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DE1695585B - Verfahren zur Herstellung von 3,3-Dialkyldiazacyclopropanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3,3-Dialkyldiazacyclopropanen

Info

Publication number
DE1695585B
DE1695585B DE1695585B DE 1695585 B DE1695585 B DE 1695585B DE 1695585 B DE1695585 B DE 1695585B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorine
ketone
ammonia
reaction
dialkyldiazacyclopropanes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Masatomi Naruto; Komura Seizo Tokushima; Yamaguchi Hideo; Kume Hidetoshi; Minami Toshikatsu; Kawasaki Takashi; Naruto Tokushima Otsuka (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Otsuka Kagaku Yakuhin KK
Original Assignee
Otsuka Kagaku Yakuhin KK

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Description

tion durch die folgende Formel ausdrücken: r~^
R NH
4NH3 + Cl2 + CH3COC2H5 2
CH NH 4° m der R1 und R2 Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlen-
3 \ / stoff atomen bedeuten und die Gesamtzahl der Kohlen-
> / \ NH4Cl + H2O stoffatome der Reste R1 und R2 im Bereich von 2 bis 5
C2H5 NH liegt, durch Reaktion von Ammoniak, Chlor und
Keton, wobei JaS Keton in einer Menge von mehl als
Bei einem solchen herkömmlichen Verfahren besteht 45 0,9 Mol je Mol Chlor angewendet wird, das dadurch
jedoch die Gefahr der Explosion durch den direkten gekennzeichnet ist, daß als Chlorquelle ein anorgani-
Kontakt des Ammoniaks mit dem Chlorgas, und ferner sches Hypochlorit verwendet wird und die Reaktion
kann das verwendete Keton durch Oxydation mit unter Zusatz eines Ammoniumsalzes einer anorgani-
Chlorgas zersetzt werden, wodurch sowohl die Aus- sehen Säure bei einem pH-Wert des Reaktionssystems
beute des gewünschten Produktes als auch die Ver- 50 von 10 bis 13 durchgeführt wird,
wendbarkeit des Ketons herabgesetzt werden. Bei Verwendung von Calciumhypochlorit wird die
Ferner ist ein Verfahren zur Herstellung von 3,3-Di- mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verbundene
alkyldiazacyclopropanderivaten durch Umsetzung von Reaktion im wesentlichen durch die folgende Glei-
flüssigem Ammoniak, Keton und Chlor unter Anwen- chung ausgedrückt:
R1 R1 NH
4NH3+ 2 y CO + Ca(OCl)2 — 2 /C{ \ +CaCl2+ 4 H2O
R2 R2 XNH
worin R1 und R2 Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlen- hypochlorit, Kaliumhypochlorit. Die bevorzugten
Stoffatomen sind und die Gesamtanzahl der Kohlen- Beispiele sind Chlorkalk und Natriumhypochlorit,
stoffatome der Reste R1 und R2 im Bereich von 2 bis 5 Das Hypochlorit kann in der Form eines Pulvers, einer liegt. 65 wäßrigen Lösung und einer wäßrigen Suspension ver-
Erfindungsgemäß können als das Hypochlorit ver- wendet werden. Da das Hypochlorit als Chlorquelle
schiedene Salze der unterchlorigen Säure verwendet verwendet wird, kann erfindungsgemäß die Gefahr der
werden, beispielsweise Calciumhypochlorit, Natrium- Explosion und die Zersetzung des Ausgangsketons
3 4
durch Chlorgas ausgeschaltet und ferner die Herste!- andere Sohwermetaile, in dem verwendeten Hypo-
lung des 3>Dmlkyldlazaoyolopropans wirtschaftlich chlorlt vorliegen, wodurch die Reaktion gehindert
gemacht werden, wjrd, jn an s|oh bekannter Weise eine klebrige Sub«
Beispiele für die gemäß der Erfindung verwendeten stanz, wie beispielsweise Gelatine, Leim, Stärke oder
Ketone sind Aceton, Methyläthylketon, Diäthylketon, 5 Carboxymethylcellulose, dem Reaktionssystem züge-
Methylisopropylketon, Methylisobutylketon. Das Ke- setzt.
ton wird in einer Menge von mehr als 0,9 Mol verwen- Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der
del, vorzugsweise 1,2 bis 4,0 Mol pro Mol des verfüg- Erfindung, baren Chlors in dem Ausgangshypoohlorit.
Das Ammoniak wird in Form von Ammoniak· io B e i s ρ i e 1 1 wasser und Ammoniakgas verwendet und im allgemeinen in einer Menge von 3 bis 20 Mol, vorzugsweise) Zu einem Gemisch aus 486 g Ammoniakwasser von 4 bis 10 Mol, pro Mol des verfügbaren Chlors in dem 28 Gewichtsprozent, 116 g Aceton und 53 g Ammo-Ausgangshypochlorit angewendet. niumchlorid wurden in 30 Minuten unter heftigem
Bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfall·· 15 Rühren 444 g einer wäßrigen Suspension von 118,4 g rens ist es wichtig, die Reaktion unter Zusatz eines Bleichpulver (Chlorkalk) zugegeben, die 60 Gewichts-Ammoniumsalzes einer anorganischen Säure durchzu- prozent verfügbares Chlor in Wasser suspendiert entführen, während der pH-Wert des Reaktionssystems hielt. Zu Beginn der Reaktion lag der pH-Wert des zwischen 10 und 13 gehalten wird, wodurch die ge- Reaktionsgemisches bei 11,3. Die Temperatur des wünschten S.S-Dialkyldiazacyclopropane selektiv in 20 Systems wurde durch Wasserkühlung während der hoher Ausbeute erzeugt werden. Wenn die Reaktion Zugabe auf 3O0C gehalten. Danach wurde das System ohne Zusatz des Salzes ausgeführt wird, erhöht sich 1 Stunde lang auf etwa 4O0C erwärmt, wodurch 67 g der pH-Wert des Reaktionssystems auf Grund der 3,3-Dimethyldiazacyclopropan in Form einer Lösung Bildung eines stark alkalischen Zwischenproduktes, erhalten wurden. Nach der Reaktion lag der pH-Wert wie beispielsweise Calciumhydroxyd, auf mehr als 13, 25 des Reaktionsgemisches bei 10,7. Die Ausbeute, be-Su daß vorwiegend Hydrazone oder Azine erzeugt rechnet als Hydrazinhydrat, betrug 93 Molprozent, werden, welche mit dem eingesetzten Hypochlorit bezogen auf das verfügbare Chlor, das in dem verwenwährend der Reaktion teilweise zersetzt werden und deten als Ausgangsstoff eingesetzten Bleichpulver entsomit die Ausbeute des gewünschten Produktes be- halten war, und die Konzentration des Produktes in trächtlich vermindern. Wenn jedoch die Reaktion nach 30 der Lösung betrug 4,65 Gewichtsprozent, berechnet dem erfindungsgemäßen Verfahren unter Zusatz des als Hydrazinhydrat. Der Siedepunkt des 3,3-Di-Ammoniumsalzes durchgeführt wird, so wird das methyldiazacyclopropans lag bei 106°C/760mm Hg. stark alkalische Zwischenprodukt unmittelbar mit den Zum Vergleich wurde die Reaktion in der gleichen Ammoniumsalzen unter Verhinderung des uner- WeL. wie im Beispiel 1 durchgeführt, mit dem Unterwünschten Anstiegs des pH-Wertes des Reaktions- 35 schied, daß kein Ammoniumchlorid zugesetzt wurde, systems neutralisiert, und der pH-Wert wird im Be- Es wurde keine Bildung von 3,3-Dimethyldiazacycloreich von 10 bis 13 gehalten, wodurch es möglich wird, propan beobachtet, sondern man erhielt Acetonazin. die 3,3-Dialkyldiazacyclopropane selektiv in hoher
Ausbeute herzustellen. Die bevorzugt gemäß der Er- B e i s ρ i e 1 2
findung verwendeten Ammoniumsalze sind Ammo- 40
niumchlorid, Ammoniumnitrat, Ammoniumsulfat und Zu einem Gemisch aus 2190 g Ammoniakwasser
Ammoniumphosphat, wobei Ammoniumchlorid am von 28 Gewichtsprozent, 576 g Methyläthylketon und
meisten bevorzugt wird. Die bevorzugte Menge des 214 g Ammoniumchlorid wurden in 30 Minuten unter
Ammoniumsalzes variiert über einen weiten Bereich. heftigem Rühren 10 ml SgewLLtsprozentiger Gelatine
Es wird jedoch in einer Menge angewendet, die aus- 45 und 444 g Bleichpulver zugegeben, das 64 Gewichts-
reicht, den pH-Wert des Reaktionssystems während prozent verfügbares Chlor enthielt. Zu Beginn der
des gesamten Zeitraumes der Reaktion auf 10 bis 13, Reaktion lag der pH-Wert des Reaktionsgemisches bei
vorzugsweise auf 10,5 bis 12, zu halten. 11,4. Die Reaktionstemperatur des Systems erhöhte
Das Verfahren der Erfindung kann absatzweise sich langsam, wurde jedoch während der Zugabe auf oder kontinuierlich ausgeführt werden. Gemäß einer 50 20 bis 25°C gehalten. Danach wurde die Mischung bevorzugten Arbeitsweise zur Durchführung des erfin- 2 Stunden lang auf etwa 4O0C erhitzt, wodurch 330 g dungsgemäßen Verfahrens wird Hypochlorit unter S-Methyl-S-äthyldiazacyclopropan erhalten wurden. Rühren bei einer Temperatur unter 4O0C, Vorzugs- Nach der Reaktion lag der pH-Wert des Reaktionsweise 10 bis 35°C, in Form von Pulver, Lösung oder gemisches bei 10,8. Die Ausbeute, berechnet als Suspension zu einer gemischten Lösung von Ammo- 55 Hydrazinhydrat, betrug 96 Molprozent, bezogen auf niakwasser, Keton und Ammoniumsalz einer anor- das in dem eingesetzten Bleichpulver enthaltene verfügganischen Säure zugegeben, dann wird die Reaktion bare Chlor, und die Konzentration des Produktes in bei 10 bis 80°C, vorzugsweise 40 bis 80° C, etwa 0,5 bis der resultierenden Lösung betrug 5,78 Gewichts-4 Stunden fortgesetzt. Das gewünschte 3,3-Dialkyl- prozent, berechnet als Hydrazinhydrat. Der Siedediazacyclopropan wird in Form einer Lösung erhalten. 60 punkt des erhaltenen S-Methyl-S-äthyldiazacyclopro-Gewöhnlich ist das Produkt in der resultierenden pans liegt bei 32° C/17 mm Hg. Lösung in einer Konzentration von 4 bis 10 Gewichtsprozent, berechnet als Hydrazinhydrat, und von 10 bis ... 30 Gwichtsprozent, berechnet als Hydrazinhydrat, Beispiel 3 bezogen auf das Gewicht des in der Lösung enthaltenen 65
Wassers, enthalten. Zu einem Gemisch aus 60 g Ammoniakwasser von
Vor der Reaktion wird, wenn erforderlich, d.h. 28 Gewichtsprozent, 66 g Ammom'umsulfat, 144 g
falls Verunreinigungen, wie beispielsweise Eisen oder Methyläthylketon und 100 ml Wasser wurden in
30 Minuten unter heftigem Rühren bei 25 bis 3O0C 85 g Ammoniakgas und 592 g Natriumhypoohlorit» lösung zugegeben, die 12 Gewiohtsprozent verfügbares Chlor enthielt. Zu Beginn der Reaktion lag der pH-Wert des Reaktionsgemisohes bei 11,5, Danach S wurde das System 2 Stunden lang auf 450C erhitzt, wodurch 75,7 g B-Methyl-S-äthyldiazacyclopropan In Form einer Lösung erhalten wurden. Nach der Reaktion lag der pH-Wert des Reaktionsgemisohes bei 10,9. Die Ausbeute, berechnet als Hydrazinhydrat, betrug 88 Molprozent, bezogen auf in der Natriumhypochloritlösung verfügbares Chlor, und die Konzentration des Produktes in der resultierenden Lösung betrug 4,35 Gewichtsprozent, berechnet als Hydrazinhydrat. Der Siedepunkt des erhaltenen 3-Methyl-3-äthyldiazacyclopropans liegt bei 32"C/17 mm Hg.
Beispiel 4
Zu einem Gemisoh aus 46 β Ammoniakwasser von 28 Gewichtsprozent, 26 g Methylisopropylketon und 12 g Ammoniumnitrat wurden in 20 Minuten unter heftigem Rühren bei 20 bis 250C 17 g Bleiohpulver zugegeben, das 10,65 g verfügbares Chlor enthielt. Zu Beginn der Reaktion lag der pH-Wert des Reaktionsgemisches bei 11,2. Danach wurde das System 1 Stunde lang auf 4O0C erhitzt, und man erhielt 3-Methyl-3-isopropyldiazacyclopropanlösung. Nach der Reaktion lag der pH-Wert des Reaktionsgemisches bei 10,5. Die Ausbeute, berechnet als Hydrazinhydrat, betrug 86 Molprozent, bezogen auf das in dem eingesetzten Bleichpulver enthaltene verfügbare Chlor, Der Siedepunkt des erhaltenen S-MethyW-isopropyldiazacyclopropans liegt bei 67°C/5O mm Hg.

Claims (1)

1 2
dung tiefer Temperaturen von -5O0C bekannt. Da die
Patentanspruch: Umsetzung von Ammoniak, Keton und Chlor zur
Herstellung von Dialkyldiazaoyolopropan bekanntlich
Verfahren zur Herstellung von 3,3.Dialkyldiaza- eine stark exotherme Reaktion ist, ergeben eich erhebcyclopropanen der allgemeinen Formel: 5 liehe Schwierigkeiten, die Temperatur des Reaktion».
systems bei -5O0C zu halten, so daß ein derartiges R1 ν y NH Verfahren als technisch brauchbares Verfahren nicht
ρ in Betracht kommt,
/ \ Auch konnte aus der Tatsache, daß die Herstellung
R8' NNH 10 von Dialkyldiazacyclopropan aus Keton, Ammoniak
in der R1 und R8 Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlen- und Chlor oder Chloramin und andererseits die BiI-stoffatomen bedeuten und die Gesamtzahl der dung von Chloramin aus Ammoniak und Chlor oder Kohlenstoffatome der Reste R1 und R8 im Bereich Hypochlorit bekannt sind und sich durch Umsetzung von 2 bis 5 liegt, durch Reaktion von Ammoniak, von Chloramin mit Ammoniak und starkem Alkali Chlor und Keton, wobei das Keton in einer Menge 15 Hydrazin bildet, nicht auf die erfindungsgemäße Lehre von mehr als 0,9 Mol je Mol Chlor angewendet geschlossen werden, innerhalb eines Verfahrens zur wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Herstellung bestimmter 3,3-Dialkyldiazacyclopropane Chlorquelle ein anorganisches Hypochlorit ver- Hypochlorit an Stelle von Chlor oder Chloramin einwendet wird und die Reaktion unter Zusatz eines zusetzen und ein Ammoniumsalz einer starken Säure zu . Ammoniumsalzes einer anorganischen Säure bei 20 verwenden, um die Bildung von Hydrazin auszuschaleinun pH-Wert des Reaktionssystems von 10 bis 13 ten.
durchgeführt wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter
Vermeidung der bisherigen Nachteile ein sicheres
technisch günstiges Verfahren zur Herstellung von
25 3,3-Dialkyldiazacyclopropanen zu schaffen, das frei von Explosionsgefahr ist und bei dem die eingesetzten
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Ketone wirksam ohne Zersetzung und/oder Konden-Herstellung von 3,3-Dialkyldiazacyclopropanen, die sation mit leicht zugänglichem Hypochlorit als Chlorals Ausgangsmaterial zur Gewinnung von Hydrazin- quelle unter selektiver Bildung der gewünschten Prohydrat, Hydrazinsalzen und anderen Hydrazinderiva- 30 dukte in hohen Ausbeuten und hoher Konzentration ten verwendbar sind. umgesetzt werden.
Bisher sind 3,3-Dialkyldiazacyclopropane im allge- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Hermeinen durch Einführen von Chlorgas in eine wäßrige stellung von 3,3-Dialkyldiazacyclopropanen der allge- oder organische Lösung von Ammoniak und Keton meinen Formel
hergestellt worden. Wenn beispielsweise Methyläthyl- 35 R1-NH
keton als ein Keton verwendet wird, läßt sich die Reak- \ /

Family

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