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DE1655449C3 - Vorrichtung zum Verhindern des Blockierens eines Fahrzeugrades mit einer hydraulischen Bremsanlage - Google Patents

Vorrichtung zum Verhindern des Blockierens eines Fahrzeugrades mit einer hydraulischen Bremsanlage

Info

Publication number
DE1655449C3
DE1655449C3 DE19671655449 DE1655449A DE1655449C3 DE 1655449 C3 DE1655449 C3 DE 1655449C3 DE 19671655449 DE19671655449 DE 19671655449 DE 1655449 A DE1655449 A DE 1655449A DE 1655449 C3 DE1655449 C3 DE 1655449C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
brake
cylinder
pressure accumulator
master
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671655449
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Christof 6234 Hattersheim Klein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Alfred Teves GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Teves GmbH filed Critical Alfred Teves GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE1655449C3 publication Critical patent/DE1655449C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhindern des Blockierens eines Fahrzeugrades mit einer hydraulischen Bremsanlage, bei der zwischen einem pedalbetätigten Hauptbremszylinder und einem Radbremszylinder ein erstes Ventil geschaltet ist, welches in einer Stellung den Hauptbremszylinder mit dem Radbremszylinder verbindet und in der anderen Stellung diese Verbindung unterbricht, bei der weiter zwischen dem ersten Ventil und dem Radbremszylinder eine Abzweigung über ein zweites Ventil mit einer Durchlaß- und einer Sperrstellung zu einem Niederdruckspeicher führt, und bei der schließlich eine Einrichtung vorgesehen ist, die verhindert, daß in dem Hauptbremszylinder ein übermäßiger Flüssigkeitsverlust eintritt, wobei die beiden Ventile in Abhängigkeit von einer bestimmten Radverzögerung gleichzeitig oder nacheinander betätigt werden.
Eine derartige Bremsanlage ist Gegenstand eines älteren Vorschlags (Deutsches Patent 16 55 383). Bei dieser Bremsanlage muß das bremspedal bei länger andauernden Regelvorgängen langsam weiter durchgetreten werden, um die aus dem Radbremszylinder in den Niederdruckbehäiter abfließende Flüssigkeitsmenge zu ersetzen. Um zu vermeiden, daß sich hierbei das Hauptzylinder-Volumen völlig erschöpft, ist dort eine Rückförderpumpe zwischen den Niederdruckspeicher und den Hauptbremszylinder geschalten, welche z. B. dann, wenn ein Drittel des Hauptbremszylindervolumens verbraucht ist, anspricht und die Bremsflüssigkeit von dem Niederdruckspeicher in den Hauptbremszylinder zurückfördert. Die Betätigung der Rückförderpumpe wird beispielsweise durch elektrische Kontakte in dem Niederdruckspeicher hervorgerufen. Der Aufwand für die Anordnung und Steuerung der elektromagnetisch betätigten Rückförderpumpe ist jedoch recht groß außerdem verursacht das Arbeiten der Rückförderpumpe ein Vibrieren am Bremspedal, was ebenfalls nachteilig ist
Bei einer bekannten hydraulischen Bremsanlage (FR-PS 14 80 500) ist zwischen einem Hauptbremszylin der und einem Radbremszylinder ein Ventil geschaltet das in Abhängigkeit von der Radverzögerung gesteuert wird und beim Blockieren des Rades die Druckzufuhi zum Radbremszylinder unterbricht und den Radbrems zylinder mit einer Auslaßleitung verbindet. Auch dort is Vorsorge getroffen, um einen übermäßigen Flüssig keitsverlust im Hauptbremszylinder zu verhindern. Be einer ersten Ausführungsform der bekannten Anlag« geschieht dies dadurch, daß ein pedalbetätigbarei Schalter vorgesehen ist, der die Blockierschutzvorrich tung bei Erreichen eines bestimmten Pedalwege: ausschaltet, d. h., das Ventil gibt die Verbindung zwischen dem Hauptbremszylinder und dem Rsdbrems zylinder wieder frei. Bei einer zweiten Ausführungsforn
ist in die Auslaßleitung ein Niederdruckspeieber geschaltet, der so auf das Hauptzylinder-Volumen abgestimmt ist, daß er vollständig gefüllt is*, wenn eine vorbestimmte Flüssigkeitsmenge aus dem Hauptbremszylinder abgeflossen ist Eine weitere Druckabsenkung im Radbremszylinder ist danach nicht mehr möglich, so daß auch bei dieser Ausführung die BSockierschutzvorrichtung nach Erreichen eines bestimmten Pedalweges außer Betrieb gesetzt ist. Diese bekannte Anlage erlaubt somit nur eine beschränkte, vom Volumen des Hauptbremszylinders abhängige Anzahl von Regelvorgängen.
Es ist ferner eine Blockierschutzvorrichtung für eine hydraulische Bremsanlage, insbesondere eine Flugzeugbremsanlage, bekannt (DT-PS 9 09 657), bei der zwischen einem pedalbetätigbaren Hauptbremszylinder und einer Radbremse ein erstes, in Abhängigkeit von der Radverzögerung betätigbares Ventil angeordnet ist, das die Druckmittelzufuhr zu der Radbremse bei einer bestimmten Radverzögerung sperrt Ferner ist dort zwischen dem ersten Ventil und der Radbremse ein Speicher vorgesehen, der über ein zweites, zugleich mit dem ersten Ventil betätigbares Ventil mit einer Hochdruckquelle verbunden ist Das zweite Ventil sperrt bei der vorbestimmten Radverzögerung die Verbindung vom Speicher zur Hochdruckquelle und öffnet zu einer Enttastungsleitung, so daß dann der Speicher Druckmittel aus der Radbremse aufzunehmen vermag. Eine Vorrichtung zur Verhinderung eines übermäßigen Flüssigkeitsverlustes im Hauptbremszylinder ist dort nicht vorgesehen.
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art einerseits eine Vereinfachung und andererseits bei längeren Regelvorgängen eine größere Betriebssicherheit zu schaffen, als sie bisher bei den bekannten Vorrichtungen vorhanden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an den Ausgang des Hauptbremszylinders eine durch den Druck des Hauptbremszylinders betätigbare Ladepumpe angeschlossen ist, die; bei jeder Bremsbetätigung einen Hochdruckspeicher mit vom Hauptbremszylinder verdrängter Bremsflüssigkeit um eine weitere Stufe auflädt, und daß an dem ersten Ventil ein zusätzlicher Anschluß vorgesehen ist, über den der Hochdruckspeicher mit dem Radbremszylinder verbunden ist, wenn das erste Ventil seine die Verbindung Hauptbremszylinder-Radbremszylinder sperrende Stellung einnimmt.
Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung wird erreicht, daß ständig eine gewisse Bremsflüssigkeitsmenge in dem Hochdruckspeicher auf Vorrat gehalten wird, welche bei einem Regelvorgang über das erste Ventil ständig unter Druck stehende Flüssigkeit an die Radzylinderseite nachliefern kann. Dabei kann auf eine Rückförderpumpe verzichtet weiden, weil das durch das zweite Ventil abströmende Flüssigkeitsvolumen aus dem Hochdruckspeicher ergänzt wird. Ein Durchtreten des Bremspedals bei längeren Regelvorgängen wird daher weitgehend unterbunden. Besonders vorteilhaft wirkt sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus, daß keinerlei Rückwirkungen auf das Pedal zum Betätigen des Hauptb; emszyünders auftreten.
Vorzugsweise ist zwischen den weiteren Anschluß an dein ersten Ventil und den Hochdruckspeicher eine (l? Drossel geschaltet, welche dafür sorgt, daß sich der Druck auf der Radbremszylinderseite nur langsam wieder aufbaut und die in dem Hochdruckspeicher auf Vorrat gehaltene Bremsflüssigkeit beim Ansprechen auch des zweiten Ventils nicht sofort vollständig in den Niederdnickspeicher übergeht
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß das zweite Ventil in seiner gesperrten Normalstellung die Funktion eines Rückschlagventils hat welches die Entladung des Niederdruckspeichers in den Bremskreis gestattet Durch dieses Rückschlagventil ist gewährleistet, daß sich der Niederdruckspeicher zwischen zwei Bremsungen mit Schlupfregelung wieder in den normalen Bremskreis entladen kann.
Vorzugsweise sind der Ausgang des Hauptbremszylinders und der Radbremszylinder außerdem über ein weiteres Rückschlagventil miteinander verbunden, welches im Radbremszylinder einen wesentlich höheren Druck als im Hauptbremszylinder verhindert. Auf diese Weise wird mit Sicherheit gewährleistet, daß beim Loslassen des Bremspedals der Druck aus dem Radbremszylinder entweicht und zwar unabhängig von der Stellung des ersten Ventils.
Die Ladepumpe weist vorzugsweise einen Differentialkolben auf, dessen große Fläche dem Hauptbremszylinder und dessen kleine Räche dem Hochdruckspeicher zugewandt ist Auf diese Weise führt ein relativ geringer Druck auf der großflächigen Kolbenseite zu einer Bewegung des Kolbens und Erzeugung eines Hochdrukkes auf der kleinflächigen Kolbenseite. Es handelt sich hierbei um die übliche Art der Druckverstärkung. Der Differentialkolben enthält vorzugsweise eine Bohrung, welche am einen Ende durch ein Kugelventil abgeschlossen ist wobei im Gehäuse ein Auslaßventil angeordnet ist Die Öffnungsweise der Ventile ist so, daß bei einer Betätigung des Bremspedals das Auslaßventil öffnet und unter Druck stehende Flüssigkeit in den Hochdruckspeicher gefördert wird. Beim Loslassen des Bremspedals bewegt sich der Differentialkolben durch Federkraft in seine Ausgangslage, wobei das Auslaßventil schließt und das am Ende der Bohrung vorgesehene Einlaßventil öffnet und Bremsflüssigkeit in die Bohrung und den Zylindeiraum nachströmen läßt.
Der Raum hinter der Stufenfläche des Differentialkolbens ist vorzugsweise über eine Verbindungsleitung mit dem Niederdruckspeicher verbunden. An sich könnte dieser Raum auch mit der Atmosphäre in Verbindung stehen, doch würde in einem solchen Falle die Gefahr bestehen, daß Schmutz oder Feuchtigkeit in den Raum hineingelangen. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird jede Korrosion innerhalb der Ladepumpe wirksam vermieden, da lediglich Bremsflüssigkeit in den Raum eintreten kann.
Das erste und/oder zweite Ventil ist vorzugsweise ein magnetbetätigtes Kugelventil. Die Kugel kann in der einen Stellung des Ventils den einen Anschluß und in der anderen Stellung den anderen Anschluß absperren. Zur Verwendung in dem zweiten Ventil soll die Kugel als Rückschlagventil wirken.
Das erste Ventil kann auch ein magnetbetätigtes Schieberventil sein.
Tür die Unteransprüchc 2 bis 10 der Patentansprüche wird nur Schutz in Verbindung mil dem Hauptanspruch hegehrt.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben; in uicser zeigt
F i g. ! in schematisehcr Darstellung den Aufbau einer Vorrichtung zum Verhindern des Blockierens von Fahrzeugrädern gemäß dem eingangs genannten älteren Vorschlag,
F i g. 2 in schematischer Darstellung eine hydraulische
Bremsanlage gemäß der Erfindung,
F i g. 3 einen Axiatschnitt einer verwendbaren Ladepumpe,
F i g. 4 einen Axialschnitt eines verwendbaren Kugelventils,
Fig.5 einen Axialschnitt eines verwendbaren Schiebervep.tils und
F i g. 6 ein Diagramm, welches den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Bremsbetätigung und dem Druck veranschaulicht !0
Bei der Bremsanlage nach F i g. 1 wirkt ein Pedal 10 in üblicher Weise auf einen Hauptbremszylinder 13 und weiter über ein erstes Ventil 11 auf einen Radbremszylinder 12. Das Ventil 11 ist durch eine Drossel 9 überbrückt, welche dafür sorgt, daß auch bei geschlossenem Ventil 11 der Druck in dem Radbremszylinder 12 aufrechterhalten wird. Die öffnung der Drossel 9 ist sehr gering, so daß nur äußerst geringe Flüssigkeitsmengen nachströmen können.
Das erste Ventil 11 weist zwei Stellungen auf. In der einen ist die Verbindung zwischen Hauptbremszylinder 13 und Radbremszylinder 12 hergestellt, in der anderen unterbrochen.
Von der Leitung zwischen dem Ventil 11 und dem Radbremszylinder 12 zweigt eine Leitung 14 ab, die über ein zweites Ventil 15 zu einem Niederdruckspeicher 16 führt. Das zweite Ventil 15 hat zwei Stellungen; in der einen ist die Verbindung zwischen der Verbindungsleitung 14 und dem Niederdruckspeicher 16 hergestellt, in der anderen unterbrochen.
Von dem Niederdruckspeicher 16 führt über eine Pumpe 33 und ein Rückschlagventil 34 eine Leitung zum Bremszylinder zurück.
Die Arbeitsweise der Bremsanlage gemäß F i g. 1 ist wie folgt:
Tritt während einer Bremsung ein Radschlupf auf, so ist dieser mit einer Radverzögerung verbunden, welche durch einen Radverzögerungsgeber gemessen wird, der eine Regelgröße für die Steuerung der Ventile 11 und 15 abgibt Zunächst wird bei Erreichen einer bestimmten Radverzögerung das erste Ventil 11 geschlossen, so daß Bremsflüssigkeit nur noch über die Drossel 9 in geringem Umfange in den Radbremszylinder 12 strömen kann. Gleichzeitig oder bei einer etwas größeren Radverzögerung kann das Ventil 15 geöffnet werden, so daß Bremsflüssigkeit aus dem Radbremszylinder 12 in den Niederdruckspeicher 16 gelangen kann und eine Herabsetzung der Bremswirkung erzielt wird
Nach dem Aufhören des Bremsschlupfes schließt das Ventil 15 und öffnet das Ventil 11 wieder.
Bei einem länger anhaltenden Regelvorgang kann jedoch bei dieser Anlage das Bremspedal 10 völlig durchgetreten werden, weil die Bremsflüssigkeit aus dem Hauptbremszylinder 13 über die Drossel 9 und das Ventil 15 in den Niederdruckspeicher 16 gelangen kann und diesen auflädt Um dies zu verhindern, ist bei dieser Anlage eine Rückförderpumpe 33 vorgesehen, welche bei einem bestimmten Füllungsgrad des Niederdruckspeichers 16 in Tätigkeit tritt und die Flüssigkeit wieder in den Bremskreis zurückfördert
Durch die Ausführung gemäß Fig.2 wird die Notwendigkeit der Anordnung einer Rückförderpumpe vermieden.
Die Ventile 11 und 15 werden in der gleichen Weise betätigt wie die gleichnumerierten Ventile nach F i g. 1. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau von den Ventilen der bekannten hydraulischen Bremsanlage.
Das Ventil 11 weist gegenüber dem Ventil der bekannten Anlage drei Anschlüsse auf, von denen die Anschlüsse 1, 3 den Hauptbremszylinder und den Radbremszylinder 12 miteinander verbinden, während in der Regelstellung der Anschluß 3 mit einem Anschluß 19 verbunden ist.
Auch das zweite Ventil 15 unterscheidet sich in seiner Ausführung von dem entsprechenden Ventil der bekannten Anlage, indem es in der Sperrstellung die Funktion eines Rückschlagventils 21 ausübt.
Wesentliche Bestandteile der Ausbildung sind eine Ladepumpe 17 und ein Hochdruckspeicher 18, welche hintereinander an den Ausgang des Hauptbremszylinders 13 angeschlossen sind. Bei jeder Betätigung des Hauptbremszylinders 13, d. h. bei jeder Bremsung, wird durch die Ladepumpe 17 der Hochdruckspeicher 18 ein Stück aufgeladen.
Eine Ausführungsform der Ladepumpe 17 ist in F i g. 3 dargestellt Sie weist einen Differentialkolben 23 auf, welcher eine große Fläche 24 und eine kleine Fläche 25 besitzt Innerhalb des Differentialkolbens ist eine durchgehende Bohrung 26 vorgesehen, welche an der einen Seite durch ein Kugelventil 27 abgeschlossen ist.
Die Ladepumpe 17 wirkt in üblicher Weise als Druckverstärker, d. h., daß, wenn der Hauptbremszylinder 13 betätigt wird, der Druck auf die große Fläche 24 den Differentialkolben 23 entgegen der Kraft einer Feder bewegt und dabei über die kleine Fläche 25 nach öffnung des Kugelventils 28 einen Druck in dem Hochdmckspeicher 18 aufbaut Beim Zurückschnellen des Differentialkolbens 23 im Anschluß an eine Bremsung öffnet das Kugelventil 27, während das Kugelventil 28 schließt Auf diese Weise wird bei jeder Betätigung der Fahrzeugbremse der Hochdruckspeicher 18 um ein gewisses Stück aufgeladen.
Der Hochdrackspeicher 18 ist nun über eine Drossel 20 mit dem zusätzlich vorgesehenen Anschluß 19 an dem Ventil 11 verbunden.
Schließlich ist noch der Raum 29 hinter dem Differentialkolben durch eine Verbindungsleitung 30 mit dem Niederdruckspeicher 16 verbunden.
Die Funktion der Anlage gemäß F i g. 2 ist hinsichtlich der Betätigung der Ventile 11,15 durch die Radverzögerung die gleiche wie die der in F i g. 1 veranschaulichten Anlage.
Jedoch wird nach dem Ansprechen des Ventils 11 der Hauptbremszylinder 13 völlig von dem Radbremszylinder 12 abgetrennt, so daß auch bei längeren Regelvorgängen kein Durchtreten des Bremspedals möglich ist
Um nun aber nach Einsetzen der Regelung einen unerwünschten Druckabbau in dem Radbremszylinder 12 zu vermeiden, wird durch das Ventil 11 der Radbremszylinder 12 über die Drossel 20 mit dem Hochdmckspeicher 18 verbunden. Der Hochdrackspeicher 18 kann also den Druck in dem Radbremszylinder aufrechterhalten oder, falls dieser durch vorübergehenden Anschluß an den Niederdruckspeicher 16 abgesunken ist, wieder aufbauen.
Sobald die Radverzögerang einen noch größeren Wert erreicht hat, öffnet auch das zweite Ventil 15, so daß der Druck aus dem Radbremszylinder 12 in den Niederdruckspeicher 16 entweichen kann. Auf Grand der Einschaltung der Drossel 20 kann andererseits die in dem Hochdruckspeicher 18 gespeicherte Flüssigkeit nur langsam in den Niederdruckspeicher 16 gelangen. Dieser Vorgang entspricht dem Niedertreten des Bremspedals bei der Anlage gemäß Fig. 1; bei der Anlage gemäß F i g. 2 erfolgt jedoch kein Durchtreten
des Bremspedals, vielmehr entlädt sich der Hochdruckspeicher 18 langsam über die Drossel 20. Die Dimensionierung des Hochdruckspeichers 18 muß selbstverständlich so vorgenommen werden, daß während eines Regelvorgangs keine vollständige Entladung stattfinden kann.
Bei den folgenden Bremsungen wird dann der Hochdruckspeicher 18 sukzessive wieder aufgeladen.
Das Rückschlagventil 21 hat den Zweck, den Niederdruckspeicher 16 wieder in Bremsleitungen zu entladen, nachdem beide Ventile wieder ihre Normalsteliung erreicht haben und kein oder nur geringer Druck im Radbremszylinder 12 und im Hauptbremszylinder 13 vorhanden ist.
Der Raum 29 hinter dem Differentialkolben könnte an sich direkt an die Atmosphäre angrenzen; bei der bevorzugten Ausführungsform ist dieser Raum jedoch über die Leitung 30 mit dem Niederdruckspeicher 16 verbunden. Durch diese Maßnahme ist das Eindringen von Schmutz und Korrosion in der Ladepumpe 17 wirksam vermieden, da nunmehr auch der Raum 29 ständig mit der Bremsflüssigkeit gefüllt ist.
Nach Fig.4 ist das Ventil 11 als Sitzventil mit einer Kugel und nach F i g. 5 als Schieberventil ausgebildet.
Bei der Ausführung nach F i g. 4 ist die als Verschlußkörper wirkende Kugel 31 fest mit dem Betätigungsglied verbunden. Der Durchmesser des Betätigungsgliedes ist um eir Geringes größer als der Sitzdurchmesser der Kugel. Die Kugel kann je nach ihrer Stellung den Anschluß 1 oder den Anschluß 2 absperren.
Falls nach Fi g. 5 das Ventil 11 als Schieberventil 32 ausgebildet ist, kann man mit einem Schieberdurchmesser von 4 mm auskommen. Die Leckverluste sind bei diesem Durchmesser und einer Überdeckung von vielleicht 1 mm so gering, daß sie während der kurzen Bremsbetätigungszeit zu keinen merkbaren Volumen-Verlusten führen. Die Schaltzeit eines so kleinen Schieberventils kann äußerst klein gehalten werden.
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Ladepumpe 17 um einen hydraulischen Druckübersetzer, d. h. einen durchbohrten Differentialkolben 23 mit einem Saugventil 27 und einem Druckventil 28. Da das Maximum der Häufigkeit der Bremsbetätigung nach F i g. 6 bei 1A bis 'Λ des Maximaldruckes liegt, sollte das Verhältnis des Durchmessers D der großen Fläche 24 und des Durchmessers dder kleinen Fläche 25 zwischen 1,2 und 2,2 liegen.
Durch die Anordnung ist sichergestellt, daß in keinem Falle das Bremssystem durch die zusätzliche Schlupfregeleinrichtung unsicherer wird. Bei einer Störung in der Schlupfregeleinrichtung kann man so bremsen, als wäre diese nicht vorhanden. Für den Fall aber, daß bei leerem Speicher 18 ein Blockieren auftritt, wirkt das System se wie die Anlage gemäß Fig. 1, jedoch ohne die Rückförderpumpe.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

•i Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Verhindern des Blockierens eines Fahrzeugrades mit einer hydraulischen Bremsanlage, bei der zwischen einem pedalbetätigten Hauptbremszylinder und einem Radbremszylinder ein erstes Ventil geschaltet ist, welches in einer Stellung den Hauptbremszylinder mit dem Radbremszylinder verbindet und in der anderen Stellung ι ο diese Verbindung unterbricht, bei der weiter zwischen dem ersten Ventil und dem Radbremszylinder eine Abzweigung über ein zweites Ventil mit einer Durchlaß- und einer Spcrrstellung zu einem Niederdruckspeicher führt, und bei der schließlich eine Einrichtung vorgesehen ist, die verhindert, daß in dem Hauptbremszylinder ein übermäßiger Flüssigkeitsverlust eintritt, wobei die beiden Ventile in Abhängigkeit von einer bestimmten Radverzögerung gleichzeitig oder nacheinander betätigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß an den Ausgang des Hauptbremszylinders (13) eine durch den Druck des Hauptbremszylinders betätigbare Ladepumpe (17) angeschlossen ist, die bei jeder Bremsbetätigung einen Hochdruckspeicher (18) mit vom Hauptbremszylinder verdrängter Bremsflüssigkeit um eine weitere Stufe auflädt, und daß an dem ersten Ventil (11) ein zusätzlicher Anschluß (19) vorgesehen ist, über den der Hochdruckspeicher (18) mit dem Radbremszylinder (12) verbunden ist, wenn das erste Ventil seine die Verbindung Hauptbremszylinder-Radbremszylinder sperrende Stellung einnimmt
2. Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den dritten Anschluß (19) und den Hochdruckspeicher (18) eine Drossel (20) geschaltet ist.
3. Bremsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ventil (15) in seiner gesperrten Normalstellung die Funktion eines Rückschlagventils (21) hat, welches die Entladung des Hiederdruckspeichers in den Breniskreis gestattet.
4. Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Hauptbremszylinders (13) und des Radbremszylinders (12) außerdem über ein weiteres Rückschlagventil (22) miteinander verbunden sind, welches im Radbremszylinder (12) einen wesentlich höheren Druck als im Hauptbremszylinder (13) verhindert.
5. Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladepumpe (17) einen Differentialkolben (23) aufweist, dessen große Fläche dem Hauptbremszylinder (13) und dessen kleine Fläche (25) dein Hochdruckspeicher (18) zugewandt ist.
6. Bremsanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Differentialkolben (23) eine Bohrung (26) enthält, welche am einen Ende durch ein Kugelventil (27) abgeschlossen ist, und daß im Gehäuse ein Auslaßventil (28) angeordnet ist.
7. Bremsanlage nach Anspruch 5 oder 6. dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (29) hinter der Stufenfläche des Differentialkolbens (23) über eine Verbinduingsleitung (30) mit dem Niederdruckspeicher (16) verbunden ist.
8. Bremsanlage nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder zweite Ventil (11,15) ein magnetbetätigtes Kugelventil ist
9. Bremsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel (31) in der einen Stellung des Ventils den einen Anschluß (1) und in der anderen Stellung den anderen Anschluß (2) absperrt
10. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Ventil (11) ein magnetbetätigtes Schieberventil (32) ist
DE19671655449 1967-09-26 1967-09-26 Vorrichtung zum Verhindern des Blockierens eines Fahrzeugrades mit einer hydraulischen Bremsanlage Expired DE1655449C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET0034886 1967-09-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1655449C3 true DE1655449C3 (de) 1977-05-05

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3107963A1 (de) 1980-03-03 1982-01-21 Nippon Air Brake Co., Ltd., Kobe Bremsfluiddruck-steuervorrichtung fuer antiblockiersysteme
DE4016748A1 (de) * 1990-05-25 1991-12-19 Teves Gmbh Alfred Bremsdruckregelvorrichtung

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