DE1660920C3 - Verfahren und Maschine zur Herstellung einer Einfaden-Kettenstichnaht mit verknoteten Nadelfadenschleifen - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung einer Einfaden-Kettenstichnaht mit verknoteten NadelfadenschleifenInfo
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- D05B1/00—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
- D05B1/02—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making single-thread seams
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Description
,o S1CDieLbekannten Einfaden-Kettenstichnähte dieserArt
konnten wegen ihres komplizierten Fadenschhngbildes konnten weg „em Wege hergestellt werden.
Außerdem ist der Nähfaden nach Bildung des Knotens nicht mehr nachziehbar, so daß die Naht nur lose m den
,<= zu verbindenden Teilen hegt
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde ein Herstellungsverfahren für ein Fadenschlingbild
einer Einfaden-Kettenstichnaht zu schaffen, das maschinell
durchführbar ist und bei dem die einzelnen Fa-Schleifen bei der iCnotenbildung nachz.ehbar sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelöst
daß die zuerst gebildete Fadenschleife in die Schlinge des vorhergehenden Knotens eingeführt und
unter Verdrehung um 90° festgehalten wird, worauf
Sann die zweite Fadenschleife gebildet in die festgehaltene
erste Fadenschleife eingeführt und ebenfalls unter Verdrehung um 90° zur Bildung des nächsten Knotens
bereitgehalten oder, falls der Nähvorgang beendet ist, aufgeschnitten wird.
,o Zur Durchführung des Herstellungsverfahrens wird
eine Maschine mit einer von einer rotierenden Führungskurve angetriebenen Nadelstange unteren, mit
der Nadel zusammenwirkenden Stichbildewerkzeugen. einem Fadengeber, einem Stoffdrücker, einer mittels
eines Nockens an einer Kurvenscheibe in gesteuerter Weise angetriebenen Fadenabschneidvorrichtung und
einem Stoffschieber verwendet, bei der die Führungskurve schmetterlingsartig ausgebildet ist, die unteren
Stichbildewerkzeuge, bestehend aus einem Schleifenfänger und einem Schleifenöffner, von einer mit der
Führuneskurve antriebsmäßig verbundenen Kurvenscheibe angetrieben sind, der Fadengeber durch eine
am Nadelstangenhebel angeordnete Kulisse gesteuert wird und der Stoffschieber in an sich bekannter Weise
4s im Stoffdrückerfuß angeordnet und durch eine an der
Nadelstange befestigte Kulisse gesteuert ist. Der zur Steuerung der Fadenabschneidvorrichtung dienende
Nocken kann hierbei an der mit der schmetterlingsartig ausgebildeten Führungskurve versehenen Kurvenscheibe
angebracht sein.
Ferner empfiehlt es sich, den Schleifenfänger und
den Schleifenöffner achsparallel verschiebbar zueinander anzuordnen und durch eine Führungsnut und einem
Mitnehmerstift derart miteinander zu koppeln, daß der Schleifenfänger beim Einsetzen der durch die beiden
Führungskurven der Kurvenscheibe verursachten Relativbewegung um seine Längsachse geschwenkt wird.
Die Stichlänge ist durch eine verstellbar am Stoffdrücker angeordnete Achse einstellbar, auf der der Antriebshebel
des Stoffschiebers mit einem Langloch gelagert ist. Um einen guten Stofftransport zu gewährleisten,
ist der Stoffschieber mit exzentrisch gelagerten Mitnehmern versehen, die an der am Stoff aufliegenden
Bogenfläche mit einer sägezahnähnlichen Verzahnung 65 und mit Rillen versehen sind.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigt
F i g. I eine schaubüdliche Darstellung des Faden-
schlingbildes in vergrößerter Darstellung,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch eine Nähmaschine zur Herstellung des in F i g. 1 dargestellten Fadenschlingbildes,
F i g. 3 eine Draufsicht auf die Anordnung des Schleifenfängen»
und des Schleifenöffners unterhalb der als Maschinentisch dienenden Tragplatte,
F i g. 4 einen Querschnitt in Richtung A-B durch die
in F i g. 3 gezeigte Anordnung,
F i g. 5 eine Seitenansicht des Schleifenfängers, F i g. 6 eine Vorderansicht des Schleifepfängers,
F i g. 7 eine Seitenansicht des Schleifenöffners,
F · g. 8 eine Vorderansicht des Schleifenöffners,
Fig.9 einen Längsschnitt in Richtung C-D durch den Kopf der Maschine,
F i g. 7 eine Seitenansicht des Schleifenöffners,
F · g. 8 eine Vorderansicht des Schleifenöffners,
Fig.9 einen Längsschnitt in Richtung C-D durch den Kopf der Maschine,
F i g. 10 eine Draufsicht auf die am Kopf der Maschine
vorgesehene Fadenspann- und Fadenabzugsvorrichtung,
Fig. 11 und 12 eine vergrößerte Darstellung des Stoffdrückers und Stoffschiebers in verschiedenen Lagen
der Teile,
Fig. 13 eine vergrößerte Darstellung eines der im Stoffschieber angeordneten Mitnehmer,
F i g. 14 eine Draufsicht auf die Unterseite des Stoffdrückers und Stoffschiebers,
F i g. 15 bis 38 die einzelnen Schritte bei der Knotenbildung sowie die verschiedenen Stellungen der Nadel
und der schlingenbildenden Teile.
Bei dem in F i g. 1 gezeigten Fadenschlingbild für eine Einfaden-Kettenstichnaht sticht die nicht dargestellte
Nadel zweimal an der gleichen Stelle in die beiden Stoffbahnen 1 und 2 ein. Der Nähfaden 3 wird beim
ersten Einstich in die an der Einstichstelle bereitgehaltene
Schlinge 5 des vorhergehenden Knotens 4 eingeführt. Die sich hierbei bildende Fadenschleife 6 wird
beim Hochziehen der Nadel festgehalten und um 90° verdreht an der Einstichstelle für den zweiten Einstich
bereitgehalten. Die Nadel führt nunmehr den Nähfaden 3 in die Fadenschleife 6 ein. Anschließend wird der auf
diese Weise gebildete Knoten festgezogen und dessen Knotenschlinge 7 der neuen Einstichstelle zugeführt.
Am Nahtende wird die letzte Knotenschlinge 7, wie in F i g. 36 dargestellt, an den gestrichelt gezeichneten
Stellen aufgeschnitten und damit die Naht gegen Aufziehen gesichert.
Die in F i g. 2 gezeigte Nähmaschine besteht in bekannter Weise aus einem Ständer 8, der mit einem den
Kopf 10 tragenden Arm 9 versehen und auf einer am nicht dargestellten Maschinentisch angeordneten Tragplatte
11 befestigt ist. Die Tragplatte 11 dient beim Nähen
als Auflage für die beiden Stoffbahnen 1 und 2. Die Nadel 12 ist an einer im Kopf 10 gelagerten Nadelstange
13 befestigt, die am oberen Ende mittels einer Führungsgabel 14 an einem Nadelst?ngenhebel 15 angelenkt
ist. Der Nadelstangenhebel 15 ist außermittig im Arm 9 gelagert und greift mit einer am freien Hebelende
angebrachten Rolle 16 in eine an einer rotierenden Kurvenscheibe 17 vorgesehene schmetterlingsartig
ausgebildete Führungskurve 18 ein, die dem Nadelsiangenhebel 15 eine auf- und abschwingende Bewegung
erteilt. Der Einsatzpunkt und die Einstichtiefe der Nadel werden von der Führungskurve 18 so vorgegeben,
daß bei einer Umdrehung um 360° zwei Nadeleinstiche ausgeführt werden. Die Kurvenscheibe 17 ist auf der
anderen Seite mit einem Zahnkranz 19 versehen und <vs wird durch ein Kegelrad 20 angetrieben, das auf einer
mit einer Keilriemenscheibe 21 und einem Handrad 22 versehenen Antriebswelle 23 befestigt ist. Am äußeren
Umfang der Kurvenscheibe 17 ist ein Nocken 24 vorgesehen, der einen Fadenabschneider 27 betätigt. Der
Nocken 24 ist so an der Kurvenscheibe 17 angeordnet, daß der Fadenabschneider 27 jeweils erst nach Abschluß
des VerknotungsVorgangs wirksam werden kann. Die zur Knotenbildung erforderlichen Teile der
Nähmaschine sind, wie in Fi g. 3 und 4 gezeigt, achsparallel
verschiebbar unterhalb der Tragplatte 11 angeordnet und werden durch eine senkrecht in dem
Ständer 8 gelagerten Welle 28 mittels eines Kegelrades 29 von dem Zahnkranz 19 angetrieben. Am unteren
Ende der Welle 28 ist eine Kurvenscheibe 30 befestigt, die auf beiden Seiten mit je einer Führungskurve 31
und 32 versehen ist. Die Kurvenscheibe 30 steuert einen zweiteilig ausgebildeten Schleifenfänger 33 und
einen Schleifenöffner 34, die mit je einer Rolle 35 und 36 in die Führungskurven 31 und 32 eingreifen. Damit
der beabsichtigte Knotenstich erreicht wird, muß die Kurvenscheibe 30 doppelt so schnell rotieren als die
Kurvenscheibe 17, die den Nadelstangenhebel 15 antreibt. Da die beiden Führungskurven 31 und 32 nicht
deckungsgleich verlaufen, wird zwischen dem Schleifenfänger 33 und dem Schieifenöffner 34 eine Relativbewegung
erzeugt, durch die der vordere Teil des Schleifenfängers 33 um seine Längsachse geschwenkt
wird. Diese Schwenkbewegung wird durch eine am Schleifenöffner 34 vorgesehene Führungsnut 37 bewirkt,
in die ein am vorderen Teil des Schleifenfängers 33 befestigter Mitnehmerstift 38 eingreift.
Der in F i g. 5 und 6 dargestellte vordere Teil des Schleifenfängers 33 ist zylindrisch ausgebildet und an
dem hinteren Ende mit einer Eindrehung 39 versehen, durch die ein Bund 40 gebildet wird, der in eine am
hinteren Teil des Schleifenfängers 33 vorgesehene Aussparung 41 einsetzbar ist. Der Mitnehmerstift 38 ist fest
mit dem Schleifenfänger 33 verbunden. Am nadelseitigen Ende ist der Schleifenfänger 33 doppelt abgesetzt
und mit einer hakenartigen Fadenzunge 42 versehen, die zum Nadelöhr hin zugespitzt ist. Die zur Fadenführung
dienende Fläche 43 ist kufenförmig ausgebildet und mit einem parabelförmigen Rand 44 versehen.
Die F i g. 7 und 8 zeigen den Schleifenöffner 34, dessen abgekröpftes Ende an einer vierkantig ausgebildeten
Schubstange 45 befestigt ist, die durch die Rolle 36 von der Führungskurve 32 gesteuert wird. An der
Schubstange 45 ist ein mit der Führungsnut 37 für den Mitnehmerstift 38 versehener Lagerbock 46 befestigt,
der den Schleifenfänger 33 abstützt. Wegen der starken Beanspruchung sind der Schleifenfänger 33 und der
Schleifenöffner 34 aus einem verschleißfesten, biegefähigen härtbaren Werkstoff gefertigt.
Die Fadenspann- und die Fadenabzugsvorrichtung ist den F i g. 9 und 10 zu entnehmen. Der von der Garnrolle
47 ablaufende Nähfaden 3 wird von der oberen Fadenöse 48 einer Fadenspann- und Fadenabzugsvorrichtung
zugeführt und von hier aus über die untere Fadenöse 49 an die Nadel 12 weitergeführt. Die Fadenspannvorrichtung
ist am Kopf 10 der Maschine angeordnet und besteht aus zwei Klemmbacken 50 und 5t, die unter der Einwirkung einer Druckfeder 52 beidseitig
am Nähfaden 3 angreifen und die für die Knotenbildung erforderliche Fadenspannung erzeugen. Der
Anpreßdruck der Druckfeder 52 kann hierbei mittels eines Hebels 53 und einer Skala 54 für fünf verschiedene
Fadenspannungen eingestellt werden.
Die Fadenabzugsvorrichtung besteht aus einem verschiebbar im Kopf 10 der Maschine angeordneten Fadengeber
55, der unter dem Druck einer Feder 56 mit
1 O OU
dem abgerundeten Ende 57 an einer am oberen Teil des Nadelstangenhebels 15 angebrachten Kulisse 58 anliegt.
Das vordere Ende des Fadengebers 55 ist mit einem Schlitz 59 versehen, der den Nähfaden 3 führt und gegen
Abrutschen sichert. Der Fadengeber 55 wird von der Kulisse 58 beim Auf- und Abschwingen der Nadelstange
13 derart gesteuert, daß er vor Beginn des Einstiches jeweils soviel Nähfaden 3 von der Garnrolle 47
abzieht, wie zur Bildung eines Knotenstiches benötigt wird. Der Nähfaden 3 wird um zwei als Widerlager dienende
Stifte 60 herumgeführt. Beim Niedergehen der Nadel 12 hält die Kulisse 58 den Fadengeber 55 noch
eine Zeitlang in der dargestellten Stellung fest, wodurch der Fadenabzug blockiert ist. Dies hat zur Folge,
daß der Fadenbedarf für die neue Fadenschlinge zum Teil aus den schon miteinander verknoteten Schlingen
5 und den Fadenschleifen 6 gedeckt wird und diese hierbei zugezogen werden. Erst nachdem der Fadengeber
55 von der Kulisse 58 freigegeben wird, kann die Nadel 12 den zusätzlichen Fadenbedarf von der Garnrolle
47 abziehen. Dieses Spiel wiederholt sich sowohl beim ersten als auch beim zweiten Stich.
Um den Nähfaden 3 leicht in die Fadenspann- und Fadenabzugsvorrichtung einlegen zu können, sind die
Klemmbacke 50 und die als Widerlager dienenden Stifte 60 schwenkbar am Kopf 10 der Maschine angeordnet.
Die beiden Stifte 60 sind hierbei an dem nach unten verlängerten Teil des Klemmbackens 50 befestigt und
können mit diesem mittels eines Winkelhebels 61 nach links geschwenkt werden. Eine auf den Winkelhebel 61
einwirkende Druckfeder 62 führt diesen beim Loslassen des Handgriffes selbsttätig in die Ausgangsstellung zurück.
Damit der Nähfaden 3 gegen äußere Einflüsse geschützt ist und der Fadenablauf jederzeit verfolgt werden
kann, ist eine leicht abzunehmende durchsichtige Abdeckung 63 vorgesehen.
Der Stoffdrücker ist an dem Drückerfuß 64 angeordnet. Der Stoffdrückerfuß 64 ist am Kopf 10 der Maschine
gelagert und wird von einer Druckfeder 65 gegen die zu vernähenden Stoffbahnen 1 und 2 gedrückt, die
auf der Tragplatte 11 aufliegen. In seinem oberen Teil ist quer zur Längsrichtung ein Führungsstift 66 für eine
Druckfeder 67 befestigt, der mit seinem vorderen Ende eine im Kopf 10 der Maschine vorgesehene Führungsnut
68 durchdringt und an einer am Stoffdrückerhebel 69 vorgesehenen Hubkurvenscheibe 70 aufliegt, mit der
beim Betätigen des Stoffdrückerhebels 69 der Stoffdrücker 64 von den beiden Stoffbahnen 1 und 2 abgehoben
wird. Der untere Teil des Stoffdrückers 64 ist
offen und an den beiden Längsseiten mit je einer Führungsnut 71 versehen, in die ein Stoffschieber 72 eingesetzt
ist. An der Unterseite ist der Stoffdrücker 64 mit einer sägezahnähnlichen Verzahnung 73 versehen. Der
Stoffschieber 72 ist am hinteren Teil mit einer Lagerpfanne 74 versehen, in die der Antriebshebel 75 mit
seinem abgerundeten Ende 75' eingreift Der Antriebshebel 75 ist mit einem Langloch 76 auf einer verstellbaren
Achse 77 gelagert, mit der die verschiedenen Stichlängen der Naht eingestellt werden. An dem Hebelende
75" ist ein Doppelhebel 78 angelenkt, der auf einer Achse 79 im Drückerfuß 64 gelagert ist Am anderen
Ende des Doppelhebels 78 ist eine Rolle 80 befestigt, die auf einer an der Nadelstange 13 angeordneten Kulisse
81 aufliegt Ferner ist am äußersten Hebelende ein Federteller 82 vorgesehen, auf dem sich die auf dem
Führungsstift 66 angeordnete Druckfeder 67 abstützt. Durch die beim Nähvorgang auf- und abgehende Kulisse
81 wird dem Stoffschieber 72 über die Hebel 75 und 78 eine hin- und hergehende Bewegung erteilt. Auf der
Unterseite des Stoff Schiebers 72 sind kreisbogenartig
ausgebildete Mitnehmer 83 angeordnet, die mit außermittig angebrachten Lagerzapfen 84 in den beiden Seitenwänden
des Stoffschiebers 72 gelagert sind. Die Kreisbogenfläche der Mitnehmer 83 ist mit einer sägezahnartigen
Verzahnung versehen, deren Zähne 85 in Richtung des Stoffvorschubs weisen. Die Teilung der
ίο Zähne 83 ist wesentlich kleiner als die der Verzahnung
73 des Drückerfußes 64. Bei der Transportbewegung des Stoffschiebers 72 richten sich die Mitnehmer 83 infolge
ihrer außermittigen Lagerung auf und schieben mit den Zähnen 85 die beiden Stoffbahnen 1 und 2 eine
Stichlänge weiter. Bei der Rückwärtsbewegung des Stoffschiebers 72 gleiten die Zähne 85 der Mitnehmer
83 widerstandslos auf der oberen Stoffbahn 1 in die Ausgangsstellung zurück. Die Mitnehmer 83 sind in
Transportrichtung mit Rillen 86 versehen, deren Breite dem Werkstoff des zu verarbeitenden Nähgutes angepaßt
ist. Damit die Naht mit ihren Knoten ungehindert an den Zähnen 85 der Mitnehmer 83 vorbeigleiten
kann, ist in der Mitte der Mitnehmer 83 eine Nut 87 vorgesehen. Ferner sind die Mitnehmer 83 im Durch-Stechbereich
88 der Nadel 3 zweiteilig ausgebildet.
Die Wirkungsweise der Nähmaschine ist in den F i g. 15 bis 38 schematisch dargestellt und nachstehend
näher beschrieben: Die Fi g. 15, 16 und 17 zeigen die erste Arbeitsphase des ersten Stiches. Beim Niedergehen
der Nadelstange 13 wird die Nadel 12 mit dem Nähfaden 3 in die an der Einstichstelle bereitgehaltene
Schlinge 5 des zuletzt gebildeten Knotens 4 eingeführt. Da der Fadengeber 55 beim Einstich der Nadel 12 in
die beiden Stoffbahnen 1 und 2 die Zuführung von neuem Nähfaden 3 noch blockiert, muß sich die Nadel
12 den anfänglichen Garnbedarf aus den Schlingen des noch losen Knotens 4 holen. Hierbei wird der Knoten 4
nachgezogen. Der Schleifenfänger 33 und der Schleifenöffner 34 haben die an der Einstichstelle bereitgehalten«
Schlinge 5 bereits wieder freigegeben und sind in ih^e Ausgangsstellung zurückgegangen. Beim weiteren
Niedergehen der Nadel 12 bewegen sich der Schleifenfänger 33 und der Schleifenöffner 34 gemeinsam
auf die Nadel 12 zu. Hierbei dringt der Schleifenfänger 33, wie in den F i g. 18,19 und 20 dargestellt, mit
seiner Spitze zwischen der Nadel und dem Faden in die Fadenschleife 6 ein. Durch die unterschiedlichen Führungskurven
31 und 32 bewegen sich der Schleifenfänger 33 und der Schleifenöffner 34 nunmehr relativ
zueinander. Dies hat zur Folge, daß dem Schleifenfänger 33, der mit dem Mitnehmerstift 38 in die am Schleifenöffner
34 angebrachte Führungsnut 37 eingreift, durch die Führungsnut 37 eine Drehbewegung erteilt
wird. Bei der nun folgenden Rückwärtsbewegung dreht sich der Schleifenfänger 33 in die den F i g. 21, 22 und
23 zu entnehmende Stellung. Hierbei hakt die an seiner Spitze vorgesehene Fadenzunge 42 in die Fadenschleife
6 ein und hält diese um 90° verdreht für den Eingriff des Schleifenöffners 34 bereit Die Nadel 12 ist inzwisehen
wieder so weit nach oben gegangen, daß ihre Spitze noch in der obersten Stoffbahn 1 steckt.
Bei der in den F i g. 24, 25 und 26 gezeigten Folge halten der Schleifenfänger 33 und der Schleifenöffner
34 die geöffnete Fadenschleife 6 für den zweiten Einstich der Nadel 12 bereit, der in der gezeichneten Phase
bereits erfolgt ist Die sich hierbei bildende Knotenschleife 7 zieht, wie die F i g. 27,28 und 29 zeigen, beim
weiteren Niedergehen die Fadenschleife 6 zu. Der
1827
:hleifenfänger 33 und der Schleifenöffner 34 gehen erbei in die Ausgangsstellung zurück. Bevor die Na-
:l 12 wieder nach oben gezogen wird, greift der :hleifenfänger 33 in die Knotenschleife 7 ein und hält
ese mit der Fadenzunge 42 fest (F i g. 30, 31, 32). Solid die Nadel 12 die beiden Stoffbahnen 1 und 2 wie-
:r verlassen hat, setzt der Stoffvorschub ein, wobei die
Knotenschleife 7 vom Schleifenfänge F i g. 33, 34 und 35 dargestellt, an der Ein
gehalten wird.
Diese Reihenfolge wiederholt sich so Naht beendet ist. Dann wird die letzte
7, wie die F i g. 36, 37 und 38 zeigen, mit schneider 27 aufgeschnitten.
7, wie die F i g. 36, 37 und 38 zeigen, mit schneider 27 aufgeschnitten.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Λ
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung einer Einfaden-Kettenstichnaht
mit verknoteten Nadelfadenschleifen, deren Knoten durch zweimaliges Bilden einer Fadenschleife
an der gleichen Stelle gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zuerst gebildete Fadenschleife in die Schlinge des vorhergehenden
Knotens eingeführt und unter Verdrehung um 90° festgehalten wird, worauf dann die
zweite Fadenschleife gebildet, in die festgehaltene erste Fadenschleife eingeführt und ebenfalls unter
Verdrehung um 90° zur Bildung des nächsten Knotens bereitgehalten oder, falls der Näh Vorgang
beendet ist, aufgeschnitten wird.
2. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer von einer rotierenden
Führungskurve angetriebener Nadelstange, unteren, mit der Nadel zusammenwirkenden Stichbildewerkzeugen,
einem Fadengeber, einem Stoffdrükker, einer mittels eines Nockens an einer Kurvenscheibe
in gesteuerter Weise angetriebenen Fadenabschneidevorrichtung, und einem Stoffschieber,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungskurve (18) schmetterlingsartig ausgebildet ist, die unteren
Stichbildewerkzeuge, bestehend aus einem Schleifenfänger (33) und einem Schleifenöffner (34), von
einer mit der Fühningskurve (18) antriebsmäßig verbundenen Kurvenscheibe (30) angetrieben sind,
daß der Fadengeber (55) durch eine am Nadelstangenhebel (15) angeordnete Kulisse (58) gesteuert
wird und der Stoffschieber (72) in an sich bekannter Weise im Stoffdrückerfuß (64) angeordnet ist und
durch eine an der Nadelstange (13) befestigten Kulisse (81) gesteuert ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Steuerung der Fadenabschneidvorrichtung
dienende Nocken (24) an der mit der schmetterlingsartig ausgebildeten Führungskurve
(18) versehenen Kurvenscheibe (17) angebracht ist.
4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schleifenfänger (33) und der Schleifenöffner (34) achsparallel verschiebbar
zueinander angeordnet und durch eine Führungsnut (37) und einem Mitnehmerstift (38) derart miteinander
gekoppelt sind, daß der Schleifenfänger (33) beim Einsetzen der durch die beiden Führungskurven
(31, 32) der Kurvenscheibe (30) verursachten Relativbewegung um seine Längsachse geschwenkt
wird.
5. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stichlänge durch eine verstellbar
an dem Stoffdrücker (64) angeordnete Achse (77) einstellbar ist, auf der der Antriebshebel (75) des
Stoffschiebers (72) mit einem Langloch (76) gelagert ist.
6. Maschine nach den Ansprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffschieber (72)
mit exzentrisch gelagerten Mitnehmern (83) versehen ist, die an der am Stoff aufliegenden Bogenfläche
mit einer sägezahnähnlichen Verzahnung (85) und mit Rillen (86,87) versehen sind.
nie Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Ma-Ä zur Herstellung einer Einfaden-Kettenstichnaht
Sit verknoteten Nadelfadenschleifen, deren Knoten
üurch zweimaliges Bilden einer Fadenschleife an der
deichen Stelle gebildet werden.
2RPi derartigen Nähten sind die einzelnen Fadenschleifen bei Beschädigung oder Zerstörung einzelner Fadenteile durch die Verknotung gegen Aufziehen ge-
2RPi derartigen Nähten sind die einzelnen Fadenschleifen bei Beschädigung oder Zerstörung einzelner Fadenteile durch die Verknotung gegen Aufziehen ge-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0063798 | 1967-11-04 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1660920A1 DE1660920A1 (de) | 1971-07-29 |
| DE1660920B2 DE1660920B2 (de) | 1975-03-20 |
| DE1660920C3 true DE1660920C3 (de) | 1975-10-30 |
Family
ID=7231301
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671660920 Expired DE1660920C3 (de) | 1967-11-04 | 1967-11-04 | Verfahren und Maschine zur Herstellung einer Einfaden-Kettenstichnaht mit verknoteten Nadelfadenschleifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1660920C3 (de) |
-
1967
- 1967-11-04 DE DE19671660920 patent/DE1660920C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1660920A1 (de) | 1971-07-29 |
| DE1660920B2 (de) | 1975-03-20 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |