DE1668322C3 - Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril bzw. Methacrylnitril aus Propan bzw. Isobutan - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril bzw. Methacrylnitril aus Propan bzw. IsobutanInfo
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Description
in-Gemisches .das Olefin des Gemisches das nor-■
Dehydrierungsprodukt des Alkans ist Beispielse wäre ein Propan/Propylen-Gemisch, wie z. B.
JICs-Raffewriestrom, geeignet.
^)as Volumverhältnis von der Kohlenwasserstoff-■ee zu Ammoniak kann zweckmäßig im Bereich / bis 7:1 und das Volumverhältnis von Sauerstoff ' Ammoniak im Bereich 1:1 bis 8:1 liegen. Das Voridensein eines inerten Gases, wie z. B. Stickstoff J/oder Wasserdampf, in der gasförmigen Charge nn toleriert werden. Unter Umständen kann Stick-' 60 bis 80 Volumprozent der gasförmigen Charge .,machen, so daß Luft als eine billige Sauerstoffquelle ,enutzt werden kann. Als typisches Beispiel für den tohlenwasserstoffgehalt der gasförmigen Charge sollen bis 8 Volumprozent erwähnt werden, obwohl dieser 3ehalt zwischen weiteren Grenzen, z. B. zwischen 1 ad 20 Volumprozent, liegen kann. Das Verfahren wird vorzugsweise kontinuierlich durchgeführt, wobei die mittleren Kontaktzeiten zwischen Gas und Katalysator 0,4 bis 10 Sekunden betragen. Unter »Kontaktzeit« ist eine Zahl in Sekunden zu verstehen, die durch Teilen des Katalysatorvolumens durch die sekündliche Gasmenge erhalten wird. Das Verfahren wird normalerweise unter Atmosphärendruck oder etwas höher durchgeführt, damit der Durchsatz der Gascharge entsprechend gesteuert werden kann. Im allgemeinen wird der Druck nicht höher als 5 at sein. Die Reaktionstempera.:ir beträgt bis 550° C, wobei der optimale Wert mit den jeweiligen Katalysator-Gascharge-Kombinationen variiert, aber für eine bestimmte Kombination leicht werden, indem z. B. die Reaktionstempe-Die Erhöhung der Katalysatoraktivität durch die flüchtige halogenhaltige Verbindung kann bis ICO /o betragen, hängt aber von einigen Faktoren, wie z. B. der Zusammensetzung des Katalysators, der Reaktionstemperatur und der Verwßik eit, ab, wobei die optimalen Bedingungen für die gewünschte Wirkung^ z.B.
^)as Volumverhältnis von der Kohlenwasserstoff-■ee zu Ammoniak kann zweckmäßig im Bereich / bis 7:1 und das Volumverhältnis von Sauerstoff ' Ammoniak im Bereich 1:1 bis 8:1 liegen. Das Voridensein eines inerten Gases, wie z. B. Stickstoff J/oder Wasserdampf, in der gasförmigen Charge nn toleriert werden. Unter Umständen kann Stick-' 60 bis 80 Volumprozent der gasförmigen Charge .,machen, so daß Luft als eine billige Sauerstoffquelle ,enutzt werden kann. Als typisches Beispiel für den tohlenwasserstoffgehalt der gasförmigen Charge sollen bis 8 Volumprozent erwähnt werden, obwohl dieser 3ehalt zwischen weiteren Grenzen, z. B. zwischen 1 ad 20 Volumprozent, liegen kann. Das Verfahren wird vorzugsweise kontinuierlich durchgeführt, wobei die mittleren Kontaktzeiten zwischen Gas und Katalysator 0,4 bis 10 Sekunden betragen. Unter »Kontaktzeit« ist eine Zahl in Sekunden zu verstehen, die durch Teilen des Katalysatorvolumens durch die sekündliche Gasmenge erhalten wird. Das Verfahren wird normalerweise unter Atmosphärendruck oder etwas höher durchgeführt, damit der Durchsatz der Gascharge entsprechend gesteuert werden kann. Im allgemeinen wird der Druck nicht höher als 5 at sein. Die Reaktionstempera.:ir beträgt bis 550° C, wobei der optimale Wert mit den jeweiligen Katalysator-Gascharge-Kombinationen variiert, aber für eine bestimmte Kombination leicht werden, indem z. B. die Reaktionstempe-Die Erhöhung der Katalysatoraktivität durch die flüchtige halogenhaltige Verbindung kann bis ICO /o betragen, hängt aber von einigen Faktoren, wie z. B. der Zusammensetzung des Katalysators, der Reaktionstemperatur und der Verwßik eit, ab, wobei die optimalen Bedingungen für die gewünschte Wirkung^ z.B.
hohe Umsetzung und/oder hohe Selektivität bezüglich des gewünschten Nitrils, gewählt werden.
Das Verfahren ist im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
15 Darstellung des Katalysators Antimon-Zinnoxid-Katalysator
l) ^i. sn = 2 0 · 1)
Es wurden 334,2 g SnCl4 · 5H4O bei Raumtemperatur
in 500 ml einei lv/oigen HCl-Losung aufgelost,
wobei sich eine farblose Lösung bildete. Diese Losung
und 575 g SbCl3 wurden tropfenweise zu L l Kauen
destillierten Wassers unter kräftigem Ruhren zugesetzt.
Es bildete sich ein fester Niederschfcgund
außerdem wurde HCl-Gas entwickelt. Die Temperatur
der wäßrigen Mischung stieg auf etwa 60 C. Nacn erfolgter
Zugabe der beiden Lösungen wurden die Μ,5 schungen unter Rühren auf Raumtemperatur gebracht
Dann wurde der Mischung konzentrierte Ammonuk (spezifisches Gewicht 0,88) unter kraftigem Ruhren zugegeben,
um den pH-Wert auf etwa 5 zu ^igj^m
Laufe der Zugabe von Amm.f iakTUr
Mischung warm und "^hte «~ ,^J^^
etwa 6O0C. Die entstehende Mischung wurde dann
unter langsamem Ruhren auf Raum temperatur je
bracht und unter Saugwirkung abnltnert, um den fern
"hen ist. Andererseits kann auch ein Wirbelbett ver-
WeWennWdeerr katalysator aus mehreren Bestandteilen,
ζ B. aus einem Oxidgemisch und/oder einem Oxid-Verdünnungsmittelgemisch,
besteht haben die verschiedenen Bestandteile vorzugsweise eine ähnliche
18 Stunden auf 550 C erhitzt.
2) Antimon—Titanoxid-Katalysator
(Sb: Ti = 2,7: 1)
Lösung die 10% TiCl4 in Es wurden 55 ml einer Losung, ακ /« « .
trüen K r-Mendioxid, Kohlenoxid, Cyanwasserstoff und
Stickstoff zusammen mit etwas nicht umgewandelten Kohlenwasserstoffen und Ammoniak wobei die Mischungsverhältnisse
von Kohlendioxid und Kohlen-
3^ Antimon—Ceroxid-Katalysator
(Sb. Ce 2,0 : 1)
Cer(lV)-Ammoniumnitrat in wurden 1 w,ö E; ^ ) nnt in
SSäSSSSSS
Spuren von Acetonitril, Cyanwasserstoff, Propionitnl,
Kohlenoxid und nicht umgewandelten Bestandteilen
der Charge. . ,
Die gewünschten Nitrile können aus dem Reakt.ons- und der
nrodukt in bekannter Weise gewonnen werden. tnertem
Antimonoxid-Katalysator g ^ ^^ ^ ι5(χ) ^ Wassef gegebenj
der Mischung wurde mit konzen-
eing°stellt. Der dabei geau
i6 68
bildete Niederschlag wurde wie bei 1) abfiltriert, gewaschen
und calciniert
Bei diesen Darstellungen wurde das so erhaltene feste Oxid jeweils gesiebt, wovon die Teilchengröße von
0,5 bis 1,7 nun genommen wmde. Dieser Teil wurde mit 200 Gewichtsprozent Kieselerdestückchen mit derselben
Teilchengröße vermengt; diese Mischungen wurden bei den entsprechenden Beispielen verwendet
Bei den Katalysatoren aus Oxidmischuagen betrug das Verhältnis von Antiraonoxid zum anderen Oxid jeweils
Ammonoxydationsverfahren
Eine gasförmige Charge wurde durch Mischen von Strömen aus Propan oder Isobutan, Ammoniak, Luft
und Stickstoff zusammengestellt Die Durchflußmeege der gasförmigen Charge durch den den Katalysator
enthaltenden Reaktor betrug 9 bis 18 l/h, und das Katalysatorvolumen betrug etvja 10 mL so daß die
Kontaktzeiten im Bereich 1,8 bis 4,0 Sekunden lagen, ao
Die Bestandteile der gasförmigen Charge wurden eiuem auf 1000C gehaltenen Mischgefäß, das aus einem
mit Glasspiralen gefüllten Glaskolben bestand, zugeführt, und zwar über getrennte rotierende Strömungsuhren. Vom Mischgefäß gelangte der Gasstrom in den
Reaktor, der einen auf der Reaktionstemperatur gehaltenen Vorwärmeabschnitt aufwies, in dem sich
lediglich Kieselerdestückchen mit einem Durchmesser von 0,5 bis 1,7 mm befanden und an den der Hauptabschnitt
mit dem Ammonoxydationskütalysator anschbß.
Der Abstrora vom Reaktor wurde durch Gas-Fl üssigkeitschromatographie analysiert
Diese allgemeine Verfahrensweise wurde bei den nachfolgenden
Beispielen mit den angegebenen Variationen verwendet. Es wird jeweils der prozentuale Kohlenwasserstoffanteil
der Charge angegeben, wobei der prozentuale Sauerstoff anteil und der prozentuale Ammoniakanteil
jeweils das Doppelte des Kohlenwasserstoffanteils betragen. Der Rest der gasförmigen Charge besteht
aus Stickstoff. Es wurde jeweils die Kontaktzeit und die Reaktionstemperatur angegeben. Die Selektivität
bezieht sich auf die Menge von Acrylnitril im Produkt, mit Ausnahme von Beispiel 13, in dem sie auf
die Menge von Methacrylnitril bezogen ist.
Die gasförmige Charge enthielt 3,55 Volumprozent Propan; 0,02 Volumprozent 1,3-Dibrompropan wurden
hinzugegeben. Die Kontaktzeit betrug 2,5 Sekunden und die Temperatur des Reaktors 5O5°C. Der
Katalysator bestand aus Antimonoxid in Mischung mit Zinnoxid.
Der Verlauf der Reaktion wurde während 2 Stunden beobachtet, wobei die halogenhaltige Verbindung der
gasförmigen Charge für eine gewisse Zeit zugefihrt und dann wieder enthalten wurde. Aus den in der
Tabelle 1 angegebenen Ergebnissen ist ersichtlich, daß die prozentuale Umsetzung auf einen konstanten Wert
stieg, während der Reaktor auf seine volle Arbeitstemperatur kam, daß es eine merkliche Verbesserung
gab, als die halogenhaltige Verbindung zugeführt wurde, und daß diese erhöhte Umsetzung langsam
nachließ, nachdem die »lalogenhaltige Verbindung
weggelassen wurde, bis der frühere konstante Wert wieder erreicht wurde. Daraus ist ersichtlich, daß, obwohl
die halogenhaltige Verbindung der gasförmigen Charge zugegeben wurde, dieses trotzdem eine Änderung
des Katalysators möglicherweise an seiner Oberfläche verursachte, wobei sich diese Änderung nach
Beendigung der Zufuhr der halogenhaltigen Verbindung eine gewisse Zeit noch bemerkbar machte.
| Zeit |
Tempei atur
im Reaktor |
Umsetzung | Selektivität |
|
nach
Inbetrieb |
|||
| nahme | (0C) | (%) | (%) |
| (Min.) | 476 | 4,3 | 100 |
| 10 | 478 | 7,0 | 64,2 |
| 16 | 486 | 7,0 | 77,1 |
| 28 | 510 | • 12,8 | 63,8 |
| 36 | 516 | 10,0 | 76,0 |
| 44 | 518 | 16,5 | 88,5 |
| *) 50 |
520 | 19,0 | 78,7 |
| 56 | 520 | 21,8 | 85,3 |
| 62 | 520 | 19,1 | 80,2 |
| 68 | 520 | 19,1 | 78,4 |
| 74 | |||
| **) | 520 | 15,5 | 96,5 |
| 80 | 520 | 11.3 | 97,4 |
| 86 | 520 | 10,0 | 80,0 |
| 94 | 518 | 9,0 | 86,5 |
| 100 | 520 | 10,0 | 68,5 |
| 110 | 518 | 9,0 | 83,8 |
| 120 | |||
*) Zuführung dei halogenhaltigen Verb; ldung eingesc haltet.
* ·) Zuführung der halogenhaltig^! Verbinduni abgesc laitet.
Beispiele 2 bis 4
Die Ergebnisse dieser Beispieli, die in Tabelle 2 angegeben
sind, zeigen die Wirkungen, wenn 0,02 bis 0,05 Volumprozent Methylendichlorid oder Äthylenbromid
der gasförmigen Charge zugeführt wird. Die Temperatur des Reaktors betrug 5200C und die Ko ntaktzeit
jeweils 2,5 Sekunden.
%
Propan in iler Charge
% Selektivität
(a) (b) I (c)
(a)
% Umsetzung
I (b) I (c)
I (b) I (c)
Sb-Oxid
Sb/Ti-Oxide
Sb/Ce-Oxide
2,5
5,5
4,1
5,5
4,1
100
59,0
78,9
59,0
78,9
100
60,1
76,4
60,1
76,4
72,0
0,5
18,2
14,7
18,2
14,7
0,8
47,8
31,3
47,8
31,3
47,8
(a) Keine halogenhaltige Verbindung in der Charge.
(b) Methylendichlorid in der Charge.
(c) Äthylenbromid in der Charge.
Beispiele 5 bis 8
Diese Beispiele veranschaulichen die Einarbeitung Von flüchtigen organischen Fluorverbindungen in die
gasförmige Charge. Als Katalysator wurde das Gemisch aus Sb- und Sn-Oxiden verwendet. Die gasförmige
Charge enthielt 3,5 Volumprozent Propan, und es wurden 0,02 Volumprozent der Fluorverbindung
bei den Versuchen (b hinzugegeben. Die Temperatur des Reaktors betrug 5050C und die Kontaktzeit
2,8 Sekunden. Die Ergebnisse sind der Tabelle 3 zu entnehmen.
| Bei | Zugegebene | % Selektivität | (b) | % Umsetzung | (b) |
| spiel | Fluorverbindung | (a) | 80,7 | (a) | 19,4 |
| 5 | Tetrafluor | 83,1 | 9,8 | ||
| kohlenstoff | 81,4 | 19,7 | |||
| 6 | 1-Fluorhexan | 80,3 | 79,0 | 10,6 | 14,7 |
| 7 | 1,1,1-Trifluor- | 79,5 | 9,1 | ||
| aceton | 77,9 | 15,0 | |||
| 8 | 2,2,2-Trifluor- | 86,2 | 9,4 | ||
| äthanol |
(a) Keine halogenhaltige Verbindung in der Charge.
(b) Mit halogenhaltigen Verbindung in der Charge.
Beispiele 9 bis
Diese Beispiele betreffen die Zugabe von flüchtigen anorganischen Halogeniden zu der gasförmigen
Charge. Als Katalysator wurde jeweils das Gemisch aus Antimon- und Zinnoxiden verwendet. Die Ergebnisse
sind der Tabelle 4 zu entnehmen.
| Beispiel | Halogenid |
Volum
prozent |
Tempe
ratur (0C) |
Kontakt
zeit (Sek.) |
/o
Propan in der Charge |
%Sele
(a) |
ktivität
(b) |
% Umsetzung (a) I (b) |
12,1 18,9 21,4 |
| 9 10 11 |
NH4Br PCl5 SbF5 |
0,02 0,04 0,08 |
530 505 505 |
1,8 3,6 2,8 |
5,6 4,8 3,5 |
90,3 88,5 81,3 |
88,7 81,7 80,3 |
8,4 10,6 9,8 |
(a) Kein Halogenid in der Charge.
(b) Mit Halogenid in der Charge.
B e i s ρ i e 1 e 12 bis
Diese Beispiele betreffen die Verwendung von verschiedenen Kohlenwasserstoffchargen und organischen
Halogenverbindungen bei Anwendung des Antimon—Zinnoxid-Katalysators. Die Ergebnisse sind der Tabelle
5 zu entnehmen.
| Beispiel |
Halogen
verbindung |
Volum
prozent |
Tempe
ratur (0C) |
Kontakt
zeit (Sek.) |
% Kohlen
wasserstoff in der Charge |
%Selel
(a) |
ktivität
(b) |
%Um
(a) |
Setzung
(b) |
| 12 | CHBr, | 0,02 | 520 | 2,5 |
Propan
(3) Isobutan (3,0) Propan (2,6) Propan (3,6) |
40,0 | 43,2 | 12,0 | 48,6 |
| 13 | CH4O, | 0,02 | 505 | 1,8 | 90,1 | 86,1 | 9,1 | 18,0 | |
| 14 | CHiCI1 | 0,07 | 540 | 2,5 | 73,8 | 74,3 | 11,5 | 26,9 | |
| 15 | CH4Q, | 0,07 | 540 | 47,7 | 473 | 26,4 |
(a) Reine halogenhaitäge Verbindung in der Charge.
(b) Mit halogenhaltig« Verbindung io der Orange.
Claims (1)
- düngen, wie ζ. B. Ammoniumchlorid, -bromid oderPatentanspruch: -fluorid, Chlor- oder Bromwasserstoff und Antimonoder Phosphorpentachlorid.Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril bzw. Der Gehalt an flüchtiger halogenhaltiger Verbindung Methacrylnitril durch Umsetzung von Propan 5 im zugefüfcrten Gasgemisch beträgt 0,01 bis 1 Volumbzw. Isobutan mit Ammoniak und Sauerstoff in prozent, vorzugsweise etwa 0,02 bis 0,07 Volumproder Gasphase bei erhöhter Temperatur in Gegen- zent. Die Beimischung der flüchtigen halogenhaltigen wart eines calcinierten, Aatimonoxid enthaltenden Verbindung in das zuzuführende Gasgemisch kann auf Katalysators,dadurch gekennzeichnet, jede zweckmäßige Weise erfolgen. Ist die Verbindung daß man dem Ausgangsgemisch 0,01 bis 1 Volum- io bei normalen Temperaturen eine Flüssigkeit, so kann prozent einer flüchtigen organischen oder anorgani- sie vom Gasgemisch durchströmt werden. Ist sie daschen fluor-, chlor- oder bromhaltigen Verbindung gegen ein Feststoff, so kann sie bis zur Verdampfung zusetzt, die Umsetzung bei 505 bis 5400C durch- erwärmt werden, während das Gasgemisch über sie führt und als Katalysator Antimonoxid oder eine geleitet wird.Mischung von Antimonoxid und einem Oxid von 15 Die erfindungsgemäß verwendbaren KatalysatorenZinn, Titan oder Cer verwendet, wobei das Atom- bestehen aus Antimonoxid allein oder in Mischung mitverhältnis von Antimon zu dem anderen Metall einem Oxid von Zinn, Titan oder Cer.2,0:1 bis 2,7:1 beträgt. Bei Verwendung von Antimonoxid allein kann diesesdie Form des Trioxids, Tetroxids oder Pentoxids haben20 oder als ein Gemisch aus zwei oder mehr dieser Oxidevorliegen. Wenn Oxide von anderen Metallen vorhanden sind, können sie die Form von einzelnen Oxiden haben, die in den Katalysator durch physikalischesPropan und Isobutan sind bisher nicht als wichtige Mischen eingearbeitet werden, oder aber sie können in Ausgangsstoffe für die Herstellung von Acrylnitril 25 chemischer Verbindung mit dem Antimonoxid, z. B. bzw. Methacrylnitril angesehen worden. Es sind jedoch als ein Antimonat, vorliegen. Wesentlich ist, daß der bereits Versuche für die Ammonoxydation (gleich- Katalysator im wesentlichen aus Antimon und Sauerzeitige Umsetzung mit Ammoniak und Sauerstoff) stoff gegebenenfalls zusammen mit einem anderen dieser Alkane unter heterogener Katalyse gemacht Metall besteht.worden. Für diesen Zweck hat man bereits Antimon 30 Der aus einem oder mehreren Oxiden bestehende enthaltende Katalysatoren verwendet. Auch der Zu- Katalysator kann durch Mischen von einzelnen satz weiterer Oxide zum Antimonoxid wurde bereits Oxiden hergestellt werden. Er kann aber auch mit bei diesem Verfahren beschrieben. Es hat sich aber ge- Substanzen gebildet werden, die in der Wärme Oxide zeigt, daß die Umsetzung und insbesondere die Selek- ergeben, wie z. B. Hydroxide oder hydrierte Oxide, tivität bei diesem Verfahren nicht sehr hoch ist. Aus 35 z. B. Metazinnsäure. Wird ein Oxidgemisch benötigt, diesen Gründen wurde es bisher im allgemeinen für so kann dieses oft zweckmäßig durch gleichzeitige zweckmäßiger gehalten, Propylen oder Isobutylen als Fällung der Hydroxide oder hydratisierten Oxide der Ausgangsstoffe zu verwenden. gewünschten Elemente mittels Hydrolyse einer Lösung Es wurde nunmehr gefunden, daß bei dem oben- ihrer Salze, z. B. halogenhaltiger Verbindungen, hergeerwähnten Verfahren, bei welchem Propan bzw. Iso- 40 stellt werden. Die Fällung kann dann abfiltriert, gebutan verwendet wird und welches in Gegenwart von trocknet und calciniert werden, wobei sich das Oxid-Antimonoxid enthaltenden Katalysatoren durchge- gemisch ergibt. Diese Herstellungsweise hat den Vorführt wird, insbesondere die Selektivität beträchtlich teil, daß eine innige Mischung der Oxide gewährleistet gesteigert werden kann, wenn man in Gegenwart einer ist. Ein geeigneter Katalysator kann auch durch Fälflüchtigen organischen oder anorganischen fluor-, 45 lung des Antimonats ού:τ Pyroantimonats des weiteren chlor- oder bromhaltigen Verbindung arbeitet. Elements mit ansetzender Filtration und Calcinie-Die Erfindung betrifft also ein Verfahren zur Her- rung hergestellt werden.stellung von Acrylnitril bzw. Methacrylnitril durch Der Katalysator wird vorzugsweise als Granulat verUmsetzung von Propan bzw. Isobutan mit Ammoniak wendet, um den Kontakt zwischen Gas und Feststoff und Sauerstoff in der Gasphase bei erhöhter Tempe- 50 zu erleichtern. Er kann aHein oder in Mischung mit ratur in Gegenwart eines calcinierten, Antimonoxid einem inerten festen Verdünnungsmittel, wie z. B. enthaltenden Katalysators, das dadurch gekennzeich- Kieselerde oder Tonerde, verwendet werden. Das net ist, daß man dem Ausgangsgemisch 0,01 bis 1 Vo- inerte Verdünnungsmittel kann in einer Menge von lumprozent einer flüchtigen organischen oder anorgani- 60 bis 70 Gewichtsprozent, bezogen auf das Katalyschen fluor-, chlor- oder bromhaltigen Verbindung zu- 55 satorgemisch, vorliegen.setzt, die Umsetzung bei 505 bis 540°C durchführt und Der Katalysator kann in der hergestellten Formals Katalysator Antimonoxid oder eine Mischung von verwendet werden oder er kann vor Gebrauch vorer-Antimonoxid und einem Oxid von Zinn, Titan oder hitzt werden, besonders wenn er bei der HerstellungCer verwendet, wobei das Atomverhältnis von Anti- keiner Wärmebehandlung unterworfen wurde. Diemon zu dem anderen Metall 2,0:1 bis 2,7:1 beträgt. 60 Vorerhitzung wird bevorzugt und kann bei 550 bisBeispiele für geeignete flüchtige halogenhaltige Ver- 65O°C und gegebenenfalls noch höher durchgeführtbindungen sind 1) organische Halogenverbindungen, werden. Vorzugsweise ist die Temperatur der Vorer-wie z. B. Chlor-, Brom- oder Fluoralkane, und Fluor- hitzung mindestens so hoch wie die Temperatur, beialkohole oder -ketone, wie z. B. Tetrachlor-, Tetra- welcher der Katalysator verwendet werden soll,brom- oder Tetrafluorkohlenstoff, Methylendichlorid 65 Es wird vermutet, daß bei der ersten Stufe des erfin-oder -dibromid, 1,2-Dichlor- oder 1,2-Dibromäthan, dungsgemäßen Verfahrens eine Dehydrierung erfolgt,1-Fluorhexan, 1,1,1-Trifluoraceton und 2,2,2-Trifluor- wobei sich das entsprechende Olefin bildet. Es wirdäthanol, und 2) anorganische halogenhaltige Verbin- deshalb bevorzugt, da.'} bei Verwendung eines Alkan-
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |