DE1659339C3 - Ortgangverkleidung für Flachdächer o.dgl - Google Patents
Ortgangverkleidung für Flachdächer o.dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ortgangverkleidung für Flachdächer od. dgl. mit einer im Querschnitt etwa
C-förmigen Blende und die Blende tragenden, im Abstand voneinander am Dach befestigten Halterungen,
deren Oberseiten dem Innenprofil des oberen Blendenrandes angepaßt sind und zwischen sich und der
Blende eine mit der Dachhaut verbundene Abdeckfolie sowie eine diese Folie stützende Abstützschiene
aufnehmen und festklemmen und die jeweils mit einer lotrecht gegenüber der Halterung verschiebbaren, unter
der Kraft einer Feder stehenden, nach unten über die Halterung vorstehenden Stütze versehen sind, die in den
unteren Blendenrand eingreift und die Blende abwärts drückt.
Bei einer bekannten Ortgangverkleidung dieser Art (DT-Gbm 19 35 192) bestehen die Halterungen aus auf
dem Dach festgelegten Bügeln, die eine senkrecht zur Dachfläche stehende Abbiegung aufweisen, hinter
welcher die von einer Blattfeder belastete Stütze in vertikaler Richtung verschieblich gelagert ist. Bei dieser
Ortgangverkleidung sind sowohl die gesamten Stützen, als auch die belastenden Federn ständig den Witterungseinflüssen
ausgesetzt. Dies bedeutet, daß an den Metallteilen eine starke Korrosion auftritt, welche eine
längere Benutzungsdauer, die sich bei derartigen Halterungen über Jahrzehnte erstrecken muß, nicht
gestattet: Außerdem können die mittels einer Blattfeder aufbringbaren Kräfte in vieien Fällen nicht für eine
sturmsichere Festlegung der in die Ortgangverkleidung hereingezogenen Abdeckfolie ausreichen.
Ferner ist eine Halterung für die Blende einer Ortgangverkleidung bekannt (DT-Gbm 18 61 687), bei
welcher an einem auf dem Dach befestigten Haltesteg ein senkrecht zu diesem gerichtetes Rohr befestigt ist,
das in seinem Inneren eine Druckfeder aufnimmt. In dieses Rohr greift auch eine durch die Druckfeder
belastete Stütze ein, wobei der Querschnitt der Stütze dem Innenquerschnitt des Rohres entspricht. Zwar
befindet sich bei dieser bekannten Ortgangverkleidung die auf die Stütze einwirkende Druckfeder in einem
abgeschlossenen Raum; jedoch kann infolge der Querschnittsgleichheit von Stütze und Innenquerschnitt
des Rohres ohne zusätzlichen Aufwand eine weitgehende Abdichtung nach außen nicht erreicht werden. Die
bekannte Anordnung ist also weder völlig korrosionsgeschützt, noch ist mit ihr eine sichere Festlegung der
Stütze gewährleistet, die in das Rohr lediglich eingeschoben ist.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Ortgangverkleidung der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß die Feder für die zuverlässig in der Halterung festzulegende Stütze vor den Einflüssen
der Witterung geschützt ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Halterungen jeweils als Haltekopf mit einer nur
nach unten über einen lotrechten Kanal offenen Ausnehmung ausgebildet sind, in welcher die in dem
Kanal geführte Stütze mit einem Kopf endet, auf welchen die als Druckfeder ausgebildete, in der
Ausnehmung angeordnete Feder wirkt
Mit dieser Ausbildung wird erreicht, daß die Feder gänzlich und die Stütze zum größten Teil den Einflüssen
der Witterung entzogen sind und insoweit auch nicht korrodieren können.
Dies wird nicht zuletzt dadurch erreicht, daß sich die die Stütze aufnehmende Ausnehmung nur über einen
lotrechten Kanal nach unten öffnet. Durch die Ausbildung der Halterung als Haltekopf, also als ein
kompaktes und allseits geschlossenes Bauteil, wird es möglich, diesen Kopf aus einem billigen, nicht rostenden
Material, beispielsweise aus einem Kunststoff, herzustellen. Die Herstellung des Haltekopfes aus Kunststoff
hat den Vorteil, daß nicht, wie bei den bekannten Ortgangverkleidungen, Metallteile aufeinander gleiten
müssen, sondern daß Metall gegen Kunststoff geführt werden kann, was eine Gleitbewegung auch über einen
sehr langen Betriebszeitraum sicherstellt und außerdem eine vergleichsweise enge Anpassung des Kanals an die
Querschnittform der Stütze ermöglicht.
In vorteilhafter Weise kann die Stütze als Flachstab ausgebildet sein, dessen freies Ende schräg nach außen
und unten gerichtet ist und an einer entsprechend geneigten Fläche des unteren Blendenrandes zum
Heranziehen der Blende an den Haltekopf anliegt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den Rand eines Flachdaches, das mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Ortgangverkleidung
versehen ist, im Schnitt,
F i g. 2 einen erfindungsgemäß ausgebildeten Haltekopf der Ortgangverkleidung in perspektivischer
Darstellung,
F i g. 3 ein aus einer Stützschiene und aus einer Abdeckfolie bestehendes Anschlußelement im Schnitt
und
F i g. 4 einen am Dachrand befestigten Haltekopf mit aufgelegtem AnschiuBeiemeni und aufgesetzter Blende
in einer Seitenansicht.
In F i g. 1 ist auf einem aus Beton od. dgl. bestehendes
Flachdach 1 eine Dampfsperr- und Dampfdruckausgleichsschicht 2 aufgebracht, auf welcher die aus zwei
Papplagen 3 bestehende Dachhaut mit einer Kiesschüitung
4 liegt. Am äußeren Rand la des Flachdaches 1 ist eine Holzbohle 5 aufgesetzt, an welcher mittels
Schrauben 6 Haltewinkel 7 angeschraubt sind. Der senkrecht nach unten weisende Schenkel 8 des '<
Haltewinkels 7 ist mit hintereinanderlicgenden Langlöchern 9 versehen, durch welche sich in Fig. i
hintereinanderliegende Schrauben 10 erstrecken, die in einen Haltekopf 11 einschraubbar sind. In eine
Vertiefung 12 des Haltekopfes 11 kann die zugehörige iu
Mutter zur Schraube 10 eingelassen werden. Im vertikalen Abstand zu den vorgesehenen Schraubenlöchern
können weitere Schraubenlöcher mit Vertiefungen 13 zur Höhenverstellung des Haltekopfes 11
vorgesehen sein.
Im Inneren des Haltekopfes 11 ist eine nur nach unten
offene Ausnehmung 14 vorgesehen, in welche der Kopf 15 einer Stütze 16 hineinragt, deren freies unteres Ende
17 außerhalb des Haltekopfes 11 liegt und gegen den unteren Rand 18 einer im Querschnitt etwa C-förmigen
Blende 19 anliegt. Eine Druckfeder 20 drückt auf den Kopf 15 der Stütze 16 und stützt sich selbst am oberen
Ende der Ausnehmung 14 ab. Die Stütze 16 ist in einem lotrechten Kanal 27 geführt.
Der obere Rand 24 der Blende 19 übergreift eine Abdeckfolie 21, die um das Oberteil des Haltekopfes 11
herumgeführt ist, mit ihrem freien Ende 21a auf der Dachhaut aufliegt und bis unter die Kiesschüttung 4
reicht. Das freie Ende 21a der Abdeckfolie 21 kann in diesem Bereich auf die Dachhaut aufgeklebt sein. Im
Bereich des Haltekopfes 11 wird die Abdeckfolie 21 von
einer an die Form des Haltekopfes 11 angepaßten Stützschiene 22 Untergriffen, die die Abdeckfolie 21
insbesondeie im Bereich zwischen zwei Halteköpfen 11
abstützt.
Der außenliegende Schenkel 226 der Stützschiene 22 sowie der daran anliegende Schenkel 21 t/der Abdeckiolie
21 liegt in einer Vertiefung 23 des Haltekopfts 11. Die
Abmessungen dieser Vertiefung 23 sind so gewählt, daß bei aufgesetzter Blende 19 der Schenkel 21 d der
Abdeckfolie 21 mit der Außenfläche des Haltekopfes 11
bündig liegt.
Die perspektivische Darstellung nach F i g. 2 läßt die Ausbildung der Stütze 16 als Flachstab erkennen,
wodurch deren Anlagefläche an der Blende 19 vergrößert wird. Ferner zeigt die Darstellung nach
F i g. 2 die Anordnung der zur Aufnahme der Muttern der Schrauben 10 dienenden Vertiefungen 12 und 13.
Fig. 3 zeigt im Schnitt als Anschlußelement die Stützschiene 22, die hier schon vor der Montage mit der
Abdeckfolie 21 verbunden ist. Vor der Montage kann das freie Ende 21a der Abdeckfolie 21 in die
Slützschiene 22 hinein aufgerollt sein, so daß nach dem Aufsetzen der Stützschiene 22 auf die Halteköpfe 11 das
Ende 21a der Abdeckfolie 21 nunmehr aufgerollt und an
einen vorher auf die Dachhaut aufgebrachten Kleber angedrückt zu werden braucht.
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Ortgangverkleidung kann die Blende 19 in an sich bekannter Weise
ein gezogenes oder extrudiertes Profil sein. Die Blende 19 kann jedoch auch aus einem verformten Blechstreifen
bestehen. Die Abdeckfolie 21 kann eine flexible Kunststoffhaut sein, jedoch sind auch andere Materialien
möglich. Beispielsweise kann die Abdeckfolie 21 auch aus Walzblei c-d. dgl. bestehen. In entsprechender
Weise ist es auch möglich, die Blende 19 aus Kunststoff herzustellen. Ebenso können die Halteköpfe 11 aus
Kunststoff, Aluminium oder einem anderen Metall bestehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Ortgangverkleidung für Flachdächer od. dgl. mit einer im Querschnitt etwa C-förmigen Blende und
die Blende tragenden, im Abstand voneinander am Dach befestigten Halterungen, deren Oberseiten
dem Innenprofil des oberen Blendenrandes angepaßt sind und zwischen sich und der Blende eine mit
der Dachhaut verbundene Abdeckfolie sowie eine diese Folie stützende Abstützschiene aufnehmen
und festklemmen und die jeweils mit einer lotrecht gegenüber der Halterung verschiebbaren, unter der
Kraft einer Feder stehenden, nach unten über die Halterung vorstehenden Stütze versehen sind, die in
den unteren Blendenrand eingreift und die Blende abwärts drückt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungen jeweils als Haltekopf (11) mit einer nach unten über einen lotrechten Kanal (27)
offenen Ausnehmung (14) ausgebildet sind, in welcher die in dem Kanal (27) geführte Stütze (16)
mit einem Kopf (15) endet, auf welchen die als Druckfeder (20) ausgebildete, in der Ausnehmung
(14) angeordnete Feder wirkt.
2. Ortgangverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze (16) als Flachstab
ausgebildet ist, dessen freies Ende (17) schräg nach außen und unten gerichtet ist und an einer
entsprechend geneigten Fläche des unteren Blendenrandes (18) zum Heranziehen der Blende (19) an
den Haltekopf (11) anliegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ0033785 | 1967-05-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1659339C3 true DE1659339C3 (de) | 1977-11-03 |
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