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DE16070C - Neuerung an Destillirapparaten und in dem Verfahren, Alkohole zu reinigen - Google Patents

Neuerung an Destillirapparaten und in dem Verfahren, Alkohole zu reinigen

Info

Publication number
DE16070C
DE16070C DENDAT16070D DE16070DA DE16070C DE 16070 C DE16070 C DE 16070C DE NDAT16070 D DENDAT16070 D DE NDAT16070D DE 16070D A DE16070D A DE 16070DA DE 16070 C DE16070 C DE 16070C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
vapors
stills
innovation
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT16070D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. BARBET in La Madeleine-lez-Lille, Frankreich
Publication of DE16070C publication Critical patent/DE16070C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1881 ab.
i. Oelabsonderung in der Destillirsäule beim Destilliren von Alkohol.
Der Erfinder construirt die oberste Platte der Destillirsäule des bekannten Destillirapparates fölgendermafsen:
Eine Kupferplatte A trägt einen kurzen concentrischen Stutzen B, an dessen oberem Ende mehrere (in der Zeichnung sind es drei) dicht über einander liegende, siebartig durchlöcherte Bleche befestigt sind, über die eine Glocke C aus Kupferblech greift.
Durch diese Anordnung werden die Alkoholdämpfe gezwungen, durch den Stutzen B in die Glocke C zu treten und von dort durch die Bleche abwärts zu steigen, um alsdann nach dem Kühlapparat zu entweichen.
Die durchlöcherten Bleche werden so angeordnet, dafs die Sieblöcher zweier benachbarter Bleche nicht über einander liegen, damit die durch jedes vorhergehende Blech gebildeten vielen Dampfstrahlen durch das darauf folgende gebrochen werden und so eine bedeutende Reibung der Dämpfe entsteht, welche gleichzeitig an Gewicht und Spannung verlieren.
Der Totalquerschnitt der Löcher, welcher sich mit der Gröfse des Apparates ändert, wird so gewählt, dafs die Entspannung der Dämpfe sehr bedeutend wird. Jedes Sinken der Dampfspannung ist von einer Abkühlung begleitet; diese Abkühlung ist es, welche zur Condensation der unreinen OeIe dient, und zwar ist diese um so energischer, als das Sinken der Temperatur in allen Punkten gleichmäfsig ist und ihm kein Molecül entgehen kann. Bei Anwendung dieses Plattencondensators kann der eigentliche Condensator N verhältnifsmäfsig kleiner angelegt werden.
2. Aetherausscheidung aus den für die Alkoholbildung bestimmten Mitteln.
Die für die Alkoholbildung verwendeten Mittel enthalten oft grofse Mengen ätherischer Bestandtheile, von denen sie vor der Rectificirung des Alkohols befreit werden müssen, um diesen letzteren darauf möglichst rein und schmackhaft darstellen zu können.
Zu diesem Zweck füllt man den Destillirkessel um etwa Y10 weniger, als dies sonst gebräuchlich ist, und erwärmt die Flüssigkeit mittelst eines Dampfschlangenrohres bis auf 6o° C. Die Ergänzungsquantität (das noch fehlende Zehntel) bringt man in einen aus Eisen- oder Kupferblech hergestellten Recipienten F. Mittelst einer Dampfschlange 5 erhitzt man die in F gebrachte alkoholische Flüssigkeit, bis die sich bildenden alkoholischen Dämpfe einen genügend hohen Druck erreichen, um sie durch das Rohr K, welches auf dem Boden des Destillirkessels liegt, einführen zu können, Fig. 2 und 3. Diese Dämpfe werden auf ihrem Wege von F nach dem Destillirkessel mittelst eines Giffardschen Injectors J mit ein wenig Luft gemischt und müssen in grofser Menge durch K eingeführt werden, damit sie sich erstens nicht sofort in der in dem Destillirkessel befindlichen Flüssigkeit condensiren, und zweitens diese letztere in eine eigenthümlich bebende Erschütterung versetzt werden kann. Dieses Beben ist besonders geeignet, das Uebersättigungsgleichgewicht, welches den Aether in aufgelöstem Zustande in der Flüssigkeit bindet, zu brechen.
Die latente Wärme des Alkoholdampfes dringt nach allen Punkten der Flüssigkeit und begünstigt die Aetherabsonderung.
Die aufsteigenden ätherischen Dämpfe werden ■mittelst der weiter unten näher bezeichneten Apparate condensirt.
Das Verfahren ist also im wesentlichen folgendes :
Man läfst alkoholische Dämpfe in der für die Alkoholbildung bestimmten Flüssigkeit circuliren, um letzterer die ätherischen Bestandteile zu entziehen, und zwar ohne diese Flüssigkeit den Siedepunkt erreichen zu lassen. Wenn der Siedepunkt erreicht würde, so wären die aufsteigenden Dämpfe relativ zu reichhaltig an gutem Alkohol.
Dieses Verfahren erfordert einige Aenderungen an den bis jetzt bekannten Apparaten.
Der Recipient F ist oben mit einem Rohre versehen, das einen Hahn oder Ventil R zum Ablassen der Alkoholdämpfe trägt; über diesem Hahn oder Ventil R ist ein Giffard'scher Injector J angebracht, dessen Anordnung durch die Fig. 4 und 5 dargestellt ist; er hat den Zweck, die Alkoholdämpfe mit Luft zu mischen; ohne diese Luftzuführung vollzieht sich der Procefs nur sehr schwach oder gar nicht.
Im tiefsten Punkte von F ist ein Hahn R1 und ein Rohr angebracht, welches sich an das von R kommende anschliefst.
Wenn die Reinigung der in dem Destillationskessel befindlichen Flüssigkeit beendet ist, so wird R geschlossen; man läfst hierauf noch den Druck im Recipienten ein wenig steigen, hört dann auf zu heizen und öffnet den unteren Hahn R1. Der Dampfdruck leert den Recipienten F, und sobald man den Dampf bei K ankommen hört, schliefst man R1.
Da die Entwickelung der ätherischen Dämpfe nicht sehr stark ist, so läfst der Erfinder sie nicht durch die Destillationssäule steigen, sondern schliefst diese gegen den Destillationskessel durch ein Ventil P ab und verbindet mit dem Kessel einen kleinen Condensator L, wohin diese ätherischen Dämpfe geleitet werden, um ihnen hier den gröfsten Theil des mechanisch mitgerissenen Alkohols zu entziehen. Der Alkohol fliefst durch das. Rücklaufrohr G in den Kessel zurück, während die Aetherdämpfe von L nach dem Kühlgefäfs M geleitet werden.
Die Communication der ätherischen Dämpfe mit dem kleinen Condensator L ist durch ein Ventil Q hergestellt, welches geschlossen wird, sobald die Reinigung der Destillationsmasse von den ätherischen Bestandtheilen vollendet ist und die Destillation des Alkohols beginnen soll; L kann ein oben näher beschriebener Plattencondensator sein.
Der Eintritt der Aetherdämpfe in den Condensator N und in die Destillirsäule wird durch die Hähne m und η verhindert.
In den Recipienten F kann man auch noch zu rectificirenden Alkohol bringen.
Für die schon dargestellten Alkohole schlechten Geschmacks ändert man die Reinigungsoperation wie folgt:
Manfülltden Destillirapparatnur aufhalbeHöhe mit dem zu reinigenden Alkohol, und erwärmt diesen bis auf 6o° C, ohne Wasser hinzuzufügen; bei dieser Temperatur beginnt man die Zuführung der Alkoholdämpfe und kühlt das Ganze genügend ab, damit die Temperatur nicht bis zum Siedepunkt steigt. Man kann durch dieses Abkühlen die Operation verlängern und sämmtliche Aether schlechten Geschmacks austreiben. Ist die Reinigung vollzogen, so fügt man noch Wasser hinzu, um den Alkohol auf 40 bis 450C. zurückzuführen, und setzt dann die Rectification wie gewöhnlich fort.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. An Alkoholdestillirapparaten die Construction und Anwendung des beschriebenen Plattencondensators, welcher sich aus mehreren über einander liegenden Siebblechen und einer Glocke C zusammensetzt.
2. Verfahren für Aetherausscheidung aus den für die Darstellung des Alkohols bestimmten Mitteln vor der Rectification des Alkohols, welches sich charakterisirt durch die Zu-
. führung von mit Luft gemischten Alkoholdämpfen in das Mittel, ohne dafs dieses den Siedepunkt erreicht.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT16070D Neuerung an Destillirapparaten und in dem Verfahren, Alkohole zu reinigen Active DE16070C (de)

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