DE1708204C3 - Beschlag zur Lagerung und Führung eines Ausstellgestänges für die Flügel von Fenstern, Türen o.dgl. - Google Patents
Beschlag zur Lagerung und Führung eines Ausstellgestänges für die Flügel von Fenstern, Türen o.dgl.Info
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- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05F—DEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
- E05F11/00—Man-operated mechanisms for operating wings, including those which also operate the fastening
- E05F11/02—Man-operated mechanisms for operating wings, including those which also operate the fastening for wings in general, e.g. fanlights
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Description
Die Erfindung betrifft einen Beschlag zur Lagerung und Führung eines Ausstellgestänges für die Flügel von
Fenstern, Türen oder dergleichen, mit mehrteiliger Ausstellschere und mit Mitteln zum zwangsläufigen
Ausstellen der Ausstellschere durch Verschieben einer in einem Schiebelager geführten Bedienungsstange
unter Abstützung mindestens eines Scherengliedes über ein um die Achse der Bedienungsstange bewegliches
Schwenklager an dem die Bedienungsstangc tragenden Rahmen, wobei das Schiebelager aus einem U-förmigen
Lagerbock mit je einem Lagerauge in jedem der nach vorn weisenden U-Schenkel zur schiebbaren Führung
der Bedienungsstange besteht und mit dem U-Steg am Rahmen anliegend befestigbar ist.
Ein solcher Beschlag ist durch die DE-PS 8 02 664 bekannt. Die Ausstellschere besteht dabei aus einem
einerseits am Flügel und andererseits schwenkbar an der Schiebestange befestigten Hauptarm und einem mit
einem Ende an diesem Hauptarm angelenkten Lenker, dessen anderes Ende über eine Hülse an der
Bedienungsstange gelagert ist, wobei diese Hülse zwischen den Schenkeln eines U-förmigen Schiebclagers
für die Bedienungsstange gehalten ist.
Die Hauptnachteile dieses Beschlages bestehen darin, daß das gesamte Flügelgewicht auf die Bedienungsstange
wirkt und damit insbesondere bei etwas schwereren Flügeln keine Leichtgängigkeit mehr gegeben sein kann,
da in den für die FJedienungsstange benötigten Schiebelagern zwangsläufig Klemmwirkungen auftreten.
Die Montage dieses Beschlags stößt ebenfalls auf Schwierigkeiten, weil das U-förmige Schiebelager, das
gleichzeitig zur Lagefixierung der den Lenker tragenden Hülse dient sofern die Bauhöhe niedrig ist, nur dann
mit guter Zugänglichkeit für ein Werkzeug am Rahmen befestigt werden kann, wenn der Beschlag demontiert
wird, da die Hülse die Zugängigkeit des Werkzeugs zu einer Befestigungsschraube im Bodenschenkel des
U-förmigen Schiebelagers zumindest erschwert.
Ein ähnlicher Beschlag ist durch die DE-PS 6 23 855
Ein ähnlicher Beschlag ist durch die DE-PS 6 23 855
ίο bekannt. Dieser Beschlag weist jedoch eine ReiU von
Nachteilen auf. Das dort vorgesehene Gehäuse, das zur Lagerung eines die Scherenarme tragenden Steuergliedes
dient, ist auf einer Seite unmittelbar auf der ihrerseits in einem Lager gelagerten Bedienungsstange
gelagert. Diese bekannte Bauart weist vor allem eine verhältnismäßig große Bauhöhe parallel zur Rahmenebene auf, die den Einbau in den häufig sehr engen
Raum zwischen Flügeloberkante und Sturz zunächst stark erschwert. Auf das Gehäuse wirkende Kräfte
belasten überdies die Bedienungsstange und erschweren die Betätigung des Fensters, was sich vor allem bei
großen und schweren Flügeln hinderlich bemerkbar macht. Sofern das Gehäuse nach unten schwenkbar ist,
ist das nur in geringem Ausmaß möglich. Die Schiebelagerbefestigung am Rahmen ist seitlich des
Gehäuses und des Steuergliedes vorgesehen.
Aus dem Buch »Fenster-Sonderbeschläge« der Firma Gretsch-Unitas GmbH, Stuttgart, 1954, Seiten 23 und 25
ist eine Vorrichtung bekannt, bei der die Bedienungs-
JO stange durch in regelmäßigen Abständen am Rahmen
befestigte Lageraugen in verschieblicher Weise so gelagert und geführt wird, daß sie im Bereich des die
Ausstellschere schwenkbar lagernden Beschlagteils oberhalb dessen und parallel zu seiner Längsachse am
i> feststehenden Rahmen entlang verläuft. Soll durch die
Bedienungsstange nur eine einzige Ausstellschere betätigt werden, so ist das freie Ende der Bedienungsstange in einem spitzen Winkel aus der Rahmenebene
heraus nach vorne abgebogen und steht von oben her
•t'i mit dem Andruckhebel der Ausstellschere in kraftübertragendem
Eingriff. Ist die gleichzeitige Betätigung mehrerer Ausstellscheren erforderlich, so ist die vom
Handhebel der Bedienungsstange am weitesten entfernt liegende Ausstellschere mit dem freien Ende der
Bedienungsstange in der eben beschriebenen Weise verbunden. Für die übrigen Ausstellscheren ist jeweils
ein an der oberhalb verlaufenden Bedienungsstange befestigter, deren Bewegung auf den darunter liegenden
Andruckhebel übertragender Ausstellarm vorgesehen.
Damit die Bedienungsstange in diesem Fall durch die von ihr zu übertragenden Kräfte nicht vom Rahmen
weggezogen wird, sind zu ihrer Führung auch in den Bereichen zwischen den Ausstellscheren Lageraugen an
dem feststehenden Rahmen befestigt.
Auch dieser bekannte Beschlag weist eine Reihe von Nachteilen, und insbesondere den vor allem störenden
Nachteil der großen Bauhöhe auf, der den Einbau an modernen Fenstern oder Türen in vielen Fällen
erschwert oder sogar unmöglich macht, da zwischen
ίο Flügeloberkanle und Sturz nicht genügend Raum zur
Verfügung steht. Ferner ist der Beschlag in seiner Montage außerordentlich aufwendig, da eine Vielzahl
von einzelnen Lager· und Führungsleilcn schon allein für die Bedienungsstange angebracht werden muß.
Ί5 Dabei ist besonders nachteilig, daß diese Lager- und
Führungsteile nicht nur untereinander sehr genau fluchten müssen, damit ein klemmfreies Verschieben der
Bedienungsstange sichergestellt ist, sondern daß sie
darüber hinaus zumindest im horizontal verlaufenden Bereich der Bedienungsstange auch in ihrer Lage
bezüglich der Ausstellscheren sehr sorgfältig ausgerichtet sein müssen, wenn es nicht zu hemmenden
Spannungen zwischen dem abgebogenen Ende der j Bedienungsstange und dem Andruckhebel der Ausstellschere
bzw. zwischen Bedienungsstange, Ausstellarm und Andruckhebel kommen soll.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag der eingangs beschriebenen m
Art so weiterzubilden, daß sich eine besonders geringe Bauhöhe ergibt, die einen problemfreien Ein- und
Ausbau vor allem auch bei engen Raumverhältnissen zwischen Flügeloberkante und Sturz gewährleistet und
daß dabei auch bei größere und schweren Flügeln eine einwandfreie Kinematik sichergestellt ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß das ebenfalls U-förmig ausgebildete Schwenklager
mittels seiner beiden U-Schenkel auf oder in den Lageraugen oder Lagerbüchsen des Schiebelagers
gelagert ist, und daß das Schwenklager nach oben bzw.
unten so weit schwenkbar ist, daß die am U-Steg vorgesehene Schiebelagerbefestigung von vorn zugänglich
ist.
Durch die Doppelfunktion des Schiebelagers, nämlich dadurch, daß das Schiebelager gleichzeitig zur Lagerung
des Schwenklagers dient, werden die, z. B. beim Öffnen und Schließen des Flügels oder durch Winddruck,
auf das Schwenklager wirkenden Kräfte unmittelbar auf das Schiebelager übertragen, so daß die in
Bedienungsstange zur Betätigung der Ausstellschere von diesen Kräften voll entlastet ist.
Durch die gleichachsige Anordnung von Schwenk- und Schiebelager wird die angestrebte geringe Bauhöhe
erzielt, die einen probtemfreien Einbau des Beschlags auch bei sehr beengten Raumverhältnissen ermöglicht
und damit praktisch zu einer universellen Einsetzbarkeit des Beschlags führt.
Infolge der durch die freie Schwenkbarkeit des Schwenklagers ermöglichten Zugänglichkeit zum Schie- w
belager kann dieses ohne Behinderung durch das Schwenklager bequem am Rahmen befestigt werden,
z. B. mittels unmittelbar hinter der Stange angeordneter Schrauben, da diese nach dem Hoch- oder Herunterschwenken
des Schwenklagers von vorn her frei zugänglich sind.
Eine vorteilhafte Ausführungsforrr? der Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, daß das Schiebelager an seinem längsverlaufenden U-Steg am Rahmen anschraubbar
und die Bedienungsstang in miteinander ίο kuppelbare Teile unterteil ist, derart, daß nach dem
Entkuppeln der Teile diese in den Schiebelagern aus dem Bereich der Schraubbefestigungen verschiebbar
sind.
Den Gegenstand der Erfindung weiter ausbildende M Einzelheiten sind der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels zu entnehmen.
In der Zeichnung zeigt
Fig. I eine schemalische Darstellung der beispielsweisen
Anwendung erfindungsgemäßer Beschläge, F i g. 2 eine Vorderansicht eines solchen Beschlages,
F i g. 3 eine Draufsicht desselben, teilweise im Schnitt
nach Linie 3-3 der F i g. 4 und
F i g. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der F i g. 3.
In den Figuren ist mit 10 der feststehende Rahmen, h">
mit Il der Flügelrahmen bezeichnet. In Fig. I ist ein
breiter Flügel angenommen, der durch zwei Ausstellvorrichtungen 12 betätigt, z. B. um eine untere
waagrechte Achse gekippt werden kann. Ein gemeinsames Bedienungsgestänga 13 dient zum Ausstellen der
Ausstellvorrichtungen, derart, daß der Flügelrahmen 11
durch ein Verschieben des Gestänges in Pfeilrichtung X\
ausgestellt und in Pfeilrichtung .v? geschlossen wird.
Das Gestänge ist aus mehreren Gestängeteilen oder Bedienungsstangen 14 zusammengesetzt, die gleich
oder unterschiedlich lang und durch Kupplungen 15 miteinander gekuppelt sein können. Es läßt sich dadurch
gegebenenfalls eine beliebig große Anzahl von in einer Reihe nebeneinander oder versetzt angeordneten
Flügeln bedienen.
Zur Lagerung und schiebbaren Führung des Bedienungsgestänges 13 bzw. der einzelnen Bedienungsstangen
14 dienen die Lagerbeschlagteile 16, die U-förmig ausgebildet sind und an ihren längsverlaufenden
Querstegen 16a durch Schrauben 17 am feststehenden Rahmen 10 angeschraubt sind. Die vom Rahmen 10
senkrecht abstehenden U-Schenkel 166 weisen Bohrungen auf, in die je eine Lagerbüchse 18 zur schiebbaren
Führung der Bedienungsstange 14 eingesetzt ist.
Die Lagerbüchsen dienen mit ihiiii Außenflächen
gleichzeitig zur schwenkbaren Lagerang des im Längsschnitt ebenfalls U-förmigen die Ausstellvorrichtung
12 tragenden Beschlagteils 19 mittels dessen U-Schenkel 196, während der Steg 19a desselben den
Lagerbock 20 mit U-förmigem Querschnitt trägt, derart, daß der Beschlagteil 19 zusammen mit dem mit ihm z. B.
durch Nieten 21 verbundenen Lagerbock 20 um seine mit der Achse des Gestänges 13 bzw. des Lagerbeschlagteils
16 zusammenfallende Schwenkachse y-y aus der gezeichneten Lage um 90° nach oben oder unten
schwenkbar ist. Dadurch ist es möglich, den Lagerbeschlagteil 16 bei zurückgezogener, gegebenenfalls von
den anderen Bedienungsstangen entkuppelter Bedienungsstange 14 zusammen mit dem an ihm angelenkten
Beschlagteil 19 am Rahmen 10 anzuschrauben bzw. von diesem abzunehmen. Auch kann das Lageraggregat 16,
19 beliebig für rechts oder links angeschlagene Flügel verwendet werden.
Die Ausstellvorrichtung 12 kann beliebig ausgebildet sein. Sie umfaßt z. B. in an sich bekannter Weise einen
am Lagerbock 20 durch Gelenke 22 angelenkten Andruckhebel 23, der mit dem Bedienungsgestänge 13
durch einen bei 24 an diesem und bei 25 am Andruckhebel angelenkten Ausstellarm 26 verbunden
ist. Des weiteren ist der Flügelrahmen Il mit dem Andruckhebel 23 durch die Scherenarme 27,28 mit den
Gelenken 29, 30, 31 und mit dem Lagerbock 20 durch den Lenker 32 mit den Gelenken 33,34 verbunden. Zur
Verbindung des Scherenarmes 28 mit dem Flügelrahmen II dient ein im Flügelrahmen II befestigter
Winkelbeschlag 35 und ein an diesem angeschraubter Lagerbock 36 mit Gelenkbolzen 37, der im Lagerbock
36 un. eine zur Flügelebene parallele Querachse 38 schwenkbar gelagert ist.
Wie bereits erwähnt, kann durch Verschieben des
Gestänges 13 in Pfeilrichtung xf der Flügel in seine voll
geöffnete (gekippte) Lage gebracht werden, während durch eine Bewegung des Gestänges in Pfeilrichtung x2
der Flügel an den feststehenden Rahmen 10 herangezogen und mittels des Andruckhebels bzw. der Andruckhe=
bei 23 fest gegen den Rahmen 10 gedrückt wird. Durch die schwenkbare Lagerung des die Ausstellschere
tragenden Beschlagteils 19 kann dieser der Kippbewegung des Flügels ohne weiteres folgen, wobei
gegebenenfalls auch das Gelenk 24 mit oder ohne das mit ihm axial unverschiebbar verbundene Gestänge 14
an der Schwenkbewegung um die Achse y-v teilnehmen
kann.
Die einwandfreie üewegungskincmatik des Ausstcllscherengestänges
wird ferner durch die Gelenkigkeit des um die Querachse 38 beweglichen Cielcnkbol/ens 37
sichergestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Beschlag zur Lagerung und Führung eines Ausstellgsstänges für die Flügel von Fenstern, Türen
oder dergleichen, mit mehrteiliger Ausstellschere und mit Mitteln zum zwangsläufigen Ausstellen der
Ausstellschere durch Verschieben einer in einem Schiebelager geführten Bedienungsstange unter
Abstützung mindestens eines Scherengliedes über ein um die Achse der Bedienungsstange bewegliches
Schwenklager an dem die Bedienungsstange tragenden Rahmen, wobei das Schiebelager aus einem
U-förmigen Lagerbock mit je einem Lagerauge in jedem der nach vorn weisenden U-Schenkel zur
schiebbaren Führung der Bedienungsstange besteht und mit dem U-Steg am Rahmen anliegend
befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das ebenfalls U-förmig ausgebildete Schwenklager
(19) mittels seiner beiden U-Schenkel (i9b) euf oder in den Lageraugen oder Lagerbüchsen (18) des
Schiebelagers (16) gelagert ist, und daß das Schwenklager (19) nach oben bzw. unten so weit
schwenkbar ist, daß die am U-Steg vorgesehene Schiebelagerbefestigung von vorn zugänglich ist.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schiebelager (16) an seinem längsverlaufenden U-Steg (16a/ am Rahmen (10)
anschraubbar und die Bedienungsstange (14) in miteinander kuppelbare Teile unterteilt ist, derart,
daß nach dem Entkuppeln der Teile diese in den Schiebelagern (16) aus dem Bereich der Schraubbefestigungen
(17j verschiebbar sind.
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1968
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