DE1680413A1 - Luftreifen - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf verschiedene Verbesserungen an luftreifen, und zwar insbesondere an Luftreifen
für Erdbewegungsmaschinen oder für Fahrzeuge, die auf steinigem oder felsigem Boden, wie z.B. in
Steinbrüchen und auf Baustellen, eingesetzt werden sollen.
Bekanntlich wird ein über steinigen oder felsigen Boden laufender Luftreifen besonders harten Beanspruchungen
ausgesetzt, die zu einer verhältnismässig
schnellen Zerstörung der Laufflächen sowie zu ziemlich häufigen Beschädigungen der Reifenseiten durch Schrammen,
Hisse, Einschnitte oder Durchlöcherungen dort, wo der Hoifen mit dem Gestein in Berührung tritt, führen
können. Die Erfindung hat die Aufgabe, die Lebensdauer von derartigen Beanspruchungen ausgesetzten Luftreifen
z\x erhöhen, indem die Gefahr von Beschädigungen und
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Pr/zi
Einschnitten der Lauffläche "beim Lauf des Reifens über
steiniges Gelände herabgesetzt wird.
Zu diesem Zweck hat der Reifen wenigstens auf einer Seite und zweckmässig in einem der Lauffläche benachbarten
Flankenbereich eine Verstärkung, die seitlich
_ über die Reifenseite vorsteht. Dabei schliesst die
radial aussen liegende Seite dieser Verstärkung mit der
Querrichtung einen Winkel von 70 + 10° ein. Die auf der
Reifenseite angeordnete und gegenüber allen Teilen der
Reifenseite selbst bei schwerster Belastung und Zusammendrückung·
des Reifens vorstehende Verstärkung sichert
normalerweise eisen Kontakt mit solchen Steinen, die
auf die Reifenseite stossen oder daran reiben könnten.
Auf diese Weise wird die Reifenseite sowohl an den von der Verstärkung bedeckten Seilen als auch an deren
P freiliegenden Seilen geschützt. Ausserdem ermöglicht
die Verstärkung dem Reifen, wenn er seitlich mit einem
Stein in Berührung tritt, entweder den Stein wegzuschleudern, oder, v?enn der Stein zu schwer oder im
Boden verankert ist, nach der Seite hin auszuweichen.
Das Material der auf der Reifenseite angeordneten Verstärkung
besteht zv/eckmässig aus Elastomeren, die einen guten Widerstand gegen Abrieb, gegen Einschnitte
000028/0591
und
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und gegen Durchlöcherungen gewährleisten, wie dies bei den zur Herstellung der Laufflächen verwendeten Elastomeren
der Pail ist« Man kann auch ein mit Schichten, beispielsweise mit metallischen Schichten armiertes
Elastomer verwenden·
Es ist zweokmässig, die Verstärkung in der Nähe der
Lauffläche anzuordnen, so dass sie an den -Profilierungen
oder Ausschnitten der Lauffläche teilnehmen kann* Der am meisten vorstehende Teil der Verstärkung
"befindet sich so vor teilhaft erweise etwa adf 1/4 der
Querschnittshöhe des Luftreifens gemessen von der Laufflächenoberseite als» Es empfiehlt sich, das
maximale Vorkragen beiderseits des Reifens auf 1OfS
der nominalen Breite des Reifenkörpers zu beschränken,
wobei sich dieses Hass auf den nicht belasteten und nicht zusammengedrückten Luftreifen bezieht* Auf diese
Weise wird der normale Platzbedarf des Reifens nicht w3senöijh
geändert, so* dass er auch auf bereits vorhandenen Fahrzeugen benutzt werden kann. Sieht man die Verstärkung nur auf einer Seite des Luftreifens vor, so
ist dies natürlich die Aussenseite des Rades.
Von wesentlicher Bedeutung ist der ¥inkel, den die
gegen den Brdboden gerichtete Seite der Verstärkung
009-828-/0 StV mit
mit der Querrichtung, d.h. also mit dem Erdboden einschliesst. Ist dieser Winkel klein, so. hat der
Reifen die Neigung, über die auf seinem Wege liegenden
Steine oder Hindernisse herüberzurollen. Nähert sich der Winkel einem rechten Winkel, so übt der
Helfen auf das.Hindernis keinen genügenden seitlichen
Stoss aus, um entweder das Hindernis wegzuschleudern, P oder seitlich auszuweichen, so dass der Reifen beim
Durchlauf, Je nach dem betreffenden Fall, mehr oder weniger tief geschrammt oder eingedrückt wird. Bei
einem geeigneten Winkel oberhalb 45° sind jedoch die
das Hindernis und den Luftreifen trennenden Kräfte ausreichend, um zahllose Möglichkeiten von Beschädigungen auszüschliessen. Zweckmässig beträgt der Winkel
bei einem nicht belasteten und nicht eingedrückten luftreifen etwa 70 +10°, so dass der Winkel bei belastetem
Reifen in der Nähe des Erdbodens einen Wert von der Grossenordnung von 60+10° annimmt. Dieser
Bereich ist der günstigste. ■
Gemäss einen anderen Merkmal der Erfindung ist es
vorteilhaft, das vorstehend beschriebene Reifenseitenprofil mit einer besonderen Ausschnittsform der Lauffläche
009828/0591
fläche zu kombinieren, welche erfindungsgemäss solion
an sich für einen Lauf des Reifens über ein Gelände mit scharfkantigen Hindernissen geeignet ist«
Die erfindungsgemässe Profilierung für den lauf über
ein derartiges Gelände zeigt nicht miteinander in Verbindung
stehende Ausschnitte, die sich etwa über die -
Hälfte der laufflächenbreite erstrecken und nahe dem ·
Rand der Lauffläche in der Querrichtung und dann
schräg unter einem Winkel von 4-0-60° zur Mittelebene
verlaufen. Dabei nehmen die Breite und die Tiefe der Einschnitte von der Mitte nach dem Rand hin zu,und
die Schrittweite liegt etwa zwischen 1/3 und i/2 der Iiauffläohenbreite. Die Gesamtfläche der Ausschnitte
geht nicht über 25$ der -Laufflächenoberseite hinaus.
Eine derartige Prafilierung zeichnet sich im wesentli- . |
chen dadurch aus, dass sie nur einen kleinen Bruchteil
der Laufflächenoberseite einnimmt und immer kleinere Oberflächenwelle beansprucht, wenn man sich der Lauf-"
flächenmitte nähert. Auf den der Laufflächenmitte zunächst
liegenden Teilen kommt die Profilierung somit derjenigen eines Luftreifens mit glatter Lauffläche
nahe. Eine solche Profilierung bewährt sich beim Lauf
über ein Gelände mit scharfkantigen Hindernissen, lie-
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fert jedoch die notwendige Bodenhaftung, wenn der Luftreifen Längs- oder Querkräften ausgesetzt wird.
ffemäss einem besonderen Merkmal der Erfindung ist der
Ausschnitt am Rand der Lauffläche genügend tief, um sich auf den in dem oberen Teil der· Reifenseite vorhandenen
Reliefbereich zu erstrecken, während die P Tiefe auf dem inneren Drittel der Lauffläche vermindert ist.
Gemäss einem v/eiteren besonderen Merkmal der Erfindung
bildet der Querschnitt der Ausschnitte eine V-3Porm, deren Öffnung etwa 30° beträgt, um zu vermeiden
dass von dem Reifen Steine festgehalten werden
und um ihren Abwurf zu begünstigen. Die schrägen Teile
der Ausschnitte können einer- und andererseits der Längsmittelebene des Reifens gegenüber dieser Ebene
symmetrisch verlaufen, oder auch einen parallelen ,
Verlauf haben. · ■
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
■ Zeichnung dargestellt,und zwar sind:
Mg. 1 und 2 Querschnitte durch den Reifen, wenn er unbelastet ist (Pig. I)1 bzw. wenn er die
maximale Uennlast trägt (fig. 2), 009828/0591
] Fig. 3
Pig. 3 eine Abwicklung eines Teiles der erfindungs-"
gemäss profilierten Lauffläche,
Fig. 4 ein Schnitt durch einen Bereich der Profilierung
nach Linie IV-IV in Fig. 3 und
Fig. 5 ein Längsschnitt durch eine Profilrippe gemäss
der Linie V-V in Fig. 3.
Der in den Fig. 1 und 2 im Querschnitt dargestellte
Reifen 1 hat in bekannter Weise eine Lauffläche 2 von der Breite Lw Die beiden Seiten 3 des Reifens enden
in Wulsten 4i die sich auf die nicht dargestellte Felge des Fahrzeugrades auflegen. Die verschiedenen
Armierungen des Reifens f insbesondere diejenigen der
Seiten, der Wulste und gegebenenfalls der Lauffläche sind, da sie für das Verständnis der vorliegenden
Erfindung nicht benötigt werden, nicht dargestellt.
(remäss einem der Merkmale der Erfindung bildet der obere Teil jeder der Seiten 3 eine Verstärkung 5,
die seitlich über die Reifenseite hinausragt. Das
Gebiet der grössten seitlichen Auskragung befindet sieh auf einer Höhe h, die, gemessen vom Scheitel des
Reifens, etwa 1/4 der G-esarathöhe H des Reifens ausmacht. Die radial aussen liegende Seite 6 der Ver-009828/0591
sti'r-'uns:
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Stärkung 5 schliesst mit der Querrichtung, d.h. mit dem horizontal gedachten Erdboden, einen Winkel A ein,
der "bei unbelastetem Reifen (Fig. 1) in diesem Beispiel
eine Grosse von 65° hat» !ragt der Reifen dagegen
seine maximale STennlast, so liegt der Wert dieses mit
A' (Pig. 2) bezeichneten Winkels unter 65°·
Die Verstärkung 5 schliesst sich an die Reifenseite durch die radial innere Fläche 7 an, die mit der
Querrichtung einen Winkel gleicher G-rössenordnung einschliesst,
wie.sie der Winkel A hat. I>ie Verstärkung
bildet auf der Reifenseite einen seitlichen Vorsprung, der um das Kass 3D (Fig. 1) vorsteht, welches in diesem
Beispiel etwa 8$ der liennbreite N des Reifens entspricht.
Wenn der Reifen unter seiner Haximalbelastung
zusammengedrückt wird (?ig. 2), so vermindert sich das ψ Hass D bis zu dem Hass d.
Die Lauffläche 2 hat Profilierungeη oder Ausschnitte 10,
deren Fläche erfindungsgenäss in diesem Beispiel nicht über ungefähr 25$ der gesamten Lauffläche hinausgeht.
Die Auffichnitte-10 erstrecken sich erfindungsgemass über
die Hälfte der Breite L der Lauffläche und sie verlaufen zwischen den Laufflächenrand und einer davon in
einem Abstand S befindlichen Stelle im allgemeinen in
BAD ORKäi^AL der
009828/0591 —
der Querrichtung. Im vorliegenden Beispiel beträgt der Abstand S ungefähr 18$ von L. Den weiteren "Verlauf
nehmen die Ausschnitte der Profilierung unter einem Winkel B von ungefähr 50° mit der Mittellängs-"
ebene M des Luftreifens, wobei sich die Breite und die Tiefe der Ausschnitte von der besagten Ebene ab
bis zum Laufflächenrand hin vergrössern (Fig. 5). Der .Schrittabstand Ϊ der Profilierungen beträgt in
diesem Beispiel etwa 0,41· Zweakmässig konvergieren
die Wände der Profilierung nach der Drehachse des Reifens hin, wobei sie miteinander einen Winkel G
von etwa 30° (Fig. 4) bilden.
Das beschriebene und dargestellte Beispiel kann in verschiedenen Einzelheiten Abänderungen erfahren,
ohne dass damit der Rahmen der Erfindung verlassen wird. So kann die Profilierung zwischen dem Laufflächenrand
und der Mittelebene wenigstens teilweise gekrümmt verlaufen. Die Profüierung kann "bezüglich -der
Hittelebene unsymmetrisch sein und ihre schrägen !Teile
können auf der einen der Laufflächenhälften zu denjenigen auf der anderen Hälfte parallel verlaufen, wie
dies in Fig. 3 bei 10' dargestellt ist.
Patentansprüche 009828/0591
Claims (2)
1) Luftreifen, dadurch gekennzeichnet, dass er wenigstens
auf einer Seite, vorzugsweise im Bereich seiner Flanke nahe der Lauffläche eine Verstärkung aufweist,
die ü"ber die Reifenflanke seitlich vorsteht,und dass
die radial äuseere Fläche dieser Verstärkung mit der Querrichtung einen ¥inkel von 70 + 10° bildet.
2) Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die seitliche Verstärkung in der TJmfangsrichtung
unterbrochen ist and als einzelne Verlängerungen von Profilklötaen ausgebildet ist, wobei die zwischen den
Profilklötzen vorhandenen Profilausschnitte sich je
ungefähr über die halbe Breite der Lauffläche erstrekken,
auf ihrem äusseren Drittel in der Querrichtung und dann mit einem Winkel von 40 - 60° zur Hittelebene
schräg verlaufen, eine von der Mitte nach dem Rand zu wachsende Breite und Tiefe und einen Schrittabstand
zwischen etwa einem Drittel und der Hälfte der Lauf-• flächenbreite haben, wobei die Gesamtfläche der
Ausschnitte nicht über 25$ der gesamten Lauffläche
hinausgeht.
009828/0 591
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Legal Events
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