DE1660144C - Spinntrichter zum Naßstreckspinnen von Kupferammoniakseide mit hoher Geschwindigkeit - Google Patents
Spinntrichter zum Naßstreckspinnen von Kupferammoniakseide mit hoher GeschwindigkeitInfo
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Description
25
Die Erfindung betrifft einen Spinntrichter zum Naßstreckspinnen
von Kupfetammo iakseicle mit hoher
Geschwindigkeit, bestehend aus einem unter einer Spinndüse angeordneten, mit Koa;. olierflüssigkeit be
schickten und sich verjüngenden konischen Rohr, einem langen, geraden Rohr, das sich an das untere
Ende des konischen Rohres anschließt und einem zweiten Koagulationsrohr, das einen größeren Durchmesser
als das gerade Rohr aufweist sowie mit dem unteren Ende desselben verbunden ist und dazu dient,
die Koagulation der teilweise koagulierten Fäden zu vervollständigen. ^0
Bei Anwendung üblicher Spinntrichter zum Naß streckenspinnen von Kupferammoniakseide mit hoher
Geschwindigkeit ist es unvermeidlich, daß in dem Trichter ein Reißen von Einzelfäden und die Bildung
einer großen Menge anomaler Fäden stattfindet. Eine industrielle Herstellung von Kupferammoniakseide
durch Streckspinnen bei hoher Geschwindigkeit war daher mit solchen Spinntrichtern nicht möglich. Die
durch Naßstreckspinnen bei hoher Geschwindigkeit unter Anwendung solcher Spinntrichter hergestellten
Fäden weisen außerdem bezüglich ihrer physikalischen Eigenschaften viele Nachteile auf. Zu diesen
Nachteilen gehören z.B. eine merkliche Verringerung der Dehnbarkeit und eine verminderte Fähigkeit der
Fäden, mit Harzen ausgerüstet werden zu können.
Aus der deutschen Patentschrift 555,183 sind nach unten gerichtete Spinntrichter zum Streckspinnen von
Kupferseide bekannt, wobei man ein Koagulationsrohr verwendet, das in einen oberen und einen unteren
Abschnitt getrennt ist, zwischen denen sich ein freier Zwischenraum befindet Bei diesem bekannten
Spinntrichter werden jedoch die Fäden getrennt von dem Strom der Spinnlösung, der mit einem Winkel
zur Senkrechten abwärts gerichtet ist, nach unten geführt. Dieser bekannte Spinntrichter soll dazu dienen,
zu vermeiden, daß die Fäden den Boden der Badbehälter berühren und Schaden erleiden oder außerhalb
der Flüssigkeit laufen und nicht koagulieren. Mit diesem
bekannten Spinntrichter Bt es hingegen nicht möglich, eine erhöhte Zugspannung auf die Faden
auszuüben und so eine Herstellung der Faden bei hoter Geschwindigkeit zu ermöglichen.
Ziel der Erfindung ist, einen Spinntrichter zum Naßsaeckspinnen von Kupferammoniakseide mit
hoher Geschwindigkeit zu schaffen, bestehend aus einem unter einer Spinndüse angeordneten, mit Ko^
agulierflüssigkeit beschickten und sich verjüngenden
konischen Rohr, einem langen, geraden Rohr, das sich an das untere Ende des konischen Rohre an
schließt und einem zweiten Koagulationsrohr, das einen größeren Durchmesser als das gerade Rohr auf
weist sowie mit dem unteren Ende desselben verbun den ist und dazu dient, die Koagulation der teilweise
koagulierten Fäden zu vervollständigen, wobei hohe Spinngeschwindigkeiten erzielt werden können und '
Fäden mit ausgezeichneten physikalischen Eigenscha!
ten erhalten werden. ,- - . Λ λ u
Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung dadurch er
reicht, daß bei dem Spinntrichter das zweite Koaguki
tionsrohr in einen oberen und einen unteren Rohiah schnitt unterteilt ist. die koaxial und senkrecht über
einander vorgesehen sind und durch einen freien Zw 1
schenraum vonein: nder getrennt sind, und daß der untere Rohrabschnitt gerade ausgebildet ist und senk
recht verläuft.
Der Spinntrichter der Erfindung ermöglicht, daß in dem freien Zwischenraum eine erhöhte Zugspannung
auf die Fäden ausgeübt und so die Herstellung d.-r Fäden bei hoher Geschwindigkeit ermöglicht werden
kann. Bei dem Spinntrichter der Erfindung ist ferner die Strecke, auf der die Fäden einer reibenden Beruh »
rung mit der Koagulierflüssigkeit ausgesetzt sind. verkürzt, so daß ein Reißen von einzelnen Fäden,
das durch eine erhöhte Spinngeschwindigkeit hervor gerufen werden könnte, verhindert wird. Die Summe
des oberen und des unteren Rohrabschnitts von dem zweiten Koagulationsrohr ist kleiner als das zweite
Koagulationsrohr herkömmlicher Spinntrichter. Der freie Zwischenraum wird bei dem Spinntrichter der
Erfindung vorzugsweise so gewählt, daß er die Hälfte der Gesamtlänge des Spinntrichters nicht überschrei
tet. Durch die angegebene erfindungsgemäße Ausbildung des zweiten Koagulationsrohrs kann eine unge
nügende Koagulation der Fäden vermieden werden, und die Wirbelbildung, die durch den Eintritt der
Koagulierflüssigkeit in den unteren Rohrabschnitt des zweiten Koagulationsrohrs nach Durchfallen des
freien Zwischenraums hervorgerufen wird, führt zu einem »Waschenc der Fäden, wodurch deren Koagulation
weiter gefördert wird. Die durch die erhöhte Fließgeschwindigkeit der nach unten fließenden Koaguiierflüssigkeit
in dem freien Zwischenraum bewirkte erhöhte Zugspannung, die auf die Fäden ausgeübt
wird, wirkt auch auf die Fäden im oberen Koagulationsrohr und auf das Fadenkabel am unteren Ende
des langen, geraden Rohrs ein. Auf diese Weise wird hier eine Verhedderung der Fäden, die durch die Wirbelbildungen
in der nach unten fließenden Koagulierflüssigkeit hervorgerufen werden könnte, verhindert.
Ferner führt bei dem Spinntrichter der Erfindung der freie Zwischenraum, in dem ein freier Fall möglich
ist, dazu, daß eine Verringerung der Dehnbarkeit der erhaltenen Fäden verhindert wird, und zwar
wegen der geringeren Strecke, auf der, wie oben ausgeführt wurde, die Fäden der reibenden Berührung
mit der Koagulierflüssigkeit ausgesetzt sind, die
10
15
20
durch die Zugspannung hervorgerufen wird, die von den außerhalb der Spinnvorrichtung befindlichen Aufwickelvorrichtungen
ausgeübt wird. Der freie Zwischenraum, in dem ein freier Fall stattfindet, führt
weiterhin dazu, daß sämtliche übermäßigen Reibungskräfte,
die anderenfalls auf das Fadenkabel einwirken könnten, ausgeschaltet werden. Der freie Zwischenraum
führt nicht nur dazu, daß eine Verringerung der Fähigkeit der Fäden, mit Harzen ausgerüstet
zu werden, verhindert wird, sondern auch dazu, daß ein Reißen der Fäden innerhalb des Spinntrichters
verhindert werden kann, selbst wenn der Innendurchmesser
des langen, geraden Rohrs bis zu einem gewissen Maße vergiößert wird. Diese Vergrößerung
des Innendurchmessers des langen, geraden Rohrs verhindert, daß die Molekularorientierung übermäßig
fortschreitet, und erweist sich daher ah, «virksam, die
Eignung der Fäden zur Ausrüstung mit Harzen zu verbessern. Die Kombination dieser beiden Wirkun
gen führt also dazu, daß die nachteiligen Auswirkun gen der erhöhten Spinngeschwindigkeit auf die Aus
rüstbarkeit der Fäden aufgehoben werden.
Die Zeichnung gibt einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform des Spinntrichters der Erfindung
wieder. Die Gesamtlänge des Spinntrichters der Erfin dung ist gegenüber der Gesamtlänge des herköi mli
chen Spinntrichters unverändert. Das Koagulation rohr ist in das sich verjüngende konische Rohr α, das
lange, gerade Rohr b und das zweite Koagulation rohr unterteilt, das wiederum in den oberen Rohrab
schnitt c und den unteren Rohrabschnitt d unterteilt ist, und zwar in einer Weise, daß ein freier Zwischen
raum zwischen diesen beiden Rohrabschnitten bleibt, in dem ein freier Fall möglich ist. In der Zeichnung
wird eine Spinnlösung, die durch die Spinndüse 1 ausgepreßt
wird, durch e:ne Koaguiierflüssigkeit, die durch das konische, sich nach unten verjüngende
Rohi α abwärts fließt, plötzlich »gestreckt«. Die noch
in einem unvollständig koagulierten Zustand befindü
chen Fäden werden in dem langen, geraden Rohr b einer Zugspannung und Streckung durch die nach
unten fließende Koaguiierflüssigkeit unterworfen, wodurch sie zu feinen Fäden geformt werden. Soda.in
werden die feinen Fäden in den oberen Rohrabschnitt teile Werte, die mit dem Spinntnchter der Erfindung
zum NaßÄeckspinnen von Kapferan^niakseide er-S
worden S, zusammen mit Verglacjswerten,
Se Jt einem bekannten Spinntrichter erhalten wor
den sind, angegeben.
Spinngeschwindig
keit (m/Minute)
keit (m/Minute)
Durchmesser am oberen Ende des konischen Rohrs (mm) Länge des koni
sehen Rohrs (mm!
sehen Rohrs (mm!
30
Durchmesser des 25 langen, geraden Rohrs (mm)
Länge des langen, geraden Rohrs (mm)
Länge des Koagulationsrohrs (mm)
Länge des freien Zwischenraums (mm) Länge des
unteren Rohrabschnitts des
zweiten Koagulationsrohrs
(mm)
Trockenfestigkeit
unteren Rohrabschnitts des
zweiten Koagulationsrohrs
(mm)
Trockenfestigkeit
40
c des zweiten Koagulationsrohrs gerührt, der mit dem 45 \&Den·)
Trockendehnung
langen, geraden Rohr b verbunden ist, und in diesem
oberen Rohrabschnitt c einer zeitweiligen, jedoch plötzlichen Entspannung unterworfen, da die Fließgescbwindigkeit
der Koaguiierflüssigkeit hier infolge des größeren Durchmessers des Rohrabschnitts c des
zweiten Koagulationsrohrs im Vergleich mit demjeni
gen des langen, geraden Rohrs b verringert wird. D nach werden die Fäden allmählich koaguliert, während
von unten eine Zugspannung auf sie einwirkt und gelangen, nachdem sie den fieien Zwischenraum 55
durchlaufen haben, in den unterer Rohrabschnitt d des zweiten Koagulationsrohrs. In diesem Rohrab
schnitt d wird die Koagulation der Fäden vervollständigt. Sodann werden die Fäden am unteren Ende des
Naßfestigkeit (g/Den.) Naßdehnung(%)
Zahl der Noppen
bzw. Aufrauhungen (mg/S.P.hr.)
bzw. Aufrauhungen (mg/S.P.hr.)
anomalen Fäden
10 g)
10 g)
Beständigkeit aßstreckspinnen von Kupferammoniakseide
mit dem
Spinntrichter
der Erfindung
mit einem
bekannten
108 140
120 120
180 ISO
1000 1000
750*) 450*)
100 400
450 450
3,2 3,1
Trichters aus der Koaguiierflüssigkeit herausgezogen 60 gegenüber dem
und in ihrer Richtung durch die Ablenkwalze 2 abge- Verschleiß durch
lenkt. Anschließend werden die Fäden durch ein Re- Knickbeanspru-
generationsbad geführt, um vollständig regenerierte chungen (Zahl) 100 100 60 3U
Fäden zu erhalten.
In der nachfolgenden Tabelle werden experimen- 65 *) Oberer Rohrabschnitt des zweiten Koagulationsrohrs
2,3
30
30
2,2
28
28
108 140 140
120 120 120
180 180
20
20
1000 1000 lOOtJ
1300 1300 1300
3,3 15
2,3 28
10
3,2 3,2
12
2,3 20
40 150
4 viele viele
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Spinntrichter zum Naßstreckspinnen von Kupferammoniakseide mit hoher Geschwindigkeit, beste- J bend aus einem unter einer Spinndüse angeordneten, mit KoagulierflüssigkeJt beschickten und sich verjüngenden konischen Rohr, einem langen, geraden Rohr, das sich an das untere Ende des konischen Rohrs anschließt und einem zweiten Koagulationsrohr, das einen größeren Durchmesser als das gerade Rohr aufweist sowie mit dem unteren Ende desselben verbunden ist und dazu dient, die Koagulation der teilweise koagulierten Fäden zu vervollständigen, dadurch gekennzeichnet, n daß das zweite Koagulationsrohr in einen oberen und einen unteren Rohrabschnitt (c, d) unterteilt ist, die koaxiV und senkrecht übereinander vorgesehen sind und durch einen freien Zwischenraum voneinander getrennt sind, und daß der untere Rohrabschnitt (d) gerade ausgebildet ist und senk recht verläuft.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1618064 | 1964-03-25 | ||
| DEA0048722 | 1965-03-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1660144C true DE1660144C (de) | 1973-01-25 |
Family
ID=
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