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DE1692709B - Verfahren zur Herstellung von Würzen aus den Mikrobenmassen von Gärbrühen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Würzen aus den Mikrobenmassen von Gärbrühen

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Publication number
DE1692709B
DE1692709B DE1692709B DE 1692709 B DE1692709 B DE 1692709B DE 1692709 B DE1692709 B DE 1692709B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
water
filtrate
concentrated
hours
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Akio; Ishida Kengo; Machida Tokio Shiga (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KH Neochem Co Ltd
Original Assignee
Kyowa Hakko Kogyo Co Ltd

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Description

45
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Würzen aus den Mikrobenmassen der Gärbrühen, die bei der Gewinnung von Aminosäuren oder Nucleinsäuren entsprechenden Verbindungen durch Vergärung anfallen.
Bei einem bekannten Verfahren der beschriebenen Gattung (vgl. belgische Patentschrift 659 731) ist die Mikrobenmasse eine Hefe, und zwar wird eine Hefeausschlemmung nach thermischer Inaktivierung der Hefeenzyme unter geeigneten pH-Temperaturbedingungen mit einem proteolytischen Enzym behandelt und das Hydrolysat zur Inaktivierung des zugesetzten Enzyms nochmals erhitzt. Dabei kann auch von einer aus einer Gärbrühe stammenden Hefe ausgegangen werden. Die enzymatische Hydrolyse wird bei einer Temperatur zwischen 50 und 60° C bei einem pH-Wert zwischen 6 und 3 während 6 bis Stunden ausgeführt. Nach Abtrennen der Feststoffe wird das Filtrat im Vakuum eingedickt.
Im übrigen kennt man (vgl. britische Patentschrift 861 612) die Herstellung von Fleischextrakten aus wäßrigen Proteinextrakten von Hefe. Hierbei wird ein durch proteolytische Enzyme gewonnener Extrakt mit dem aus dem Rückstand durch sauren Aufschluß gewonnenen Hydrolysat kombiniert und getrocknet. In diesem Zusammenhang gehört auch die Maßnahme (vgl. die britische Patentschrift 933 828), Hefe vor der enzymatischen Hydrolyse durch Erhitzen in einer alkalischen Salzlösung aufzuschließen sowie das Hydrolysat mittels Ionenaustauschern od. dgl. zu reinigen. — Im Rahmen all dieser bekannten Maßnahmen ist also die Mikrobenmasse letzten Endes eine Hefe. Hefe einerseits und Bakterien andererseits haben jedoch grandlegend verschiedene Zellkörper. Im besonderen weisen die Wände dieser Leiten unterschiedliche Zusammensetzungen auf. Bei Hefe besteht die Zusammensetzung aus Mannan und Glukan, während die festeren Zellwände von Bakterien bekanntlich aus Peptiden und Muraminsäure (Murein) bestehen. Die Anwendung der bekannten Maßnahmen zur Herstellung von Würzen bzw. Fleischextrakten aus Mikrobenmasse führte bei Bakterien als Mikrobenmasse bisher nicht zum gewünschten Erfolg, da infolge der größeren Widerstandsfähigkeit der Zellwände der Bakterien die enzymatische Hydrolyse nur eine geringe Ausbeute zur Folge hatte.
Allerdings ist es grundsätzlich bekannt (vgl. französische Patentschrift 1 369 620), Gärbrühen aus der Aminosäure-Herstellung, die noch die Mikrobenmasse enthalten, mit Calciumhydroxyd zu versetzen und das Gemisch zu erhitzen, wodurch die Bakterienzellen zerstört werden sollen. Das hat jedoch zur Fortführung eines Verfahrens der eingangs beschriebenen Gattung bisher nicht beigetragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung mit einer Mikrobenmasse aus Bakterien zu arbeiten. Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß der wäßrigen Flüssigkeit, die die aus Bakterien bestehende Mikrobenmasse enthält, ein Alkalisalz einer schwachen Säure und/oder ein Alkalihydroxyd zur Einstellung einer Konzentration von 0,02 bis 0,1 η zugeführt wird, die Flüssigkeit 1 bis 3 Stunden unter Rühren auf 50 bis 80° C erhitzt, c-,r pH-Wert anschließend auf 6,0 bis 8,0 eingestellt, die Flüssigkeit 3 bis 10 Minuten auf 80 bis 130° C, nach Abkühlung mit Protease versetzt und zum Abbau des Proteins 6 bis 48 Stunden auf 50 bis 60° C gehalten wird, nach dem Abkühlen der pH-Wert auf 4,5 bis 4,8 eingestellt, die Flüssigkeit filtriert und der Rückstand mit Wasser ausgewaschen wird, aus dem vereinten Waschwasser und Filtrat mit Hilfe einer Harzkolonne oder mit Aktivkohle die Bitterstoffe und Farbstoffe entfernt werden, das Eluat bzw. Filtrat auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 eingestellt und bei 55 bis 60° C im Vakuum konzentriert wird. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der nach dem Filtrieren verbleibende Rückstand mehrere Stunden mit konzentrierter Salzsäure (35°/oig) bis zu einem Verhältnis von Gesamtstickstoff zu Aminostickstoff von etwa 2 hydrolysiert wird, das Hydrolysat mit Wasser verdünnt filtriert, der Rückstand mit Wasser gewaschen wird, Waschwasscr und Filtrat konzentriert werden, dieses Konzentrat mit der bei der enzymatischen Behandlung erhaltenen Lösung vereinigt und dieses
rpmisch nach Einstellen auf einen pH-Wert von 5,5 wfi5 im Vakuum bei 45 bis 60° C konzentriert ■-Λ 'während die bekannten Verfahren zur Her- !SLic von Würzen bzw. Fleischcxtrakten aus Srobenmassen bei Bakterien als Mikrobenmasse Ser nicht zum gewünschten Erfolg führten da - fnioe der größeren Widerstandsfähigkeit der ZeIl-"Sande der Bakterien die enzymatische Hydrolyse Weine geringe Ausbeute zur Folge hatte, erreicht Te : erfindungsgemäße Vorbehandlung den gewünsch- ti Frfol- Gleichzeitig führt das erfindungsgemäße Verfahrend einer gesteigerten Ausbeute. Die nach Im erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Szen besitzen größere Mengen von essentiellen Aminosäuren und verschiedenen anderen Nährt ffen ζ Β Vitaminen, Nucleotiden, Nucleosides Pepf.den u. dgl., sind also Würzen mit sehr hohem ΝΪΓfolgenden wird die Erfindung an Hand von Beispielen ausführlicher erläutert: 2O-
Beispiel 1
1001 Gärbrühe, die durch Züchten von Micrococtus glutamicus ATCC 13761 in üblicher Weise Stellt wurde, wurde auf ein pH von 4£ ein-Sm und zentrifugiert, wobei man 5,5 kg Mikrobenmasse (Wassergehalt 75,5 Vo) erhielt. Man fugte «Tdner 0 05 η wäßripen N?<riumcarbonatlosung Il wobei sich eine Zellnvlch bildete. Diese wurde ? Stunden unter Rühren zwecks Z-rstörung der Zellwände und -membranen auf 55° C erhitzt. Danach riinderFlüssigkeit^chZusa.v^^wa;«- Analytische Ergebnisse der Würzpaste
Wasser (°/o)
NaQ(Ve)
Aminosäuren (°/o)
12 5
8.0 i.8
Glutaminsäure
Asparaginsäure
Threonin
Serin
Prolin
Glycin
Alanin ,
VaUn
Methionin «,-
Isoleucin 0,8
Tyrosin 0,4
Leucin 0,9
Phenylalanin 0,8
1,1
o')4 06
Q5
Lylin
Arginin
5'-Inosinsäure (°/o)
Vitamine (y/g)
Riboflavin
Thiamin
Nicotinsäure .
Pantothensäure
Biotin
Pyridoxin
Inosit
Folinsäure
0,9 2,0
20,5 5,6
48,8
28,0 0,01 2,0
410,0 1,8
pH der wäßrigen
Beispiel 2
Flüssigkeit ->·
1 einer Brühe, die durch Vergären von 5'-Inogebildet wurde, und zwar durch Züchten ■'~--*~-:"m ommnniagenes K. Y. 3454 in
sinsaure
setzte Flüssigkeit einen Diueren unummw, ,
wurde zwecks Beseitigung dieses bitteren Geschmacks und der färbenden Substanzen wie folgt verfahren: Man stellte durch Zusatz von 2 η wäßriger Salzsäure die Flüssigkeit auf einen pH-Wert von 4,8 ein und filtrierte unter Erhalt eines unzersetzten Teils und eines Filtrats. Der unzersetzte Teil wurde mit Wasser gewaschen. Das Filtrat und das erhaltene Waschwassei wurden vereinigt, so daß man 36,5 einer klären Flüssigkeit erhielt. Diese schickte man
'—:-"i;«Voit vnn 2.0 durch 5:
. __ .iimx.v, _. . IC UUU -u.w..^
zu lösen; dann fügte man 2 η wäßrige Salzsäure hinzu, um den pH-Wert auf 7,0 einzustellen, und erhitzte anschließend 10 Minuten auf 105° C. Nach dem Abkühlen auf 50° C fügte man zu der Flüssigkeit 12,5 g (d. h. 1 °/o auf das Proteinsubstrat bebezogen) Streptomyces-Protease hinzu, um das Zellprotein bei 50 bis 53° C zu zersetzen. 8 Stunden nach Beginn der Zersetzung wurden zusätzlich 12,5 g der-"— n—*"ocp zu der Lösung hinzugefügt, und die ·--, α „„itprPT 8 Stunden ab (Ge-
ta
wa,
Nach etwa 10 Minuten war
sannzen iu oiunu»,.,.
handlung wurden 80 bis 82 0As des Zellproteins in Aminosäuren und niedere Peptide übergeführt. Nach Beendigung der Zersetzung wurde die Flüssigkeit ---~~ --,.:._* „m die Rektion
stellung eic* [m-».^.^o „ _ Zusatz von wäßriger
lauge wurde die Flüssigkeit bei 50 bis 60° C unter auf einen pH-Wert \„.. .,
vermindertem Druck konzentriert, und man erhielt 65 Man erhielt 50 1 Filtrat, abgetrennt ve... _.
780 g einer Würzpaste, welche stark verbesserte Material. Das letztere wurde mit 31 Wasser geEigenschaften und die nachfolgende Zusammen- waschen. Filtrat und Waschwasser wurden vereinigt, setzung hatte: und man schickte sie durch eine Harzkolonne, die
1
mit 2,5 1 eines Harzes in seiner Cl-Form beschickt war, mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 2. Nach 10 Stunden war die Eluierung beendet. Die Kolonne wurde dann mit 5 1 Wasser gewaschen. Man erhielt 551 eines vereinigten Eluats. Dieses wurde durch Zusatz von wäßriger 2 n-Natrönlauge auf einen pH-Wert von 5,5 eingestellt und unter vermindertem Druck konzentriert und ergab 1,4 kg einer Würzpaste, welche Glutaminsäure, Natrium-5'-Inosinat und verschiedene andere Aminosäuren enthielt; sie ίο hatte ausgezeichnete geschmacksverbessernde Eigenschaften. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Analysenwerte dieser Würze.
Analytische Ergebnisse der Würzpaste
Wasser (0Zo) 12,5
NaCl(0Zo) 15,5
Gesamtstickstoff (0Zo) 10,5
Aminosäuren (0Zo)
Alanin 3,0
Lysin 0,8
Leucin 0,8
Glutaminsäure 12,5
Asparaginsäure 1,3
Valin 0,8
andere Aminosäuren wurden ebenfalls nachgewiesen
Vitamine (yZg)
Thiamin 2,1
Pantothensäure >.... 2,5
Pyridoxin 0,8
Folinsäure 0,9
Riboflavin 15,5
Nicotinsäure 25,6
Inosit 350,0
pH der wäßrigen Flüssigkeit 5,5
Beispiel 3
100 1 einer Gärbrühe (Gehalt je 100 ml: 1,2 g Glutaminsäure, 0,58 g Alanin, 0,5 g Asparaginsäure, 0,5 g Glutamin, 01 g Lysin, 0,15 g Valin, 0,13 g Leucin, 1,4 g Trockenzellen, ferner Pfoteine, Peptide, Vitamine, Zucker u. dgl.), welche durch Abtrennung der wesentlichen Mengen an Glutaminsäure von den Gärlösungen der Glutaminsäurevergärung erhalten worden war, wurden mit Natriumcarbonat versetzt, um eine Konzentration von 0,03 η zu erhalten, und im Vakuum bei 50° C konzentriert, um Verunreinigungen, wie z. B. Ammoniak, zu entfernen. Mari erhielt 50 1 der konzentrierten Flüssigkeit, weiche 2 Stunden auf 55° C erhitzt, durch Zufügen von Salzsäure auf einen pH-Wert von 7.2 eingestellt und 10 Minuten lang auf 105° C erhitzt wurde. Nach dem Abkühlen wurde die Flüssigkeit durch Zusatz von 9 g Protease entsprechend 1 Gewichtsprozent des Gesamt-Proteinsubstrats enzymatisch zersetzt und 16 Stunden unter Rühren auf 50 bis 55° C erhitzt. Infolge der Zersetzung wurden Zellproteine und freie Proteine zu Aminosäuren und Pcptiden hydrolysiert, und verschiedene andere Stoffe, wie z. B. Vitamine, die in den Zellkörpern enthalten waren, wurden gründlich eluiert. Dabei wurden die Proteine in Aminosäuren und niedrige Peptide zu 82 bis 850Zo 709 1I
1 6
überführt. Die Entfernung der färbenden Stoffe und des bitteren Geschmacks aus der Flüssigkeit wurde in folgender Weise vorgenommen: Die Flüssigkeit wurde durch Zusatz von HCl auf einen pH-Wert von 4,8 eingestellt und zwecks Trennung des Filtrats von den unzersetzten Rückständen filtriert. Die Rückstände wurden mit 3 1 Wasser gewaschen. Man erhielt durch Vereinigung von Waschwasser und Filtrat 51 I einer klären Flüssigkeit. Diese schickte man mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 2 durch eine Harzkolonne, die mit 2,5 1 eines entfärbenden Harzes beschickt war und die etwa V20 des Volumens der zu behandelnden Flüssigkeit betrug. Nach 10 Stunden war die Eluierung beendet. Die Kolonne wurde mit 5 1 Wasser gewaschen, und man vereinigte Waschwasser und Eluat und erhielt 55 1 Flüssigkeit. Diesem Eluat setzte man zwecks Einstellung des pH-Wertes auf 5,5 Natriumcarbonat rvd Natriumhydroxyd zu und konzentrierte es im Vakuum bei 50 bis 55: C. um 3,78 kg einer Würzpaste zu erhalten, welche ausgezeichnete geschmacksverbessernde Eigenschaften und folgende Zusammensetzung hatte:
Zusammensetzung der Würze (in Gewicht)
Wasser 12,50Zo
Gesamtstickstoff 10,50Zo
Alanin 10,30Zo
Lysin 2,00Zo
Leucin 3,7»Zo
Thiamin 4,3 -/Zg
Pantothensäure 37,1 γ/g
Pyridoxin 1,5 γ/g
Folinsäure 1,8 γ/g
ebenso waren verschiedene ande;e Aminosäuren enthalten
NaCl 12,S0Zo
Glutaminsäure 30,10Zo
Asparaginsäure 10,10Zo
Valin 4,00Zo
Riboflavin 16,4 γ/g
Nicotinsäure 66,6 γ/g
Inosit 375,0 γ/g
Beispiel 4
1001 einer Brühe, die durch Vergären von Glutaminsäure erhalten wurde und die in 100 ml 1,2 kg Glutaminisäure, 0,5 g Alanin, 0,5 g Asparaginsäure, 0,3 g Glutamin, 0,1g Lysin, 0,1.5 g Valin, 0,13 g Leucin, 1,4 g Mikroben (gemessen in getrocknetem Zustand) sowie Peptide, Proteine, Vitamine, Zucker u. dgl. enthielt, wurde mit Natriumcarbonat versetzt, um eine Kc.izentration von 0,03 η einzustellen. Dann wurde im Vakuum bei 50° C konzentriert, und man erhielt 50 1 der konzentrierten Flüssigkeit. Zu dieser Flüssigkeit wurde Salzsäure hinzugefügt, um den pH-Wert auf 7,2 einzustellen, und anschließend wurde sie 10 Minuten auf 1050C erhitzt. Nach dem Abkühlen fügic man zu der Lösung 1,8 g einer Protease hinzu und zersetzte sie unter Rühren in 16 Stunden bei 50 bis 55° C. Das Hydrolysat wurde mit Salzsäure auf einen pH-Wert von 4,5 eingestellt und filtriert. Man erhielt 5 1 Filtrat und 2,5 1 unzersetzten Rückstand (Wassergehalt 70,20Zo). Zu dem unzersetzten Rückstand wurden 1,3 kg konzentrierte Salzsäure (350Zo) hinzugefügt, und dann wurde der
7 ^ 8
Rückstand durch 16stündiges Erhitzen auf 105° C durch Behandlung mit dem entfärbenden Harz crlial-
hydrolysicrt, wobei ein Hydrolysat erhalten wurde, ten war, vereinigt wurde. Die vereinigte Flüssigkeit
in dem das Verhältnis von GesamtstickstofT zu wurde mit Natronlauge auf einen pH-Wert von 6,2
AminostickstolT 2,1 betrug. eingestellt, im Vakuum bei 45 bis 50° C konzentriert,
Zu der hydrolysierten Flüssigkeit fügte man 2 I 5 und man erhielt 2,1 kg Würze in Pastenform. Die Wasser und filtriert diese, wobei man neben dem erhaltene Würze enthielt Natrium-5'-Inosinsäurc und Filtrat einen Rückstand erhielt. Letzterer wurde mit Aminosäuren, wie Glutaminsäure, Peptide, Vitamine 2 ! Wasser gewaschen. Waschwasser und Filtrat u. dgl., und hatte fleischähnlichen Geschmack. Verergaben 7 1 Flüssigkeit, welche unter vermindertem jchiedene Tests einschließlich eines funktionellcn Druck auf 1,5 1 konzentriert wurden. Die konzen- io Testes zeigten, daß die Würzen ausgezeichnete getrierte Lösung wurde mit der Flüssigkeit, die bei der schmacksverbessernde Eigenschaften hatten, enzymatischen Behandlung erhalten wurde, vereinigt Die folgende Tabelle zeigt die analytischen Ergc-b- und mit Natronlauge auf einen pH-Wert von 6,4 ein- nisse der Würze dieses Beispiels: gestellt. Anschließend konzentrierte man diese Flüssigkeit unter vermindertem Druck bei 45 bis 50° C 15 Analyse der Würze und erhielt eine Würze in Pastenform. Das erhaltene
Produkt hatte ausgezeichnete geschmacksverbes- Wasser 13,71Vo
sernde Eigenschaften und enthielt verschiedene NaCl 10,6 °/o
Aminosäuren, Peptide, organische Säuren, Vitamine Thiamin 10,0 γ/g
u. dgl. und war für alle Würzzwecke geeignet. 20 Pantothensäure 40,0 γ/g
Pyridoxin 3,0 y/g
Beispiel 5 Folinsäure 3,0 γ/g
Gesamtstickstoff 7,7 °/o
100 1 einer Gärbrühe der 5'-Inosinsäure, die durch 5'-Inosinsäure 6,1 °/o
Züchten von Brevibacterium ammonlagenes K. Y. »5 Riboflavin 31,0 γ/g
3454 in üblicher Weise erhalten wurde, wurden auf Nicotinsäure 0,2 γ/g
einen pH-Wert von 4,5 eingestellt und ergaben nach Biotin 0,03 γ/g
dem Zentrifugieren 8,4 kg Zellmasse (Wassergehalt , Inosit 540,0 γ/g
70,2 0M. Zwecks Erhalt einer Zellmilch fügte man
dieser 52 1 wäßrige 0,03 η-Natronlauge hinzu. Diese 3p Diese Würze kann allein, faüs erwünscht, mit dem Zellmilch wurde 1 Stunde unter Rühren auf 60° C HCl-Hydrolysat der unlöslichen Funktion verarbeitet erhitzt, um die Zellwände und -membranen zu werden, welche nach dem erfindungsgemäßen Verlösen, dann wurde wäßrige 2 η-Salzsäure zugefügt, fahren hergestellt werden kann, um den pH-Wert auf 7,0 einzustellen, und anschließend 10 Minuten auf 105° C erhitzt. Nach dem Ab- 35 B e i s ρ i e 1 6 kühlen auf 45° C fügte man zu dieser Flüssigkeit
7,7 g Streptomyces Protease hinzu, um in 10 Stunden 100 1 einer Gärbrühe, die durch Züchten von
das Zellprotein bei 45 bis 47° C zu zersetzen. Micrococcus glutamicus A. T. C. C. 13761 in üblicher
Am Schluß der Zersetzung wurde wäßrige 2 η-Salz- Weise erhalten war, wurde auf einen pH-Wert von
säure hinzugefügt, um den pH-Wert auf 4,5 einzu- 40 4,5 eingestellt und ergab nach dem Zentrifugieren
stellen, und filtriert. Man erhielt 501 Filtrat und 4 kg 5,5 kg. Mikrobenmasse (Wassergehalt 73,5 0Zo).
unzersetzten Rückstand (Wassergehalt 70,2 °/o). Das Zwecks Erhalt einer Zellmilch fügte man 35 1 wäß-
Filtrat schickte man durch eine Harzkolonne, die mit dge 0,05 n-Natriumcarbonatlösung hinzu. Diese ZeIl-
1,7 1 eines entfärbenden Harzes in seiner Cl-Form milch wurde 2 Stunden unter Rühren auf 55° C
beschickt war, mit einer Strömungsgeschwindigkeit 45 erhitzt. Danach stellte man mit wäßriger 2n-Salz-
von 2 hindurch. Die Eluierung war nach 15 Stunden säure den pH-Wert der Flüssigkeit auf 7,2 ein und
beendet. Alsdann wurde die Kolonne mit 31 Wasser erhitzte sie 10 Minuten lang auf 105° C. Nach dem
gewaschen und dieses Waschwasser dem Eluat zu- Abkühlen auf 55° C versetzte man die Flüssigkeit
gefügt. Dies ergab 531 Flüssigkeit. mit 7,5 g einer Protease, d. h. mit l°/o bezogen aul
Der unzersetzte Rückstand in Mengen von 4 kg 50 den Gesamtproteingehalt, und hydrolysierte 16 Stun-
wurde mit 1,65 kg konzentrierter Salzsäure (35%) den bei 50 bis 55° C. Das Hydrolysat enthielt 2,7 g/
versetzt und 13 Stunden bei 100° C hydrolysiert. Die Gesamtstickstoff und 2,2 g/l Glutaminsäure. Ii
anfallende hydrolysierte Flüssigkeit enthielt neben dieser Flüssigkeit waren unter Bildung von Amino
Aminosäuren große Mengen von Peptiden. Das Ver- säuren und Peptiden 82 % des Zellproteins zersetzt
hältnis von Gesamt-N-3 n-Amino-N betrug 2,6. Das 55 Da das Hydrolysat einen Bittergeschmack hatte
der hydrolysierten Flüssigkeit wurden 21 Wasser züge- wurde zur Entfernung des Bittergeschmacks und de
fügt, abgekühlt, und man erhielt nach dem Filtrieren Färbenden Substanzen folgendermaßen vorgegangen
ein Filtrat und einen Rückstand. Letzterer wurde mit Die Flüssigkeit wurde durch Zusatz von wäßrige
21 Wasser versetzt und ergab nach dem Filtrieren 2n-Salzsäure auf einen pH-Wert von 4,8 eingestell
81 Filtrat, welches auf 21 konzentriert wurde. Das 60 und zwecks Erhalt eines Filtrats und eines unzersetz
konzentrierte Filtrat wurde zwecks Einstellung des ten Teils filtriert. Letzten wusch man mit 21 Wassei
pH-Wertes auf 4,0 mit wäßriger 2 η-Natronlauge ver- Filtrat und Waschwasser ergaben 36,51 einer vei
setzt; anschließend füllte man das Filtrat mit Wasser einigten klaren Flüssigkeit, welche dann durch ein
auf, bis eine Flüssigkeitsmenge von 5 1 erhalten Harzkolonne, die mit 1,81 eines entfärbenden Harze
wurde, und behandelte diese mit 60 g Aktivkohle, um 65 in seiner Cl-Form gepackt war, in Vso des Volumen
die färbenden Substanzen und Bitterstoffe zu ent- der zu zersetzenden Flüssigkeit, mit einer Strömung;
fernen. Man filtrierte die Flüssigkeit und erhielt 4,51 geschwindigkeit von 2,0 geschickt wurde. Nach etw
Filtrat. welches mit dem vorher genannten Eluat, das 10 Stunden war die Eluiemng beendet. Man wusc
das Harz mit 4 1 Wasser, vereinigte Eluat und Waschwasscr und erhielt 50 1 Flüssigkeit, die frei von bittcrem Geschmack war. Nachdem man mit wäßriger n-Nalronlauge den pH-Wert auf 5,5 eingestellt hatte, wurde die Lösung unter vermindertem Druck bei r: ) bis 60° C konzentriert, und man erhielt 780 g einer pastöscn Substanz, welche ausgezeichnete gcschmacksverbessernde Eigenschaften und folgende Zusammensetzung hatte:
Analytische Ergebnisse der Würzpaste
Wasser 12,3%>
Glutaminsäure 11,8%>
Thiamin 7,2 yig
Pantothensäure 62,0 yig
Pyridoxin 3,2 yig
Folinsäure 3,1 y/g
NaCl 11,5 °/o
Gesamtstickstofl 12,3 °/o
Riboflavin 27,3 yig
Nicotinsäure 112,0 >'/g
Biotin 0,01 yig
Inosit 625,0 yig
Beispiel 7
I;er unzersetzte Teil, der in gleicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben in einer Menge von 5,0 kg (Wassergehalt 72,5 0Io) erhalten wurde, wurde mit 2,0 kg konzentrierter Salzsäure ^35 'Vn) versetzt. Die Konzentration der Salzsäure in der Mischung war etwa 3,5 n. Man hydrolysiertc 14 Stunden bei 110 C und erhielt eine zersetzte Flüssigkeit mit etwa 2.0 APL-Wert, Verhältnis von GcsamtstickstofT zu AminostickstoiT, welcher bewies, daß die Flüssigkeit große Mengen niederer Peptide und Aminosäuren enthielt. Nach dem Abkühlen filtrierte man diese Flüssigkeit, um den Bodensatz vom Filtrat zu trennen. Der Filterkuchen wurde mit 4 1 Wasser versetzt, und das Waschwasser wurde mit dem vorerwähnten Filtrat zu 8,5 1 Flüssigkeit vereinigt, die mit 1,51 Wasser auf 10 1 aufgefüllt wurde. Dann konzentrierte man sie im Vakuum auf 5 1. Zwecks Einstellung des pH-Wertes auf 4,5 wurden Natriumcarbonat und Natriumhydroxyd dem Konzentrat zugefügt, und dieses wurde mit Wasser auf 101 Flüssigkeit aufgefüllt. Nun versetzte man die Flüssigkeit mit 100 g Aktivkohle und rührte zwecks Entfernung der Ver-
ao unreinigungen wie färbende Stoffe und Bittergeschmack 1 Stunde lang. Man erhielt nach dem Filtrieren 9,51 Filtrat. 101 des erhaltenen Filtrats wurden mit 5 1 der zersetzten Flüssigkeit ähnlich dei im Beispiel 3 beschriebenen Weise vereinigt. Die ver-
as einigten Flüssigkeiten wurden nach der im Beispiel 1 beschriebenen Weise behandelt und ergaben 2,2 ki einer kombinierten Würze in Pastenform, weicht durch verschiedene Tests einschließlich Geschmacks Verzeichnistest als ausgezeichnetes geschmacksvcrbc;
serndes Mittel befunden wurde.
2694

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Würzen aus den Mirobenmassen der Gärbrühen, die bei der Gewinnung von Aminosäuren oder Nucleinsäure entsprechenden Verbindungen durch Vergärung anfallen, dadurch gekennzeichnet, daß der wäßrigen Flüssigkeit, die die aus Bakterien bestehende Mikrobenmasse enthält, ein Alkalisalz einer schwachen Säure und/oder ein Alkalihydroxyd zur Einstellung einer Konzentration von 0,02 bis 0,1 η zugeführt wird, die Flüssigkeit 1 bis 3 Stunden unter Rühren auf 50 bis 80° C erhitzt, der pH-Wert anschließend auf 6,0 bis 8,0 eingestellt, die Flüssigkeit 3 bis 10 Minuten auf 80 bis 130° C erhitzt, nach Abkühlung mit Protease versetzt und zum Abbau des Proteins 6 bis 48 Stunden auf 50 bis 60° C gehalten wird, nach dem Abkühlen der pH-Wert auf 4,5 bis 4,8 eingestellt, die Flüssigkeit filtriert und der Rückstand mit Wasser ausgewaschen wird, aus dem vereinten Waschwasser und Filtrat mit Hilfe einer Harzkolonne oder mit Aktivkohle die Bitterstoffe und Farbstoffe entfernt werden, das Eluat bzw. Filtrat auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 eingestelllt und bei 45 bis 60° C im Vakuum konzentriert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach dem Filtrieren verbleibende Rückstand mehrere Stunden mit konzentnerter Salzsäure (35°/oig) bis zu einem Verhältnis von Gesamtstickstoff zu Aminostickstoff von etwa 2 hydrolysiert wird, das Hydrolysat mit Wasser verdünnt, filtriert, der Rückstand mit Wasser gewaschen wird, Waschwasser und Filtrat konzentriert werden, dieses Konzentrat mit der bei der enzymatischen Behandlung erhaltenen Lösung vereinigt und dieses Gemisch nach Einstellung auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 im Vakuum bei 45 bis 60° C konzentriert wird.

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