DE33496C - Neuerung an Destillirapparaten zur Herstellung von Gewürzsprit für französische Liqueure - Google Patents
Neuerung an Destillirapparaten zur Herstellung von Gewürzsprit für französische LiqueureInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/001—Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. December 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Anordnung mehrerer Platten und Siebe im Hute
der zum Abziehen von Gewürzspriten dienenden Destillirapparate behufs Rectification der in
den aufsteigenden Dämpfen enthaltenen Parfüms. Durch die Anwendung dieser Platten
und Siebe gewinnt man gleichzeitig, aber getrennt einerseits ein sehr köstliches zartes und
andererseits als Nebenproduct ein geringes, mit den schlecht schmeckenden Pflanzenstoffen
geschwängertes Destillat.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein mit diesen Neuerungen versehener Apparat dargestellt.
Im Hute A des Apparates befindet sich zunächst
ein Sieb α, über diesem eine Platte b
mit aufwärts gehendem Rohr c, welches mit einer Kappe d bedeckt ist. Ueber der Platte b
ist eine zweite trichterförmige Platte' f angeordnet, welche mit einem aufwärts gehenden,
mit Kappe h versehenen Rohr g und einem mittleren, nach unten gehenden Rohr i ausgerüstet
ist. Das Rohr i geht durch b und a hindurch bis dicht über den Boden einer auf i
aufgeschraubten Flasche i\ welche mitLöchern z2 versehen ist. Ueber der Platte f ist noch ein
Sieb k angeordnet.
Der in der Destillirblase befindliche verdünnte Weingeist, in welchen die in einem
Siebkorb befindlichen zu extrahir.enden Kräuter, Wurzeln u. dergl. eintauchen, wird durch die
in der Blase befindliche Heizschlange oder im Nothfalle durch Herdfeuer zum Sieden gebracht.
Die Dämpfe gehen durch das Sieb α, treffen
die Platten b, gehen durch c und unterhalb d in den Raum zwischen b und f, dann durch
g und unterhalb h durch das Sieb k, passiren Rohr Z und gelangen in den Kühler, woselbst
sie condensirt werden.
An dem Sieb α schlagen sich die Dämpfe ein wenig nieder und ebenso an der Platte £»,
so dafs die schlechten Bestandtheile immer wieder in die Blase zurückfallen.
Der sich zwischen b und f bildende Niederschlag, welcher ebenfalls schlecht schmeckende
Bestandtheile enthält, wird nach Beendigung der Operation und nach erfolgtem Erkalten
durch den Hahn m abgelassen.
Das Sieb k bewirkt ebenfalls einen Niederschlag.
Derselbe fliefst durch das Rohr i in die Flasche i\ woselbst er gesammelt wird.
Die in dem Hut herrschende Hitze gestattet den edlen Bestandteilen, von neuem zu ver-,
dampfen. Augenscheinlich kann dieser kleine Colonnenhut zur Neutralisirung fuseliger Sprite
nicht ausreichen. Ebensowenig vermag er aus dem Gewürzsprit die feineren aromatischen
Bestandtheile abzuscheiden, aber er genügt vollkommen (wie seine praktische Anwendung
in meinem Laboratorium bewiesen hat), um die schlecht schmeckenden Pflanzenstoffe zurückzuhalten.
Infolge dessen liefert er im Destillate einen von allen schlecht schmeckenden Bestandtheilen
freien Gewürzsprit und nur ein verschwindend kleines Quantum Nachlauf, während das übelschmeckende Product durch den
Hahn m abgezogen wird.
Ferner bewirkt der Colonnenhut ein so absolut gleichmäisiges Functioniren des Apparates,
dafs derselbe stets eine gleiche Ausbeute an den verschiedenen Qualitäten liefert. Bringt
man für gewisse Zwecke in üblicher Weise ein Wasserbad zwischen Blase und Hut an und
füllt die Blase zu zwei Dritttheilen des Raumes mit Wasser, so zeigt der gegen Ende der
Operation zwischen Blase und Wasserbad austretende Dampf mit unfehlbarer Sicherheit an,
dafs das gute Product überdestillirt ist und nunmehr nur Nachlauf kommt, mithin die
Vorlage zu wechseln ist. :
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Colonne A, in welcher Platten und Siebe derart geordnet sind, dafs sich die in derselben nach Beendigung der Destillation verbliebenen schlechten Bestandteile auf einer einzigen Platte b ansammeln, von wo sie alsdann ohne Veränderung der inneren Theile der Colonne abgelassen werden können.Eine Colonne A, versehen mit einem Behälter i1, in welchem die nach Ueberschreitung der Siebe und Platten, jedoch vor Eintritt in das Uebergangsrohr sich condensirenden Dämpfe direct hinabfallen und aus welchem dieselben, sobald sie von neuem verdampfen, wiederum direct über sämmtliche Siebe und Platten emporströmen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33496C true DE33496C (de) |
Family
ID=309459
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33496D Expired - Lifetime DE33496C (de) | Neuerung an Destillirapparaten zur Herstellung von Gewürzsprit für französische Liqueure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33496C (de) |
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