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DE196949C - - Google Patents

Info

Publication number
DE196949C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
abdominal
bandage
piece
elastic
straps
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT196949D
Other languages
English (en)
Publication of DE196949C publication Critical patent/DE196949C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/01Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
    • A61F5/02Orthopaedic corsets
    • A61F5/026Back straightening devices with shoulder braces to force back the shoulder to obtain a correct curvature of the spine

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Corsets Or Brassieres (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ml 96949 KLASSE 30 έ?. GRUPPE
Dr. P. H. ALBERTUS SCHULZ in ZÜRICH.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juli 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine die Leibesmuskulatur zur Tätigkeit anzuregen bestimmte, mittels verstellbarer Schulter- und Strumpfhaltebänder festzulegende Leibbinde, welche aus Stoff besteht, der nur in der Längsrichtung des Körpers wesentlich elastisch ist.
Damit wird bezweckt, sowohl auf die allgemeine Körperhaltung, wie ganz besonders auf einzelne Organe (insbesondere auf die
ίο unter den Bauchdecken liegenden inneren Leibesteile und den Brustkorb), wie die Haltung der Frauenbrüste in annähernd gleicher Art und Richtung einzuwirken, wie dieses unter normalen Verhältnissen durch die elastische Muskulatur geschieht. Denn es ist bekannt, daß die.Muskeln, welche die Hebung der inneren Leibesteile und die Hebung der Brust bewirken, vom Ursprungs- zum Ansatzpunkte hin gerechnet (bzw. in der Längsfaserrichtung) alle in der Längsrichtung des Körpers verlaufen und in dieser Richtung elastisch sind.
Ganz im Gegensatz zu diesen anatomischen Verhältnissen üben nun die bisher bekannten Leibbinden und Leibchen aus elastischem Stoff (d. h. aus einem Stoff, der nach der Dehnung auch wieder zurückschnellt) entweder nur in der Richtung des Leibesumfanges (also gerade quer zum Muskulaturverläuf) elastische Zug-Wirkungen aus oder sie sind allseitig elastisch (d. h. sie lassen sich nach allen Richtungen hin in gleichem Maße dehnen), so daß sie den obengenannten Zweck nicht zu erfüllen vermögen: Da sie sich außerdem im Gebrauch naturgemäß in der Zugrichtung allmählich ausweiten, das Nachziehen aber in der Richtung quer zur Achse des Körpers wegen der räumlichen Beschränkung nur in sehr geringem Grade möglich ist, so ist die Gebrauchsdauer von solchen elastischen Leibbinden und Leibchen wie auch die mit ihnen zu erzielende Wirkung auf die Bauchdecken sehr beschränkt. Anders bei den Leibbinden nach der Erfindung, denn in der Längsrichtung des Körpers ist die Dehnungssphäre sehr groß und ein Nachziehen demnach fast in unbeschränktem Maße möglich; es werden dabei die Schultern ferner bei weitem nicht so stark belastet, wie es bisher der Fall war, und in der Richtung des Leibesumfanges bietet die neue Leibbinde weit größere Festigkeit und besseren Halt.
Die beiliegende Zeichnung stellt die Leibbinde nach der Erfindung beispielsweise dar.
Fig. ι veranschaulicht eine aus Bruststück und Bauchstück bestehende Leibbinde, wobei das Bruststück über das Bauchstück heruntergeklappt ist.
Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen eine Ausführungsform der Leibbinde in ihrer Gebrauchs-Stellung für die Brust, und zwar.von vorn, von hinten und von der Seite gesehen.
Die Leibbinde ist aus einem elastischen Gewebe (z. B. doppellagigem Trikot oder Gummigewebe) hergestellt, das so zugeschnitten ist, daß es nur in der Längsrichtung des Körpers bzw. in der Richtung des Verlaufes der Leibesmuskulatur ausgedehnt werden kann,
in der Richtung quer zur Muskulatur (d. h. in der Leibesumfangsrichtung) aber, insoweit es die Natur des Stoffes zuläßt, gar nicht. An dieses passend zugeschnittene Gewebestück schließen sich an geeigneten Stellen Befestigungsriemen an. Die Leibbinde besteht aus einem Bruststück und einem Bauchstück, die durch eine Naht voneinander getrennt sind. Diese Naht kann z. B. als Scheinnaht nach
ίο irgendeinem bekannten Verfahren hergestellt werden oder in gleicher Weise wie alle anderen Nähte der Leibbinde als gewöhnliche elastische Trikotnaht.
In Fig. ι bezeichnet der durch die Linie A-B-C-D-E-F-G-H-I-K-L-M begrenzte Teil der Leibbinde das Bauchstück. Dessen obere Ecken werden durch zwei Taillenausläufer a,al gebildet, an welchen je ein Riemen c, cl aus beliebigem Gurtstoff befestigt ist. Wenn wie in Fig. 1 das Bruststück nicht zur Auflage auf die Brust gebraucht wird, sondern über das Bauchstück hinunterhängt, so werden diese Riemen c, c1 mit ihren freien Enden an irgendeinem Kleidungsstück befestigt. Bei hochgeklapptem Bruststück dagegen schließt man diese Riemen z. B. mittels Knöpfe an die oberen Ecken des Bruststückes an. Dieses Bruststück ist in Fig. 1 durch die Linie B-C- D-E-F-Hl-P-Kl-L^Ml begrenzt.
An den unteren Ecken ist das Bauchstück in zwei Hüftenausläufer b, bl ausgezogen. An diese schließen sich je zwei elastische Riemen d, d1 an, die über das Gesäß hinweg der Zwischenschenkelgegend zustreben, und die elastischen Riemen e, e1, die zu den Strümpfen führen, also gleichzeitig als Strumpfträger dienen.
Bei der Anwendungsform nach Fig. 2, 3 und 4 schließen sich die Riemen d, d1 an einen Zwischenschenkelverband f an, der vorn im mittleren Teile K des Bauchstückes z. B. mittels Knöpfe befestigt ist. Wo ein solcher Zwischenschenkelverband nicht zur Anwendung kommt, werden die Ausläufer b, b1 mittels eines einzigen, quer über das Gesäß verlaufenden elastischen Gurtes verbunden.
Die Ausläufer a, a1 und b, b1 sind notwendig, wenn die Leibbinde am Körper gut sitzen soll. Wären keine solchen vorhanden,
d. h. hätte man am Bauchstück statt der einwärts gekrümmten seitlichen Ränder A, M und G, //geradlinig \rerlaufende Begrenzungen, so könnte sich bei einer Zugwirkung nach aufwärts über die Schultern und bei einem Gegenzug nach abwärts diese Zugwirkung nicht in der gewünschten Stärke und Gleichmäßigkeit auf den auf dem Bauch gelegenen Teil der Leibbinde erstrecken. Vielmehr wurden jene geradlinigen Ränder A, M und G1H am meisten gestreckt und bei größerer Kraftentfaltung nur dem Zerreißen ausgesetzt, während an anderen Stellen der Leibbinde, wo diese eng anliegen soll, Wulste und Schrumpfungen entständen. Das gleiche gilt auch für den Fall, daß der obere und der untere Rand B, F und J, L geradlinig verlaufen wurden.
Abgesehen von ihrer Verwendung als Anschlußstellen für die verschiedenen Riemen haben die erwähnten Ausläufer auch an und für sich Bedeutung. Da die oberen um die Taille nach oben, die unteren dagegen um die Hüften nach unten streben und die Leibbinde in der Richtung des Leibesumfanges nicht dehnbar ist, so haken sich diese Ausläufer gleichsam am Körper fest, so daß die Leibbinde ohne weiteres an diesem anliegt und die gehobenen Körperteile in der neuen Lage verbleiben.
Die durch diese Ausläufer erzielten Wirkungen machen alle Stabeinlagen in der Richtung der Achse des Körpers überflüssig. Solche Einlagen, die sehr lästig werden können, sind bei den bisher bekannten Leibbinden (insbesondere bei den elastischen) meistens nötig, um die Leibbinde ständig gestreckt zu halten und eine gleichmäßige Zugwirkung auf den Körper zu erhalten.
Am Mittelteil K sind noch weitere elastische Strumpfbänder e2, e8 angebracht, welche in der Richtung gegen die Kniescheibe zu den Strümpfen hin verlaufen.
Die Form und Ausführung der Leibbinde (des Bauchstückes wie des Bruststückes) kann natürlich je nach Bedarf von der gezeichneten verschieden sein. So z. B. können noch weitere als die gezeichneten Riemen (z. B. für die Leibschnürung) verwendet werden. Auch kann z. B. noch ein Rückenstück eingefügt werden; an der Stelle, wo die Brüste liegen, kann für diese in derselben Weise, wie das Bauchstück vom Bruststück durch Naht getrennt ist, ein die Brüste der Frau aufnehmendes besonderes Stück angesetzt werden usw. .

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Mittels verstellbarer Schulter- und Strumpf haltebänder festzulegende, aus elastischem Stoff bestehende Leibbinde, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff bzw. die Binde entsprechend der Richtung der größten Elastizität der Leibesmuskulatur nur in der Längsrichtung des Körpers wesentlich elastisch ist, zu dem Zwecke, zum Muskelverlaufe parallel liegende elastische Zugwirkungen auf die von der Binde bedeckten Körperteile ausüben zu können.
2. Leibbinde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Binde aus einem Bauchstück und einem Bruststück besteht,
welches unter oder über das erstere heruntergeklappt werden kann.
3. Leibbinde nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch als Anschlußstellen von Tragriemen dienende Taillen- und Hüftenausläufer (ααΛ, bb^, welche durch die einwärts gebogenen Ränder des Bauchstückes gebildet werden und ein gleichmäßiges Anliegen der Leibbinde auf dem Körper und eine gleichmäßige Verteilung der Zugwirkungen auf die Bauchmuskeln ermöglichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin. Gedruckt in der
DENDAT196949D Active DE196949C (de)

Publications (1)

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DE196949C true DE196949C (de)

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