DE1605359A1 - Vorrichtung zum Zufuehren von Fluessigkeit zu der Schiene eines Eisenbahngeleises - Google Patents
Vorrichtung zum Zufuehren von Fluessigkeit zu der Schiene eines EisenbahngeleisesInfo
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Description
THE P. & M. CO. (ENGLAND) LIMITED,
1A Grosvenor Gardens,
London, S.W. 1, England
eines Eisenbahngeleises
Die Erfindung beziehtsich auf Vorrichtungen zum Zuführen einer Flüssigkeit zu der Schiene eines Eisenbahngeleises und
sie betrifft vorzugsweise, aber nicht aussohliesslich, eine
Vorrichtung zum Sprühen einer die Reibung erhöhenden Flüssigkeit
auf den Schienenkopf eines Geleises,
Es ist bereits bekannt, auf die Schiene eines Eisenbahngeleises mittels einer Pumpe ein Schmiermittel aufzubringen,
wobei die Pumpe mit einem an einer Schiene angeordneten Betätigungsglied
ausgestattet ist, mittels dessen die Pumpe durch ein vorüberrollendes Rad des Zuges betätigt wird, so
dass sie durch eine Auslassöffnung Schmiermittel auf der Schiene verteilt. Dabei wird die Pumpe jedesmal betätigt, um
Schmiermittel auszuspritzen, wenn das Betätigungeglied mit
einem Rad des Zuges in Berührung kommt und von ihm niederge-
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drückt wird. Obwohl diese bekannten Vorrichtungen im allgemeinen
für das Auftragen von Schmiermittel auf eine Schiene befriedigend arbeiten, können sie nicht verwendet werden, wenn
es notwendig ist, in dem Ausspritzen einer Flüssigkeit auf eine Schiene eine Verzögerungsperiode einzulegen, z.B. Ms
die lokomotive eines Zuges Vorbeigefahren ist oder Ms die
hinteren Räder eines Zuges über das Betätigungsglied der Pumpe hinwegrollen. Eine solche bekannte Vorrichtung zum Schmieren
einer Schinne kann nicht dazu verwendet werden, eine die Reibung erhöhende Flüssigkeit oder Antischlüpf-Flüssigkeit auf
die Schiene eines Eisenbahngeleises aufzuspritzen, denn würde eine solche Flüssigkeit während des Vor be if ahrens einer
Lokomotive auf die Schiene aufgebracht, würde sie wie ein Schmiermittel wirken und ein Schlüpfen der Lokomotivräder verursachen
und so gerade die umgekehrte Wirkung haben, wie beabsichtigt.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, zur Lösung dieses Problems eine Vorrichtung zu schaffen, die
mit einer Verzögerungsperiode zwischen der Anfangsbedingung
der Pumpe und der Ausspritzung von Flüssigkeit auf die Schiene arbeitet, bei der z.B. die Ausspritzung von Flüssigkeit
verzögert wird, bis mindestens die Räder der Lokomotive vorbeigerollt sind.
Demgemäss geht die Erfindung aus von einer Vorrichtung zum
Zuführen von Flüssigkeit zu der Schiene eines Eisenbahngeleises, die eine Pumpe und «in an der Schiene angeordnetes
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Betätigungsglied für die Pumpe aufweist, mittels dessen die Pumpe durcii die vorbeirollenden Hader eines Zuges in Gang
gese.tzt wird, so dass sie Flüssigkeit auf die Schiene spritzt. Uach dem Vorschlag der Erfindung enthält diese Vorrichtung
eine erste Kammer, in die jedesmal, wenn die Pumpe durch ein vorbeirollendes Had des Zuges "betätigt wird, Flüssigkeit aus
einem Vorratsbehälter oder dgl. angesaugt wird und des weiteren sind zwischen der genannten ersten Kammer und der Auslassöffnung
Mittel vorgesehen, die die Abgabe von Flüssigkeit aus der Auslassöffnung verzögern, bis eine bestimmte Zahl
von Hüben des Pumpenkolbens erfolgt ist.
Die Mittel zur Verzögerung der Abgabe von Flüssigkeit aus der Auslassöffnung bestehen aus einer zweiten die Auslassöffnung
aufweisenden Kammer, die mit derersten Kammer verbunden
1st, aus der sie mit Flüssigkeit versorgt wird, wobei die Verzögerung in der Abgabe von Flüssigkeit aus der zweiten
Kammer der Anzahl der von den vorne gelegenen Rädern eines Zugs, z.B. den Rädern der Lokomotive, verursachten und für
die Füllung der zweiten Kammer erforderlichen Arbeitshüben der Pumpe entspricht. Die weitere Betätigung der Pumpe durch
die hinteren, Räder des Zugs bewirkt den Austritt von Flüssigkeit aus der zweiten Kammer durch die Auslassöffnung. Dabei
ist die «weite Kammer mit Mitteln zum Abfluss von Flüssigkeit ausgestattet, um die Vorrichtung für ihre Betätigung durch
den folgenden Zug vorzubereiten.
Die Vorrichtung ist in besonders vorteilhiter Weise für
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das Ausspritzen einer Antischlüpfflüssigkeit der Art geeignet,
die ihre volle Wirksamkeit erst erfüllt, -wenn sie auf der Schiene getrocknet ist, da die "Vorrichtung die Verzögerung
der Ausspritzung der flüssigkeit mindestens -bis nach der Vorbeifahrt
der Lokomotive eines Zuges bewirkt. Dies hat seinen Grund darin, dass die Pumpe erst durch die hinteren Räder
des Zuges betätigt wird, so dass die Flüssigkeit auf eine solche Stelle der Schienen gespritzt wird, wo sie trocknen
kann, bis die locomotive des nächsten Zuges über das Geleise rollt.
Zum besseren Verständnis der Erfindung und um zb. zeigen,
wie sie in Benutzung genommen wird, wird im folgenden eine beispielsweise Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung beschrieben.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer Pumpe für die Zuführung einer die Reibung vergrössernden Flüssigkeit
zum Schienenkopf eiies Eisenbahngeleises;
Fig. 2 zeigt den Querschnitt durch die Pumpe; Fig. 3 zeigt eine Teildraufsicht von unten auf die Pumpe
unter Weglassung von Teilen; ' Fig. 4· zeigt den Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3;
Fig. 5 zeigt die Ansicht eines weiteren Teils der Fig. 2; Fig. 6 zeigt die Draufsicht auf die Fig. 5j
Fig. 7 zeigt ein weiteres Teil der Fig. 2.
Die dargestellte Vorrichtung umfasst die mit 1 bezeichnete
Pumpe, deren Gehäuse 2 eine erste zylindrische Kammer 3 für
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den Pumpenkolben 4 aufweist, in dessen kreisförmiger Nut ein Dichtungsring 5 liegt. Am Pumpengehäuse 2 ist mittels der
Bolzen 7 eine Grundplatte 6 befestigt (Fig. 1), die ein Einlassventil 8 trägt, das über ein Anschlusstück 9 mit dem Flüssigkeit
szuführr ohr 10 verbunden ist. Mit seinem anderen Ende mündet das Flüssigkeizszuführrohr 10 in den Flüssigkeitsbehälter
A, der in der Nähe der Schiene, z.B. auf einer Lagerschwelle oder in der Schotterung des Geleises gelagert ist.
Der oben durch einen Fülldeckel B verschlossene Flüssigkeitsbehälter
A ist so angeordnet, dass sich sein Fülldeckel unterhalb der Grundplatte 6 der Pumpe befindet. Das von der Pumpe
entfernt liegende Ende des Flüssigkeitszuführrohres 10 gellt
durch den Fülldeckel hindurch bis zum Boden des Flüssigkeitsbehälters.
Das Einlassventil 8 (Fig. 2, 5 und 6) besteht aus einer Mutter 11 mit einer blinden, mit einem Gewinde versehenen
Bohrung 12 in die ein durch eine Kugel 14 verschliessbarer
Ventilsitz 13 eingeschraubt ist. Die Mutter weist des weiteren radiale Durchbohrungen 12a auf, durch die Flüssigkeit aus
dem Flüssigkeitszufuhrrohr 10 in die zylindrische Kammer 3
gesaugt werden kann.
Der an dem unteren Ende eines Plungers 15 befestigte Pumpenkolben 4, der in dem Pumpengehäuse eine axiale Hin- und
Herbewegung ausführt, weist eine Anzahl im Kreis angeordneter Löcher 16 auf, von denen in der Fig. 2 zwei dargestellt sind.
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Über dem Pumpenkolben und konzentrisch zu ihm ist auf dem Plunger 15 eine aus dem unter dem Hamen Neopren bekannten oder
einem anderen biegsamen Material bestehende Ventilscheibe angeordnet, die mit den löchern 16 Überströmventile bildet.
Der Pumpenkolben 4 wird entgegen der Kraft einer Schraubenfeder 48 nach unten bewegt. Von der ersten zylindrischen Kammer
3 gehen zwei einander gegenüberliegende, gegeneinander geneigte Auslasskanäle 18 aus (Pig. 3 und 4), die zu einer zweiten
in dem Pumpengehäuse 2 vorgesehenen Kammer 19 führen, die kreisbogenförmig die eine Seite der ersten Kammer 3 umgibt.
Die Auslasskanäle 18 erstrecken sich bis zu Auslassöffnungen 20, die von der zweiten Kammer 19 ausgehen und mit je einem Innengewinde
ausgestattet sind, in das ein z.B. aus Kupfer bestehendes Spritzrohr 21 (Fig. 1) eingeschraubt ist, das so gebogen
werden kann, dass während des Arbeitens der Vorrichtung Flüssigkeifestrahlen auf die ausgewählten Flächen des Geleises
gerichtet sind.
Das Gehäuse trägt an jedem Ende einen mit 25 bezeichneten
Tragarm, der aus einer Platte 26 besteht (Fig. 1 und 7), die
im Abstand voneinander zwei läng«liche Löcher oder Schlitze 27 für die Aufnahme von in das Pumpengehäuse eingeschraubten
Befestigungsbolzen 28 aufweist. Die länglichen Schlitze 27
ermöglichen eine vertikale Einstellung des Gehäuses zu den Platten und somit relativ zum Schienenkopf 48, wodurch der
Kolbenhub und die Menge der in die erste Kammer eingesaugten und aus ihr ausgestossenen Flüssigkeit eingestellt werden
können. Jede Platte 26 weist ein seitliches Widerlager 29
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mit einem Paar von Einsifpüngen 30» 31 auf. Der Einsprung 30
hat eine parallel zu den Längsachsen der Schlitze 27 verlaufende Kante 32 und eine Kante 33, die unter einem Winkel von
angenähert 100° zur Kante 32 geneigt ist. Der Unsprung 31
besteht gleichfalls aus einer zur Kante 32 parallelen Kante
und einer unter einem Winkel von angenähert 110° zur Kante 34
verlaufenden Kante 35. Zwischen den "beiden Einsprängen 30, 31 hat die Platte 26 eine Kante 36, die unter einem Winkel von
30° zur Kante 33 des Einsprunges 30 verläuft. Das seitliche Widerlager 29 jedes Tragarmes weist eine in der Fig. 7 ersichtliche
konkave Fläche 37 auf, die sich unter einem Winkel von ungefähr 150° zur Kante 34 des Einsprunges 31 erstreckt
und die an dem Schraubenanschlag. 38a zum Anliegen gebracht werden kann, der in einem Arm 38 eines Bügels 39 verstellbar
ist. Der Bügel ist mit Zähnen 40 ausgestattet, und trägt einen verschiebbaren Sattel 41, dessen über dem gezahnten Teil des
Bügels gelegener Schlitz Vorsprünge 42 aufweist, die mit den Zähnen des Bügels 39 in Eingriff treten können. Der Sattel
besteht mit einem an dem Bodenflansch 44 einer Schiene 45 (Fig. 2) anliegenden Anschlagstück 43 aus einem Stück. Der
Sattel 41 weist Festhalteschrauben 46 auf, die ihn in einer der Breite des Bodenflansches 44 entsprechenden Lage an dem
Bügel festhalten. Das Pumpengehäuse 1 liegt mit einer zur Achse des Plungers 15 geneigten Anschlagfläche 47 an dem Schienenkopf
48 an, so dass das Pumpengehäuse in einer Lage gehalten wird, in der die Achse des Plungers 15 in Bezug auf den
Steg der Schiene nach aussen und unten geneigt ist. Der Bügel
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ermöglicht die schnelle Festlegung des Pumpengehäuses in einer gewünschten Lage zur Schiene^ ohne dass die Schienedurchbohrt
oder in anderer Weise bearb-eitet werden muss. Wie die Fig. 2 zeigt, liegt des? untere Einsprung 30 jedes Tragarmes
25 an der breiten und verhältnismässig flachen Aussenkante des Bodenflansches 44 der Schiene 45 an. Der obere
Einsprung 31 ist in den Tragarmen vorgesehen, damit diese schnell an einer Schiene einer verstärkten Bauart mit einem
wesentlich schmaleren und dickeren Bodenflansch als die dargestellte Schiene 45 befestigt werden können.
Zur Regelung des Flüssigkeitsstandes in der zweiten Kammer 19 ist bei der vorliegenden Ausführmngsform in der Grundplatte
6 ein Auslass 50 geringen Durchmessers vorgesehen, an den sich ein den Deckel B des Flüssigkeitsbehaäfters A durchsetzendes
und in dessen Innerem endendes Rückflussrohr 51
anschliesst. Der Auslass ermöglicht einen beschränkten Ausfluss
der Flüssigkeit aus der zweiten Kammer 19 in äen Flüssigkeitsbehälter
A, so dass trotz des Füllens der zweiten Kammer 19 durch eine bestimmte Zahl von Arbeitshüben der Pumpe
entsprechend der Verzögerungsperiode die zweite Kammer selbsttätig
von Flüssigkeit entleert wird, wenn die Pumpe wieder stillsteht, um so die Torrichtung für den nächsten Arbeitshub
vorzubereiten.
Beim Gebrauch wird das Pumpengehäuse 2 an der Schiene 45
in öiner solchen Lage befestigt, dass die Spritzrohre 21 so
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liegen, dass sie Strahlen der reibungsverstärkenden Flüssigkeit
auf den Schienenkopf 48 aufspritzen können. Das Pumpengehäuse
nimmt dabei eine Lage ein, die es ermöglicht, dass der Plunger 15 durch die vorbeirollenden Zugräder betätigt wird.
Jedes Mal, wenn der Plunger 15 heruntergedrückt wird, "bewegt
sich auch der Kolben 4 entgegen der Kraft der !Feder. 48 nach unten. Die Arbifetsweise der Pumpe ist die einer Pumpe mit
einem Ansaughub und einem Förderhub, wobei beim Abwärtshub das Einlassventil 8 geschlossen und die Ventilscheibe 17 von
den Löchern 16 im Pumpenkolben 4 abgehoben ist, so dass die
von bereits in der ersten Kammer 3 befindliche Flüssigkeit/unten
nach oben durch die Löcher 16 hindurchtritt.
Bei der Entlastung des Plungers 15 bewirkt die Feder 48
einen Aufwärtshub des Kolbens 4, während dessen die Ventilscheibe 17 die Löcher 16 im Pumpenkolben 4 schliesst. Dabei
die über dem Kolben befindliche Flüssigkeit aus der ersten zylindrischen Kammer 3 in die zweite kreisbogenförmige Kammer
19 gepresst. Gleichzeitig saugt der Kolben 4 eine frische Ladung von Flüssigkeit durch das Einlassventil 8 in die erste
Kammer 3.
Wenn die zweite Kammer 19 durch die Arbeit der Pumpe mit
Flüssigkeit gefüllt ist, wird die weitere durch die Auslasskanäle 18 geförderte Flüssigkeit bewirken, dass durch die
Spritzrohre 21 Flüssigkeit auf die Schiene gespritzt wird. Der Auslass 50 kleinen Durchmessers und das Rückflussrohr 21
der zweiten Kammer 19 machen es möglich, dass die Flüssigkeit
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aus dieser Kammer austritt und zum Flüssigkeit steinälter
aurückfliesst, ehe der nächste Zug ankommt. Dies ist notwendig,
wenn die Vorrichtung für die Verteilung gewisser Sorten von Anti schlüpf flüssigkeiten, wie z.B. Äthyl caprylat, bestimmt
ist, die ihre Aufgabe nur dann erfüllen, wenn sie auf
der Schiene eingetrocknet sind. Werden solche Flüssigkeiten benützt, wird die Vorrichtung so eingestellt, dass vor dem
Ausspritzen von Flüssigkeit aus den Spritzrohren 21 eine Verzögerungsperiode vorhanden ist, die andauert, bis die Lokomotive
vorbeigefahren ist, dass aber ein Ausspritzen stattfindet, wenn der Pumpenplunger 15 durch die Räder am Ende des Zuges
betätigt wird, wobei die auf die Schiene gespritzte Flüssigkeit trocknen kann, bis die locomotive des nächsten Zuges
über das Geleise fährt. Zweckmässig ist das Fassungsvermögen der zweiten Kammer 19 ein solches, dass bei geeigneter Lage
des Pumpengehäuses an der Schiene, wodurch die Hublänge des Plungers 15 bestimmt wird, ungefähr sechs Hube des Plungers
erforderlich sind, bevor Flüssigkeit auf die Schiene gespritzt wird. Auf diese Weise kann ein Ausspritzen von Flüssigkeit
verzögert werden, bis die Lokomotive vorbeigefahren ist. Es ist klar, dass die Verzögerungsperiode durch die
Verstellung des Hubes des Plungers verändert werden kann.
Ansprüche: 109815/0220
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Zuführen von !flüssigkeit zu der Schiene
eines Eisenbahngeleises3 "bestellend aus einer Pumpe und einem
an der Schiene angeordnetem Betätigungsglied für die Pumpe, mittels dessen die Pumpe durch die vorbeirollenden Bäder
eines Zuges betätigt wird, so dass sie aus einer Auslassöffnung Flüssigkeit auf die Schiene spritzt, gekennzeichnet
durch eine erste Kammer (3)t in die jedesmal, wenn die Pumpe
(1) durch ein Had des Zuges "betätigt wird, Flüssigkeit aus einen
"Vorratsbehälter (A) oder dgl« angesaugt wird W&ä durch
zwischen der genannten ersten Kammer (3) und der Auslassöffnung
(20) "vorgesehene Mittel, die die Abgabe von Flüssigkeit
aus der Auslassöffnung verzögern, "bis eine bestimmte Zahl
von Betätigungen der Pumpe erreicht ist.
2* Torrichtung nach Anspruch 19 dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur Verzögerung der Abgabe von Flüssigkeit
aus der Auslassöffnung (20) eine zweite Kammer (19) umfassen, , von der die Auslassöffnung ausgeht und die mit der ersten
Kammer (3) verbunden ist, aus der sie mit Flüssigkeit versorgt wird, wobei die Verzögerung in der Abgabe von Flüssigkeit
aus der Auslassöffnung (20) der Aneahl der von den vorne gelegenen Hadern eines Zuges, z.B. den Rädern der Lokomotive,
verursachten und für die Füllung der zweiten Kammer (19) erforderlichen
Arbeitshüben der Pumpe (1) entspricht und die weitere Betätigung der Pumpe durch die hinteren Bäder des
Zuges den Austritt von Flüssigkeit aus der zweiten Kammer (19)
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durch die Auslassöffnung (20) bewirkt und ferner dadurch
gekennzeichnet, dass die zweite Kammer (19) mit Mitteln zum Abfluss von Flüssigkeit ausgestattet ist, wodurch die Vorrüitung
für ihre Betätigung durch den folgenden Zug vorbereitet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (1) einen in der ersten Kammer (3) in axialer
Richtung hin-und hergehenden Pumpenkolben (4) enthält und dass der Pumpenkolben und die erste Kammer mit Ventilen ausgestattet
sind, so dass durch die Bewegung des Pumpenkolbens Flüssigkeit in die erste Kammer (3) gesaugt und aus ihr in
die zweite Kammer (19) gedrückt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3» gekennzeichnet durch
ein den Zufluss der Flüssigkeit" durch einen Einlasskanal (10) in die erste Kammer (3) regelndes Einlassventil (8), das beim
Ansaughub des Kolbens (4) offen und beim darauffolgenden Rückhub des Kolbens geschlossen ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 oder 4, ,gekennzeichnet
durch ein mit dem Pumpenkolben (4) vereinigtes Ventil (16, 17), das geschlossen ist, wenn der Kolben (4) durch seine
Bewegung Flüssigkeit in die erste Kammer (3) unter die eine Seite des Kolbens (4) saugt und. das während des nächsten
Hubes des Kolbens (4) offen ist, so dass die vorher in die erste Kammer unter die eine Seite des Kolbens gesaugte Flüssigkeit
innerhalb der ersten Kammer auf die andere Seite des Kolbens geschoben wird.
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6. Vorrichtung nach. Anspruch. 5, dadurch, gekennzeichnet,
dass die erste Kammer (3) mit der zweiten Kammer (19) durch einen Verbindungskanal (18) in Verbindung steht und dass
während des Flüssigkeit in die erste Kammer (3) unter die eine Seite des Pumpenkorb ens (4) saugenden Hubes des Pumpenkolbens
durch den Pumpenkolben die über der anderen Seite des Kolbens in der ersten Kammer (3) befindliche Flüssigkeit
durch den genannten Verbindungskanal (18) in die zweite Kammer (19) geschoben wird.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das Kolbenventil (16, 17) aus einer Anzahl im Pumpenkolben (4) im Kreise angeordneter löcher (16) und
einer biegsamen Ventilscheibe (17) besteht, die auf der zweitgenannten Seite des Kolbens (4) liegt und den Durchfluss von
Flüssigkeit durch die Löcher (16) während der Hübe des Kolbens steuert.
8. Vorrichtung nach einer der Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (1) ein an einer Geleiseschiene
befestigtes Gehäuse (2) umfasst, das einen die erste Kammer (3) bildenden zylindrischen Hohlraum und die zweite, teilringförmige,
die erste Kammer (3) umgebende zweite Kammer (19) enthält, dass die erste und die zweite Kammer an ihrem einen
Ende durch den aus einem Stück bestehenden oberen Teil des Gehäuses (2) und an ihrem anderen Ende durch eine an dem Gehäuse
befestigte Grundplatte (6) versohloBsen sind, dass der
Pumpenan fcieb aus einem gleitbar in dem oberen Teil dea Ge-
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häuses (2) gelagerten Plunger (15) besteht, der dann, wenn das Gehäuse an der Schiene befestigt ist,durch ein ■vorbeirollendes
Rad eines Zuge· heruntergedrückt wird und dabei den Pumpenkolben (4) gegen die Kraft einer in der ersten Kammer
(3) zwischen dem Kolben (4) und der Grundplatte (6) angeordneten Feder (48) gleichfalls herunterdrückt und dass die Feder
(48) nach der Entlastung des Plungers (15) den Kolben (4)
wieder zurückführt.
9· Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (2) der Pumpe (1) Tragarme (25) aufweist, die mit Widerlagern (29) ausgestattet sind, an denen je ein
das Gehäuse (2) an der Schiene (45) festhaltender Bügel (39) anliegt und dass Mittel für die Einstellung der Höhenlage des
Gehäuses (2) relativ zur Schiene, entsprechend der gewünschten
Länge des Hubes des Pumpenkolbens (4), jedesmal wenn der Plunger (15) durch ein vorbeirollendes Rad des Zuges nach
unten gedrückt wird, vorsehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Gehäuses (2) eine geneigte Fläche (47)
aufweist, mit der es an dem Schienenkopf (48) anliegt und dass die Widerlager (29) der Tragarme (25) die Festhaltung
des Gehäuses (2) an der Schiene (45) in solcher Lage ermöglichen, dass die gemeinsame Achse des Plungers (15) und des
Kolbens (4) in Bezug auf den Steg der Schiene geneigt ist.
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11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die das Gehäuse (2) an der Schiene (45) festhaltenden beiden Bügel je eine, quer und unterhalb des Bodenflansches
(44) verlaufende Spannstange (39)» einen vom einen Ende der Spannstange ausgehenden, sich nach oben erstreikenden Arm (38)
mit einem einstellbaren Anschlag (38a), der an dem Widerlager (29) einer zugehörigen Platte (26) anliegt und einen auf dem
anderen Ende der Spannstange (39) angeordneten Sattel (41) aufweisen, der an dem Bodenflansch (44) der Schiene (45) anliegt
und längs der Spannstange (39) entsprechend der Breite des Bodenflansches (44) verstellbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 - 11, gekennzeichnet durch ein oder mehrere an die zweite Kammer (19)
angeschlossene Spritzrohre (21), die entsprechend der Lage der auf dem Schienenkopf (48) gele-.genen, zu bespritzenden
Stelle einstellbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kammer (3) durch,ein Flüssigkeit
szuführrohr (10) an einen Flüssigkeitsbehälter (A) angeschlossen
ist, der nach der Befestigung der Vorrichtung an einem Eisenbahngeleise, so angeordnet ist, dass der Deckel (B)
des Behälters (A) unterhalb des Gehäuses (2) der Pumpe liegt, dass das den Deckel (B) durchsetzende Flüssigkeitszuführrohr
(10) bis zum Boden des Flüssigkeitsbehälfers (A) reicht und
dass an die zweite Kammer (19) ein durch den Deckel (B) des
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Behälters (A) hindurchgehendes Rückflussrohr (51) angeschlossen ist, durch das Flüssigkeit aus der zweiten Kammer (19) zum
Flüssigkeitsbehälter (A) zurüekfliessen kann.
Der Patentanwalt
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