DE1660188C3 - Verfahren zum Anspinnen von Viskose fäden - Google Patents
Verfahren zum Anspinnen von Viskose fädenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/12—Stretch-spinning methods
- D01D5/14—Stretch-spinning methods with flowing liquid or gaseous stretching media, e.g. solution-blowing
-
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-
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Description
Die F.i'fmdunu hetrilfi ein Verfahren /um Anspinilen
von Viskr.-.fäden beim Naßstreckspinnen unter
Vermeidunü \on Verstopfungen der Spinndüse.
Fs sind schon Anstrengungen unternommen worden. um das Spinin erfahren von Viskose-Kunstseidefäden
unter Verwendung des bekannten Trichterstreckspinineriahrens zu beschleunigen.
Hierfür ist bereits bekannt die Fällflüssiükeit unter
wesentlich erhöhtem Druck in den abgedichteten Spinntrichter einzuführen, um die Strömungsiieschwindigkeit
der durch das Triehterrohr abwärts fließenden Flüsigkeit entsprechend zu erhöhen und
dadurch einen Verfahrensablauf bei hoher Geschwindigkeit /u erzielen. Obgleich bei diesem verbesserten
Verfahren wegen ('.er ' ohen Geschwindigkeil
eine höhere Arbeitsleistung erzielt wird, treten doch zu Beginn erhebliche Schwierigkeiten dadurch
auf. daß die Spinnöffnungen der Spinndüse anfangs durch verfestigte und im Bereich der öffnungen
niedergeschlagene Viskose-Lösungen verstopft sind. Dabei ist eine manuelle Entfernung der abgesetzten
Substanz praktisch unmöglich, da die Spinndüse innerhalb des Spinntrichters so montiert ist. daß sie
völlig in die Flüssigkeit eintaucht.
AIs Gegenmaßnahme hinsichtlich der zuvor geschilderten
Schwierigkeiten ist es nicht mehr neu. die Strömungsgeschwindigkeit der Fällflüssigkeit im Anfangsstadium
der Viskoseverspinnung beträchtlich zu erhöhen und sie auf die reguläre Geschwindigkeit zu
reduzieren. wenn die Viskose im Vorlauf des Durchganges durch den Spinntrichter vci Ystigt ist. sich in
Fließkontakt mit der Fällflüssigkeit befindet und dem Triehterrohr als Faden od. dgl. entnommen
wird. Hierbei können jedoch infolge der erhöhten Strömungsgeschwindigkeil tier Fällflüssigkeit beim
Anspinnen Fadenbrüche auftreten.
Zur Vermeidung bzw. Entfernung von Viskoseverstopfungen
ist ferner bekannt, zu Beginn jedes Anspinnvorgangs bzw. nach einer notwendig werdenden
Untcrbreehung des Spinnvorgangs die Spinndüsen aus dem Fällbad zu entfernen und die Zuführung der
Vikose zu unterbrechen. Anschließend wird die Spinndüsenoberfläche mit kaltem Wasser gereinigt
und gegebenenfalls mit einem öl zur Reduzierung der Oberflächenspannung behandelt. Danach wird
die Spinndüsenanordnung zum Einleiten des Anspinnvorgangs wieder in ihre Arbeitsposition im Fällbad
gebracht. Der wesentliche Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß es einen umständlichen
Reinigungsprozeß mit einer erforderlichen Entfernung
der .Spinndüsenanordnung aus ihrer Arbeitsposition beinhaltet.
Die Aufgabe tier Erfindung besteht in der Sehaf-'""g
L'>ncs solchen Verfahrens der genannten Art.
das unter Vermeidung der Nachteile bekannter Verfahren und Anordnungen äußerst einfach ist und
nach dem jederzeit ein einwandfreies Anspinnen möglich ist.
Die Lösung der gestellten Aufgabe wird bei einem Verfahren zum Anspinnen von Viskosefäden beim
Naßsireckspinnen unter Vermeidung von Verstopfuiigen der Spinndüse dadurch erzielt, daß beim Anspinnvorgang
eine die Viskose lösende Flüssigkeit durch die Spinntrichter geleitet wird, und daß anschließend
die Flüssigkeit durch die normale FillI-flüssigkeit ersetzt wird.
ίο Als Lösungsmittel für die Viskose dienen vorzugsweise
Wasser oder eine wäßrige Alkalilösup.g.
Die Erfindung wird nachstehend an !!and einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten und
zeichnerisch dargestellten Anordnung näher erlaulert.
Fine Spinndüse 1 ist in üblicher, nicht näher dargestellter
Weise mit einer Anzahl von < >l'fnungen versehen. Der Spinndüse 1 wird \on einer Pumpe 12
über eine Leitunu2 Viskosespinnflüssigkeit zugeführt.
Das untere Ende der Leitung 2 ragt in den Innenraum eines vergrößerten Spinntrichters Il am
oberen Ende eines sich senkrecht erstreckenden Rohres 3. Die Spinndüse 1 ist innerhalb des Spinntrichters
11 ortsfest angeordnet und in eine Flüssigkeit
3« eingetaucht.
Ein Rohr 4 steht in Verbindung mit zwei weiteren Rohren 5 und 7. Das Rohr 5 führt über ein Ventil 6
zu einer Vorratsquelle, die eine Pumpe 13 aufweist. Diese Vorratsquelle enthält eine bestimmte Flüssigkeil,
die die Viskose lösen kann, beispielsweise Wasscr
oder eine wäßrige Alkalilösnig. Das Rohr 7 führt über ein Ventil 8 zu einer Vorratsquelle, welche eine
Pumpe 14 aufweist. Diese Vorratsquellc enthält eine Fällflüssigkcit üblicher Säurezusammensetzung. L'nterhalb
des unteren Endes des Rohres 3 ist ein Behälter9
vorgesehen, der zum Sammeln der auslaufenden Flüssigkeit und zum Ablassen über ein nicht dargestelltes
Ablaßrohr bestimmt ist.
Außerhalb und im Abstand vom Behälter 9 ist eine Ablenkrolle 10 so angeordnet, daß sie die verfestigten
Viskosefäden A, die aus dem unteren Ende des Rohres 3 treten, seitlich ableitet.
Vor dem Beginn des regulären Spinnverfahrens wird das Ventil 8 im Rohr 7 geschlossen und das
Ventil 6 im Rohr 5 geöffnet. Die dadurch dem Spinntrichter zugeführte Flüssigkeit besteht vorzugsweise
aus Wasser, einer alkalischen Lösung od. ä. und ist in der Lage, die Viskose in und auf der Spinndüse 1
zu lösen. Danach fließt die Flüssigkeit durch das Rohr 3 ab und tritt am unteren Ende aus. Anschließend
wird die Pumpe 12 betätigt, um der Spinndüse 1 über die Leitung 2 Viskoseflüssigkeit zuzuführen.
Selbstverständlich kann sich die austretende Viskose hierbei nicht verfestigen, da sie während ihres
Durchganges durch das Rohr 3 in der Flüssigkeit gelöst wird. Danach wird schrittweise das Ventil 8 im
Rohr 7 geöffnet, während das zuvor geöffnete Ventil 6 im Rohr 5 schrittweise geschlossen wird. Dadurch
wird im Rohr 3 schrittweise die der Reinigung dienende Flüssigkeit durch die reguläre Fällflüssigkeit
ausgetauscht. Am Ende dieses Vorgangs wird die Viskose durch die nun durch das Rohr 3 nach
unten fließende Fällflüssigkeit sich verfestigen, so daß
sie in Form eines Faden-Bündels /1 am unleren Fiuie
des Rohres 3 austritt und /u der Ahlenkrolle 10 gelaunt.
Danach läuft das Bündel durch eine nicht dargestellte Streckzone und von dort /u einer nicht dargestellten
Aufwickelvorrichtung.
Aus der vorangegangenen Beschreibung wird deutlich, daß bei Anwendung der zuvor beschriebenen
Spinnvorrichtung in der Anfangsperiode des Spinnprozesses eine Flüssigkeit, in der die Viskose loslich
ist. in fortwährenden Koniakt mit der Spinndüse ge-
bracht wird. Dadurch werden geronnene Viskoseniassen
vermieden und die < iffnungen dei Spinndüse
immer in völlig sauberem, nicht verstopftem Zustand gehalten. Dies gilt auch wahrend der csien Verfahrensperiode,
und zwar im Gegensatz zur herkömmlichen Technik, bei der die Viskose vom Beginn des
Spinnprozesses an mit der Fällflüssigkeit in Berührung kommt. Hierbei besteht die Gefahr, daß ausgefällte
Viskose sowohl die öffnungen verstopft als auch die Oberfläche der Spinndüse verschmutzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- atcnianspiuch:Verfahren zum Anspinnen \on Viskosefäden beim Naßstreckspinnen unter Vermeidung von Verstopfungen der Spinndüse, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anspinnvorgang eine die Viskose lösende Flüssigkeit durch die Spinntrichter geleitet wird, und daß anschließend die Flüssiszkeit durch die normale Fällflüssigkeit ersetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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