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DE166935C - - Google Patents

Info

Publication number
DE166935C
DE166935C DE1905166935D DE166935DA DE166935C DE 166935 C DE166935 C DE 166935C DE 1905166935 D DE1905166935 D DE 1905166935D DE 166935D A DE166935D A DE 166935DA DE 166935 C DE166935 C DE 166935C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
homogenized
milk
cream
subjected
completely
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1905166935D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE166935C publication Critical patent/DE166935C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT25509D priority Critical patent/AT25509B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J11/00Apparatus for treating milk
    • A01J11/16Homogenising milk

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Dairy Products (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
Verschiedene Maschinen sind neuerdings erfunden worden, um Fetteilchen, z. B. die in der Milch enthaltenen, zu zerkleinern. Hierdurch soll verhindert werden, daß das Fett in der Milch nach oben steigt, wenn dieselbe erhitzt wird, was bekanntlich auch dann eintritt, obwohl langsamer, wenn die Milch vollkommen ruhig steht. Diesen Vorgang nennt man gewöhnlich: »die Milch
ίο fixieren oder homogenisieren«. In einer der für diesen Zweck konstruierten Maschinen wird das Verfahren in der Weise ausgeübt, daß man die Flüssigkeit durch verschiedene sehr enge Kanäle treibt, worauf sie bei ihrem Austritt aus diesen engen Kanälen auf eine feste oder sich drehende Scheibe oder einen Konus trifft, welcher die Fettkügelchen zerbricht.
Bei einer anderen Maschine wird die Milch gleichfalls unter sehr hohem Druck durch sphr enge Öffnungen in das Innere eines Zylinders getrieben, wo die feinen Strahlen aufeinander treffen und die Fettkügelchen zerbrochen werden.
Diese und andere Maschinen erfüllen indessen den Zweck, für welchen sie konstruiert sind, nur unvollkommen, weil sie die Zertrümmerung der Fettkügelchen nicht weit" genug führen. Gleichzeitig erfordern diese Maschinen eine sehr hohe Druckkraft, welche zwischen 200 bis 400 Atm. schwankt. Zur Erzeugung dieses Druckes ist eine sehr hohe Antriebskraft für die Maschinen erforderlich; so ist z. B. für eine Maschine, welche imstande ist, 1000 1 Milch in einer Stunde zu homogenisieren, eine Antriebskraft von 12 bis 15 HP. notwendig. Der Betrieb dieser Maschinen ist daher nicht nur unzuverlässig, sondern auch außerordentlich kostspielig, was deren Benutzung in sehr hohem Grade beschränkt.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht. daß diese beiden Nachteile umgangen werden können, wenn die Wirkung einer der vorher in ihren Umrissen beschriebenen oder einer anderen Homogenisierungsmaschine mit der einer wie gewöhnlich wirksamen Rahmzentrifuge vereinigt wird.
Wenn man unter dem Mikroskop einen Tropfen homogenisierter Milch untersucht und das Bild mit dem Bilde vergleicht, welches ein Tropfen nicht homogenisierter Milch ergibt, so wird man in der Regel finden, daß die größten Fettkügelchen, welche in der nicht homogenisierten Milch enthalten waren, verschwunden und andere, kleinere entstanden sind, jedoch zeigt das Bild nicht das ausschließliche Vorhandensein von Fettkügelchen von nahezu gleicher Größe und sehr kleinem Durchmesser, wie man sie durch Homogenisierung von Milch hervorbringen will. Es geht daraus hervor, daß die Homogenisation nur teilweise wirksam gewesen ist. Es wurde nun festgestellt, daß, wenn in dieser Weise behandelte Milch nachher zentrifugiert wird, diejenigen Fett-
kügelchen, welche tatsächlich zu sehr kleinen Bruchteilchen zertrümmert worden sind, durch die Zentrifugalkraft nicht mehr von der Magermilch getrennt werden, sondern mit dieser abfließen, und nur die ungenügend zerkleinerten Fettkügelchen in der aus dem Rahmabflußrohr strömenden Sahne zurückbleiben. Die ausfließende Milch ist dann nicht Magermilch, sondern sie enthalt
ίο Fett in einem so feinverteilten Zustande, daß es vollständig in der Milch fixiert ist und sich nicht mehr auf der Oberfläche ansammeln kann. So erhaltene Milch ist natürlich weniger reich an Fett als die ursprüngliche Milch, jedoch wurde durch Untersuchungen festgestellt, daß sie zwischen 50 und 75 Prozent des ursprünglichen Fettes enthalten kann. Dieser Prozentsatz hängt natürlich von der mehr oder weniger voll-
ao kommenen Arbeitsweise der Homogenisierungsmaschine ab. Die Sahne, welche den Rest des Fettes enhält, wird dann nochmals homogenisiert und zentrifugiert, entweder für sich allein oder zusammen mit einem
»5 frischen Quantum Milch: es ist auf diese Weise leicht, in der Milch den \rollen ursprünglichen Gehalt an F"ett im Zustande einer außerordentlich feinen Verteilung wieder herzustellen, ehe sie in den Handel kommt.
Eine weitere und noch billigere Ausführungsform des Erfindungsgegcnstandes besteht darin, daß man die Milch zuerst in Magermilch und Rahm zerlegt, dann nur den Rahm ir der Homogenisierungsmaschine und darauf in der Zentrifuge in der beschriebenen Weise behandelt. Hierbei tritt eine Zerlegung des Rahms ein, und zwar in solchen, welcher nur vollständig zerkleinerte Fettkügelchen enthält und der durch das sonst für die Magermilch benutzte Rohr ausfließt, und in solchen, welcher nur ungenügend zerkleinerte Fettkügelchen enthält und durch das sonst für den Rahm benutzte Rohr abfließt. Letztere Sahne kann dann allein oder mit der von einem anderen Quantum Milch abgeschiedenen Sahne gemischt und wieder auf dieselbe Weise behandelt werden, während der Teil der Sahne, welcher sich nach jeder Homogenisierungs- und Zentrifugierungsoperation ergibt und nur die vollständig zerkleinerten Fettkügelchen enthält, dann der Magermilch wieder zugesetzt wird. Auf diese Weise kann man ebenfalls eine vollkommen homogenisierte Milch erhalten.
Das vorliegende Verfahren wird voraussichtlich seine ausgedehnteste Anwendung bei der Herstellung von Milchpulver oder Trockenmilch und ähnlichen Produkten finden, welche gute Haltbarkeit besitzen sollen.
Denn es ist das Ziel aller Erfinder, solche Produkte derartig herzustellen, daß sie nicht ranzig werden und keine Fettabscheidung auf der Oberfläche zeigen, wenn sie im Wasser aufgelöst werden; diese Aufgabe kann man aber nur lösen, indem man alle Fettkügelchen in der Milch in sehr kleine Teilchen zertrümmert.
Die Herstellung einer wirklich vollständig homogenisierten Milch oder Sahne ist indessen nicht der einzige Vorteil der vorliegenden Erfindung, sondern dazu kommt noch die große Ersparnis an Betriebskosten, weil die Kraft zum Betriebe einer Zentrifuge außerordentlich klein ist. Man kann zum Schluß doch ein vollständig homogenisiertes Produkt erzielen, obwohl die Homogenisierungsmaschine z. B, nur unter einem Drucke von 100 Atm. arbeitet. Die zum Betriebe der Maschine erforderliche Kraft ist weniger als die Hälfte derjenigen, welche unter gewöhnlichen Verhältnissen benötigt wird; da eine Zentrifuge zum Bestände der kleinsten Molkereien gehört, so wird es selbst den kleinsten Betrieben, welche nicht über die nötige Kraft verfügen würden, um eine Homogenisierungsmaschine bei hohem Druck zu betreiben, möglich gemacht, ihre Milch gut zu homogenisieren.
Das Verfahren ist bisher nur in seiner Anwendung auf Milch oder Sahne beschrieben. Selbstverständlich kann dasselbe ebenfalls mit gleichem Erfolge auf andere flüssige oder halbflüssige Substanzen angewendet werden, welche Fette oder andere Substanzen in suspendierter Form enthalten, z. B. Eigelb, Eigelbpräparate, öle oder Tranemulsionen u. dgl.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung möglichst vollkommen homogenisierter Fettemulsionen, z. B. aus Milch, Milchprodukten , Eigelb, Eigelbpräparaten, öl oder Tranemulsionen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die zu homogenisierende Substanz zunächst in bekannter Weise gegebenenfalls mit mäßigem Kraftaufwand der Homogenisierungsoperation unterworfen und die so erhaltene unvollkommen homogenisierte Masse der Wirkung einer Zentrifuge ausgesetzt wird, zu dem Zweck, die Fettemulsion einerseits in ein völlig oder fast völlig homogenisiertes, andererseits in ein wenig oder 1*5 gar nicht homogenisiertes Produkt zu zerlegen.
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bei dem Verfahren iao
gemäß Anspruch i abgeschiedene wenig oder gar nicht homogenisierte Produkt : ein oder mehrere Male der Homogenisierung gegebenenfalls mit Zwischcnzentrifugierung unterworfen wird.
3. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das wenig oder gar nicht homogenisierte Teilprodukt weiteren Mengen zu homogenisierenden Gutes zugesetzt und, mit diesem gemischt, dem ; Verfahren nach Anspruch 1 unterworfen wird.
4. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, insbesondere für Milch, dadurch gekennzeichnet, daß die Milch zunächst in Magermilch und Rahm zerlegt, der Rahm dem Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 unterworfen und der homogenisierte Rahm schließlich wieder mit der Magermilch gemischt wird.
y/U
DE1905166935D 1905-03-21 1905-03-21 Expired - Lifetime DE166935C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT25509D AT25509B (de) 1905-03-21 1906-01-31 Verfahren zur Herstellung möglichst vollkommen homogenisierter Fettemulsionen.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE166935C true DE166935C (de)

Family

ID=432290

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1905166935D Expired - Lifetime DE166935C (de) 1905-03-21 1905-03-21

Country Status (1)

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DE (1) DE166935C (de)

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