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DE192986C - - Google Patents

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Publication number
DE192986C
DE192986C DENDAT192986D DE192986DA DE192986C DE 192986 C DE192986 C DE 192986C DE NDAT192986 D DENDAT192986 D DE NDAT192986D DE 192986D A DE192986D A DE 192986DA DE 192986 C DE192986 C DE 192986C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
pattern
roller
etching
printing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT192986D
Other languages
English (en)
Publication of DE192986C publication Critical patent/DE192986C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/18Curved printing formes or printing cylinders
    • B41C1/184Curved printing formes or printing cylinders by transfer of the design to the cylinder, e.g. from a lithographic printing plate; by drawing the pattern on the cylinder; by direct cutting of the pattern on the cylinder

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 192986-KLASSE 15 δ. GRUPPE
Dr. EDUARD MERTENS in MÜLHAUSEN, Els.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1905 ab.
Um nahtlose Halbtonmuster auf die Oberfläche von Druckwalzen aufzubringen, übertrug man dieselben vielfach zunächst photographisch auf Pigment-Gelatinepapier und von diesem zusammen mit der Gelatineschicht auf die Druckwalzen oder man übertrug auf die mit lichtempfindlichem Überzug versehene Druckwalze ein durch Raster zerlegtes Halbtonbild mittels Kopierverfahren. Diese beiden
ίο Verfahren jedoch versagten bei endlosen Mustern, d. h. solchen Mustern, welche ohne Unterbrechung die Walzenoberfläche umziehen sollen. Hier ist eine Naht unvermeidlich. Diese kann nur durch mühsame Retusche oder Gravur mehr oder weniger unsichtbar gemacht werden. . Nach einem anderen Verfahren werden durch Zeichnung Ganztonbilder auf der Walze hergestellt und durch nachträgliches mehr oder weniger
ao starkes Abschleifen Halbtöne hervorgebracht bzw. Schichten, die, weil weniger dick, vom Ätzmittel schneller durchdrungen werden. Halbtöne werden in verschiedenen Abstufungen auf Walzen auch dadurch erzeugt, daß man eine einheitliche Kopie ausführt und durch teilweises Zudecken des kopierten Bildes und mehrfache Ätzung verschiedene Tiefen hervorruft.
Das neue Verfahren, das insbesondere zur Herstellung von Druckwalzen für endlose Muster dienen soll, besteht darin, daß das Muster direkt mit Gelatine in Halbtonmanier auf die Walzenoberfläche gemalt wird. Es wird zu diesem Zweck der Gelatine ein Farbstoff beigemischt und auf die nötigenfalls erwärmte Walze mit der Gclatinefarbe gerade so gemalt, wie man mit Öl- oder Aquarellfarben Halbtonbilder ausführt. Es wird da, wo die Farbe stärker aufgetragen wird, das Bild dunkel erscheinen und da, wo die Farbe dünn aufgetragen wird, werden beliebig feine Halbtöne erzielt werden können. Man muß bei der Malerei darauf Rücksicht nehmen, daß diejenigen Stellen, welche am dunkelsten erscheinen, also die dickste Gelatineschicht bilden, am wenigsten vom Ätzmittel durchdrungen werden und später auf der Druckform erhöht erscheinen. Es würde beim Tiefdruckverfahren also mit verkehrten Helligkeitswerten gemalt werden müssen. Selbstverständlich kann man die beim Ätzverfahren und für Walzendruck üblichen Härtungsmittel für die Gelatine sowie auch Walzenoberflächen mit Hachure oder Raster anwenden. Statt reiner Handmalerei kann man auch durch die bekannten mechanischen Verteilungsmethoden, z. B. Ouetschmethoden, durch Bewegung kleiner Rollen über die noch feuchte Gelatinefarbe endlose Phantasiemuster erzeugen.
Die Vorzüge des Verfahrens bestehen darin, daß man ohne Schwierigkeit nahtlose Walzendruckformen erhält und daß das Muster so-, fort in Halbtönen auf der Walze erhalten wird, ohne daß es mit besonderen Mitteln und mit großem Zeitaufwand nachgearbeitet zu werden braucht. Fehler in der Schicht können leicht durch Auftragen oder Wegquetschen der Gelatinefarbe beseitigt werden. Die Gefahr, daß Stellen unbeabsichtigt abgedeckt werden, ist gering, weil dünne Gelatineschichten immer noch von dem Ätzmittel
durchdrungen werden. t>ie Atzung kann hintereinander, ohne stufenweises Abdecken, durchgeführt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Ätzungen endloser Muster auf Druckwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß die zu ätzenden Muster mit einer für die üblichen Ätzmittel entsprechend der Schichtdicke verschieden
    durchlässigen
    kolloidalen Masse,
    z. B. gefärbter Gelatine Von Hand in Form von Original-Halbtonbildern direkt auf die Walzen aufgemalt oder mittels Wisch- oder Quetschvorrichtung aufgetragen werden.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das zu ätzende Material vor der Aufbringung des Musters mit einer Liniatur oder Rastrierung versieht, derart, daß nach der Bildätzung Stege erhaben stehen bleiben.
    Berlin, gedruckt in der reichsdrückereI.
DENDAT192986D Active DE192986C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE192986T

Publications (1)

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DE (1) DE192986C (de)

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