DE1670186B - p-Alkoxy-piperidin-amide und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
p-Alkoxy-piperidin-amide und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
HN
OR4
(III)
R, R1
-CH=CH-CO-N
in der R1, R2 und R3 entweder ein Was<::rstoff-
oder Chloratom, eine Methyl- oder Methoxygruppe und R4 einen 1 bis 3 Kohlenstoffaiome
enthaltenden Alkylrest bedeutet.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man in an sich bekannter Weise reaktive Säurederivate der allgemeinen Formel II
CH=CH=CO-X III)
in der R+ die oben angegebene Bedeutung hat. umsetzt.
Als Ausgangsverbindungen der allgemeinen For-
mel II kommen insbesondere die Halogenide, Azide,
Anhydride und Imidazolide in Frage: vorzugsweise verwendet man die einfach und preiswert zugänglichen
Säurechloride. Zum Abfragen der dabei frei werdenden Säure setzt man im allgemeinen eine Base wie Triäthyiamin
oder überschüssiges p-Alkoxypv^cridin der
allgemeinen Formel III zu.
In den folgenden Beispielen ist das Herstellungsverfahren näher erläutert.
B e i s ρ i e 1 1
l-(3.4.5-Trirnethoxy-cinnarnoyl)-4-methoxy-piperidin
Zu einer Mischung aus 13,9 g 4-Methoxy-piperidin
und 65 ml Benzol gibt man 14.2 g 3,4.5-Trimethoxycinnamoylchlorid in 180 ml Benzol. Man kccht
1Z2 Stunde unter Rückfluß, kühlt ab und schüttelt
mit Wasser. Die Benzollösung wird getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Isopropanol
in der R1, R2 und R3 die obengenannte Bedeutung
haben und X eine leicht abspaltbare reaktive
Gruppe darstellt, mit p-Alkoxypiperidinen der 30 umkristaliisiert.
allgemeinen Formel HI Ausbeute: 12g (64.5% der Theorie) l-(3.4.5-Tri-
methoxy - cinnamoyl) - 4 - mcthoxy - piperidin vom
Schmp. 130 bis 1310C.
HN
(III)
in der R4 die oben angegebene Bedeutung hat,
umsetzt.
Die Erfindung betrifft p-Alkoxy-piperidin-amide der allgemeinen Formel I
R R1
CH=CH-CO-N
-O-R4 (I)
in der R1. R2 und R3 entweder ein Wasserstoff- oder
Chloralom. eine Methyl- oder Mcthoxygruppe und R4 einen I bis 3 Kohlenstoffatomc enthaltenden
Alkylrest bedeutet, sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I sind neu und zeichnen sich durch transquillisicrendc,
antikonvulsive und sedative Wirkungen aus.
Ihre Herstellung erfolgt nach an sich bekannten Methoden, indem man reaktive Säurederivate der
allgemeinen Formel II
CH=CH-CO-X (II)
in der R1, R2 und R, die obengenannte Bedeutung
B e i s ρ i e 1 2
Hp-Chlor-cinnamoylM-isopropoxy-piperidin
10,05 g(50 m MoDp-Chlor-zimtsäurechlorid werden
in 50 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst. Unter Rühren wird bei Raumtemperatur eine Lösung von
7.16 g (50 m Mol) 4-lsopropoxy-piperidin und 5.05 g (50 m Mol) Triäthylamin in 50 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran
langsam zugetropft. Nach Beendigung des Zutropfen? wird noch 2 Stunden weitergeriihrt.
dann der ausgefallene Niederschlag abgesaugt und das Filtrat im Vakuum eingeengt. Der Rückstand
wird in 100 m! Äther aufgenommen, die Äthcrlösung
nacheinander mit gesättigter Natriumcarbonatlösung. verdünnter Salzsäure und Wasser gewaschen, dann
getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wird aus Cyclohcxan umkristaliisiert.
Ausbeute: 8.7g (57% der Theorie) l-(p-Chlorcinnamoyl)-4-isopropoxy-piperidin
vom Schm. lOS bis 110 C.
Mp-Chior-cinnamoylM-methoxy-pipcridin
10.05 g (50 m Mol) p-Chlor-zimtsäurechlorid. 5.76 g
(50 m Mol)4-Methoxy-piperidin und 5.05 g(50 m Mol) Triäthylamin werden, wie im Beispiel 3 beschrieben,
umgesetzt und aufgearbeitet. Das erhaltene Rohprodukt wird aus Äthanol/Wasser umkristallisieft.
Ausbeute: IUg (79% der Theorie) l-(p-Chlorcinnamoyl)
- 4 - methoxy - piperidin vom Schmp. 96 bis 98" C.
l-(p-Methoxy-cinnamoyl)-4-methoxy-piperidin
9,8 g (50 m MoI) p-Methoxy-ztmtsäurechlorid, 5,76 g
(50 m Mol) 4-Methoxy-piperidin und 5,05 g (50 m MoI) Triäthylamin werden, wie im Beispiel 3 beschrieben,
umgesetzt und aufgearbeitet. Das erhaltene Rohprodukt wird nach Behandlung mit Aktivkohle
aus Benzol/Cyclohexan umkristallisiert.
Ausbeute: 9,0g (66% der Theorie) l-(p-Methoxycinnamoyl)
- 4 - methoxy - piperidin vom Schmp. 101
bis 103=C.
!-(m-Methoxy-cinnamoyI)-4-methoxy-piperidin
9,8 g m-Methoxy-zimtsäurechlorid, 5,76 g 4-Methoxy-piperidin
und 5,05 g Triäthylamin werden, wie im Beispiel 3 beschrieben, umgesetzt und aufgearbeitet.
Das Rohprodukt wird aus Benzol Cyclohexan umkristallisiert.
Ausbeute: 8,3 g (60% der Theorie) I-(m-Methoxycinnamoyl)
- 4 - methoxy - piperidin vom Schmp. 57 bis58cC.
l-(3,4-Dirnethoxy-cinnarnoyl(-4-metho.\y-piperidin
11,3 g 3,4 - Dimethoxy - zimtsäurechlorid. 5,76 g 4-Methoxy-piperidin und 5.05 g Triäthylamin werden
analog Beispiel 3 umgesetzt und aufgearbeitet. Das Rohprodukt wird aus Cyclohexan umkristallisiert.
Ausbeute: 9.8 g (64% der T.eorie) l-(3.4-Dimethoxy-cinnamoyI)-4-methoxv-piperidin
vom Schmp. 98 bis lOr C.
l-(p-Methyl-cinnamoyl)-4-methoxy-piperidin
9.0 g p-Methyl-zimtsäiirechlorid, 5,76 g 4-Methoxypiperidin
und 5,05 g Triäthylamin werden analog Beispiel 3 umgesetzt und aufgearbeitet. Das Rohprodukt
wird aus Benzol'Cyclohexan umkristallisiert.
Ausbeute: 8,1g (62% der Theorie) l-(p-Methylcinnamoyl)
- 4 - methoxy - piperidin vom Schmp. 89 bis 91 C.
l-(3,5-Dimethoxy-cinnamoyl)-4-methoxy-piperidin
Eine Mischung aus 4,2 g 3,5-Dimethoxy-zimtsäurc. 8.0 g Oxalylchlorid und 150 ml absolutem Benzol
fcird 2 Stunden unter Rückfluß gekocht. Dann engt tnan im Vakuum ein. nimmt den Rückstand noch
fcweimal mit Benzol auf und engt abermals ein. Schließlich wird erneut mit 200ml absolutem Benzol
aufgenommen und unter Rühren bei Raumtemperatur langsam eine Mischung von 2.3 g4-Methoxy-piperidin.
2.02 g Triäthylamin und 25 ml absolutem Benzol tugetropfl. Man läßt über Nacht stehen und wäscht
das Reaktionsgemisch zunächst mit Natriumbicarbonatlösung.
dann mit 0.5 η-Salzsäure und schließlich mit Wasser, worauf man mit Natriumsulfat trocknet.
Der nach Abdestilliercn des Benzols erhaltene Rückstand
wird aus Isopropanol umkristallisicrt. Ausbeute: 4.9 g (81% der Theorie), Schmp. 115 bis 118"C.
Beispiel 9 l-(3.5-Dimethoxy-cinnamoyl)-4-isopropoxy-piperidin
In analoger Weise, wie im Beispiel 8 beschrieben,
wird zunächst aus 4,2 g 3,5-Dimethoxy-zimtsäure und 8 g Oxalylchlorid das 3,5-Dimethoxy-zimtsäurechlorid
hergestellt. Dazu gibt man eine Mischung aus 2,9 g 4-lsopropoxy-piperidin, 2,02 gTriethylamin und 25 ml
Benzol und läßt über Nacht bei Raumtemperatur stehen. Dann wird analog Beispiel 8 aufgearbeitei.
Nach zweimaligem Umkristallisieren aus Cyclohexan erhält man 2,8 g (42% der Theorie) l-(3,5-Dimethoxycinnamoyl)-4-isopropoxy-piperidin
νο,η Schmp. 69 bis7!cC.
Versuchsbericht
Th 118 = l-(3,4,5-Trimethoxy-cinnamoyl)-4-meth-
oxy-piperidin,
Ka 17 = l-(p-Methyl-cinnamoyl)-4-methoxy-
Ka 17 = l-(p-Methyl-cinnamoyl)-4-methoxy-
piperidin.
Ka 29 = l-(p-ChIor-cinnamoyl)-4-methoxy-
Ka 29 = l-(p-ChIor-cinnamoyl)-4-methoxy-
piperidin,
Ka 56 = l-(p-Methoxy-cinnamoyl)-4-methoxypiperidin,
Ka 57 = l-(3.4-Dimethoxy-cinnamoyl)-4-methoxy-
piperidin,
Ka 59 = l-fp-Chlor-cinnamoylH-isopropoxy-
Ka 59 = l-fp-Chlor-cinnamoylH-isopropoxy-
piperidin,
Ka 96 = l-(m-Methoxy-cinnamoyI)-4-methoxy-
Ka 96 = l-(m-Methoxy-cinnamoyI)-4-methoxy-
piperidin,
A = 4-(3,4,5-Trimethoxy-benzoyl)-morpholm.
A = 4-(3,4,5-Trimethoxy-benzoyl)-morpholm.
Die obengenannten Verbindungen wurden nach folgenden
Methoden untersucht.
1. Muskelrelaxierende Wirkung (LD50 ED50.
schiefe Ebene)
schiefe Ebene)
Es wird die Toxizität als LD50 (mg/kg intraperitoneal)
24 Stunden nach der Injektion der Prüfsubstanzen bestimmt. Dieselben T.--:re werden 30 Minuten
nach der Injektion an eine mit feinem Draht bespannte schiefe Ebene von 80 Neigung gesetzt: diejenigen
Tiere, die innerhalb 1 Minute abrutschen, werden als positiv bezeichnet. Hieraus wird eine ED50 — nach
Li tch field und Wilcoxon — bestimmt und
der Quotient LD5O/ED5O errechnet. Je größer dieser
Quotient ist, um so besser ist die spezifisch muskelrelaxierende Wirkung.
2. Sedative Wirkung (Urethan-Schlaf-Potenzierung)
Die Potenzierung der narkotischen Wirkung von Urethan ist ein Maß für die sedierende Wirkung einer
so Verbindung. Hierbei injeziert man Mäusen zunächst die Prüfsubstanzen subcutan in verschiedenen Dosierungen;
15 Minuten später wird 1 g/kg Urethan i. p. gegeben. Dies ist eine subnarkotische Dosis, bei der
unbchandclte Tiere nur Seitcnlagc einnehmen. Es werden die Dosen der Prüfsubstanzen bestimmt (nach
weiteren 15 Minuten), bei der 50% der Tiere Rückenlage
einnehmen (ED50).
3. Antikonvulsive Wirkung (Hemmung des
Pentamethylentctrazol-Streckkrampfes)
Pentamethylentctrazol-Streckkrampfes)
Dabei erhalten 10 Mäuse/Dosis die Prüfsubstanz i. p. und 30 Minuten später 150 mg/kg Pentamcthy-Icntetrazol
s. c. Pentamethylentetrazol allein führt neben tonisch klonischen Krämpfen zu einem gut
zu beobachtenden Streckkrampf der Hinlerbeine. Es wird die Hemmung dieses Streckkrampfes bewertet
und die ED50 nach L i t c h f i c 1 d und Wilcoxon
berechnet.
Wirksame Dosen bei der Maus LD5n bzw. ED5(I in mg/kg i. p.
| A Th Kn |
118 |
| Ka Ka Kii |
17 |
| Ka Ka |
29.. |
| 56.. | |
| 57 | |
| 59 | |
| 96 |
| Schiefe Ebene | |
| LDsn | ED511 |
| 24 Stunden] | (.10 Minulenl |
| 1000 | 600 |
| 645 | 265 |
| 1000 | 500 |
| 100 | 100 |
| 150 | 150 |
| 150 | 150 |
| 350 | 100 |
| 350 | 200 |
LD„
ED511 schiefe Ebene
1,7 2,4 2,0 1,0 1,0 1,0 3,5 1,8
Urethanschlafpoienzierung
ED51
(30 Minuieni
69
5,4
36
36
9,0
28
33
10
50
28
33
10
50
Hemmung
Pentamethylen-
leirazol-Streckkrampf
ED5n
(30 Minuten)
>200 30 200 40 50 50 46 50
Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, besitzen die erfindungsgemäßen Verbindungen eine stärkere sedierende
Wirkung als das bekannte Sedativum 4-(3,4,5-Tnmethoxy benzoyl)-morpholin; zum Teil ist die Wirkung um
eine Zehnerpotenz besser. Analoges gilt für die antikon.vulsive Wirkung, während die muskelrelaxierende
Wirkung etwa in derselben Größenordnung liegt. Besonders interessante Eigenschaften hat das neue !-(3,4,5-Trimethoxy-cinnamoylH-methoxy-piperidin,
bei dem außerdem die therapeutische Breite größer ist als bei 4-(3,4,5-Trimethoxy-benzoylj-morpholin.
Claims (1)
1. p-Alkoxy-piperidin-amide der allgemeinen Formel I
haben und X eine leicht abspaltbare reaktive Gruppe bedeutet, mit p-Alkoxy-piperidinen der allgemeinen
Formel III
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