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DE1669326C - Verfahren zur Reinigung von Kokerei Rohgasen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Kokerei Rohgasen

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Publication number
DE1669326C
DE1669326C DE19671669326 DE1669326A DE1669326C DE 1669326 C DE1669326 C DE 1669326C DE 19671669326 DE19671669326 DE 19671669326 DE 1669326 A DE1669326 A DE 1669326A DE 1669326 C DE1669326 C DE 1669326C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
ammonia
water
stage
raw
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671669326
Other languages
English (en)
Other versions
DE1669326A1 (de
Inventor
Paul 4300 Essen Radusch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Koppers GmbH filed Critical Heinrich Koppers GmbH
Priority to US752982A priority Critical patent/US3556721A/en
Priority to FR1582344D priority patent/FR1582344A/fr
Publication of DE1669326A1 publication Critical patent/DE1669326A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1669326C publication Critical patent/DE1669326C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

erreicht, bei dem man das zu entfernende Ammoniak Gemisch aus Ammoniak-Roh-
zur gleichzeitigen Entfernung des Schwefelwasserstof- wasser (Kondensat) und am-
fes benutzt, das gekühlte und entteerU; Rohgas von moniakhaltigem Ablaufwasser
unten nach oben durch einen irdirstufigen Gaswa- auf die dritte Waschstufe etwa 0,85 I/Nm:| Rohgas
scher leitet und dessen oberste Waschstufe mit dem 5 Enlsäuertes Kreislaufwasser auf
bei der vorhergehenden Kühlung des Gases anfallen- die j Waschstufe .. etwa 0,7 1/Nm=' Rohgas den Ammoniak-Rohwasser-Kondensat beschiikt. Das
erfindungsgemäße Verfahren ist dabei dadurch ge- Weiche der beiden Verfahrensvarianten zur AnkennzeichEät, daß man das Ablaufwasser dieser (drit- wendung gelangt, dürfte — wie bereits gesagt — in erten) Waschstufe auf den Kopf der untersten (ersten) io ster Linie von wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab-Waschstufe aufgibt, während die mittlere (zweite) hängig sein, wobei die Preise für das erzeugte Am-Waschstufe mit entsäuertem Kreislaufwasser betrie- monsulfat, für die erzeugte und verbrauchte Schwefelben wird, wobei die in der ersten und zweiten Wasch- säure sowie der Dampfselbstkostenpreis die entscheistufe anfallenden Ablaufwässer getrennt einer mit Bö- dsnden Faktoren sein dürften.
den versehenen Abtreiberkolonne zugeführt werden, 15 Die erfindungsgemäße Arbeitsweise soll an Hand und zwar in der Weise, daß das in der ersten Wasch- des in der Abbildung dargestellten Fließschemas noch stufe anfallende, im Verhältnis zum Air<moniakgehalt näher erläutert werden. Dieses Fließschema enthält stärker mit sauren Bestandteilen angereicherte Ab- zur besseren Übersicht nur die für die Durchführung laufwasser in den oberen Teil der Abtreiberkolonne des erfindungsgemäßen Verfahrens wesentlichen Eineingeleitei wird, während man das relativ mit weniger 20 richtungen; Nebeneinrichtungen, wie Wärmeaustausauren Bestandteilen beladene Kreislaufwasser der scher, Pumpen usw., sind daher nicht aufgeführt, zweiten Waschstufe dem unteren Teil der Abtreiber- Ebenso sind.alle im Gasweg vor- und nachgeschaltekolonne zuführt und nach wenigstens teilweiser Ent- ten Einrichtungen weggelassen worden, säuerung wieder in die zweite Waschstufe zurück- Das gekühlte und entteerte Rohgas gelangt durch pumpt, und daß man das aus dem dreistufigen Gaswa- 25 die Leitung 1 von unten in den dreistufigen Gaswäscher austretende Gas in einem nachgeschalteten Wa- scher 2. dessen einzelne Stufen durch die Trennscher mit Wasser oder saurer Ammoniumsulfatlösung wände 3 und 4 gasdurchlässig, aber flüssigkeitsdicht behandelt. voneinander abgetrennt sind. Am Kopf des Gaswa-
Das aus dem dreistufigen Gaswäscher austretende schers wird durch die Leitung S das bei der vorherge-
Gas weist noch einen Restammoniakgehalt von etwa 30 henden Kühlung des Gases anfallende Kondensat
0,8 bis l,0gNH.,/Nm3 Gas auf. Dieser Wert muß (Ammoniak-Rohwasser) aufgegeben. Dieses fließt an
noch weiter bis auf etwa 0,01 gNH.,/Nm;) Gas abge- den Einbauten der obersten (dritten) Waschstufc
senkt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren er- herab und wird am Boden dieser Waschstufe durch
laubt es hierbei, zwei Verfahrensvarianten zur An- die Leitung 6 abgezogen, durch die es auf den Kopf
wendung zu bringen, um dieses Ziel zu er- 35 der untersten (ersten) Waschstufe gelangt. Hier fließt
reichen. es ebenfalls wieder an den Einbauten herab und wird
Bei der ersten Variante wird dabei das aus dem schließlich durch die Leitung 7 der Abtreiberko-
dreistufigen Gaswäscher austretende Gas in einem lonne 8 zugeführt. Diese Kolonne, die direkt oder in-
nachgeschalteten Wascher mit saurer Ammonsulfat- direkt mit Dampf beheizt wird und die mit Böden 9
lösung bis zur gewünschten Absenkung des Ammo- 40 verschen ist. hat die Funktion eines kombinierten Ab-
niakwertes behandelt. Die dabei anfallende Waschlö- treiber-Entsäurers. Der obere Teil wirkt dabei als Ent-
sung wird sodann in einem Sättiger unter Zugabe von cäurer und der untere Teil als Abtreiber. Die Kolonne
weiterem Ammoniak zu Ammonsulfat weiterverarbei- wird dabei in an sich bekannter Weise mit Dampf di-
tet. fekt oder indirekt beheizt. Da das durch die Leitung 7
Bei Anwendung dieser Verfahrensvariante liegt die 45 fließende Ablaufwasser der ersten Waschstufe im
mittlere Aufgabemenge des Ammoniak-Rohwassers Verhältnis zu seinem Ammoniakgehalt stärker mit
auf die dritte Waschstufe bei etwa 0,51/Nm;) Rohgas sauren Bestandteilen (CO.,, H.,S und HCN) angerei-
und die des entsäuerten Kreislaufwassers auf die chcrt ist, wird es auf den oberen Teil (Entsäurer) der
zweite Waschstufe bei etwa 0,91/Nm3 Rohgas. Abtreiberkolonne 8 geführt.
In neuerer Zeit hat sich jedoch gezeigt, daß die 5° Das sich am Boden der zweiten Waschstufe sam-
beim Verkauf des Ammonsulfates erzielten Erlöse oft melnde Kreislaufwasser weist dagegen einen relativ
nicht kostendeckend sind. Es kann daher aus wirt- niedrigen Gehalt an sauren Bestandteilen auf und
schaftlichen Gründen sinnvoll sein, auf die Erzeugung wird daher durch die Leitung 10 auf den unteren Teil
von Ammonsulfat als Nebenprodukt ganz zu verzieh- (Abtreiber) der Kolonne 8 gefördert, in dem eine Ent-
ten. 55 säurung des Kreislaufwassers erfolgt. Das wenigstens
Diesem Gesichtspunkt trägt die zweite Verfahrens- teilweise entsäuerte Kreislaufwasser wird etwa acht
Variante Rechnung. Dabei wird das aus dem dreistufi- Böden unterhalb des Zuflusses durch die Leitung 11
gen Gaswäscher austretende Gas in einem nachge- abgezogen und wieder auf die zweite Waschstufe aufschalteten Wascher mit Wasser bis zur Absenkung des gegeben. Durch die Leitung 12 wird Dampf in die
Ammoniakgehaltes auf den gewünschten Endwert be- 60 Kolonne 8 eingeführt, während gleichzeitig durch die
handelt. Das dabei anfallende Ablaufwasser, das we- Leitung 13 Wasser mit einem Ammoniakgehalt von
gen seines Ammoniakgehaltes nicht abgestoßen wer- etwa 40 mg/1 abfließt, das nach Wärmeaustausch und den kann, wird dem Ammoniak-Rohwasser (Konden- Kühlung als Abwasser abgestoßen oder auch ander-
sat) zugegeben und mit diesem zusammen der dritten weitig verwendet werden kann. Die in der Kolonne 8 Waschstufe des Gaswäschers zugeführt. Bei dieser Ar- 65 aufsteigenden Brüden, die insbesondere Ammoniak
beitsweise wird jedoch die Menge des entsäuerten und Schwefelwasserstoff enthalten, werden durch die Kreislaufwassers reduziert, so daß sich hierbei fol- Leitung 14 abgezogen und in an sich bekannter Weise
gende mittlere Aufgabenmengen ergeben: einer weiteren Verwertung zugeführt.
Das Gas tritt nach Passieren des dreistufigen Waschers 2 oben durch die Leitung 15 aus und gelangt in den nachgeschalteten Wascher 16, in dem der Ammoniakgehalt des Gases bis auf einen Restwert von etwa 0,01 g/Nm:l Gas erniedrigt werden soll. Je nach Betriebsweise wird dabei durch die Leitung 17 saure Ammonsulfatlosung oder Wasser aufgegeben. Das gereinigte Gas verläßt den Wascher 16 durch die Leitung 18, durch die es zwecks weiterer Reinigung zum nicht mehr dargestellten Benzolwascher gelangt. Die mit Ammoniak angereicherte Waschlösung fließt durch Leitung 19 aus dem Wascher 16. Wurde dabei saure AmmonsuUatlösung als Waschlösung verwendet, so wird der Dreiwegehahn 20 so eingestellt, daß die abfließende Lösung durch die Leitung 21 zum Sättiger 22 gelangt, in dem unter Zugabe vor weiterem Ammoniak die Ausfällung des Ammonsul fates erfolgt, das bei 24 aus dem Prozeß gezogei wird.
Wird der Wascher 16 dagegen mit Wasser betrieben, so wird der Dreiwegehahn 20 so eingestellt, daC das durch die Leitung 19 abfließende Ablaufwasser ir die Leitung 25 gelangt, die ihrerseits in die Leitung 5 mündet. Das bedeutet, daß das Ablaufwasser mit dem
ίο Ammoniak-Rohwasser (Kondensat) vereinigt und dei dritten Waschstufe des Gaswäschers 2 zugeführt wird. Abschließend soll die erfindungsgemäße Arbeitsweise noch an zwei Beispielen demonstriert werden, die jeweils die Reinigung von 1000 Nm'1 im Rohgas betreffen.
Beispiel 1
betrifft das Verfahren, bei dem der Wascher 16 mit saurer Ammonsulfatlosung betrieben wird und die ablaufende Waschlösung im Sättiger 22 zu Ammonsulfat weiterverarbeitet wird. Tabelle 1 gibt dabei die Gaszusammensetzung in den verschiedenen Stufen des Verfahrens an, während Tabelle 2 die Zusammensetzung der einzelnen Prozeßwässer betrifft.
Tabelle 1
NH, H2S
g/Nm»
HCN CO2
Volumprozent
Rohgas vor dem Wascher 2
Gas nach erster Waschstufe
Gas nach zweiter Waschstufe
Gas nach dritter Waschstufe
Gas nach dem Wascher 16
8,0
3,5
3,5
1,0
0,01
10,0
7,0
2,0
1,0
1,0
1,5
1,1
0.4
0,3
0,3
2,5
Tabelle 2
NH3 H1S
HCN
CO,
NHj-Rohwasser in Leitung 5
NHJ-Rohwasser in Leitung 6
NH3-Rohwasser in Leitung 7
Entsäuertes Kreislaufwasser in Leitung 11
Angereichertes Kreislaufwasser in Leitung 10..
3,5
8,5
17,5
20.0
20,0 0,6
2,6
8,6
2,5
8,1
0,1
0,3
1,1
0,6
1,4
2,5
3,5
6,2
2,6
6,0
0,5
0,5
0,5
0,9
0,9
Beispiel 2
behandelt das Verfahren, bei dem der Wascher 16 mit Wasser betrieben wird und das Ablaufwasser zusammen mit dem Ammoniak-Rohwasser der dritten Waschstufe des Gaswäschers 2 zugeführt wird. Tabelle 3 gibt dabei wieder die Gaszusammensetzung an den verschiedenen Punkten des Verfahrens an, während Tabelle 4 die Zusammensetzung der einzelnen Prozeßwässer betrifft.
Tabelle
NH, H1S
g/Nm»
HCN ; CO,
Volumprozent
Rohfias vor dem Wascher2 8.0
3,0
3,5
0,8
0,01
10,0
6,0
2.5
1,2
1,0
1,5
1,0
0,5
0,4
0,3
2,5
Gas nach erster Waschstufe
Gas nach zweiter Waschslufc
Gas nach dritter Waschstufc
Gas nach dem Wascher 16
3092
Tabelle 4
NH,
HCN
CO1
Frischwasser vor dem Wascher 16
Ablauf durch Leitung 25
Zulauf durch Leitung 5
Ablauf durch Leitung 6
Ablauf durch Leitung 7
Entsäuertes Kreislaufwasser in Leitung 11
Angereichertes Kreislaufwasser in Leitung 20..
0,0
2,3
3,0
6,2
12,1
19,8
19,1
0,0 0,6 0,6 2,1 6,8 2,3 7,3
0,0
0,3
0,2
0,3
0,9
0,6
1,3
0,0 1,5 2,1 3,0 5,0 2,6 6,0
0,35 0,35 0,85 0,85 0,85 0,70 0,70
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309616/263
3092

Claims (5)

Patentansprüche: *^e vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Kokerei-Rohgasen nach dem Prin-
1. Verfahren zur Reinigung von Kokerei-Roh- zip der Ammoniakkreislaufwäsche, wobei das zu entgasen nach dem Prinzip der Ammoniakkreislauf- fernende Ammoniak zur gleichzeitigen Entfernung wäsche, bei dem man das zu entfernende Ammo- 5 des Schwefelwasserstoffes benutzt wird.
niak zur gleichzeitigen Entfernung des Schwefel- Die bisher gebräuchlichste Arbeitsweise ist dabei,
Wasserstoffes benutzt, das gekühlte und entteerte daß das Rohgas zunächst in einem sogenannten Rohgas von unten nach oben durch einen mehr- Schwefelwasserstoffwascher unter Verwendung eines stufigen Gaswäscher leitet und dessen oberste ammoniakhaltigen Waschwassers von der Haupt-Waschstufe mit dem bei der vorhergehenden Küh- io menge des Schwefelwasserstoffes befreit wird, wobei lung des Gases anfallenden Rohwasser-Kondensat das ammoniakhaltige Waschwasser nach der Abtreibeschickt, dadurch gekennzeichnet, bung des aufgenommenen Schwefelwasserstoffes daß man das Ablaufwasser dieser (dritten) Wasch- (Entsäuerung) jeweils wieder in den Schwefelwasserstufe auf den Kopf der untersten (ersten) Wasch- "stoffwascher zurückgeführt wird. Das im Rohgas entstufe aufgibt, während die mittlere (zweite) 15 haltene Ammoniak wird bei diesem Verfahren in Waschstufe mit entsäuertem Kreislaufwasser be- einem dem Schwefelwasserstoffwascher nachgeschaltrieben wird, wobei die in der ersten und zweiten teten Wascher mit Wasser ausgewaschen, wobei dieses Waschstufe anfallenden Ablaufwasser getrennt Waschwasser sodann in einem Abtreiber vom aufgeeiner mit Böden versehenen Abtreiberkolonne zu- nommenen Ammoniak und dem gleichzeitig noch mit geführt werden, und zwar in der Weise, daß das in ao ausgewaschenen Schwefelwasserstoff und CO2 befreit der ersten Waschstufe anfallende, im Verhältnis wird, so daß es zum Vorfluter gegeben werden kann, zum Ammoniakgehalt stärker mit sauren Bestand- Die Brüden vom Entsäurer (Schwefelwasserstoffabteilen angereicherte Ablaufwasser in den oberen treiber) und vom Ammoniakabtreiber werden dabei Teil der Abtreiberkolonne eingeleitet wird, wäh- im allgemeinen in einen Sättiger gegeben, in dem mit rend man das relativ mit weniger sauren Bestand- as Hilfe von Schwefelsäure das Ammoniak zu Ammonteilen beladene Kreislaufwasser der zweiten sulfat umgesetzt wird. Die aus dem Sättiger austreten-Waschstufe dem unteren Teil der Abtreiberko- den Gase, die sehr viel Schwefelwasserstoff enthalten, lonne zuführt und nach wenigstens teilweiser Ent- können vorteilhaft zu Schwefelsäure aufgearbeitet säuerung wieder in die zweite Waschstufe zurück- werden.
pumpt, und daß man das aus dem dreistufigen 30 Aus der deutschen Patentschrift 351633 ist ferner Gaswäscher (2) austretende Gas in einem nachge- ein Verfahren bekannt, bei dem die beiden Schwefelschalteten Wascher (16) mit Wasser oder saurer wasserstoffwascher mit dem aus dem Ammoniakab-Ammoniumsulfatlösung behandelt. treiber gewonnenen Kondensat berieselt werden. Die
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- aus den Schwefelwasserstoff- und Ammoniakwäkennzeichnet, daß das aus dem dreistufigen Gas- 35 schern ablaufenden Waschwässer werden dabei gewascher (2) austretende Gas im nachgeschalteten meinsam abgezogen und zunächst einem Entsäurer Wascher (16) mit saurer Ammonsulfatlösung be- und daran anschließend dem Ammoniakabtreiber handelt wird, bis der Ammoniakgehalt des Gases zwecks Gewinnung der ammoniakbaltigen Kondenbis auf einen Wert von etwa 0,01 g/Nm3 Gas abge- sate zugeleitet.
sunken ist, wobei die dabei anfallende, mit Am- 4° Aus der Zeitschrift »Chemische Technik«, Bd. 2, moniak beladene Waschlösung in einem Sättiger Nr. 9, S. 300, ist es weiterhin bekannt, bei einem der-(22) unter Zugabe von weiterem Ammoniak zu artigen Verfahren, bei dem das zu entfernende Am-Ammonsulfat weiterverarbeitet wird. moniak zur gleichzeitigen Entfernung des Schwefel-
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch Wasserstoffes benutzt wird, einen mehrstufigen Wagekennzeichnet, daß die mittlere Aufgabemenge 45 scher zu verwenden. Dabei erfüllt die oberste Waschdes Ammoniak-Rohwassers auf die dritte Wasch- stufe des Waschers zwei Funktionen, nämlich die Bestufe bei etwa 0,51/Nms Rohgas und die des ent- handlung des Gases mit dem in der Vorkühlstufe gesäuerten Kreislaufwassers auf die zweite Wasch- wonnenen Ammoniak-Rohwasser von der Mitte der stufe bei etwa 0,91/Nm3 Rohgas liegt. Waschstufe aus und die Nachwaschung des Gases mit
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 5° Frischwasser im oberen Teil dieser Waschstufe,
kennzeichnet, daß das aus dem dreistufigen Gas- Der Nachteil der bekannten Arbeitsweisen liegt in wascher (2) austretende Gas im nachgeschalteten ihrem relativ hohen Dampfverbrauch zur Entsäue-Wascher (16) mit Wasser behandelt wird, bis der rung und zum Abtrieb des Ammoniaks. Dadurch wird Ammoniakgehalt des Gases bis auf einen Wert die Wirtschaftlichkeit dieser Verfahren stark belastet, von etwa 0,01g/Nms Gas abgesunken ist, wobei 55 insbesondere dann, wenn kein billiger Dampf zur Verdas anfallende, mit Ammoniak beladene Ablauf- fügung steht.
wasser (etwa 0,351/Nms Gas) dem Ammoniak- Die vorliegende Erfindung verfolgt daher das Ziel,
Rohwasser zugesetzt und zusammen mit diesem den Dampfverbrauch möglichst niedrig zu halten und der dritten Waschstufe des Gaswäschers (2) züge- damit die Wirtschaftlichkeit der Reinigung von Kokeführt wird. 60 rei-Rohgasen zu verbessern. Um dieses Ziel zu errei-
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge- chen, soll dabei mit möglichst kleinen Waschmittelkennzeichnet, daß die mittlere Aufgabemenge mengen gearbeitet werden, was bei der Schwefelwasdes Gemisches aus Ammoniak-Rohwasser und serstoffauswaschung eine hohe Selektivität und bei ammoniakhaitigem Ablaufwasser auf die dritte der Ammoniakauswaschung eine hohe Intensität cr-Waschstufe bei etwa 0,851/Nms Rohgas und die 65 fordert.
des entsäuerten Kreislaufwassers auf die zweite Das gesteckte Ziel wird durch das erfindungsge-
Waschstufe bei etwa 0,7 1/Nm3 Rohgas liegt. mäße Verfahren zur Reinigung von Kokerei-Rohga-
sen nach dem Prinzip der Ammoniakkreislaufwäsche
DE19671669326 1967-10-27 1967-10-27 Verfahren zur Reinigung von Kokerei Rohgasen Expired DE1669326C (de)

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US752982A US3556721A (en) 1967-10-27 1968-08-15 Process for purifying crude coke-oven gases
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Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK0063727 1967-10-27
DEK0063727 1967-10-27

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1669326A1 DE1669326A1 (de) 1971-03-04
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