung wird — gegebenenfalls nach Siebung — diese Masse zu einer Homogenisierungsvorrichtung 2 geführt. Zu dieser Homogenisierungsvorrichtung oder unmittelbar vor dieser können, wie mit dem Pfeil 6 angedeutet, saure Reagenzen, z. B. Eisessig, Pufferlösungen, zugeführt werden, so daß der Zusatz .nit der Graxe-Öl-Dispersion innig gemischt wird. Die Homogenisierungsbehandlung dient auch dem Zweck, daß die Zellenstruktur der Leber völlig abgebaut wird, so daß die Fettpartikeln bloßgelegt werden. Dadurch, daß Returtran bei oder vor der Mahlstufe zugeführt wird, findet keine Emulsionsbildung stau, selbst wenn fettarme Leber verarbeitet und die nachfolgende Separierung ermöglicht wird.
Tn der Separierungsvorrichtung 3 wird das Tranöl von der Graxenphase und dem Wasser getrennt. Die Trennung wird, wie genannt, kontinuierlich in einer Zentrifuge mit hoher Drehzahl ausgeführt, wobei PrP-fein und Wasser als Graxe in dem Sehwerphasennuslauf und eine angenähert klare Tranphase durch >len Leichtphasenauslauf — mit 6 bezeichnet —herausgenommen wird.
Von der Separiervorrichtung 3 zweigt die Leitung 4 ab, durch welche eine gewisse Menge Returtran zu cjer Mahlvorrichtung zurückgeführt wird, um ein hinreichend hohes Fettmilieu in dieser Stufe zu etablieren. Sämtliche Behandlungsstufen 1 bis 3 werden ohne Zufuhr von Wärme durchgeführt, und es wird dafür gesorgt, daß die Temperatur an keiner Stelle über die Koagulierungstemperatur des Proteins steigt.
Die nachfolgenden Beispiele werden die Erfindung näher erläutern,
Beispiel 1
Leber mit einem Fettgehalt von etwa 65 0Za wird kontinuierlich unter Zusatz von etwa 50% Tran (vom Separator) und 0,1° 0 Eisessig gemahlen. Die gemahlene Lebermasse wird der Homogenisierungsvorrichtung zugeführt, welche eine homogene Dispersion von Tran/Graxe direkt an den Separator liefert.
Der Separator arbeitet kontinuierlich mit einer Kapazität von etwa 3000 1 Homogendispersion pro Stunde und liefert eine angenähert klare Tranphase mit etwa 0,1% Sedimentgehalt, der irr. wesentlichen aus Wasser besteht, und eine Graxenphase mit etwa 50O Fettgehalt.
Beispiel 2
Leber mit einem Fettgehalt von etwa 65% wird kontinuierlich unter Zusatz von etwa 10% Tran (vom Separator) und 0,2% einer Puffermischung, weiche aus Eisessig-Natriumacetat-Wasser in einem Mischverhältnis besteht, welches ein pH 4.5 iii der Pufferlösung liefert und pH 5,3 in der Lebersuspension gibt, gemahlen. Die gemahlene Lebermasse wird der Homogenisierungsvorrichtung zugeführt, welche eine homogene Dispersion von Tran/Graxe direkt an den Separator liefert. Der Separator arbeitet kontinuierlich mit einer Kapazität von etwa 3000 1 Homogendispersion pro Stunde und liefert eine angenähert klare Tranphase mit einem Sedimentgehalt von etwa 0.1%. der im wesentlichen aus Wasser besteht, und einer Graxenphase mit einem Fettgehalt von etwa 4%.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

  1. ι 2
    arbeitfordernder und schwieriger Prozeß, Der Leher-
    Patentanspriiehe; trän, der durch Auspressen gewonnen wird, hat
    - . außerdem eine geringere Qualität als der Tran, der
    « l; Kontinuierliches Verfahren ^ur Gewinnung bei dem Dampfprozeß gewonnen wird, _
    von Lebertran unter gleichzeitiger Erreichung 5 Man hat auch versucht, die Leber einer mechanieiner fettarmen, unverdünntem Graxe, bei wel- sehen Feinverteilung zu unterwerfen, ohne oder mit ehern die Leber einer mechanischen Behandlung einer vorhergehenden Erwärmung, Die erreichte Ölbei Temperaturen unterhalb der Koagulierungs- graxemischung wurde dann einer Separierung Untertemperatur für das in der Leber enthaltene Pro- worfen, z. B, in einer Zentrifuge, um das Öl von den tein zur Erreichung einer ölhaltigen Dispersion io Leberresten zu trennen. Dieses Verfahren hat jedoch unterworfen wird, das Öl dann durch Zentrifu- keine industrielle Anwendung gefunden,
    gierung getrennt wird, wobei durch Zusatz von Ein Nachteil bei diesem Verfahren ist, daß die
    Säuren, vorzugsweise organischen Säuren oder Graxe schwierig vom Öl zu trennen ist, da auf Grund sauren Salzen oder Pufferlösungen ein saures des kleinen Unterschiedes im spezifischen Gewicht Milieu etabliert ist, dadu rch gekennzeich- 15 zwischen Teilen der Graxenphase und Ölphase eine net, daß das pH-Intervall auf 5 bis 6,5 justiert unklare Tranphase entsteht, d.h., die Tranphase ist wird. mit fettreichen Zellenpartikeln verunreinigt, die selbst
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- nach langem Aufenthalt in aer Zentrifuge nicht au>kennzeichnet, uaß das pH-Gebiet durch Verwen- scheiden.Der Prozeß wird auch dadurch aufgehalten, dung organischer Säuren, wie Essigsäure, Wein- 20 daß die Zentrifuge verstopft. Die Zentrifugenkapazisäure. Milchsäure, Zitronensäure und anorgani- tat wird dadurch zu gering.
    scher Säuren wie Salzsäure und Phosphorsäure, Zweck der Erfindung ist, diese Nachteile zu besei-
    etabliert wird. tigen, und die Erfindung bezieht sich auf ein konti-
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- nuierliches Verfahren zur Gewinnung einer klären kennzeichnet, daß das pH-Gebiet unter Anwen- 25 Tranphase und einer fettaimen Graxe, ohne daß Mitdung von Puffern, z. B. sauren Sulfaten oder sau- tel eingesetzt werden, die die Graxe verdünnen und ren Phosphaten, z. B. aus Erdalkalien oder Puf- ohne daß deren Protein koaguliert. Diess wird dafermischungen, z. B. Essigsäuren und Natrium- durch erreicht, daß die Separierung der graxehaltigen acetat, etabliert -.vjrd. Öldispersion innerhalb des pH-Intervalls durchgeführt
    30 wird, der ungefähr von dem isoelektrischen Punkt des Fischproteins nach unten und von der natür-
    liehen Acidität nach oben begrenzt wird. Nach unten
    wird somit dieses pH- Intervall vom pH-Wert 5.0 begrenzt, der der Wert ist. bei dem die beginnende Ko-
    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver- 35 agulation des Proteins eintritt. Nach oben wird das fahren zur Gewinnung von Lebertran aus Fischleber pH-Intervall vom pH-Wert etwa 6,5 abgegrenzt, unter gleichzeitiger Erreichung einer fettarmen, un- welcher Wert die Acidität für die Wasserphase der verdünnten Graxe. Leberdispersion darstellt.
    Die Graxe ist ein Nebenprodukt, das bei der Leber- Dieses pH-Intervall kann durch Zusatz saurer Retranherstellung ausfällt und hauptsächlich aus den 40 agenzien. wie Säuren, vorzugsweise organischen Säu-ProteinstorTen des Ausgangsmaterials besteht, jedoch ren oder sauren Salzen etabliert und aufrechterhalten auch wesentliche Mengen Öl enthält, welches sich werden. Als Beispiele organischer Säuren können schwer gewinnen läßt. Im großen und ganzen bildet Essigsäure (Eisessig). Milchsäure. Weinsäure oder die Graxe ein Nebenprodukt, welches weggeworfen Zitronensäure genannt werden. Unter anorganischen wird, jedoch in kleinerem Maße als Tierfutter Ver- 45 Säuren kommen vorzugsweise Salzsäure und Phoswendung findet. Soll jedoch die Graxe als Tierfutter phorsäure in Frage. Unter sauren Salzen werden die verwendet werden, ist es wichtig, daß der Fettgehalt sauren Phosphate und Sulfate vorzugsweise mit Erdniedrig ist. da hoher Fettgehalt eine schädliche Ein- alkalien, z. B. Calcium oder Magnesium genannt. Fin wirkung z. B. auf den Pelz bei Pelztieren haben kann. stabi.er pH-Wert innerhalb des Gebietes 5 bis 6.5 Der Lebertran wird bekanntlich durch Behandlung 50 kann auch mit Pufferlösungen, z. B. Essigsäure-Navon Fischleber mit Dampf m-t einer nachfolgenden triumacetat etabliert werden.
    Ausscheidung der ölphase von dei wasserhaltigen Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die
    Proteinphase hergestellt. Das Verfahren wird mit Separierung graxehaliiger Leberdispersion wesentlich oder ohne Rückgewinnung des in der Proteinphase erleichtert, d.h.. kürzere Separierungs/oiten sind erzurückbleibendcn Trans durchgeführt. Diese Rück- 55 forderlich und größere Separierkapazität wird ergewinnung geschieht bekanntlich mittels einer Zentri- reicht. Vorzugsweise wird eine Zentrifuge mit «her fugierung oder durch Behandlung der Graxe mil einer Tourenzahl, z. B. 4000 Umdr./Min. angewand. woalkalischen Lösung. In beiden Fällen führt diese öl- bei eine hohe Tranausbeüte und fettarme Graxe errückgewintutiig dazu, daß die Graxe mit großen Men- reicht wird. Das Verfahren gemäß der Erfindung ergen Wasser verdünnt und deshalb nicht nutzbar ge- 60 möglicht somit, daß eine Graxe mit einem Fettgehalt macht werden kann. bis zu etwa 2 0Z0 ausschließlich durch Zentrifugierung
    Man hat sich schon immer die Aufgabe gestellt, erreichbar ist.
    all den Tran, der sich in der Leber befindet, zu ge- Es wird angenommen, daß dies darauf beruht, daß
    winnen und ferner die Graxe in einer nutzbaren Form die fett- und protcinhaltigen Graxepartikelchen sich zu erreichen. Die einzige Art, auf die dieses früher 63 in dem sauren Milieu zusammenziehen, mit der Folge, praktisch durchgeführt wurde, war. Lebermehl, nach- daß der Unterschied in dem scheinbaren spezifischen dem die Graxe Gegenstand einer vorausgehenden Gewicht zwischen öl- und Graxephase größer wird, Auspressung war, herzustellen. Dies ist aber ein mit einer daraus folgenden leichteren Seuarierbarkeif.

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