DE1667674A1 - Verfahren zur Herstellung von Fluorwasserstoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FluorwasserstoffInfo
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Description
Dr. Walter Beil . · ■
Alfred E^f r~-™ 16&7I74
Dr, Hass C
hi"
Frankfurt a. M. - Höchst
Unsere Nr. 13 693
Pittsburgh Plate G-lass Company
Pittsburgh, Pa., V.St.A.
Verfahren zur Herstellung·, von Fluorwasserstoff
Die vorliegende Erfindung· betrifft ein neuartiges Verfahren
zur Herstellung von Fluorwasserstoff, insbesondere die Elektrolyse
eines entweder aus Alkalimetallfluorid- oder aus
^momumflunrid-Lösunß-en bestehenden Katholyts in einer Elektrolvsezelle,
in der dieser Katholyt durch eine AnionenaustauRchrnembran
(anion exchange membrane) von einem elektrisch
leitenden Anolyt getrennt wird. Inabesondere bezieht sich die
vorliegende Erfindung auf die in einer Elektrolysezelle stattfindende
Elektrolyse eines Katholyts, der aus einer Ammoniumfluoridlösuns:
besteht, die z.B. durch Umsetzung von Fluorkieselsäure mit Ammoniak oder Ammoniumhydroxyd gewonnen wurde,
wobei der Katholyt in der Elektrolysezelle durch eine Anionenaustausohraembran
von einem elektrisch leitenden Fluorwasserstoffanolyt getrennt wird.
Der in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendete Ausdruck
"FluorwasBerstoff" bezieht sich auf gasförmigen Fluorwasserstoff, sowie auf wässrige Lösungen desselben, d.h. Fluorwasserstoffsäure.
Fluorwasserstoff und Fluorwasserstoffsäure
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3ind Ausgangsstoffe für beinahe alle Fluorierungsverfahren und
Vommen auch in Niehtfluorierungsverfahren sehr häufig als Katalysator-
und Umsetzungsmedien zur Anwendung. Die Herstellung: von Fluorwasserstoff von hoher Reinheit ist nicht leicht durchführbar
und recht teuer. Bisher "beruhte die Herstellung von Fluorwasserstoff
in erster Linie auf der Umsetzung von verhältnismassig reinem Fluorit mit Schwefelsäure. "Die hochwertiges Fluorit
enthaltenden Vorkommen sind erschöpft, und deshalb ist es für die
Herstellung von Fluorwasserstoff wichtig, andere Quellen zu erschlnessen.
Siliciumfluorwasserstoffsäure (HpSiiV) stellt ein in
der Phosphat- und RuOernhosnhat-Dünffemittelindustrie anfallendes
Abfall "produkt des PhosnhatmineralaufSchlusses mit Säuren dar,
dessen BeseitipTing für diesen Industriezweig: ein Problem bedeutet.
Es wurden bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung von
Fluorwasserstoff vorgeschlagen. So offenbart z.B. die US Patentschrift ">, 128 Τϊ2 ein Verfahren zur Herstellung von Fluorwasserstoff
durch Oxydation von Wasserstoffammoniumdifluorid. US Patentschrift
2 981 601 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von
Fluorwasserstoff aus Aluminium- oder Eisenfluorsulfaten.
Erfindungsgemäss wurde gefunden, dass Fluorwasserstoff hergestellt
werden kann durch Elektrolyse eines aus Alkalimetallfluorid- oder Ammoniumfluorid-lösunken bestehenden Katholyts in einer
Elektrolysezelle, in der die Anode von der Kathode durch eine Anionenaustauschmembran getrennt wird. Nach dem erfindunitsgemässen
Verfahren erfolgt die Herstellung von Fluorwasserstoff an der Anode.
Der im vorliegenden elektrolytischen Verfahren verwendete Katholyt
kann aus .ieder beliebigen geeigneten Quelle ,stammen. Tn einer
besonderen AusfüoDnungsform wird die Alkalimetall- oder Ammoniumfluoridlösung
durch Umsetzung vqq Siliciumfluorwasserstoffsäure
mit dem entsprechenden Hydroxyd..gewonnen. 1st da;g1 Wolverhältnis
von Hydroxyd zu Siliciumfluorwassarstoffsäure gröss>r als 1, er-
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hä3 t man bei 3er Umsetzung das Alkalimetall— oder Ammoniumfluorid,
sowie einen Kieselsäureniederschlas:, wie aus der
folgenden Gesamt^leichuno· für die Umsetzung mit Ammöniumhydr.oxyd
hervorgeht;
6KH,OH + H0SiF,- ——* 6ΉΗ.Έ + SiO0 + 4Ho0
.4 c. ο
4 c £
BeI Verwendung von weniger als 1 Mol Hydroxyd ,ie Mol Siliciumfluorwasserstoffsäure erhält man vorzugsweise Fluorsilikat anstelle
von Fluorid. Die genaue Menge des zu verwendenden Hydroxyds kann innerhalb eines breiten Bereichs schwanken, im allgemeinen
liee-t das ÄTo !verhältnis von Alkalimetallhydroxyd oder Ammoniumhydroxyd
zu Siliciumfluorwasserstoffsäure im Bereich zwischen
etwa 1,5:1 und etwa 12:1 oder höher. Vorzugsweise schwankt das
Molverhältnis zwischen etwa 4:1, und 8:1,. am günstigsten liegt
es "bei etwa 6:1. ■
Die oben genannten Hydroxyde setzen sich nicht leicht mit Siliciumfluorwasserstoffsäure
um und kurz vor dem Abschluss der Umsetzung enthält die wässrige, bei der Ümsetzuns· erhaltene lösung
des entsprechenden Fluorid, eine geringe Mensre des entsprechenden
BifluoridsalzesT der Siliciumfluorwasserstoffsäure sowie des
entsprechenden Hydroxyds. .So enthält z.B. im EaIl von Ammonium—
hydroxyd die wässrige Produktlösung Ammoniumfluorid, Ammoniumbifluorid,
Siliciumfluorwasserstoffsäure und Ammoniumhydroxyd, Durch Weiterbehandlung der !lösungen erhält man das im wesentlichen reine
Pluoridsalz; jedoch können die !lösungen auch tier se zufriedenstellend
verwendet werden, Der in der Beschreibung und in den Ansprüchen
verwendete Ausdruck "Alkalimetallfluorid-lÖsung" bedeu-,tet
eine wässrige, Alkalimetallfluorid, ^Mfluorid oder Mischungen
derselben enthaltende Itösung* Weiterhin bedeu-tet der1 in der Beschreibung
und den Ansprüchen verwendete Ausdruck ^Ammoniumfluoriiä-Ibsung"
eine wässrige, jyomonliamfiuoricl r Aaimonliimbifluoria oder
(Jemische derselben enthaltende liösung. ■· -
Jedes beliebige Alkalimetallhydroxide!, d.h. Natrium- Lithium-»
Kalium-, Rubidium- oder Cäsiumhydroxyd kann neben" Aramoniuinhydroxyd
oder Ammoniak zur Herstellung der im vorliegenden Verfahren
eingesetzten Katholyt-Lösung verwendet werrlen., Wegen
der gegenüber den Alkalimetallfluoriden besseren Wasserlöslichkeit
verwendet man ,iedoch vorzugsweise Ammoniumhydroxyd.
Im vorliegenden neuartigen Verfahren kann als Elektrolysezelle
eine beliebige normalerweise verwndete* Zelle eingesetzt werden,
bei der der Anolyt vom Katholyt durch eine selektiv durchlassi ge
Membran getrennt wird, wobei die Zelle aus einem Stoff bestehen
muss, der gegenüber Elektrolyten, sowie gegenüber durch Elektrolyse hergestellten Produkten, z.B. gegenüber Fluorwasserstoff
inert ist. Tm vorliegenden Verfahren kann die Elektrolyse zelle
aus Polyvinylchlorid, kautschukgefüttertem St'ahl, PolyfluQrkohlenwasserstoffeh,
wie z.B. Teflon, oder anderen nichtleitenden korrosionsbeständigen
Stoffen bestehen. Die einfachste Form der Elektrolysezelle enthält zwei durch eine Anionenaustauschmembran getrennte
Kammern. Grosse,, für Laboratoriuribetrieb oder industrielle
Zwecke eingesetzte Zellen können ein aus mehreren solchen Zellen
bestehendes System darstellen.
Die im vorliegenden Elektrolyseverfahren verwendete Anode kann aus Graphit, impregniertem GraOhit oder anderen geeigneten Stoffen
bestehen, die gegenüber der Einwirkung des Anolyts und der in der Anolyt-Kammer hergestellten Produkte im wesentlichen beständig sind. Die Kathode kann aus Stahl, Nickel, Eisen oder anderen geeigneten gegenüber dem Katholyt und gegenüber den in der
Katholyt-Kammer hergestellten Produkten im wesentlichen beständigen
Stoffen bestehen. Ausserdem sollte die Kathode vorzugsweise
eine niedrige WasserstoffüberBTiannung besitzen.
Als Anionenaustauschmembran kann in der beschriebenen Elektrolysezelle
jede beliebige der in Elektrolyseverfahren normalerweise verwendete Anionenaustauschmembran verwendet werden, die
jedoch beständig sein muss gegenüber der im vorliegenden Verfahren
vorhandenen Zellenumgebung. Gewöhnlich bestehen solche Mem-
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brane entweder ans einem homogenen oder eine'm heterogenen Polymerenp-erüst,·
das dissoziierbäre IonengruOrien enthält,- die tnit
hitzehärtbaren Harzen oder anderen nicht-leitenden Stoffen' Verstärkt
werden können. Die dissoziierbaren tonengruOnen bestehen
aus verhältnismässi^ unbewep-lichen tonen einer ladung und aus
beweglichen Tonen der en tfe eingesetzten Ladung. Die unbeweglichen
Tonen stossen Tonen mit gleichem Vorzeichen ab und ziehen Ionen
des entgegengesetzten Vorzeichens an. Bei unmittelbarem Einfluss
von elektri schem f>trom werden Ionen der gleichen Ladune: ^
wie die im Polymerenß-erUst enthaltenen beweglichen Tonen durch
die verhältnismässijf unbewe^lt^ön Ionen angezogen und durchs
dringen die Membran, während Ionen mit entgegengesetzter Ladung
ab^estoesen werden.
Die Anionenaiistausehmembran muss hochselektiv· sein, d.h. sie
muss den Durab^anir von Kationen aussohliessen, ferner muss sie
niedrigen elektrischen Widerstand besitzen, so dass der freie
"Fluss der Än.ionen durch die Membran bei niedrigem Energieverbrauch
a-ewähr] eistet ist, ferner muss sie hohe mechanische Festis:-
keit besitzen und sehr widerstandsfähig gegenüber allen Arten der
Zersetzung sein.
(reeignete Anionenaustauschmembrane sind z.B. solche, die aus ™
Misohnolymermatrix aun monovinylaromatisehen und Oolyvinylaromatischen
Verbindungen, z.B. aus einem Styrol-Divinylbenzol-Mischnolymeren,
hergestellt werden. Me Herstellung von Anionenaustauschmembranen
erfolgt durch Chlormethylierung des aromati- , sehen Kerns der genannten polymeren Matrix mit anschliessender
Aminierung mittels tertiärer Amine zur Einführung quärternärer
Ammoniumgruppen in das polymere G-rundgef%e, vgl. z.B. US Patentschriften
2 591 573 und 2 591 574. Andere geeignete" AnionenaustaüBohraembrane
bestehen entweder aus homogenen oder aus hetörögenen,
verstärkten, Anionenaustauschflachen enthaltenden 'BOlien-,
wi#- a.B. die aus AmberliteIRA 400 oder aus Meiaminguanidinform-
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:. 1687674-
aldehydharzen bestehen den Membrane, die in den US Patentschriften 2 636 851, 2 68f 319 und 2 730 768 beschrieben
werden* Andere im VOrliegenden Verfahren verwendbare Anionen— "
austausöhmembrane werden in den TJB Patentschriften 2 731 425,
2 732 Λ51, 2 780 604, ?. 800 445 und 3 OO4 QOQ beschrieben.
Gewöhnlich kann die auf die Elektrolysezelle zur Anwendung
kommende Stromdichte innerhalb eines weiten Bereichs schwanken.
•Normalerweise beträft die Stromdichte etwa 0,01 bis etwa 0,22
ο ■
A.cm" (10-200 A/square foot), vorzugsweise etwa 0,11 bis 0r.i6
Α·οηΓ (100-15O A/souare foot). Das an die Elektrolysezelle angelegte Spannungsnotential kann ebenfalls innerhalb einen breiten Bereichs schwanken. Kormalerweise lies-t das STmnnu^sTmotential
zwischen etwa 3 und etwa 12 Volt, vorzugsweise zwischen
etwa 3 und etwa 6 Volt. ■"..'. ' :
Auch die Temperatur, bei der die Elektrolysezelle betrieben
wird, kann innerhalb eines breiten Bereichs"schwanken, liegt
jedoch gewöhnlich zwischen etwa 15 und 1100C.
Der in der obenbeschriebenen Elektrolysezelle zur Anwendung kommende Katholyt besteht, wie oben beschrieben, entweder aus Al-™
kalimetallfluorid- oder aus AmmoniumfluoridlÖsung-en. Diese Lösungen sind durch jede ireeii?niete Verfahrensweise erhältlich, wie
, z.B. durch die öbeiibeschriebene Umsetzung von Siliciumfluorwasserstoff
säure mit einem Alkalimetall— oder einem A-mmoniumhydroxyd.
Der in der obenbeschriebenen Elektrolysezelle verwendete Anolyt
besteht gewöhnlich aus einer elektrisch leitenden "PlUssigkeit,
die den Zellenbetrieb nicht beeinträchtigt* Unter elektrisch leitend
ist zu'verstehen,dass die elektrische Leitfähigkeit des Anolyts
so hoch sein sollte, dass ein Elektponenfluss möglich ist.
Dank der Eigenart des vorliegenden Verfahrens erhöht sich im lauf
der Zeit infolge der Bildung von. E'luorwässef stoff säure im Anolyt die Leitfähigkeit des Anolytö auf ein Maximum* JFörffiafoxweise
besteht der Änolyt aus Wasser, Vorzugsweise aus Wasser, dem ein
Leitfähigkeit verleihendes Zusatzmittel zugesetzt wurde, obzwar
oft auch Leitungswasser ausreicht. Das Leitfähigkeit verleihende Zusatzmittel muss leicht ionisierbar sein und darf
keine nachteilige Einwirkung auf den Zellenbetrieb, wie etwa
durch Bildung unlöslicher Salze, ausüben. Zur Verwendung als
d'erartip-e, Leitfähigkeit erteilende Zusatzmittel eignen sich
z.B. Schwefelsäure, Ammoniumsulfat und Fluorwasserstoffsäure.
Gewöhnlich genügt eine Konzentration von 0,0001 Normal des Zusatzmittels zum Ingangsetzen der Elektrolyse; jedoch können
auch höhere Konzentrationen, z.B. zwischen etwa 0,001 und etwa ™
0,1 Normal angewendet werden. Vorzugsweise wird Fluorwasserstoffsäure als Anolyt verwendet, da sie in fast jeder Konzentration
verwendbar ist und den Betrieb der Elektrolysezelle
nicht nachteilig beeinflusst. Als Anolyt wird zweckmässig
Fluorwasserstoffsäure einer Konzentration zwischen etwa 0,5 un-d etwa 4 Gewichtsprozent oder höher verwfidet.
So füllt man beispielsweise eine Ammoniumfluoridlösung, die
durch Umsetzung von Siliciumfluorwasserstoffsäure mit Ammoniumhydroxyd
gewonnen wurde, in die Kathodenkammer einer Elektrolysezelle ein. Die von der Kathodenkammer durch eine Anionenaustausehmembran
getrennte Anodenkammer wird mit einer verdünnten Lösung:, z.B. mit 2-s:ewichtsT)rozentiger Fluorwasserstoffsäure ™
beschickt. Durch unmittelbare Einwirkung von elektrischem Strom gelangen Fluoridionen durch die Anionenaustauschmembran und verbinden
sich mit den in der Anodenkammer aufgrund.von Wasserelektrolyse
gebildeten Wasserstoffionen unter Bildunsr von Fluorwasserstoff.
,In der Kathodenkammer wird gasförmiges Ammoniak gebildet und entweicht.
Das hergestellte Ammoniak kann auf jede beliebige übliche Weise gesammelt und zur Herstellung von Ammoniumhydroxyd verwen- ■
det werden, das dann mit weiterer Siliciumfluorwasserstoffsäure umgesttzt werden kann. Kleinere vorhandene oder in der Kathodenkammer
gebildete Mengen von Ammoniumhydroxyd setzen sich mit et-
109829:/137t
H>t>7674
wa vorhandener Siliciumfluorwasserstoffsäure unter lildunr
von zusätzlichem Ammoniumfruorid um.
Fluorwasserstoff bildet bei einer Konzentration von ?8,2 (Jew.··*
mit Wasser ein konstant siedendes Azoetron. So erhält man rar,-förmiren
Fluorwasserstoff unmittelbar aur dem -\nolyt, in^en1 mar
die Konzentration der Fluorwasserstoffsäure im Anolvt höher P-Is
38,2 Gew.'fc hält. Die genaue Konzentration hänft von der Temperatur
ab,bei der die Zelle betrieben wird und kann aus der Flüs-φ
siffkeits-BamOf-RlPichp-ewichtn-Furve des Fluorwasserstoff ρ entnommen
werden. So beträgt z.B. die Konzentration der Fluorwasserstoffsäure
im .Anolvt, wenn die Zelle bei 820C betrieben wird,
etwa 62 G-ew.^o, bevor merkliche Mengen an gasförmigem Ti'ii^orwasserstoff
gewonnen werden können, üe.r in Form eines G-a.ses aup dem
' Anolyt entweichende "ffiuorwasserstoff" enfhä]t p-ering-e Mengen von
mitp-eschleTiptem absorbiertem Wasser, das mittels üblicher Verfahrensweisen, z.B. durch Abstreifen, entfernt werden kann.
Fluorwasserstoff gas kann mittels ,ieder dafür eeei sneten Fethnden,
wie z.B. durch Absorbierun^ in einem Gasabsorber, rewonnen und
f'-ela^ert werden. Die als Produkt aus den -inοIyt n-ewcnnene Fluorwasserstoffsäure kann als solche verwendet, erst konzentriert
und dann verwendet oder zur Herstellung von Fluoridwasserstoffnach
üblichen Verfahrensweisen behandelt werden.
Beisniel J
A. Ani oiiejiaj^Jaj^chjiiembraji
Als Änionenaustauschmembran wurde im Verfahren des vorliegenden
Beisniels eine heterogene, mit gewebtem Nylonnetz verstärkte
Folie verwendet, die ein stark basisches Anionenaustauschharz
enthielt, das aus vernetzten!, quarternäre Ammoniumg:ruT>Oen enthaltendem
Polystyrol bestand.
B. Elektrolysezelle ■
Aus zwei Polyvinylchlorid-Knierohren mit einem Durchmesser von
5,08 cm und einer Biegung von 90°, die durch einen verri^el-
109829/1375 BAD
3 -
ten Flansch verbunden waren, wurden eine Elektrolysezelle
gebildet. Die oben (A.) beschriebene Änioneaustausehmembran
wurde· zwischen die beiden Flanschteile gelebt und. diente dazu,
die Zelle in eine Anoden- und eine Kathodenkammer zu unterteilen. "Durch in die Rückseite der Krümmer p-ebohrte Löcher wurde
.ie eine Gra^hitanode und eine Nickelkathode eingeführt, die mitteis
Gummip£opfen befestigt wurden. Ber Wirkungsbereich ,jeder
der Elektroden betrug 3,1-0 cm und die Tiüoke zwischen den Elektroden
1,27 cm.
C. Hei^teljunp; von Ammqniumf"luoridsalz
1ΌΠ v. 30-Gew.-'riifre Siliciumfluorwasserstoffsäure, 500 f Wasser
und 78 £T 28-n-ew.-%ifi-es'wässriges Ammoniak wurde in einem £reeiimeten
fi-efäss bei ^immertemOeratur (2^0O) vermischt und kräftig
feruhrt. T)ie Mischunp· wurde filtriert und mit Wasser bei 29,1S0O
gewaschen. Die Filtrierten Feststoffe enthielten etwa 12 g Kieselsäure
(SiQ2) und das Filtrat enthielt etwa 24 g Fluoridionen berechnet
als HF. Etwas Kieselsäure war im Filtrat enthalten.
D. betrieb _de_r Ze.1Ie
278,8 p: der wie oben (C.) beschrieben hergestellten Ammoniumfluoridlösung
wurde in die Kathodenkammer der oben (B.) beschriebenen
Elektrolysezelle gefüllt. Oiese Lösung enthielt etwa 6 Gew.-0Jo
Ammoniumfluorid. Die Anodenkammer wurde mit 310,2 g einer 49,3 Gew.-
^igen Fluorwasserstoffsäure gefüllt. Man lieas einen Gleichstrom
von etwa 0,5 AmO. bei etwa 3,45-3,70 Volt 100 Minuten lang auf
die Zelle einwirken und bestimmte dann die im Anolyt und Katholyt
enthaltene Menp-e der Fluoridionen. Tabelle I zeigt eine Übersicht
über die Stoffbilanz.
Gramm P~ -Beschickung:
Gramm Tf -Ausbeute:
| Anqlyjt | Katholyt |
| 150,2 | 17,55 |
| 151,0 | 16,66 |
- το -
Die in Tabelle T angegebenen Werte zeilen, dass die Anolytkammer
0,8 g Fluoridionen gewann während die Katholytkammer
0,8°) S- Fluoridionen verlor bei einer Berechenbarlreit von
99,9^· Die Men^e der hergestellten Fluoridionen betrug etwa
1,06 ßr/Anroerestunde.
Nach dem.Verfahren des Beispiels X wurden 263,4 f einer Ammomumfluoridlösung
in die Katholytkammer der Elektrolysezelle
des BeisOieln I ses-eben. "Die Anolytkammer wurde mit 296,5 F
einer 49,3 ^ew.-faia;en Fluorwasserstoffsäure beschickt. Die Elektrolyse
wurde während 6 Stunden bei einer TemOeratur von 25-280O
mit Gleichstrom von 0,5 Ampere und einem SOannunfcsp^ential von
etwa 4,60 Volt durchgeführt. Tabelle TT zeip-t eine - Ühersi oht über
die Rtoffbilanz der Fluoridionen.
| F~ | jE_abelle_ | JJL, | Anolyt | ffatholyt | |
| F" | 135,44 | 15,04 | |||
| Gramm | -Beschickung: | 138,02 | 12,97 | ||
| Gramm | -Ausbeute: | ||||
Die in Tabelle II angegebenen Werte zeilen, dass die toolytkammer
2,58 s Fluoridionen gewann, während die Katholytkamraer 2,07 ζ
Fluoridionen verlor bei einer Berechenbarkeit von 100,33'»· Die
Menge der gebildeten Fluoridionen betrug etwa 0,86 g-/AmO ere stunde
T0a82S/t37S
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von Fluorwasserstoff, dadurch
■f-ekemizelohnet, dass ein aus Alkalimetallfluoride- oder Ammoniumfluorid-Lösunsen
bestehender Fatholyt in einer Elektro-3yneze]le,
in der der Katholyt von einem elektrisch leitenden
AnοIyt durch eine Anionenaustauschmembran setrennt wird, elektret
"""siert wird unter Bildung von ^HuorwasFerntoff an der Anode.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
elektrisch leitende Anolyt aus Fluorwasserstoffsäure besteht.
?. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ammoniumfluoridlösuns; Ammoniumfluorid und Ammoniumbifluorid enthält,
-
4. Verfahren nach AnsOruch 1, dadurch pekennezeichnet, dass die
Alka 1 imetallfüuoridlösung Alkalimetallfluorid und Alkalimetall 1-bifluorid
enthält.
5. Verfahren nach Ans"nruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Anolyt anfänglich Wasser sowie ein Leitfähigkeit verleihendes Zusatzmittel
enthält, wobei die Konzentration des Zusatzmittels
mindestens etwa 0,0001 JTormal beträgt.
6. Verfahren nach Ansnruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Anolyt aus Fluorwasserstoffsäure einer Anfangskonzentration von etwa 0,5 bis etwa 4 Gew.-$>
besteht.
7. Verfahren nach Ansr>ruch 1, dadurch /rekennzeichnet, dass man
als Katholyt die aus der Umsetzung von Siliciumfluorwasserstoffsäure
mit einem Alkalimetallhydroxyd, Ammoniak oder Ammoniumhydroxyd gewonnene wässrige Produktlösung verwendet»
109829/1375
1t
8. Verfahren nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausgangsfluorwasserstoff konzentration des aus Fluorwasserstoff
säure bestehenden Anolyts stärker ist als 38,2 Gew*-f°*
IHir: Pittsburgh Plate Glass Conroany
Pittsburgh, Pa., V.St.A,
Rec
109826/1376
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US53386266A | 1966-03-14 | 1966-03-14 |
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Family Applications (1)
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