DE1658311C3 - Verfahren zum Verlegen von Eisenbahngleisen auf einem im wesentlichen ebenen Betonunterbau - Google Patents
Verfahren zum Verlegen von Eisenbahngleisen auf einem im wesentlichen ebenen BetonunterbauInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verlegen von Eisenbahngleisen nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
Beim Verlegen von Eisenbahnschienen oder Betonschwellen in einem Tunnel oder auf Hochstrecken wird
in der Regel eine Konstruktion mit einer üblichen Schotterbettung angewendet und nur in einigen
Spezialfällen wird eine Konstruktion ohne Schotterbettung angewendet, nämlich dort, wo die Schienen
unmittelbar an dem Betonunterbau befestigt werden müssen.
Aus der deutschen Auslegeschrift 11 24 072 ist ein
Verfahren zum Verlegen von Eisenbahngleisen auf einem Betonunterbau bekannt, bei dem ein aus
Schwellen und Schienen bestehender Gleisrost auf dem Betonunterbau verlegt wird und nach dem Ausrichten
der Schienen zwischen die Schwellen und dem Betonunterbau eine Zwischenvergußmasse eingefüllt
wird. Bei dieser Zwischenvergußmasse handelt es sich um eine Kunststoffmasse oder eine Kunststoffmörtelmasse
im halbfesten Zustand. Die Verwendung einer solchen Zwischenvergußmasse hat den Nachteil, daß sie
keine ausreichende Fließfähigkeit aufweist und deshalb die Zwischenräume nur unvollkommen ausfüllt. Außerdem
besilzt eine solche Zwischenvergußmasse nicht die erforderliche Elastizität.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zwischenvergußmasse zu entwickeln, die ausreichend
fließfähig ist, um die Zwischenräume vollständig auszufüllen, die im erstarrten Zustand die erforderliche
Elastizität besitzt, eine leichte Einstellung der Eisen-ϊ
bahnschienen ermöglicht und die Instandhaltungskosten gering hält.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß als Vergußmasse eine Mischung aus im wesentlichen Bitumen und Zement verwendet wird,
ίο Die erfindungsgemäß verwendete Vergußmasse hat gegenüber der bekannten Vergußmasse den Vorteil, daß sie eine gute Fließfähigkeit besitzt, so daß sie mit Sicherheit sämtliche Zwischenräume vollständig ausfüllt und damit eine sehr gleichmäßige Auflage bildet und sich nach dem Einbringen gewöhnlich sofort verfestigt. Die ausgehärtete, erfindungsgemäß verwendete Vergußmasse gewährleistet durch ihre geringe Festigkeit zusammen mit ihrem geringen Elastizitätsmodul sowohl eine gleichmäßige Abfederung als auch eine überall ausreichende Verankerung für die Schienen. Diese vorteilhaften Eigenschaften werden unabhängig von der Größe der auszufüllenden Zwischenräume erzielt. Die Größe der auszufüllenden Zwischenräume kann stark schwanken, da sie von den vorangegangenen erforderlichen Ausrichtarbeiten abhängig ist. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es auch möglich, als Schienenmontageglieder nicht nur Schwellen, sondern auch Platten zu verwenden, die mit halbfesten Vergußmassen keineswegs ausreichend gleichmäßig abgefedert und sicher festgehalten werden könnten. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand von Unteransprüchen. Die danach vorgeschlagene Verwendung von Bentoniten und Aluminiumpulver hat sich als wirksam für die ι; Verhinderung eines Austritts und die Erzielung einer geringen Expansion der Vergußmasse erwiesen. Das Einsprühen der mit der Vergußmasse in Berührung kommenden Flächen der Betonplatte vor dem Eingießen der Vergußmasse mit öl oder flüssigem Paraffin an erleichtert das Abheben der Betonplatte.
ίο Die erfindungsgemäß verwendete Vergußmasse hat gegenüber der bekannten Vergußmasse den Vorteil, daß sie eine gute Fließfähigkeit besitzt, so daß sie mit Sicherheit sämtliche Zwischenräume vollständig ausfüllt und damit eine sehr gleichmäßige Auflage bildet und sich nach dem Einbringen gewöhnlich sofort verfestigt. Die ausgehärtete, erfindungsgemäß verwendete Vergußmasse gewährleistet durch ihre geringe Festigkeit zusammen mit ihrem geringen Elastizitätsmodul sowohl eine gleichmäßige Abfederung als auch eine überall ausreichende Verankerung für die Schienen. Diese vorteilhaften Eigenschaften werden unabhängig von der Größe der auszufüllenden Zwischenräume erzielt. Die Größe der auszufüllenden Zwischenräume kann stark schwanken, da sie von den vorangegangenen erforderlichen Ausrichtarbeiten abhängig ist. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es auch möglich, als Schienenmontageglieder nicht nur Schwellen, sondern auch Platten zu verwenden, die mit halbfesten Vergußmassen keineswegs ausreichend gleichmäßig abgefedert und sicher festgehalten werden könnten. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand von Unteransprüchen. Die danach vorgeschlagene Verwendung von Bentoniten und Aluminiumpulver hat sich als wirksam für die ι; Verhinderung eines Austritts und die Erzielung einer geringen Expansion der Vergußmasse erwiesen. Das Einsprühen der mit der Vergußmasse in Berührung kommenden Flächen der Betonplatte vor dem Eingießen der Vergußmasse mit öl oder flüssigem Paraffin an erleichtert das Abheben der Betonplatte.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 und 3 Querschnitte durch zwei verschiedene Ausführungsformen gemäß der Erfindung und
F i g. 2 und 4 Draufsichten auf erfindungsgemäße Ausführungsformen.
In den Fig. 1, 2, 3 und 4 sind Schienen 1, als Betonplatten ausgebildete Schienenmontageglieder 2a
und 2b, der Betonunterbau 3, die Vergußmasse 4a, eine Einspritzöffnung 5, Vorsprünge 6a und 6Z>, Dichtungen
7a, Tbund 7c, ein freies Mittelteil 8 und Halterungsteile 9
und 10 dargestellt.
Nach den Fig. 1 und 2 ist die Schiene 1 mit Schienenbefestigungen sicher auf einer vorgefertigten
Betonplatte befestigt und diese Schienenanordnung anschließend auf dem Betonunterbau 3 fixiert. Nach
dem Ausrichten der Schienen wird die Betonplatte durch Dichtungsstücke oder andere Einrichtungen
abgestützt und zwischen die Betonplatte und den Betonunterbau 3 eine Vergußmasse 4a eingefüllt, die aus
Zement, Asphalt, Sand usw. bestehen kann Ist in diesem Falle die Betonplatte zu lang, dann sieht man
vorzugsweise Einspritzöi'fnungen 5 vor. Zur Aufnahme
axialer und c|iiergcrichteter Kräfte, die von der Schiene
1 übertragen werden, sind an beiden Seiten Vorsprünge 6;/ oder zwischen den Schienen Vorsprünge 66 auf dem
Betonunterbau 3 vorgesehen, die man zweckmäßigerweise ebenfalls aus Beton herstellt. Der Vorsprung 6b
kann kreisförmigen, rhombischen od. dgl. Querschnitt
aufweisen. Durch Einsetzen der Dichtung 7a oder Tb
zwischen diese Vorsprünge 6a oder 6b und die ßetonplatte sowie zwischen die einander benachbarten
Betonplatten ist es möglich, die Lage der Bnonplatten
nach links oder rechts und nach vorn oder rückwärts zu verändern.
Die F i g. 3 und 4 zeigen eine andere Ausführungsform
des Erfindungsprinzips, wobei das als Betonplatte ausgebildete Schienenmontageglied 2b ein Glied mit
freiem Mittelteil 8 sein kann, beispielsweise ein rahmenartiges Glied. Die Vergußmasse 4a wird
zwischen die Betonplatte und den Betonunterbau 3 ähnlich wie bei dem Verfahren nach den F i g. 1 und 2
eingefüllt und die Vergußmasse 4a füllt außerdem den Mittelteil 8 aus. Die von der Schiene 1 auf die
Betonplatte ausgeübten Axial- und Querkräfte werden durch den Vergußmassenvorsprung 4b im Mittelteil 8
aufgenommen. Außerdem ist ein Halterungsteil 9 auf der Unterfläche der Betonplatte oder ein HaHerungsteil
10 auf dem Betonunterbau 3 vorgesehen, die die von der Schiene 1 ausgeübten Axial- und Querkräfte aufnehmen.
Die Halterungsteile 9 bzw. 10 können Beton- oder Stahlstücke sein, die in der Betonplatte bzw. im
Betonunterbau eingebettet sind.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es nicht wünschenswert, daß die Betonplatten
und die Vergußmasse 4a miteinander in Berührung kommen, wenn die Höhe der Schiene durch Anheben
ίο der Betonplatten eingestellt wird, so daß man die
Betonplatten unterseitig vorzugsweise mit Papier abdeckt.
Wenn Änderungen in der Lage der Schiene nach der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens auftreten,
dann kann die Betonplatte in eine gewünschte Lage angehoben werden, in den dadurch erzeugten
Abstand Vergußmasse eingefüllt und eine Dichtung zwischen die Betonplatte und den Halterungsteil
eingesetzt und dadurch die Schiene ausgerichtet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Verlegen von Eisenbahngleisen auf einem im wesentlichen ebenen Betonunterbau,
bei dem zunächst das aus Schienen und die Schienen tragenden Bauteilen bestehende Gleis auf dem
Betonunterbau ausgerichtet und in eine solche Höhenlage gebracht wird, daß zwischen den
Unterseiten der die Schiene tragenden Bauteile und dem Betonunterbau ein Zwischenraum offen bleibt,
und bei dem in den Zwischenraum eine erstarrungsfähige Vergußmasse gegossen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß als Vergußmasse eine Mischung aus im wesentlichen Bitumen und Zement
verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Vergußmasse in Berührung
kommenden Flächen der als Betonplatten ausgebildeten, die Schiene tragenden Bauteile vor dem
Eingießen der Vergußmasse mit öl oder flüssigem Paraffin eingesprüht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Vergußmasse Mischungen
aus Asphaltemulsionen, Zement, Wasser und oberflächenaktiven Mitteln verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß eine Vergußmasse verwendet
wird, die 75 kg AsphaUemulsion, 37,5 kg Portland-Zement, 31,9 kg Wasser, 1,1251 oberflächenaktives
Mittel, 3,751 einer 10%igen Bentonitlösung, 7,5 g Aluminiumpulver und 74 kg Sand enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vergußmasse verwendet
wird, die 105 kg AsphaUemulsion, 52,5 kg Portland-Zement,
2,6 kg Wasser, 2,81 oberflächenaktives Mittel, 7,8 g Aluminiumpulver und 52,5 kg Sand
enthält.
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Legal Events
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