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DE235257C - - Google Patents

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Publication number
DE235257C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
printed
fabric
roughened
glycerine
matted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT235257D
Other languages
English (en)
Publication of DE235257C publication Critical patent/DE235257C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C11/00Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 235257 KLASSE 8 b. GRUPPE
Baumwollgeweben.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1910 ab.
Bis jetzt wurden bedruckte und gerauhte Baumwollgewebe dadurch hergestellt, daß das halbfertige, gerauhte und verfilzte Gewebe bedruckt und leicht nachgerauht wurde. Bei diesem Verfahren wird die Ware hart, sie weist nicht den gewünschten schönen und weichen Griff auf.
Der Zweck des vorliegenden Verfahrens zur Herstellung von gerauhten und verfilzten,
ίο buntbedruckten Baumwollgeweben ist, diesem Übelstande abzuhelfen. Es wird dies dadurch erreicht, daß das z. B. durch Entschlichten weich gemachte Baumwollgewebe, bevor es bedruckt wird, auf einer Vorrauhmaschine einmal aufgerauht und mit einer Glyzerinlösung behandelt wird und daß das bedruckte Gewebe erst, nachdem es einmal geseift und durch ein weiteres glyzerinhaltiges Seifenbad behandelt und dann getrocknet worden ist, endgültig auf einer Rauhmaschine aufgerauht und auf einer Filzmaschine verfilzt wird.
Auf diese Weise lassen sich buntbedruckte, gerauhte und verfilzte Baumwollgewebe herstellen, die überall denselben weichen Griff aufweisen und deren Muster sich scharf von dem nicht bedruckten Teil abheben. Diese Gewebe lassen sich vorteilhaft als Tischdecken, Vorhänge, Schlafdecken, Spieldecken, Bettvorlagen usw. verwenden.
Zur Herstellung von buntbedruckten, gerauhten und verfilzten Tischdecken wird z. B. folgenderweise verfahren: Das Baumwollgewebe wird auf der Quetsche mit einer Lösung von 2V2 prozentigem Diastaphor entschlichtet und danach getrocknet. Nach einmaliger Passage auf der Vorrauhmaschine wird dasselbe in eine 3 prozentige Glyzerinlösung genommen. Hierauf wird das Gewebe mehr oder weniger getrocknet und nachher auf den Druckmaschinentisch gespannt und bedruckt, wozu hauptsächlich Alizarin- und Säurefarben, zum Teil auch Schwefelfarben verwendet werden.
Das bedruckte Gewebe wird, nach einer ersten Wäsche in einem Seifenbad, durch ein zweites, 5 Prozent Glyzerin enthaltendes Seifenbad genommen. Dieser Glyzerinzusatz zum Seifenbad hat den Zweck, die inneren Fasern geschmeidig und locker zu machen. Das Gewebe wird hierauf wieder getrocknet und kann nun durch eine zwei- bis dreimalige Passage auf der Rauhmaschine nach Belieben gerauht und auf der Filzmaschine endgültig verfilzt werden. Je feiner verfilzt wird, desto lebhafter werden die Farben. Ein Verlaufen der Druckmuster in die nicht bedruckten Teile des Gewebes wird hier nicht stattfinden.
Die Ware kann nachher in üblicher Weise fertiggestellt werden, sei es durch Dämpfen oder durch Behandeln auf der Muldenpresse, je nachdem es sich um schwere oder leichte Ware handelt; auch kann sie in anderer Weise appretiert werden.
Anstatt das zu behandelnde Gewebe durch Entschlichten weich zu machen, könnte es auf der Schmirgelmaschine oder auf der Schermaschine gebrochen werden. Das einmalige Vorrauhen und Rauhen der Ware kann ein- oder beidseitig stattfinden.
Durch das einmalige Vorrauhen sollen die Farben beim Bedrucken leichter bis in die Tiefe des Gewebes hineindringen, wodurch beim nachfolgenden Rauhen und Verfilzen ein Verlaufen der Druckmuster in die nicht bedruckten Gewebeteile verhindert werden soll.
Wird das Verfahren mit Doppelgeweben ausgeübt, die auf beiden Seiten gerauht werden, so lassen sich mit demselben Bettvorlagen ίο herstellen, welche die üblichen Teppiche zu ersetzen vermögen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von gerauhten, verfilzten und buntbedruckten Baumwollgeweben, dadurch gekennzeichnet, daß das entschlichtete oder auf andere Weise weich gemachte Baumwollgewebe zunächst vorgerauht, mit einer Glyzerinlösung getränkt, getrocknet und bedruckt wird, und nach einem nochmaligen Glyzerin- und Seifenbad dem eigentlichen Rauhen und Filzen unterworfen wird.
DENDAT235257D Active DE235257C (de)

Publications (1)

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DE235257C true DE235257C (de)

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT235257D Active DE235257C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE235257C (de)

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