DE69800830T2 - Nassverfahren zum Siebdruck von keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche und konstantem Querschnitt - Google Patents
Nassverfahren zum Siebdruck von keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche und konstantem QuerschnittInfo
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Description
- Der Gegenstand, auf den sich die mit diesem Patent zu schützende Erfindung bezieht, besteht aus einer neuen Vorgehensweise für Nassverfahren zum Siebdruck von keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche und konstantem Querschnitt.
- Dieses bringt im wesentlichen ein neues Verfahren zur Verzierung besonderer keramischer Gegenstände mit sich, insbesondere, aber nicht ausschließlich reliefförmige, das sind die als Leisten (längliche, schmale Simsleisten) bekannten, deren gestalterische Eigenarten eine gekrümmte Oberfläche und ein konstanter Querschnitt auf ihrer gesamten Länge sind.
- Die Verzierung von besonderen keramischen Gegenständen, die hierin zuvor beschrieben sind, wurde bis heute durch andere Verfahren als den Siebdruck durchgeführt, da dessen Anwendung darauf nicht möglich war, weil man ausschließlich mit flachen Sieben arbeiten mußte, die an Oberflächen mit gekrümmtem Relief anzupassen nicht möglich war.
- Daher war es bislang notwendig, auf andere Verfahren zurückzugreifen, wie zum Beispiel die manuellen Methoden, bei denen die Verzierung direkt mit einer Bürste oder einem Schwamm aufgetragen wird, was zu farblichen oder gestalterischen Unregelmäßigkeiten führt, und die sich wegen der mit der Handarbeit verbundenen Rosten verbietet.
- Ein anderes Verfahren, das vorgeschlagen wurde, war das Verzieren mittels Abziehbildern, das die gleichen Gesamtkosten zur Folge hatte und daher nur in kleinem Ausmaß benutzt wurde.
- Ein Trockenverfahren, trockenes Druckluftspritzen, wurde auch eingesetzt, ein Verfahren, mit dem ungleichmäßige, monotone und nicht sehr attraktive Verzierungen erreicht werden.
- Schließlich wurde auch mit geringem Erfolg versucht, diese speziellen keramischen Gegenstände mittels einer Klischiermaschiene zu verzieren, mit dem Ergebnis, daß die Klischiermaschiene, die das auf die gekrümmte Oberfläche aufzutragende Motiv trägt, unterschiedlichen Druck auf die hervorstehenden und die zurückstehenden Bereiche ausübt und daher zu einem makelhaftem Druck führte.
- Das Endziel der Erfindung, die den Gegenstand dieses Patents umfaßt, besteht im überwinden der Nachteile, die den verschiedenen Verfahren, die zum Verzieren der zuvor genannten speziellen keramischen Komponenten benutzt werden, zu eigen sind, wie hierin zuvor beschrieben.
- Zu diesem Zweck wurde ein neues Verfahren entwickelt und auf das Erreichen der hauptsächlichen Zielsetzung getestet, das die Möglichkeit von Flüssig-Siebdruck zur Verzierung von keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche bereitstellt und dessen Nutzung beschleunigt, vorausgesetzt, daß sie einen konstanten Querschnitt entlang ihrer gesamten Länge haben, wie es bei Leisten der Fall ist.
- All die praktischen Vorteile des Siebdruckes, wie die folgenden, bleiben also erhalten:
- - der schnelle Betrieb, der mechanisierter Massenproduktion zu eigen ist;
- - der gestalterische und ästhetische Reichtum, der aus der Vielzahl von Motiven resultiert, die appliziert werden können;
- - das durchweg gleiche dekorative Muster, als Ergebnis des systematischen Wiederholens des selben Motivs;
- - die wirtschaftlichen Kosten des Verfahrens und die mit ihm erhöhte Produktivität.
- Bevor mit dem Verfahren begonnen wird, wird ein flaches Sieb vorbereitet, in Übereinstimmung mit bekannten Verfahrensweisen, die die Arbeitsschritte des Dehnens des Siebes (längs und quer), des Klebens an den Rahmen, des Beschichtans des Gewebes, des Entwickelns der Schablone, auf die das dekorative Motiv gedruckt ist, und des Trocknens des Siebes umfassen.
- Dieses neue Verfahren benutzt das zuvor vorbereitete, flache Sieb, das von seinem Rahmen gelöst und zu einem anderen, speziellen Rahmen gebracht wird, bei dem an zwei einander gegenüberliegenden Seiten Kopien des Profils des konstanten Querschnittes des keramischen Gegenstandes, der verziert werden soll, sind, wobei an jeder dieser Seiten starre Streifen, die ebenfalls das Relief des Gegenstandes nachbilden, angebracht werden und unter Einspannen des Stoffes befestigt werden, der nur in Längsrichtung des Gegenstandes festgezogen ist, so daß es sich an dessen Relief anpaßt, danach wird es an den Rahmen geklebt.
- Für das Applizieren der Siebdruckfarben werden Spatel benutzt, deren Unterseiten Negativkopien des Reliefs des Gegenstandes sind, mit dem Ziel, einen vollständigen Kontakt damit zu erreichen, wobei ein Becken mit zwei identischen Spateln gebildet wird, die parallel zueinander angebracht sind, das die Möglichkeit gewährt, die optimale Mange an Farbe darin und auf dem Sieb während des gesamten Auftragsvorganges aufrecht zu halten.
- Um die Beschreibung der Erfindung zu vervollständigen und dessen äußerlich-strukturellen und funktionalen Eigenschaften leichter zu verstehen, sind Zeichnungen beigefügt, auf denen verschiedene Aspekte bevorzugter Ausgestaltungsformen des neuen Nassverfahrens zum Siebdruck von keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche und konstantem Querschnitt, die den Gegenstand dieses Patentes umfassen, schematisch gezeigt sind.
- In den Zeichnungen:
- ist Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des herkömmlichen flachen Siebdruck-Siebes, das die Schablone mit dem Dekormotiv hält, welches als Vorbereitung für das Verfahren separat vorbereitet wird.
- Fig. 2 gibt eine perspektivische Ansicht des speziellen Rahmens, der in dem Verfahren benutzt wird, den Gegenstand des Patentes umfassend, mit den Haltern, um das Sieb zu sichern.
- Fig. 3 ist ein Querschnitt in der Ebene A-A des speziellen Rahmens, der die Stellung eines der Halter zum Sichern des Siebes vor Ort zeigt.
- Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des Beckens, das durch das parallele Anbringen von zwei identischen Spateln gebildet wird, deren Unterseiten ein Negativ des Reliefs des Gegenstandes aufweisen, der verziert werden soll.
- Um die Eigenart und den Umfang der vorteilhaften Anwendung des neuen Nassverfahrens zum Siebdruck von keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche und konstantem Querschnitt, das den Gegenstand dieser Erfindung umfaßt, eindeutig darzustellen, wird im folgenden eine Beschreibung der Arbeitsmittel und ihrer Funktionsweise unter Bezug auf die Zeichnungen gegeben. Die Zeichnungen, die in erläuternder Weise eine bevorzugte Ausführungsform des Anmeldungsgegenstandes wiedergeben, sind im weitesten und nicht einschränkenden Sinne der Anmeldung und des Inhaltes der Erfindung zu verstehen.
- Dieses neue Verfahren benutzt ein flaches Sieb (1), das zuvor mit der Schablone des Dekormotivs (2) vorbereitet wurde, welches von seinem Rahmen abgenommen und auf einen anderen speziellen Rahmen (3) überführt wird, bei dem an zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Umriss (4) des gleichförmigen Querschnitts des keramischen Gegenstandes, der verziert werden soll, nachgebildet wird.
- Auf jeder der zwei einander gegenüberliegenden Seiten werden starre Streifen (5) angebracht, die auch eine Nachbildung des Reliefs der Gegenstände umfassen, und mit Spannen des Gewebes des Siebes, das allein in Längsrichtung des Gegenstandes festgezogen wird, an dem Rahmen gesichert, so daß es auf dessen Relief paßt, danach wird es an den Rahmen geklebt.
- Zum Auftragen der Siebdruckfarben werden Spatel benutzt, deren Unterseiten Negativkopien des Gegenstandes sind, um deren vollständigen Kontakt durch das Sieb zu erreichen, wenn es sich entlang deren Längsachse bewegt.
- Aus zwei parallel angeordneten, identischen Spateln (7') - (7"), wird ein Becken (8) gebildet, das die Möglichkeit gewährt, innen, auf dem Sieb, die optimale Menge Farbe während des verfahrens des Auftragens aufrecht zu halten.
Claims (2)
1. Neue Vorgehensweise für Nassverfahren zum Siebdruck von
keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche und
konstantem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß ein
flaches Sieb (1) verwendet wird, das vorher mit der
Schablone des Dekormotivs (2) vorbereitet wurde, und das
von seinem Rahmen abgenommen und auf einen anderen,
speziellen Rahmen (3) überführt wird, bei dem der Umriß (4)
des einheitlichen Querschnitts der keramischen
Gegenstände die dekoriert werden sollen an zwei einander
gegenüberliegenden Seiten nachgebildet ist, starre
Streifen (5), auf jeder der besagten Seiten fest gesichert
sind, die auch eine genaue Nachbildung des Reliefs des
Gegenstandes umfassen und am Rahmen (3) befestigt sind,
mit denen das Gewebe das Siebes (1) eingespannt wird,
das allein in Längsrichtung des Gegenstandes festgezogen
ist, so daß es mit dem Relief ausgestattet ist, nachdem
es an den Rahmen (3) geklebt ist.
2. Neue Vorgehensweise für Nassverfahren zum Siebdruck von
keramischen Gegenständen mit gekrümmter Oberfläche und
konstantem Querschnitt nach Anspruch 1, im wesentlichen
durch den Umstand gekennzeichnet, daß für die Anwendung
der Siebdruck-Farben Spatel verwendet werden, deren
Unterseiten (6) Negativkopien von dem Relief des
Gegenstandes sind, mit dem Ziel, beim Verschieben ihrer
Position längs entlang des Gegenstandes einen vollständigen
Kontakt durch das Sieb zu erreichen, mit zwei
identischen, parallel angebrachten Spateln (7')-(7") ein
Becken (8) bildend, welches die Möglichkeit gewährt, innen,
auf dem Sieb, die optimal® Menge von Farbe während des
Prozesses ihres Auftragens aufrecht zu halten.
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