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Die Erfindung betrifft einen Metallstreifen, der aus einer Reihe aneinanderhängender
V-förmiger Verankerungsglieder besteht, zum Anschweißen an einer Metallwandung als
Anker für einen Belag aus einem plastischen und aushärtbaren Material.
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Bei der Anbringung von Schutzbelägen aus wärmebeständigem Beton, Isolierbeton,
gieß- oder spritzbaren feuerbeständigen Stoffen oder anderen plastischen und dann
aushärtbaren Materialien auf einer inneren oder äußeren Metallwandung als Wärmeschutzüberzug
oder korrosionsbeständige oder isolierende Auskleidung ist es häufig notwendig,
zunächst an der Metallwandung geeignete Verankerungsglieder anzubringen, die dann
den Schutzbelag tragen und halten. Hierzu sind verschiedene Arten von Verankerungsgliedem
benutzt worden, beispielsweise U-förmige Metallbügel (französische Patentschrift
1286 861), Stiftbolzen, Gewindestifte oder Abstandshalter, die wiederum ein Drahtgeflecht
tragen, oder Bolzen mit Kopf- und Splintloch in Verbindung mit Splintstiften, deren
gebogene Schenkel dazu dienen, den Schutzbelag zu halten. Verankerungsglieder dieser
Art haben sich jedoch in der Anwendung nicht als völlig zufriedenstellend erwiesen,
da sie den Nachteil hoher Montagekosten haben. Bei einer großen Heizkammer oder
einem großen Regenerator, wie er beispielsweise für die Hochtemperatur-Katalysatorregeneration
in der Erdölindustrie benutzt wird, kann es notwendig sein, 15000 bis 20000
oder noch mehr einzelne Verankerungsglieder an der Metallwandung anzuschweißen,
um den Schutzbelag einwandfrei an der Metallwandung zu halten. Lauter einzelne Bügel,
Splintstifte, Bolzen od. dgl. sind für den Schweißer schwierig zu handhaben, da
er jedes einzelne Teil ergreifen und mit Schutzhandschuhen, einem Klemmwerkzeug
oder einer Zange halten oder aber ein besonderes Schweißhilfsgerät benutzen muß,
während er die Verankerungsglieder durch Heftschweißung an der Metallwandung befestigt.
Es ist klar, daß die Handhabung und Verarbeitung einer großen Anzahl von einzelnen.
Verankerungsgliedern, -insbesondere mit unbequemen ünd hinderlichen Handschuhen,
eine unangenehme, aufwendige und zeitraubende Arbeit ist.
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Weiterhin sind Metallstreifen in Form einer Sinuswelle oder einer
Mehrzahl von Schleifen bekannt (französische Patentschrift 1286 861), die an den
mit einer Metallplatte oder -wand in Berührung tretenden,Bodenpunkteii-des Metallstreifens
an der Metallplatte angeschweißt und dann in dem aufgebrachten Beton eingebettet
sind. Der wellenförmige oder zu Schleifen gebogene Metallstreifen soll sich durchgehend
vom einen bis zum anderen Rand der Metallplatte erstrecken. Ini. Fall unterbrochener,
getrennter. Verankerungsglieder sind diese mit einem ihrer Enden an der Metallplatte
angeschweißt. Eine einfache Auftrennung der langgestreckten Metallstreifen in einzelne
Verankerungsglieder während der Schweißarbeit ist nicht möglich. Die Ausstattung
großflächiger Metallwandungen mit derartigen Metallstreifen erfordert einen hohen
Zeit-, Arbeits-und Materialaufwand. Bei einer Anordnung derartiger Metallstreifen
in sich kreuzenden Richtungen, die aus Gründen der Rißfestigkeit des aufgebrachten
Schutzbelages in vielen Fällen grundsätzlich erwünscht ist, würde der Zeit-, Arbeits-
und Materialaufwand noch wesentlich größer sein. Es sind ferner langgestreckte Profilschienen
verschiedener Querschnittsformen zur Verankerung einer verform- und aushärtbaren
Betonzwischenschicht oder eines Belages solcher Dicke, daß die Verankerungsschienen
vollständig bedeckt sind, bekannt (französische Patentschrift 1317 984). Auch hier
handelt es sich um langgestreckte durchlaufende Verankerungskörper, so daß im wesentlichen
das gleiche wie für die vorstehend erörterten langgestreckten wellenförmigen oder
zu Schleifen gebogenen Metallstreifen gilt. Bei Anordnung derartiger Profile in
einzelnen kurzen Stücken ergeben sich die gleichen Nachteile wie bei den eingangs
erörterten Metallbügeln, Stiftbolzen, Gewindestiften od. dgl.
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Auf verschiedenen, von Verankerungsgliedern der hier in Betracht kommenden
Art weit abliegenden Gebieten der Technik ist es bekannt, zum Trennen zusammenhängender
Teile oder zum Aufbrechen ursprünglich einheitlicher Teile Sollbruchstellen vorzusehen,
z. B. in Verbindung mit einem Verfahren zur Herstellung von Stiften oder Heftzwecken
in Form einer auftrennbaren Reihe (USA.-Patentschrift 2 680 393), in Verbindung
mit einem Verfahren zur Herstellung eines Riegels von zunächst zusammenhängenden
Krampen oder Klammern aus tafelförmigem Metallblech (USA.-Patentschrift 3170 279),
in Verbindung mit einem Riegel von Krampen oder Heftzwecken zur Verwendung mit Handheftmaschinen
(USA.-Patentschrift 1581887), in Verbindung mit einer U-förmigen, durch Brechkerben
in den umzubiegenden Bereichen teilbaren Heftklammer (deutsche Patentschrift 931044)
oder bei den sogenannten Falzstiften- des Glaserhandwerks. In allen Fällen handelt
es sich um vom Erfindungsgegenstand ganz verschiedene technische Gebiete, die mit
Verkleidungen oder Belägen nichts zu tun haben. Es findet sich nirgends irgendein
Hinweis oder Anhaltspunkt für Verankerungsglieder zum Anschweißen an einer Metallwandung
als Anker für die Haftung eines Belages.
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Es besteht seit langem und in umfangreichem Maß ein ausgeprägtes technisches
Bedürfnis nach einer Vereinfachung und Verbesserung der Anbringung von Verankerungsgliedern
an Metallwandungen, da die Ausstattung von Betriebsanlagen mit derartigen Verankerungsgliedern
seit vielen Jahren in großem Umfang vorgenommen wird. Die eingangs erläuterten Schwierigkeiten
sind seit langer Zeit in den Fachkreisen allgemein bekannt. Trotzdem war der erörterte
Stand der Technik offensichtlich nicht in der Lage, zur Entwicklung einer diese
Schwierigkeiten beseitigenden Ausbildung von Verankerungsgliedern anzuregen.
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Der Erfindung liegt die Aufgäbe zugrunde, einen eine Mehrzahl von
Verankerungsgliedern umfassenden Metallstreifen zu schaffen, der es gestattet, einzelne
Verankerungsglieder für an Metallwandungen anzubringende Schutzbeläge einfacher,
rascher und mit geringerem Arbeits- und. Kostenaufwand als bisher anzuschweißen,
die einzelnen Verankerungsglieder in unterschiedlichen Richtungen und beliebiger
Anordnung anzubringen, der weiter keine zusätzlichen Haltewerkzeuge zum Anschweißen
der einzelnen Verankerungsglieder erfordert und leicht und billig herzustellen ist.
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Gemäß der Erfindung ist die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Metallstreifen
zwischen den benachharten
Verankerungsgliedem jeweils einen Abschnitt
verringerten Querschnitts aufweist.
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Vorzugsweise liegen die Verankerungsglieder bei dem Metallstreifen
in etwa der gleichen Ebene. Zweckmäßig sind die Abschnitte verringerten Querschnitts
zwischen benachbarten Verankerungsgliedern durch Kerben gebildet, die in bezug auf
die aufrecht stehenden V-förmigen Verankerungsglieder nach unten offen sind.
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Zweckmäßig weist ferner jedes Verankerungsglied einen kleinen flachen
Bereich an der Stelle auf, mit der es an der Metallwandung angeschweißt wird.
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Durch die Erfindung wird eine ganz wesentliche Vereinfachung und Beschleunigung
bei der Anbringung einer Vielzahl von einzelnen Verankerungsgliedern an einer Metallwandung
erreicht. Der Schweißer braucht zur Anbringung zahlreicher Verankerungsglieder nur
einen Metallstreifen, der eine Mehrzahl von Verankerungsgliedern enthält, zu ergreifen
und zu halten; die Notwendigkeit zum immer erneuten Ergreifen und Halten von einzelnen
Verankerungsgliedem beim aufeinanderfolgenden Anschweißen der einzelnen Glieder
in Abständen und einer vorherbestimmten Anordnung an der Metallwandung ist beseitigt.
Der Schweißer schweißt den Fuß eines endständigen Verankerungsgliedes des Metallstreifens
an und bricht den Rest des Metallstreifens an der Kerbe am Ende dieses endständigen
Verankerungsgliedes durch einfaches Anheben des Metallstreifens ab. Er hat dann
das nächste anzuschweißende Verankerungsglied als endständiges Glied des verbliebenen
Metallstreifens in arbeitsgerechter Lage wieder bereit.
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Es liegt auf der Hand, daß der Vorteil auch bei einer etwas anderen
Gestalt der Verankerungsglieder erreicht wird. Der Ausdruck V-förmig steht hier
und im Patentanspruch vereinfachend im allgemeinen Sinn für abgewinkelte Verankerungsglieder,
also stellvertretend z. B. auch für Z-förmige und L-förmige sowie U-förmige oder
dergleichen ausgebildete Verankerungsglieder.
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Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung weiter veranschaulicht.
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F i g. 1 zeigt einen aus - mehreren Verankerungsgliedern bestehenden
Metallstreifen; F i g. 2 zeigt in schaubildlicher Darstellung die Anbringung eines
Verankerungsgliedes von einem mehrere Verankerungsglieder umfassenden Metallstreifen
und bereits versetzt oder schachbrettartig angeordnete Verankerungsglieder; F i
g. 3 zeigt im Schnitt eine Anordnung der einzelnen Verankerungsglieder an der Metallwandung
eines Erhitzers oder Behälters mit einem aufgebrachten Schutzbelag; F i g. 4 zeigt
eine abgewandelte Ausbildung eines mehrere Verankerungsglieder umfassenden Metallstreifens,
der in bezug auf die Form der Verankerungsglieder symmetrisch ausgebildet ist.
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Gemäß F i g. 1 ist ein draht- oder stabförmiger Metallstreifen zu
einer Reihe aneinanderhängender V-förmiger Verankerungsglieder 1 gebogen.
Zwischen benachbarten Verankerungsgliedem 1 befindet sich jeweils ein Abschnitt
verringerten Querschnitts, hier in Form einer Kerbe 2. Diese Kerbe ermöglicht
es, daß jedes Verankerungsglied leicht von dem Metallstreifen weggebrochen werden
kann. Am Ende des Metallstreifens ist ein kurzer gerader Abschnitt 3 vorgesehen,
der als Griffstück dient, wenn die letzten Verankerungsglieder in Nähe des Streifenendes
angeschweißt werden. Der über der Kerbe verbleibende Querschnitt richtet sich nach
dem Durchmesser und/oder nach der Festigkeit oder Biegsamkeit des verwendeten Drahtes.
Der Ausdruck »Kerbe« bedeutet demgemäß allgemein irgendeinen Abschnitt von verringertem
Querschnitt und damit verringerter Festigkeit. Durch die Kerben wird eine gewünschte
und vorherbestimmte Bruchkraft festgelegt, die ein leichtes Abbrechen bei der Verarbeitung
gewährleistet und zugleich einen ungewollten Bruch der Metallstreifen vorher ausschließt.
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Gemäß der bevorzugten Ausbildung sind alle Verankerungsglieder 1 des
Streifens der F i g. 1 so gebogen, daß sie in einer Ebene -liegen. Weiter sind gemäß
der bevorzugten Ausbildung die Kerben 2 auf den Unterseiten der geraden Abschnitte
zwischen den Verankerungsgliedem 1 derart angeordnet, daß jede Kerbe nach unten
offen ist. Dies gestattet ein leichtes Abbrechen der einzelnen Verankerungsglieder
1 durch eine Aufwärtsbewegung in der Ebene, in der die einzelnen Verankerungsglieder
liegen. Jedes Verankerungsglied 1 weist an seinem unteren Ende oder Fuß einen
kleinen, im wesentlichen flachen Bereich 4 auf, der zur besseren Anlage und Anschweißung
an der Metallwandung dient und eine besonders bequeme Verarbeitung ermöglicht.
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Die F i g. 2 und 3 der Zeichnung zeigen Beispiele des Anbringens und
der Anordnung der Verankerungsglieder 1 mit ihrem unteren Bereich 4 auf der Metallwandung
5. Um ein gleichmäßiges Verankern und Halten des Schutzbelages 6 zu gewährleisten,
werden die Verankerungsglieder 1 zweckmäßig in Abständen in Reihen A-A und B-B angebracht,
und zusätzlich werden vorzugsweise benachbarte Verankerungsglieder in jeder der
Reihen jeweils um 90° gedreht zueinander gesetzt, um eine größtmögliche Bindung
zwischen den Verankerungsgliedern und dem Schutzbelag zu erreichen. All dies kann
mit dem erläuterten Metallstreifen in sehr einfacher und zeitsparender Weise geschehen.
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Als Beispiel ist ein Metallstreifen aus 4,3-mm-Stahldraht mit einer
Höhe der Verankerungsglieder, senkrecht gemessen, von etwa 38 mm für einen Schutzbelag
mit einer Dicke t (F i g. 3) von etwa 76 mm beschrieben. Der Winkel zwischen den
Schenkeln des V-förmigen Teils eines Verankerungsgliedes 1 kann dabei zweckmäßig
etwa 60° betragen, und die Enden auf jeder Seite des V können zweckmäßig etwa ein
Viertel der Länge t, d. h. hier etwa 19 mm, vorspringen. Ein Metallstreifen mit
V-förmigen Verankerungsgliedem dieser Abmessungen kann z. B. etwa 10 Verankerungsglieder
umfassen und hat dann eine handliche Länge von etwa 84 bis 86 cm.
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Außerdem weist jedes Verankerungsglied, unabhängig von der im Einzelfall
gewählten Form und Größe, nach außen bzw. zur Seite vorspringende Enden auf, die
eine gute und haltbare Verankerung für den aufgebrachten Schutzbelag ergeben.
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Eine abgewandelte Ausführungsform des Metallstreifens bzw. der Verankerungsglieder
ist in der F i g. 4 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform weist der gebogene Metallstreifen
symmetrisch verlaufende Wellen auf, die Verankerungsglieder 7 von U-förmiger Gestalt
ergeben. Wieder sind die Abschnitte verringerten Querschnitts in Form von Kerben
8 zwischen den einzelnen Verankerungsgliedem auf der einen Seite des Metallstreifens
nach unten offen angebracht.
Natürlich können auch hier die Größe
und Tiefe der Kerben 8 nach Maßgabe der Dicke des Drahtes und der Biegsamkeit des
Drahtmaterials geändert werden.
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Die Kerben oder sonstigen Abschnitte verringerten Querschnitts können
in irgendeiner geeigneten Weise, z. B. durch teilweises Herausschneiden, angebracht
werden, jedoch in jedem Fall so, daß die Einkerbung bzw. Querschnittsverringerung
genügt, um die Bruchfestigkeit des Streifens an dieser Stelle im Vergleich zu den
übrigen Bereichen des Metallstreifens beträchtlich zu verringern.