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DE168985C - - Google Patents

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Publication number
DE168985C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
printed
reserves
mechanical
weaving
fabric
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT168985D
Other languages
English (en)
Publication of DE168985C publication Critical patent/DE168985C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSESm.
In der Seidendruckerei werden für die Herstellung von Musterungen seit langer Zeit sogenannte mechanische Reserven verwendet. Diese werden in der Weise erzielt, daß vor dem Färben auf das Gewebe Schutzmittel, wie Harz, Fett u. dgl., in Form des gewünschten Musters aufgedruckt werden. Diese Schutzmittel hindern beim Färben den Zutritt der Färbeflotte zu den von ihnen bedeckten Stellen des Gewebes, so daß diese nach dem Ausfärben im lauwarmen Bade und Entfernen des Schutzmittels in der ursprünglichen Farbe wieder in die Erscheinung treten.
Auf WoIl- und Halbwollgeweben konnte man bisher diese Effekte nicht hervorbringen, weil die kochende Farbflotte die aufgedruckten Schutzmassen löste, so daß die bedeckten Stellen ebenfalls angefärbt wurden. Wird dagegen das zu behandelnde Gewebe der Einwirkung eines Bades starker Alkalien, wie Natronlauge, Kalilauge o. dgl., ausgesetzt oder mit solchen Laugen bedruckt, so gewinnt es die Fähigkeit, sich weit unter Kochtemperatur gleichmäßig auszufärben. Diese gleichmäßige Farbenaufnahme erfolgt, sofern die Lauge aufgedruckt wurde, natürlich nur an den laugenbedruckten Stellen.
Auf so vorbereitetem Gewebe bietet die Anwendung mechanischer Reserven keinerlei Schwierigkeiten, da unter dem Siedepunkt gefärbt wird und die aufgedruckten Reserven daher nicht zerstört werden.
Auf diesem Wege können auch alle Arten von Melange-, Vigoureux- und Buntwebereieffekten erzielt werden, indem als Druckmuster entsprechende Dessins, Gründelmuster, kleine Streif en, Pünktchen, sich kreuzende ganze oder gebrochene Linien o. dgl. gewählt werden. Das Bedrucken der Gewebe kann entweder auf nur einer oder auf beiden Seiten erfolgen.
In gleicher Weise wie auf Geweben kann man die mechanischen Reserven auch auf Kammzug und Wollgarn zur Anwendung bringen, indem man das betreffende Material ganz oder teilweise mit Alkalien tränkt oder bedruckt, hernach die Fettreserven aufdruckt, und schließlich, sei es nun vor oder nach dem Vorweben, die so präparierten Materialien bei niedriger Temperatur färbt.
Ebenso kann man Garne mit Lauge behandeln, andere mit Fettreserve bedrucken oder überziehen, beide Arten miteinander und eventuell noch mit ganz unpräpariertem Garne zusammen verweben und das Ganze schließlich bei niedriger Temperatur färben und so die mannigfaltigsten Effekte mit Leichtigkeit erzielen.

Claims (2)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i. Verfahren zur Erzielung von Melange-, Vigoureux-, Buntweberei- und Druckeffekten auf wollenen und halbwollenen Geweben, dadurch gekennzeich-
    net, daß die mit mechanischen Reserven zu bedruckenden Gewebe vorher mit Alkalien behandelt bezw. bedruckt werden, wodurch ein Ausfärben bei niedriger Temperatur ermöglicht und somit einer Beschädigung der mechanischen Reserven vorgebeugt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, mit dem Unterschiede jedoch, daß an Stelle des fertigen Gewebes der Kammzug bezw. das Garn der beschriebenen Behandlung unterzogen werden, wobei das Färben vor oder nach dem Verweben des betreffenden Materials bewirkt werden kann.
DENDAT168985D Active DE168985C (de)

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DE (1) DE168985C (de)

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