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DE1670675C - Verfahren zur Herstellung von 2-Arylamino-4,6-dichlor-s-Triazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Arylamino-4,6-dichlor-s-Triazinen

Info

Publication number
DE1670675C
DE1670675C DE1670675C DE 1670675 C DE1670675 C DE 1670675C DE 1670675 C DE1670675 C DE 1670675C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
dichloro
arylamines
arylamino
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst-August Dr.; Gold Heinrich Dr.; 5000 Köln Kleinheidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Publication date

Links

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 2-AryIamino-4,6-dichlors-triazinen durch Umsetzung von Cyanurchlorid mit Arylaminen im Molverhältnis 1: 1 in wäßrigem Medium; das Verfahren besteht darin, daß man die Arylamine in Form ihrer wasserslöslichen Salze einsetzt.
Als wasserlösliche Arylaminsalze kommen beispielsweise die Hydrochloride und die Sulfate der Arylamine in Betracht. Als Arylamine seinen beispielsweise Anilin, 2-Chloranilin, 3-Chloranilin, 4-Chloranilin, 2,4-Dichloranilin, 4-Metliylanilin, 4-Methoxyanilin, 4-Cyananilin, 4-Bromanilin, N-Methylanilin und 2-Aminonaphthalin genannt.
Das wäßrige Medium, in dem die Umsetzung des Cyanurchlorids mit den wasserlöslichen Arylaminsalzen erfolgt, kann organische Lösungsmittel, beispielsweise Aceton, enthalten, es kann aber auch von organischen Lösungsmitteln frei sein.
Es ist bekannt, 2-Arylamino-4,6-dichlor-s-triazine durch Umsetzung von Cyanurchlorid mit Arylaminen in wäßrigem Medium in der Weise herzustellen, daß man die Arylamine in Form der freien Basen einsetzt. Ist in diesen Fällen das wäßrige Medium frei von organischen Lösungsmitteln, dann liegen die Arylamine in ungelöstem Zustand vor und erschweren infolgedessen die Umsetzung sehr; enthält das wäßrige Medium jedoch organische Lösungsmittel, wie z. B. Aceton oder Äthylalkohol, dann können die Arylamine zwar in gelöstem Zustand vorliegen, es entstehen aber leicht unerwünschte Nebenprodukte.
Im Gegensalz hierzu läßt sich die Umsetzung des Cyanurchlorids mit Arylaminen zu 2-Arylamino-4,6-dichlor-s-triazinen in wäßrigem Medium bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ohne Erschwerung und ohne Bildung unerwünschter Nebenprodukte durchführen, gleichgültig, ob das wäßrige Medium organische Lösungsmittel enthält oder hiervon frei ist.
Der Gedanke, die wasserunlöslichen Arylamine in Form ihrer wasserlöslichen Salze mit Mineralsäuren, wie Salzsäure oder Schwefelsäure, einzusetzen, hat keineswegs nahegelegen, da die Umsetzung des Cyanurchlorids mit Aminen bislang stets unter Bedingungen durchgeführt worden ist, bei denen eine Bildung von Salzen der Amine mit Mineralsäuren gerade unterbunden wurde.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen 2-Arylamino-4,6-dichlor-s-triazine sind bekannt; sie lassen sich unter anderem als Pflanzenschutzmittel ίο verwenden.
B e i s ρ i c I 1
Eine Lösung von 185 Teilen Cyanurchlorid in 750 Teilen Aceton wird in 2500 Teile Wasser von 0' C eingerührt. Die entstandene Suspension wird innerhalb von 5 bis 10 Minuten mit einer Lösung von 130 Teilen Anilinhydrochlorid in 1500 Teilen Wasser versetzt, dann auf 400C erwärmt und 1 bis 1'/2 Stunden auf 40°C gehalten. Hiernach wird der entstandene Nicder-
ao schlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen und anschließend getrocknet. Es werden 235 Teile 2-Phenylamino-4,6-dichlor-l,3,5-triazin vom Schmelzpunkt 137 bis 139°C erhalten; dies entspricht einer Ausheule von 97% der Theorie.
Beispiel 2
185 Teile Cyanurchlorid werden bei Raumtemperatur unter Rühren in 1000 Teile Wasser, die 3 Teile des Umsetzungsproduktes von 5 Mol Äthylenoxid mit 1 Mol Dodecylalkohol als Netzmittel enthalten, eingetragen. Die entstandene Suspension wird innerhalb von 5 bis 10 Minuten mit einer Lösung von 130 Teilen 2-Chloranilin in einer Mischung aus 118 Teilen 36,5%igcr Salzsäure und 1500 Teilen Wasser versetzt und dann zunächst ! Stunde auf 40 bis 5O13C und anschließend noch 30 Minuten auf 70"C erwärmt. Hiernach wird der entstandene Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen und abschließend getrocknet. Hs werden 271 Teile 2-(2'-Chlorphenylaniino)-4,6-dichlor-1,3,5-triazin vom Schmelzpunkt 156 bis 157"C erhalten; dies entspricht einer Ausbeute von 98°/0 der Theorie.
In analoger Weise werden mit 3-Chloranilin 270 Teile 2 - (3' - Chlorphenylamino) - 4,6 - dichlor 1,3,5-triazin vom Schmelzpunkt 149 bis 150"C und mit 4 - Chloranilin 270 Teile 2 - (4' - Chlorphenylamino) 4,6-dichlor-l,3,5-triazin vom Schmelzpunkt 185 bis 186" C erhalten.
Setzt man statt 2-Chloranilin 174 Teile 4-Bromanilin ein, so erhält man 318 Teile 2-(4'-Bromphenylamino)-4,6-dichlor-l,3,5-triazin vom Schmelzpunkt 182 "C; dies entspricht ebenfalls einer Ausbeute von 98°/o der Theorie.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung \on 2-Arylamino-4,6-dichlor-s-triazinen durch Umsetzung von Cyanurchlorid mit Arylaminen im Molverhältnis 1:1 in wäßrigem Medium, dadurch gekennzeichnet, daß man die Arylamine in Form ihrer wasserlöslichen Salze einsetzt.

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