DE1685984U - Elastisches gewebe. - Google Patents
Elastisches gewebe.Info
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- A63B21/0552—Elastic ropes or bands
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Description
Die Erfindung "betrifft ein elastisches Gewebe o.dgl., z.B.
ein Bundband oder einen Gumii. ige webe eins atz bzw. Guminigewebeteil
insbesondere für Korsetts , Mieder o.dgl,, sowie ein "unter
Verwendung eines derartigen Gewebes oder mehrerer .hergestelltes
Korsett, Mieder ο«dgl·
Bei der Verwendung der bisher bekannten, über die ganze Breite gleichmäßig elastischen Gewebe, insbesondere in Korsetts, Miedern ο «dgl«, macht es sich unangenehm bemerkbar, daß
der Widerstand gegen Zugbeanspruchung an allen Stellen des Gewebes
der gleiche ist und daß es dadurch nicht möglich ist, auf einzelne Körperpartien, an die das Gewebe anliegt, einen
-1-
^ unterschieiilichen Druck auszuüben. So ist es beispielsweise
oft aus modischen oder anderen Gründen erwünscht, einzelne
Körperpartien einzuengen, während andere stärker "betont werden sollen. Auen kann e£ nachteilig sein, jKörperpartien, die
oft und stark bewegt werden, durch ein Gewebe mit gleichmäßiger Elastizität gleich stark einzuengen wie £örperp*rtien,
die eingeschränkt werden sollen* Auch bei anderen "Verwendungen Ton elastischen Geweben macht es sich unangenehm
bemerkbar» wenn die !Elastizität über das ganse Gewebe gleichmäßig
ist,.
Diesen Erfordernissen entspricht das elastische Gewebe
nach der Erfindung, das gekennzeichnet ist durch einen in verschiedenen feilen des Gewebes unterschiedlichen Widerstand der die Elastizität des Gewebes bewirkenden 2?eile des
Gewebes gegen Zugbeanspruchung, Insbesondere kann dies durch
Einarbeiten unterschiedlicher Mengen elastischen Materials in verschiedenen feilen des Gewebes erreicht werden. Ein
derartiges Gewebe dehnt sich an einzelnen Stellen leichter als an anderen Stellen und übt andererseits auch entsprechend
an bestimmten Stellen einen stärkeren Druck aus als an anderen Stellen.
Bei Bändern, bei denen die Elastizität durch Fäden mit elastischen Eigenschaften und insbesondere aus elastischem
Material, vorzugsweise Gummifaden, bewirkt wird, kann das Gewebe so ausgebildet werden, daß die elastischen JFäden in
verschiedenen !Seilen des Bandes unterschiedliche Dicke aufweisen.
Torzugsweise kann jedoch das Gewebe auch so hergestellt werden, daß der Abstand der elastischen !Fäden voneinander
in versohleaenen Teilen des Gewebes unterschiedlich
-
·* ist. JLn beiden Fällen wird ein unterschiedlicher Widerstand
-2*
. gegen Zugbeanspruchung
Dabei kann vorteiltsffterweise in verschiedenen, vorzugsweise
gleich großen feilen des Gewebes jeweils eine vorzugsweise gleiche^ in verschiedenen teilen des Gewebes 3·-
doeh -unterschiedliche frnafihi von elastischen Jaden öder
Gruppen aus dicht nebeneinander angeordneten elastischen 3?äden vorhanden sein.
"Vorzugsweise können je do cn die einzelnen elastischen
3?äden oder Gruppen aus dient nebeneinander angeordneten
elastischen 3?äden mit gleienen Abständen voneinander angeordnet;
sein» Da&urdi kann in einfädler lfeise bei der Herstellung des Gewebes eine imterschiedliche Hastizität verscniedener
Seile dieses Gewebes erreicht werden.
iiach. einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das
elastische Gewebe dadurch gekennzeichnet sein, daß der Widerstand gegen Zugbeanspruchung von einer Seite des Gewebes
zur anderen, vorzugsweise in kleinen Stufen, ab- bzw. zuniimt.
Bei einem derartigen Gewebe ist die Dehnbarkeit an einer Seite größer als an der anderen Seite. Entsprechendes
gilt auch von dem gegebenenfalls durch das Gewebe auszuübenden
Druck. Die Zu- bzw. Abnahme der Slastizität in kleinen
Stufen kann in der vorher erwähnten Weise dadurch erreicht
werden, daß in gleichen Abständen voneinander zunächst auf der Seite des geringsten Widerstandes gegen Zugbeanspruchung
eine A^^g^l einzelner elastischer !Fäden, dann eine A1"7-?^
von Gruppen aus zwei elastischen 3?äden und weiterhin Gruppen aus einer steigenden Anzahl von elastischen !fäden angeordnet
werden. Dabei können gleichzeitig die elastischen !"äden in den Gruppen aus einer größeren Anzahl von Päden
-3-
stärker sein als die einzeln angeordneten Fäden. Dadurch
wird die unterschiedliche Elastizität des Gewebes noch stärker ausgeprägt,
Man kann ge do cn das elastische Gewebe mit Tor teil auch so
ausbilden, daß der Widerstand gegen Zugbeanspruchung in der Mitte des Gewebes größer oder geringer als an den Seiten 1st*
Pies hat den Vorteil, daß, wenn beispielsweise eine &6rperpartie
einem geringeren oder größeren Druck als die benachb arten Xörperpartien ausgesetzt werden soll * nicht zwei der
vorher erwähnten Gewebe aneinendergenäht zu werden brauchen,
sondern daß ein einziges Gewebe verwendet werden kenn·
Ein unter Verwendung eines elastischen Gewebes oder mehrerer hergestelltes Korsett, Mieder o.dgl. kann nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung dadurch gekennzeichnet sein, ciaß die über und bzw. oder unter der Taille angeordneten
Teile des Gewebes einen anderen Widerstand gegen Zugbeanspruchung aufweisen als die in der Taillengegend angeordneten Teile des Gewebes, Wenn die Taille eingeengt werden soll
und die Hüften bzw. über der Tei&e liegenden Körperpartien
betont und gut modelliert werden sollen, so kann das Gewebe nach der Erfindung derart angeordnet werden, daß die Teile
mit dem größten Widerstand gegen Zugbeanspruchung in der Tsillengejgend angebracht sind. Pas Gewebe kann jedoch auch
in anderer Weise angeordnet werden.
Man kann dabei das Gewebe nach der Erfindung als Butidband
für'einen Hüfthalter, Schlüpfer o.dgl. verwenden* JPevneT
kann man vorteilhafterweise das Gewebe nach der Erfindung in
den Miederteil eines Büstenhalters in Querrichtung einarbeiten. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, ein breites Gewebe,
^ebenfalls in Querrichtung, in die die Hüfte, die oberhalb
der 3?aille liegenden Eörperpartien und gegebenenfalls die
gall le selbst bedeckenden Seile einzuarbeiten. Auf diese
Weise kann eine wirksame Modellierung der in Frage Jkommenden
ESrperpartien erreicht werden«
ferner kann ziar Modellierun£ oder Korrektur bestimmter
Körperpartien such ein Gewebe -verwendet werden, das in der
Mitte einen anderen Widerstand gegen Zugbeanspruchung aufweist als an den Seiten* So .kann nach einem weiteren SLerkaal
der Erfindung ein unter Yerwendung tron elastischen Geweben
hergestelltes Korselett dadurch gekennzeichnet sein, daß in Querrichtung «in Gewebe eingearbeitet ist, dessen Widerstand
gegen Zugbeanspruchung in der Saillengegend größer oder
geringer ist als an den übrigen Seilen und das in seiner Breite etwa der Läng-e des .Korseletts entspricht«
Das Gewebe nach der Erfindung kann natürlich auch als Bandage oder für andere sanitäre ZweGke verwendet werden.
Auf den Zeichnungen sind Ausführüngsformeii des elastischen
Gewebes nach der Erfindung sowie Ausführungsfonaen
-yon unter ¥erwendung eines derartigen Gewebes hergestellten
Eorsetts, Miedern c.dgl. beispielsweise dargestellt*
!figur 1 zeigt einen abgeschnittenen 2eil einer ersten
Ausföhrungsform des elastischen Gewebes nach der Erfindung,
!Figur 2 zeigt einen abgeschnittenen !Teil einer zweiten Ausführungsform des elastischen Gewebes nach der Erfindung«
Pigur 3 zeigt einen Hüfthalter mit eingearbeitetem Bundband
nach der Erfindung.
iigur A- zeigt einen'Büstenhalter, in dessen Miederteil
ein elastisches Gewebe nach der Erfindung eingearbeitet ist.
-5-
Figur 5 zeigt ein Korselett, in das seitlich zwei elastische
Gewebe nach der Erfindung eingearbeitet sind.
In ein Gewebe 1 sind in Längsrichtung elastische Fäden ein gewirkt, die im folgenden der Einfachheit halber als Gummifäden
bezeichnet werden» Die Fäden sind jeweils zu Gruppen einer
bestimmten Anzahl zusammengefaßt, so daß also zunächst einzelne
Gummifäden 2,3 dann Gruppen 4,5 von jeweils 2 Gummifaden und
anschließend Gruppen 6,7 von jeweils 3 Gummifäden sowie Gruppen
8,9 von jeweils 4 Gummifaden aufeinander folgen. Zwischen
den einzelnen Gummifäden 2,3 und den Gruppen 4 bis 9 sind
jeweils gleiche Gewebeteile nicht mit Gummifaden besetzt. Am
oberen Hand ist infolgedessen, der Widerstand gegen eine Zugbeanspruchung
erheblich geringer als am unteren Hand. Der Widerstand
nimmt langsam von oben nach unten zu (Figur 1). Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind in
ein Gewebe 10 in Längsrichtung Gummifäden eingearbeitet# wobei
jeweils auf einen bestimmten Teil des Gewebes eine Gruppe von Gummifaden entfällt. In dem ersten derartigen I'eil des Gewebes
besteht diese Gruppe aus einem Gummifaden 11. In den beiden
nächsten Teilen bestehen die Gruppen 12,13 aus jeweils 2 Gummifäden.
Die beiden folgenden Gruppen 14, 15 bestehen aus jeweils
3 und die darauf folgenden Gruppen 16, 17 aus jeweils 4 Gummifaden.
Die Abstände zwischen den einzelnen Gruppen verringern sich hier also von oben nach unten. Auch bei dieser Ausf ührungs-
^5 form· des Gewebes nach der Erfindung ist jedoch der Widerstand
gegen eine Zugbeanspruchung am oberen Geweberand geringer als
am unteren Geweberand (Figur 2).
Selbstverständlich .können am oberen Geweberand auch die
Gummifaden völlig weggelassen werden bzw. in den letzten Grup-
^β pen auch mehr oder weniger Gummif äden vorgesehen sein.
-6-
Bs können auch 3e"weils J&ebr als swei Gruppen mit der gleichen
Ατι?.^hI Gummifaden einander folgen. Auch die Dicke der
Gummifaden kann variiert werden, ferner kann die Anordnung
der Gruppen verschieden sein und ύοτ allem Vwrm etwa die
Dehnbarkeit im mittleren Teil oder in einem anderen 3?eil
größer sein als in den jLußenteilen und umgekehrt·
In den !Figuren 3 bis φ -sind'in einen Hüfthalter cdgl.
eingearbeitete Gewebe nach der Erfindung dargestellt, die
dem Gewebe 1 (Uigur Χ!) entsprechen. Die Beaugszeiehen sind
entsprechend der Jügur 2 gewählt* Selbstverständlich kann
-auch ein Gewebe 10 oder ein Gewebe mil? e±aer anderen .Anordnung
der Gummifäden entsprechend verarbeitet werden.
Bei dem in !Figur 3 dargestellten Hüfthalter ist das elastische
Gewebe nach der Erfindung als Bundband in der !faille eingesetzt. Das Gewebe ist so angeordnet, daß es am oberen
Sand den geringsten und am unteren Hand den größten Widerstand gegen Zugbeanspruchung bietet. Bei gleichmäßiger Beanspruchung
wird-es sich den in 21IgUr 3 eingezeichneten gestrichelten
Linien entsprechend ausdehnen.
Bei dem im Miederteil, des Büstenhalters gemäß Figur 4 eingesetzten
elastischen Gewebe ist der Widerstand gegen Zugbeanspruchung in der Taille am größten. Die oberhalb der
Taille liegenden Eorperpartien werden also am stärksuen
modelliert. 2PaIIs dies erwünscht sein sollte, kann das Gewebe
natürlich auch in anderer Weise in den ü&eäerteü des
Büstenhalters eingesetzt werden.
Bei dem in 2?igur 5 dargestellten Korselett sind seitlich
jeweils elastische Gewebe nach der Erfindung eingesetzt, bei
dener der Widerstand gegen Zugbeanspruchung in der iDaillengegend
am größten ist. Eier wird also die Taille besonders
stark modelliert. Audi Mer kann das elastische Gewebe nach,
der Erfindung gegebenenfalls in anderer Weise eingesetzt
werden.
Claims (1)
- FA.02302Viai.54I. 13. astisches Beweise j insbesondere für Korsetts-, Mieder oidgl», gekennzeichnet durch einen in verschiedenen Seilen -des Grewebes unterschiedlichen Widerstand der die -Elastizität des Gewebes bewirkenden Bestandteile gegen Zugbeanspruchung, insbesondere durch Einarbeiten unters ehieSiieher Mengen elastischen Materials in verschiedenen Seilen des Gewebes,2. Elastisches Gewebe nach Anspruch 1, dadurcn net, daß die Elastizität des Gewebes bewirkende 3?ädeiL, Torssiagsweise 5ummifaden, "unterschiedliclie Dicke aufweisen.3» Siastisehes Sewebe nacii Anspruch 1 -und 2# dadurch gekennzeichnet» daß der Abstand von die Elastizität des Gewebes bewirkenden Päden voneinander in verschiedenen Seilen des Gewebes unterschiedlich ist.4-, Elastisches Gewebe nach .Anspruch .1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an verschiedenen, vorzugsweise .gleich großen !eilen des Gewebes jeweils eine verzugsweise gleiche, in verschiedenen !eilen jedoch unterschiedliche Anzahl von elastischer Jaden oder Gruppen aus dicht nebeneinander angeordneten elastischen 3?äden vorhanden ist ^5· Elastisches Gewebe naeh Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne elastische Faden oder Gruppen aus dicht nebeneinander angeordneten elastischen Jaden mit gleichen Ab—ständen voneinander angeordnet sind.6. Elastisches Gewebe nach. Anspruch 1 bis $, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand gegen Shigbeansioruehung von einer Seite des Gewebes zur anderen, vorzugsweise in kleinen Stufen, ab- bzw. zunismit.7» Elastisches Gewebe nach Anspruch. 1 biß 6, daäiarÄh gekennzeichnet, daß der Widerstand gegen Zugbeanspruchung im Mittelteil des Gewebes größer oder geringer ißt als an den Längsseiten.B. Unter Verwendung eines elastischen Gewebes nach. Anspruch 1 bis 7 oder mehrerer hergestelltes Eorseää;, Mieder/Oder o.dgl,, dadurch gekennzeichnet, daß die über und bzw.'rater der iaille angeordneten Seile des Gewebes einen anderen Widerstand gegen Zugbeanspruchung aufweisen als die ±n der Taillengegend angeordneten Seile.9. Korsett, Mieder o.dgl. nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Gewebe als Bundband angebracht ist.10. Korsett, Mieder o.dgl. nach Anspruch 8 und 9» dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Gewebe in Querrichtung im Eiederteil eingearbeitet ist.11. Korsett, Mieder o.dgl. nach Anspruch δ bis 10. dadurch gekennzeichnet, daß ein breites Gewebe in Querrichtung in die die Hüfte, die oberhalb der Taille liegenden Körperpartien und gegebenenfalls die laille selbst bedeckenden !Teile eingearbeitet ist.-10-12- Korsett j nieder ο. dgl, nach. Anspruch 8 bis 11, dadurch ge&ennzeiehnet, daß ein Gewebe vorgesehen ist , das im Mittelteil einen anderen Widerstand gegen Zugbeanspruchung aufweist als an den Seifen.~ "Serselett naen Anspruch 8 "bis 12» dadarcb. gekeanzeidi- > daß in ^ierrichtung ein Gewebe eingearbeitet ist, dessen Widerstand gegen Sugbeanspruc&ung in der iaillengegend größer oder geringer ist als an den übrigen Seilen und das in seiner Breite etwa der Iiänge des Korseletts entspricht.-H-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW9503U DE1685984U (de) | 1954-01-13 | 1954-01-13 | Elastisches gewebe. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW9503U DE1685984U (de) | 1954-01-13 | 1954-01-13 | Elastisches gewebe. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1685984U true DE1685984U (de) | 1954-10-28 |
Family
ID=32102535
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW9503U Expired DE1685984U (de) | 1954-01-13 | 1954-01-13 | Elastisches gewebe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1685984U (de) |
-
1954
- 1954-01-13 DE DEW9503U patent/DE1685984U/de not_active Expired
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