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Die Erfindung betrifft einen Kamin aus aufeinandergesetzten Formsteinen,
die bis zu einer Geschoßhöhe bemessen sind und Verzahnungen od. dgl. an den Lagerfugen
aufweisen, welche mit Mörtel ausgefüllt sind.
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Aus derartigen Formsteinen gebildete Kamine sind einfach, rationell
und narrensicher aufzubauen. Die Konstruktion der Formsteine beugt außerdem weitgehend
einer Versottung derartiger Kamine vor, so daß sie in immer stärkerem Maße eingesetzt
werden. Gerade wögen der Vetsottung, jedoch auch wegen mechänischdr AngAd wird die
über deit Dachraumfußboden und insbesondere die über das Dach hiüausrägehdd Xämlüinündüng
Üblicherweise noch mit einem Wärmeschutä, lidstehend aus einer Ummauerung aus Schwemmsteinen
öder Mäüerklinkern (Hartbrandziegel) od. dgl:, versehem Diese zusätzliche Ummauerung
benötigt eine Aufsetzfläche, die, um den Wärmedehnungen des Kamins folgen zu können,
innig mit dem Kamin verbunden sein muß. Als zweckmäßig hat sich das Einsetzen einer
Podesttrommel erwiesen, wobei als Podesttrommel ein verbreiterter Formstein dient,
dessen Höhe dem zu erwartenden Auflagedruck entsprechend bemessen ist.
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Bei Verwendung solcher Podesttrommeln besteht jedoch eine Kippgefahr
des oberhalb der Aufsatzfläche der Podesttrommel befindlichen Kaminteils, da dieser
Teil infolge der Ummantelung wesentlich schwerer ist als der darunterliegende Kaminteil
und außerdem an der Podesttrommel auskragt. Stürzt, beispielgweise bei eitiein Btäiiid,
der Dachstuhl ein und wird weiterhin der Kamin durch Aufprallen von Löschwasserstrahlen
angekippt, so kann dieser obere Kaminteil durch Aufreißen der Aufsetzfuge der Podesttrommel
umgestürzt werden.
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Ein Kippen eines derartigen Kamins muß auch dann befürchtet werden,
wenn geschoßhohe Formsteine zur Verwendung kommen und diese geschoßhohen Formsteine
ebenfalls, beispielsweise bei einem Brand, durch seitlichen Druck angekippt werden.
In diesem Falle bewirkt du üittdr Uthständeü giöße Hebelarm, der durch die Geschoßhöhe
der Formsteine bedingt ist, ein Aufreißen der Aufsetzfuge und damit ein Umstürzen
des über der Fuge liegenden Kaminteils.
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Durch das deutsche Gebrauchsmuster 1941080 ist ein Kamin mit geschoßhohen
Formsteinen bekanntgeworden, die jeweils an einem Ende als Muffe ausgebildet sind,
in welche der darauffolgende Formstein gesteckt wird, worauf diese Muffenverbindung
mit Mörtel abgedichtet werden kann. Diese bekannte Muffenverbindung verhindert zwar
auch in gewissem Maß ein Kippen der Kaminformsteine. Doch ist lief dieser Aüsführuiig
dot Abstütteffekt infolge der geringen Stützfläche gering.
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Durch die französische Patentschrift 1131066 ist es bekannt, die Enden
der aufeinanderzusetzenden Formsteine mit V-förmigen Ausnehmungen bzw. Vorsprüngen
auszustatten, um eine bessere Verbindung der Formstücke untereinander zu gewährleisten.
Beim Durchtritt dieses Kamins durch die Decken bzw. Böden sind diese mit einem Ringsegment
versehen, das die temperaturabhängige Dehnung des Kamins unabhängig von den ihn
umgebenden Gebäudeteilen zuläßt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Kamin der eingangs
genannten Art das Kippen des Kamins mit dem daraus, resultierenden Aufreißen vier
hägedugd mit grüßdfer Sicherheit als bisher zu verliinüdih, Die bisher verwendeten
Kaminformsteine sollen dabei keine Ändeiüüg erfahren.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemüß dadurch gelöst, daß die Lagerfugen
außen von einem Mantelstein nach Art einer überschiebmuffe umgeben sind,, die mit
den Formsteinen fest verbunden wird.
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Durch die Anbringung eines derartigen a15 UbersdliA-bfriüffe vhfkdhden
Mantelsteines läßt' sieh die Kippstelle, also die unter Umständen aufreißende Lagerfuge,
in hohem Maße versteifen, derätt, daß ein Kippen von Kaminteilen also erst nach
Zerstörung der Formsteine bzw, des umgebenden Mantelsteines erfolgen kann.
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Zum innigen Verbinden des Mantelsteines mit den Außenflächen der Formsteine
wird zweckmäßig reiner, feinkörniger Zementmörtel verwendet.
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Das Einbringen dieses Zementmörtels zwischen die Innenfläche des Mantelsteines
und die Außenflächen der Förinsteiiic wird dädtirch erleichtert, daß die Innenfläche
der überschiebmuffe sich nach oben trichterförmig erweitert.
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Da in aller Regel nur die über den Dachraumfußboden hinausragenden
Kaminteile gegen Umkippei-t geschützt werden iüÜssdil und da ferner die über das
-Dach hinausragendem Außenseiten des Kamins häufig mit einer Ummauerung versehen
werden, kann der Mähtdlgtdift nach der Eidung zweckmäßigerweisd als Pcdesttrcmmel
ausgebildet sein, die die Ummauerung trägt und gleichzeitig ihre Aufgabe zur Versteifühg
erfüllt.
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Liegen die Podestfläche der Podesttrommel und die Lagerfläche eines
derartigen Formsteines in einer Ebene, so ergibt sich ein Mantelstein mit einem
nach unter! gerichteten, die Adenfläche des ütiteren Formsteines übergreifenden
Rand, dessen minimale Breite durch seine Ttägfähigkeit zum Tragen des aufzusetzenden
Mauerwerkes bestimmt ist.
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Alts wirtschaftlichen Gtätideii und um einen befriedigenden Übergang
zwischen Ummauerung und nacktem Kamin zu erzielen, wird die Podestfläche einer derartigen
Podesttfdi5nhelbreiter als die der gegenüberliegenden Stirnfläche der Podesttrommel
gewählt.
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Um die Dicke des Mantelsteines bei ausreichender Festigkeit möglichst
klein halten zu können, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Maütelstein
eine Bewehrung aufweist.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Kamins nach der
Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt p' i. g. 1. elften Mttüfelgteiii,
det über die Lagerfuge zweier Formsteltie übergeschöbdh ist, und F i g. 2 einen
als Podesttrommel ausgebildeten Mantelstein.
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Kurz über dem Dachraumfußboden 1 ragt nach F i g. 1 ein Formstein
2 heraus, auf den ein weiterer Formstein 3 aufgesetzt ist. Die Lagerfläche 4 der
Formsteine 2, 3 sind gegenseitig verzahnt, so daß die gegenseitige Lage der Formsteine
2, 3 eindeutig bestimmt ist. Der Formstein 3 kann bei Einwirken eines seitlichen
Druckes um eine Kante der durch die Lagerflächen 4 gebildeten Fuge gekippt werden,
insbesondere dann, wenn geschoßhohe Formsteine zur Verwendung kommen und der seitliche
Druck
am oberen Ende des Formsteines 3 angreift. Dieses Kippen wird
durch einen die Formsteine 2. 3 an der LaLerfläche 4 umfassenden Mantelstein 5 verhindert,
der -durch Zementmörtel 6 innig mit den Formsteinen 2. 3 verbunden ist. Das Einbringen
des Zementmörtels 6 wird durch die trichterförmige Ausbildung der Innenflächen des
Mantelsteines 5 erleichtert. Zur Aufnahme der auf den Mantelstein 5 einwirkenden
Kräfte ist in dem Mantelstein 5- eine Bewehrun, 7 vorgesehen.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel des Mantelsteines ist in F i -. 2
dargestellt. Auf den ebenfalls kurz über den Dachraumfußboden 1 herausragenden Formstein
2 wird eine Podesttrommel 8 aufgesetzt, die zur Versteifung und als Träger für die
Ummauerung 11 dient. Die Podestfläche 9 und die Lagerfläche 4 liegen hierbei auf
einer Ebene. Gegenüber der Podestfläche 9 ist ein den Formstein 2 umfassender Rand
10 angebracht. Zwischen die Sitzflächen der Podesttrommel bzw. des Formsteines 2
sowie in die Fuge zwischen den Außenflächen des Formsteines 2 und den Innenflächen
der Podesttrommel 8 bzw. deren Rand 10 ist Kalkzementmörtel bzw. Zementmörtel eingefügt,
der die beiden Teile innig verbindet. Auf der Podesttrommel 8 sind weitere Formsteine
3 sowie auf deren Podestfläche 9 die Ummauerung 11 aufgesetzt.
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Die Podesttrommel8 ist ebenso wie der Mantelstein 5 durch eine eingelegte
Bewehrung 7 verstärkt.