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Schuh mit Luftpolstersohle, nach Patent..........(Anmeldung St 25
319 VIIa/71a) und Patent..........(Anmeldung St 26 492 VIIa/71a).
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Die Erfindung betrifft Schuhe mit Luftpolstersohlen, wobei eine vorgefertigte
Sohle beziehungsweise Halbsohle zusammen mit dem Luftpolster in einer Form einer
Spritzgießmaschine durch Einspritzen von Kunststoff oder Gummi mit dem Schaft verbunden
wird und wobei das Luftpolster in einem gegenüber dem eingespritzten Werkstoff durch
eine gesonderte Dichtung abgedichteten Bereich der Sohle beziehungsweise Halbsohle
angeordnet ist, nach Patent..........Anmeldung St25 und Patent..........(Anmeldung
St 26 492 VIIa/g1a).
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Die Hauptanmeldungen befassen sich mit Luftpolsterschuhen sowie mit
deren Iterstellung. Es ist vorgesehen, daß die Verbindung
der Suftpolstersohle
mit dem Schuhschaft beziehungsweise einer Brandsohle durch einen eingespritzten
Randstreifen aus Kunststoff oder Gummi erfolgt. das im mittleren Bereich der Sohle
beziehungsweise Halbsohle angeordnete Buftpolster ist gegenüber diesem Handstreifen
zumindest während des Spritzvorgangs abgedichtet.
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Nach einem Ausführungsbeispiel der Haupt anmeldung St 25 319 VIIa/71a
wird die Abdichtung des Buftpolsters gegenüber dem eingespritzten Kunststoff oder
Gummi durch eine an der Sohle beziehungsweise Halbsohle angeordnete, ringsherumlaufende
Dichtlippe erzielt. Bei der Hauptanmeldung St 26 492 VIIa/71a ist zur Abdichtung
destuftpolsters vom Spritzwerkstoff eine gesonderte Dichtung, nämlich ein Dichtring
in der Sohle angeordnet.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Gegenstände der Hauptanmeldungen
weiter zu entwickeln und zu verbessern0 Insbesondere soll eine Verbesserte Abdichtung
und Absonderung des Luftpolsters gegenüber dem eingespritzten irerkstoff
auch
bei solchen Schuhkonstruktionen erzielt werden, bei denen die Anlagebereiche der
Dichtung für das Luftpolster am Schuhschaft beziehungsweise an der Brandsohle zur
Erzielung einer ausreichenden Dichtigkeit nicht günstig sind.
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Die Erfindung besteht darin, daß das Luftpolster in einer gesonderte
Füllkappe angeordnet ist. Durch diese Ausbildung des Oichtungskörpers für das Luftpolster
wird dieses noch weiter eingeschlossen und gegenüber dem Spritzwerkstoff abgesondert.
Die Füllkappe ist lediglich an einer Seite von Haus aus offen.
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Die Füllkappe ist nach der Erfindung in der Buftpolstersohle so angeordnet,
daß ihre freien Ränder an der Oberseite der vorgefertigten Sohle anliegen. Bas Luftpolster
ist dadurch unten durch die vorgefertigte Sohle, an den Seiten durch die beitenwandungen
der Füllkappe und an der Oberseite durch die Deckwandung der Füllkappe umgeben,
so daß vor allem im Bereich gegenüber dem Schuhscbaft beziehungsweise derBrandsohlq
also in einem Bereich schwieriger Abdichtungsmöglichkeiten durch die Füllkappe gemäß
der Erfindung nunmehr eine absolute Dichtigkeit erzielt wird0 Im Bereich der Anlage
der Seitenwandungen
der Füllkappe an der Oberseite der vorgefertigten
Sohle ist eine ausreichende Dichtigkeit durch die Andrückkräfte infolge der verhältnismäßig
glatten Oberfläche der vorgefertigten Sohle und der anliegenden Ränder der Seitenwandungen
der Füllkappe ohneweiteres erzie@lbar.
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Vorzugsweise findet die Füllkappe zur Anordnung eines Luftpolsters
im Absatzbereich Anwendung. Absätze werden bei Schuhen aus Gummi oder Kunststoff
bisher Ublicherweise mit einem Absatzfüllstück versehen. Bei einem Schuh gemäß der
Erfindung tritt praktisch das in der Füllkappe angeordnete Luftpolster im Absatz
an die Stelle des bisher üblichen Ftillstücks. Dabei ist die Ausgestaltung der Füllkappe
gerade in Absatzbereich torteilhaft, da hier besondere Schwidgkeiten für die Erzielung
einer ausreichenden Dichtigkeit gegenüber dem Schuhschaft beziehungsweise der Brandsohle
bestehen.
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Weitere Einzelheiten werden nachfolgend anhand eine. in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
Pi.
1 Einen Schuh mit einer Luftpolstersohle gemäß der Erfindung in Schematischem Längsschnitt,
noch in der Spritzgießform, Fig. 2 einen suerschnitt durch den Schuh gemä# Fig.
1 mit Spritzgie#form im Absatzbereich, in vergrö#ertem Ma#stab.
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Die gemäß den Hauptpatenten sowie gemäß der vorlieÖenden Anmeldung
hergestellten Schuhe mit Luftpolstersohle bestehen aus einer vorgefertigten Sohle
10, die im Spritzgie#verfahren, durcn vulkanisieren oder durch ausstanzen aus einer
Platte hergestellt und demnach aus natürlichem oder synthetischemGummi beziehungsweise
aus Kunststoff bestehen kann. An Stelle einer bis in den Aosatz durchgenenden vorgefertigten
Sohle 10 kann auch bei der vorliegenden Erfindung eine Halusohle entsprechend den
Hauptpatenten Verwendung finden.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jeweils im vorderen
Bereich der Sohle und im Absatzbereich ein gesondertes Luftpolster 11 vorgesehen.
Dieses aus besonders Luftpolster 11 besteht üolicherweise elastischem, insbesondere
geschäumten Material. Die Verbindung der mit diesen Lftpolstern 11 versehenen Sohle
10 mit
dem Schaft 13 des Scnuhs beziehungsweise einer in üblicher
Weise angeordneten Brandsohle 14 erfolgt in einer Spritzgieform 12. Diese besteht
in ansich üblicher und bekannter Weise aus einem Leisten 15 zur Aufnahme des Schftes
13,einem höhenverschiebbaren Bodenstempel 16 und einem vorzugsweise zweigeteilten
Seitenrahmen 17, auf aessen Dichtlippe 18 der Leisten 15 mit dem Schaft 13 aufgesetzt
wird.
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Zwischen der vorgefertigten Sohle 10 und den Luftpolster@ 11 einerseits
sowie dem Schaft 13 beziehungsweise der Brandsohle 14 andererseits ist ein rin@sherumlaufender
Randstreifen 20 aus geeignetem Werkstoff, vorzugsweise Kunststoff oder Gummi, durch
einspritzen angeordnet. Dieser Randstreifen 20, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
auch im Bereich des Gelenks 22 der Luftpolstersohle zwischen der vorgef ertigten
Sohle 10 und dem Schaft 13 beziehungsweise der Brancisohle 14 angeordnet sein kann,
verbindet die vorgefertigte Sohle 10 und Wie Luftpolster 11 mit dem Schaft 13 bezieflungsweise
der brandsohle 14.
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Die Luftpolster 11 sind zumindest wärend des Einspritzvorganges in
einem vom Spritzwerkstoff des Randstreifens 20
abgesonderte, insbesonders
a@gedichteten Bereich angeoranet. Gemäß der Erfindung dient zu diesem zweck eine
Füllkappe 60, die vorzugsweise jeweils Oesondertes Element aus elastischem Werkstoff,
zum Beispiel Kunststoff oder Gummi hergestellt ist. Diese im Querschnitt schalenförmige
Füllkappe 60 ist in der Luftpolstersohle so angeordnet, daß die Seitenwandungen
61, 62 mit ihren freien Rändern 63 dichtend an der zugekehrten Oberseite der vorgefertigten
Sohle 10 anliegen.
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Dadurch befindet sicil das Luftpolster 11 in einem allseits geschlossenen
Raum, der gegenüber dem Schaft 13 beziehungsweise der Brandsohle 14 durch eine Deckwandung
64 der Füllkappe 60 abgeschlossen ist. Es wird allso vor allem der Vorteil erzielt,
daß gegenüber dem Schaft 13 beziehungsweise der Brandschle 14, al@so in einem für
die Abdichtung schwierigen Bereich, absolute Absonderung des Luftpolsters 11 vom
Spritzwerkstoff des Randstreifens 20 erzielt wird.
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Die Seitenwandungen 61, 62 der Füllkappe 60 sind vorzugsweise steifer,
insbesondere dicker als die Deckwandung 64. Dadurch können die Seitenwandungen 61,
62 in gewisse Umfange Drucke aufnehmen und dicht an die vorgefertigte Sohle 63 angedrückt
werden, ohne
daß sich unerwünschte Verformungen ergben.
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Es ist möglich, eine über die gesamte Sohle durchgehende Füllkappe
60 vorzusehen. Vorzugsweise werden jedoch im vorderen Bereich der Sohle und im Bereich
des Absatzes 21 gesonderte Füllkappen 60 mit Luftpolstern 11 angeordnet. Die Verwendung
einer Füllkappe 60 ist besonders vorteilhaft im Absatz 21.
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Die Abmessungen der Füllkappen 60 sind derart, daß noch ausreichender
Raum zur Aufnahme des Spritzwerk-Stoff 8 für den Randstreifen 20 verbleibt. Im Absatz
21 ist die Füllkappe 60 vorzugsweise in einer Vertiefung 65 angeordnet. Diese wird
in ansich bekannter Weise durch ringsherumlaufende hochgezogene Ränder 66 der vorgefertigten
Sohle 10 gebildet, Durch die Erfindung kann die Wandungsstärke der Ränder 66 geringer
ausgebildet werden als bei herkömmlichem Schuhwerk, da die eingesetzte Füllkappe
60 stabilisierend und verstärkend wirkt. Die Au#enabmessungen der Füllkappe 60 im
Absatzbereich sind kleiner als die Innenabmessungen der Vertiefung 65, so daß vorzugsweise
ringsherum ein Zwischenraum verbleibt, der, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, durch
Spritzwerkstoff aussefüllW wird.
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Hierdurch erÖibt sich eine besonders gute, haltbare werbindung zwischen
der Lftpolstersohle und des
Schaft 13, insbesondere auch im Absatzbereich.
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Weiterhin dient zur Verbesserung der Verbindung zwischen der Luftpolstersohle
und dem Schaft 13 das ivierkmal, wonach die Füllkappen 60 mit einem stark abgerundeten
Übergang 67 jeweils zwischen den Seitenwandungen b1 61,62 und der Deckwandung 60
ausgebildet sind. Auch hierdurch werden größere Haftflächen für den Spritzwerkstoff
gebildet.
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Dem gleichen Zweck dient in erster Linie auch die in den Zeichnungen
dargestellte Ma#nahme, wonach die hochgezogenen Ränder 66 des Absatzes 21 unterhalb
des Schaftes 13 enden, so daß hier ebenfalls ein Zwischen raum zur Aufnahme des
Randstreifens 20 verbleibt.
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Dieser ist somit bei des aaRgetelltenAusSührungsbeispiel ringsherum
sichtbar.
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Das einspritzen des Randstreifens 20 geht in der in den Hauptpatenten
beschriebenen Weise von Statten, nä@mlich über Einspritzkanäle 23,23a und 24 sowie
über Verzweigu@@ ngen 25.
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Ein Schuh mit Luftpoltersohle mit den Merkmalen der Erfindung kann
auch vorteilhafter Welse so ausgebildet sein, daß im Aosatzbereicn eine Füllkappe
60 gemäß derErfindung angeordnet ist, wärend im vorderen Bereich der Sohle das Luftpolster
in der Art der Hauptanmeldungen ausgebildet ist.