DE1669121A1 - Waessrige Dispersion von hitzehaertbaren Mischpolymerisaten fuer die elektrophoretische Abscheidung - Google Patents
Waessrige Dispersion von hitzehaertbaren Mischpolymerisaten fuer die elektrophoretische AbscheidungInfo
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Description
Pat ent anmel dungder
Firma DeSOTO, Inc., South Mt. Prospect Road, Des Piaines,
Illinois/ Y.St.A.
betreffend
Wäßrige Dispersion von hitzehärtbaren Mischpolymerisaten für
die elektrophoretisch^ Abscheidung
Die Erfindung betrifft hitzehärtbare Harze, die besonders gut in einer wäßrigen Badzusammensetzung dispergiert und
auf elektrophoretischem Wege aufgetragen werden können,
wob el· Überzüge gebildet werden, die . Jja-tä=er""Hit ze zu glänzenden
Emaillefilmen (enamel films) mit höherer Abbaubeständigkeit aushärten als Überzüge, die gewöhnlich auf
elektrophoretischem Wege erhalten werden, z.B. matte, stark pigmentierte Grundierüberzüge (primer coatings), die noch
mit Emaillelacken überzogen werden müssen.
Bei der normalen elektrophoretischen Abscheidung, wie sie
009134/11*1
BAD ORIGINAL J
beim Auftragen von Grundieruhgen angewendet wird, wird
ein Harz mit Carboxylfunktionen mit einer Base, gewöhnlich mit einer flüssigen, stickstoffhaltigen Base» zusammengebracht
und zusammen mit dieser in einem wäßrigen Medium dispergiert, wobei das zwischen dem carboxylgruppenhaltigen
Harz und der Base gebildete Salz durch einen elektrischen Gleichstrom dissoziiert und von diesem mitgeführt wird,
wodurch eine Abscheidung des Harzes an der. Anode des elektrischen Stromkreises bewirkt wird.
Bei diesem bekannten Verfahren wird das carboxylgruppenhaltige
Harz so eingestellt-, daß seine Säurezahl im Bereich von
bis 300, insbesondere aber zwischen etwa 80 bis 120 liegt;
die Säurezahl des Harzes soll zwei verschiedene Funktionen ausüben, d.h. das Harz durch Salzbildung in Wasser dispergierbar
zu machen und es als Polyelektrolyten an die Anode zu bringen.
Infolge der im allgemeinen zu starken Acidität ist das aus
dem wäßrigen Medium abgeschiedene Harz sehr wasserempfindlich, wodurch die Abbaubeständigkeit des Harzes, die beispielsweise
durch Besprühen mit einer Salz~ oder Detergentienlösung
festgestellt wird, herabgesetzt "wird, auch wenn das Harz ausgehärtet ist.
Mit der elektrophoretisohen Abscheidung sollte bisher praktisch
nur bezweckt werden, daß der überzogene Metallgegenstand,
BAD ORIGINAL
1663121
ζ.Έ. eine Automobilkarosserie, wenigstens mit einem gewissen
Schutz \n den Stellen verseb_en wird, die so unzugänglich
sind, daß'nach den üblichen Methoden kein Anstrich aufge—.
bracht werden kann. Hie zugänglichen Stellen "wurden mit
einem weiteren Schutzüberzug versehen, z.B. durch Auftragen eines Emaille— oder Sinbrennlacküberzuges. ■
vorliegende Erfindung gestattet die direkte elektrophoretische Abscheidung von Harzüberzügen, deren H„rzkom—
ponente ausgehärtet werden kann, so daß sie die nötige Witterungsbeständigkeit
(exposure resistance) oder Beständigkeit gegenüber Detergentien usw. hat, damit, falls gewünscht,
die Aufbringung eines weiteren Überzuges nicht mehr nötig ist» Zu diesem Zweck.wird die Säurezahl des Harzes stark
herabgesetzt, vorzugsweise auf einen Wert von weniger als 30,
Jedoch in jedem Pail unter den Wert, bei dem sich das in Präge kommende Harz nur unter der Ausnutzung der Acidität
des Harzes über eine Salzbildung wirksam in Wasser disper-
gieren läßt. Wegen der niedrigen Säurezahlen werden nicht
nur Überzüge erzeugt, die weit weniger wasserempfindlich
sind, sondern es wird auch die Leitfähigkeit des Films so
we'it herabgesetzt, daß keine übermäßig dicken-Filme abgeschieden
werden.
Eine Säurezahl von etwa 50"-'stellt erfindungsgemäß ungefähr
die obere Grenze dar. Oberhalb dieses Wertes wird die Acidität
bei der Aushärtung nicht vollständig verbraucht, und die
009833/1691
BAD ORlQINAt
Restacidität verursacht Schwierigkeiten..
Im besonderen wird erfindungsgemäß ein Additions-Mischpolymerisat verwendet, das eine kleine Tienge einer monoäthylenisch
ungesättigten Carbonsäure enthält, die vorzugsweise eine Säurezahl*von weniger als 50 und noch "besser eine
Säurezahl von weniger als 30 liefert, und die in Abwesenheit
der hydroxylgruppenhaltigen Komponente des Polymeren nicht auereicht, um das Polymere wirksam in Wasser zu dispergieren.
Die Fähigkeit der Carboxylgruppen, eine stabile Dispersion zu gewährleisten, wird durch die Anwesenheit
von Hydroxylgruppen verbessert, weshalb das Mischpolymerisat weiterhin eine hydroxylgruppenhaltige Komponente, wie Oxy—
äthylacrylat, enthält. Hierdurch wird ein hydroxylgruppenhaltiges Mischpolymerisat geschaffen, das einen kleinen Anteil
Säure enthält, der ausreicht, um eine Dispersion des Polymerisats mit einer "Base, insbesondere einer flüchtigen
stickstoffhaltigen Ease, wie Ammoniak oder einem organischen Amin, zu erzielen, da auch die Hydroxylkomponente vorhanden
ist, die eine Dispersion in Wasser erleichtert, die aber für sich alleine für diesen Zweck nicht ausreichen würde.
Eis wurde gefunden, daß diese Polymeren durch Salzbildung ausreichend
dispergierbar sind und sich elektrophoretisch als ■Filme mit sehr niedriger Leitfähigkeit abscheiden lassen.
Diese Filme härten beim Ausheizen (normalerweise bei Tempe—
00983d-/16*1
BAD ORIGINAL ^,
raturen im Bereiche von etwa 177 bis 204 0O) aus, sind gegenüber
Löstingsmjtteln sehr "beständig und sind entweder als "klare
oder gewünschtenfalls als pigmenHerte Emailles für einen einzigen
Aufstrich, geeignet.
Bei der Aushärtung des Harzes kann man sich nicht auf die
Säurezahl des Harzes verlassen, da für eine einigermaßen ausreichende
Aushärtung eine Mindest-Vernetzungsdichte erforderlich ist, was besonders für Harze mit einem für die Dispersion
in Wasser erforderlichen niedrigen Molekulargewicht zutrifft. Hat das Harz eine ausreichende Acidität, um eine genügend-e
Vernetzungsdichte zu schaffen, dann ist es schwierig, alle Säuregruppen "bei der Aushärtung zu verbrauchen. Die "Restacidität
führt zu unbrauchbaren-Produkten, wenn die überzogenen und ausgeheizten Platten auf Salznebelbeständigkeit und Detergentienbeständigkeit
geprüft werden.
Andererseits werden die Dispersionen bei Herabsetzung der Acidität leicht instabil, und es ist keine ausreichende Acidität
vorhanden, um nach dem Aushärten eine ausreichende Vernetzungsdichte zu schaffen. Wenn also die Hydroxylkomponente
gemäß der Erfindung nicht vorhanden ist, so bildet das Harz entweder eine instabile.Dispersion bzw. ist überhaupt
nicht dispergierbar Jäder härtet nicht 'ausreichend aus. Wird
■beispielsweise die Oxyäthylacrylatkomponente durch die gleiche
Gewiohtsmenge A'thylaerylat ersetzt, so findet man eine unzu-
BAD ORIGINAL
reichende Dispergierbarkeit in Wasser oder eine unzureichende Aushärtung oder beides.
Erfindungsgemäß kann die Hydroxylkomponente 6 bis 65 Gew.-^
(bezogen auf das Gewicht des Mischpolymerisats) ausmachen,
wobei höhere Anteile ,an Hydroxylkomponenten günstiger sind,
wenn ein Teil der Hydroxylkomponente ein mit einem trocknenden Öl modifiziertes Kondensationsharz darstellt, wie es
nachstehend noch näher erläutert ist.
Erfindungsgemäß stellt die Hydroxylkomponente des Mischpolymerisats
vorzugsweise ein mit einem trocknenden ^l modifiziertes Kondensationsharz mit endständigen. Hydroxylgruppen
dar, gewöhnlich einen Polyester, der durch Umsetzung von Komponenten, wie Dicarbonsäuren, mit mehrwertigen Alkoholen
erhalten wird, die einen größeren Anteil an aliphatischen Polyhydroxylverbindungen mit mindestens drei Hydroxylgruppen
darstellen. "Bei der Mischpolymerisation dieser Komponenten erhält man -ein Mischpolymerisat mit reaktionsfähigen
Hydroxylgruppen, Carboxylgruppen .und reaktionsfähigen
• ungesättigten Stellen, das z.B. durch Umesterungen von Carboxyl- und Hydroxylgruppen, Verätherung von Hydroxyl-«
gruppen und Polymerisation der"in dem aus trocknendem Öl
bestehenden Teil des Kondensationsharzes vorhandenen restlichen ungesättigten Stellen ausgehärtet werden kann.
Die Aushärtung kann weiterhin durch Verwendung von Amino-
~ 7
harzen verbessert werden, die entweder allein oder mit Hilfe
einer Base in Wasser dispergiert oder gelöst werden kennen.
Trotz der "Vielzahl der für die Aushärtung zur Verfügung
stehenden funktionellen Gruppen sind alle diese Gruppen in einem einzigen Molekül vorhanden, so daß nur eine einzige
Harzphase vorhanden ist, die auf die elektrophoretischen '^ransportkräfte anspricht; dies gewährleistet, daß die
Harzphase homogen "bleibt und kein Teil dieser Phase sich in
der wäßrigen Badzusammensetzung anreichert.
Die bevorzugten Polyester mit HydroxyIfunktionen sind vorzugsweise
solche mit einer hohen Hydroxylfunktionalitat;
die verwendeten Substanzen mit Hydroxylfunktion, die zur
Herstellung der Polyester verwendet werden, sind vorzugsweise stark verzweigt, so daß diese in organischen Lösungsmitteln
gut löslich sind. ^ζ**' - "
So sollen die polyveresterten Komponenten mindestens 1,5
funktioneile Hydroxyläquivalente je Äquivalent funktioneile
Carboxylgruppe enthalten. Vorzugsweise beträgt das Verhältnis zwischen funktionellen Hydroxylgruppen und funktionellen
Carboxylgruppen mindestens 2:1, und mindestens 50 fo der
Substanzen mit funktionellen Hydroxylgruppen sollen mindestens 3 Hydroxylgruppen je.Kolekül enthalten; hierzu
gehören beispielsweise Glycerin, "Primethylolpropan und
009839/1611
BAD ORfGfNAi.
ή\
Pentaerythrit. Glykole, wie Äthyl englykol·,. Propylenglykol, Butylenglykol oder Diäthylenglykol, können ebenfalls vorhanden
sein. Dicarbonsäuren, z.B. alle Phthalsäuren oder das Anhydrid der Orthophthalsäure, werden norrnsLer--weise~
zur Bildung des Polyesters verwendet, doch können auch aliphatisch^ Säuren, wie Adipinsäure, und Bernsteinsäure,
verwendet werden? weiterhin sind ungesättigte Säuren, wie Kaieinsäure und Fumarsäure, geeignet. Dreibasische Säuren,
wie Trimellitsäureanhydrid, und vierbasische Satiren, wie
Eellitsäuredianhydrid, können ebenfalls verwendet werden, doch fehlen diese vorzugsweise oder sind nur in geringen
Anteilen vorhanden, um die GeIierungsnexgung herabzusetzen.
erfindungsgemäß bevorzugt Verwendeten Polyester sind
polyäthylenisch ungesättigt, wobei die Unsättigung durch
Einbau eines Materials mit äthyienischer Doppelbindung erzeugt wird. Die Ilnsättigung kann durch Polyveresterung
einer ungesättigten Carbonsäure, wie Kaieinsäure, Fumarsäure, Ttaconsäure, A-conitsäure-, Glutaconsäure oder Oitra consäure,
oder durch Polyveresterung eines ungesättigten mehrwertigen Alkohols, wie""-2—Buten-1 ,4—diol, in den Polyester
eingeführt werden, wodurch eine stark reaktionsfähige
UnsHttigung im linearen Gerüst des Polyesters erzeugt wird.
Die Unsättigung kann aber auch durch Einbau von ungesättigten
Seitenketten in den ungesättigten Polyester ein^e-
00983971611
BADORlQlNÄt- ,
führt werden, beispielsweise durch Verwendung von ungesättigten monofunktionellen Komponenten, wie ungesättigten
einwertigen Alkoholen oder ungesättigten Monocarbonsäuren. Beispielsweise kann ein gewisser Anteil eines ungesättigten
einwertigen Alkohols, wie Allylalkohol, Methallylalkohol oder Orotylalkohol, verwendet werden. Ungesättigte Monocarbonsäuren
sind beispielsweise Ctotonsäure sowie Fettsäuren, die konjugierte Doppelbindungen enthalten, wie Oleostearinsäure,
Licansäure oder entwässerte "Ricinusölfettsäure. Durch
diese konjugierte Unsättigung werden reaktionsfähige Doppelbindungen
geschaffen, die eine Mischpolymerisation ermöglichen. Der Einbau von Monocarbonsäuren wird durch Verwendung
von Glycerin bei der Herstellung des Polyesters erleichtert. 7/ird der Glycerin-Polyester vorgebildet, so reagiert die
Konocarbonsäure mit der sekundären Hydroxylgruppe des Glycerinrestes,
doch können bekanntlich auch die mehrbasische Säure, das Glycerin und die Monooarbonsäure in einer einzigen "Reaktion
polyverestert werden. Da der Polyester kein hohes Molekulargewicht zu haben braucht, kann die monofunktionelle
Säure oder der monofunktionelle Alkohol als Kettenabbruchsmittel
wirken. Andere monofunktionelle Substanzen, wie Allylglycidyläther,
sind ebenfalls geeignet, um die für die Mischpolymerisation erforderliche Unsättigung einzuführen. Mit
anderen Worten: Die für die Mischpolymerisation benötigte
Unsättigung im Polyester ist vorzugsweise (1) eine ^,ß-Unsättigung,
(2) eine ß, y-Unsättigung oder (3) eine konjugierte
Unsättigung,
009 8 39/1 ti 1
BADORlAi*
Im allgemeinen soll das ungesättigte Polyesterharz 0,005
bis 0,40 Mol äthylenisch ungesättigte Komponente je 10Og
Polyester enthalten. Die Mischpolymerisate können 5 "bis 50 fo
' ungesättigtes Polyesterharz enthalten, doch werden Anteile von 5 "bis 30" f» bevorzugt. '
Die vorstehend beschriebenen Polyester werden .mit einer Reihe
von äthylenisch ungesättigten Monomeren mischpolymerisiert,
wobei es möglich ist, mit Gemischen dieser Monomeren Produkte zu erhalten, die von biegsamen bis zu harten Stoffen reichen.
Die Auswahl wird bekanntlich so getroffen, daß die Anteile der Monomeren, die für sich sehr harte Polymere bilden, mit
den Anteilen der Monomeren, die für sich sehr weiche Polymere bilden, aufeinander abgestimmt werden.
Die erfindungsgemäß verwendbaren ungesättigten Monomeren können beliebige mischpolymerisierbare monoäthyleniseh ungesättigte
Monomere sein. Gewöhnlich verwendet man.beispielsweise
Styrol, Vinyltoluol, Ä'thylac.rylat, η-Butyl— oder Isobutylacrylat,
Methylmethacrylat, n-Butyl~ oder Isobutyl~
methacrylat, Acrylnitril, n-Butylvinyläther und Methylvinyläther.
Jedoch werden Styrol, Vinyltoluol, Acrylnitril und die Ο., - O, - Ester der Acrylsäure besonders bevorzugt für
die Hauptmenge des hydroxylgruppenfreien Anteils des Mischpolymerisats verwendet. Diese und andere Monomeres die die
OHp=O «Gruppe enthalten, werden bevorzugt, doch können die
BAD ORIGfNAL
Mischpolymerisate gemäß der Erfindung auch, kleinere Anteile
an Monomeren enthalten, die auf Grund der Tatsache, daß sie eine lipophile Endgruppe, z.B. eine Kohlenwasserstoffkette
mit mindestens vier Kohlenstoffatomen, enthalten,-etwas hydrophob sind'. Beispiele für diese Monomere, sind
Stearyl- und Aurylacrylat und die entsprechenden Methacrylate. Butylmethacrylat gehört zu diesem Typ, doch kann es in größeren
Mengen verwendet werden, da seine Kettenlänge verhältnismäßig kurz ist. Dibutylmaleat oder -fumarat sind ebenfalls
geeignet, doch wird der Anteil dieser Substanzen zweckmäßig möglichst klein gehalten. -
Die bei der Herstellung der Mischpolymerisate verwendeten
Monomeren (ganz gleich, ob .der ungesättigte Polyester mit
den funktioneilen Hydroxylgruppen vorhanden oder nicht vorhanden ist) müssen einen größeren Anteil eines oder mehrerer
Monomeren enthalten, die eine primäre oder sekundäre Hydroxylgruppe
liefern. Hierzu zählen beispielsweise 2-Oxyäthylacrylat,
2-Oxyäthylmethacrylat, 2~0xypropylmethacrylat, Allylalkohol
oder Methallylalkohol. Diese gewährleisten, daß die gewünschte
Aushärtung stattfindet-und bewirken auch eine ausreichende
Dispergierbarkeit in Wasser bei einem sehr niedrigen Säuregehalt.
Sie werden in Mengen von 5 bis 50 $, vorzugsweise
von 10 bis 35 $, bezogen auf das Gewicht des Polymeren, verwendet.
. ■
Für die Erzielung der gewünschten selbßthärtenden Eigen-
009839/1011
SAD ORSQINAt
- 12 -
schäften ist es auch wichtig, daß das Mischpolymerisat einen
Anteil an äthylenisch ungesättigten Substanzen enthält, die
freie Carboxylgruppen liefern. Hierzu gehören z.B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Itaconsäure und Monobutylmaleat.
Diese können in Mengen von 1 bis 10 Gew.-^,
bezogen auf das Mischpolymerisat, vorzugsweise in Mengen von
2 bis 8 G-ew.-v^, verwendet werden. Hierdurch soll eine ausreichende
CarboxyIfunktionalität geschaffen werden, damit
die Säurezahl erreicht wird, die zur wirksamen Dispersion des die funktioneilen Hydroxylgruppen enthaltenden Mischpolymerisats
benötigt wird.=
Wie schon gesagt, muß die Säurezahl beschränkt werden. Weiterhin
ist zu beachten, daß die Säurezahl nicht nur die .
Affinität gegenüber Wasser liefert, so daß die hitzehärtbaren
Interpolymeren gemäß der Erfindung in dem/wäßrigen Medium
als Salz gelöst oder dispergiert werden können, sondern die Säuregruppen reagieren auch mit den Hydroxylgruppen und
werden zum großen Teil während der Aushärtung verbraucht.
Es sei nochmals betont, daß der Anteil an ungesättigter
Säure möglichst klein gehalten werden soll. Während ein kleiner Anteil an Säure für die Aushärtung günstig ist
(sowohl als Katalysator als auch als Reaktionsteilnehmer), bringt ein zu hoher Anteil an Säure, wie schon gesagt, den
Fachteil, daß sich die Wasserempfindlichkeit erhöht. Erst
0 0 9 8 3 9/1691
ßAD
durch. Verwendung von geeigneten wasserlöslichen Polyestern
mit funktioneilen Hydroxylgruppen und von geeigneten Anteilen an hydroxylgruppenhaltigen Konomeren kann die Carboxylfunktionalitat,
die für die wirksame Dispersion in Wasser nötig ist, stark herabgesetzt werden.
Die I-'-ischpolymerisation wird vorzugsweise als Lösungspolyrerisation
in einem organischen Lösungsmittel geführt, damit die benötigten Lischpolyme-risate mit niedrigem Molekulargewicht
erhalten werden. Torzugsweise verwendet man ein mit 7/asser mischbares organisches lösungsmittel, da dieses
die Assoziierung des Polymerisats mit deia gewünschten wäßrigen
Medium erleibhtert. Die bevorzugten Lösungsmittel sind
Dioxan, Ä'thanol, Isopropanol, 2—Xthoxyäthanol, 2-'Arthoxyäthanolacetat
und Propylalkohol.
Die elektrophoretisch abgeschiedenen Überzüge gemäß der Erfindung werden durch Ausheizen bei Temperaturen im Bereich
von etwa 121 bis 260 0O ausgehärtet, wobei diese Temperaturen
eine Stunde bis einige wenige Sekunden (bei den höchsten Temperaturen) angewendet werden. Verwendet man keine von
außen zugesetzten Aminkomponenten, so liegt die Ausheiztemperatur
vorzugsweise im Bereich von etwa 177 bis 204 V,
wobei die Ausheizdauer etwa \Q' bis 30 Minuten beträgt.
Wird eine Harzkomponente, die mit Stickstoff verbundene
Methylο!gruppen enthält, in das Mischpolymerisat eingebaut,
009839/1691
oder getrennt im Elektrophoresebad zur Abscheidung mit dem
Mischpolymerisat verwendet, so kann die Ausheiztemperatur, falls gewünscht, herabgesetzt werden, oder die Aushärtung
kann intensiviert werden, um die chemische und Lösungsmittelbeständigkeit sowie die Härte des Films z-u erhöhen.
kann intensiviert werden, um die chemische und Lösungsmittelbeständigkeit sowie die Härte des Films z-u erhöhen.
Die Einzelheiten der elektrophoretischen Abscheidung von
Aminoplastkomponenten sind bekannt und liegen außerhalb der Erfindung.
Aminoplastkomponenten sind bekannt und liegen außerhalb der Erfindung.
Auch die elektrophoretisch^ Abscheidung ist an sich bekannt.
Hierbei wird üblicherweise ein Gleichstrom mit einer Spannung von etwa 50 bis 500 Y angewendet, um das Oarboxylharz
zusammen mit einem damit vermischten Pigment abzuscheiden. Die Abscheidung des Harzes erfolgt an der Anode des elektrischen
Systems» der zu überziehende Gegenstand wird also
derart mit der Stromquelle verbunden, daß er die Anode bildet, und in das Elektrophoresebad eingetaucht.
derart mit der Stromquelle verbunden, daß er die Anode bildet, und in das Elektrophoresebad eingetaucht.
Die Erfindung ist auf die elektrophoretische Abscheidung
von klaren und pigmentierten Harzen anwendbar, und die
Pigmentierung kann alle gewünschten Farbtöne haben.
von klaren und pigmentierten Harzen anwendbar, und die
Pigmentierung kann alle gewünschten Farbtöne haben.
Als Basen werden flüchtige stickstoffhaltige Basen bevorzugt
. Obgleich Ammoniak geeignet und in einigen Fällen aus
Kostengründen bevorzugt ist, sind die flüchtigen aliphatic
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BAD
sehen Amine "besonders wertvoll 'für- eine genauere Regelung
des pH-frertes, da sie sich nicht so leicht aus dem Bad verflüchtigen.
Zu diesen aliphatischen Aminen gehören z.B. Monomethylamin, Dimethylamin, Diethylamin,- Triethylamin
und Morpholin. Fichtflüchtige Basen sind weniger erwünscht,
aber ebenfalls geeignet; z.B. kann man hier die Hydroxyde und alkalisch reagierenden Salze des Natriums und Kaliums
verwenden.
Die Erfindung ist durch die nachstehenden Beispiele erläutert.
.
■■
Beispiel 1A Herstellung von wasserlöslichem Polyesterharz
1530 LeinÖlfe«tsäure . ^N Einfüllen in einen Reaktor
/ mit Rührer, Kühler, Thermometer 9OO synthetisches 7 und Stark-&Dean-Falle.
Glycerin (93 ^) / Erhitzen auf 232 0O unter
Stickstoff spülung. Halten "bis
48O Isophthalsäure
30 Xylol
30 2-lthoxyäthanolacetat J
30 Xylol
30 2-lthoxyäthanolacetat J
auf eine Säurezahl von 10.
Abkühlen auf etwa^0"4-0O und
Zusatz von: .==«.--**"'
33O Acelainsäure . _.. ^*3 rhi tζ en auf etwa 204 0O.
Halten bis auf eine 170 L'aleinsäureanhydrid / Säurezahl von 15.
=: / Ha:
lydrid / Sät iß en—"hin—
>
220 1,1' -isopropyliden-lDis-(p—phenylenoxy)-di-2-propanol
720 2-Xthoxyäthanol J
00 9839/1691
BAtf
| Endeigenschaften | 80-, | 4 |
| 13, | 2 | |
| Viskosität (Gardner-Eoldt) T | 7 | |
| le st stoffe (#). | Beispiel | 1B |
| Säure zahl | ||
| Farbe (Gardner) | ||
Gewichtsteile 1000 Dioxan
Einfüllen in einen Reaktor mit Rührer, Rückflußkühler,
Thermometer und Stickstoffeinleitungsrohr.
Erhitzen auf etwa 104 Ö.
Erhitzen auf etwa 104 Ö.
640 Isobutylacrylat 260 Xthylacrylat
250 ungesättigter Polyester von Beispiel 1A
(80 i° Peststoffe)
400
400 Oxyäthylacrylat 100 Acrylsäure 80 Benzoylperoxyd
Vormischung der i'onomeren und
Zugabe über einen Zeitraum / von 2 bis 2 1/2 Stunden bei
etwa 104 bis 110 0C.
Eine Stunde halten.
4 Benzoylperoxyd Zusetzen. 2 Stunden reagieren
lassen.
4 Benzoylperoxyd ) Zusetzen. 2 Stunden erhitzen, ) Abkühlen auf 71 0G.
009839/1691
150 Triäthylamin
über einen Zeitraum von 15 Minut en zuset ζ en.
7OOO 'fasser
Wasser langsam bei etwa 71 bis auf einen Peststoffgehalt
von 20 fo zusetzen.
| Endeigenschaften | 21,4 |
| 8,1 | |
| Viskosität (Gardner-Holdt) A-B | 1 |
| leststoffe (#) | Beispiel 2 |
| pH-ffert- · | |
| Farbe (Gardner) | |
Herstellung des Polymerisats
Gewichtsteile
5OO Dioxan
Einfüllen in einen Eeaktor
mit Rührer, thermometer, Rückflußkühler und Stickstoff,
einleitungsrohr. ^""°'-
320 Isobutylacrylat 280 A'thylacrylat
200 Oxyäthylacrylat Vormischen und über einen
Zeitraum von 2 1/2 Stunden 125 ungesättigter Polyesters in den Reaktor einfüllen,
VOn Beispiel 1A / wnVipi rli ρ ^Airmfirfltnr ai)f
(80 feststoffe)
65 Styrol 35 Acrylsäure 26 Benzoylperoxyd
wobei die temperatur auf etwa 110 0O gehalten wird.
Eine Stunde halten.
009839/1111
~ 18 -
4 Benzoylperoxyd
Zusetzen. 2 Stunden, auf 110 "bis 113 0C halten.
2 Benzoylperoxyd
Zusetzen und nochmals 2 Stunden, halten, Ms die Monomeren vollständig umgesetzt
sind.
Endeigenschaften Viskosität (Gardner-Holdt) Peststoffe (#)
Farbe (Gardner)
66,5
1-2
1-2
Es wurde eine elektrophoretisch^ Überzugsmasse aus 1500 g
Polymerisat nach Beispiel 2 hergestellt, dem 75 em- ^vI-äthylamin
(zur Einstellung des pH-Wertes auf 7,8) zugesetzt und das mit destilliertem Wasser verdünnt war, um
eine Elektrophoresebad-Zusammensetsung mit einem Peststoffgehalt
von 10. $ zu schaffen. :
BeisOJel 3
(Vergleichsbeispiel,ohne Anwendung der Erfindung)
Herstellung des Polymerisats
Gewichtsteile 5QO Dioxan
In Reaktor mit Kühler, 'thermometer, Rückflußkühler
und Stickstoffeinleitungsrohr
einfüllen.
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BAD ORIGJNAU
320 Isohutylacrylat 48O Xthylaerylat
125 ungesättigter Polyester von Beispiel IA
(80 io Feststoffe)
65 Styrol
35 Acrylsäure 26 Benzoylperoxyd Vormischen und über einen
Zeitraum von 2 1/2 Stunden "bei etwa 110 0O in.den Reaktor
einfüllen. Eine Stunde halten.
4 Benzoylperoxyd Zusetzen. Zwei Stunden "bei
etwa 110 - 113 0C halten.
2 Benzoylperoxyd Weitere zwei Stunden halten, um die Umwandlung der ¥.onomeren
zu vervollständigen.
End ei gens chaft en
Viskosität (Gardner-Hold^=
Pe st stoffe ΟΛ^'
Parbe f Gardner)
66,4
1 - 2
1 - 2
I5OO Gramm dieses Polymeren (das ohne Oxyäthylacrylat hergestellt
wurde) wurden mit 75 cm Triäthylamin (um den pH-Wert
auf 7,8 einzustellen) und Wasser versetzt, .um eine Lösung
mit einem Pe st st off gehalt von 10 $>
herzustellen .*
Dieses Polymerisat hatte eine sehr schlechte Löslichkeit in Wasser und konnte nicht elektrophoretisch aufgetragen
werden.
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überzugsverfahren
Das Überziehen erfolgte in einem Eetallb ehält er, der mit. einer Umwälzpumpe und »einem thermometer versehen war. Der
Behälter diente als Kathode, und mit Zinkphosphat "behandelte
Stahlplatten wurden als Anoden verwendet.
Das Volumen des Bades "betrug 2 Liter. An den Metallbehälter
(Kathode) und an die Stahlplatten (Anode) wurde Strom aus
einer äußeren Gleichstromquelle angelegt. Als Überzugsanöden
wurden Stahlplatten mit einer Breite von etwa 10 cdi und
einer Eintauchlänge von etwa 20 cm verwendet.
Es wurde eine konstante Stromdichte von 2,5 .Amp. je 930 ce£
eingetauchte Plattenoberfläche angewendete Die mer.rperatur
des Harzbades betrug 29 0C und die Überzugsdauer 60 Seirunden.
Die Strommenge betrug 30 Coulomb je Gramm aufgebrachten Überzug.
Der pH-Wert des Bades betrug 7,5 - 8,0. Die Spannung im Bad wurde- während"des Überziehens der Platten von Null
auf maximal 250 V erhöht, wobei ein PiIm mit einer Stärke
von etwa 0,03 mm abgeschieden wuide, bevor durch den hohen
elektrischen Widerstand des Pilms die Abscheidung bei der
angewendeten Spannung praktisch unterbrochen wurde. Der unter Verwendung der Elektrophoresebad-Zusammensetzung von
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BAD ORIGINAL
BAD ORIGINAL
Beispiel 2 abgeschiedene PiIm war auch, vor dem Ausheizen
wasserbeständig, etwas klebrig und hatte eine sehr gute
Haftung am Metall.
Nach dem Ausheizen über einen Zeitraum von 4 Minuten bei
etwa 204 0O war der Film ausgehärtet und stellte einen losungsmittelbeständigen,
porenfreien, harten und biegsamen Überzug dar. Als der pH-Wert" des Überzugsbades über 8,5 anstieg,
'.rarde aas Hydroxyl-Acry!polymerisat als Konzentrat zugesetzt,
um den pH—Wert des Bades auf 7,5 bis 8,5 herabzusetzen und
in diesem Bereich zu halten.
Es ist interessant, das llischpolymerisat von Beispiel 2
mit dem des Vergleichsbeispiels 3 zu vergleichen. Me
TvTonomerenzusammensetzungen in diesen Beispielen waren die
gleichen, mit der Abweichung, daß in Beispiel 3 die Hydroxyäthylacrylatkomponente
von Beispiel 2 durch Äthylacrylat ersetzt ist.
|
Monomeren—
zusammensetzung (Gew.-#) |
; Beispiel 2 _ ,=.-~~*\ | 20,0. | Beispiel 3 |
| Isobutylacrylat | 32,0 | ||
| Äthylacrylat | . 100,0 fo 009839Λ1891 . |
48,0 | |
|
mit O-I modifiziertes, wasser
lösliches Harz nach Beispiel 1A 10,0 |
BAO ORlGlNAt. | 10,0 | |
| Styrol | 6,5 | ||
| bxyäthylacrylat | -— | ||
| Acrylsäure | 3i5 | ||
| 1.00 f0?5 | |||
| Viskosität | (Gardner-Holdt) | Z3 - | Z4 | Z1 - | Z2 |
| Feststoffe | (*) | 56 | ,5 | 66 | ,4 |
| Säurezahl | 32 | ,5 | 32 | ,4 |
Das Polymerisat nach Beispiel 2 hatte "bei einem pH-'/ert von
7,1 und darüber eine gute Wasserlöslichkeit und schied sich
bei der Elektrophorese gut ab. Weiterhin hatte der elektro-
phoretisch aufgebrachte Film gute Härttingseigenschaften,
Bp - '
er 20 Kinuten bei 204 0O ausgeheist wurde. Daß es auf
den Einbau des Hydroxylmonomeren in das Mischpolymerisat ankommt,
zeigt sich insbesondere durch die gute Xylolbeständigkeit, die erzielt werden konnte'.
Im Gegensatz zu den ausgezeichneten Ergebnissen, die erfindungsgemäß
mit dem Ansatz nach Beispiel 2 erhalten wurden, hatte das Polymerisat nach Beispiel 3 (das Oxyäthylacrylat
ist durch Äthylacrylat ersetfit) eine schlechte Löslichkeit
in. Wasser und konnte"nicht elektrophoretisch aufgebracht werden. Auch wenn ein Film aus einer Lösung in einem organischen
Lösungsmittel aufgebracht und 20 Minuten bei etwa 204 0C
ausgeheizt wurde, war er noch immer sehr klebrig und löste sich leicht in Xylol auf. Man sieht also, daß das Hydroxylmonomere
gemäß der Erfindung notwendig ist, da es gleichzeitig die für die Elektrophorese notwendige Bispergierbärkeit in
Wasser erhöht und beim Ausheizen hervorragende Eigenschaften erzeugt.
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TJm noch weiter zu erhärten, daß die hydroxylhaltige Komponente
erfindungsgemäß notwendig ist, wurden zwei weitere Polymerisate unter Anwendung der Arbeitsweise von Beispiel 2 hergestellt,
wobei Beispiel 4 die Erfindung verkörpert, während Beispiel 5 ein·Vergleichsbeispiel- darstellt.
Monomeren— zusammensetzung (Gew.-^)
Is obutylacrylat Äthylacrylat Styrol
Oxyäthylacrylat Acrylsäure
- 100,0 io 100,0 #
| Beispiel 4 | Beispiel 5 |
| 39,5 | 39,5 |
| 33,0 | .53,0 |
| 5,0 | 5,0 |
| 20,0 | |
| 2,5 | 2,5 |
| Viskosität | (Gardner-Holdt) | Z3 ~ | h | Z1 | _ £ |
| Peststoffe | (.P | 66 | 66,5 | ||
| Saure zahl. | 26 | ,0 | 25,9 |
Das Polymerisat nach Beispiel 4 hatte bei' einem pH-Wert von 7,5 und darüber eine gute Wasserlöslichkeit; wurde ein elektrophoretisch
aufgebrachter Film aus diesem Polymerisat 20 Minuten
bei etwa 204 0C ausgehärtet, so war er nicht klebrig
und zeigte eine gute Xylolbeständigkeit,
In Beispiel 5, in dem das Oxyäthylacrylat durch Xthylacrylat
ersetzt war und die gleiche Menge an Acrylsäure verwendet wurde,
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BAD ORIGINAL
.hatte das modifizierte Polymerisat eine geringere Löslichkeit
in Wasser; wurde ein Film aus diesem Polymerisat manuell aufgebracht
und 20 Minuten bei etwa 204 0O ausgeheist, so war
er 'immer noch sehr klebrig und löste sich in Xylol auf. Dies zeigt wiederum, daß das Hydroxylmonomere gemäß der Erfindung
unbedingt vorhanden sein muß, damit die gewünschte Wasserlöslichkeit und die gewünschten Aushärtungseigenschaften
erhalten werden.
Beispiel 4 wurde mit der Abweichung wiederholt, daß die der
Elektrophorese unterworfenen Polymerenlösung mit einem Feststoff
gehalt von 10% durch Zusatz von 25 i° (bezogen auf den
Peststoffgehalt der Lösung) Hexamethoxymethylmelamin modifiziert
wurde, das in der wäßrigen Lösung dispergiert war. Wurde die so hergestellte Mischung der Elektrophorese unterworfen, so
wurde das HexamethOxymethylmelamin zusammen mit dem Mischpolymerisat
abgeschieden, wobei der elektrophoretisch abgeschiedene PiIm 8 bis 10 Gew«-% Hexamethoxymethylmelamin, bezogen
auf das Gesamtgewicht des abgeschiedenen Harzes, enthielt.
Wurde der elektrophoretisch abgeschiedene PiIm, der 8 bis 10
Gew.'-% Hexamethoxymethylmelamin enthielt, wie vorstehend angegeben (20 Minuten bei etwa 204 C) ausgeheizt, so war die
Lösungsmittelbeständigkeit und die chemische Beständigkeit des Films besser, und der PiIm war härter und besaß eine verbesserte
Detergentienbeständigkeit.
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BAD ORIGÜNaC *ίΛ
Patentansprüche -
Claims (12)
1. Wäßrige Dispersion eines Salzes einer Base mit einem Mischpolymerisat, das durch Lösungsmisclipolymerisation
von äthylenisch ungesättigten Komponenten erhalten wurde, die einen Anteil einer monoäthylenisch ungesättigten
Carbonsäure entha.lt, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischpolymerisat zusätzlich 5 "bis 50 f0, vorzugsweise
10 "bis 35 i° ("bezogen auf das Gewicht des Mischpolymerisats)
eines äthylenisch ungesättigten Monomeren mit mindestens einer primären oder sekundären Hydroxylgruppe
enthält und daß der Anteil der Säure ausreicht, um das Mischpolymerisat durch Salzbildung wirksam zu dispergieren,
jedoch nicht ausreicht, um das Mischpolymerisat in Abwesenheit der hydroxylgruppenhaltigen Komponente
wirksam zu dispergieren. .
2. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß d*ie Säurezahl des Mischpolymerisats weniger als 50,
vorzugsweise weniger als 30 beträgt.
3. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mischpolymerisat bis zu 65 f° einer Hydroxylkomponente
enthält, die 5 Ms 50 ft (bezogen auf das Gewicht des Mischpolymerisats) einer äthylenisch ungesättigten
/1891
- 26 -
Substanz, einschließlich eines Anteils eines mit trocknendem Öl modifizierten Kondensationsharzes mit endständigen Hydroxylgruppen
enthält.
4. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet,
daß das Kondensationsharz einen Polyester mit funktioneilen Hydroxylgruppen
darstellt, der durch Umsetzung von Dicarbonsäuren mit mehrwertigen Alkoholen, die einen größeren Anteil
an aliphatischen mehrwertigen Alkoholen mit mindestens 3
Hydroxylgruppen enthalten, erhalten wurde, wobei in den den Polyester bildenden Komponenten mindestens 1,5, vorzugsweise
mindestens 2,0 funktioneile Hydroxyläquivalente je funktionelles Carboxyläquivalent vorhanden sind und der Polyester
■ 0,005 bis 0,40 Mol äthylenische Unsättigung je 100 Gramm
Polyester enthält.
5. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Monomere, das die Hydroxylgruppe liefert, 2-Oxyäthylacrylat, 2-Oxyäthylmethacrylat-,. 2-0xypropylmethacrylat,
Allylalkohol oder Methallylalkohol darstellt.
6. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die monoäthylenisoh ungesättigte Carbonsäure in Mengen von 1 bis 10 Gew,-$ des Mischpolymerisats vorhanden
ist.
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BAD
7· Wäßrige Dispersion nach Anspruch Ί "bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die monoäthylenisch ungesättigte Garbonsäure
Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Itaconsäure oder Monobutylmaleat darstellt.
8. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hauptmenge des keine Hydroxylgruppen
* enthaltenden Teils des Mischpolymerisats aus Styrol, Vinyltoluol,
Acrylnitril oder Cj-C--rAlkylestera der Acrylsäure
zusammengesetzt ist.
9. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß sie zusätzlich ein mit Wasser mischbares organisches Lösungsmittel enthält.
10. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß sie zusätzlich einen Anteil an dispergierten Aminoplastharzen enthält, der mit dem Mischpolymerisat
elektrophoretisch abgeschieden werden kann.
11. Verfahren zum Überziehen eines den elektrischen Strom leitenden
Körpers durch Eintauchen des Körpers in eine wäßrige Dispersion eines Salz-eB-^eines hitzehärtbaren Mischpolymerisats,
Hindurchleiten eines elektrischen Gleichstroms durch das Bad und durch den Körpei* als Anode, um einen Film aus dem Mischpolymerisat
auf dem Körper abzuscheiden, und Aushärten des
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Films üurch Ausheizen, dadurch gekennzeichnet, daß
man als wäßrige Dispersion eine Dispersion na öl: Anspruch
1 bis 10 verwendet.
12. Körper, der auf seiner Oberfläche einen glänzenden Enailleübersug
enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Voerzug
nach der. Verfahren nach Anspruch 11 hergestellt wurde.
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