DE1671791C3 - Akkumulator - Google Patents
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Description
Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zellenverbindern, die durch Öffnungen in den
Zellenwänden eines mehrzelligen Gehäuses für Blei-Akkumulatoren hindurchrochen und diese abdichtend
ausfüllen, wobei dieses Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß auf beiden Seiten einer Öffnung in einer
Zellenwand befindliche Verbindungsköpfe durch Hindurchlcnen von Strom miteinander verschweißt werden
und während des Schweißvorganges das weich gewor dene Metall gegen die Oberfläche der Öffnung gepreßt
wird bzw. nach diesem Verfahren hergestellte Akkumulatoren.
Bei den Akkumulatoren nach dem Hauptpatent hat es
sich gezeigt, daß die dünnwandige Ausbildung des Gehäuses und der Zwischenwände erhebliche Gewichtsersparnisse
mit sich bringt bzw. bei gleichem Gewicht eine wesentlich erhöhte Kapazität der Batterie
ermöglicht. Es hat sich jedoch gezeigt, daß trotz der sich an dea Zwischenwänden abstützenden verbreiterten
Bereiche bzw. Stützflächen der elektrischen Leiter oder Zellenverbinder bei der bekannten Batterie die Gefahr
besteht, daß die Zwischenwände im Bereich der Öffnungen überlastet werden, wenn der Akkumulator
im Dauerbetrieb starken Vibrationen ausgesetzt ist, wie
dies beispielsweise in einem Automobil der Fall ist, und daß die Zellenverbinder und die mit ihnen verbundenen
Leiterplatten dann nicht mehr ausreichend sicher gehaltert sind, was schließlich zu vorzeitigen Punktionsstörungen
im Akkumulator führt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Akkumulator vorzuschlagen, bei welchem auch bei starker mechanischer
Beanspruchung jederzeit eine sichere Halterung der Zellenverbinder und der von diesen getragenen
Plattenpakete gewährleistet ist und trotzdem dünne τ Zwischenwände vorgesehen werden können, um ein
großes Volumen und damit eine hohe elektrische Kapazität des Akkumulators zu erzielen.
Diese Aufgabe wird durch einen Akkumulator der eingangs beschriebenen Art gelöst, welcher genviß der
in Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, daß die Zwischenwand
bzw. die Zwischenwände jeweils mindestens einen durch einen Stützpfeiler auf mindestens einer
Seite der Zwischenwand verstärkten Bereich aufweisen, in welchem die Öffnung angeordnet ist und welcher sich
! ·'. vnn der öffnung bis zum Boden des Gehäuses erstreckt.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe werden also an den Zwischenwänden des erfindungsgemäßen Akkumulators
Stützpfeiler vorgesehen, wie dies an sich mis der FR-PS 14 38 890 bekannt ist. Während jedoch bei dem
Ί) aus dieser Druckschrift bekannten Akkumulator die
Stützpfeiler allein dem Zweck dienen, am Boden einer nach oben offenen Kerbe in der Zwischenwand eine
große Auflage zu schaffen, mit welcher die Unterseite eines Zellenverbinders zur Erzielung eines flüssigkeits-
.'■> dichten Abschlusses zwischen den angrenzenden Zellen
verklebt wird, dienen die Stützpfeiler bei der erfindungsgemäßen Konstruktion einer mechanischen Verstärkung
der im Bereich der Öffnung sehr hoch belasteten Zwischenwand, wobei die erforderliche
;<■ Dichtwirkung durch entsprechende Ausgestaltung der
im Bereich der Öffnung miteinander zu verbindenden elektrischen Leiter erreicht wird, wie dies im Hauptpatent
beschrieben ist.
. Zwischenwand im Bereich der Öffnung dazu führt, daß
die Zellenverbinder auch bei starker mechanischer Beanspruchung wesentlich sicherer gehalten sind dls
bei vorbekannten dünnwandigen Batteriegehäusen und daß der bei der Herstellung der Batterie erzielte
ι ■ flüssigkeitsdichte Abschluß im Bereich der Öffnung der
Zwischenwand dauerhaft aufrechterhalten wird. Trotzdem bleiben die Vorteile, die sich aufgrund der geringen
Wandstärke des Batteriegehäuses ergeben, im wesentlich vollständig erhalten, während gleichzeitig die
' Stabilität des Akkumulatorgehäuses wesentlich erhöht
wird.
In Weiterbildung der Erfindung hat es sich gezeigt,
daß sich die Wandstärke des Akkumulatorgehäuses bei gleichbleibender Stabilität und unter Beibehaltung der
ν vorstehend geschilderten Vorteile noch weiter verringern läßt, wenn zusätzliche Verstärkungsrippen vorgesehen
werden, die über die Zwischenwände und gegebenenfalls auch über die zu den Zwischenwänden
parallelen Seitenwände des Gehäuses verteilt sind.
Bei einem erfindungsgemäßen Akkumulator mit üblichen Außenabmessungen wurde eine gute Dichtwirkung
und mechanische Stabilität erzielt, wenn die Zwischenwände dünner als etwa 2.5 mm waren und
wenn der verstärkte Bereich eine Wandstärke von ca.
m> 3 mm aufwies.
Die Zellen von Blei-Säure-Akkumulatoren haben in der Regel eine negative Platte mehr als positive Platten.
Infolgedessen sind die beiden äußeren Platten einer jeden Zelle beide negativ. Das diese negativen Platten
·>' miteinander verbindende Brückenglied steht deshalb
etwas weiter über die Enden der Zelle vor, als das die positiven Platten miteinander verbindende Brückenglied.
Deshalb ist es besonders zweckmäßig, wenn in
gewissen Fällen die Stützpfeiler lediglich an einer Seile der Zwischenwand über diese vorstehen, nämlich an
derjenigen Seite der Zwischenwand, gegen die das Brückenglied für die positiven Platten anliegt. Bei einer
solchen Konstruktion weisen die negativen Platten an beiden Seiten der Zwischenwand von dieser ungefähr
den gleichen Abstand auf.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schaubildliche Darstellung eines erfindungsgemäßen Akkumulatorgehäuses;
Fig.2 einen senkrechten Schnitt durch dieses Gehäuse mit einer Draufsicht auf die eine Seite einer
Zwischenwand;
Fi g. 4 eine der Fi g. 3 entsprechende Schnittdarstellung
für ein etwas abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines erfindtingsgemäßen Akkumulatorgehäuses und
F i g. 5 eine schaubildliche Darstellung zweier Zellen eines erfindungsgemäßen Akkumulators, und zwar
teilweise im Schnitt
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsf-iispiei
eines erfindungsgemäßen Akkumulators handelt es sich um einen solchen für eine 12-Volt-Anlage eines
Kraftfahrzeugs. Er hat sechs Zellenräume 10. die von
vier jeweils paarweise zueinander parallelen Seitenwänden 11 und 12 sowie fünf Zwischenwänden 13 und einer
Bodenwand 14 gebildet werden. Das Gehäuse besteht aus einem leichten, thermoplastischen Werkstoff, wie
beispielsweise einem Propylen-Material (darunter sollen Polymere und Mischpolymere des Propylens
verstanden werden), so daß die Wände alle verhältnismäßig dünn gestaltet werden können. So weisen die
Seitenwände 11 und 12 beispielsweise eine Wandstärke
von 2,4 mm auf. während die Zwischenwände 13 eine von unten nach oben abnehmende Wandstärke haben,
nämlich vorzugsweise 23 mm am Boden und ungefähr 1,5 mm am oberen Ende. Typische Außenabmessungen
für einen solchen Akkumulator sind 15,5 auf 20.3 auf
25.4 cm. Selbst· erständlich lassen sich aber nach der
erfindungsgemäßen Lehre auch Akkumulatoren anderer Abmessungen herstellen. )ede der fünf Zwischenwände
13 hat an einer oder beiden Seilen einen Stützpfeiler 15. An aufeinanderfolgenden Zwischenwänden
befinden sich die Stützpfeiler jeweils an einander entgügengesetzten Seiten des Gehäuses, wie
dies die Fig. I zeigt. |ede Zwischenwand 13 und die Innenseite der beiden zu den Zwischenwänden parallelen
Seitenwänden Il sind ferner mit mehreren vertikal verlaufenden Verstärkungsnppen 16 versehen, die über
die Wandflächen vorstehen. Einzelheiten einer Ausführungsform eiü;r Zwischenwand zeigen die F i g. 2 und 3
besonders deutlich.
Die Verstärkungsrippen 16, die beispielweise ungefähr 1,3 mm breit sein und ca. 0.8 mm auf beiden Seiten
einer jeden Zwischenwand über deren Seitenflächen vorspringen lcöni.jn, erstrecken sich über den größten
Teil der Höhe der Zwischenwände. Die angegebenen Abmessungen haben sich wieder für Kraftfahrzeugbatterien
der angegebenen Größe als besonders zweckmäßig ergeben. An jeder Seile einer solchen Zwischenwand
13 ist ein Stützpfeiler 15 vorgesehen, der von zwei
geneigten Schrägflächen 17 gebildet wird, von denen die eine einer Seitenwand 12 und die andere einer
Verstärkungsrippe 16 benachbart ist; sie bilden eine ebene Frontflächc 18, die über die eigentliche
Seitenfläche der Zwischenvand ungefähr ebensoweit vorsteht, wie die Verstärkungsrippen. Jeder Stützpfeiler
verläuft in vertikaler Richtung etwas weiter nach oben wie die Versiärkungsrippen, und in ihm ist eine öffnung
19 durch die ganze Zwischenwand hindurchgeführt, so daß elektrische Verbindungen zwischen den Zellen
hergestellt werden können, wie dies noch zu beschreiben sein wird.
Die Fig.4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Zwischenwand 20, die gemäß der Erfindung
ausgebildet ist Diese Zwischenwand unterscheidet sich insofern von der Zwischenwand 13 der Fig. 3, als
lediglich auf einer Seite ein Stützpfeiler 21 gebildet isi, dessen Dicke aber ebensogroß wie die Gesamtdicke der
beiden Stützpfeiler 15 in Fig. 3 ist Der Zweck dieser
Konstruktion wird im folgenden noch beschrieben werden.
Die Verstärkungsrippen 16 zu beiden Seiten der verschiedenen Zwischenwände 13 und auf einer Seite
der Seitenwände 11, die parallel zu den Zwischenwänden liegen, versteifen nicht nur das Gehäuse, sondern
stützen die nicht dargestellten Akkur-ilatorzellen in
Querrichtung ab Der letztgenannte Effekt wird mü der
erfindungsgemäßen Konstruktion erreicht, ohne daß die
Vorteile des dünnwandigen Gehäuses, nämlich das vergrößerte, der Säure zur Verfügung stehe..de
Volumen in den Zellenräumen 10 und damit die größere Kapazität erfindungsgemäßer Akkumulatoren verlorengehen.
Die Verstärkungsrippen verdrängen ja vergleichsweise nur außerordentlich wenig Elektrolyt flüssigkeit.
Der Zweck der Stützpfeiler 15 ist die Schaffung zuverlässiger Verbindungen zwischen den Zellen durch
die Zwischenwände 13 hindurch. Den Aufbau im einzelnen zeigt die Fig. 5. die zwei nebeneinanderhegcnde
Zellenräume 30 und 31 darstellt, welche Akkumulatorzellen 32 und 33 aufnehmen. |ede Zelle
umfaßt mehrere positive und mehrere negative Sammlerplatten 34 üblichen Aufbaus. Platten gleicher
Polarität sind elektrisch und mechanisch untereinander mittels Brijckengliedern 35 und 56 verbunden, die an die
Platten 34 angeschweißt oder «ingegossen sind. Das Brück~nglied 35 der ersten Zelle 32 verbindet alle
positiven Platten dieser Zelle miteinander, wohingegen das Brückenglied 36 alle negativen Platten der
benachbarten Zelle 33 verbindet. Beide Briicker.glieder
35 und 36 haben sich vertikal nach oben erstreckende Ansatzstücke 37, die mit Flächen 38 gegen Stützpfeiler
39 an der Zwischenwand 40 anliegen. Über die Flächen 38 stehen Vorsprünge 41 vor. die m't den Brückenglie·
dem zweckmäßigerweise einstückig sind und es ermöglichen, die beiden Ansatzstücke 37 beider
Brückenglieder in der öffnung 42 der Zwischenwand miteinander zu verschweißen; auch hier ist die Öffnung
wieder im Bereich der Stützpfeiler 39 gebildet. Das SchViCibverfahren /um Verbinden der Brückengheder
ist im Hauptpatent beschrieben. Die in F ι g. 4
dargestellte Zwischenwand ist lediglich auf einer Seite mit einem Stützpfeiler 21 versehen, was deshalb
vorteilhaft ist. weil die die negativen Platten der Zellen
miteinander verbindenden Brückenglieder wegen der an beiden Enden einer Zelle angeordneten negativen
Platten etwas weiter über die Zelienenden vorstehen als die die positiven Platten miteinander vcrbindenen
Brückenglieder. Bei der Konstruktion gemäß Fig.4 ist
der einzige Stützpfeiler 21 auf derjenigen Seite der Zwischenwand angeordnet, gegen die das die positiven
Platten miteinander verbindende Brückenglied anliegt, so daß dank des erfindungsgemäßen Aufbaus die
negativen Platten zu beiden Seiten der Zwischenwand
von dieser ungefähr den gleichen Abstand haben. Bei
/.usainmcngcbautcm Akkumulator liegen die die positiven
Platten miteinander verbindenden Brückcngliccier mit einer Stirnfläche gegen die Stützpfeiler 21 an.
während die die negativen Platten miteinander verbindenden Brückengliedcr mit ihren Stirnflächen gegen die
anderen Seitenflächen der Seitenwände anliegen. Verstärkungsrippen 16 sind jedoch auf beiden Seiten
der Zwischenwand 20 vorgesehen, um die Wand zu verstärken und die Akkumulatoren seitlich abzustützen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Akkumulator mit einem mehrzelligen, dünnwandigen Batteriegehäuse aus einem Kunststoff und
mit unter Druck elektrisch miteinander verschweißten Zellenverbindern, die öffnungen mit geschlossener
Randkurve in den Zwischenwänden zwischen den Zellen dichtend ausfüllen und Bereiche aufweisen,
die an einander gegenüberliegenden Seitenflächen der Zwischenwände anliegen, nach Patent
12 23 006, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (13) jeweils mindestens einen
durch einen Stützpfeiler (15) auf mindestens einer Seite der Zwischenwand (13) verstärkten Bereich
aufweisen, in welchem die öffnung (19) angeordnet isi und welcher sich von der öffnung (19) bis zum
Boden des Batteriegehäuses erstreckt.
2. Akkumulator nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand (13) dünner
als ungefähr 23 mm ist und daß der verstärkte Bereich eine Wandstärke von ca. 3 mm aufweist.
3. Akkumulator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Stützpfeiler (IS) an beiden
Seiten der Zwischenwand über diese vorstehen.
4. Akkumulator nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch mehrere
über die Zwischenwände (13) verteilte Verstärkungsrippen (16).
5. Akkumulator nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zwischenwand (13) in an sich bekannter Weise aus einem thermoplastischen Werkstoff, vorzugsweise
aus einem Propylen- Werxstoff b.steht.
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