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DE1658747C - Verfahren zum Herstellen eines Tunnel korpers - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Tunnel korpers

Info

Publication number
DE1658747C
DE1658747C DE1658747C DE 1658747 C DE1658747 C DE 1658747C DE 1658747 C DE1658747 C DE 1658747C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tunnel
walls
ceiling
support
piles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Arnold 8000 München Eber
Original Assignee
Alfred Kunz & Co, 8000 München
Publication date

Links

Description

ι 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Her- der seitlichen TragwHnde ouej Tragglieder ausgenutzt
stellen eines Tunnelkörpers, bei dem im Erdreich werden kann. Schädliche Setzungen sind daher nicht
vor dem Herstellen der Tunneldecke von der Erd- zu ,befürchten. Wenn die Tragglieder als Schlitzwand-
oberflüche aus bis unter die spätere Tunnelsohle abschnitte in der Flucht jeder Seitenwand im Abstand
reichende seitliche Tragwünde oder mit Abstand von- 5 voneinander erstellt werden, so kann dieser Abstand
einander in der Flucht jeder Seitenwand angeordnete etwa zwei bis drei Meter betragen. Die Länge der
Tragglieder bis mindestens zur Unterkante der Decke Schlitzabschnitte kann in der gleichen Größenordnung
reichend hergestellt werden und der zwischen den liegen, kann aber je nach den Verhältnissen auch
seitlichen Tragwänden bzw. Traggliedern bestehende größer sein. Bei allen Ausführungsformen dt-τ Erfin-
Erdkern nach dem Einbau der Tunneldecke wegge- io dung besteht der Vorteil, daß Kanäle und Leitungen,
nommen wird. die quer zur Tunnelachse über den zu errichtenden
Es sind Verfahren dieser Art bekannt, bei denen Tunnelkörper hinweg verlaufen, erhalten bleiben die Tunneldecke unter Auflagerung auf den seitlichen können, da z. B. durchgehende Schlitzwände im Be-Tragwänden oder auf den in der Flucht jeder Seiten- re'ch von querverlaufenden Kanälen oder Leitungen wand angeordneten Traggliedern in offener Bauweise 15 nur unterhalb derselben mit Beton oder Stahlbeton hergestellt wird. Hierbei läßt sich, wenn der Tunnel- ausgefüllt zu werden brauchen oder im Abstand körper im Zuge städtischer Verkehrsstraßen herge- voneinander angeordnete Tragpfähle oder Schlitzstellt wird, nicht vermeiden, daß die Straße für die wandabschnitte an solchen Stellen von Übertage aus Herstellung der Tuiineldecke weggenommen und ge- eingebracht werden können, an denen sie mit diesen sperrt oder über der offenen Baugrube eine den ao Kanälen und Leitungen nicht in Berührung kommen. Straßenverkehr aufnehmende Abdeckung hergestellt Nachstehend ist die Erfindung an Hand der in der werden muß. Zeichnung als Beispiel dargestellten Ausführungsform
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe beschrieben. Die Zeichnung zeigt den herzustellenden
zugrunde, die Tunneldecke unter Beibehaltung der Tunnelkörper im Querschnitt.
Straße und ohne Sperrung derselber; in solcher Weise as Die Herstellung des in der Zeichnung dargestellten
herzustellen, daß die Decke zugleich zur wirksamen Tunnelkörpers erfolgt in an sich bekannter Weise
gegenseitigen Aussteifung der seitlichen Tragwände derart, daß zunächst die seitlichen Tragwände 4 oder
oder Tragglieder dient und Setzungen außerhalb der an deren Stelle mit Abstand voneinander in der
Tragwände vermied, ι werden. Flucht jeder Seitenwand 3 angeordnete Tragglieder
Die Lösung der Aufgabe besteht gemäß der Erfin- 30 von der Straßen- bzw. Erdoberfläche aus eingebracht
dung darin, daß die Tunneldecke in bergmännischer werden, dann die Tunneldecke 1 eingebaut und
Bauweise als Gewölbedecke eingubau' wird. schließlich der zwischen den seitlichen Tragwänden
Die seitlichen Tragwände können hierbei als zu- bzw. Traggliedern bestehende Erdkern unterirdisch
sammenhängende Schlitzwände mit Hilfe von thixo- weggenommen wird.
troper Flüssigkeit hergestellt werden. Die seitlichen 35 Die seitlichen Tragwände 4 können als zuspmmen-
Tragwände können aber auch aus dicht an dicht hängende Schlitzwände unter Verwendung von thixo-
eingebrachten Tragpfählen hergestellt werden. troper Flüssigkeit hergestellt werui,i und im Bereich
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann auch so der Seitenwände 3 des Tunnelkörpers diese gegebedurchgeführt werden, daß die Tragglieder als Schlitz- nenfalls selbst bilden. Die seitlichen Tragwände wandabschnitte mit Hilfe von thixotroper Flüssigkeit 40 können jedoch auch aus dicht an dicht eingebrachten im Abstand voneinander hergestellt werden, und daß Tragpfählen, vorzugsweise in Form von Ortbetondie Zwischenräume zwischen je zwei in Flucht liegen- pfählen, von Übertage aus im Boden hergestellt den, ausbetonierten Schlitzwandabschnitten nach dem werden. Weiterhin können an Stelle von geschlossenen Einbau der Tunneldecke durch Betonieren von ent- seitlichen Tragwänden auch seitliche Tragglieder im sprechenden Abschnitten der Seitenwände vom 45 Abstand voneinander in der Flucht jeder Seitenwand Tunnelinnem aus geschlossen werden. gebildet werden. Derartige Tragglieder können als
Weiterhin ist es möglich, daß die Tragglieder aus Schlitzwandabschnitte unter Verwendung von thixo-
mit Abstand voneinander eingebrachten, vorzugsweise troper Flüssigkeit oder als Tragpfähle hergestellt
mit Hilfe von thixotroper Flüssigkeit hergesteliten werden. Bei Anwendung von Tragpfählen können
Tragpfählen gebildet werden, und daß die Zwischen- 50 diese z. B. einen Durchmesser von 80 cm und eine
räume zwischen je zwei in Flucht liegenden Trag- Lange von 20 bis 25 m haben. Die Ortbetonpfähle
pfählen nach dem Einbau der Tunneldecke durch können ebenfalls unter Zuhilfenahme von thixotroper
Betonieren von entsprechenden Abschnitten der Flüssigkeit hergestellt, und, wie bereits erwähnt,
Scitcnwändc vom Tunnelinnem aus geschlossen gegebenenfalls auch dicht an dicht in Form von
werden. 55 Pfahlwänden erstellt werden. Bei seitlichen Trag-
Bei allen Ausfuhrungsformen des Verfahrens nach gliedern in Form von Schlitzwandabschnittcn in der der Erfindung braucht eine Straße, in derem Zuge Flucht jeder Seitenwand 3 kann der Abstand zwischen ein Tunnelkörper herzustellen ist, nur in geringer zwei Schlitzabschnitten etwa zwei bis drei Meter be-Breite für die anfängliche Herstellung der seitlichen tragen. In jedem Fall werden die seitlichen Trag· Tragwände oder der in der Flucht der Seitenwände βο wände oder die seitlichen Tragglieder mit einer Bezu bildenden Traggllcder nur kurzzeitig in schmalen wehrung versehen, die mindestens bis zur Unterkante Streifen in Anspruch genommen werden, so daß in der noch herzustellenden Tunneldecke reicht. Hier* den meisten Füllen eine Sperrung der Straß* nicht durch werden nach Erhärten des Betons Stahlbetonerforderlich ist. Weiterhin wird bei der bergmännl- auflager für die Tunneldecke 1 gebildet, sehen Herstellung der Tunneldecke als Gewölbedecke 65 Gemäß der Erfindung wird die Tunneldecke 1 in ermöglicht, daß diese so mit den seitlichen Trag- bergmännischer Bauweise als Gewölbedecke einge* wänden oder Traggliedern verbunden werden kann, baut. Die Art und Weise des bergmännischen Vordaß der Gewölbeschub zur gegenseitigen Aussteifung triebe» ist für die Erfindung ohne Bedeutung. Bei*
1 858
spielsweisa könnte ein Messervortrieb angewendet werden, In jedem Falle werden aber vor dem Betonieren der Decke an den seitlichen Tragwa"nden4 oder an den seitlichen Traggliedern in Höhe der Kämpfer 2 Auflager gebildet, die den Gewölbeschub der fertig betonierten Tunneldecke 1 auf die seitlichen Tragwände oder Traggüeder übertragen, so daß für diese eine wirksame gegenseitige Aussteifung gebildet wird.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind die seitlichen Tragwände 4 bzw. die seitlichen Tragglieder von der Kämpferhöhe bis zur Scheitelhöhe der Tunneldecke betoniert, enthalten jedoch in diesem Bereich keine Bewehrung. Oberhalb dieser Höhe kann eine Kiesfüllung angeordnet sein. Die Tragwände 4 bzw. Tragglieder reichen mit ihren unteren Enden jeweils etwa zwei Meter unter die Sohlenunterkante des herzustellenden Tunnelkörpers. Bei im Abstand voneinander angeordneten Schlitzwandabschnitten oder Tragpfählen können die Seitenwände 3 des Tunnelkörpers in den jeweiligen Zwischenräumen zwischen den in Flucht liegenden Traggliedern in an sich bekannter Weise aus Beton oder Stahlbeton vom Tunnelinnern aus hergestellt werden. as

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen eines Tunnelkörpers, bei dem im Erdreich vor dem Herstellen der Tunneldecke von der Erdoberfläche aus bis unter die spätere Tunnelsohle reichende seitliche Tragwände oder im Abstand voneinander in der Fiucht jeder Seitenwand angeordnete Tragglieder bis mindestens zur Unterkante der Decke reichend hergestellt werden und der zwischen den seitlichen Tragwanden bzw. Traggliedcrn bestehende treiberΪ noch dem Einbau der Tironeldwko weggenoLenwird dadurch gekennzeichnet,
3Ke Tunneldecke in bergmännischer Bauwe.se als Gewölbedecke eingebaut wird.
2 Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet1' daß die seitlichen Tragwande als zS Anhängende Schlitzwände mit Hilfe von thixotroper Flüssigkeit hergestellt werden.
3 Verfahren nach Anspruch \, dadurch gekennzeichnet daß die seitlichen Tragwande aus dicht arI (St eingebrachten Tragpfählen herge-St1U Verfahren nach Anspruch), dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfeder als Schi.tzwandabschnUte mit Hilfe von thixotroper Flüssigkeit im Abstand voneinander hergestellt werden und daß die Zwischenräume zwischen je zwei in Flucht Inenden, ausbetonierten Schlitzwandabschnitten narh dem Einbau de.
Tunneldecke durch Betonieren von entsprechenden Abschnitten der Seitenwände vom Iunnelinnern aus geschlossen werden.
5 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragglieder aus mit Abstand voneinander eingebrachten Tragpfählen hereesiellt werden und daß die Zwischenräume zwischen je zwei in Flucht liegenden Tragpfählen nach dem Einbau der Tunneldecke durch Betonieren von entsprechenden Abschnitten der Seitenwände vom Tunnelinnern aus geschlossen
werden. , , ,
6 Verfahren nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragpfähle mit Hilfe von thixotroper Flüssigkeit hergestellt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3042942A1 (de) * 1980-11-14 1982-06-03 Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft, 6800 Mannheim Verfahren zum herstellen von tunneln

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3042942A1 (de) * 1980-11-14 1982-06-03 Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft, 6800 Mannheim Verfahren zum herstellen von tunneln

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