DE1684096C3 - Einschiebbare Bodentreppe - Google Patents
Einschiebbare BodentreppeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine einschiebbare Bodentreppe mit je aus einer Gliederschere bestehenden
Seitenwangen, die an einem die Durchstiegsöffnung einfassenden Lunkenrahmei! angelenkt sind, mit einer 3S
diesen Lukenrahmen verschließenden Bodenklappe, mit zwei, an der Außenseite jeder Gliederschere in einer
ersten Anlenkstelle mittels Bolzen gehaltenen Lenkern und mit an den Lenkern angreifenden Federn, die mit
ihrem einen Ende in der Nähe der zweiten Anlenkstelle jedes Lenkers und mit ihrem anderen Ende an einem mit
dem Lukenrahmen fest verbundenen Teil angreifen.
Bei einer derartigen (aus der DT-PS 1136 091)
bekannten Bodentreppe ist der Lenker am freien Ende der Bodenklappe mit größerem Abstand von deren
Anlenkstelle am Lukenrahmen angelenkt. Die Lenker greifen ihrerseits bei der tatsächlich verwirklichten
Ausführung dieser Treppe etwa in der Mitte jeder Gliederschere an. Damit die Gliederscheren zum
Erreichen der jeweiligen Stockwerkshöhe einerseits genügend weit ausgefahren werden können, müssen sie
entsprechend lang ausgebildet sein. Dies spielt bei einer größeren Bodenklappe keine Rolle. Bei einer kleineren
Bodenklappe behindern jedoch lange Lenker das Schließen derselben. Die zweite Anlenkstelle jedes
Lenkers an der Bodenklappe würde nämlich dann so weit in Richtung auf die Schwenkachse der Bodenklappe
verlegt werden müssen, daß bereits bei zusammengeschobener Treppe, jedoch heruntergeschwenkter Bodenklappe,
die Scherenglieder dicht aneinanderliegen. Ein Hochschwenken der Bodenklappe mit der zusammengeschobenen
Treppe ist dann nicht mehr möglich, da sich beim Hochschwenken die erste Anlenkstelle des
Lenkers an der Gliederschere dem Anlenkpunkt der Gliederschere am Lukenrahmen nähen. Diese Distanz-Verkürzung
würde jedoch auch ein weiteres Zusammenschieben der Gliederscheren erfordern, was bei bereits
äneinanderliegenden Scherengliedern nicht mehr möglich ist. Man kann auch nicht einfach den Lenker beliebig
verkürzen, da dann bei ausgefahrener Treppe dieser nicht mehr die nötige Länge aufweist, um die
Stockwerkshöhe zu überbrücken.
In manchen Fällen müssen jedoch selten begangene Bodentreppen in eine erheblich verkürzte Durchstiegsöffnung
eingebaut werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Durchstiegsöffnung quer zu zwei im
üblichen Abstand verlegten Deckenbalken vorgesehen sein soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bodentreppe der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
bei der unter Beibehaltung eines Gewichtsausgleiches für die Treppe selbst deren Einbau in sehr kurzen
tiurchstiegsöffnungen möglich ist.
Dies wird nach dir Erfindung dadurch erreicht, daß
die Lenker je einen Längsschlitz aufweisen, in welchen der an der Gliederschere vorgesehene Bolzen geführt
ist und daß die zweite Anlenkstelle der Lenker in der Nähe der Anlenkstelle der Gliederscheren am Lukenrahmen
angeordnet ist.
Dank der Anordnung der zweiten Anlenkstelle der Lenker in der Nähe der Anlenkstelle der Gliederscheren
am Lukenrahmen ist nunmehr die Lange des Lukenrahmens bzw. der Bodenklappe unabhängig von
der Lär.ge des Lenkers. Man kann infolgedessen die erfindungsgemäß ausgebildete Bodentreppe auch für
kurze Durchstiegsöffnungen mit entsprechend kurzen Bodenklappen verwenden. Trotzdem sorgen die Lenker,
welche unter der Wirkung der Federn stehen, für einen Gewichtsausgleich der Treppe. Sie halten dieselbe
im zusammengeschobenen Zustand in ihrer Ruhestellung innerhalb des Lukenrahmens und bewirken, daß
beim Herunterschwenken der Treppe mittels einer gesonderten Zugstange diese sich nicht selbsttätig
auseinanderschieben kann. Auf diese Weise wird zunächst eine Urfallgefahr vermieden. Die Bodentreppe
kann nur entgegen der Wirkung der Lenker und der Federn nach unten geschwenkt und auseinandergezogen
werden. Beim Auseinanderziehen der Treppe setzen die unter der Wirkung der Feder stehenden
Lenker dem Gewicht der Treppe einen Widerstand entgegen, so lange, bis die Treppe etwa bis zu ihrer
halben Länge ausgezogen ist. First dann hört der Gewichtsausgleich der Treppe in deren Längsrichtung
auf, wobei jedoch weiterhin eine Gewichtsentlastung bezüglich der Schwenkbewegung der Treppe besteht.
Die fehlende Gewichtsentlastung in Längsrichtung der Treppe, sobald diese halb ausgezogen ist, bedeutet
jedoch keinen wesentlichen Nachteil, da sich einerseits dann die unterste Treppenstufe in einer Höhe befindet,
wo sie bequem erfaßt und geführt werden kann und da andererseits diese selten begangenen Treppen meistens
schmal ausgebildet sind und demzufolge auch ein geringes Gewicht aufweisen. Umgekehrt erzeugen die
federbelasteten Lenker beim Zusammenschieben eine Kraft, die das Zusammenschieben der Treppe begünstigt,
sobald diese etwa halb zusammengeschoben ist. Das weitere Zusammenschieben der Treppe, welches in
oder über Kopfhöhe erfolgt, ist dank dieses Gewichlsausgleiches leicht möglich. Sobald die Treppe vollständig
zusammengeschoben ist, schwenken die Lenker die Treppe in ihre Ruhelage innerhalb des Lukenrahmens.
Die Bodenklappe selbst muß bei dieser Konstruktion getrennt geschlossen und geöffnet werden, was jedoch
insofern unproblematisch ist, als die Bodenklappe wegen ihrer geringen Länge auch ein entsprechend
geringes Gewicht aufweist.
Zweckmäßig sind die zweite Anlenkstelle der Lenker und die Anlenkstelle der Gliederscheren koaxial
zueinander angeordnet. Auf diese Weise kann man für die gemeinsame Lagerung je einer Gl ederschere und
eines Lenkers eine in einem gemtinsamen Lagerbock angeordnete einzige Achse verwenden.
Vorteilhaft ist weiterhin der an der Gliederschere vorgesehene Bolzen an der mittleren Gelenkachse
zweier Scherenglieder angeordnet. Er kann deshalb sowohl zur gelenkigen Verbindung zweier Scherenglieder
als auch zur Verbindung der Gliederschere mit dem Lenker dienen. Außerdem wird durch diese Anordnung
ein optimaler Gewichtsausgleich erzielt.
Die Erfindung ist in folgendem anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der neuen Bodentreppe in ausgezogenem Zustand,
Fig.2 eine Seitenansicht in zusammengeschobenem
Zustand.
In der Zeichnung bilden Gliederscheren 1 je eine Seitenwange der Bodentreppe. Zwischen den beiden
Gliederscheren 1 sind die Treppenstufen 2 angeordnet. Die Gliederscheren 1 sind über die Anlenkstelle 3 an
dem die Durchstiegsöffnung einfassenden Lukenrahmen 4 angelenkt. Mittels einer Bodenklappe 5 kann die
Durchstiegsöffnung verschlossen werden. Zum Gewichtsausgleich der Treppe sind zwei Federn, im
Beispiel Zugfedern 6, vorgesehen, die jeweils mit ihrem oberen Ende an einem feststehenden Teil angreifen. Bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zweck ein aus einem Rohr bestehender Pfosten 7 vorgesehen,
auf dem eine Rohrschelle 8 höhenverschiebbar und festklemmbar gelagert ist. An dieser Rohrschelle greift
das obere Ende der Zugfeder 6 an. An der Außenseite jeder Gliederschere 1 ist je ein Lenker 9 angeordnet.
Jeder dieser Lenker 9 weist einen Längsschlitz 10 auf, in welchem ein an der Gliederschere 1 vorgesehener
Bolzen Π geführt ist. Dieser Bolzen bildet die erste Anlenkstelle des Lenkers 9. Die zweite Anlenkstelle 3
der Lenker 9 und die Anlenkstelle 3 der Gliederscheren 1 sind beim gezeigten Ausführungsbeispiel koaxial
zueinander angeordnet. Es könnte jedoch die zweite Anlenkstelle der Lenker in der Nähe der Anlenkstelle
der Gliederscheren am Lukenrahmen angeordnet sein. Der Bol/cn 11 ist zweckmäßig an der mittleren
Gelenkachse zweier Scherenglieder angeordnet. An jedem der Lenker greift das untere Ende einer der
beiden Zugfedern 6 an, und zwar in der Nähe der zweiten Anlenkstelle jedes Lenkers 9. Die Wirkungsweise
der Bodentreppe ist folgende:
Befindet sich die Treppe in ihrer ausgezogenen, in
Befindet sich die Treppe in ihrer ausgezogenen, in
«o F i g. 1 dargestellten Stellung, so übt die Zugfeder 6 auf den Lenker 9 eine Kraft aus, die den Lenker in Richtung
A nach oben zu schwenken sucht. Da an dem Lenker der mit der Gliederschere 1 verbundene Bolzen 11
verschiebbar geführt ist, wird dank der Zugfeder 6 und
dem Lenker 9 auch auf die Bodentreppe eine nach oben
gerichtete Kraft ausgeübt, die dem Gewicht der Treppe entgegenwirkt.
Soll die Luke geschlossen werden, so wird zunächst die Treppe in Richtung B zusammengeschoben. 1st die
ίο Treppe teilweise zusammengeschoben, so kann sie nach
oben geschwenkt werden. Hierbei unterstützt der federbelastete Lenker 9 nicht nur das Hochschwenken,
sondern auch das Zusammenschieben der Treppe. Letztere Wirkung ist vor allen Dingen dann erwünscht,
wenn die Treppe schon zum größten Teil zusammengeschoben ist, da sie dann wegen der zunehmenden Höhe
fast nicht mehr von Hand, sondern mit Hilfe einer Bedienungsstange zusammengeschoben werden muß.
Infolge der verkürzten Länge der Treppe im zusammengeschobenen Zustand wirkt das Gewicht der Treppe an
einem kürzeren Hebelarm, und die Treppe wird in zusammengeschobenem Zustand allein durch die Kraft
der Federn 6 über die Lenker 9 und die Bolzen U gehalten, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Nach dem
Zusammenschieben und Hochschwenken der Treppe kann dann auch die Bodenklappe 5 geschlossen werden.
Ein Gewichtsausgleich für die Bodenklappe ist nicht erforderlich, da diese bei der verhältnismäßig geringen
Länge L der Durchstiegsöffnung, für die die Bodentreppe im wesentlichen vorgesehen ist, ebenfalls nur eine
geringe Länge und damit ein geringes Gewicht aufweist. Das öffnen der Treppe erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Einschiebbare Bodentreppe mit je aus einer Gliederschere bestehenden Seitenwangen, die an
einem die Durchstiegsöffnung einfassenden Lukenrahmen angelenkt sind, mit einer diesen Lukenrahmen
verschließenden Bodenklappe, mit zwei, an der Außenseite jeder Gliederschere in einer ersten
Anlenkstelle mittels Bolzen gehaltenen Lenkern und mit an den Lenkern angreifenden Federn, die mit
ihrem einen Ende in der Nähe der zweiten Anlenkstelle jedes Lenkers und mit ihrem anderen
Ende an einem mit dem Lukenrahmen fest verbundenen Teil angreifen, dadurch gekenn- is1
zeichnet, daß die Lenker (9) je einen Liingsschlitz
(10) aufweisen, in welchem der an der Gliederschere (1) vorgesehene Bolzen (11) geführt
ist und daß die zweite Anlenkstelle (3) der Lenker (9) in der Nähe der Anlenkstelle (3) der Gliederscheren
(1) am Lukenrahmen (4) angeordnet ist.
2. Bodentreppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Anlenkstelle (3) der
Lenker (9) und die Anlenkstelle (3) der Gliederseheren(l)
koaxial angeordnet sind.
3. Bodentreppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bol/on (11) an der mittleren
Gelenkachse zweier Scherenglieder angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW0044754 | 1967-09-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1684096C3 true DE1684096C3 (de) | 1977-07-14 |
Family
ID=
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