DE2308413A1 - Stossdaempfer - Google Patents
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- B60G15/08—Resilient suspensions characterised by arrangement, location or type of combined spring and vibration damper, e.g. telescopic type having fluid spring
- B60G15/12—Resilient suspensions characterised by arrangement, location or type of combined spring and vibration damper, e.g. telescopic type having fluid spring and fluid damper
-
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Description
Hamburg, den 16. Februar 1973
Priorität: 18. Februar 1972, Japan, Pat.-Anm. Nr0 16965/1972
Anmelder:
TOKICO LTD.
1-2, Nakajima,
Stoßdämpfer
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Stoßdämpfern
oder Stützstrebeneinheiten, die besonders zur Ver* wendung in auf Rädern laufenden Fahrzeugen geeignet sinde
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Stoßdämpfers, dessen Dämpfungskraft bei höherer Vibrationsfrequenz des
Fahrzeugs oder des abgestützten Körpers verringert ist,
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23 03413
wobei sich die Einrichtung durch bauliche Einfachheit auszeichnen soll.
Die Erfindung bezweckt ferner die Schaffung eines Stoßdämpfers oder einer Stützstrebeneinheit, der bzw« die bei
temperaturbedingten Schwankungen der Dämpfungsleistung selbsttätig korrigierend arbeitet, so dau eine besonders
gut stabilisierte Dämpfungscharakteristik ermöglicht wird, wobei wiederum sich die Vorrichtung durch besondere bauliche
Einfachheit auszeichnet«
Weiter bezweckt die Erfindung die Schaffung eines Stoßdämpfers mit einer größeren Federkonstanten bei höheren
Vibrationsfrequenzen des Fahrzeuges oder des durch die Vorrichtung abgestützten Körpers»
Ein erfindungsgemäßer Stoßdämpfer weist einen äußeren und einen konzentriscn darin angeordneten inneren Zylinder und
eine Kolbenstangen-Vorrichtung auf, die mit Dämpfungsmittel
versehen und in dem inneren Zylinder verschieblich ist, wobei erfindungsgemäß die Kolbenstangen-Vorrichtung in dem
inneren Zylinder zwei gewöhnlich getrennte Kammern abteilt, von denen die eine in ständiger Flüssigkeitsverbindung mit
einem zwischen den beiden Zylindern vorgesehenen Ringraum steht und mit diesem zu einer Kammer vereinigt ist, so daii
sich praktisch zwei Arbeitsflussigkeitskammern ergeben,
wobei ein Luft- oder Gasraum mit einem abgedichteten
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gasförmigen Arbeitsmedium in jeder der zwei Flüssigkeitskanal
ern gebildet und aufrechterhalten wird·
Weitere Vorzüge und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen, in denen die Erfindung ausführlich erläutert und dargestellt ist·
Es zeigen :
Fig. 1—5 in Längsrichtung verlaufende Axialschnitte;
durch bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung und
Fig» 6 und 7 Arbeitsdiagramme zur Veranschaulichung der
Leistungsfähigkeit einer erfindungsgemäßen Einrichtung«
Eine erfindungsgemäße Einrichtung, siehe Fig. 1, weist einen
äußeren Zylinder 1 auf, der durch einen Boden 1a abgeschlossen ist. Ein innerer Zylinder 2 ist fest und konzentrisch
in dem äußeren Zylinder angeordnet, so dau zwischen den
beiden Zylindern 1 und 2 ein Ringraum A gebildet wird·
Die oberen Enden des inneren und des äußeren Zylinders 2
bzw» 1 sind durch eine Stangenführung 5 dicht abgeschlossen, die in abgestufter Form einen Abschnitt 3a mit kleinerem
und einen Abschnitt Jb mit größerem Durchmesser aufweist·
Der Körper des Stoßdämpfers wird hauptsächlichem den vorerwähnten
Teilen gebildet* Ä A Λ , . A -. - «
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Mit Ausnahme einer Luft- oder Gaskammer D im oberen Ende des inneren Zylinders 2 ist dessen Innenraum mit 01 gefüllt,
was in der Zeichnung jedoch nur teilweise dargestellt ist, um die Figur übersichtlicher zu machen» In
gleicher Weise ist ein Luft- oder Gasrqum E im oberen Ende
des Ringraumes A vorgesehen, während der übrige Teil mit öl gefüllt ist, wie nur teilweise angedeutet ist9 so daß
ein Ölraum G gebildet wirde
Im inneren Zylinder 2 ist ein Kolben 4- gleitfähig angeordnet» Dadurch wird der ölgefüllte Raum des Zylinders in einen
oberen und einen unteren Ölraum B bzw« C unterteilt· Eine Kolbenstange 5 ist an ihrem unteren Ende fest mit dem Kolben
4- verbunden und erstreckt sich von dort aus axial nach oben durch den oberen ölraum B, den Gasraum D und eine
axiale Bohrung 3c der Stangenführung 3 hindurch bis über
das obere Ende des Hauptteiles der Vorrichtung» Auf diese Weise sind in dem Hauptteil drei Ölräume B, C und G und
zwei Gasräume D und E ausgebildet»
Die Ölräume C und G werden in ständiger Flussigkeitsver—
bindung miteinander dadurch gehalten, daß mehrere Verbindung sÖffnungen 6 im unteren Ende des inneren Zylinders 2
ausgebildet ist, wodurch praktiscn eine vereinigte ölkammer gebildet wird. Daher weist die esfindungsgemäße Vorrichtung
tatsächlich nur zwei ölkammern B sowie G plus G auf, die durch den Kolben 4- getrennt sind» Außerdem sind zwei
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Gasräume D und E vorhandene
Durch den Kolben 4 geht ein erster Flüssigkeitsweg 7 hindurch,
dessen Öffnung bzw. Schließung durch ein erstes Rückschlagventil 8 gesteuert wird, das von einer im Kolben
angeordneten Druckfeder 9 abgestützt wird, so daß ein Durchfluß durch den Kanal 7 ausschließlich vom oberen Ölraum
B und zum unteren Ölraum G ermöglicht wird. Durch den Kolben 4 geht ein zweiter Flüssigkeitskanal 10 hindurch,
dessen Öffnung bzwe Scnließung durch ein zweites Rückschlagventil
11 gesteuert wird, das von einer im Kolben angeordneten Druckfeder 12 gestützt wird, so daß ein Durchfluß
nur vom unteren Ölraum C zum oberen Ölraum B durch diesen Kanal hindurch ermöglicht wird«
Der Öldurchgang 7» das Rückschlagventil 8 und die Druckfeder 9 bilden zusammen eine erste Dämpfungsvorrichtung,
welche dazu dient, den Ölfluß vom oberen Ölraum B zum unteren Ölraum C zu beschränken, wenn die Dämpfungseinheit auseinanderbewegt
wird. In gleicher Weise bilden der Öldurchgang 10, das Rückschlagventil 11 und die Druckfeder 12
eine zweite Dämpfungsvorrichtung, welche den Ölfluß vom
unteren Ölraum C zum oberen Ölraum B beschränkt, wenn die Stoßdämpfer-Vorrichtung sich zusammenzieht. Diese Dämpfungsmittel
sind an sich bekannt und können durch Drosselstellen, Klappenventile oder dergleichen ersetzt werden©
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Ein Dichtungsring 13 ist eng benachbart zur Stangenführung 3 um die Kolbenstange 5 herum im äußeren Endabschnitt des
Außenzylinders 1 angeordnet, um zu verhindern, daü Luft und/oder öl aus dem Inneren des Hauptteiles des Stoßdämpfers
nach außen leckt» Der Dichtungsring wirkt mit einem Kernring 19 zusammen, der im wesentlichen in den
Dichtungsring 13 eingebettet ist» Ein Verschlußring 14 ist
in.das obere Ende des Außenzylinderas1 eingeschraubt, so
daß der Dichtungsring 13 und die Stangenführung 3 wirksam in der dargestellten Lage festgelegt werden» Ein Anschlag
ist an der Stange 5 in einem entsprechenden Abstand über
dem Kolben 4 befestigt· Die Oberseite 15a des Anschlages
ist so ausgebildet, daß sie mit der Unterseite 3d. der Stan—
genführung 3 in Berührung treten kann, wenn die Stoßdämpfer
einheit einem Expansionshub unterworfen wird» Der Anschlag 15 begrenzt damit den maximalen Ausdehnungshub des Kolbens»
Ein Deckel 16 ist als umgekehrter Becher ausgebildet und fest an der Stange 5 eng benachbart zu deren oberen Ende
angeordnet, das als Halterungsring 17 ausgebildet ist, mit
dem der Stoßdämpfer an dem nicht dargestellten Fahrzeugchassis befestigt werden kann» Ein gleich geformter Halterungsring
18 ist fest an dem abgeschlossenen Boden 1a des äußeren Zylinders 1 angeordnet, so daß der Stoßdämpfer
damit an einer nicht dargestellten Radachse des Fahrzeugs befestigt werden kann«
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Nachfolgend wird die Arbeitsweise einer erfindungsgemäßen
Stoßdämpfervorrichtung beschrieben· Es wird angenommen, daß die dargestellte Kolbenstangen-Vorrichtung
ihre neutrale Stellung einnimmt, und daß die Kammern D und E das Gasvolumen V^ bzw« V2 enthalten. Der
Druck, der dann in allen Räumen B, C, D, E und G herrscht, ist Pq. Die Querschnittsfläche der Kolbenstange 5 beträgt
Ar.
Wenn das Fahrzeug fährt und sein Chassis Schwingungen in Aufwärtsrichtung unterworfen ist, bewegt sich die Kolbenstangen-Vorrichtung
4, 5 im Innenraum des inneren Zylinders
2 aufwärts.
Das Volumen des Gasraumes D wird dann von seinem normalen Wert V^. auf einen bestimmten verkleinerten Wert Vx. verringert»
Der in den Räumen B und D herrschende Druck wird
von Pq dann auf einen gewissen erhöhten Wert P- veränderte
Da andererseits das wirksame Volumen des unteren Olraumes C vergrößert wird, wird ein ergänzendes Ölvolumen, das der
Summe ^ Ar .S) + (V^ -VVj) entspricht, vom Ölraum G durch
die Verbindungsöffnungen 6 in den Ölraum G zugeführt, wobei
praktisch kein Strömungswiderstand auftritt; in der Formel stellt S die Länge des Ausdehnungshubes dar* Gleichzeitig
wird das Volumen des Gasraumes E von V2 au-f einen bestimmten
größeren Wert V'2 ausgedehnt, der V2+{Ar . S + (V^ - V1
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entspricht· Der gewöhnlicn in den Kammern E, G und C herrschende
Druck wird von PQ auf einen bestimmten niedrigeren Wert Pp verringert* Es entwickelt sich daher ein Druckdifferential
(P1 - P2) am Kolben 4-e Dadurch wird verursacht,
daß öl vom oberen und inneren Ölraum B durch den Durchgang gegen die Wirkung des Ruckscnlagventxles 8 und der Ventilfeder
9 in den unteren inneren Ölraum C fließt, wobei eine gewisse wirksame Dämpfungskralt ausgeübt wird»
Wenn andererseits das Fahrzeugchassis einer nach unten gerichteten
Schwingung und die Stoßdämpfereinheit damit einer Zusammenziehung unterworfen wird, die einer bestimmten abwärts
gerichteten Hublänge S* entspricht, bewegt sich die Kolbenstang en-Vorrichtung 4-, 5 im inneren Zylinder 2 nach
untene Dadurch wird eine bestimmte Ölmenge veranlaßt, aus
der Kammer C durch die Durchlaßöffnungen 6 hindurch in den Raum G überzutreten, ohne daß irgendein merklicher Strömungswiderstand
auitritt. Das Volumen des Gasraumes E wird von V2 auf einen gewissen kleineren Wert VM 2 verringerte Der
in den Räumen E, G und C herrschende Druck erhöht sich von P0 auf einen gewissen größeren Wert P*2· Gleichzeitig wird,
da das Volumen des Raumes B sich vergrößert, das Volumen des Gasraumes D von V,. auf einen gewissen größeren Wert V1
vergrößert, der der Summe V1+^V2 - V"2) - Ar . S^ entspricht·
Der in den Räumen D und B herrschende Druck nimmt von Pq auf einen gewissen kleineren Wert P"^ ab« Auf diese
Weise wird ein Druckdifferential (P'2 - P^) am Kolben 4
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erzeugt· Das Öl wird dadurch veranlaßt, vom ölraum C durch
den Durcngang 10 in den Raum B zu fließen, wobei die Wirkung des Rückschlagventiles 11, das von der Feder 12 abgestützt ist, zu überwinden ist, so daß das Öl einer den
Durchfluß beschränkenden Dämpfungskraft unterworfen wird»
Ein wesentliches Arbeitsmerkmal des erfindungsgemäßen Stoßdämpfers
besteht im Vergleich zu bekannten Stoßdämpfer-Vorrichtungen darin, daß die Dämpfungskraft bei gleicher
Kolbengeschwindigkeit selbsttätig und in vorteilhafter Weise in Abhängigkeit von der Schwingungsfrequenz sich
ändert·
Wenn z.B« der Stoßdämpfer nach Fig« 1 seinen Ausdehnungshub
ausführt, wird das Ausmaß der Volumenverringerung im Gasraum D mit Erhöhung der Schwingungsfrequenz des Fahrzeugchassis
größer; in entsprechendem Ausmaß verringert sich die Ölüberführung aus dem ölraum C in den Raum B0 Daher
wird mit Erhöhung der Vibrationsfrequenz die Schwingungsdämpfungskraft
bei gleicher mittlerer Aufwärtsgeschwindigkeit der Kolbenstangen-Vorrichtung 4,5 verringert· Das
gleiche gilt für den Fall eines Einzugshubes des Stoßdämpfers aufgrunddessen,v daß der Gasraum E vorhanden ist·
Es ist weiter zu beachten, daß bei einer Dämpfungseinheit dieser Art ein häufig auftretender Temperaturanstieg in der
Einrichtung natürlich die Viskosität des Öles oder einer
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anderen, darin enthaltenen Arbeitsflüssigkeit verringert·
Daher kann eine entsprechende Verringerung der Dämpfungskraft nicht vermieden werden. Bei einer erfindungsgemäßen
Einrichtung jedoch wird eine derartige nachteilige Änderung der Dämpfungsleistung wirksam und selbsttätig korrigiert
oder ausgeglichen, so daß stets für eine zuverlässige stabile Dämpfungsleistung gesorgt ist»
Im einzelnen soll hierzu angenommen werden, daß der Stoßdämpfer mit seinem Ausdehnungshub arbeitet» Bei höherem
anfänglichen Druck in der Gaskammer D wird dann das Ausmaß der Zusammenziehung des Volumens D bei einem bestimmten Hub
S geringer, und dementsprechend wird auch die Ölüberführung vom Ölraum B in den Raum C größer» Daher wird auch die
während des Ausdehnungshubes wirkende Dämpfungskraft größer. Bei kleinerem anfänglichen Volumen V^ des Gasraumes D wird
der d^i*1 herrschende Druck bei einem bestimmten Ausdehnungshub der Einheit entsprechend größer* Das gleiche gilt für
einen Einzugshub des Stoßdämpfers im Falle der Änderung des anfänglichen Druckes und Volumens in dem Gasraum Ee
Wenn die Arbeitsflüssigkeit einer Temperaturerhöhung aufgrund einer andauernden Beanspruchung des Stoßdämpfers oder
aus anderen Gründen unterworfen ist, wird dadurch entsprechend die Viskosität der Flüssigkeit verringert. Die anfänglichen
wirksamen Volumen V^ und V2 der Kammern D und E
werden entsprechend verringert, und der anfängliche Dpuck
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~ 11 -
Pq entsprechend erhöht, da sich das Gesamtvolumen der Arbeitsfluss igkeit, vorzugsweise Öl, entsprechend erhöht·
Die Erfindung ermöglicht demnach eine selbsttätige Eigen— korrektur, wodurch die sonst mögliche Verringerung in der
Dämpfungsleistung sehr weitgehend aufgehoben wird«
Ein drittes wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß ein verbesserter Stoßdämpfer geschaffen wird, dessen
Federkonstante so reagiert, daß sie bei Erhöhung der Vibrationsfrequenz größer wird.
Aufgrund des Gasdruckes im äußeren Gasraum E wird in dem erfindungsgemäßen Stoßdämpfer eine Federreaktion W/entwickelt,
die mit der Relativlage der Kolbenstangen-Vorrichtung 4,5 im inneren Zylinder Z sich ändert« In der Neutralstellung
des Kolbens 4· beträgt die Reaktionskraft:
W1 - (po - V · Ar
Dabei wird angenommen, daß der Luftdruck der umgebenden Atmosphäre PQ ist·
Weiter wird angenommen, daß der Stoßdämpfer einem Ausdehnungshub S aus seiner neutralen Stellung heraus und unter
im wesentlichen statischen Bedingungen mit einer solchen Kolbengeschwindigkeit unterworfen wird, bei der das ÖL
praktisch keinen Strömungswiderstand antrifft» Die Volumen
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der beiden Gasräume D und E expandieren dann in Kombination mit der Kolbenstange 5 oder dem Produkt Ar „ S. Der gemeinsame
Druck, der in den Ölräumen C und G und im Gasraum E herrscht, wird entsprechend verringert, und die Reaktionskraft,
die mit W2 bezeichnet werden kann, wird gleich:
C1+20 - P_ ) «Ar
U1 + V2 + Ar . S
Dieser Ausdruck ist kleiner als
Es wird jetzt der Fall betrachtet, daß der Stoßdämpfer einem Ausdehnungshub S aus seiner neutralen Stellung heraus
und unter seinen dynamischen Bedingungen mit solcher Geschwindigkeit unterworfen wird, daß das Öl einem Strömungswiderstand
ausgesetzt ist« Dann wird, wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, das wirksame Volumen des
Gasraumes E von Vp auf V2 vergrößert. Hierfür gilt:
V2 - V2 + Ar ο S + (V1 - V1)
Dementsprechend wird der in den Räumen C, G und E herrschende Druck verringert. In diesem Fall tritt eine Reaktionskraft
W, auf, die wie folgt ausgedrückt werden kann:
V2 . Pn
20 P ) . Ar
20 P ) . Ar
+ V2 + Ar . S - V1 a
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Dieser Ausdruck ist kleiner als W1. Die Federkonstante
kann durch den Unterschied zwischen der anfänglichen Reaktionskraft
W1 in der Neutralstellung des Stoßdämnfers und
der Reaktionskraft W2 oder W, ausgedrückt werden, die am
Ende eines Hubes S auftritt, wobei durch S geteilt wird· Die statische Federkonstante k1 und die dynamische Federkonstante
k1^. können dann wie folgt ausgedrückt werden}
+ V2 + Ar « S
(V1 - V1 + Ar . S) . P0 . Ar
1 (V1 + V2 + Ar . S - V1) . S
Hierbei ISt(V1 - V1) größer als Null, und V1 ist größer
als Null· Daher ist:
k1 < *Ί
Wie erwähnt, wird das Ausmaß der Verringerung des Volumens V1 der Gaskammer D größer mit Anwachsen der Vibrationsfrequenz·
Daher wird, wenn sich das Volumen V1 verringert, die
dynamische Federkonstante k1,- entsprechend größer·
Die Entwicklung der Federkonstanten ist vorstehend anhand
eines Expansionshubes der Einheit beschrieben worden; die gleichen Grundsätze sind auch für den Einzugshub des Stoßdämpfers
anwendbar«
- 14 309834/0517
In der folgenden Beschreibung mehrerer weiterer Ausführungsformen
der Erfindung sind gleiche Bestandteile mit denselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen worden, um
einen Vergleich und das Verständnis zu erleichtern.
In Fig. 2 ist der erfindungsgemäße Stoßdämpfer derart abgewandelt
worden, dau der Hauptkrjbper des ütoßdämpfers
fest mit dem Fahrzeugchassis und die Kolbenstangen-Vorrichtung mit der Radachse verbunden wird. Zu diesem Zweck weist
der Hauptkörper einen äußeren Zylinder 1, einen inneren Zylinder 2 und eine Stangenführung 3 auf, die im Vergleich
zur Ausführungsform nach Fig. 1 umgekehrt angeordnet sind. Die Verbindungs- oder Durchgangsöffnungen 6 sind in diesem
Fall so gelegt worden, daß sie sich in der Nähe des unteren Endes des inneren Zylinders und in der Nähe der Stangenführung
3 befinden· In diesem Fall ist der Haltering 17
am Boden 1a und der Haltering 18 am äußeren Ende der Kolbenstange 5 befestigt·
Die in Fig. 3 dargestellte Ausfuhrungsform ist gegenüber
dem Beispiel nach Fig. 1 so abgewandelt, daß der innere Gasraum D zum unteren Ende des Innenraumes des Innenzylinders
2 verlegt ist, siehe D1 in Fig. 3· Zu diesem Zweck ist
zwischen den Räumen C und D* als Trennung ein schwimmender
Kolben 31 angeordnet· Die Verbindungsöffnungen 6 des ersten
Beispieles sind zum oberen Ende des InnenZylinders 2 verlegt
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worden, siehe 61 in Fig. 3· Dadurch sind die beiden Räume
B und A praktisch zu einem Raum vereinigt worden, während der Ölraum C praktisch von diesem vereinigten ölraum getrennt
ist. Ein länglicher elastischer Schlauch 21 erstreckt sich nahezu über die gesamte Länge des inneren Zylinders
und ist an seinen beiden Enden 21a und 21b an der Außenfläche des Zylinders befestigt, z.B. durch Kleben, Klemmvorrichtungen
oder durch ähnliche bekannte Befestigungsmittel, und bildet derart einen äußeren Gasraum E", der
an die Stelle des Gasraumes E der ersten Ausführungsform tritt. Auf diese Weise kann ein Auslecken der Luft oder
des Gases, die bzw. das in den beiden Räumen D* und E*
enthalten ist, zuverlässig verhindert werden. Dieser Stoßdämpfer kann zwischen Fahrzeugchassis und Radachse entweder
in der Art des ersten oder des zweiten Beispiels befestigt werden.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform ist ohne weiteres
aus der vorhergehenden Beschreibung verständlich.
In Fig. 4 ist eine gegenüber Fig. 2 abgewandelte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Stoßdämpfers dargestellt» Der Ölraum B, der im inneren Zylinder 2 ausgebildet ist
und von diesem begrenzt wird, ist mit dem Ringraum A zwischen dem äußeren und dem inneren Zylinder 1 bzw. 2
durch Öffnungen 6" verbunden» Jedoch sind in diesem Fall Luft- oder Gasräume D* und E1 an den entsprechenden oberen
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— 16
Enden des inneren und des äußeren Zylinders 2 bzw« 1 vorgesehen und liegen innerhalb der unter einheitlichem Druck
stehenden Kammern. In der Praxis sorgen die Verbindungsöffnungen 6M für eine ständige Gasverbindung zwischen den
beiden Gasräumen D1 und E*. Der Hauptkörper des Stoßdämpfers,
bestehend aus äußerem Zylinder 1, innerem Zylinder 2 und Stangenführung 3» ist im Vergleich zum ersten Beispiel,
Fig. 1, in dieser Ausführungsform umgekehrt angeordnet. Die Kolbenstange 5 erstreckt sich vom Kolben M- durch den
Ölraum G, den freien Kolben 31*» der dichtend und gleitfähig
die Kolbenstange umgibt, und einem Gasraum D nach unten, der unter dem freien Kolben 31* ausgebildet ist.
Die Kolbenstange geht dann weiter durch die axiale Bohrung 3c der Stangenführung 3 hindurch und ist an ihrem unteren
Ende fest mit dem Boden des becherförmigen Deckels 16 verbunden, an dem der Halterungsring 18 außen befestigt ist«
In diesem Fall ist auch die Arbeitsweise ohne weiteres unter Bezug auf die vorausgehende Beschreibung verständlich.
Die Ausführungsform nach Fig. 5 ist gegenüber der nach
Fig. 1 gerhgfügig abgewandelt.
Eine Feder 41 ist auf dem oberen Teil des äußeren Zylinders
1 angeordnet· Diese Feder stößt mit ihrem oberen Ende gegen einen oberen Federkäfig 4-7, der im wesentlichen
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tellerförmig ist und in Eingriff mit dem oberen Ende eines mit Flansch versehenen Deckels 16* gehalten wird, der dem
Deckel 16 des ersten Beispieles entspricht« Die Feder 41 stößt mit ihrem unteren Ende gegen einen unteren Federkäfig
48, der am äußeren Zylinder 1 zwischen dessen beiden Enden befestigt isto
Die Kolbenstange 5 ist an ihrem Ende mit einer ixingschulter
5a ausgebildet, auf der der obere Federkäfig 47 angeordnet ist, der in seiner Lage mit Hilfe eines Drucklagers gehalten
wird, das eine untere Lauffläche 45, Lagerkugeln 46 und eine
obere Lauffläche 44 sowie eine Federscheibe 42 aufweist* Eine Befestigungsmutter 45 ist auf ein im Durchmesser verringertes
und mit Gewinde versehenes oberes Ende der Stange aufgeschraubt o
Die Stützfeder 41 sorgt dafür, daß auf den Stoßdämpfer eine elastische Vorspannkraft in Richtung der Ausdehnung des Stoßdämpfers
einwirkte Dadurch wird ein Teil oder die gesamte Belastung aufgefangen, die von Seiten des Fahrzeugchassis
am Stoßdämpfer angreift·
An der oberen Drucklager-Lauffläche 44 ist fest eine durch Gummi gefederte obere Halterung 17f angeordnet und ermöglicht
eine relative Drehbewegung zwischen dem Stoßdämpfer und dem Chassis.
- 18 ~ 309834/0517
-, 18 -·
In diesem Beispiel ist die untere Halterung 18 durch eine übliche Drehgelenkspindel 18fl ersetzt worden, die unmittelbar
ein nicht dargestelltes Fahrzeugrad halten kann«
Bei den bisher bekannten Stoßdämpfern konnte eine frequenzabhängige Änderung in der Dämpfungseigenschaft nur durch
äußerst komplizierte Vorrichtungen erreicht werden« Die Erfindung zeigt, daß das gleiche Ergebnis durch äußerst
einfache Mittel erzielt werden kann. Mit vergleichbaren bekannten Mitteln ergibt sich eine im wesentlichen waagerechte
gerade Linie, wenn die Schwingungsdämpfungskrai't in kg gegen die Schwingungsfrequenz in Hz abgetragen wird,
entsprechend der Darstellung in Fig. 6«
Nach der Erfindung ergeben sich sehr günstige frequenz*-
abhängige Kurven I, II, III und IV sowie I1, II1, III1 und
IV1. In Fig, 6 wurden die Kurven I und I* für eine mittlere
Kolbengeschwindigkeit von 0,1 m/s, die Kurven II und II* für eine mittlere Kolbengeschwindigkeit von 0,3 m/s,
die Kurven III und III*1 für 0,6 m/s und IV und IV» für
0,9 m/s gemessen«
In Fig. 7 sind mehrere Vergleichskurven für die Dämpfungscharakteristik dargestellt, wobei die Dämpfungskraft in
kg gegen die Betriebstemperatur der Arbeitsflüssigkeit oder
des Öls abgetragen ist. Die punktierten Linien gelten für
~ 19 ~ 309834/0517
die Erfindung, während die ausgezogenen Linien mit üblichen
Einrichtungen erzielt sind. Im Fall der Erfindung sind diese Charakteristiken sehr stark abgeflacht, so daß
eine günstigere Wirkung erzielt wird»
- Patentansprüche ·»
309834/0517
Claims (6)
1.) Stoßdämpfer mit einem äußeren und einem konzentrisch darin angeordneten inneren Zylinder und einer Kolbenstangen-Vorrichtung,
die mit Dämpfungsmitteln versehen und in dem inneren Zylinder verschieblich ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstangen-Vorrichtung (4-,5) i-n dem inneren Zylinder (2) zwei gewöhnlich
getrennte Kammern (B, C) abteilt, von denen die eine (C) in ständiger Flüssigkeitsverbindung mit einem
zwischen den beiden Zylindern (1, 2) vorgesehenen Ringraum (A) steht und mit diesem eine einheitliche
Kammer bildet, so daß praktisch zwei Arbeitsflüssigkeitskammern
vorgesehen sind, in denen jeweils ein Luft- oder Gasraum (D, E) ausgebildet iste
2. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gasraum (Df; E1) von der zugehörigen Flussigkeitskammer
(C; G) durch eine auf Druckänderung nachgebende Wand (31; 21) abgeteilt iste
3. Stoßdämpfer nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch
einen im inneren Zylinder (2) angeordneten, den Gasraua,
(D1) von der Flussigkeitskammer (C) dicht abteilenden schwimmenden Kolben (31)·
~ 21 ~ 30983 4/0517
4. Stoßdämpfer nach Anspruch 2-3, dadurch gekennzeichnet, daß der im Ringraum (A) zwischen äußerem
und innerem Zylinder (1, 2) vorgesehene Gasraum (E1)
gegen die im Ringraum gebildete Flussigkeitskammer (G) durch einen mit einer Zylinderfläche an beiden Enden
fest verbundenen, elastischen Mantel (21) abgeteilt ist.
5«, Stoßdämpfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der elastische Mantel (21) auf der Außenseite des Innenzylinders (2) befestigt ist.
6. Stoßdämpfer nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsöffnungen (6") der beiden verbundenen
Flussigkeitsräume (B, G) im oberen, als Gasraum
(D*) ausgebildeten Teil des Stoßdämpfers liegen, während der andere Gasraum (D11) durch einen schwimmenden
Kolben (31f) abgeteilt unter der anderen Flussigkeitskammer
(C) des Innen Zylinders liegt»
309834/0517
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1696572A JPS5443671B2 (de) | 1972-02-18 | 1972-02-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2308413A1 true DE2308413A1 (de) | 1973-08-23 |
Family
ID=11930798
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732308413 Ceased DE2308413A1 (de) | 1972-02-18 | 1973-02-19 | Stossdaempfer |
Country Status (3)
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|---|---|
| JP (1) | JPS5443671B2 (de) |
| DE (1) | DE2308413A1 (de) |
| GB (1) | GB1424137A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| WO2009006953A1 (de) * | 2007-07-11 | 2009-01-15 | Audi Ag | Zweirohrstossdämpfer |
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-
1973
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- 1973-02-19 DE DE19732308413 patent/DE2308413A1/de not_active Ceased
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2362310A1 (fr) * | 1976-08-18 | 1978-03-17 | Tokico Ltd | Amortisseur hydraulique |
| WO2009006953A1 (de) * | 2007-07-11 | 2009-01-15 | Audi Ag | Zweirohrstossdämpfer |
Also Published As
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| GB1424137A (en) | 1976-02-11 |
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| JPS5443671B2 (de) | 1979-12-21 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8131 | Rejection |