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DE132402C - - Google Patents

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Publication number
DE132402C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
reducing agent
printed
same
dye
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT132402D
Other languages
English (en)
Publication of DE132402C publication Critical patent/DE132402C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
    • D06P1/24Anthraquinone dyes or anthracene nucleus containing vat dyes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wir haben in unseren Patenten 129845 und 129848, Kl. 22b, gezeigt, dafs man aus ß-Amidoanthrachinon unter gewissen Bedingungen zu einer neuen Klasse von tief blau gefärbten Verbindungen gelangen kann, welche an und für sich keine Verwandtschaft zur Faser besitzen, aber auf ihr unter gewissen Bedingungen fixirt werden können. Das von uns dort beschriebene Verfahren zur Darstellung blauer, echter Nuancen mittels dieser Farbstoffe auf pflanzlicher Faser besteht darin, dafs dieselben in alkalischer Lösung in Gegenwart von Reductionsmitteln auf der Faser fixirt werden. Das Verfahren unterscheidet sich von dem bei Indigo üblichen Küpenfärbverfahren dadurch, dafs der bei Indigo erforderliche Zutritt von Luft hier nicht nothwendig ist, sondern dafs der Farbstoff — in der blau gefärbten Reductionsflüssigkeit — nach Art der Substantiven Farbstoffe direct auffärbt.
Es hat sich nun gezeigt, dafs diese Farbstoffe auch zum Drucken pflanzlicher Faser Verwendung finden können, unter Erzeugung von Nuancen, wie sie in gleicher Lebhaftigkeit und Echtheit mittels Farbstoffe bisher nicht hergestellt werden konnten.
Unser Verfahren besteht darin, dafs man entweder die Farbstoffe mit einem Reductionsmittel in Gegenwart von Alkali aufdruckt und dämpft, oder aber, dafs man dieselben mit einem Reductionsmittel aufdruckt und den Stoff hierauf durch alkalische Lösungen passirt, in welch letzterem Falle das Dämpfen wegfällt.
Als Reductionsmittel kommen hierfür beispielsweise Zinnsalz, Traubenzucker, Hydrosulfit und Eisensulfat in Betracht.
Es hat sich ferner gezeigt, dafs man zu dem gleichen Ergebnifs gelangt, wenn man die Farbstoffe ohne gleichzeitige Anwendung von Reductionsmilteln mit Alkali aufdruckt und alsdann dämpft.
Wir erläutern das Verfahren durch folgende Beispiele.
Beispiel 1.
Man stellt eine Druckfarbe her aus:
ί 56 g Gummi,
< 60 g Dextrin,
(188 g Wasser,
546 g Natronlauge 45 ° Be.
50 g Zinnsalz oder Zinnoxydul,
100 g Farbstoff des Patentes 129845 in Form einer ioprocentigen Paste.
1000 g.
Man bedruckt den zweckmäfsig vorher geölten Stoff und dämpft 5 bis 10 Minuten mit feuchtem Dampf im Matherplatt-Apparat. An Stelle von Zinnsalz oder Zinnoxydul lassen sich mit gleichem Erfolge Traubenzucker, Hydrosulfit und dergl. als Reductionsmittel verwenden.
Man gelangt ebenfalls zu guten Ergebnissen, wenn man ohne Zusatz eines Reductionsmittels, und zwar mit oder ohne Hinzufügung einer Verdickung, arbeitet. In diesem Fall mufs
man den bedruckten Stoff jedoch langer, etwa eine halbe Stunde, mit oder ohne Druck dämpfen.
Man kann auch in der Weise verfahren, dafs man den Stoff vor dem Drucken mit einem Reducfionsmittel, z. B. Traubenzucker, präparirt.
Beispiel 2.
Man stellt eine Druckfarbe her aus
115g Gummi,
82 g Mehl,
533 g Wasser,
70 g Zinnsalz,
100 g Wasser,
100 g Farbstoff des Patentes 129845 in Form einer ioprocentigen Paste,
1000 g.
Man bedruckt den Stoff, trocknet und passirt während einer halben Minute in auf etwa 65 bis 750C. erwärmte Natronlauge von 18 bis 200Be., wäscht und trocknet. Das Zinnsalz kann man auch mit gleichem Erfolg durch Eisensulfat, Traubenzucker, Natriumhydrosulfit u.s.w. bezvv. durch Gemische derselben ersetzen. Bei Anwendung von Traubenzucker empfiehlt es sich, die alkalische Passage bei einer etwas höheren Temperatur, etwa bei 1000C, vorzunehmen.
Ist die Druckfarbe mit Eisensulfat hergestellt worden, so mufs zur Entfernung des gebildeten Eisenoxyds der alkalischen Behandlung eine Passage in verdünnter Schwefelsäure von etwa 3 bis 40 Be. folgen. Leichter läfst sich das Eisenoxyd entfernen, wenn man der Druckfarbe von Anfang an 40 g Weinsäure auf 1 1 Druckfarbe zusetzt.
Um zu vermeiden, dafs die nicht bedruckten weifsen Flächen des Stoffes bei der alkalischen Passage angebläut werden, setzt man der Natronlauge, in welcher der Stoff fixirt wird, auf je 100 1 derselben 5 g Natriumbichromat zu.
Genau in derselben Weise verfährt man, wenn man statt des Farbstoffes des Patentes 129845 den Farbstoff des Patentes 129848 anwendet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Bedrucken von pflanzlicher Faser mit den blauen Farbstoffen der Patente 129845 und 129848, darin bestehend, dafs man die Farbstoffe mit oder ohne Reduktionsmittel unter Zusatz von Alkalien druckt und hierauf dämpft, oder dafs man die Farbstoffe mit einem Reductionsmittel ohne Zusatz von Alkali druckt und hierauf durch Alkali passirt.
DENDAT132402D Active DE132402C (de)

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