DE1600893B2 - Steuerschieber zum anschluss des luftzylinders einer windenbremse an den umkehrbaren speisekreis eines hydraulischen windenmotors - Google Patents
Steuerschieber zum anschluss des luftzylinders einer windenbremse an den umkehrbaren speisekreis eines hydraulischen windenmotorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Steuerschieber zum Anschluß des Lüftzylinders einer Windenbremse an den
umkehrbaren Speisekreis eines hydraulischen Windenmotors mit einem gegen Federrückstellung verschiebbaren
Stellkolben, der in Ruhestellung einen Bremsleitungsanschluß mit einem Abfluß und bei Beaufschlagung
über einen der beiden mit dem Speisekreis verbundenen Anschlüsse den Bremsleitungsanschluß
mit der jeweiligen Druckseite des Speisekreises verbindet.
Bei einer bekannten derartigen Lösung (US-PS 32 49 336) ist der Stellkolben des Steuerschiebers in
Richtung auf seine Mittellage über endseitig vorgesehene Federn abgestützt und aus dieser in entgegengesetzten
Richtungen durch Druckbeaufschlagung über einen der beiden mit dem Speisekreis verbundenen Anschlüsse
verschiebbar, wobei der Bremsleitungsanschluß mit der jeweiligen Druckseite des Speisekreises verbunden
wird.
Um bei der gegebenen, entgegengesetzten Verstellbarkeit und der dadurch notwendigen Abstützung auf
die Mittellage über zwei Federn beim Abstellen des Windenmotors oder bei Umkehrung von dessen
Drehrichtung den für die Rückstellung in die Mittellage notwendigen Druckabgleich zu erreichen, ist ein den
Stellkolben durchsetzender Ausgleichskanal vorgesehen. Über diesen ist eine im Hinblick auf die Sicherheit
insbesondere bei angehängter Last notwendige, schlagartige Rückstellung in die Mittellage aber nur
erreichbar, wenn er entsprechend groß dimensioniert wird. Dies hat aber entsprechend große Leckverluste im
Betrieb zur Folge und mindert damit den Gesamtwirkungsgrad. Über die Federn allein ist ein Druckausgleich
praktisch nicht erreichbar, da, entsprechend der Anordnung der Federn, die Druckbeaufschlagung
wechselseitig erfolgt.
Durch die Erfindung soll ein Steuerschieber der eingangs genannten Art zum Anschluß des Lüftzylinders
einer Windenbremse an den umkehrbaren Speisekreis eines hydraulischen Windenmotors geschaffen
werden, der unter Vermeidung von Leistungsverlusten ein schlagartiges Einschalten der Bremse beim Ab-
bzw. Umsteuern des Windenmotors ermöglicht.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die beiden mit dem Speisekreis verbundenen Anschlüsse
an in gleicher Richtung wirkende Steuerflächen des Stellkolbens und über je ein Rückschlagventil zu einer
vom Stellkolben mit dem Bremsleitungsanschluß verbindbaren Zwischenkammer führen. Durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung ist unabhängig davon, welche Seite des Speisekreises druckbeaufschlagt ist, für
den Stellkolben stets die gleiche Verstellrichtung
ίο gegeben und es ist deswegen nur eine Rückstellfeder
nötig, die so stark bemessen werden kann, daß eine schlagartige Rückstellung auch ohne Ausgleichskanal
und damit ohne Leckverluste möglich ist.
Die Steuerflächen können dabei im Rahmen der Erfindung unterschiedlich groß sein, so daß zur
Speisung des Motors in der einen oder anderen Richtung unterschiedliche Drücke, also beispielsweise
zum Anheben höhere Drücke als zum Ablassen Verwendung finden können, ohne daß dies die
Umstellgeschwindigkeit beeinflußt.
Ein Steuerschieber für einen einfach wirkenden Verbraucher, der ausschließlich in Abhängigkeit vom
Druck des zugeführten Druckmittels gesteuert wird, bei dem zwei Anschlüsse über ihnen zugeordnete Rückschlagventile
zu einer Steuerfläche eines in Gegenrichtung federbelasteten Stellkolbens führen und über den
Stellkolben druckabhängig wahlweise mit dem Verbraucher verbunden sind, ist schon durch die US-PS
30 73 332 bekannt geworden. Bei dieser bekannten Konstruktion ist der Verbraucher stets mit dem einen
oder dem anderen Versorgungsanschluß verbunden und weist daher keine Ruhestellung auf, so daß das Halten
der Last über den Windenmotor mit Greifen der Windenbremse nicht zu verwirklichen wäre. Zum
Anschluß des Lüftzylinders einer Windenbremse an den umkehrbaren Speisekreis eines hydraulischen Windenmotors
ist der bekannte Steuerschieber daher auch nichv geeignet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert, das einen Schnitt durch
einen Steuerschieber zum Anschluß des Lüftzylinders einer Windenbremse an den umkehrbaren Speisekreis
eines hydraulischen Windenmotors zeigt.
Der Steuerschieber weist ein Gehäuse 1 und einen Stellkolben 2 auf, der in der dargestellten Ruhestellung
den Bremsleitungsanschluß 3 und einen Abfluß 4 in Verbindung bringt. Der Bremsleitungsanschluß 3 ist mit
dem Lüftzylinder A der Windenbremse verbunden, die der über einen hydraulischen Motor betriebenen Winde
zugeordnet ist, die zusammen mit dem Windenmotor mit B bezeichnet ist. Der Abfluß 4 ist an die
Niederdruckleitung des umkehrbaren Hydraulikspeisekreises des Windenmotors angeschlossen. Die Leitungen
dieses Speisekreises sind in der Nähe des Windenmotors durch einen Geschwindigkeitsbegrenzer
D verbunden und über einen Verteiler C wahlweise an die Hochdruckversorgungsleitung anzuschließen.
Wird der Stellkolben 2 aus seiner hier dargestellten Ruhestellung in der Zeichnung nach links in seine
Arbeitsstellung verschoben, so verbindet er den Bremsleitungsanschluß 3 bzw. den Lüftzylinder A mit
der jeweiligen Druckseite des Speisekreises. Die Anschlüsse an die Leitungen des Speisekreises sind mit 5
und 6 bezeichnet und werden teilweise durch Kanäle im Gehäuse 1 gebildet.
Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist davon ausgegangen, daß der Anschluß 5 mit der Hochdruckseite
und der Anschluß 6 mit der Niederdruckseite des
16 OO
Speisekreises verbunden ist und daß bei dieser Schaltung die Winde hebt, also das Windenseil
aufgewickelt wird. Ist dagegen der Anschluß 6 mit der Hochdruckseite verbunden, so läßt die Winde ab. Die
Abzweigung der Anschlüsse 5 und 6 von der jeweiligen Leitung des Speisekreises erfolgt zwischen dem
Geschwindigkeitsbegrenzer £>und dem Verteiler C.
Der Anschluß 5 mündet bei der beschriebenen Konstruktion im Gehäuse 1 auf eine Kammer 7 aus, die
konzentrisch zur Achse des Stellkolbens 2 liegt und die über einen Bohrungsabschnitt 8 mit einer Zwischenkammer
9 verbunden ist. An diese Zwischenkammer 9 schließt ein weiterer Bohrungsabschnitt 18 an, der
teilweise zu einer Kammer 19 erweitert ist, von der der Bremsleitungsanschluß 3 abgezweigt ist. Über einen
weiteren, zu den genannten Bohrungsabschnitten 8, 18 und Kammern 7,9 und 19 koaxialen Bohrungsabschnitt
16 ist die Kammer 7 an eine Kammer 13 angeschlossen.
Der Stellkolben 2 seinerseits sperrt, wie bereits teilweise beschrieben, über einen im Bereich der
Kammer 19 liegenden Abschnitt 2c die Verbindung der Kammer 19 gegen die Zwischenkammer 9 oder gegen
den Abfluß 4, der von einem Raum 20 ausgeht, auf den der Bohrungsabschnitt 18 nach der von der Kammer 19
abgewandten Seite ausmündet. Er weist ferner Steuerflächen 10, 17 auf, die den Kammern 7 und 13
zugeordnet sind und jeweils durch die Stirnflächen von Kolbenabschnitten 10a bzw. 17a gebildet sind, von
denen unabhängig von der Lage des Stellkolbens 2 der Kolbenabschnitt 10a, dem Bohrüngsabschnitt 8 zugeordnet,
die Verbindung zwischen der Kammer 7 und der Zwischenkammer 9 sperrt, während der Kolbenabschnitt
17a dem Bohrungsabschnitt 16 zugeordnet ist und die Verbindung zwischen den Kammern 7 und 13
sperrt. Die beiderseits des Kolbenabschnittes 2c liegenden und im Durchmesser gegenüber diesem und
den entsprechenden Bohrungsabschnitten 18 abgesetzten Kolbenabschnitte sind mit 2a und 2b bezeichnet,
wobei der Kolbenabschnitt 2b in den Raum 20 hineinragt und hier mit einem Druckglied 21 zusammenwirkt,
das über eine Druckfeder 22 nachgiebig abgestützt ist. Dem Druckglied 21 gegenüberliegend ist
die Druckfeder 22 gegen ein Widerlager 23 abgestützt, das über eine Stellschraube 24 axial verstellbar ist, die im
Gehäuse 1 angeordnet ist.
Die auf die Kammern 7 und 13 ausmündenden Anschlüsse 5,6 sind des weiteren über Kanäle 11 und 14
mit der Zwischenkammer 9 verbunden, wobei in den durch die Kanäle 11 und 14 gebildeten Strömungswegen
jeweils ein Rückschlagventil 12 bzw. 15 angeordnet ist, das lediglich ein Durchfluß in Richtung auf die
Zwischenkammer 9 zuläßt.
Der Lüftzylinder A, der mit dem Bremsleitungsanschluß 3 verbunden ist, wird im Betrieb mit Druckflüssigkeit
beaufschlagt und löst dadurch die Bremse, wenn der Windenmotor angetrieben wird. In diesem Falle
wird nämlich über den Anschluß 5 oder 6 die jeweils entsprechende Kammer 7 oder 13 mit Druckflüssigkeit
versorgt und es wird dadurch die entsprechende Steuerfläche 10 oder 17 entsprechend beaufschlagt, so
daß der Stellkolben entgegen der Kraft der Feder 22 verschoben und über den Kolbenabschnitt 2c die
Verbindung der Kammer 19 zum Abfluß 4 gesperrt und gleichzeitig zur Zwischenkammer 9 freigegeben wird. In
diese gelangt gleichzeitig über den entsprechenden Kanal 11 oder 14, der vom Anschluß 5 oder 6 ausgeht.
die Druckflüssigkeit, die dann dem Lüftzylinder A zuströmt und die Windenbremse löst. Die Zwischenkammer
9 ist dabei über die geschilderten Verbindungswege jeweils nur mit der unter dem höheren Druck
stehenden Leitung des umkehrbaren Speisekreises verbunden, da bei Verbindung der Zwischenkammer 9
mit der Hochdruckseite durch den entsprechenden, in dieser herrschenden Druck das jeweils im Verbindungsweg
zur Niederdruckseite liegende Rückschlagventil 15 bzw. 12 durch diesen Druck geschlossen gehalten wird.
Bezogen auf das dargestellte Ausführungsbeispiel bedeutet dies, daß beim Heben der Last die Zwischenkammer
über den Anschluß 5, den Kanal 11 und das Rückschlagventil 12 mit Druckflüssigkeit versorgt wird,
während das Rückschlagventil 15 durch den entsprechenden Druckaufbau in der Zwischenkammer 9
geschlossen gehalten wird. Umgekehrt, d. h. beim Ablassen der Last erfolgt die Versorgung über den
Anschluß 6 und die Zuführung der Druckflüssigkeit zur Zwischenkammer 9 über den Kanal 14 und das
Rückschlagventil 15, und es wird dann das Rückschlagventil 12 durch den in der Zwischenkammer 9
herrschenden Druck geschlossen gehalten.
Für den Fall der Unterbrechung der Versorgung des umkehrbaren Speisekreises mit Druckflüssigkeit sind
zwei Möglichkeiten zu betrachten.
Wird der Speisekreis auf Auslaß gestellt und gleichzeitig die Speisung unterbrochen, so verschiebt
die Druckfeder 22 den Stellkolben 2 aus der hier nicht dargestellten Betriebslage in die Ruhelage gemäß der
Figur, wobei der Bremsleitungsanschluß 3 in Verbindung mit dem Abfluß 4 steht, so daß die Bremse
angezogen ist.
Wird im anderen Fall die Versorgung des Speisekreises unterbrochen, der Speisekreis aber nicht auf Auslaß
gestellt, so wäre es an sich nicht möglich, daß über die Druckfeder 22 der Stellkolben in die Ruhelage
zurückverstellt und dadurch die Windenbremse zum Einsatz gebracht wird. Tatsächlich wird aber der Druck
in der Kammer 7 abgebaut, während aufgrund der Belastung der Druck im Leitungsweg zwischen dem
Motor und Geschwindigkeitsbegrenzer D bestehenbleibt. Dementsprechend kann auch in diesem Fall über
die Druckfeder 22 der Stellkolben 2 in seine Ruhelage zurückgeschoben werden, so daß der Lüftzylinder A mit
dem Abfluß 4 verbunden wird und dadurch die Bremse greift.
Dank der Rückschlagventile 12 und 15 besteht eine ständige Unabhängigkeit zwischen den Kammern 7 und
13 und zwischen den beiden Leitungen des umkehrbaren Speisekreises, von denen die eine mit dem Anschluß
5 und die andere mit dem Anschluß 6 verbunden ist. Hierdurch sind Umstände gegeben, die die Verwendung
unterschiedlicher Drücke zur Speisung des Windenmotors begünstigen, wobei höhere Drücke zum Heben der
Last verwendet werden. Den Druckunterschieden kann durch entsprechende Bemessung der Steuerflächen 10
und 17 Rechnung getragen werden. Die Rückstellung des Steuerkolbens 2 und damit das Greifen der Bremse
ist unabhängig vom jeweiligen Beaufschlagungsdruck. Sobald nämlich die dem Produkt aus Steuerfläche und
Beaufschlagungsdruck entsprechende, auf den Stellkolben 2 wirkende Stellkraft kleiner wird als die Kraft der
Feder 22, wird der Stellkolben 2 in seine Ruhelage zurückgeschoben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Steuerschieber zum Anschluß des Lüftzylinders einer Windenbremse an den umkehrbaren Speisekreis
eines hydraulischen Windenmotors mit einem gegen Federrückstellung verschiebbaren Stellkolben,
der in Ruhestellung einen Bremsleitungsanschluß mit einem Abfluß und bei Beaufschlagung
über einen der beiden mit dem Speisekreis verbundenen Anschlüsse den Bremsleitungsanschluß
mit der jeweiligen Druckseite des Speisekreises verbindet, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden mit dem Speisekreis verbundenen Anschlüsse (5 und 6) an in gleicher Richtung
wirkende Steuerflächen (10 und 17) des Stellkolbens (2) und über je ein Rückschlagventil (12,15) zu einer
vom Stellkolben mit dem Bremsleitungsanschluß (3) verbindbaren Zwischenkammer (9) führen.
2. Steuerschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerflächen (10, 17)
unterschiedlich groß sind.
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