DE1692709C - Verfahren zur Herstellung von Würzen aus den Mikrobenmassen von Gärbrühen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Würzen aus den Mikrobenmassen von GärbrühenInfo
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Gemisch nach Einstellen auf einen pH-Wert von 5.5 bis 6,5 im Vakuum bei 45 bis 60° C konzentriert
wird. Während die bekannten Verfahren zur Herstellung von Würzen bzw. Fleiixhextrakten aus
Mikrobenmassen bei Bakterien als Mikrobenmasse bisher nicht zum gewünschten Erfolg führten, da
infolge der größeren Widerstandsfähigkeit der ZeIlwäp.de
der Bakterien die enzymatische Hydrolyse nur eine geringe Ausbeute zur Folge hatte, erreicht
die · riindungsgemäße Vorbehandlung den gewünschten Erfolg. Gleichzeitig führt das erfindungsgemäße
Verehren zu einer gesteigerten Ausbeute. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Wlr/en besitzen größere Mengen von essentiellen Aminosäuren und verschiedenen anderen Nähr- is
stoOYn. z. B. Vitaminen, Nucleotiden, Nucleosiden, Per·: den u.dgl., sind also Würzen mit sehr hohem
NitVwert.
;·τι folgenden wird die Erfindung an Hand \on
Bciriclen ausführlicher erläutert:
■00 1 Gärbrühe, die durch Züchten von Microco·-us
glutamicus ATCC 13761 in üblicher Weise hi: ^stellt wurde, wurde auf ein pH von 4,5 einge'iillt
und zentrifugiert, wobei man 5,5kg Mikrobenmasse (Wassergehalt 75,5 n/o) erhielt. Man fügte
35 i einer 0,05 η wäßrigen Natriumcarbonatlösung zu, wobei sich eine Zellmilch bildete. Diese wurde
2 Stunden unter Rühren zwecks Zerstörung der ZeIlwiinde und -membranen auf 55° C erhitzt. Danach
wurde in der Flüssigkeit durch Zusatz von 2 η wäßriger Salzsäure der pH-Wert auf 7,2 eingestellt und
die Lösung 10 Minuten lang auf 105° C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 55° C wurden der Lösung 7,5 g
Protease, d. h. in einer Menge von 1 % des Gesamt-Proteingehalts zugefügt; dann wurde die Flüssigkeit
16 Stunden lang bei 50 bis 55° C hydrolysiert. Die hydrolysierte Flüssigkeit enthielt 2,7 g 1 Gesamtstiektstoff
und 2,2 g/l Glutaminsäure. In dieser Flüssigkeit waren 82°/o des Zellproteins unter Bildung
von Aminosäuren und Peptinen zersetzt. D;i die zersetzte Flüssigkeit einen bitteren Geschmack besaß,
wurde zwecks Beseitigung dieses bitteren Gesehmacks und der färbenden Substanzen wie folgt verfahren:
Man stellte durch Zusatz von 2 η wäßriger Salzsäure die Flüssigkeit auf einen pH-Wert von 4,8 ein und
filtrierte unter Erhalt eines unzersetzten Teils und eines Filtrats. Der unzersetzte Teil wurde mit 21
Wasser gewaschen. Das Filtrat und das erhaltene Waschwasser wurden vereinigt, so daß man 36,5 1
einer klaren Flüssigkeit erhielt. Diese schickte man mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 2,0 durch
eine Harzkolonne^ die mit 1,81 eines entfärbenden
Harzes in der Cl-Form in einem Volumen von 1Ao
zu dem Volumen der Flüssigkeit beschickt war. Nach etwa 10 Minuten war die Eluierung beendet.
Das Harz wurde dann mit 4 1 Wasser gewaschen. Eluat und Waschwasser ergaben 401 kombinierte
Flüssigkeit ohne bitteren Geschmack. Nach Einstellung des pH-Wertes unter Zusatz von 2 n-Natron-Iauge
wurde die Flüssigkeit bei 50 bis 60° C unter vermindertem Druck konzentriert, und man erhielt
780 g einer Würzpaste, welche stark verbesserte Eigenschaften und die nachfolgende Zusammensetzung
hatte:
Analytische Ergebnisse der Würzpaste
Wasser(°/o) 12,5
NaCl(Vo) 15,2
Aminosäuren (%>)
Glutaminsäure 8,0
Asparaginsäure 1,8
Threonin 0,8
Serin 0,8
Prolin 0,4
Glycin 0,f>
Alanin 3,5
Valin 1,0
Methionin 0,5
Isoleucin 0,8
Tyrosin 0,4
Leucin 0,9
Phenylalanin 0,8
Lylin 1,1
Arginin 0,9
5'-Inosinsäure (°/o) 2,0
Vitamine (y/g)
Riboflavin 20,5
Thiamin 5,6
Nicotinsäure 48,8
Pantothensäure 28,0
Biotin 0,01
Pyridoxin 2,0
Inosit 410,0
Folinsäure 1,8
pH der wäßrigen Flüssigkeit 5,5
1001 einer Brühe, die durch Vergären von 5'-lnosinsäure
gebildet wurde, und zwar durch Züchten von Brevibacterium ammoniagcnes K. Y. 3454 in
üblicher Weise, wurde auf einen pH-Wert von 4,5 eingestellt und ergab nach dem Zentrifugieren 8,4 kg
ZeHmasse (Wassergehalt 70,2%>); dazu fügte man
52 1 einer 0,03 η wäßrigen Natronlauge und erhielt eine Zellmilch. Diese wurde unter Rühren 1 Stunde
auf 60° C erhitzt, um die Zellwände und -membranen zu lösen; dann fügte man 2 η wäßrige Salzsäure
hinzu, um den pH-Wert auf 7,0 einzustellen, und erhitzte anschließend 10 Minuten auf 1050C. Nach
dem Abkühlen auf 50° C fügte man zu der Flüssigkeit 12,5 g (d. h. I °/o auf das Proteinsubstrat bebezogen)
Streptomyces-Protease hinzu, um das Zellprotein bei 50 bis 53° C zu zersetzen. 8 Stunden nach
Beginn der Zersetzung wurden zusätzlich 12,5 g derselben Protease zu der Lösung hinzugefügt, und die
Hydrolyse lief während weiterer 8 Stunden ab (Gesamtzeit 16 Stunden). Durch diese enzymatische Behandlung
wurden 80 bis 82°/o des Zellproteins in Aminosäuren und niedere Peptid übergeführt. Nach
Beendigung der Zersetzung wurde die Flüssigkeit 5 Minuten lang auf 105° C erhitzt, um die Reaktion
zu beenden, und dann ließ man sie abkühlen. Durch Zusatz von wäßriger 2 η-Salzsäure wurde die Lösung
auf einen pH-Wert von 4,6 eingestellt und nitriert. Man erhielt 501 Filtrat, abgetrennt vom unizersetzten
Material. Das letztere wurde mit 31 Wasser gewaschen. Filtrai und Waschwasser wurden vereinigt,
und man schickte sie durch eine Harzkolonne, die
■äi
Iu
Iu
:ii
in
Ir
ir
Ir
ir
λ1!
ie
ir
O
ir
O
mit 2,5 1 eines Harzes in seiner Cl-Form beschickt war, mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 2. Nach
Stunden war die Eluierung beendet. Die Kolonne wurde dann mit 5 1 Wasser gewaschen. Man erhielt
1 eines vereinigten Eluats. Dieses wurde durch 5 Zusatz von wäßriger 2 n-Natron'.auge auf einen
pH-Wert von 5,5 eingestellt und unter vermindertem Druck konzentriert und ergab 1,4 kg einer Würzpaste,
welche Glutaminsäure, Natrium-5'-Inosinat und verschiedene andere Aminosäuren enthielt; sie io
hatte ausgezeichnete geschmacksverbessernde Eigenschaften. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Analysenwerte
dieser Würze.
Analytische Ergebnisse der Würzpaste ij
Wasser (0Zo) 12,5
NaCl (0Zo) 15,5
Gesamtstickstoff (0Zo) 10,5
Aminosäuren (0Zo)
Alanin 3,0
Lysin 0,8
Leucin 0,8
Glutaminsäure 1 ?.,5 25
Asparaginsäure ....; 1,3
Valin 0,8
andere Aminosäuren wurden ebenfalls nachgewiesen
Vitamine (γ/g)
Thiamin 2,1
Pantothensäure 2,5
Pyridoxin 0,8
Folinsäure 0,9
Riboflavin 15,5
Nicotinsäure 25,6
Inosit 350,0
pH der wäßrigen Flüssigkeit 5,5
Beispiel 3 ■
100 1 einer Gärbrühe (Gehalt je 100 ml: 1,2 g Gl".-:-
aminsäure, 0,58 g Alanin, 0.5 g Asparaginsäure, 0.5 g Glutamin, 0,1 g Lysin, 0,15 g Valin, 0,13 g
Leucin, 1,4 g Trockenzellen, ferner Proteine, Peptide, Vitamine, Zucker u. dgl.), welche durch Abtrennung
der wesentlichen Mengen an Glutaminsäure von den Gärlösungcn der Glutaminsäurevergärung erhalten
worden war, wurden mit Natriumcarbonat versetzt, um eine Konzentration von 0,03 η zu erhalten, und
im Vakuum bei 50 C konzentriert, um Verunreinigungen, wie z. B. Ammoniak, zu entfernen. Man
erhielt 50 1 der konzentrierten Flüssigkeit, welche 2 Stunden auf 55 C erhitzt, durch Zufügen von
Salzsäure auf einen pH-Wert von 7.2 eingestellt und 10 Minuten lang auf 105' C erhitzt wurde. Nach
dem Abkühlen wurde die Flüssigkeit durch Zusatz rv ctfprtiune der färbenden Stoffe und
überführt. Die Entfernung Jer R ( ^
des bmeren Geschmacks a ^ Ηο
m W h ZtZ von HCl auf einen pH-Wert von
wurde durch Zus*U ™"k"Trennung des Filtrats von
4,8 eingestellt und zwecks Ire g ^ ^
den unzersetzten RUC,,fA "„„"waschen. Man erhielt
s.gke g ^
; und man vereinigte Wasch-
e^chne* geschrnacksve
und folgende Zusammensetzung hatte".
und folgende Zusammensetzung hatte".
Zusammens
Wasser
etzung der Würze (in Gewicht)
Was,_ lü
Gesamtstickstolt 10
Alin
Alanin
12,5e/o lü5„/o
3«/» 20°/»
Leucin
Thiamin
Pantothensäure
Pyridoxin
Folinsäure
ebenso waren verschiedene Aminosäuren enthalten
andere
NaC 1
Glutaminsäure
Asparaginsäure
Valin Γ
Riboflavin
Nicotinsäure
Inosit
Riboflavin
Nicotinsäure
Inosit
4,3 yig
37,1 yZg 1.5 yig 1.8 y/g
12,80Zo
30,1 «/0
10,1 "Zo
4,0«/»
16,4 yl%
66,6 yig
375,0 yZg
Beispie
l 4
von
Gc
16
einer Brühe, die durch Vergären von aminsäure erhalten wurde und die in 100 ml 1,2 kg
cTmaminisäure, 0.5 g Alanin, 05g Aspajag.nsaure
0.3 g Glutamin, 0.1g Lysin. 0,15 g Valin 0,13 g
Leucin 1.4 g Mikroben (gemessen in getrocknetem Zustand) sowie Peptide, Proteine, Vitamine, Zucker
u dgl enthielt, wurde mit Natriumcarbonat versetzt, um eine Konzentration von 0,03 η einzustellen Dann
wurde im Vakuum bei 50 C konzentriert, und man erhielt 50 1 der konzentrierten Fluss.gke.t. Zu dieser
Flüssigkeit wurde Salzsäure hinzugefügt, um den .ulf 7 ->
einzustellen, und anschließend Minuten auf 105° C erhitzt. Nach dem
g
pH-Weit
pH-Weit
LlIl /MmillMin wuiui. >Ji>- · ■«■■(-·
■ . . .. «4;,,,..,,., allt HJ' ^ LIIIlIiI- I1i"-H UCIII
on 9 g Protease entsprechend 1 Gewichtsprozent des 6c wurde si. Minut π au. ^ ^ ^
k-samt-P,oteinsubstrats enzymatisch zersetzt und Abkuhlu, f gU mar , ^d?J R 8 ührcn b in lfiStun.
,6 Stunden unter Rühren auf 50 bis 55 C erhitzt. tease hmzu u^J^}L ™ "H droiysat wurde mit
Infolge der Zersetzung wurden Zellproteine und freie den,bei S(J^b- «■ · ' eingestellt und
^^iciSrSS S^T'^^tSS a5 SSSVai cS'5 . FiHr.. und 2,5 1 unzersetzten
und verschiedene andere S, die in den Zellkörpern enthalten waren, wurden
{•rundlich cluicit. Dabei wurden die Proteine in
Aminosäuren und niedrige Peptide zu 82 bis
850Zo
Rückstand (Wassergehalt 70,20Zo). Zu dem unz.ersetzten
Rückstand wurden 1,3 kg konzentrierte Salzsäure (350Zn) hinzugefügt, ' ' J—
und dann wurde der
Rückstand durch 16stündigcs Erhitzen auf 105' 1C
hydrolysiert, wobei ein Hydrolysat erhalten wurde, in dem das Verhältnis von Gesamtstiekslolf zu
Aminostickstolf 2,1 betrug.
Zu der liydrolysicrten Flüssigkeit fügte man 2 I
Wasser und filtriert diese, wobei man neben dem Filtrat einen Rückstand erhielt. Letzterer wurde mit
2 1 Wasser gewaschen. Waschwasscr und Filtrat ergaben 7 1 Flüssigkeit, welche unter vermindertem
Druck auf 1,5 1 konzentriert wurden. Die konzentrierte Lösung wurde mit der Flüssigkeit, die bei der
enzymatischem Behandlung erhalten wurde, vereinigt und mit Natronlauge auf einen pH-Wert von 6,4 eingestellt.
Anschließend konzentrierte man diese Flüssigkeit unter vermindertem Druck bei 45 bis 50° C
und erhielt eine Würze in Pastenform. Das erhaltene Produkt hatte ausgezeichnete gesehmacksverbesserndc
Eigenschaften und enthielt verschiedene Aminosäuren, Peptide, organische Säuren. Vitamine
u. dgl. und war für alle Würzzweckc geeignet.
100 I einer Gärbrühe der 5'-Inosinsäure, die durch
Züchten von Brevibacterium ammoniagenes K. Y. 3454 in übiichei Weise erhallen, wurde, wurden auf
einen pH-Wert von 4,5 eingestellt und ergaben nach dem Zentrifugieren 8,4 kg Zcllmassc (Wassergehalt
70.2 °/o). Zwecks Erhalt einer Zellmilch fügte man dieser 52 1 wäßrige 0,03 η-Natronlauge hinzu. Diese
/eilmilch wurde 1 Stunde unter Rühren auf 60" C erhitzt, um die Zellwände und -membranen zu
lösen, dann wurde wäßrige 2 n-Salzsäurc zugefügt, um den pH-Wert auf 7,0 einzustellen, und anschließend
10 Minuten auf 1053C erhitzt. Nach dem Abkühlen
auf 45" C fügte man zu dieser Flüssigkeit 7.7 g Strcptomyces Protease hinzu, um in 10 Stunden
das Zellprotcin bei 45 bis 47" C zu zersetzen.
Am Schluß der Zersetzung wurde wäßrige 2 n-Salzsiiure
hinzugefügt, um den pH-Wert auf 4,5 einzustellen, und filtriert. Man erhielt 501 Filtrat und 4 kg
unzersetztcn Rückstand (Wassergehalt 70,2 °/o). Das
HiItrat schickte man durch eine Harzkolonne, die mit
1,7 1 eines entfärbenden Harzes in seiner Cl-Form beschickt war, mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 2 hindurch. Die Eluierung war nach 15 Stunden beendet. Alsdann wurde die Kolonne mit 3 1 Wasser
gewaschen und dieses Waschwasser dem Eluat zugefügt. Dies ergab 531 Flüssigkeit.
Der unzersetzte Rückstand in Mengen von 4 kg wurde mit 1,65 kg konzentrierter Salzsäure (35°/o)
versetzt und 13 Stunden bei 100 C hydrolysiert. Die anfallende hydrolysierte Flüssigkeit enthielt neben
Aminosäuren große Mengen von Peptiden. Das Verhältnis von Gesamt-N-3 n-Amino-N betrug 2,6. Das
der hydrolysierten Flüssigkeit wurden 21 Wasser zugefügt,
abgekühlt, und man erhielt nach dem Filtrieren ein Filtrat und einen Rückstand. Letzterer wurde mit
21 Wasser versetzt und ergab nach dem Filtrieren 8 1 Filtrat, welches auf 21 konzentriert wurde. Das
konzentrierte Filtrat wurde zwecks Einstellung des pH-Wertes auf 4,0 mit wäßriger 2 η-Natronlauge versetzt;
anschließend füllte man das Filtrat mit Wasser auf, bis eine Flüssigkeitsmenge von 5 1 erhalten
wurde, und behandelte diese mit 60 g Aktivkohle, um die färbenden Substanzen und Bitterstoffe zu entfernen.
Man filtrierte die Flüssigkeit und erhielt 4,51 Filtrat. welches mit dem vorher genannten Eluat, das
durch Behandlung mit dem entfärbenden Harz erhalten war, vereinigt wurde. Die vereinigte Flüssigkeit
wurde mit Natronlauge auf einen pH-Wert von 6,2 eingestellt, im Vakuum bei 45 bis 50" C konzentriert.
und man erhielt 2,1 kg Würze in Pastenform. Die erhaltene Würze enthielt Natriiim-5'-lnosinsHure und
Aminosäuren, wie Glutaminsäure, Peptide, Vitamine u. dgl., und hatte fleischähnlichen Geschmack. Verschiedene
Tests einschließlich eines funktioncllcn ίο Testes zeigten, daß die Würzen ausgezeichnete geschmacksverbessernde
Eigenschaften halten.
Die folgende Tabelle zeigt die analytischen Ergebnisse der Würze dieses Beispiels:
Analyse der Würze
Wasser 13,7n/n
NaCl 10,6·/«
Thiamin 10,0 -/g
ϊο Pantothensäure 40,0 ;/g
Pyridoxin 3,0 v/g
Folinsäure .·. 3,0 ;-/g
Gesamtstickstoff 7,7 °/o
5'-lnosinsäure 6,1 fl/o
»5 Riboflavin 31.0 ;/g
Nicotinsäure 0,2 y/g
Biotin 0,03 -;u
Inosit 540,0-/g'
Diese Würze kann allein, falls erwünscht, mit dem HCl-Hydrolysat der unlöslichen Funktion verarbeitet
werden, welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden kann.
100 1 einer Gärbrühe, die durch Züchten von Micrococcus glutamicus A.T.CC. 13761 in üblicher
Weise erhalten war, wurde auf einen pH-Wert von
4,5 eingestellt und ergab nach dem Zentrifugieren 5,5 kg. Mikrobenmasse (Wassergehalt 73.5 0Zn)
Zwecks Erhall einer Zellmilch fügte man 35 1 wäßrige 0,05 n-Natriumcarbonatlösung hinzu. Diese Zeilmilch
wurde 2 Stunden unter Rühren auf 55 ( erhitzt. Danach stellte man mit wäßriger 2 n-Sa!/
säure den pH-Wert der Flüssigkeit auf 7.2 ein i.irui
erhitzte sie 10 Minuten lang auf 105° C. Nach dem
Abkühlen auf 55° C versetzte man die Flüssigkeil mit 7,5g einer Protease, d.h. mit 1% bezogen auf
den Gesamtproteingehalt, und hydrolysierte 16 Stunden bei 50 bis 55° C. Das Hydrolysat enthielt 2,7 g 1
Gesamtstickstofi und 2,2 g/l Glutaminsäure. In
dieser Flüssigkeit waren unter Bildung von Aminosäuren und Peptiden 82% des Zellproteins zersetzt.
Da das Hydrolysat einen Bittergeschmack hatte. wurde zur Entfernung des Bittergeschmacks und der
färbenden Substanzen folgendermaßen vorgegangen: Die Flüssigkeit wurde durch Zusatz von wäßriger
2n-Salzsäure auf einen pH-Wert von 4,8 eingestellt und zwecks Erhalt eines Filtrats und eines unzcrsetzten
Teils nitriert. Letzten wusch man mit 2 1 Wasser Filtrat und Waschwasser ergaben 36,5 1 einer vereinigten
klären Flüssigkeit, welche dann durch eine Harzkolonne, die mit 1,81 eines entfärbenden Harzes
in seiner Cl-Form gepackt war, in Vjn des Volumens
der zu zersetzenden Flüssigkeit, mi» einer Strömungsgeschwindigkeit
von 2.0 geschickt wurde. Nach etwa 10 Stunden war die Eluierung beendet. Man wusch
3D? 623/270
I 692 709
das Harz mit 4 1 Wasser, vereinigte Eluat und Waschwasser
und erhielt 50 1 Flüssigkeit, die frei von bilterem Geschmack war. Nachdem man mit wäßriger
n-Natronlaugc den pH-Wert auf 5,5 eingestellt hatte, wurde die Lösung unter vermindertem Druck
bei 50 bis 60° C konzentriert, und man erhielt 780 g einer pastösen Substanz, welche ausgezeichnete geschmacksverbessernde
Eigenschaften und folgende Zusammensetzung hatte:
Analytische Ergebnisse der Würzpaste
Wasser 12,3%>
Thiamin 7,2 γ/g
Pantothensäure 62,0 γ/g
NaCl 11,5%,
Biotin 0,01 γ/g
Inosit , 625,0 γ/g
Der unzersetztc Teil, der in gleicher Weise wie im
Beispiel 1 beschrieben in einer Menge von 5,0 kg (Wassergehalt 72,5%) erhalten wurde, wurde mit
2,0 kg konzentrierter Salzsäure (35%,) versetzt. Die Konzentration der Salzsäure in der Mischung war
etwa 3,5 n. Man hydrolysierte 14 Stunden bei 111) C
und erhielt eine zersetzte Flüssigkeit mit etwa 2.0 APL-Wcrt, Verhältnis von Gesamlstickstoll /u
AminostickslolT, welcher bewies, daß die Flüssigkeit große Mengen niederer Peptide und Aminosäuren
enthielt. Nach dem Abkühlen filtrierte man diese Flüssigkeil, um den Bodensatz vom Filtrat zu irennen.
Der Filterkuchen wurde mit 4 1 Wasser versetzt, und das Waschwasser wurde mit dem vorerwähnten
Filtrat zu 8,5 1 Flüssigkeit vereinigt, die mit 1,5 1
Wasser auf 10 1 aufgefüllt wurde. Dann konzentrierte man sie im Vakuum auf 5 I. Zwecks Einstellung des
pH-Wertes auf 4,5 wurden Natriumcarbonat und Natriumhydroxyd dem Konzentrat zugefügt, und
dieses wurde mit Wasser auf 101 Flüssigkeit aufgefüllt.
Nun versetzte man die Flüssigkeit mit 100 g Aktivkohle und rührte zwecks Entfernung der Verunreinigungen
wie färbende Stoffe und Biltergeschmack 1 Stunde lang. Man erhielt nach dem
Filtrieren 9,5 1 Fillrat. 101 des erhaltenen Filtrais
wurden mit 5 1 der zersetzten Flüssigkeit ähnlich, der
im Beispiel 3 beschriebenen Weise vereinigt. Die vereinigten Flüssigkeiten wurden nach der im Beispiel 1
beschriebenen Weise behandelt und ergaben 2,2 kg einer kombinierten Würze in Pastenform, welche
durch verschiedene Tests einschließlich Gesehmacksverzeichnistcst
als ausgezeichnetes geschmacksverbesserndes Mittel befunden wurde.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Würzen aus ein durch
den Mirobenmassen der Gärbrühen, die bei der 5 mit dem aus ^...
Gewinnung von Aminosäuren oder Nucleinsäure gewonnenen Hydrolysat kombiniert und getrocKnei
entsprechenden Verbindungen durch Vergärung In diesem Zusammenhang gehört auch die MaI,-anfallen,
dadurch gekennzeichnet, daß nähme (vgl. die britische Patentschrift yJJ_8^ö;, HeIc
der wäßrigen Flüssigkeit, die die aus Bakterien vor der enzymatischen Hydrolyse durch Erhitzen in
bestehende Mikrobenmasse enthält, ein Alkali- io einer alkalischen Salzlösung aufzuschließen sowie
salz einer schwachen Säure und/oder ein. Alkali- das Hydrolysat mittels Ionenaustauschern od. dgl
hydroxyd zur Einstellung einer Konzentration zu reinigen. — Im Rahmen all dieser I
von 0,02 bis 0,1 η zugeführt wird, die Flüssigkeit nahmen ist also die Mikrobenmasse
1 bis 3 Stunden unter Rühren auf 50 bis 80° C eine Hefe. Hefe einerseits und Bakterien
erhitzt, der pH-Wert anschließend auf 6,0 bis 8,0 15 haben jedoch grundlegend verschiedene Zellkörper,
eingestellt, die Flüssigkeit 3 bis 10 Minuten auf Im besonderen weisen die Wände dieser Zellen
80 bis 130 C erhitzt, nach Abkühlung mit Pro- unterschiedliche Zusammensetzungen auf. Bei Hefe
icasc versetzt und zum Abbau des Proteins 6 bis besteht die Zusammensetzung aus Mannan und
48 Stunden auf 50 bis 60° C gehalten wird, nach Glukan, während die festeren Zellwände von Bak
dem Abkühlen der pH-Wert auf 4,5 bis 4,8 ein- ao rerien bekanntlich aus Peptiden und Murammgestellt,
die Flüssigkeit filtriert und der Rück- säure (Murein) bestehen. Die Anwendung der bestand
mit Wasser ausgewaschen wird, aus dem kannten Maßnahmen zur Herstellung von Würzen
vereinten Waschwasser und Filtrat mit Hilfe einer bzw. Fleischextrakten aus Mikrobenmasse führte bei
Harzkolonne oder mit Aktivkohle die Bitterstoffe Bakterien als Mikrobenmasse bisher nicht zum ge-
und Farbstoffe entfernt werden, das Eluat bzw. 25 wünschten Erfolg, da infolge der größeren Wider-Filtrat
auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 eingc- Standsfähigkeit der Zellwände der Bakterien die
stelllt und bei 45 bis 60" C im Vakuum kor.zen- enzymatische Hydrolyse nur eine geringe Ausbeute
triert wird. zur Folge hatte.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- Allerdings ist es grundsätzlich bekannt (vgl. frankennzeichnet,
daß der nach dem Filtrieren ver- 30 zösische Patentschrift 1 369 620), Gärbrühen aus der
bleibende Rückstand mehrere Stunden mit kon- Aminosäure-Herstellung, die noch die Mikrobcnzentnerter
Salzsäure (35%>ig) bis zu einem Vcr- masse enthalten, mit Calciumhydroxyd zu versetzen
hältnis von Gesamtstickstoff zu Aminostickstoff und das Gemisch zu erhitzen, wodurch die Bakterienvon
etwa 2 hydrolysiert wird, das Hydrolysat zellen zerstört werden sollen. Das hat jedoch zur
mit Wasser verdünnt, filtriert, der Rückstand mit 35 Fortführung eines Verfahrens der eingangs beschrie-Wasser
gewaschen wird, Waschwasscr und Filtrat benen Gattung bisher nicht beigetragen,
konzentriert werden, dieses Konzentrat mit der Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei
bei der enzymatischen Behandlung erhaltenen einem Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung
Lösung vereinigt und dieses Gemisch nach Ein- mit einer Mikrobenmasse aus Bakterien zu arbeiten,
stellung auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 im 40 Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung,
Vakuum bei 45 bis 60" C konzentriert wird. daß der wäßrigen Flüssigkeit, die die aus Bakterien
bestehende Mikrobenmasse enthält, ein Alkalisalz einer schwachen Säure und/oder ein Alkalihydroxyd
zur Einstellung einer Konzentration von 0,02 bis
45 0,1 η zugeführt wird, die Flüssigkeit 1 bis 3 Stunden
unter Rühren auf 50 bis 80n C erhitzt, der pH-Wert
anschließend auf 6,0 bis 8,0 eingestellt, die Flüssigkeit 3 bis 10 Minuten auf 80 bis 1300C, nach Abkühlung
mit Protease versetzt und zum Abbau des
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur 50 Proteins 6 bis 48 Stunden auf 50 bis 60° C gehalten
Herstellung von Würzen aus den Mikrobenmassen wird, nach dem Abkühlen der pH-Wert auf 4,5 bis
der Gärbriihen, die bei der Gewinnung von Amino- 4,8 eingestellt, die Flüssigkeit filtriert und der Rücksäuren
oder Nucleinsäuren entsprechenden Verbin- stand mit Wasser ausgewaschen wird, aus dem verdungen
durch Vergärung anfallen. einten Waschwasser und Filtrat mit Hilfe einer Bei einem bekannten Verfahren der beschriebenen 55 Harzkolonne oder mit Aktivkohle die Bitterstoffe
Gattung (vgl. belgische Patentschrift 659 731) ist die und Farbstoffe entfernt werden, das Eluat bzw.
Mikrobenmasse eine Hefe, und zwar wird eine Hefe- Filtrat auf einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 eingestellt
ausschlemmung nach thermischer Inaktivierung der und bei 55 bis 60° C im Vakuum konzentriert wird.
Hefeenzyme unter geeigneten pH-Tcmpcraturbedin- Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist
gütigen mit einem proteolytischen Enzym behandelt Bo dadurch gekennzeichnet, daß der nach dem Filtrieren
und das Hydrolysat zur Inaktivierung des zugesetzten verbleibende Rückstand mehrere Stunden mit kon-En/.yms
nochmals erhi'7« Dabei kann auch von zentrierter Salzsäure (35%>ig) bis zu einem Verhältnis
einer aus einer Gärbrühe stammenden Hefe aus- von Gesamtstickstoff zu Aminostickstoff von etwa 2
gegangen werden. Die enzymatische Hydrolyse wird hydrolysiert wird, das Hydrolysat mit Wasser verbei
einer Temperatur zwischen 50 und 60" C bei 65 dünnt, filtriert, der Rückstand mit Wasser, gewaschen
einem pH-Wert zwischen 6 und 8 während 6 bis wird, Waschwasser und Filtrat konzentriert werden,
Stunden ausgeführt. Nach Abtrennen der Fest- dieses Konzentrat mit der bei der enzymatischen
stoffe wird das Filtrat im Vakuum eingedickt. Behandlung erhaltenen Lösung vereinigt und dieses
Applications Claiming Priority (9)
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| JP155266 | 1966-01-13 | ||
| JP155466 | 1966-01-13 | ||
| JP155366 | 1966-01-13 | ||
| JP155166 | 1966-01-13 | ||
| JP155366 | 1966-01-13 | ||
| JP155466 | 1966-01-13 | ||
| JP155266 | 1966-01-13 | ||
| JP155166 | 1966-01-13 | ||
| DEK0061103 | 1967-01-07 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1692709A1 DE1692709A1 (de) | 1972-04-20 |
| DE1692709C true DE1692709C (de) | 1973-06-07 |
Family
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