DE1684266C - Vorrichtung zum Befestigen von Decken an Stützen bei einem nach dem Hubdeckenverfahren hergestellten Gebäude - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen von Decken an Stützen bei einem nach dem Hubdeckenverfahren hergestellten GebäudeInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und daß die Laschen über die Tragjoche durch Keile
zum Befestigen von Decken an Stützen bei einem gegenüber den Widerlagern justierbar sind,
nach dem Hubdeckenverfahren hergestellten Ge- Nach einer bevorzugteü Ausfuhrungsform sLnd die
bäude, die je Stütze aus einem in die Decke ein- Widerlager als an die Stutzen angeschweißte Profilbetonierten,
die Stütze ringsum umfassenden Kragen, 5 teile ausgeführt. Die Lascnen sind zweckmaßigerweise
aus an den Stützen angebrachten Widerlagern sowie an die Kragen angeschweißt und die Ausnehmungen
als Verbindungsglied aus auf den Widerlagern abge- als Langlöcher ausgebildet. Als Tragjoche kann man
stützten Tragjochen mit zugeordneten Justierkeilen hochstegige Profilteile verwenden, die ein .ur die
gebildet sind. ' aufzunehmenden Beanspruchungen ausreichendes
Bei einer bekannten Vorrichtung (vgl. die Zeit- io Widerstandsmoment aufweisen.
schrifUEngineeringNews-Record« vom27.Juni 1957, Für die Anordnung der Keile bestehen grundsau.-
S. 69) ist der Aufbau so getroffen, daß die Stützen mit Hch mehrere Möglichkeiten Sie .können namheh
Langlochausnehmungen als Widerlager für die Trag- unterhalb der Tragjoche, d. h. zwischen den irag-
joche versehen sind. Darüber hinaus ist an der Decke Jochen und den Widerlagern, angeordnet sein, e.n-
ein Doppelkragen *. rgesehen, wobei der innere Kra- 15 fächer ist jedoch in montagetechnischer Hinsicht eine
gen mit Ausnehmungen für die Tragjoche und Justier- Ausführungsform, die dadurch gekennzeichnet ist,
keile verehen ist. Das führt zu einem komplizierten daß die Keile zwischen der Oberseite der Iragjoche
Aufbau. Insbesondere sind die Justierkeile praktisch und der oberen Begrenzung der Ausnehmungen an-
nur über die Ausnehmungen in den Stützen der Justie- geordnet sind. Die Keile sind vorzugsweise selbst-
rung zugänglich. Ferner stört, daß die als Widerlager ao hemmende Keile.
dienenden Ausnehmungen zu einer Schwächung der Die durch die Erfindung erreichten Vorte»e sind
Stütze führen. Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist vor allem darin zu sehen, daß mit der erhndungs-
eine Überdimensionierung der Stütze zwischen den als gemäß ausgebildeten Vorrichtung ohne Schwierig-
Widerlagern dienenden Ausnehmungen erforderlich. keiten eine optimal genaue Einstellung der Hohe der
Bei einer anderer bekannten Vorrichtung (bri- 25 abzuhängenden Decke gewährleistet ist, und zwar
tische Patentschrift 892 438) werden die Justierkeile auch dann, wenn die für die Abhangung erforder-
zwischen außenseitig an den Stütz.n angeordneten liehen Elemente, beispielsweise Konsolen, Krapcn
Widerlagern und dem Kragen urterlialb der Decke und Laschen, infolge von fertigungstechnischen oder
angebracht. FIs sind daher zusätzliche NiOntagebühnen montagetechnischen Ungenauigkeitcn beachtliche I o-
im Bereich der Stützen erforderlich. Ferner stört, daß 30 kränzen aufweisen. Diese Ungenauigkeiten können
die Justiermarken an den Stützen zunächst im Bereich nämlich stets durch die beschriebenen Keile aus-
der Deckenoberkante angeordnet sind, so daß sich geglichen werden. Darüber hinaus zeichnet sich die
die Montage arbeits- und zeitaufwendig gestaltet. erfindungsgemeäß ausgebildete Vrrnchtung durch
Die gleichen Nachteile bestehen auch bei einer Eir.Vchhcit und Funktionssicherheit aus.
weiteren bekannten Vorrichtung (USA.-Patentschrift 35 Von vorteilhafter Bedeutung ist außerdem, daß die
3 199 259), bei der die Widerlager an den Stützen Juslierkeile für eine auf der Decke befindliche Person
Schrägflächen aufweisen und der zugeordnete Kragen von oben her frei zugänglich sind und sich die Monder
Decke so ausgebildet ist, daß zwischen den tage sowie Justierung in kürzester Zeit mit wenigen
Schrägflächen des Widerlagers und dem mit entspre- Handgriffen ohne jegliche Behinderung ausfuhren
chenden Schrägflächen versehenen Kragen der Decke 40 läßt. .
im wesentlichen in vertikaler Richtung orientierte Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer
Justierkeile einsetzbar sind. Auch bei dieser Aiisfüh- ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausrune;sform
liegen die Justierkeile im Bereich zwischen führlicher erläutert. Es zeigt
Deckenoberkante und Deckenunterkante. Bei der er- Fig. 1 perspektivisch einen Ausschnitt aus einer
forderlichen Justierung ist daher die Verwendung 45 Decke, die mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten
eines Hebezeuges bzw. der Hubpressen, mit denen Vorrichtung verbunden ist,
die Decken hochgezogen werden, erforderlich. Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 im Schnitt
Ferner ist eine Vorrichtung bekannt (USA.- entsprechend der Linie A-A der Fig. 1,
Patentschrift 3028707), bei der im Bereich der Fig. 3 die Vorrichtung nach Fig. 1 im Schnitt
Deckenausnehmung mittels Schraubenbolzen verstell- 50 entsprechend der Linie B-B der Fi g. 1.
bare Widerlager vorgesehen sind, die von im Bereich Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient
der Deckenausnehmung angeordneten und in Aus- zum Befestigen von Decken 1 an Stützen 3 bei einem
nehmungen der Stützen abgestützten, schräggestellten nach dem Hubdeekenverfahren hergestellten Ge-
Stützelcmenten unterfangen werden. Auch bei dieser bäude. Dabei werden die Decken 1 an den durch
Ausführungsform erfolgt eine nachteilige Schwächung 55 Deckenausnehmungen 2 hindurchgeführten Stützen 3
der Stütze. Darüber hinaus bereitet es erhebliche befestigt. Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer
Schwierigkeiten, bei der Justierung eine Überbean- solchen Decke 1, eine Deckenausnehmung 2 und eine
spruchung einzelner Schraubenbolzen zu vermeiden. zugeordnete Stütze 3. Die Vorrichtung weist in die zu
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine befestigenden Decken 1 mit einem Flansch 4 od. dgl.
Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art in ein- 60 einbetonierte Kragen 5 auf, von denen in Fig. 1 einer
fachsler Weise so zu gestalten, daß sich die Justier- dargestellt ist mit zugeordneten Widerlagern 6 an den
arbeiten beim Festsetzen der Decken an den Stützen Stützen. Die Widerlager 6 sind als durch die Deckenauf
einfachste Weise durchführen lassen. ausnehmungen 2 frei hindurchführbare Konsolen aus-
Dicsc Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- geführt. Das ist insbesondere auch in Fig. 2 erkenn-
lö::t, Jaß nn jedem Kragen mindestens zwei einander 65 bar. An die Kragen 5 sind in der Befestigungsstellung
gegenüberliegende, nach oben über die Widerlager der Decke 1 über die Widerlager 6 hinausragende,
hinausgehende Laschen mit Ausnehmungen ange- einander gegenüberliegende Laschen 7 mit Ausneh-
schlossen sind, in die die Tragjoche einfUhrbar sind, mungen 8 angeschlossen. Den gegenüberliegenden
Laschen 7 sind auf den Widerlagern 6 aufliegende, in die Ausnehmungen 8 einführbare und durch Keile 9
justierbare Tragjoche 10 zugeordnet
Im Ausführungsbeispiel sind die Widerlager 6 als an die Stützen 3 angeschweißte Profilteile ausgeführt.
Die Laschen 7 sind an die Kragen 5 angeschweißt und mit Langlöchern als Ausnehmungen 8 ausgerüstet
Die Tragjoche 10 sind als hochstegige ProfiUeile aus'geführt.
Im. Ausführungsbeispiel sind die Keile 9 aus Grün- ιλ
den der montagetechiÜEchen Einfachheit zwischen der
Oberseite der Tragjoche 10 und den Jochlöchern 8 angeordnet. Sie sind als selbsthemmende Keile 9 ausgeführt
und liegen folglich eindeutig und unverrückbar fest, nachdem sie eingeführt sind und die Last
aufgenommen haben.
Zur Funktionsweise erkennt man insbesondere aus der perspektivischen Darstellung unmittelbar, daß die
auf irgendeine geeignete Weise in die gezeichnete Position gehobene Decke 1 durch seitliche Einführung
der Tragjoche 10 bis in die gezeichnete Stellung auf den Widerlagern 6 abgestützt werden kann, wobei
eine genaue Höheneinstellung durch Einschlagen der selbsthemmenden Keile 9 erreichbar Ist. Hat die
Decke 1 die vorgeschriebene Position erreicht und sind die Keile 9 eingeführt, so wird der gessmte
Zwischenraum zwischen Deckenausnehmung 2 und Stützen 3 mit Beton vergossen und folglich die Vorrichtung
festgelegt sowie damit auch gegen Korrosion geschützt.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Befestigen von Decken an Stützen bei einem nach dem Hubdeckenverfahren
hergestellten Gebäude, die je Stütze aus einem in die Decke einbetonierten, die Stütze ringsherum
umfassenden Kragen, aus an den Stützen angebrachten Widerlagern sowie als Verbindungsglied
aus auf den Widerlagern abgestützten Tragjochen mit zugeordneten Jusfierkeilen gebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß an jedem Kragen (5) mindestens zwei einander gegenüberliegende,
nach oben über die Widerlager (6) hinausgehende Laschen (7) mit Ausnehmungen (8) angeschlossen sind, in die die Tragjoche (10)
einführbar sind, und daß die Laschen über die Tragjoche durch Keile (9) gegenüber den Widerlagern
justierbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlager (6) als an die
Stützen (3) angeschweißte "rofilteile ausgeführt
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (7) an die
Kragen (5) angeschweißt und die Ausnehmungen (8) als Langlöcher ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragjoche
(10) als hochstegige Profilteile ausgeführt sind.
5. Verrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Keile (9)
zwischen der Oberseite der Tragjoche (10) und der oberen Begrenzung der Ausnehmungen (8)
angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daf die Keile (9)
als selbsthemmende Keile ausgeführt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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