DE1611860B - Vorrichtung zum Ausstanzen von Behälterdeckeln aus einem Folienband und zum Auflegen derselben auf Behälter - Google Patents
Vorrichtung zum Ausstanzen von Behälterdeckeln aus einem Folienband und zum Auflegen derselben auf BehälterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausstanzen von Behälterdeckeln aus einem
Folienband und zum Auflegen derselben auf Behälter mit einem Stanzstempel mit einer Saugöffnung zum
vorübergehenden Festhalten eines ausgestanzten Deckels an der Stirnseite des Stanzstempels und mit
einem im Stanzstempel längsgefü'hrten und aus dessen Stirnseite vorschiebbaren Ablegestempel.
Bei einer beispielsweise durch die französische Patentschrift 1 497 441 bekanntgewordenen Vorrichtung
dieser Art wird der ausgestanzte Deckel vom Stanzstempel, an dessen- Stirnseite, der Deckel durch
Unterdruck festgehalten wird, bis nahe gegen den Rand des zu verschließenden Behälters durch einen
verlängerten Stanzhub geführt. Nach Abschalten des Unterdruckes drücken im Stanzstempel gelagerte,
federbelastete Bolzen den Deckel von der Stirnseite des Stanzstempels weg auf den Behälterrand. Es hat
sich gezeigt, daß diese Vorrichtung die Deckel nicht genügend genau auf die Behälter zu legen vermag.
Verschoben am Behälterrand befestigte Deckel geben aber den Packungen ein unschönes Aussehen, insbesondere,
wenn der Deckel einen vollflächigen Aufdruck hat. Bei größerer Verschiebung des Deckels
wird die Packung nicht dicht verschlossen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der obengenannten Art zu schaffen, die die ausgestanzten
Deckel genau ausgerichtet auf die zugeführten Behälter ablegt. Die Vorrichtung soll einfach
aufgebaut sein und einfach angetrieben und gesteuert werden können.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das aus dem Stanzstempel vorschiebbare
Ende des Ablegestempels auf seiner Stirnseite eine Ansaugöffnung hat,- und daß die Ablegebewegung des
Ablegestempels in Abhängigkeit vom Stanzhub des Stanzstempels derart gesteuert wird, daß der Ablegestempel
nach dem Ausschneiden eines Deckels unter gleichzeitigem Festhalten dieses Deckels von der
Stirnseite des Stanzstempels weg gegen einen zugeführten Behälter bewegt wird.
Dadurch, daß sich der Ablegestempel von der Stirnseite des Stanzstempels wegbewegt, wird außerdem
vermieden, daß die Schnittkante des Stanzstempels mit Füllgut in Berührung kommen kann.
Eine Korrosion der Schnittkante des Stanzstempels wird dadurch verhindert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigen
F i g. 1 und 2 eine Stanz- und Ablegevorrichtung im Querschnitt in der Ruhe- und Ablegestellung.
Etwa 5 bis 10 mm oberhalb einer Fördervorrichtung 1, die nacheinander Verpackungsbehälter 2 mit
einem flanschartigen Öffnungsrand 3 zuführt, ist ortsfest eine Platte 4 mit einem Schnittring 5 und Führungssäulen
6 angeordnet. Verschiebbar auf den Führungssäulen 6 ist eine Kopfplatte 7 geführt, die über
ein Kupplungsstück 8 mit einer nicht dargestellten Presse verbunden ist. Oberhalb der Öffnung des
Schnittringes 5 ist an der Unterseite der Kopfplatte 7 ein Stanzstempel 9 befestigt. Ein federbelasteter, mit
Bolzen 10 in der Kopfplatte 7 verschiebbar gelagerter Niederhalter 11 umgibt den unteren Teil des Stanzstempels
9.
Der Stanzstempel 9 hat einen zylindrischen Hohlraum 12, der durch eine Querbohrung 13 in der Kopfplatte
7 und durch eine Leitung 14 ständig mit einem Unterdruckerzeuger verbunden ist. Ferner hat der
Stanzstempel 9 in seiner Stirnseite eine Axialbohrung 15, deren Durchmesser kleiner ist als die Weite des
Hohlraums 12. In der Axialbohrung 15 des Stanzstempeis 9 und in einer gleichachsig zu dieser verlaufenden
Bohrung 16 des Kupplungsstücks 8 ist ein Ablegestempel 17 mit seinem Schaft 18 verschiebbar
geführt, dessen oberes Ende in eine Aussparung 19 im Kupplungsstück 8 ragt. Der aus der Axialbohrung
15 nach unten herausragende Teil des Ablegestempels 17 ist zu einem balligen Flansch 20 verbreitert,
dessen scharf auslaufender Umfangsrarid bis nahe an die Schnittkante 21 des Stanzstempels 9
reicht. Eine sich am Boden des Hohlraums 12 abstützende, schwache Feder 22 drückt gegen eine auf den
Schaft 18 des Ablegestempels 17 aufgeschraubte Mutter 23, so daß der Bund 20 gegen die Stirnseite
des Stanzstempels 9 gezogen wird.
In der Aussparung 19 des Kupplungsstückes 8 liegt auf dem Schaft 18 das eine Ende eines zweiarmigen
Hebels 24 auf, der in einem Lagerbock 25 schwenkbar gelagert ist und dessen anderes, durchbrochenes
Ende einen in der ortsfesten Platte 4 eingeschraubten, senkrecht nach oben gerichteten Stift 26 umgreift..
Auf dem Stift 26 ist ein Ring 27 verstellbar befestigt, auf dem eine zylindrische auf den Stift 26 aufgesteckte
Druckfeder 28 aufliegt, deren oberes Ende in Ruhestellung der Vorrichtung einen bestimmten Abstand
von dem Hebel 24 hat. Diese Druckfeder 28 ist härter als die auf den Ablegestempel 17. wirkende Feder 22.
Der Ablegestempel 17 hat eine axiale Sackbohrung 30 mit einer Ansaugöffnung 31 auf seiner Unterseite,
ferner zwei in die Sackbohrung 30 mündende Querbohrungen 32 und 33, von denen die untere Bohrung
32 vom Flansch so weit entfernt ist, daß sie in voll ausgefahrener Stellung des Abiegestempels 17
freigegeben ist. Die obere Bohrung 33 ist ständig mit dem Hohlraum 12 verbunden.
Die Stanz- und Ablegevorrichtung wirkt folgendermaßen: Bei einem auf die Kopfplatte 7 eingeleiteten
Abwärtshub trifft zunächst der Niederhalter 11 auf die auf der Platte 4 zugeführte Folie 35, beispielsweise
Aluminiumfolie, und sichert deren Lage. So- ,· dann wird der Teil der Folie 35 innerhalb des V
Niederhalters 11 von dem balligen Bund 20 des Ablegestempels 17 nach unten gewölbt, um die Einrollneigung
des ausgestanzten Deckels 36 aufzuheben. Beim Auftreffen des Ablegestempels 17 auf der Folie
35 wird diese durch den im Hohlraum 12 und in der Sackbohrung 30 herrschenden Unterdruck an der
Ansaugöffnung 31 gegen den Bund 20 gezogen, so daß nach dem anschließenden Ausschneiden des
Deckels 36 aus der Folie 35 der Deckel 36 am Bund 20 des Ablegestempels 17 festgehalten wird. Kurz
nachdem der Schnitt erfolgt ist, trifft beim auslaufenden Uberhub das den Stift 26 umgreifende Ende des
Hebels 24 auf die als Anschlag dienende Druckfeder 28, so daß der Hebel 24 entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt wird. Während der Stanzstempel 9 sich noch nach unten bewegt, wird der Ablegestempel 17
mit dem ausgestanzten Deckel 36 relativ zu diesem nach unten verschoben, bis der ausgestanzte Deckel
36 auf dem Öffnungsrand 3 des herangebrachten Behälters 1 federnd aufgelegt wird. Auf dem letzten Teil
des Relativweges des Ablegestempels 17 gegenüber dem Stanzstempel 9 taucht die untere Querbohrung
32 aus dem Stanzstempel 9 aus, so daß die durch die Querbohrung 32 in die Sackbohrung 30 einströmende
Luft die Saugwirkung an der Ansaugöffnung 31 auf-' hebt. Der zielgerecht überführte Deckel 36 wird freigegeben.
Nach Erreichen dieser unteren Totpunktlage kehren der Ablegestempel 17 und der Stanzstempel 9
wieder in ihre Ausgangsstellung zurück.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Ausstanzen von Behälterdeckeln aus einem Folienband und zum Auflegen
derselben auf Behälter mit einem Stanzstempel mit einer Saugöffnung zum vorübergehenden Festhalten
eines ausgestanzten Deckels an der Stirnseite des Stanzstempels und mit einem im Stanzstempel
längsgeführten und aus dessen Stirnseite vorschiebbaren Ablegestempel, dadurch gekennzeichnet,
daß das aus dem Stanzstempel (9) vorschiebbare Ende des Ablegestempels (17) auf seiner Stirnseite eine Ansaugöffnung (31)
hat, und daß die Ablegebewegung des Ablegestempeis (17) in Abhängigkeit vom Stanzhub des
Stanzstempels (9) derart gesteuert wird, daß der Ablegestempel (17) nach dem Ausschneiden eines
Deckels (36) unter gleichzeitigem Festhalten dieses Deckels von der Stirnseite des Stanzstempels
(9) weg gegen einen zugeführten Behälter (2) bewegt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablegestempel (17) einen
Flansch (20) hat, der sich unter der Kraft einer Feder (22) gegen die Stirnseite des Stanzstempels
(9) legt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Ablegestempel
(17) das eine Ende eines zweiarmigen Hebels (24) wirkt, der schwenkbar an einer Kopfplatte
(7) des Stanzstempels (9) gelagert ist und dessen anreres Ende beim Abwärtshub des Stanzstempels
gegen einen ortsfesten Anschlag (28) zur Anlage kommt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag eine Feder
(28) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (20) auf der der
Stirnseite des Stanzstempels (9) gegenüberliegenden Seite ballig ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansaugöffnung (31) im Ablegestempel (17) mit einer Belüftungsöffnung verbunden ist, die in voll
ausgefahrener Stellung des Ablegestempels freigegeben ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablegestempel (17) eine
von der Stempelfläche ausgehende Axialbohrung (15) hat, in die eine die Belüftungsöffnung aufweisende
Querbohrung (32) mündet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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