DE1671428A1 - Kathodischer Reduktionskatalysator fuer elektrochemische Elemente - Google Patents
Kathodischer Reduktionskatalysator fuer elektrochemische ElementeInfo
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Description
Dr. Walter Beil
Alfr ad Hoenpener
Dr.Hans Joachim Wolfl ö
T«Mo> 319*4», UMK
unsere Hr. 14 163
Esso Research and Engineering Company/ Elizabeth, N.J., V.St.A.
Kathodischer Reduktionskatalysator für elektrochemische
Elemente
Vorliegende Erfindung betrifft einen aus bestimmten Wolframoxyden bestehenden Katalysator zur kathodischen
Reduktion eines Oxydationsmittels in elektrochemischen Elementen..
Unter dem Begriff "elektrochemische Elemente" werden im Sinne vorliegender Erfindung sowohl Brennstoffelemente
als atich elektrolytische Elemente verstanden.
Der Begriff "Brennstoffelement" wird hier wie in der
Technik angewandt, um eine Vorrichtung, ein System oder einen Apparat zu bezeichnen, worin die chemische Energie
eines fliessenden (z.B. gasförmigen oder flüssigen) Brennstoffs, z.B. Wasserstoff, Kohlenmonoxyd, eines Kohlenwasserstoffs
oder eines strukturell Wasserstoff enthaltenden substituierten Kohlenwasserstoffs, auf elektrochemischem
Wege zu elektrischer Energie an einer sich nicht verbrauchenden oder inerten Elektrode umgewandelt wird. Das echte
Brennstoffelement ist für den kontinuierlichen Betrieb geeignet und wird sowohl mit Brennstoff als auch Oxydationsmitteln
aus Quellen versorgt, die außerhalb des eigentlichen
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Elements liefen. Derartige Elenente enthalten wenigstens
zwei sich v.±nh± verbrauchende oder inerte Elektroden, die
als Anode bzw. Kathode arbeiten, und. die durch einen Elektro
lyten getrennt sind, der dj e ionische Leitfähigkeit zwischen denselben gewäbrleis+et, ferner Leitungen, für die
elektrische Verbindung zwischen, einer derartigen Anode und
Kathode, die außerhalb dieses Elektrolyten liegen. Vorrichtungen,
um einen strömenden Brennstoff mit der Anode und dem Elektrolyter in Kontakt zu bringen sowie Vorrichtungen,
die ein flüssiges Oxydationsmittel in doppelten
Kontakt mit der Kathode und dem Elektrolyten bringen.
£ Falls erforderlich oder erwünscht, wird die Elektrolyten'7eile
in eine Anolyt- und eine Katholytkaramer unterteilt, beispielsweise
durch eine ionendurchlässige Trennwand oder eine Ionenaustauschmembran, Auf diese Weise wird in jedem derartigen Brennstoffelement fließender Brennstoff zu
der Anode geleitet und dort elektrochemisch oxydiert, wobei Elektronen an die Anode abgegeben werden, während ein
flüssiges Oxydationsmittel zur Kathode geleitet und dort
nach Aufnähme von Elektronen aus einer derartigen Kathode
reduziert wird. 7)a die von einem einzelnen Element entwickelte Spannung niedrig ist, wird es im allgemeinen
vorgezogen, verhältnismässig kleine Elemente zu verwenden und eine große Anzahl derartiger Elemente elektrisch
P hintereinander oder in zwie Heihen und paralle-l zu sehalten.
Der im vorliegenden und in der Technik verwendete Begriff
"elektrolytisches Element" bezeichnet eine Vorrichtung, ein System oder einen Apparat, welche, im Gegensatz zu
dem vorstehend erwähnten Brennstoffelement keine Nettoproduktion elektrischer Energie erzeugen, sondern für
die anodische Oxydation eines organischen Brennstoffs an '
der Anode sorgen. In derartigen Elementen wird Gleichstrom aus einer äusseren Quelle, z.B, einem Brennstoff-
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BAD ORIGINAL
element, einem Akkumulator oder einem WechselstroBigleichriohter,
in einen elektrischen Stromkreis preleitet, uir
der Kathode Elektronen zuzuführen. Diese Elemente entwickeln Wasser-stoff aus einem wässrigen Klektr-olytfin, und während
das Element arbeitet, wird Wasser ^^sieben. Perartige
Elemente können zur elektrochemischen Herstellung verschiedener
organischer Chemikalien verwendet werden, beisnielsweise
bei der Umwandlung von Alkoholen zu Ketonen, Kohlenwasserstoffen zu Carbonsäuren usw,
In den meisten Elementen des vorstehend beschriebenen TyOs werden Katalysatoren zur Ingangsetzung und Beschleu- M
nigung der Umsetzungen innerhalb der Elemente verwendet. Die Bezeichnung- "kathodische Reduktionska+alysatoren" wird
im vorstehenden für Katalysatoren angewandt, die bei der Kathodenumsetzunf (in Gegensatz zur Anodenumsetzung), Z0B0
der Sauerstoffrediiktion, eines elektrochemischen Elements
eine Rolle spielen. Diese Katalysatoren sind gewöhnlich ein wesentlicher Bestandteil der Kathode; bei manchen Anwendungszwecken
bilden jedoch die Katalysatoren keiner.
Teil der Kathode, So können die Katalysatoren beispielsweise
in Form einer Elektrolytaufschlämmung verwendet
werden«
Ein Material, das als solch ein Katalysator in einem elektor- j|
chemiscten Element geeignet sein soll, muß neben der katalytischen
Aktivität bei der Kathodenreduktion auch bestimmte
andere Eigenschaften besitzen. Beispielsweise muß das Material elektrisch leiterd und ferner gegenüber der Einwirkung
des Elektrolyten innerhalb des Elements beständig sein.
Bei vielen Elementen werden saure Elektrolyte verwendet,
da solche Elektrolyse Kohlendioxyd abstoßen, und daher
muß das leitende imd katalytisch^ Material auch säurekorrdsionsfest
sein, um als kathodischer Reduktionskatalysator geeignet ?u sein.
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Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß Wolframoxyde
der allgemeinen Formel WO , in der χ größer als 2, jedoch kleiner als 3 ist, wirksame kathodische Reduktionskatalysatoren
für elektrochemische Elemente sind. Falls χ gleich 2,0 oder kleiner ist, ist das Wolframoxyd nicht ausreichend
säurefest. Falls χ gleich 3»0 oder größer ist, ist das Wolframoxyd, nicht genügend elektrisch leitfähig. Die vorliegende
Erfindung bezieht sich daher nur auf diejenigen Wolframoxyde, bei denen χ in der vorstehenden Formel größer
als 2,0 und kleiner als 3,0 ist.
Die zur Herstellung der bei der vorliegenden Erfindung verwendeten
Wolframoxyde zur Anwendung kommenden Verfahren sind bekannt und stellen als solche keinen Teil der vorliegenden
Erfindung dar. Es beschreiben z.B. J.F. Marucco
und P. Gerdanian, Compf.Rend., Bd. 262C, S. 1037, 1966,
die Herstellung von WO0 ™oj Arne Magneli, Acta.Cryst*
c.t ic
Bd.6, S. 495, 1953, die Herstellung von WO0 Q und EIizabeth
Gebert und R.J.Ackermann, Inorganic Chemistry, Bd. 5, S. -136, 1966, die Herstellung von WOp ng und
WO0 QQ. Die Wolframoxyde können durch Mischen von Wolframmetall
und V/olfiamtrioxyd erhalten werden. Die relative
Menge einer jeden Verbindung, die in"dem Gemisdh zugegen
ist, hängt von der gewünschten stöchiometrischen Formel ab*. Das Gemisch wird zu Pellets gepresst und unter hohen
Temperaturen und im Vakuum mehrere Stunden lang erhitzt.
Das katalytische Pulver kann beispielsweise dadurch zu einer katalytischen Kathode verarbeitet werden, indem man es
auf ein leitfähiges Trägermaterial, wie z.B. ein Metallgitter, mit oder ohne Verwendung eines Bindemittels und/
oder wasserabstoßenden Mitteln, wie z.B. Teflon, presst.
Die erfindungsgemässen kathodischen Reduktionskatalysa-
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toren können in elektrochemischen Elementen unter Verwendung
von Säurelektrolyten, wie z„B. Schwefel- oder
Phosphorsäuren, Pufferelektrolyten, wie z.B. wässrigen
oder geschmolzenen Phosphaten, Boraten, Carbonaten oder dergleichen, verwendet werden. Falls die Katalysatoren in
alkalischen Elektrolyten zum Einsatz kommen, werden sie
nach einem kurzen Zeitraum angegriffen.
Die erfindungsgemässen kathodischen Reduktionskatalysatoren
können für die kathoäische Reduktion von beliebigen strömenden Oxydationsmitteln, wie z.B. Sauerstoff,
Luft und dergleichen verwendet werden. ' ™
Die vorliegende Erfindung wird durch nachfolgendes Beispiel, das nur der Erläuterung dient und den Rahmen der
Erfindung in keiner Weise begrenzen soll, näher beschrie- :
Ein Gemisch von metallischem Wolfram und Wolframtrioxyd
mit der .stöchiometrischen Zusammensetzung WO0 no wurde
in einem verschlossenen, evakuierten Quarzrohr erhitzt.
Das Rohr wurde bei 800°0 drei Tage erhitzt, und das blaue M
Produkt wurde so gemahlen, daß die Produktteilchen durch
2
ein Sieb mit 6.560 Maschen/cm (200mesh screen) gingen.
ein Sieb mit 6.560 Maschen/cm (200mesh screen) gingen.
Dieses Material wurde auf einem Tantalsieb mit 400 Masehen/cm
(50 mesh screen) bei einer Katalysatorauflage von 200 mg/cm mit einer Teflonemulsion zu einer
katalytischen Kathode verarbeitet. Die Kathode wurde in einer Halbzelle unter Verwendung von 30 Grew.$-iger Schwefelsäure
bei etwa 850C getestet. Es wurden folgende
Ergebnisse erhalten.
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Spannung (in Volt) aufgrund des theoret.Wasserstoffpotentials
U.23 0.23 0.37 0.37
0.43
| Strom | 2) | °c | Oxyda'txons- |
| (mA/5 cm | 86 | mittel | |
| -32 | 86 | °2 | |
| -0.23 | 86 | ||
| -1.5 | 86 | °2 | |
| -0.18 | -0 | .4 86 | |
| -0.3 bis | 86 | °2 | |
| -0.07 | N2 | ||
Wie oben bereits erwähnt wurde, .Können die erfindungsgemässen
kathodischen ¥olframoxyd-Reduktionskatalysatoren nach verschiedenen Verfahren unter Erzielung von katalytischen
Kathoden verarbeitet werden. Das jeweilige
Herstellungsverfahren beeinflusst zwar in gewissem Grad die Leistung der katalytischen Kathode, jedoclr sieht der
Bereich der vorliegenden Erfindung, der sich auf die katalytischen
Kathoden bezieht, keine Beschränkung hinsichtlich eijjes besonderen Verfahrens zur Herstellung
der Kathode vor.
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Claims (3)
1. Kathodischer Reäuktionskatalysator für elektrochemische
Elemente, gekennzeichnet durch ein Wolframoxyd der allgemeinen lormel WO , in der χ größer
als 2 und kleiner als 3 ist.
2. Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß χ =2,72 ist.
3. Katalytisehe Kathode für elektrochemische Elemente,
gekennzeich/%t durch einen elektrisch JLeitfähigen
IDräger und den Katalysator nach Anspruch 1»
4* Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß χ = 2,y ist.
Für
Esso Research and Engineering
Company, Elizabeth» N.J., V.St.A.
Redhtsanwalt
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Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US60602166A | 1966-12-30 | 1966-12-30 | |
| US60602166 | 1966-12-30 | ||
| DEE0034853 | 1967-09-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1671428A1 true DE1671428A1 (de) | 1971-09-23 |
| DE1671428B2 DE1671428B2 (de) | 1976-03-04 |
| DE1671428C3 DE1671428C3 (de) | 1976-10-21 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2220247A1 (de) * | 1971-11-29 | 1973-06-07 | Diamond Shamrock Corp | Beschichtungsmaterial zur elektrolytischen verwendung bei elektroden sowie damit versehene elektroden |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2220247A1 (de) * | 1971-11-29 | 1973-06-07 | Diamond Shamrock Corp | Beschichtungsmaterial zur elektrolytischen verwendung bei elektroden sowie damit versehene elektroden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3507701A (en) | 1970-04-21 |
| DE1671428B2 (de) | 1976-03-04 |
| GB1150857A (en) | 1969-05-07 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EF | Willingness to grant licences | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |