-
Vorrichtung zum Ausfahren und Absenken eines Regners.
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausfahren und
Absenken eines mit einer Zuleitung verbindbaren Regners, mit mindestens einem in
einem Zylinder geführten Kolben, an dessen einem Ende der Regner befestigbar ist
und dessen gegenüberliegende Stirnfläche mit dem Druck von in den zugeordneten Zylinderraum
einleitbar Regnerflüssigkeit heaufschiagbar ist und der eine als Zuleitung zum Regner
dienende durchgehende Längsbohrung aufweist.
-
Mit Vorrichtungen dieser Art ist erreichbar, daß ein aufgesetzter
Regner unter dem Druck der zugeführten Regnerflüssigkeit ausgefahren und in der
ausgefahrenen Stellung gehalten wird urld daß sich der Regner bei Abschalten des
Flijssigkeitszuflusses selbsttätig absenkt. Diese Vorrichtungen erlauben daher eine
versenkte Anordnung des Regners.
-
Bei bekannten Vorrichtungen zum Ausfahren und Absenken eines Regners
ist der Kolben drehbar im Zylinder geführt und zur Abdichtung des Kolbens gegenüber
der Zylinderwandung am Kolben eine Radialdichtung vorgesehen. Beim Ausfahren und
selbsttäigenAbsenken ist die Haftreibung zwischen Kolben und Zylinder durch die
Drehbarkeit des Kolbens gemindert. Das selbsttätige Absenken erfolgt bei Vorrichtungen
fürkleinere Regner mittels einer Rückstellfeder, die beim selbstitigen Ausfahren
des Regners gespannt
wird, und bei Vorrichtungen für größere Regner
nur infolge des Gewichtes.
-
Die Vorrichtung ist aufwendig und wegen der Drehbarkeit des Kolbens
nur für rundumlaufende Regner geeignet. Darüberhinaus sind die bekannten Vorrichtungen
auch aus folgenden Gründen nicht zufriedendstellend. Infolge der radialen Abdichtung
des Kolbens gegenüber der Zylinderwandung gleitet der Kolben sowohl beim Ausfahren
als auch beim Absenken fortwährend auf der Zylinderwandung.
-
Diese Gleitreibung und die Umlaufdrehung des Kolbens führen zu relativ
schnellem Verschleiß der Dichtung, was unerwünschte Druck- und Leckverluste zur
Folge hat.
-
Außerdem ist die Vorrichtung anfällig gegen Verschmutzung der Dichtung,
durch die der Verschleiß noch gefördert wird. Die Gleitreibung erfordert aber auch
zu ihrer Überwindung sowohl beim Ausfahren als auch beim Absenken des Regners eine
gewisse Kraft, die beim Ausfahren einen Teil des Flüssigkeitsdruckes und beim Absenken
einen Teil der Federenergie bei kleinen Regnern oder einen Teil der Gewichtsenergie
bei größeren Regnern aufzehrt. Um ein sicheres selbsttätiges Absenken zu gewährleisten,
muß daher die Feder entsprechend stark bzw. das Gewicht entsprechend groß bemessen
sein, was sich jedoch nachteilig auf die erzielbaren Wurfweiten des Regners auswirkt;
denn dann wird ein relativ großer Teil des Flüssigkeitsdruckes beim Ausfahren und
Halten in der ausgefahrenen Stellung dadurch aufgezehrt, daß der Flüssigkeitsdruck
das Gewicht der ausgefahrenen Teile der Vorrichtung und des Regners überwinden und
ggf. zusätzlich noch die Rückstell-SBQ"nen halten mvß.
-
federKbndgespannt muß.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Ausfahren und Absenken
ein Regners zu schaffen, die bei relativ einfachem und kleinem Aufbau eine bessere
Ausnutzung des verfügbaren Flüssigkeitsdruckes ermöglicht und relativ große Wurfweiten
für den Regner zuläßt.
-
Die Aufgabe ist bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art gemäß
der Erfindung dadurch gelöst, daß der Kolben auf der der druckbeaufschlagbaren Stirnfläche
gegenüberliegenden Stirnfläche eine Axialdichtung und der Zylinder am
zugeordneten
Ende einen der Axialdichtung zugeordneten stimseitigen Abschlußdeckel aufweist.
Durch die Anordnung der Axialdichtung an der Kolbenstimfläche, die der druckbeaufschlagbaren
Stirnfläche gegenüberliegt, wird erreicht, daß der Kolben mit Spiel im Zylinder
bewegbar ist, wodurch die Reibung bei der Kolbenbewegung wesentlich verringert ist.
Da die Regnerflüssigkeit zum Ausfahren des Kolbens durch den infolge des Spiels
zwischen Zylinderwandung und Kolbenumfangsfläche gebildeten Spalt hindurchtreten
kann, dient die Flussigkeit dabei zugleich zur Schmierung, wodurch eine evtl. Reibung
zwischen Kolbenumfangsfläche und Zylinderwandung noch verringert wird. Sobald -der
Kolben seine der ausgefahrenen Stellung des Regners entsprechende Endstellung erreicht
hat, legt sich die Axialdichtung dichtend an die Dichtfläche am stirnseitigen Abschlußdeckel
des Zylinders an, so daß danach evtl. geringe Druckverluste völlig unterbunden sind.
-
Durch diese Anordnung sind die Gleitreibung zwischen Kolben und Zylinder
stark verringert und ein Verschleiß der Dichtung zwischen Kolben und Zylinder nahezu
völlig ausgeschaltet. Ferner ist erreicht, daß beim Abstellen des Flüssigkeitszuflusses
der Kolben mit dem aufgesetzten Regner und den übrigen daran befestigten Teilen
allein infolge des Gewichtes und ohne Anordnung einer besonderen Rückstellfeder
schnell wieder in die Ausgangsstellung zurückfällt, die der abgesenkten Stellung
des Regners entspricht. Wegen der stark verringerten Gleitreibung zwischen Kolben
und Zylinder muß zum Ausfahren des Regners vom Flüssigkeitsdruck nahezu keine Reibung
sondern allein das Gewicht des Kolbens und der an diesem befestigten Teile überwunden
werden. Der verfügbare Flüssigkeitsdruck kann mithin besser ausgenutzt werden. Es
sind daher nahezu unverminderte Wurfweiten des Regners erzielbar. Die Vorrichtung
gemäß der Erfindung ist ferner klein und einfach im Aufbau. Sie- ist gleichermaßen
für im Freien über dem Boden als auch unter dem Boden versenkt -anzuordnende Regner
geeignet. Am Kolben können verschiedene Arten von Regnern befestigt werden. Die
Vorrichtung kann auch zwei oder mehrere teleskopartig ausfahrbare Kolben/Zyl inder-Einheiten
dieser Art aufweisen, so daß eine sehr große Ausfahrhöhe erzielbar ist.
-
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der
Erfindung kann der Kolben im Zylinder undrehbar und mit verhältnismäßig großem Spiel
geführt sein. Hierdurch wird erreicht, daß der Kolben ein vom Regner herrührendes
Rückstellmoment aufnehmen kann, so daß die Vorrichtung sowohl für rundumlaufende
Hammerregner, als auch beispielsweise für Schwenkregner oder feststehende Regner
in gleicher Weise geeignet ist. Es ist somit jede beliebige Art von Regner im Zusammenhang
der Vorrichtung verwendbar.
-
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung gemäß
der Erfindung kann der stirnseitige Abschlußdeckel lösbar, vorzugsweise mittels
eines Schnellverschlusses, am Zylinder befestigt sein. Als Schnellverschluß eignet
sich beispielsweise ein Bajonettverschluß. Durch diese Anordnung wird erreicht,
daß der Kolben im Zylinder leicht zugänglich ist und z.B. in den Fällen, in denen
sich im Zylinder ansammelnde RegnerflUssigkeit nicht ablaufen kann, während der
Frostdauer leicht aus dem Zylinder entfernt werden kann, wobei dann an die Stelle
des Abflußdeckels ein anderer, den Zylinder abdeckender Verschluß gesetzt wird.
-
An dem die Axialdichtung tragendEnde des Kolbens kann gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform eine Kolbenstange befestigt sein, die sich
durch eine Führungsöffnung des stimseitigen Abschlußdeckels erstreckt, im Inneren
eine mit der Längsbohrung im Kolben fluchtende Längsbohrung aufweist und an deren
freiem Ende der Regner befestigbar ist. Die Kolbenstange und der Kolben können dabei
einstUckig sein. Vorteilhaft ist die Kolbenstange im stirnseitigen Abschlußdeckel
undrehbar und mit Spiel geführt, so daß die undrehbare Führung des Kolbens in diesem
Falle von der Kolbenstange übernommen wird.
-
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen einer Vorrichtung zum Ausfahren und Absenken eines Regners
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt eines ersten
Ausführungsbeispiels der Vorrichtung mit aufgesetztem Regner, Fig. 2 einen Längsschnitt
eines zweiten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung, Fig. 3 einen Schnitt der Kolbenstange
entlang der Linie 111-111 in Fig. 1, Fig. 4 einen Längsschnitt eines Teils der Vorrichtung
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.
-
Die in den Zeichnungen gezeigte Vorrichtung trägt am oberen Ende einen
nur schematisch angedeuteten Regner 10, der lösbar, beispielsweise mittels eines
Gewindes an der Vorrichtung befestigt ist. Der Regner 10 kann vielfältig ausgestaltet
sein und ist im einzelnen nicht näher beschrieben. Grundsätzlich arbeitet der Regner
10 in der Weise, daß die über die Zuflußöffnung 11 zugeführte Regnerflüssigkeit
über die Düsenöffnungen 12 herausgespritzt wird, wobei sich der Regner zur Beaufschlagung
einer bestimmten zur beregnenden Fläche mit den Düsenöffnungen 12 relativ zu der
Zuflußöffnung 11 um seine Mittelachse drehen kann.
-
Die Vorrichtung weist eine Kolben/Zylinder-Einheit 13 auf, die einen
Kolben 14 besitzt, der in einem Zylinder 15 mit- relativ großem radialen Spiel auf
und ab beweglich geführt ist. An das obere Ende des Kolbens 14 schließt sich eine
Kolbenstange 16 an, die im gezeigten Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Kolben
14 ist. Der Zylinder 15 ist an den dem Regner 10 zugewandten Ende mittels eines
stirnseitigen Abschlußdeckels 17 verschlossen, der beispielsweise mittels eines
nicht gezeigten Gewindes oder Bajonettverschlusses lösbar am Zylinder 15 gehalten
ist. Der Abschlußdeckel 17 weist eine Führungsöffnung 18 auf, durch die sich die
Kdbfnstange hindurch nach außen erstreckt. Der Regner 10 ist am freien Ende der
Kolbenstange 16 lösbar befestigt.
-
Der Kolben 14 ist im Zylinder 15 undrehbar geführt. Dies ist beispielsweise
mittels eines nicht gezeigten Keiles am Kolben erreichbar, der in einer Längsnut
im Zylinder geführt ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird die
undrehbare Führung des Kolbens 14 über die Kolbenstange 16 erzielt, die undrehbar
und mit relativ großem Spiel in der Führungsöffnung 18 des Abschlußdeckels 17 geführt
ist. Zu diesem Zweck weist die Kolbenstange 16, wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich
ist, auf ihrer äußeren Umfangsfläche die Form eines Polygons und zwar eines Sechsecks
auf. In entsprechender Weise ist die innere Umfangsfläche der Führungsöffnung 18
ausgebildet. An Stelle des Sechsecks kann auch ein Viereck oder ein anderes Vieleckprofil
vorgesehen sein. Schließlich kann es für die undrehbare Führung der Kolbenstange
16 in der Führungsöffnung 18 auch ausreichend sein, wenn die Kolbenstange 16 eine
sich in ihrer Längsrichtung erstreckende Leiste aufweist, die in einer entsprechenden
Nut im Abschlußdeckel geführt ist.
-
Selbstverständlich kann die Anordnung auch umgekehrt getroffen sein.
Die undrehbare FUhrung des Kolbens 14 und der Kolbenstange 16 dient dazu, ein vom
Regner 10 herrührendes Rückstellmoment aufzunehmen, so daß jede beliebige Art von
Regner verwendbar ist, FUr die Zuleitung der dem Regner 10 zuzuführenden Regnerflüssigkeit
sind der Kolben 14 und die Kolbenstange 16 mit einer durchgehenden Längsbohrung
19 versehen, die einerseits in die Zuflußöffnung 11 des Regners 10 und andererseits
in den Zylinderraum 20 einmündet, der auf der der Kolbenstange abgewandten Stirnfläche
21 des Kolbens 14 gebildet ist. Auf dieser Stirnfläche 21 ist der Kolben 14 mit
dem Druck von in den Zylinderraum 20 einleitbarer Regnerflüssigkeit beaufschlagbar.
-
An der der Stirnfläche 21 gegenüberliegenden Stirnfläche 22 des Kolbens
14 ist eine Axialdichtung 23 befestigt. Die Axialdichtung 23 besteht aus einem Ring,
der die Kolbenstange 16 umschließt und dessen äußere Umfangsfläche im wesentlichen
nicht Uber die Umfangsfläche des Kolbens 14 vorsteht. Der Axialdichtung 23 ist auf
der
zum Kolben 14 weisenden Seite des Abschlußdeckels 17 eine Dichtfläche
24 zugeordnet, an die sich die- Axialdichtung 23 mit ihrer zum Abschlußdeckel 17
weisenden Ringfläche dichtend anlegt, wodurch der Zylinderraum 20 nach oben hin
druckdicht abgeschlossen wird. Die Zuführung der RegnerflUssigkeit in den Zylinderraum
20 erfolgt über einen sich an das untere Ende des Zylinders 15 anschließenden, etwa
rechtwinklig abgehenden Zuflußstutzen 25, an den mittels eines Gewindes oder eines
Bajonettverschlusses eine nicht weiter gezeigte, die Regnerflussigkeit fuhrende
Zuflußleitung, beispielsweise ein Schlauch, anschließbar ist.
-
An dem stimseitigen Ende des Zylinders 15 ist in dem Bereich des Abschlußdeckells
17 ein etwa topfartiges Gehäuse 26 angeordnet, das im abgesenktem Zustand des Regners
10 zu dessen Aufnahme dient. Das Gehäuse 26 weist am oberen Ende eine Öffnung auf,
durch die der Regner 10 beim Ausfahren hindurch nach außen treten kann.
-
Die Öffnung ist mittels eines am Regner 10 über eine Feder 27 gehaltenen
Deckels 28 abdeckbar, der in Abstand oberhalb des Regners 10 angeordnet ist. Im
Bereich der Öffnung weist das Gehäuse 26 einen rinnenförmigen Rand 29 auf. Der Boden
30 des Gehäuses liegt im wesentlichen in einer Ebene mit dem Abschlußdeckel 17 und
umschließt letzteren. Zum Ablauf der sich im Inneren des Gehäuses 26 und im rinnenförmigen
Rand 29 ansammelnden RegnerflUssigkeit sind im Rand 29 und im Boden 30 Abflußöffnungen
31 vorgesehen.
-
Auf der Länge zwischen dem Abschlußdeckel 17 und dem Zuflußstutzen
25 ist der Zylinder 15 in radialem Abstand von einem Rohrkörper 32 umgeben, der
einstückig mit dem Gehäuse 26 ist und dessen unteres Ende sich zum Zuflußstutzen
25 hin etwa kegelstumpfartig verjUngt und die Außenfläche des Zylinders 15 im wesentlichen
dichtend umschließt. Im Bereich dieses Endes weist der Rohrkörper 32 ebenfalls Abflußöffnungen
31 tr RegnerflUssigkeit auf, die aus dem Gehäuse 26 Uber die Abflußöffnungen 31
im Boden 30 in den vom Rohrkörper 32 umschlossenen Innenraum einfließt.
-
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Vorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
in das Erdreich eingesteckt ist, wobei die Oberkante des Randes 29 am Gehäuse im
wesentlichen mit der Erdoberfläche abschließt. Abweichend davon kann die Vorrichtung
aber auch freistehend und in Abstand von der Erdoberfläche angeordnet sein.
-
Zumindest einzelne Teile der vorstehend beschriebenen Vorrichtung
können zweckmäßigerweise aus Kunststoff bestehen. Zur Vermeidung der Korrosionsgefahr
bestehen beispielsweise das Gehäuse 26 und der sich anschließende Rohrkörper 32
sowie der Zylinder 15 und der sich anschließende Zuflußstutzen 25 aus Kunststoff.
Auch die Kolbenstange 16 und der Kolben 14 können aus Kunststoff bestehen. Von besonderer
Bedeutung ist dabei jedoch, daß das Gewicht des Kolbens 14 und der Kolbenstange
16 so gewählt sind, daß dieses zusammen mit dem Gewicht des aufgesetzten Regners
10, der Feder 27 und des Deckels 28 so groß ist, daß nach Abstellen des Zuflusses
der Regnerflussigkeit ein Teil der in der Kolben/Zylinder-Einheit 13 und im Regner
10 verbleibenden Menge an Regnerflüssigkeit durch-dasGewicht des Kolbens, der Kolbenstange
und des Regners mit der Feder und dem Deckel verdrängt wird und Uber die Düsenöffnungen
12 des Regners 10 austritt und Uber die Abflußöffnungen 31 in das Erdreich versickert,
wobei sich der Kolben 14 mit allen von ihm getragenen Teilen selbsttätig in seine
untere Stellung absenkt, die einer abgesenkten Stellung des Regners 10 entspricht.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung wird nachfolgend erläutert. Im nicht
gezeigten Ruhezustand der Vorrichtung und des Regners liegt der Deckel 28 auf der
inneren Kante des Randes 29 des Gehäuses 26 auf und verschließt das Gehäuse nach
außen hin. In dieser Stellung wird der Deckel 28 durch das Gewicht des Kolbens 14,
der Kolbenstange 16 und des Regners 10 gehalten, die infolge ihres Gewichtes die
Feder 27 etwas auslenken, so daß eine dichtende Anlage des Deckels 28 am Rand 29
erzieltist.
-
Soll der Regner 10 in seine Arbeitsstellung ausgefahren werden und
als Regner wirksam werden, dann wird mit Druck RegnerflussigkeitUber den Zuflußstutzen
25 in den Zylinderraum 20 eingeleitet, wodurch die Stirnfläche 21 des Kolbens 14
mit dem Druck der
Flüssigkeit beaufschlagt wird. Unter dem Druck
der RegnerflOssigkeitwird der Kolben 14 mitsamt der Kolbenstange 16, dem Regner
10, der Feder 27 und dem Deckel 28 angehoben, wobei gleichzeitig der Regner 10 aus
dem Innenraum des Gehäuses 26 nach außen hin ausgefahren wird. Gleichzeitig durchströmt
die Regnerflüssigkeit die Längsbohrung 19 und tritt aus dem Regner 10 Uber die DUsenöffnungen
12 aus. Infolge des radialen Spieles zwischen Kolben 14 und Wandung des Zylinders
15 tritt ein Teil der Regnerflüssigkeit zwischen Kolbenaußenwandung und Zylinderwandung
nach'oben und über den zwischen dem Außenumfang der Kolbenstange 16 und der Führungsöffnung
18 gebildeten Zwischenraum in das Innere des Gehäuses 26. Dieser Flüssigkeitsteil
wirkt einerseits als Schmiermittel zwischen der Kolbenumfangsfläche und der Zylinderwandung,
wodurch eine evtl. Haft- und Gleitreibung bei der Kolbenbewegung noch herabgesetzt
wird, und bewirkt andererseits eine Spulströmung in dem Zylinderraum, der zwischen
der Stirnfläche 22 des Kolbens und dem Abschlußdeckel 17 gebildet ist. Infolge dieser
Spulströmung wird die Zylinderwandung im Bereich dieses Zylinderraumes, die Axialdichtung
23, die Umfangsfläche der Kolbenstange 16 und auch die Dichtfläche 24 des Abschlußdeckels
17 von evtl. Verunreinigungen gereinigt, die vom Flüssigkeitsstrom über den Spalt
zwischen der Führungsöffnung 18 und der Umfangsfläche der Kolbenstange 16 in das
Innere des Gehäuses 26 mitgeführt werden. Hierdurch wird zugleich eine Reinigungswirkung
erzielt, was insbesondere für die Axialdichtung 23 und die Dichtfläche 24 von großem
Vorteil ist.
-
Die sich im Gehäuse 26 und im rinnenförmigen Rand 29 sammelnde Regnerflussigkeit
läuft Uber die Abflußäffnungen 31 in das Erdreich ab.
-
Hat der Kolben 14 unter dem Einfluß Feder RegnerflUssigkeitseine obere
Endstellung erreicht, dann wird der Kolben 14 mit der Axialdichtung 23 gegen die
Dichtfläche 24 gepreßt. Damit die Axialdichtung 23 sich unter der Druckeinwirkung
ungehindert verformen kann, weist der Zylinder 15 im Bereich des oberen Endes eine
innere Ausdrehung 33 auf, die sich infolge der Verformung der Dichtung evtl. einstellende
radiale Wulste aufnimmt. Mit der Anlage der Axialdichtung 23 an der zugeordneten
Dichtfläche 24 endet die zuvor erwähnte Spulsträmung, da nunmehr der Spalt zwischen
der Führungsöffnung 18 und der Umfangsfläche der Kolbenstange 16 durch die Dichtwirkung
abgesperrt ist. Der Regner 10 befindet sich in dieser Stellung des Kolbens 14 in
seiner ausgefahrenen Position.
-
Soll die Tätigkeit des Regners 10 eingestellt und der Regner wieder
in das Innere des Gehäuses 26 abgesenkt werden, dann wird der Zufluß des Regnerflüssigkeit
abgestellt. Infolge des Gewichtes des Kolbens 14, der Kolbenstange 16, des Regners
10 mit der Feder 27 und dem Deckel 28 senkt sich der Kolben 14 zusammen mit den
von ihm getragenen Teilen ab, bis der Deckel 28 die Öffnung des Gehäuses 26 verschließt.
Die Absenkbewegung erfolgt selbsttätig. Der verdrängte Teil der Regnerflussigkeit
tritt dabei einerseits Uber die längsbohrung 19 und die Zuflußöffnung 11 und die
DUsenöffnungen 12 des Regners und andererseits über den Spalt zwischen den Umfangsflächen
des Kolbens 14 und der Zylinder wandung und ober den Spalt zwischen der Umfangsfläche
der Kolbenstange 16 und der Führungsöffnung aus dem Zylinderraum aus und sammelt
sich, soweit er nicht in das umgebende Erdreich verspritzt wird, im rinnenförmigen
Rand 29 und im Gehäuse 26 sowie in dem vom Rohrkörper 32 umschlossenen Innenraum
und sickert Uber die jeweils vorgesehenen Abflußöffnungen 31 in das benachbarte
Erdreich.
-
Bei dem in Fig. 2 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel sind für diejenigen
Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen, um 100 größere Bezugszeichen
verwendet, wodurch auf die Beschreibung des ersten AusfUhrungsbeispieles Bezug genommen
ist.
-
Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten insoweit,
als der den Zylinder 115 in radialem Abstand umgebende Rohrkörper 132 den Zylinder
115 druckdicht umschließt und der vom Rohrkörper 132 umschlossene Innenraum mit
dem Zylinderraum 120 des Zylinders 115 in Verbindung steht. Der Zuflußstutzen 125
für die Zuführung der Regnerflüssigkeit ist beim zweiten Ausführungsbeispiel am
Rohrkörper 132, und zwar etwa in Höhe des stirnseitigen Abschlußdeckels 117 befestigt.
Das Gehäuse 126 ist beim zweiten AusfUhrungsbeispiel nicht einstuckig mit dem Rohrkörper
132, sondern auf dessen obere Seite aufgesetzt und amgohrkörper z.B. Iösbar befestigt.
-
Die Zuleitung der Regnerflüssigkeit erfolgt beim zweiten Ausführungsbeispiel
demnach ober den Zuflußstutzen 125 in den vom Rohrkörper 132 umgrenzten Innenraum
und von
letzterem in den Zylinderraum 129. Diese Anordnung hat
den Vorteil, daß wegen des in geringem Abstand unterhalb der Erdoberflöche liegenden
Zuflußstutzens 125 die Verlegung einer an den Zuflußstutzen 125 anzuschließenden
Zuflußleitung einfacher ist, da das umgebende Erdreich nicht so tief aufgegraben
werden muß.
-
Allerdings bleibt bei dieser Anordnung infolge des hochgelegten Zuflußstutzens
125 bei abgeschaltetem Zufluß die RegnerflUssigkeit im Zylinderraum 120 stehen und
kann nicht ablaufen. Deshalb ist es insbesonders beim zweiten Ausführungsbeispiel
von Bedeutung, daß der Abschlußdeckel 117 leicht lösbar am Zylinder 115 befestigt
ist, um bei Frnstperioden durch Lösen des Abschlußdeckels 117 den Kolben 114 zusammen
mit der Kolbenstange und den Ubrigen vom Kolben getragenen Teilen aus dem Zylinder
115 entfernen zu können. Nach Entfernen dieser Teile wird die Öffnung des Gehäuses
126 mittels eines separaten Deckels verdeckt, der dem Deckel 128 entspricht.
-
Bei dem in Fig. 4 gezeigten dritten Ausführungsbeispiel sind aus dem
gleichen Grunde wie beim zweiten Ausführungsbeispiel um 200 größere Bezugszeichen
verwendet. Das dritte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von den vorgenannten
lediglich dadurch, daß die der Axialdichtung 223 am Kolben 214 zugeordnete Dichtfläche
224 am Abschlußdeckel 217 die Form eines umlaufenden, zum Kolben 214 hin vorstehenden
Ringes aufweist. Dieser Ring kann auswechselbar an dem Abschlußdeckel 217 befestigt
oder mit letzterem einstückig sein. Die in Form des Ringes ausgebildete Dichtfläche
224 erhöht die Dichtwirkung und stellt sicher, daß auch bei vereinzelten Schmutzanlagerungen
auf der zugew'andten Oberseite der Axialdichtung 223 eine gute und sichere Abdichtung
erzielt ist.