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DE167200C - - Google Patents

Info

Publication number
DE167200C
DE167200C DE1903167200D DE167200DA DE167200C DE 167200 C DE167200 C DE 167200C DE 1903167200 D DE1903167200 D DE 1903167200D DE 167200D A DE167200D A DE 167200DA DE 167200 C DE167200 C DE 167200C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
printing
sides
dressings
mass
etching
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1903167200D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE167200C publication Critical patent/DE167200C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT27102D priority Critical patent/AT27102B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M9/00Processes wherein make-ready devices are used
    • B41M9/02Relief make-readies

Landscapes

  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 1672Q0
KLASSE 15/*·.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur rein mechanischen Herstellung von auf Druckzylindern oder Tiegeln oder unter Druckstöcken zu befestigenden Zurichtungen für Illustrationsdrucke, durch welche der beim Drucken auf die einzelnen Stellen des Druck-. bogens auszuübende Druck den Schatten- und Licht Verhältnissen des Bildes entsprechend geregelt wird.
ίο Es sind mechanische Zurichteverfahren bekannt, bei welchen das Relief des Bildes durch Ätzung einer Metallplatte hergestellt wird.
Diesen gegenüber können die nach der vorliegenden Erfindung hergestellten Zurichtungen mit jedem Klebstoff auch am Druckzylinder leicht befestigt werden und von hier aus auch die kleinsten Details äußerst scharf zur Wirkung bringen.
Ferner sind Zurichtungen bekannt, die durch Anwendung eines Massenaufstrichs, z. B. einer Kreidemasse, wohl die gleichen Vorteile aufweisen, aber durch Schaben hergestellt sind, so daß sie auf subjektiver Ab-Schätzung und Ausführung der verschiedenen Reliefunterschiede beruhen. Das neue Verfahren verbindet, um die Ausführung der Zurichtung möglichst von der subjektiven Auffassung frei zu machen, die Anwendung einer Kreide- o. dgl. Masse mit einem Ätzprozeß.
Dieser Prozeß ist allerdings an sich ebenfalls nicht neu, da es bekannt ist, Reliefbilder (zu denen indirekt auch Zurichtungen j gehören) durch Auftragen von einer Masse j aus Kreide und Klebstoff bestehenden Schicht, Abdecken der Musterstellen und Herauslösen der nicht gedeckten Stellen mit Wasser herzustellen. Für die Herstellung von Zurichtungen, bei denen es zweckmäßig ist, wenn feinere Einzelheiten, z. B. die Punkte in den Lichtern von Autotypien, nicht im ursprünglichen Planum stehen bleiben, sondern etwas tiefer gelegt werden, so daß sie einen geringeren Druck ausüben, ist die Anwendung eines stärkeren, auch die Kreide selbst angreifenden Ätzmittels erforderlich. Nach der vorliegenden Erfindung soll deshalb zu diesem Zweck Chlorkalklösung als Ätzmittel verwendet werden.
Das Verfahren wird derart ausgeführt, daß ein Papierstoff oder eine sonst entsprechende Unterlage mit einer Kreidemasse von gleichmäßiger Dicke versehen und nach erfolgtem ! Aufdruck des Bildes mit einer geeigneten Druckfarbe einem Ätzprozeß, und zwar mit- ! tels Chlorkalklösung, unterworfen wird, wodurch die von der Farbe nicht bedeckten : Stellen mehr oder weniger tief oder auch gänzlich weggeätzt werden.
\ Die geätzten Stellen der Masse werden durch Überspülen mit Wasser oder nach erfolgtem Trocknen mittels Bürste entfernt. Die lichteren Stellen des Bildes werden dabei im gleichen Verhältnis zu ihrer Lichtung in der Zurichtung mehr oder weniger vertieft,
(2. Auflage, ausgegeben am 20. Mär\ igogj
während die tiefen Schatten in der ursprünglichen Dicke stehen bleiben. Das Auftragen der ätzbaren Masse und die plastische Ausarbeitung des Bildes kann entweder auf einer 5 oder auch behufs Erhöhung der Wirkung auf beiden Seiten der Unterlage zu gleicher Zeit erfolgen. Im zweiten Fall wird mittels Umdruckbogens ein gespiegelter Abdruck hergestellt, indem zunächst der Druckstock mit
ίο Farbe eingewalzt und hiervon auf einen am Druckzylinder oder Tiegel aufgeklebten oder angelegten Überdruckbogen oder einer Uberdruckplatte ein oder besser mehrere, sich genau deckende Abdrücke gemacht werden.
Auf diesen Abdruck wird der beiderseitig mit Massenaufstrich versehene Zurichtungsbogen aufgelegt und, nachdem der Druckstock nochmals wenig eingewalzt worden ist, durch die Presse geführt. . Dadurch wird gleichzeitig die Vorderseite des Zurichtungsbogens direkt von dem Druckstock bedruckt, während die Rückseite einen sich genau hiermit deckenden Abdruck von dem am Zylinder oder Tiegel befestigten Überdruckbogen oder
der Überdruckplatte erhält.
Die so erzielten Abzüge werden alsdann dem oben beschriebenen Ätzprozeß unterworfen und dadurch die Reliefs erzeugt.
Infolge des mehrmaligen Aufeinander druckens auf dem Umdruckbogen, sowie des beim Überdruck erfolgenden Breiterdrückens der Farbe erscheint zunächst die Rückseite der zweiseitigen Abzüge bedeutend satter als die Vorderseite.
Während auf der Vorderseite sämtliche Töne mit Ausnahme der Tiefen in offenen Rastermustern oder Strichen erscheinen, bilden auf der Rückseite alle Töne mit Ausnahme der hellen Lichter geschlossene Flächen. Hieraus ergibt sich beim Ätzen der starke, in allen Einzelheiten genau ausgearbeitete Reliefunterschied. Je nach der Stärke des Kreideaufstriches oder auch der Dauer des Ätzens kann man die Höhe des Reliefs genau regeln. Die Oberflächen der gleichen Töne liegen dabei stets in gleicher Höhe und sind vollkommen glatt.
Die so erhaltenen Zurichtungen können sowohl als Auflage auf Druckzylinder oder Tiegel wie auch als Unterlage zwischen Druckplatte und Holz- oder Eisenfuß benutzt werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Zurichtungen durch Aufdruck des Bildes auf eine Kreidemasse 0. dgl. und Herausätzen der vom Bild nicht bedeckten Stellen, gekennzeichnet durch die Anwendung von Chlorkalklösung als Ätzmittel.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf beiden Seiten mit der Masse und mit gespiegelten Bildaufdrucken versehene Unterlage dem Ätzprozeß unterworfen wird.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufdrücke auf beiden Seiten verschieden stark ausgeführt werden, so daß auf beiden Seiten Zurichtungen von verschiedener Kraftwirkung erhalten werden.'■■
DE1903167200D 1903-03-23 1903-03-23 Expired - Lifetime DE167200C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT27102D AT27102B (de) 1903-03-23 1905-11-16 Verfahren zur Herstellung von Zurichtungen.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE167200T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE167200C true DE167200C (de)

Family

ID=5686473

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1903167200D Expired - Lifetime DE167200C (de) 1903-03-23 1903-03-23

Country Status (1)

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DE (1) DE167200C (de)

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